Indiana Tribüne, Volume 26, Number 154, Indianapolis, Marion County, 20 February 1903 — Page 6

w - -

Jgcnn Sie den besten

Base Vurner, Hot Blast oder Koch-Ofen in der Welt'wünschen, so gehen Sie zu ffil's Bei Ladet, 141 West Washington Str. Baar oder Credit. MP 142 Nord Pennsylvania Straße, Hauptguattin für Brillen und Operngläser. rfjTÄM trwuuM, 5Ti QC IBM M ftU - A irre cimtX Brillen werden nach den besten Methoden den Augtn gepaßt kunstlich Augen werden schmerzlos eingesetzt. Deutsche Buchhandlung. 0 ar! tngdank. 54 Virginia ve.. 34. (Pembroke Urcade.s Durch königliches Edict ...des.... Rex König, kündigt dte Big ,our Bahn Halb Raten für die Rundfahrt zum .... nach .... New Orleans, Mobile und Pensa cola, Fla., an. Tickets zum Verkaufe von allen Stationen der Bi? Four" und D. & W. Bahn, vom 17. bis 22. Februar 1993. Ebenso am 23. Februar für Passagiere, welcke an ibrcm Beitimmunasort um 12 llfar Mittags den 24. Februar ankommen. Tickets sind gutlg tur dte netoursayrr, vtew Orleans. Mobile oder Pensacola verlassend nickt später als 2. Februar 1903, auch können dieselben durch Dcponirung bei dem ?icketAgent und zwar nicht fruyer als 18. Februar und nickt sväter als 28. Februar. bis zum 14. März 1903 verlängert werden und zwar durch Zahlung von ?0 Cents. giir weitere Informationen wende man sich an die Big Four Agenten oder schreibe an arten I. Tepp. en. Paffagler u. Ticket gt. Assistent . P. u. T. Eiucinnati. CI)to, cder H. . ros,n. . S. P. ., Indianapolis Thos. E. Hadley, Blech, u. Blecheisen-lverkftätte. Metall-Dächer, Dachrinnen und Down Spouts" reparirt ,. 146 entncky ve. 131 Senate Ave Neues Televhon 1006. Chicago und der grotze Nordwefte via ? ASrSM gMi laSka-Hawait Philippine Inseln. Bier tägliche Schnellzüge nach Chicago. y Bon der Mono 47. Str. Station, Chicago. find'T nur S Minuten mittelst elektrischer gar nach yen Union iehdöfe French Lick Springrs, tu dem Orange Eouniv Hochland. ffamilien-Hotel unter neuer Sekchäftsleitunq. Pluto, Proserpine nd Bowle Quellen. Beste Miueralwafser der elt. Zwei Züge täglich via Gree.icastle. Tkkt-Officen : Union Station, Massachusetts Ave. nd 25 West Washington Straße. R. P. l g e o, Distrikt äff. Agent. Indianapolis, Ind. .H.McToe!. . H. Rockwell, Pris. und Gen. Mgr. BetriebSlüer Frank I. R e e d. j Ven. Paff. Agent, hicigo, Jll.

ATrv tfskr

Europäische Nachrichten.

