Indiana Tribüne, Volume 26, Number 156, Indianapolis, Marion County, 23 February 1903 — Page 3

Jndiana Tribüne, 23. Fekruar 1903

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Sternburg

Verlangt sofortige Bezahlung br 5,500 Pfund. Vowen jedoch weift die ftot derung Deutschland s zurück. ffaft alle Bewilliaungs - Vorlagen vom Hause bewilligt.Schicksal der Staatenrechts-Vorlage noch dunkel. Senator Quay befürwortet den iZomvromiß. Bericht des Marine'Sekretärs über die neuen Schiffe. Verzögerung im Bau ohne nachthei' lige Folgen. Bowen lehnt ab. Washington, 22. Febr. Die deutsche Regierung hat durch ihren hiefigen Vertreter, Freiherrn Speck v. Sternburg, an Herrn Bowen das Verlangen auf sofortige Zahlung der 5500 Pfund gestellt, die nach dem Protokoll vom 13. Febr. innerhalb von 30 Tagen von jenem Datum an zahlbar sind. Herr Bowen lehnte das Verlangen entschieden ab, theilte aber Herrn von Sternburg mit, daß den Bestimmungen des Protokolls gemäß das Geld an den deutschen Vertreter in Caracas 30 Tage noch dem 13. Febr., also am 15. März, ausbezahlt würde. Das Protokoll vom 13. Februar bestimmt diese Zahlung als vorbergehend der Aufhebung der Blockade gegen vcnez. Häfen sowie dem Uebereinkommen, die Frage der Vorzugsbehandlunq der Blockademächte dem Haager Schiedsgerichte zu überweisen". Der Grund, welcher die deutsche Regierung veranlaßte, ist hier nicht bekannt. Die Angelegenheit erhält jedoch vielleicht eine gewiffe Bedeutung angesichts der Thatsache, daß die von den Teutschen während der Blockade gekaperlen Schiffe noch nicht an Venezuela zutückgegeven worden sind. Im Laufe 'des Tages erhielt Herr Bowen Besuche vom französischen Botschaft Juffersnd und dem spanischen Gesandten Monchcur in Verbindung mit den Protokollen, die für die Ansprüche der Bürger jener Länder gegen Venezuela in Vorbereitung sind. Die neuen Schiffe. Washington, 22. Febr. Der Präsident setzte sich mit Sekretär Moody wegen Verzögerung im Bau von Kriegsschiffen in's Benehmen und letzterer ließ sich daraufhin vom Conftructor eiven Bericht über die Verhältnissc in den verschiedenen Schiffsbauhöfen, wo die Arbeiten gemacht werden, vorlegen. In einem nunmehrigen Schreiben des Sekretärs an den Präsidenten, das den erwähnten Bericht enthielt, wird gesagt, daß allerdings eine Anzahl von Ursachen vorhanden feien, welche beim Bau der Schiffe eine beträchtliche Verzögerung über das ursprünglich gesetzte Datum hinaus herbeiführen. Indessen werde Amerika hinsichtlich der Zeit bei den neuen Schiffen nicht wesentlich hinter England und Deutschland zurückstehen. Republikanische Conf e r e n z. Washington, 22. Februar. Einige der republikanischen Senatsführer. Gegner der Omnibus-Staaten-rechtsvorlage, hielten heute eiue lange Conferenz ab, um die KompromißMaßregel, deren Vorkehrungen bereits veröffentlicht wurden, perfect zu machen. An der Berathung nahmen die Senatoren Allison, Aldrich, Cullom, Hanna, Spooner, Lodge und Platt (Erntn.) theil. Aus ausgezeichneter Quelle verlautet, daß Senator Quay die Annahme des Compromiffes dringend wünscht und diesbezüglich mit den Demokraten verhandelt. Doch diese stehen heute fester denn je zur Omnibus-Vorlage. In der Conferenz wurde beschloffen, dm Compromiß'Vorschlag den Staa-tenrechts-Republikanern und Demokraten so bald als irgend möglich zu unterbreiten und zu versuchen, ihre Zuftimmung zu demselben zu erlangen. Washington's Geburtstag. New York, 22. Febr. Washingtons Geburtstag wurde hier durch besondere Veranstaltungen patriotischer Gesellschaften gefeiert; zahlreiche Geistliche nahmen den Jahrestag als Thema für ihre Predigten.

Der Kongreß.

