Indiana Tribüne, Volume 26, Number 155, Indianapolis, Marion County, 21 February 1903 — Page 6
Jndiana Tribüne, 21. Februar 190.
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Europäische Nachrichten. Oldenburg. M o l b e r g e n. Alter von 66 Johren starb hier der Pfarrer Joseph Budke. Nordenham. Direktor Diederiete von den hiesigen Seekabelwerken erhielt vom Grohherzog das EhrenRitterkreuz 2. Klasse. S a r k w i tz. Das alte Teckenburq'sche, von einer Arbeiterfamilie bewohnte Wirthschaftsgebäude brannte nieder. B e ck, t a. Oberlehrer Dr. Kuklinski
vom hiesigen katholischen Gymnanum ist gestorben. Ireie Städte. Hamburg. Die Handelskammer wählte zum Vorsitzenden Albert Michahelles von der Firina Gebrüde? MichaheUes und zum zweiten Vorsitzenden lirif Pontoppidan von der Firma H. Pontoppidan und Compagnie. Adolph Woermann wird das Präsidium der Handelskammer niederlegen, da er eine mehrmonatliche Afrikareise antritt. Zum Stellvertrter für Un Wohnungspfleaer des 4. Bezirks des I X. Kreises ist "Dr. med. Otto Wilhelm Glinzer erwählt worden. Auf dem Berliner Bahnhofe wollte die Maschinenputzerin Wittwe Helene Rump die Geleise überschreiten, obgleich eine Rangirlokomotioe im Anfahren begriffen war. Die Frau konnte sich nicht schnell genug in Sicherheit brinaen. wurde von der Maschine erfaßt und getödtet. Bei der im 1. Bezirk der allgemeinen Wahlen stattgehabten Ersatzwahl zur Bürgerschaft an Stelle des verstorbenen Präsidenten S. Hinrichsen wurde A. E. A. Grard gewählt. Nach vorgelegter Approbation ist Dr. med. und chir. Anton Johnann Stephan in die Matrikel der hiesigen Aerzte au''genommen worden. Schmied Neumcnn stürzte auf dem Schnelldampfer Fürst Bismarck" beim Einsetzen von Nieten in den Kohlenbunker und erlitt schwere Verletzungen. Bremen. Der Großherzog von Oldenburg hat dem Direktor der hie sigen Seefahrtschule. Professor Dr. Schilling, das Ritterkreuz 1. Klasse des Großherzoglichen Haus- und Verdienstordens verliehen. L ü b e ck. Der für 19034 zum Vorsitzenden Bürgermeister erwählte Senator Dr. H. Klug wurde in feierlicher Weise in sein Amt eingeführt. Reichsbank-Director Zimmermann. der die hiesige Reichsbankftelle seit ihrer Errichtung am 1. Januar 1876 kU tet. trit am l. April d. I. in den Ruhestand. Carl Buchwald, Begründer und früherer langjähriger Inhaber res Goldschmied?-G?schäftes in der oberen Hüxstraße, ist im 87. Lebensjähre gestorben. Hier wurde der Besitzer des Tattersalls. Reinck. verhafiet. Er soll sich der Verleitung zum Meineide schuldig gemacht haben. Außerdem schweben noch gegen ihn Untersuckungen wegen anderer Vergehen. ZicHtret. Bern. Im Lenker Mordprozeß sind sämmtliche Angeklagte freigesprochen worden. Ein schändlicher "Raubmord bleibt somit ungesühnt. Schuld daran dürften die Nachlässigkeiten beim ersten Untersuchen sein. Der Prozetz förderte auch zu Tage, daß im Berner-Oberlande noch allerlei krasser Aberglaube spukt, wie selten an einem Orte. An die Kosten hat der Angeklagte Buchs 4000 Fr. zu bezahlen. Ein großer Theil der Bevölkerung von Pöschenried hält den Buchs nach wie vor für den Mörder. Es