WUrkt'nrverg. S t n t t q a r' t. Die Inhaberin der Neuwäsckerei Maraninchi - Mangin feierte mit ihrem Gelchastspersonal im estsaale des Europäischen Hofes das 25jährige Bestehen dieser Firma. In Concurs qerieth die Firma Wllderoder und Spohn. Otto Woelffle bei der Würtlemberaischen Bankanstalt, vormals Pflaum & Co., hier, beging sein 25jäh?iges Dienst Jubiäum. B u ch a u. Oberförster Gönner von frier wurde im Walde bei Kanzack todt aufgefunden. D e g m a r n. Von seinem -igenen Wagen überfahren und getödtet wurde der Schultheiß Vogt von hier. G m ü n d. Die hier erscheinende Remszeitung", Amtsblatt, begeht in diesem Jahre das Jubiläum ihres 100jährigen Bestehens. G ö g g l i n g e n. Veimißt wlrd seit einiger Zeit der katholische Pfarrer Volz von hier. Herzogsweiler. Bei dem hiesigen Schultheißen und Ortssteuerbeamten wurde eine unvermuthete Kassenrevision vorgenommen. Da sich Unregelmäßigkeiten ergaben, so ist der Beamte sofort in Haft genommen worden. H o r b. Vom hiesigen Liederkranz begingen sechs Mitglieder, darunter der derzeitige Vorstand Großmann, ihr 25jähriges Sängerjubiläum, aus welchem Anlaß denselben durch den Verein je ein künstlerisch ausgeführtes Diplom überreicht wuroe. Mengen. Zum hiesigen Lehrer ist 3E. W?lte in Erlaheim ernannt worden. M ü n st e r. Dem Ortssteuerbeamten Stammler hier wurde anläßlich des Rücktritts von seinem Amt dio silberne Verdienstmedaille verliehen. Ravensburg. Schullehrer Hafner, der über 50 Jahre im Dienst ist, feierte seinen 70. Geburtstag. T o m e r d i n g e.n. ' Dem Lehrer M. Sckier in Altmannshofen ist die hiesige Lehrerstelle übertragen worden. Z o g e n w e i l e r. Die Adelmühle Hierselbst ist vollständig niedergebrannt. 'Paden. Karlsruhe. Buchhändler WilMm Gräff. Inhaber der Firma Müller u. Gräff, die vor Kurzem ihr 100jähriges Bestehen beging, erhielt den Zähringer Löwenorden. A tz e n b a ch. Feuer zerstörte das Anwesen des Johann Jsele. D i l l - W e i ß e n st e i n. Metzgermeiste? und Adlerwirth Burger hier wurde im Hofe sei.ier Wirthschaft in bewußtlosem Zustande aufgefundei: und starb, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Es ist noch nicht aufgeklärt, ob der Verstorbene selbst Hand an sich gelegt hat. oder sein Tod durch Einwirkung Anderer h?rbeigeführt wurde. End in gen. Feuer brach im Hause des Landwirths Muser hier aus. Der Brand konnte bald gelöscht werden. Da Muser erhängt aufgefunden wurde, so dürfte er selbst das Feuer gelegt haben. Engen. Die Untersuchung gegen die in Haft befindlichen Hofpächter Rudolf Moosbrugger und Balbina Haug, geb. Schwarz, ergab, daß die Beiden in drei Fällen Verbrechen gegen das keimende Leben gemeinsam verübten und in zwei weiteren Fällen zwei Kinder im Alter von etwa 14 T?gen von Moosbrugger ermordet wurden. G ö b r i ch e n. Eine baufällige Scheune, den drei Geschwistern Sauter gehörig, fiel aus unbekannter Veranlassung zusammen unö begrub eine der Besitzerinnen, die etwa 50jährige Karoline Sauter. Die zur Rettung alarmirte Feuerwehr konnte nur den zerschmetterten Leichnam bergen. Heidelberg. Zur Erinnerung an den früheren Professor der Anatomie an der hiesigen Universität, Geheimen Hofrath Friedrich Arnold, wurde an seinem 100. Geburtstage in der Anatomie eine Büste dieses Gelehrten aufgestellt. Mannheim. Zu Stadträthen wählte man: Heinrich Bausch. Hermann Barber. August Treesbach, Anton Geiß. Alfred Duttenhöfer. Josef