Indiana Tribüne, Volume 26, Number 159, Indianapolis, Marion County, 26 February 1903 — Page 6
Jnoiana Tribüne, 2, Februar I
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Europäische Nachrichten.
Provinz Hcjsen -Nassau. I m m e n h a u s e n. Das 5jährige Zöfykxdftn des Maurermeisters Johannes Engelhardt gerieth an das Herdfeuer, die Kleider entzündeten sich und das Kind verbrannte derartig. dad es starb. xi i m o u i g a. d. 2. Der aus der hiesigen Betriebsinsvection beschäftigte Bureau - Assistent Koppe aus Frankfurt a. M. wurde verhaftet. Er hat sich Schwindeleien und Fälschungen zu Schulden kommen lassen. Marburg. Die hiesige Strafkammer verurtheilte den Landwirth G. Stöcker aus Schweinsberg, der seinem Nachbar eine Gans entwendet und sie einem Hotelier in Kirchhain derkauft hatte, zu 4 Monaten Gefängniß. R o t e n b u r g. An Tinern Herzschlig starb plötzlich der Amtsgerichtsrath Klemme. Der Verstorbene war 70 Jahre alt und wirkte hier seit dttn Jahre 1866. Wiesbaden. Rezierungsrath z. D. Dclmes hat sich hier wegen eines unheilbaren Leidens ertränkt. Ziegenhain. Die Wahl des Metropoliten Gleim in Neukirchcn zum Superintendenten der Diöcese Ziegenhain - Homburg fand ihre Besläiiauna. S?ittcrdcutsct)e Staaten. Braunschweig. Wegen Diebstahls und Brandstiftung wurde die Tienstmagd Bertha Heidecke verhaftet. In der Müylenbaüc'.nstalt an der Rotzstraße stürzte der Tischler Riechers ron einer Leiter zwei Meter tief herab und brach den linken Unterschenkel. Im Alter von 73 Jahren verjchied hier Major a. D. Wegener. Dessau. Der- erste vortragende Rath im Staatsministerium und Vorsitzender der Finanzdirection, Geheimer Ober - Regierungsrath Baum, ist in den Ruhestand verletzt und ihm bei freiern Anlaß die Commandeur - Insigrien 1. Klasse des anhaltis.a Hausordens Albrechts des Baren mit der Krone verliehen worden. Ferner ist der Geheime Ober - Regierungsralh Laue zum ersten vortragenden Raiy im Staatsministerium und Steu'oertreter des Staatsministcrs ernannt und dem Regierunasrath Paul Lange der Titel tLeyeimer Regierungsraiy ' verliehen, sowie der Regierungsassestor Dr. Trentel zum Regierungsraty ernannt werden. fe o e s d o r f. Einem Brande fiel . Anwesen des Landwirlhs Fiedlcr zum Opfer. G i t t e l d e. Der Gmeindevorsteher Adolf Giesecke ist wiedergewaylt worden. Eisenberg. Kaufmann Arthur Hetzer stellte seine ayiungen da. reiz. Kassirer t-r weN nach Unterschlagung aMUichei Geer von hier flüchtete, ist in Zürla veraastet worden. H e l m st e d t. Bon den hiesigen Stadtverordneten schieden aus: ton der ersten Wählertlasse Be.rmessungsKommissär a. D. Brandes undgatoti besilzer Robert Hampe; von der zweiten Waylerklasse vtentner August Linke und Malermeister Stöber; von der dritten Wählertlasse Liegeleibesitzer Hermann Tevold und Rcniner ü&uHelm Neddermeier. K o b u r g. Kassirer Schäfer vom socialdemokratischen Landesverein ist wegen Unterschlagung von Vereinsgeldern zu einem Monat Gefängniß verurtheilt worden. Leopoldshall. Infolge einer Lungenentzündung verschied Commercienrath Otto Naupold, Director der hiesigen chemischen Fabrik ..Cncordia", im 57. Lebensjahre. Der Verstorbene war Mitglied der anhaltischen Handelskammer und des nationallioerasen Vereins Bernburg. Stadtoldendorf. Thierarzt Lange, der älteste Bürger unserer Stadt, verschied im 97, Lebensjahre. Stiege. Die Gaftwirthschafi Stadt Braunschweig" wurde infolge des Todes des Inhabers. Anton Herzberg. zum Verkauf gestellt. Das höchste Gebot gab Herr Pressi aus Günzerode mit 35,250 Mark. Timmenrode. Scheune und Stallungen des Landwirths Gottfried Kärner brannten nieder. W i t t m a r. Ueber das Vermögen des Gastwirths und MaterialwaarenHändlers Hermann Sander ist das Eoncursverfahren eröffnet worden. W o l f e n b ü t t e l. Der Amelunq'fche Gasthof ..Zum Zollen" ging durch Kauf an den früheren BrauereiInspektor der Germania - Brauerei, Robert Weiberg, über. Sacvken. Dresden. Zum Untererzieher der Söhne des Kronprinzen, welche Stellung Giron bekleidet hatte, wu'-de der Lieutenant im Garde - Reiter-Re-giment Freiherr von Humbracht - Alt ernannt. Mit dem 1. Januar d. I. sind folgende Gemeinden mit derStadt Dresden vereinigt worden: Cotta. kaditz, Löbtau. Midien, Naußlitz. Plauen. Trachau, Uebigau und Wölfnitz. In den Ruhestand traten: Reichsgerichtsrath Dr. v. Zimmerle, Oberverwaltungsgerichtsrath Stoß und Bereiter Henker. Geheimer Commerzienrath Bruno Naumann von der Firma Seidel und Naumann ist nach kurzem Leiden gestorben. Nach längerem Leiden verschied hier im Alter von 63 Jahren der Oberlandesgerichtsrath a. D. Alfred Richard Ackermann.
n n a b e r a. Posamentiermetster
Ferdinand Weighold und seine Frau, geborene Schulz, feierten die diamantene Hochzeit.- Die hiesige Strafkammer verurtbeilte den Augenarzt Dr. Neumann wegen fahrlässiger Tödtung seines College Dr. Iahn zu acht Monaien Gefängniß. Dr. Neumann hatte vor einigen Monaten seinen Freund Iahn imUebermuth durch einen scherzhaft sein sollenden Stoß mit einem Stilet tödtlich verwundet. D a h l e n. Stellmackermeisier K. Richter beging sein 50jährigesMeifterJubiläum. Der Jubilar wurde drch ein: Deputation der Stellmacher - Innung beglückwünscht und beschenkt. E i b e n si o ck. Der bisherige Consularagent Crnest L. 5)arris Hierselbst ist zum Handelsagenten der Vereinigten Staaten ernannt worden. Frohburg. Frau verw. Weigand Hierselbst, die kürzlich ihren hundertsten Geburtstag feierte, erhielt ein Geldgeschenk von je 50 Mark von der Königin - Wittwe Carola und dem ..Albert - Verein". Großenhein. Bürgermeister Herrmann feierte sein 25jähriges Jubiläum als Bürgermeister unserer Stadt. Er erhielt die Krone zum Rittcrkreuz 1. Klasse vom Albrechisorden. H o h b u r g. Wohnhaus. Scheune und Stall des Fleischers Keymer. sowie das Wohnhaus des Hausbesitzers Sälzer brannten nieder. Leipzig. Der bisherige ordentliche Professor in der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Straßburg Dr. Otto Mayer ist zum ordentlichen Professor für die Fächer des öffentlichen Rechts, einschließlich des Völkerrechts, in der Juristensakultät der hiesigen Universität ernannt worden. Rechtsanwalt und Notar Puttrich feierte fein 50jähriges Bürgerjubiläum. Miitelbach. Ein altes