Indiana Tribüne, Volume 26, Number 150, Indianapolis, Marion County, 16 February 1903 — Page 7
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i-i-:-:-i-i--f .-T-. 1 Anheim. ?miliknroman von Hoctor W nlst. (Fortsetzung.) Äier Jahre lang leote Herr Edmund Paindavvine mit seiner Gattin in deren Elternhaus, wo ihnen durch Gottes Gnade ein Kind, ein Töchterchen, geschenkt wurde. Das Andenken, das dem Paare seine damaligen Bekannten in Takka bewahrt Habens ist das allerbeste, sie sprechen von ihm als einem Musterehepaare, das sich nur vielleicht etwas zu viel den weltlichen Freuden hingegeben habt; aber war das nicht das Recht ihrer Jugend, und muß man nicht der Juamd etwas nachsehen? Nach längerem Glücksstand wurde das Haus Doreffany & Bercher Schlag auf Schlag von bedeutenden Verlusten betroffen, die endlich einen vollständigen Ruin herbeiführten. Herr und Frau Toressany starben kurz hintereinander, die Familie Bercher kehrte nach Frankreich zurück, und Herr Edmund Paindavcine unternahm im Austrage englischer Häuser eine Forschungsreise nach Tachousie alsSammler von Pflanzen und Seltenheiten aller Art; er hatre seine junge Frau und fein kleines, damals dreijähriges Töchterchen auf die Reise mitgenommen. Seither ist er nicht mehr nach Dakka zurückgekehrt, aber durch einen seiner Freunde, an den er mehrmals geschrieden hat, ebenso durch einen unsrer Geistlichen, der die Mittheilungen des ehrwürdigen, mit Herrn Edmund Paindavoine in Korrespondenz gebliedenen Vaters Leclerc in Händen hatte, habe ich erfahren, daß er mehrere Jahre hindurch in der Stadt Dehra gewohnt bat, die er, als an der Grenze von Tibet und im Himalaja gelegen, zum Mittelpunkte seiner Forschungen ausersehen hatte; und diese Jahre sind, wie mir mein Freund sagt, sehr ergiebig für ihn gewesen. Ich selbst kenne Dehra nicht, wir haben aber eine Mission in dieser Stadt, und wenn Sie glauben, daß Ihnen dieser Umstand bei Ihren Nachforschunaen von Nutzen sein könnte, würde ich mir ein Vergnügen daraus machen, einen 'Brief an unsere Väter zu schreiben, der dazu beitragen könnte, Ihnen die Sache zu erleichtern." Endlich war er fertig, der schreckliche Brief, und sobald sie das letzte Wort geschrieben hatte, und ohne erst Me Höflichkeitsformeln am Schluß zu übersetzen, raffte sie die Blätter zusummen und eilte damit zu Herrn Vulfran. Sie fand ihn in seinem Kabinette auf und ab gehend und seine Schritte zählend, ebensowohl aus Vorsicht, um nicht an die Wand anzustoßen, als auch um seine Ungeduld zu bemeistern. Du hast viel Zeit gebraucht," sagte er, als sie eintrat. Der Brief ist lang und schwierig gewesen," Bist Tu nicht auch gestört worden? Ich habe die Thür Deines Bureaus zweimal auf- und zugeben hören." Da er sie fragte, glaubte sie auch aufrichtig antworten zu sollen; vielleicht war dies die einzige ehrliche und rechte Lösung der Fragen, die sie so sehr beunruhigten. ohne daß sie eine befriedigende Antwort gefunden hätte. Herr Theodor und Herr Talouel sind in mein Bureau gekommen." .Ah!" Es schien, als ob er diesen Punkt noch weiter erörtern wolle, allein er unterließ es und fuhr dann fort: Zuerst den Brief; über das Andere später. etze Dieb neben mich und lies langsam, deutlich, ohne die Stimme zu erheben." Sie fing an zu lesen, wie er es verlangt hatte, und mit gedämpfte? Stimme. Von Zeit zu Zeit unterbrach sie Herr Vulfran, doch ohne sich thr zuzuwenden, nur seinem Gedankengang folgend: . . .Muster von Ehegatten, . . . Weltliche Freuden, . . . Englische Häuser, was für Häufe c? . . . Einer seiner Freunde; welcher Freund? ..... Aus welcher Zeit stammen dies: Aussagen?" Und als Perrine an's