Fendel, Rentier Mar Stockmann, Architekt Heinrich Hartmann, Josef Leonhard, Tr.ally Stern und Waisenrath Anton Vogelgesang II. N e u e n b u r g. Nach langem Leiden starb hier im 81. Lebensjahre Althirschwirtl) Wenk 0ltpUiTa. S p e i e r. Gymnasial - Professor Dr. Grünenwald hier ist von seiner Stelle als Conservator des Kreismuseums zurückgetreten und wurde wegen seiner Verdienste um die AlterthumsSammlungen des Kreises vom Ausschusse zum Ehrenmitglied ernannt. An seine Stelle trat Archiosekretär Oberseider als Conservator für die ältere Zeit. Für den nach München versetzten Kreisarchioar Dr. Glas schröder trat Kreisarchivar Dr. Mü!ler in den Ausschuß ein und übernahm zugleich die Schriftleitung. A l b i s h e i m. Auf dem Bahngeleise bei Grünstadt wurde die Leiche des 20jähriqcn Bahnarbeiters Martin Scherff von hier mit abgetrenntem Kopfe aufgefunden. B e l l h e i m. Der 19 Jabre alte Taner Karl Bentz von hier stach sei-

nem Lljährigen Kameraden Hein:

Bisscn in den Rücken und verletzte durch Bisson lebensgefährlich. Be wurde festgenommen. B r l l i a b e l m. Infolge ve schmähter Liebe machte der aus Qri Weiler gebürtige Fabrikarbeiter Hernrieh, Hermann aus die in der Hauck'schen Wirthsctafi hier bedienstete Magdalene Wagner einen Mordversuch und entleibte sich dann selbst. Frankeneck. In der Wirthsckafl Dornacher h-er hatten die beiden Eisenüreber Heinrich Meyer und Andreas Andes einen Streit, in deem Verlauf der Erstere dem Andes eine lebensgefährliche Stichwunde beibrachte. 5) a n h o f e n. Feuer zerstörte die Scheune des Oekonomen August Grundhöfer. Kaiserslautern. Die 19jäb.ige Tochter des Lehrers Jung aus Winnweiler. welche die hiesige Lehrerinnen - Bildungsanstalt besuchte, hat sich durch Gift getödtet. CrlclßSotbriNflen. Stratzburg. Der hiesige Gemeinderath wählte den Reichstagsabgeordneten Riff zum Mitgliede des Landesausschusses. Ministerialrath Hamm, der aus seinem Nebenamte als Kurator der Universität hier ausscheidet, erhielt den Kronen-Orden zweiter Klasse mit dem Stern. Dem Ministerialsekretär Becker wurde der Charakter als Rechnungsrath verliehen. C o l m a r. Am hiesigen Stadttheater feierte A. Scheid das Jubiläum seiner 30jährigen Thätigkeit an der Bühne. Landesgerichtsrath a. D. Karl Bessel wurde der rothe AdlerOrden vierter Klasse verliehen. D i e d e n h o f e n. Von einemUnfalle wurde Aer Wirth Reiter vorn Cafe Germania" betroffen. Herr Reiter sah, daß auf dem Abort die Gasflamme, die vorher angezündet war. nicht brannte. Er wollte sie wieder anzünden. In dem Augenblick, in dem das Streichholz Feuer fing, erfolgte eine Gaserplosion, durch die Herr Reiter erhebliche Brandwunden an Kopf und Armen erlitt. Metz. In der Sylvester - Nach! wurden die Sergeanten Klose und Taschner vom zehnten lothringischen Infanterie - Regiment No. 174 am Savdplatz von acht bis zwölf Leuten im Alter von 17 bis 20 Jahren angefallen, wobei Taschner gefährlich vermundet wurde. Dr. Hermann, Professor am Bischöflichen Gymnasium in Mcntigny. ist gestorben. P ü t t l i n g e n. Hier fand die Beerdigung des Kreistagsmitzliedes uno ehemaligen Beigeordneten des Herrn Bürgermeisters Massing, Herrn Denape, statt, der während seines ganzen Lebens eine große Zahl von Ehrenstellen bekleidet hat. Saarburg. Das Opfer eines frechen Ueberfalles wurde der SteuerSuvernumerar, dem Räuber 58 Mark abnahm. Z a b e r n. Dem langjährigen Obersekretär am