sei in Lenk davon die Rede, man werde Buchs sein Heimwesen abkaufen, damit er außer Landes ziehen könne, weil ein erträgliches Nachbarverhältniß zwischen Buchs und den Lenkern nach den Vorfällen un? unter dem furchtbaren Verdacht, der an ihm haftet, nicht mehr denkbar sei. Andermatt. Hier fand unter großer Betheiligung die Beerdigung der Frau Cäcitia Christen geb. Lussi, Gastwirthin zur Sonne", statt. Frau Christen erlag am Weihnachtsmorgen in Zürich den Folgen einer gefährlichen Operation. F r e i b u r g. Die Einrichtung einer Genossenschaftsmühle in Perolles bei Freiburq .ist gesichert. Der Bau soll im nächsten Frühjahr beginnen. Ein Großmüller der deutschen Schweiz hat ein Kapital von 300.000 Fr. zugesichert. Die Einrichtung sieht eine tägliche Lieferung von 300 Sack vor. L u z e r n. Der große Stadtrath von Luzern genehmigte die Statuten der Aktiengesellschaft Elektricität werk Luzern - Engelberg" für den Bau einer Wasserwerkanlage am Erlenbach bei Engelberq und Fortleitung der Kraft. M e n z n a u. Der schöne Hof Sagenmühle", mit guten Gebäulichleiten und Müllerei, 55 Jucharten Land und 17 Jucharten Wald, ist von Hrn. Sidler - Ackermann um die Summe von 80,000 Fr. verkauft worden. S ch a f f h a u s e n. Der Große Rath hat das Staatsbudget durchberathen und ohne wesentliche Aöänderungen genehmigt. Dasselbe weist bei 1.340,300 Fr. Ausgaben einen Vorschlag von 9000 Fr. auf. Zum Präsidenten des Regierungsrathes für das Amtsjahr 1903 wurde Reaierungsvicepräsident I. Keller gewählt. Zürich. DaS Obergericht des Kantons Zürich wählte für das Jahr
1903 zu seinem Präsidenten Ober-
richter Dr. Ulrich, zum ersten Vicepräsidenten Oberrichter Wittelsbach und zum zweiten Vizepräsidenten Oberrichter Dr. Streuli. S o l o t h u r n. Der Regierungsrath wählte als Landammann für das Jahr 1903 Dr. R. Kvburg und als Vicelandammann RegierungsrathRud. von Arx. St. Gallen. Hier ist. erst 29 Jahre alt, Kunstmaler Otto Weniger gestorben, der von München zu Vorarbeiten für die lZentenarfeier in seine Vaterstadt zurückgekehrt war. St. Jmier. An Stelle des verstoc'.'cnen Matthev wurde als Maire hierselbsi Advokat Et. Ehapius gewählt. V ä t t i s. Bundcsrath Dr. Louis Forrer ist zum Ehrenbürger hiesiger Gemeinde ernannt worden. W i n t e r t h u r. Gerichtspräsident Dr. BeUheau wurde zum Bezirksrichter gewählt. Getterreich 'Attgarn. Wien. Jn's Herrenhaus wurden berufen: der Professor der inneren Medizin Hofrath Nothnagel, der Dichter Ferdinand von Saar, der Hoftheater - Intendant Baron Plappart. der Schwechater Brauereiöesitzer Anton Dreher, der Präsident der landwirthschaftlichen Börse Paul von Schöller, der Nordbahndirektor Hoftath Jeitteles und Nationalökonom Peez. Feuer brach im Geschäfte der Gemischtwaarenverschleißerin Fanny Schrom. Favoriten, Luxenburgstraße No. 67. aus. das einen großen Theil der Wiarenoorräthe vernichtete und auch die Einrichtungsgegenstände einäscherte. Unter dem dringenden Verdachte, den Brand gelegt zu haben, ist der Gatte der Frau Schrom. der 288jährige Schlossergehilfe Johann Schrom. in Haft genommen worden. Rudolf Hardt, der Chef