Hans. W a s h i n g t o n, 22. Febr. Mit dem Eintritt in die letzte volle Woche der Session hat das Hauö thatsächlich alle außer einer Bewilligungsvorlae erledigt. Bei der Berathung über die Beilegung von Differenzen zwischen den beiden Häusern über eine Anzahl Vorlagen, die jetzt den Conferenzvorschüssen vorliegen, stehen intcreffante Auseinandersetzungen in Aussicht. Besonders lebhaft würde sich der Kampf über ein Staatenrechts - Vorlage - Amendement gestalten, falls ein solcher Vorschlag als Anhängsel zu einer Bewilligungsvorlage an das Haus gelangt. Die Unterstützung der demokratischen Seite wäre zu erwarten ; auch wohl die Annnahme durch die Republikaner, wenn sich auch einige ihrer Führer widersetzen. Aus Dienstag ist die Philippinen-Währungs-Vorlage angesetzt. Die nach der Geschäftsordnung jedem Con-greß-Ende vorangehenden SuspenfionsTage beginnen am Mittwoch. Die ffowler'sche Währungsvorlage wird, so oft keine dringenden Geschäfte vorliegen, weiter berathen; Aussichten auf ihre Annahme sind nicht vorhanden. Senat. Der Verlauf der Geschäfte im Senat für diese Woche hängt großentheils davon ab, ob die Schwierigkeiten Hinsichtlich der Staatenrechtsvorlage beigelegt werden. Fall kein Arrrangement zu Stande kommt, so spielt die Vorlage ihr Rolle bei den Verhandlungen weiter, ob sie nun in technischem Sinne unter Berathung steht oder nicht. Von den Vewilligungs - Vorlagen kommt der Post-Etat zunächst zur Be rathung. Es ist die einzige der von dem Comite cinberichteten Vorlagen, die noch nicht angenommen sind. Ihm ist die Staatenrechtsvorlage angehängt; falls vor Aufnahme des Post-Etats noch kein Einverstündniß erreicht ist, so tritt die Staatenrechts-Vorlage in ihr kritisches Stadium. Einige der gegnerischen Senatoren glauben, die Vorläge in ihrer Eigenschaft als Anhängsel zu dem Post-Etat zu Fall bringen zu können. Dem Herkommen gemäß wird die morgige Sitzung mit der Verlesung von Washington's Abschiedsadrcffe beginnen. Nach Schluß der Ceremonie berichtet vielleicht das Comite für öffentliche Gebäude und Grundstücke eine OmnibusVorlage für öffentliche Gebäude; in diesem Falle würde der Versuch gemacht, eine sofortige Berathung herbeizuführen. Falls dies nicht gelingt, wird Senator Cullom Berathung des Canal-Vertrags in Erecutiv-Sitzung vorschlagen. Zollte in der Zwischenzeit ein Com promiß über die Staatenrechtsvorlage erreicht werden, so könnte, wie man annimmt, di: Annahme des Vertrags in einem bis zwei Tagen erfolgen. Ob aber eine Schlichtung der Staa-tenrcchts-Vorlage erfolgt, ob der Vertrag durchgeht oder ob Beides unterbleibt, jedenfalls will man nicht mehr viele Tage bis zur Aufnahme der Bewilligungsvorlagen verstreichen lassen. Mit nur noch 8 Arbeitstagen vor sich, halten cs alle Senatoren für wesentlich, daß die Bewilligungen, welche zum Betrieb der Regierungsmaschine für das nächste Fiskal-Jahr zu machen sind, keinen langen Ausschub mehr dulden. Von den 13 Bewilligungsvorlagen wurden bis jetzt 6 von dem Senate berathen; einige der übrigen 7 von Eomite's. Drei sind och nicht vom Ab-geordneten-Hause eingegangen. Um zum Schlüsse mit den EtatsVorlagen zu komr.len und und andere nothwendige Geschäfte zu erledigen, wird sich der Senat vor der endgiltigen Veriagung am 4. März zu längeren Sitzungen als gewöhnlich entschließen müssen. Am Sonntag wird ein beträchtlicher Theil der Zeit zu Gedächtnißreden für verstorbene Mitglieder des Hauses verwandt. Todtenfeier im Hause. Washington, 22. Febr. Da Haus hielt heute eine Sitzung ab, um das Andenken folgender verstorbener Mitglieder zu ehren: Tongue von Oregon, Rumple von Iowa und Moody von Nord Carolina. In Abwesenheit des Sprechers Henderson führte Abg. Moody von Oregon den Vorsitz. Die üblichen TrauerBeschlüsse wurden gefaßt und von einer Reihe von Mitgliedern Gedächtnißreden gehalten. Zum Zeichen weiterer Achtung vertagte sich das Haus kurz vor i5 Uhr.