hiesigen Landgericht, Herrn Hamann wurde aus Aljlaß seines Uebertrittes in den Ruhestand der Nöthe Adlerorden vierter Klasse verliehen AI c dx te n Dur c$ . Schwerin. Amtsoerwalter von Harlem beim hiesigen Amte ist zum Amtmann ernannt worden. Beim Schlittschuhlaufen auf dem Ziegelsee ertrank der Hofmusikus Meschke. D a m m w o l d e. Der zweite Seelsorger der Gemeinden Lübz und Benzin. Pastor Köhnke. ist zum hiesigen Pastor erwählt worden. Als sein Nachfolger ist der Gymnasiallehrer cand. min. Voß in Bützow ausersehen. G n o i e n. Drei vor dem Mühlenthore an der Darguner Chaussee liegende. mit Getreide und Futtervorräthen gefüllte Scheunen, welche dem Uhrmacher . Mense und dem Ackersmann Husfeldt gehörten, brannten nieder. Neukalen. Die Knaben Raimund Schlie und Wilhelm Stahl wagten sich auf die schon mürbe Eisdecke des Hafens bei der Schnitzelbühne. Beide brachen durch und wurden von der starken Strömung unter das Eis gezogen, sodaß Hülfe unmöglich war. P a r ch i m. Wittwe Harm hierselbst. 66 Jahre alt. stürzte von eiNer Treppe und starb an den erlittenen Verletzungen. R e h n a. Sein 25jähriges Dirigentenjubiläum der hiesigen Liedertafel feierte Küster Blenck Hierselbst. Sülze. Das Rektorat an der hiesigen Stadtschule ist dem Lehrer und Cantor Rchm Hierselbst übertragen worden. CfccnDurfl. Oldenburg. Marinepfarrer Sckeide: in Kiel ist zum zweiten Pfarrer an St. Lamberti Hierselbst ernannt worden. A h ? e n s b ö k. Feuer zerstörte Wirthschaftsgebäude und Stall des Gastwirths I. Talas. Brake. Dr. med. Steenken in ?lsfleth Zt beantragt, den verschalleiten Steuermann Friedrich Carl Steenken. zuletzt hier wohnhaft, für todt zu erklären. Der Verschollene wird aufgefordert, sich spätestens in dem auf den 1. August 1903 vor dem hiesigen Gericht anberaumten Aufgebotstermin zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. D e l m e n h o r st. In Conkurs gerietb der Kaufmann Karl Rlohm.

V ii l) i) l n i ii r n.

Amerikanische und drutichc Ausgrabungrn und Resultate. Verövctes Lnnv Ter Beltempcl von Rippur. 2ie Tempcibibliothek Kunstwerk,. ..Lehr buche?" und Bankzeschäste räbersrlv und Brnnnenanlage. Ueber die Ausgrabungen der Deutsehen Orient-Gesellschaft und derAmerikaner in Babylonn hielt unlängst Professor Hilprecht von Philadelphia vor der Berliner Anthropologischen Gesellschaft einen interessanten Vortrag. Die früher fruchtbare Ebene zwischen Tigris und Euphrat ist jetzt wüst, die ehemals die Bewässerung belvirkcnden Kanäle sind verstopft und verschüttet, d:r Boden versengt und von Salpeter durchzogen. Im Frühjabr und Sommer ein Sumpf, so daß selbst Bagdad von einem See umflossen ist, leben in den Morästen Vogelschauren, Schildkröten, Schlangen. Büffel, wilde Eber und Schakale. Bewohnt wird das Land von halbnackten Menschen, die im Schmutz und Ungeziefer verkommen, unwissend, leicht erregbar. arm an arabischen Tugenden, und von anderen Stämmen verspottet und verachtet sind. Die einst üppige Stätte ist jetzt ein Eldorado für Räuber und Mörder. Nur Erdkastelle (Mephtuls) ragen aus der allgemeinen Verödung hervor. Das Ausgrabungsfeld der Amerikaner ist die südöstlich von Babylon gelegene Ruinenstätte Nuffar oder Nippur. Diese bedeckt etwa 185 Acker Land: ein Kanal theilt sie mitten durch; es ist derselbe, der in der Bibel Keppa heißt und an dem die erilirten Juden saßen; 80 bis 100 Fuß hoch ragen die Ruinen hervor. Die Ruinen sind so