WohnHaus, welches der Schafhüter Ludwig bewohnte, brannte nieder. Ludivig kam in den Flammen um. Oberhennersdorf. In plötzlichem Wahnsinnsausbruch überfiel der Cementwaarenfabrikant Reißner seine schlafende Gattin, verletzte sie durch mehrere Revolverschüsse lebensgefährlich und erschoß sich dann selbst. R o ß w e i n. Der Oberlehrer der hiesigen Bürgerschule Heinrich Dietze beging sein 40jähriges Ortsjubiläum. Schedewitz. Auf ein 50jäbriges Bestehen blickte die hiesige Schulgemeinde zurück. Schwarzenberg. Feuer zerstörte das Gehöft des Gutsbesitzers BoNltz. W i l d b a ch. Niedergebrannt ist hier der Martin'sche Gasthof. Zwenkau. Das 6jährige Töchterchen des Maschinenmeisters Lentsch verbrannte sich mit Petroleum dermaßen, daß es starb. Kefferl-Scrvrnrtadt. Darr, st a d t. Der Gcoßherzog hat dem Concertmeister August elmer. welcher sein 25jähriges Dienstjubiläum feierte, das Ritterkreuz zweiter Klae des Verdienstordens Philipps des 'Großmüthigen verliehen. Theodor Kräge. Borarbeiter bei Schlossermeistcr Jakobi hier, feierte sein 25jähriges Dienst - Jubiläum. l s f e l d. Aus Anlaß seines Uebertntts in den Ruhestand erhielt Gerichtsschrciber Philipp Knierim hierselbst das Ritterkreuz zweiter Klasse des Verdienstordens t Philipps des Großmüthigen. Bensheim. Der erste Berufsbürgermeister unserer Stadt. Dr. Frenay. ist in sein Amt eingeführt worden. In der der Einführungsfeier sich anschließenden Stadtöerordneten-Si-tzung wurde Jean Denig zum ersten und'Karl Nostadt zum zweiten Beigeordneten gewählt. Groß - G e r a u. Ter sechzehnjährige GymnasialsÄüher Adam Herbert versuchte eine Schußwaffe, als sich plötzlich dieselbe entlud und denFreund und Mitschüler Fritz Stier. Sohn oes Forstmarts Stier, in die Brust traf. Die Kugel drang in dieLunge und verursachte eine lebensgefährliche Verletzung. 5) e p p e n h e i m. Das " hrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren erhielten: die Spritzenmeister Johannes Hafner und Franz Saul. sowie der Hvdrantenmeister Johann Katzenmaier. sämmtlich hier. Ober - Breidenbach. Pfarrer Georg Stock von hier ist zum Pfarrer in Sprendlingen ernannt worden. V ie r n h e i m. Schmiedemeister Philipp Simon erhielt das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift ..Für treue Dienste". W o r m s. Regierungs - Assessor Frölich in Tarmstadt ist zum Sekretär der hiesigen Handelskammer gewählt worden. IBaoero. München. Im Verlaufe eines Streites erstach der verheirathete Fabrikarbeiter Peter Petz den verheiratheten Fabrikarbeiter Simon Westermaier. Der Thäter wurde verhaftet. Der Restaurations-Direktor des hiesigen Deutschen Theaters, des größ' ten Münchener Vergnügungs-Etablis-scments. ein 63jähriger Mann, verLibie im Lokale nach einem Streit mit seinen Anaestellten Selbstmord, indem er sich an einem Fensterriegel aufhing und sich gleichzeitig eine Kugel in den Kopf schoß. Auf eine 30jährige Thätigkeit im Gemeindedienste blickte der Magistratsoffiziant Franz Xavir Pendele zurück. In der Carette'schen Spielwaarenfabrik in der Schillerstraße hier brach ein Brand aus, der erheblichen Sckaden anrichtete.