der hiesigen Tuchfirma Albert Hardt. hat sich erschossen. Die Furcht, wahnsinnig zu werden, wird als Motiv des Selbstmordes angegeben. Die Oberpostverwalter Karl v. Winterfeld, Jofef Heinisch und Franz Graf wurden zu Postamtsdirektoren ernannt. Historienmaler Karl Josef Geiger vollendete ein achtzigstes Lebensjahr. Geiger, ein Enkel des Kupferstechers Geiger, studirte bei Führich und Kupelwieser. Emanuel Selber. Oberlehrer der Kaiser Franz Josephs - Knaben - Volksschule, Liebhardtgasse No. 21. feierte sein 40jähriges Dienstjubiläum. Hier verschied der bekannte Großindustrielle und ehemalige Gesellschafter der Firma Gebrüder Thonet. im Alter von 78 Jahren. Der Finanzminister hat den Ministerial - Concipisten Dr. Karl Gaube zum Ministerial - Vicesekretär im Finanzministerium ernannnt. Auf dem Centralfriedhof erhängte sich aus unbekannten Gründen der 56 Jahre alte Prokurist Franz Karl Richter. B o r e s l a u. Erschossen hat sich hier der etwa 60 Jahre alte Wirthschaftsbesitzer Schönfeldt. Bürg stein. Am Geburtshause unserer berühmten heimischen Künst'er Josef Mar und Emanuel Max Ritter von Wachstein ist eine Gedenktafel angebracht worden. F a l k e n a u. In dem benachoarten Dorfe Thenssau kam im unteren, dem Oekonomen Veit gehörigen GastHause ein Schadenfeuer zum Ausbruche. Diesem fielen in kurzer Zeit alle Wirthschaftsobjecte zum Opfer. Fischern. Feuer zerstörte zwei große Schuppen der Speditionsfirma Schöttner und Seidel. G a b l o n z. An Altersschwäche ist hier der Advokat Dr. Hermann Adler gestorben. G r a s l i tz. Als Delegirter für die deutsche Section des Landculturrathes ist der Graf Erwein Nostitz-Rienek wiedergewählt worden. H ü t t e l d o r f. Nach längerem Leiden ist im Alter von 59 Jahren de I hiesige Pfarrer und Ehrenbürger vo Goggendorf und Mittergraben Dechant Karl Latzin gestorben. Dem Leichenbegängnisse wohnte auch Bürgermeister Dr. Lueger bei. Jschl. Der pensionirte Jnspektor der hiesigen kaiserlichen Villa. Nisolang Zellner. ist im 82. Lebensjähre gestorben. K l a g e n f u r t. Im 71. Lebensjähre verschied Hierselbst die Gräfin Franziska Wurmbrand - Stuppach. L e i t m e r i tz. Abgeordneter Dr. Funke wurde zum vierten Male zum Bürgermeister gewählt. M a i e r l i n g. Hier starb der frühere Wiener Universitätsrath Hofrath Dr. Ricker. Professor der Pastoral - Theologie und BenediktinerPrior. 79 Jahre alt. M e r a n. Nach schwerem Leiden ist hier der Generalmajor des Ruhestandes Wilhelm Brinner gestorben. Litxe,nburg. D ü d e l i n g e n. Der Mineur Nardi fuhr, auf einer Maschine stehend, nach dem Schlackenwerk des Dü? delinger Werkes. Auf der Fahrt kam er einem glühenden Schlackenkuchen zu nahe, wodurch er sich erhebliche Brandwunden zuzog. Rümelingen. Als der Arbeit Beaujeux in einer Gallerie arbeitete, löste sich ein schwerer Minettstein von der Decke und begrub ihn unter sich. Limpertsberg. Das Herrn Unternehmer Math. Lemmer zugehörende Wohnhaus, gelegen Baumbusch Avenue. ging durch Kauf zum Preise von 15.000 Francs in den Besitz des Gärtners Mertes Peterö von Limvertsvera über.
Xtc Seiralycn Verstorbener.