riesenhaft, daß Hilprecht zu ihrerplanmäßigenDurchforschung noch 50 bis 100 Jahre für nöthig hält. Nipur ist eine der ältesten religiösen und politischen Centralen des Landes; das Hauptobjekt der amerikanischen Forschungen war der große Tempel des Bel auf dem Hochplateau im Südosten. Weiter östlich davon stößt man auf einen Priesterpalast; vergebens wurde der sogenannte Thurm zu Babel gesucht. Man fand aber die berühmte Tempelbibliothek, welche nicht weniger als 23.000 Keilinschriften und Fragmente enthält; ferner wurden 28,000 geschäftliche Urkunden, 300 bis 400 Ziegelcylinder, über einen halben Centner Goldschmuck, Grenzsteine und Vasen gefunden. Die Stadt Nippur bestand bereits im 4. oder 5. Jahrtausend vor Christus. In den Ruinen selbst handelt es sich darum. 21 Bauschichten, die übereinander liegen, zu erforschen und zu beurtheilen. Die ganze Stätte zerfällt in drei allgemeine Bauperioden; die nach-babylonische, die von 330 v. Chr. bis 100 nach Chr. reicht, die semitischbabylonische, die bis 000 v. Chr. zurückreicht, und die älteste prähistorischsumerische, die von den ältesten Zeiten bis 4000 geht. In der nach-babyloni-schen Periode ist hauptsächlich von hellenistlschen und parthischen Bauwerken zu reden. Die Parther verwandelten den Thurm des Bel in eine gewaltige Citadelle, bauten auch einen neuen Tempel in den alten hinein. Daran gruppirt sich ein noch 42 Fuß emporragender hellenistischer Palast. Nach den Baugesetzen des Landes wurden die Tempel im G.'unde stets auf dieselbe Weise gebaut; so behielt der Tempelplatz von Nippur durch Jahrhunderte und Jahrtausende hindurch stets die gleiche Größe. Der Tempel des Bel. der in dem kolossalen Etagerenthurm gipfelte, war aber nicht für diesen Gott ausschließlich; 24 andere Gottheiten hatten hier noch ihre Kultstätten. Die Tempelbibliothek hat theils praktischgeschäftlichen, theils religiös-wissen-schaftlichen Zwecken gedient, die örtlich von einander getrennt waren. Die darin gefundenen Urkunden-Keilschriften und künstlerischen Darstellungen lassen erkennen, auf welche Weise und nach welchen Methoden der Unterricht in jenen frühestens Zeiten stattgefunden hat. Die Tontafeln beweisen, daß dort der Unterricht, im Zeichnen, Schreiben und Modelliren vonReliefs geübt worden ist, und daß auch Arithmetik, Astronomie und Mathematik getrieben worden sind. Der Tempel "des Bel trieb außerdem Geschäfte, wie nur ein modernes Bankhaus; altoabylonische Rothschilds und Bleickröders halfen ihni dabei. Man fand auch gut erhaltene Kunstwerke, z. B. die Statue eines Priesters von 2700 v. Chr. Die ganze frühe Kulturblüthe wurde bedroht und zum Theil zerstört durch den Einfall der Elamiten. die etwa 2500 v. Chr. aus den östlichen Bergen einbrachen und besonders die Tempelbibliothek von Nippur arg verwüsteten. Aber noch heute finden wir täglich Ueberreste aus der ältesten Zeit. z. B. den Bronzekopf einer Ziege, der von etwa 5000 v. Chr. stammt. Der Etaaenthurm des Beltempels bildet das Slnnbol jener grandiosen Anschauung der alten Badylonier von einem Götterberg, der von den Tiefen der Erde bis in die Höhen des Himmels reiche. Auf dem Ausgrabungsfelde hat man endlich ein reiches Gräberfeld entdeckt. Dje Tonsärge für die Vornehmen haben die Form eines Filzschuhes, andere wieder die einer Badewanne. Auch fand man tiefe Brunnenanlagen.' Eine Taube in Binfield, Berks County, England, soll 27 Jahre alt fein.