Unsaiuldta vcrurtlietlt. Im Jahre 1887 wurde ein junzer französischer Soldat aus Moulins. Charles Redon, zu lebenslänglicher Zwangsarbeit vcrurtheilt, weil er während einer kurzen Anwesenheit in seiner Heil tath einen alten Mann. Talabard. ermordet und in dessen Wohnung 200 Francs gestohlen haben solltc. Umsonst hatte Redon seine Unschuld betheuert, und hatten Zeugenaussagen bewiesen, daß er das Verbrechen in zehn Minuten begangen haben müßte, da man ihn kurz vor 10 Uhr mit Talabard vor dessen Hausthüre sprechend gesehen, und um 10 Uhr er war in Uniform im Hause seiner Eltern getroffen hatte. Drei Jahre später entwich der junge Mann aus Cayenne und nach langen Strapazen erreichte er Spanien, wo er sich niederließ, ein Handelshaus gründete und sich verheirathete. Da ihm an seiner Rehabilitirung sehr gelegen war. wandte er sich an einen Rechtsanwalt in Valencia und setzte diesem seinen Fall auseinander. Der Avvokat war aber zugleich Richter und erklärte Redon. es thue ihm leid, aber er müsse ihn denunciren. Dies geschah, und nun verlangte die französische Regierung die Auslieferung Redon's. Allein die öffentliche Meinung lehnte sich in Frankreich und in Spanien dagegen auf. Der Denunciant wäre in Palencia beinahe gesteinigt worden, Emilio Castelar und 'der damalige französische Gesandte in Madrid. Cambon. nahmen sich Redon's an, und nach einer Jnterpellations-Debat-te über den Fall, in der die schuld des Flüchtlings in Zweifel gezogen wurde, war von einer Auslieferung nicht weiter die Rede. Nach einem langjährigen Aufenthalte in Spanien kam er gegen Ende des Jahres 1902 nach Belgien, wurde aber als Anarchist, obwohl er dazu keine stichhaltige Veranlassung gegeben haben soll, ausgewiesen, und wagte sich nach Paris. Hier nahm sich die Liga der Menschenrechte, der er nicht fremd war, weil ihre Scction in Bordeaux sich sckon mit seiner Angelegenheit beschäftigt hatte, des Heimgekehrten eifrig an. Die Abgeordneten Buisson, de Pressensö und Guieysse wandten sich in einem Schreiben, das alle Einzelheiten des Prozesses von 1887 ausführte, an den Justiz - Minister, welcher den Präsidenten der Republik bewog, ein Gnadengesuch zu Gunsten Redon's zu unterzeichnen. Der Begnadigte will sich aber damit nicht zufrieden geben, sondern strebt die Revision des Prozesses und seine Rehabilitirung an. Der Rechtsanwalt, dem er die Sache übertragen hat, glaub.t. es werden sich über den wahren Thäter solche Angaben beibrirgen lassen, welche die Unschuld seines Klienten darthun müssen. Maeterlinck in Berlin. Maurice Maeterlinck, der Dichter der ..Mona Vanna". war der MittelPunkt eines Banketts, das von literarischen und künstlerischen Kreisen Berlins im Hotel de Rome veranstaltet wurde. Der Dichter saß zwischen Fräulein Tadema, der Tochter des berühmten Malers Alma-Tadema, und Frau Ludwig Fulda. Zahlreiche Capacitäten der Literatur, des Theaters und der bildenden Kunst waren anwesend. Hermann Sudermann begrüßte den Dichter als den Vermittler zwischen germanischem und romanischem Wesen. Hierauf nahm der als Maeter-linck-Biograph rühmlichst bekannt gewordene Dr. Monty-Jacobs das Wort zur Festrede. In knappen Worten zeichnete er sowohl die philosophische als auch die dichterische Bedeutung Maeterlinck's. Dann erhob sich