Feuerswüthen. Toledo, O., 22. Febr. Das Hotel Teveaur wurde heute Abend fast gänzlich eingeäschert. Alle Gäste konnten das Haus mit ihren Effekten in Sicherheit verlaffen. Verlust etwa 60,000. Unter schwerem Verdachte. D a v y , W. V., 22. Febr. Frau Walter Dykes wird von den hiesigen Behörden gesucht. Heute früh fand man ihre beiden Kinder an Vergiftung gestorben vor. Man beschuldigt die Frau, die Kinder lieber umgebracht zu haben, als daß sie dieselben ihrem Gatten gelassen hätt?. Sie und ihr Mann trennten sich vor einigen Wochen. Gefahr im Anzug. O w e n s b o r o, Ky., 22. Febr. Um (3 Uhr Abends war der Ohio Fluß in langsamem Steigen begriffen. Zu dem höchsten Wasserftand im Jahre 1884 fehlen noch 4 Fuß. Auf der Indiana Seite sind die Niederungen 7 Meilenweit überfluthet. E v an s v i l l e, Ind., 22. Febr. Der Fluß hier steigt langsam weiter und stand um 9 Uhr Abends auf 40.8 Fuß. Hunderte von Ausflüglern besichtigten heute das Hochwasser. An manchen Stellen ist der Ohio fünfzehn Meilen breit und gemahnt an den Anblick des Meeres. Alle Nebenflüsse des Ohio dürften Montag Nacht fallen. Die Weizenernte wird in vielen Gegenden zerstört. Tausende von Weizenäckern stehen unter Wasser. EinFreundderBerstadtl i ch u n g. N c w Y o r k, 22. Febr. Der Dampfer Etruria" traf heute nach einer stürmischen Ocean-Fahrt ein. Unter den Passagieren befindet sich C. R. Bellamy, Geschäftsführer der Liverpool'er Straßenbahnen, die unter städtischer Leitung stehen. Bellamy will einer Convention beiwohnen, auf welcher die Frage der Verstadtlichung sämmtlicher Verkehrseinrichtungen besprachen wird. Er ist ein begeisterter Verfechter der Verstadtlichung und erklärt, daß sich das System bei der. Straßenbahnen in Liverpool, welche die Stadt seit 1897 verwaltet, vortreff-

lich bewährt habe. Kurze Depeschen. 22. Febr. Inland. I t h a c a , N Y. Zwei Studenten der Corncll-Universität sind dem In phösen Fieber erlegen. Charlotte, N. C. Die Jury hat A. L. Bishop, welcher Thos. I. Wilson ermordete, der Tödtung schuldig befunden. Urtheilsspruch morgen. C : n c i n n a t i. Hervorragende Juden aus allen Theilen der Ver. Staaten nahmen an b?r Beerdigung von Dr. Moses Mielziner theil. Im Leichenzug waren alle jüdischen Organisationen vertreten. C i n c i n n a t i. Von Dienstag bis Donnerstag tagt hier das Superinten-denten-Departement des nationalen Erziehungs-Verbandes. Hervorragende Erzieher aus allen Theilen des Landes werden anwesend sein. Ausland. Johannesburg. Die berühmte englische Schauspielerin Kate Vaughan ist gestorben. London. Laut einer Depesche aus Moskau ist das Dorf Poultovits eingeäschert: 12 Personen verbrannt. Panama. Das historische Kanonenboot Boyaca" ist, wie heute gemeldet wird, am 16. Februar bei der Einfahrt in den Canal Port Bethfabe gescheitert. Die Mannschaft ist geretiet. Schiffsnachrichten. Angekommen: New York: Etruria" von Liverpool und Cueenstown; ..Hekla" von Copenhagen. Christian! und Christiansand; Main" von Bremen; ..Minnetonka" von London. Liverpool: Tauric" von New Jork. Queenstown: Jvernia" von NewVork. Abgefahren: New York: Menominee" nach London.