Verkauf turkisaicr Staats Tcpe fchen. Eine höchst delikate Spionage - Affaire wurde in Konstantinopel entdeckt. In hohen türkisch - politischen Kreisen glaubte man seit geraumer Zeit berechtigtt'n Grund zu der Annahme zu baben, daß durch die Beamten eines dortigen türkischen Telegraphen - Amtes Indiskretionen bezüglich der cinlausenden und ausgehenden amtlichen und offiziellen Depeschen verübt werden. Die telegraphischen Berichte der Valis in den Provinzen nach Iildiz oder an die Hohe Pfoite, und telegraphische Instruktionen an die Valis. MilitärKommandanten u. s. w., sowie der Depeschen - Austausch zwischen Aildiz beziebungsweise der Hohen Pforte und den türkischen Botschaften, Gesandten u. s. w. im Auslande wurden auf irgend einem Wege einer fremden Botschaft verrathen; dafür waren die Beweise vorhanden. Besonders auffällig wurde die Sache während des bekannten französischen Arnautenzugcs nach Mytelini vor etwa H Jahren, als die

betreffende Botschaft augenscheinlich ! von dem ganzen türkischen Deveichenverkehr Kenntniß erhielt; desgleichen stellte sich heraus, daß eine fremde Botschaft in Konstantinopel in den Besitz der Depeschen gelangt war, welchf zwischen Fildiz, beziehungsweise der Hohen Pforte mit den türkischen Vertretern in Cettinje und Sofia, sowie mit dem Vali von Tripolis ausaetauscht worden waren. Noch wunderbarer war die Angelegenheit dadurch, daß der Inhalt dieser Depeschen der fremden Botschaft stets. genau bekannt war, obwohl doch sämmtliche Telegramme chiffrirt abgefaßt waren. Es mußte demnach zweifellos die betrefsende Botschaft auch einen türkischen Chiffreschlllssel in Händen haben. Augcnscheinlich wurde türkischerseits mit den Erhebungen sehr vorsichtig versahren, damit die fremde Botschaft nicht früher von der Entdeckung Nachricht erhielt, als bis man alles Beweismaterial in Händen hatte. Kurz und gut, schließlich war der ungetreue Beamte entdeckt, es stellte sich heraus, daß ein höherer Beamter eines Telegraphenamtes alle oben erwähnten Depeschen bei ihrem Eingange oder vor ihrem Abgänge genau "kopirte, und diese Duplikate durch einen geheimen Boten einem hohen Beamten der fremden Botschaft zustellte jedenfalls nicht für dessen schöne Augen"! Die erste Untersuchung des Falles wurde von der General-Direktion der Postcm und Telegraphen geführt. Jeder Beamte im Telegraphen - Bureau erhielt unter Brief - Couvert einen Zettel mit der in französischer Sprache gestellten Frage: Haben Sie den Effendi chiffrirte Depeschen kopiren sehen, und zu welchem Zwecke hat er sie kopirt?" Sämmtliche Beamte beantworteten diese Frage schriftlich dahin: Wir können keine Mittheilungen über die angeregte Frage machen, wenn nicht ein Funktionär des Palais des Sultans zugegen ist." Es verging dann eine geraume Zeit, ohne daß etwas von der Angelegenheit verlautete. Vor einigen Wochen wurden ganz plötzlich drei Beamte des Telegraphen-Vureaus in Pera nach Aildiz befohlen, und sofort dahin abgeholt! Im