Maeterlinck. Seine französisch gehaltene Rede lautet in deutscher Uebersetzung: Ich bin sehr verwirrt über die außergewöhnlich . große Ehre, die Sie mir erwiesen. Ich bin mir bewußt, daß meine Person nur der Vorwanad für diese Festversammlung ist, ich bin mir bewußt, daß Sie, welche mit Aufmerksamkeit die tausend Bestrebungen der Künstler in allen ihren Formen verfolgen, sich hier zusammenfanden, nicht um den Besten oder Würdigsten, aber vielleicht nur, den fremden Gast, der seinen kurzen Aufenthalt in günstiger Stunde als eine Art Rechtstitel auf so viel Liebenswürdigkeit mitbringt, zu feiern. Ich bin nichts als dieser einfache Gast. Aber so gering auch der Antheil ist. den ich selbst mir an dieser Feier zuschreibe, ich bin glücklich darüber. daß ich mich in dem .Lande Goethe's. in dem auserwählten Lande des Nachdenkens über Menschen vnd Men schenwerth befinde. Man sagt, es fehlt etwas an dem Glück des Künstlers, der nicht in Paris die Bestätigung seiner Künstlerschaft gefunden hat. Frankreich ist gewissermaßen das ä st h e t i s ch e Gewissen der civilisirten We't. Aber es fehlt an der ruhigen und unbefangenen Würdigung des Künstlers, noch weit mehr, wenn Deutschland ihn nicht gewürdigt hat, ihn zu ermuthigen und ihm Beifall zu spenden. Denn Deutschland ist da smoralischeGe wissender Welt mehr noch, es ist das Ge wissen schlechthin ohne besonderes Epitheton. des Menschheitsgedankens der Gegenwart." Maeterlinck schloß mit
Dankesworten an Alle, die thm den Aufenthalt so schön gemacht haben. In Südat.ierika kostet es den Bahngesellschaften jährlich über Z75.000. die Geleise von den diese überwuchernden Pflanzen frei zu hal-ten.
Heldenmüthiges Mäd chen. Als letzthin der zehnjährige Bernhard Heinbrock in Chicago, der mit seiner kränklichen 14jährigen Schwester allein in der elterlichen Wohnung war, beauftragt wurde, Gasolin aus der Sommerküche zu holen, zündete er, um besser sehen zu können, ein Streichholz an und ist damit offenbar der gefährlichen Flüssigkeit zu nahe gekommen, denn im nächsten Augenolick erfolgte eine gewaltige Explosion und das Gemach stand in hellen Flammen. Der Knabe flüchtete, über und über mit Brandwunden bedeckt, in ein Hinterzimmer, wo er ängstlich gegen die Wand gedrückt verharrte, bis ihm seine Schwester zu Hilfe kam. Durch die glühende Lohe und den erstickenden Qualm bahnte sich diese den Weg zu ihm. warf ihm einen Sawl über den Kopf und zerrte ihn dann zum Hause hinaus. Ehe sie aber noch die Ausaanastbüre erreicht hatte, standen ihre Kleider in hellen Flammen und dieselben waren fast zu Ende verbrannt, als sie endlich, auf der Straße anlangte. Ein Polizist sorgte dafür, daß die beiden Kinder nach dem Hospital gebracht wurden, wo das Mädchen im Laufe des Abends seinen Geist aushauchte. .Der Knabe ist mit dem Leben davongekommen. Aepfcl als einzige Nahr u n g. Ter Drshtspinner James Dolan. der das vom Sturm beschädigte Telephonsystem in Sierra County, Kal., reparirte. stieß unlängst in der Nähe von Pike Citv auf einen Einsiedler, der in Folge des frühen Schnees, der liegen blieb, von allem Verkehr abgeschnitten worden war und den ganzen Winter über sein Leben mit Aepfeln gefristet hatte, von denen er noch einen Vorrath besaß. Der Alte befand sich in einem bejammernswerthen Zustande und auf Dolans Meldung wmde sofort ein Schlitten bemannt, um den Lcdauernswerthcn Einsiedler abzuholen und nach dem Countn-Hospital in Downieville zu bringen. Der Einsiedler wehrte sich, als man ihn einlud, in den Schlitten zu steigen und meinte, er habe noch Aepfel genug, um bis zum Frühjahr nicht zu darben. Nicht nur sein physischer Zustand, sondern auch sein Ver-