JnBerlinhatsichkiirzlich zu den vielen Vereinen, die dort bisher existirten, noch ein Verein der Züchter und Liebhaber von Schoßhunden" gesellt, der sich die Aufgabe stellt, die Zucht der existirenden Schoßhundraffen zu beben und die Liebhaberei dafür anzuregen. Versammlungen, Vorträge, Ausstellungen, Prämiirungen u. dergl. sollen diesem Hundefreundlichen Zwecke dienen. Jnsbesondere will der Club dem unreellen Hundehandel entgegentreten und stellt seinen Rath deshalb auch Nichtmitgliedern zur Verfügung. Er zählt zur Zeit bereits gegen 120 Mitglieder, darunter was nicht sehr überrascht zahlreiche Damen. E i n e A r tV o l k s z ä h l u n g nach dem Stande hat das Statistische Amt der Stadt Charlottenburg bei Berlin veranstaltet 'und wurde dabei eine Bevölkerung von 26 Köpfen weniger als 200,000 ermittelt, wobei die vorübergehend Anwesenden nicht gezählt sind. Auffallend ist der große Ueberschuß an Frauen in Charlottenbürg. Er beträgt insgesammt 18,550, sodaß Charlottenburg nur 90,000 Männer, aber nahezu 110.000 Frauen beherbergt. Besonders groß ist der Ueberschuß in den wohlhabenden Vierteln des Ostens der Stadt. Am Kurfürstendamm und in den Ostvierteln zwischen dem Zoologischen Garten und dem Nollendorfplatz ist die Zahl der Frauen meist noch einmal so groß wie die der Männer. Auch in den Vierteln der Hochschule überwiegt trotz der studirenden Jugend die Zahl der Frauen erheblich. Nur in fünf Stadtbezirken ist eine kleine Zahl Männer mehr als Frauen. UeberdieWohlthatizkeitspflege in der deutschen Reichsbauptstadt gibt folgende Mittheilung Aufschluß: Nicht weniger als 81 Wohlthätigkeits - Anstalten und Stiftungen unterstehen zur Zeit der Aufsicht der Berliner Gemeindebehörden; 31 davon haben der Magistrat bezw. einzelne Deputationen desselben allein zu verwalten und für 13 Stiftungen sind selbstständige Kuratorien gebildet worden. Das größte Kapital - Vermögen weist unter diesen Wohlthätigkeitsfonds die Hugo und Anna HankeStiftung mit rund drei Millionen Mark auf. Ihr folgen die Stiftung des Geh. Komm.-Raths Emil Ebeling mit 2.46 Millionen, die LeoStiftung mit 1.34, die Kraft'sche Stiftung für hilflose Arbeiterinnen mit 1.29, die Altersversorgungsanstalt der Kaiser Wilhelm und Augusta - Stiftung mit 1.24 Millionen und die Stadtrath Albert Löwe - Stiftung mit 1.22 Millionen. Alles in Allem können die 81 Wohlthätigkeitsfonds mit einem Kapitalvermöqen von nahezu 40 MillionenMk. auf ein segensreiches Jahr zurückblicken; mit den von ihnen gezahlten 6.64 Millionen konnte manche Noth gelindert werden. In Odessa brach unl ä n g st unter den 600 im Gefängniß Eingekerkerten ein offenbar von langer Hand vorbereiteter Aufruhr aus. Er begann bei der Ausgabe des Mittagessens auf ein gegebenes Zeichen. Die Aufrührer zertrümmerten die Zellenthüren und Möbel, -zerschlugen die Fenster und befreiten die übrigen, in den Zellen eingeschlossenen Gefanaenen. Dann verbarrikadirten sie die Flure mit Bettsäcken und zertrümmerten Möbeln. Da oie Versuche, die Unruhen auf gütlichem Wege zu beenden, sich als fruchtlos erwiesen, machte die Gefängnißwache von der Waffe Gebrauch. Einer der Aufrührer wurde getödtet und ein zweiter verwundet. Bei der gefahrdrohenden Art des Aufrubrs befahl der Gefängnißdirector, sämmtliche Ausgänge zu schließen. Der Stadthauptmann ließ das Innere des Gefängnisses durch zwei Compagnien Militär besetzen, worauf Ruhe eintrat. Auch die folgende Nacht verlief ruhig. Am nächsten Morgen kam es indessen zu ähnlichen Auftritten in dem in

einem gesonderten Gebäude gelegenen Frauengesängnitz. Das Militär mußte einschreiten und gab mehrere Salven ab; dabei wurde eine der Gefangenen getödtet. Danach war der Aufruhr beendet. Eines der vier BronzeV f e r d e auf der Markuskirche in Venedig wurde unlängst einer Ausbesserung unterworfen. An der jetzigen Stelle stehen die Pferde fast sieben Jahrhunderte. Als Venedig im Jahre 1204 Constantinopel eroberte, nahm es die Rosse von einem Hippodrom fort. Auf der Galeere Domenicus Morosino's wurden die vier Rosse unbeschädigt eingeschifft; bei der Ausschiffung in Venedig aber brach einem Pferde ein Hinterfuß, den Morosino mit Erlaubniß der Regierung für sich behielt, so daß ein neuer angesetzt werden mußte. Petrarca ist der erste, der von der Quadriga spricht. In einem seiner Briefe beschreibt er im Jahre 1364 Feste, die man nach Unterwerfung Kandias feierte. Der Poet sah in Gesellschaft des Dogen vom Vestibül der Kirche aus einem Turnier zu und schreibt: Dies ist die Stätte, wo vier Pferde aus vergoldeter Vronce prangen, das Werk eines erlauchten Künstlers, wer es auch sein mag; denn 'Aan hat den Eindruck, daß die Pferde wiehern und mit den Füßen stampfen." Der Deutsche A. W. Schlegel hat zuerst die Ansicht geäußert, daß die Rosse einem Viergespann angehörten. Kaiser Theodosius brachte sie von Chlos nach Byzang. Ohne Zweifel sind sie hellenischen Ursprungs.

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