Ende deä Briefes gekommen war, sagte er, seine Eindrücke zusammenfassend: Phrasen. Keine Thatsache. Kein Name. Kein Datum. Was diese Leute doch für ein verschwommenes Denken haben!" Da diese Bemerkungen nicht an sie gerichtet waren, hütete sich Perrine wohl, darauf zu antworten, und nun folgte ein Schweigen, das Herr Vulfran tz)i nacy langem cacystnnen mu der Frage unterbrach: Kannst Du ebenso gut aus dem Französischen in's Englische übersetzen, wie Du es jetzt aus dem Englischen in's Französische gethan hast?" Wmin es kein? zu schweren Sätze sind, ja." Eine Depescke?" Ja, ich glaube schon." Gut, so fefce Dich an den kleinen Tisch und'schreibc!" Er dittirte: Vater Fildes, Mission Dakka. Dank für Aries. Bitte um telegraphische Antwort. Depesche beaafclt. aroarma Worte. N''
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des Freundes, der Nachricht erhielt, deren letztes Datum. Auch den Namen des Paters in Dehra schicken. Ihm schreiben, daß ich mich an ihn selbst wenden werde. Paindavoine. Uebcrsetze dicZ nun in's Englische und fasse cS eber kürzer als lanaer; das Wort kostet einen Fran: sechztg, man muß sie nicht verschwenden; schreibe recht leserlich." Die Ueb:rsetzung wurde ziemlich rasch fertig und sie las sie laut vor. Wie viele Wörter?" fragte er. Im Englischen fünfundzwanzig." Dann rechnete er laut: Das macht zweiundsiebzig Francs für die Dcpesche. zweiunddreißig für die Antwort, hundertundvier Francs sür's Ganze, die ich Dir geben werde; Du trägst die Depesche selbst auf's Telegraphenamt und liest sie der Empfängerin vcr, damit sie keinen Fehle? macht." Als sie üder die Veranda ging, begegnete sie Herrn Talouel. der. die Hände in der Tasche, auf und ab wandelte, in der Absicht, alles zu überwachen, was in den Höfen sowohl als in den Bureaus vorging. Wo gehst Du hin?" fragte er. tfuf's Telegraphenamt, eine Depesche ausgeben." Sie hielt die Depesche in der einen, das Geld in der anderen Hand; er zog sie ihr mit solcher Gewalt weg, daß sie zerrissen irrte, wenn sie sie nicht losgelassen hätte, und öffnete sie sogleich. Als er aber sah, daß sie englisch abgefaßt war. aerieth er in Zorn.
Tu weißt, daß Du nachher mit m!r zu sprechen bast," sagte er. Ja, Herr." Erst um tret Uhr sah sie Herrn Vul. fran wieder, als er ihr zur Ausfahrt klingelie. Mehr als einmal hatte sie daran gedacht, wer heute wohl Wilhelm ersetzen würde, und ihr Erstaunen war groß, als Herr Vulfran sie an seiner 2cta. im Wagen Platz nehmen hieß, nacktem er den Kutscher, der mit Coco gekommen war, weggeschickt hatte. Da Du mich gestern gut gefahren hast," sagte er. so ist kein Grund, warum Tu mich nicht auch heute fahren solltest. Außerdem haben wir ja auch etwas zusammen zu sprechen, und das thut sich besser, wenn wir ganz allein sind." Erst als sie aus dem Dorfe, wo die Leute wieder dieselbe Neugierde wie Tags zuvor gezeigt hatten, hinaus'waren und gemächlich durch die Wiesen dahinfuhren, wo die Heuernte im besten Gange war, nahm Herr Vulfran, der bis dahin stillgeschwiegen hatte, das Wort, zu Perrines gelindem Schrecken, die am liebsten den Augenblick der Erklärung, die, wie es ihr schien, so viele Gefahren für sie einschloß, noch hinausgezogen hätte. Du hast mir gesagt, daß Herr Theodor und Herr Talouel in Dein Bureau gekommen icien. Ja, Herr." Was wollten sie von Dir?" 2ie zögerte zu antworten mit gepreßtem Herzen. Warum zögerst Du? Mußt Du mir nicht alles sagen?" Ja, Herr, das muß ich. aber das verhindert nicht, daß ich zögere." Man muß nie zögern, seine Pflimt zu thun; wenn Du glaubst, daß Tu schweigen sollst, so schweige; w?nn Du es aber für recht hältst, auf meine Frage