Die Heirathen Verstorbener! Diese Ueberschrift g'ebt ein Räthsel auf so scheint es. und doch ist es nicht der Fall. Die Heirathen Verstorbener sind eineTbatsache. eine buchstäbliche Wahrheit. Natürlich würden wir und unsere Umgebung vergeblich nach ihnen suchen. Unsere Vorstellungen vom Jenseits sind höherer Art, die irdische hat nichts mit ihnen zu thun, so schwer sich auch mancher Mensch von der ?ldee eines fortdauernden innigen Verhältnisses zu all seinen Lieben, die er hier besessen, zu trennen vermag. Sehen wir uns aber die Vorstellungen der Naturvölker oder der noch auf tieferen Kulturstufen stehenden Nationen vom Jenseits an, so finden wir eine sinnlich-körperliche Fortsetzung des irdischen Daseins als Vorstellung des Lebens nach dem Tode. Die Indianer gehen ein in ihre glücklichen Jagdgründe, in welchen sie natürlich ihrer Hunde. Pferde und Waffen bedürfen und auch ihrer Frauen, um sie dort zu bedienen. Manche Kulturvölker glauben, in Thieren fortzuleben oder sich in neugeborenen Kindern wieder zu verkörpern. Die meisten aber nehmen ein Fortleben in glücklicheren VerHältnissen an. als sie solche auf der Erde gefunden. Nichts ist nun natürlicher. als daß Völker, welche im Jenseits nur eine angenehmere Fortsetzung ihrer diesseitigen Existenz erblicken, auch dafür besorgt sind, ihren Verstordenen im Todtenreiche Zustände zu schaffen, wie sie dies zur Führung eines regelrechten und glücklichen Lebens für nothwendig erachten. Ein Mann aber muß doch eine Frau haben, die für ihn kocht und forgt wenn er aber nun auf Erden als Kind gestorben ist, woher soll er sie nehmen? Die Ehen werden doch hier geschlossen. Folglich bleibt nichts weiter übrig, als ihm nach seinem Tode noch, wenn das richtige Alter kommt und sich eine passende Partie findet, ein Gesponst zu erkiesen. Diesen Gebrauch finden wir thatsächlich bei den Chinesen und Tartaren. Die Chinesen vermählten die Geister aller jung gestorbenen männlichen Kinder mit den Geistern weiblicher Kinder, die im gleichen Alter aus dem Leben geschieden sind. Katscher berichtet darüber etwa Folgendes: Stirbt zum Beispiel ein zwölfjähriger Knabe, so trachten seine Ellern etwa sechs Jahre nach seinem Tode, ihn mit einem gleichalterigen Mädchen zu verehelichen. Sie wenden sich an einen Heirathsvermittler, der ihnen sein Verzeichniß todter Jungfrauen vorlegt. Ist eine geeignete erwählt, so lassen die vorsichtigen Eltern von Astrologen erst den Geistern der Abgeschiedenen das Horoskop stellen. Erachtet dieser die Wahl für günstig, so beraumt man auf eine sogenannte Glücksnacht die Hochzeit an. Vom Bräutigam wird ein papiernes Conterfei gefertigt, mit Hochzeitskleidern angethan und auf einen Stuhl gesetzt. Darauf senden sie eine Sänfte aus mit Vapier überzogener Palmrinde zu den Eltern der todten Braut, die nun ihrerseits die Ahnentafel der Letz' terenlin welcher nach chinesischem Glauben eine de? drei Seelen des Menschen wohnen bleibt) nebst einem Papiecconterfei des Mädchens in die Sänfte legen. In regelrechtem Hochzeitszug. mit Musik voran, geht es nach der Wohnung des Bräutigams, wo die Papierbraut auf einen Sessel neben den ihres Zukünftigen gesetzt wird, während man ihre Ahnentafel auf dem Ahnenaltar ihrer Schwiegereltern unterbringt. Nun setzt man dem jungen Paare" Speisen und Getränke vor. ein halbes Dutzend Priester fordern es auf, den Ehebund einzugehen, und mit der