Palais wurden die Beamten vör den Ober-Eunu-chen geführt, welcher sie einzeln über den durch den Effendi verübten Verrath der chiffrirten Depeschen verhörte und offen die. Botschaft bezeichnete, an welche die Depeschen verkauft wurden. Nachdem noch ein vierter Beamter geholt war, mußten alle Vier genau zu Papier bringen, was sie von dem Kopiren der Depeschen wahrgenommen hatten. Diesen Bericht mußte jeder Schreiber mit seinem Siegel versehen und in einem Briefumschlage verschließen. Der Ober - Eunuch übernahm die vier Briefe und überbrachte sse sofort dem Sultan. Nachdem die vier Beamten darauf zu Tisch geladen und reichlich bewirthet waren, mußten sie wiederum vor dem Ober - Eunuchen erscheinen, wobei noch ein Kammerherr des Sultans, ein Jmam (Geistlicher) unld ein hoher Würdenträger des Palais zugegen waren. Es wurde nun den vier Telegraphen - Beamten der Dank des Sultans für ihre loyalen Dienste üoerbracht, und jedem von ihnen verlieh der Sultan die LiakatMedaille in Gold. Sie wurden darauf in Gnaden entlassen. Was weiter geschah, weiß man nicht! Ob die Annahme richtig, 'daß der Einfluß der betreffenden Botschaft zu Gunsten des ungetreuen Beamten sich geltend gemacht und daß die Angelegenheit auf Befehl des Sultans unterdrückt wurde aus delikater Rücksicht für die Botschaft. ist nicht festgestellt. Sicher ist nur, daß der Beamte, welcher die Depeschen kopirte und der fremden Botschaft zusandte, ebenso wie der Direktor des Telegraphen - Bureaus in Amt und Würden geblieben sind. Eine abgeänderte türkische Chiffre dürfte die einzige Folge dieser Spionage-Affaire sein. Vom Hauptmann zum Brigadegene ral. Capitän Henry T. Allen vom 6. regulären KavallerieRegiment, ist mit dem Range eines Brigade-Generals zum Befehlshaber des Philippinen-Konstablerkorps er- , nannt worden. Der so schnell Avan- ; cirte hat schon seit der im Juli 1901 vollzogenen Gründung des KonstablerKorps auf den Philippinen an der ' Spitze desselben gestanden; er trat 1878 in di Militär-Akademie zu West Point ein und erhielt seinen Capitänstitel im Jabre 1893.

Wie man gesund wird Einfache Thatsache für Diejenigen, welche krank find. Kadam's Mikrobe Killer bevahrt Tausende von Leuten vor dem Grabe. Es heilt Schwindsucrit. Krebs, chronischen Katarrh. Unverdaulictikeit, Magen- und Leberbeschwerden, Scrofcln. Salzfluß und alle Hautkrankheiten. Rheumatismus. Läbmung des Rückens und dcr Beine, alle Gewächse und Anschwellungen, Zuckerkrankheit.Brigdt's Krankheit. Mfteln, Hamorrnoiden etc. Epe ciell werthvoll bei Frauenleiden. Täglich werden neue Heilungen verzeichnet oft selbst, wenn alle Hoffnung aufgegeben war. Warum nicht eine Flasche (IN oder einen Gallonenkrug ($3) versuchen? Es wird Euch sicherlich heilen, wie es für Tausende Anderer gethan hat. Wenn Ihr Interesse hierfür habt, oder einer Eurer Freunde krank ist, zöaert nicht und schreibt um ein Buch, welches Briefe von unseren Patienten enthält und auf Anfragen frei versandt wird.