zu antworten denn jetzt frage ich Dich so antworte." Ich glaube, daß ich antworten muß." Sprich; ich höre." Da erzählte sie denn genau, was sich zwischm Theodor und ihr zugetragen hatte, nicht ein Wort zu viel und keins zu wenig. Ist dos alles?" fragte Herr Vulfran. als sie schwieg. Ja. Herr, alles." Und Talouel?" Sie erzählte den Auftritt mit dem Direktor in derselben Weise, wie sie den mit Theodor erzählt hatte, ebenso treu, nur bcschönigte sie ein wenig, was auf Herrn Vulfrans Krcnkheit Bezug hatte; den Satz zum Beispiel, daß eine schlimme Nachricht, die ihm Knall und Fall, ohne Vorbereitung, verkündet würde, sein Tod sein könnte." ließ sie weg. Und nach der Schilderung von Talouels erstem Angriff sagte sie auch, was sich mit der Depesche zugetragen hatte, ohne zu verschweigen, daß er sie geheißen habe, ihm aus den Abend W;de zu stehen. Während ihrer ganzen Erzählung hatte sie Coco die Zügel geladen, und das alte Pferd trottete im Genuß dieser Freiheit langsam und gemächlich weiter, schnüffelte den Duft des dürren Heus ein. den ihm der laue Wind um die Nase blies, wie er ihm zu gleicher Zeit das Dengeln der Sensen zu Gehör brachte, das ihn an die ersten Jahre seines Lebens erinnerte, wo er noch müßig durch die Wiesen gaIoppiren durfte, mit den Stuten und seinen Kameraden, den Füllen, ohne es oamals rraumen zu laen, day )xt eines Tags Wagen über die staubige Straße ziehen, sich abquälen, Peitschenschlage und Grausamkeiten erdulden müßten. Als Perrinc jetzt schwieg, blieb Herr Vulfran auch noch eine Zeit lang schweigsam, und da sie ihn beobachten konnte, ohne daß er fühlte, daß sie ihre Augen auf ihn gerichtet hatte, sah sie, daß seine Züge eine schmerzliche Aufregung verriethen, eine Mischung, wie es ihr schien, von Unzufriedenheit und Betrübniß. Endlich sagte er: Vor Allem muß ich Dich beruhigen; Du darfst überzeugt sein, daß Dir Deine offenen Mutbeilunaen nichts Uebles eintraaen
werden; Deine Worte werden mcht wiederholt, und sollte sich's je einer beikommen lassen, sich für den Widerstand, den Du diesen Versuchungen so tapfer entgegengesetzt hast, rächen zu wollen, so würde ich Dich zu schützen wjssen. Uebrigens bin ich für das, was geschieht, verantwortlich. Ich sah diese Versuchungen voraus, als ich Dir anempfahl, nichts von dem Briefe zu sprechen, der die Neugierde gewier Leute reizen mußte, und darum' hätte ich Dich diesen Angriffen nicht aussetzen dürfen. In Zukunft wird so etwas nickt wieder vorkommen. Vcn
morgen an wirst Du Bendits Bureau verlassen und Dich in meinem Kabinette an dem kleinen Tische, wo Du die Depesche geschrieben hast, beschäftigen; in meiner Gegenwart wird man Dich nicht auszuhorchen suchen, denke ich. Aber da man es außerhalb der Bureaus, bei der Francoise, thun könnte, so wirst Du v:.m heute Abend an ein Zimmer im Schlosse bewohnen und mit mir speisen. Ich sehe voraus, daß ich einen Brif- und Depeschenwechsel mit Indien unterhalten muß, und Du allein sollst Kenntniß davon bekommen. Ich muß vorsichtshalber nuine Maßregeln nehmen, damit man Dir nicht Nachrichten, die geheim bleiben müssen, mit Gewalt zu entreißen, oder sie mit List aus Dir herauszulocken sucht. An meiner Seite wirst Du davor geschützt bleiben. Ueberdies soll es auch eine Antwort für jene sein, die Dich haben zum Sprechen bringen wollen, ebenso ein Wink sür die. die es noch versuchen möchten. Und schließlich soll es eine Belohnung für Dich sein." Perrine. die anfangs gezittert hatte, hatte sich rasch erholt; jetzt aber war sie so heftig von der Freude erschüttert, daß sie kein Wort zu erwidern wußte. Mein Vertrauen zu Dir ist durch den Muth geweckt worden, den