stand hatte durch die ausschließliches Apfeltost und Vereinsamung gelitten. Amputirte sein eigen e s Bein. Der bejahrte Zimmermann Karl A. Siegmann in L)ork, Pa.. bestürmte die ihn behandelnden Aerzte, sein vom Brand ergriffenes linkes Bein oberhalb des Knies zu amputiren, doch wurde sein Wunsch nicht erfüllt, weil man befürchtete, daß er die Operation nicht überleben würde. 2ls seine Wärterin nun neulich eine halbe Stunde abwesend war, kletterte der Alte aus dem Bette, holte aus seiner Wcrkzeugskiste eine Säge und ein scharfes Messer und schnitt das kranke Bein selbst ab. Ta er die Adern vorher sorgfältig unterband und nicht viel Blut verlor, blieb die Operation ohne böse Folgen. Eigenthümliche Verl e tz u n g. Ter Theaterkafsirer Clinton N. Aioffat in New Jork verletzte vor mehreren Jahren sein rechtes Auge und die Wunde ist nie gut zugeheilt. Als er dieser Tage Papiergeld zählte, fühlte er ein Jucken am Auge und er rieb die betreffende Stelle mit der Hand. ' Das Auge entzündete sich jedoch immer mehr und er zog einen Arzt zu Rathe. Dieser gab der Ansicht Ausdruck, daß Moffat. welcher zuerst das Papiergeld und dann das Auge berührt hatte, schädliche Mikroben nach dem Auge verpflanzte. Der Arzt erklärte, daß das verletzte Auge entfernt werden müsse, um das andere Auge zu retten. Dynamit im Ofen. In Phipps, Jll., wurden jüngst vier Scbulknaben auf die Anklage in Haft genommen, Dynamit in den Ofen des Schulhauses gelegt zu haben. Die Knaben wollten wahrscheinlich Rache nehmen, wei! sie vom Lehrer bestraft worden waren. Die Dynamitladung, welche die Knaben sich in einem nahe gelegenen Bergwerk verschafft hatten, wurde in dem Ofen noch rechtzeitig entdeckt, so daß ein Explosion verhütet werden konnte, welche beinahe sicher den Tod von 40 Kindern zur Folge gehabt hätte. Leuchthauswärter in Noth. Der Dampfer Armour" ist kürzlich auf der Fahrt von Skaguay. Alaska, nach Victoria, B. C.. durch Nothsignale, die der Leuchthauswärter auf Five Finger Rocks aufgehißt hatte, zum Beilegen veranlaßt worden. Der Wärter meldete, daß di? Lebensmittel auf die Neige gegangen und er und sein Gehilfe nur noch von Mehl und einigen Fischen, die sie mit einer Angel gefangen hatten, nothdürftig ihr Leben fristeten. Der Dampfer versorgte die Bedrängten mit hinreichenden Le- j bensnntteln. Arsenal in Flammen. Die Werkstätte im Hauptmagazin des Arsenals zu Rock Island. Jll.. ging letzthin Nachts in Flammen aus. Kavallerieund Jnfanterie-Ausrüstungs-gegenstände. sowie 1.000.000 rauchschwache Krag-Jörgensen-Patronen im Gesammtwerthe von 1,500,000 wurden vernichtet. Die letzte Volkszählung in Schweden berichtet von der niedrigsten Ziffer von Todesfällen bei einem civilisirten Volke. Während der letzten zehn Jahre erreichte die Sterblichkeit nur einen Durchschnitt von 16.49 auf Tausend.
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