Verbrennung der Neuvermählten, sowie einer großen Anzahl papierener Goldstücke, Diener. Mägde. Sänften, Kleider u. s. w. ist die Ceremonie beendigt. Stirbt einem bereits Verlobten seine Braut, so vermählt er sich trotzdem mit ihr unter einer großen Anzahl seltsamer Ceremonien, die damit endigen, daß schließlich eine Tafel zu ihrem Gedächtniß bei seinen Ahnentafeln aufgestellt wird. - Ganz ähnliche Gebräuche herrschen bei den Tataren. Gesetzt, ein Vater hat einen unverheiratheten gestorbenen Sohn, ein anderer eine ebensolche Tockter, so vereinbaren b'ide Väter, ihre Kinder zu verheicathen. Auch hier vertreten Bilder derTodten ihre Stelle, nur wird vermuthlich um den Act völlig rechtsgültig zu gestalten der Ehekontrakt schriftlich aufgesetzt. Die Hochzeit wird mit großem Pomp gefeiert, nur verschüttet man von den aufgetragenen Speisen an verschiedenen Stellen etwas, um den Brautleuten auch etwas vom Hochzeitsmahl zukom.. men zu lassen. Das Interessanteste aber ist, daß eme derartige Verbindung zwischen den Eltern und Verwandten der beiden Verstorbenen die gleichen verwandtschaftlichen Beziehungen zur Folge hat. als wenn sie sich in Wirklichkeit geheirothet hätten. Doch da' -frnd Chinesen und Tataren was werden unsere Leser aber sagen, wenn sie hören, daß es u eine bristliche Secte giebt, welche die Möglichkeit gewährt, sich für das Jenseits zu verheirathen? Und zwar handelt es sich in diesem Falle nicht um halbcivilisirte Menschen, sondern um die Angehörigen einer auf hoher Culturstufe stehenden Secte nämlich um die Mormonen, die Heiligen vom jüngsten Tage . Au" bei ihnen bildet die ßhe eine der wi tigsten Lebens- und Himmelsfragen. Die Vermahlungs- oder, wie es bei ihnen heißt. Versiegelungseeremonie, unterscheidet sich aber von
der üblichen Ehe dadurch, daß eine
Mormonin ihrem Manne auf zweierlei Weise angetraut werden kann: nämlich für Zeit und Ewigkeit" oder nur für Zeit", das heißt nur' für das irdische Leben. Ist sie ihrem Manne für eit angetraut, o wird dieser, falls er nicht iilehrere Weiber hat. im Himmel ohne die geliebte Gefährlin leben müssen, und sie wird sich in derselben üblen Lage befinden, denn im Jenseits kann dem Verlust nicht abgeholfen werden, da die im Himmel Wohnenden weder freien, noch sich freien lassen." Was bleibt also übrig. als schon auf Erden dem Mangel abzuhelfen? Und so kann sich in der That eine Mormonin. die ihrem Gatten nur auf Zeit angetraut ist. noch einem Gatten für die Ewigkeit antrauen lassen. Aber nickt nur einem lebenden, sondern sogar einem bereits verstorbenen; in lenterem Falle kann diesem ein auf Erden wandelnder Mann als Stellvertreter substituirt werden. Ucbcrvarlarncnt. Ueber dic- 54stündige Riesensitzung des österreichischen Parlaments weiß der Berichterstatter der Münchener Neuesten Nachrichten" noch einiges Hübsche zu plaudern. Er erzählt u. a.: Im Laufe der Nacht war es ruhiger geworden; in der Wirthschaft und in den Gängen lagen dic Müden herum, bis die Klingel zu einer Abstimmung rief. Im Saale waren nur ein paar Leute. Da gas es merkwürdige Gesellcn: Klofac. der wie ein eben dem Gymnasium entsprungener, zur Pro vinzschmierc übergelaufener Komadiant aussieht. Er ist im Anfang der größte Schreier, aber er hält wenig aus. Dann Kubr. ein Mensch von siebim Schuh Größe, dick und breit wie ein Riese. Ihm haben die Alldeutschen das Wort ausgefressenes Subjekt" zugerufen, ohne