Du bei Deinem Kampfe mit dem Elend gezeigt hast; wenn man tapfer ist, wie Du es gewesen bist, so ist man auch ehrenhaft; Du hast mir nun auch den Beweis geliefert, daß ich mich nicht getäuscht habe, und daß ich mich auf Dich verlassen kann, als ob ich Dich schon zehn Jahre lang kennte. Seit Du hier bist, haft Du mich wohl schon manchmal beneiden hören; Worte, wie: es so gut haben wie Herr Vulfran an der Stelle von Herrn Vulfran sein, welches Glück! sind Dir vielleicht zu Ohren gekommen.' In Wahrheit ist mir das Leben schwer, sehr schwer, peinvoller, trauriger als meinem geringsten Arbeiter das seine. Was ist der Reichthum, wenn es die Gesundheit nicht erlaubt, ihn zu genießcn? Nichts als die schwerste aller Lasten. Und die Last, die auf meine Schultern drückt, zermalmt mich fast. Jeden Morgen sage ich mir, daß siebentausendArbeiter durch mich leben, von mir leben, für die ich denken und schaffen muß, und daß cs ein Mißgeschick für sie wäre, wenn sie mich nicht mehr hätten, daß es für alle das Elend, für eine große Anzahl den Hunger, ja vielleicht den Untergang bedeutete. Ich muß mich für sie aufrecht erhalten, für die Ehre meines Hauses, das ich gegründet habe, das meine Freude, mein Stolz ist und ich bin blind!" Es folgte eine Pause, und die Bitterkeit dieser Klagen füllte Perrines Augen mit Thränen; bald aber fuhr Herr Vulfran fort: Du hast woh! schon durch die Reden der Leute im Torfe erfahren und weißt es nun aus dem Briefe, den Du übersetzt hast, daß ich etnen Sohn habe; aber zwischen diesem Sohne und mir sind aus mancherlei Gründen, von denen ich nicht sprechen will, tiefe Verstimmungen eingetreten, die uns getrennt haben, und durch dte, nachdem gegen meinen Wil len seine Heirath geschlossen war, ein vollständiger Bruch herbeigeführt wurde die aber trotzdem meine Anhänglichkeit an ihn keineswegs verringert haben; denn ich liebe ihn, nach fo vielen Iah ren der Trennung, als ob er noch das Kind wäre, das ich auferzogen habe; und wcnnich an ihn denke, das heißt die Tage, die Nächte hindurch, die mir so laug werden, dann ist es immer das kleine Kind, das ich mit meinen lichtlosen Augen sehe. Mein Sohn hat seinem Vater die Frau vorgezogen, die er liebte, und die er zu der seinigen ge macht hat durch eine ungiltige Heirath. Anstatt zu mir zurückzukehren. zieht er cs vor. mit ihr zu leben, weil ich sie nicht aufnehmen konnte, nicht durfte. Immer habe ich noch gehofft, daß er nachgeben würde, und er hat vielleicht geglaubt, ich würde nachgeben. Aber wir haben denselben Eharakter: keiner von Beiden hat nachgegeben. Ick habe keine Nachrichten mehr von ihm erhalten. Nach meiner Krankheit, von der er sicher unterrichtet war, denn ich habe guten Grund anzunehmen, daß man ihn von dem, was hier vorging, auf dem Laufenden erhalten hat. dachte ich immer, er käme zurück. Er ist nicht gekommen, offenbar zurückgehalten von jener verwünschten Frau, die, nicht damit zufrieden, mir ihn geraubtzu baven. ihn bei ftch festhalt blende di? sie ist!" An den Lippen des Sprechenden hängend und kaum athmend hatte Perrine zugehört, bei diesem Worte aber unterbrach sie ihn: Der Brief des Paters Fildes sagt: ,Ein junges Wesen, ausgestattet mit den liebenswürdigsten Eigenschaften. mit Verstand, Güte, Sanftmuth. Zärtlichkeit des Gemüths und Geradheit des Charakters;' fo spricht man doch nicht von einer Elenden," Was auch der Brief sagen mag. kann er gegen die Thatsachen aufkommen? Und der Hauptgrund, der mir das Gefühl bittersten Hasses gegen sie einaeflönt bat. ist der bnfo fi mir
meinen Sohn festhält, anstatt zurück-