Schrkibt um f.re,ei Buch. Raoam's Mlcrobe Killer Co., i6y S. Canal Street, Chicago. Cyas. W. Vichrodt, Gegenüber dem Union Bahnhof. ?llleiniger Aaent. LAKE ERIE & WESTERN R. R. Fahrzeit der Züge. . . . Abtat, rtnkunst koledo, Ehicago und Vchigan (fr ?,... 7. W 10 25 Toledo. Detroit und Uti'cago iim 12 20 f 3.ft Michtgan tty, Muncte u Lafa?etteEpl..-t 7 2 10. täglich f ausgenommen Sonntags. Zu vermiethen : Zimmer im Majestic :: Gebaeude zn rednzirten Preisen. Daö feinste Office-Gebäude in der Stadt Sollständig feuersicher. Schnelle Fahrstuhl und alle modernen Bequemlichkeiten. Nachzufragen bei SreFor & Appel. Agenten, r die Änd:anavoli? GaS t?o. vr. 3. A. Sutcliffe, Wund-Arzt, Geschlechts-, Urin- und Rectum Krankheiten. Offfce : 155 Oft Market Stt. Tel. 941 O fice-Stunden : 9 bis 10 Uor m. ; 2 bis 4Udr N Arktische Zftgta. Thiere der Volergeendc lte un neue Jas.dntelhoVen ver Eskimo. Kapitän Sverdrup erzählt in dem Berichte über feine Forschungsfahrt nach den Inseln des nördlichen Eismeeres, daß er mit einem Genoyen 28 Moschusochfen und viele Hasen erlegen konnte, die ihrer Küche sehr zu Gute kamen. Bis zum 84. Breitegrade der Polargegend'.-n sind einzelne Thäler im Sommer, wenn der Schnee geschmolzen ist, mit Gras, Moos, Flechten und Polarpflanzen bedeckt. Hier weiden die Moschusochsen, und dcrPolarhase findet dort seine Aesung, auch findet man da den Eisbären, das Rennthier, den Wolf, den Polarfuchs, Fischottern, Robben und Walrosse. Der ausgewachsene Moschusochse ift kleiner als der Bison, erscheint aber wegen seines zottigen langen, dichten Pelzes größer. Er mißt etwa 6 Fuß in der Länge. Seine großen, fast 1 Fuß 11 Zoll langen Hörner geben ihm das Ansehen eines großen Widders. Manche wiegen bis zu 770 Pfund und liefern durchschnittlich 396 Pfund Fleisch. Das Fleisch der männlichen Thiere hat einen widerlichen Moschusgeschmack, der bei den jungen und weiblichen fehlt. Der Moschusochse lebt mit Vorliebe in den Bergen truppweise, ist. trotz seines schweren Aussehens flink und klettert wie eine Ziege. Die Eskimos betreiben die Moschusjagd auf eigene Weise. Im Gebiete des Wildes werden Schneehütten errichtet, dann zieht der Eskimo allein oder paarweise aus, um die Gegend zu durchforschen. Werden die Spuren bestätigt, so findet am nächsten Tage der Auszug zur Jaed statt. Die Hunde werden schon am Vorabend an Riemen gelegt, um sie am Bellen zu verhindern, das das Wild verscheuchen könnte. Mit Tagesgrauen wird aufgebrochen. Die JagdHunde werden mit Riemen am Schlitten angegürtet, andere Hunde ziehen letzteren. In der Nähe des StandPlatzes des Wildes werden die Schlitten verlassen, die Hunde vom Schlitten losgebunden und mit langen Riemen am Gürtel der Jäger befestigt. Jeder Mann trägt in der Linken sein Gewehr, mit der Rechten führt er einen oder mehrere Hunde. Sobald die Moschusochsen, die zu ihrer Vertheidigung ' einen Kreis bilden, den Jägern in Sicht kommen, werden die zur Jagd dressirten Hunde losgelassen. Die Jäger lassen sich von den am Gürtel angebundenen Hunden pfeilgeschwind fortziehen und schließen das Wild ein, das bald unter den Kugeln der Schützen fällt. Als die Eskimos noch keine Feuergewehre führten, griffen sie unter schwerer Gefahr die Moschusochsen mit dem Messer an.