daran zu denken, daß sich in ihrer Mitte in seiner mächtigen, feisten Leiblichkeit Schönerer befindet, und ohne zu bedenken, daß man im Hause der Gehenkten nicht vom Strick roden soll. Aber auch der Riese Kubr ist nicht sehr leistungsfähig, er leidet an Asthma und kann nicht lange reden. Da ist dcr kleine spindeldürre Choc ein anderer Kerl. Er ist ein nervöses, lobhaftes, schwarzes Männchen, das mit dünner Fistelstimme stundenlang reden kann. Dann Zaczvorka, ehemals Gendarmeriewachtmeister. der une" schütterlich in seiner verschnürten Czamara und mit tadellos weißer Hemdbrüst dasteht und langsam Wort für Wort fallen läßt. Dann der größte Held. Fresl. ein Bauer mit dem richtigen tschechischen Quadratschädel, dem man es ansieht, daß er präckg als Mauerbrecher zu verwenden wäre. Er hat die ganze Zeit über das Haus nickt verlassen und hat auf der linken nur einen ebenbürtigen Partner, den alten, eleganten Baron Lultzvigstorff, der Tage und Nächle hindurch dablieb und cia? nicht geschlafen hat. Dabei sah er immer wie aus einem Schächtelchen gö holt aus. Man sagt, er habe sich dreimal im Tage seinen Kammerdiener holen lassen und in irqend einem stillen Winkel des Hauses Toilette gemacht. Stille Winkelchen aab es viele; ein Pole hatte zur besseren Ausnutzung eines solchen gleich. von vornherein ein gesticktes Kopfkissen mitgebracht. Man schlief, wo man konnte: auf den Sofas im Vestibül, im Couloir, im Parlor. Einige schliefen auf zufammengeschodenen Stühlen, manche auf den Teppichen. Man hatte die Räume des Herrenhauses aufgeschlossen, da es dort ebenfalls herrliche Divans giebt. Mer sie blieben fast unbenutzt, da man dort die Klingel des Präsidenten nicht hö ren konnte. Wer einen Divan erobert hatte, wurde seür beneidet. Der Präsident der deutschen VolksparteZ war müde geworden und gedachte, sich auf den Divan im Klublokal, den er als Präsident beanspruchen zu dürfen glaubt, zu betten. Aber ein streberischer Parteigenosse lag schon darauf, und da der Präsident den Grimm des Gcweckten fürchtete, ließ er ihn durch c:nen Diener wecken. Im rechten Couloir tritt früh eine Kommission zusammen. Dort liegt auf einem Divan ein mächtiger Schnarcher, von dem man nur ein paar kolossale Röbrenstiefel und ein rothes Taschentuch, über das Gcsicht gebreitet, sieht. Wer ist das Ungethüm ? Die Kommission beräth lange, ohne es ergründen zu können. Endlich erklärt der polnische Bauer Potrazek. daß- die Röhrenstiefel nur seinem Freunde Fijak gehören können. Man zieht dem Schläfer vorsichtig das Taschentuch vom Gesicht, damit er nicht ersticke. Aber er versteht den Freundesdienst falsch, wird wüthend, schleudert den Inder des Parlaments, der ihm als Kopfkissen diente, gegen die Angreifer und fucht brummend eine andere Schlafstätte. Gegen Morgen leert sich auch die Wirthschaft. Nl'r ein paar Deutsche halten noch hint den Bierkrügen aus und ein paar el' gante Polen hmter der Flasche mit Kognak, wenn sie nicht gerade der hübschen blonden Wirthsfrau den Hof machen. 0 st b a r e A 1 m a n a cy e. Auf einer Versteigerung in Pari wurde letzthin ein vollständiges Exemplar des Almanach de Gotha," die Jahre 1764 bis 1900 umfassend, für 6500 Francs verkauft. Ein Almanach von Debucourt mit kolorirten Kupfern' für 1791 erzielte 1500 Francs. Der Almanachsammler gibt i eine stattliche Anzahl.
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