zutreten, wie es sich für eine Kreatur ihrer Gattung geziemt, damit er wieder hierherkommen und das Leben wieder finden u..d weiterführen könne, das ihm gebührt. Kurz sie ist es, die uns trennt, und Du siehst, daß ich trotz der Erkundigungen, die ich einziehen ließ, nicht einmal weiß, wo er sich aufhält; Du kennst jetzt die Schwierigkeiten, mit denen diese Erkundigungen verknüpft sind, so gut wie ich selbst. Was diese Schwierigkeiten noch verschlimmert, sind besondere Verhältnisse, die ich Dir erklären mutz, obgleich sie eigentlich für ein Kind Deines Alters nicht recht verständlich sind; aber dennoch ist es nöthig, daß Du Dir so ungefähr einen Begriff davon zu machen versuchst, wenn Du dem Vertrauen, das ich in Dich setze, entsprechen und mir bei meiner Aufgabe helfen willst. Die lange Abwesenheit, das Verschwinden meines Sohnes, unser Bruch, die lange Zeit, die seit dem Eingehen der letzten Nachrichten, die man über ihn erhielt, verflössen ist, haben unseliger Weise bei gewissen Personen Hoffnungen erweckt. Wenn mein Sohn nicht mehr erschiene, um später, wenn ich einmal völlig unfähig sein werde, alle Pflichten zu erfüllen, meinen Platz einzunehmen und, wenn ich sterbe, mein Vermögen zu erben: wer würde diesen Platz besetzen? Wem würde dieses Vermögen zufallen? Verstehst Du. was für Hostnungen hinter diesen Fragen auf der Lauer liegen?" So ungefähr, Herr." Das genügt, ja es ist mir lieber, wenn Du es nicht ganz verstehst. Es gibt also in meiner Nähe, unter denen, die mich unterstützen und mir helfen sollen, Personen, die ein Interesse daran haben, daß mein Sohn nicht z'irückkehren möge, und die sich einzig darum, weil dieses Interesse ihren Geist umnebelt, der Einbildung hingeben, daß er todt sei. Als ob das möglich wäre! Mein Sohn todt! Sollte mich Gott mit einem so furchtbaren Unglück geschlagen haben? Sie können es glauben aber ich kann es nicht. Was hätte ich noch auf dieser Welt zu thun, wenn Edmund gestorben wäre? Es ist ein Naturgesetz, daß die Kmder ihre Eltern, aber nicht, daß die Eltern ihr.' Kinder verlieren. Genug, ich habe hundert Gründe, einen immer überzeugender als den anderen, die das Unsinnige dieser Hoffnungen beweisen. Ware Edmund verunglückt, so hatte ich's erfahren; seine Frau wäre die Erste gewesen, mich davon zu benachrichtigen. Also ist Edmund mcht todt, kann nicht todt sein; ich wäre ein Vater chne Treu und Glauben, wenn ich das Gegentheil zugeben wollte." Perrine hielt ihre Augen nicht mehr auf Herrn Vulfran geheftet, sie hatte sie abgewandt, um ihr Gesicht zu verbergen, als ob er es sehen könnte. Die Anderen, die diesen starken Glauben nicht haben, können seinen Tod für möglich halten, und das erklärt Dir auch die Neugierde und zu gleicher Zeit die Vorsicht, die ich anwende, daß alles, was sich auf meine Erkundigungen bezieht, geheim bleibe. Ich sage Dir das ganz offen, vor Allem, damit Du die Aufgabe, mit der ich Dich betraue, im Auge behältst, und die ist: einem Vater seinen Sohn zurückzugeben; ich bin ja überzeugt, daß Dein Herz edel und warm genug ist. sich dieser Aufgabe treulich zu widmen. Und dann spreche ich auch deshalb über diese Angelegenheit mit Dir, weil es immer meine Lebensregel war. gerade auf mein Ziel loszugehen und ganz offen zu sagen, welchen Weg ich dahin einschlage; zuweilen haben mir die Schelme nicht glauben wollen und haben gedacht, ich führe sie hinter's Licht; sie sind aber immer dafür gestraft worden. Schon hat man Dich zu umgarnen versucht, und aller Wahrscheinlichkeit nach wird mon's wiederholt versuchen und von verschiedenen Seiten; ich habe Dich jetzt gewarnt, das ist alles, was ich thun konnte." Sie sahen jetzt die Schornsteine der Fabrik von Hercheux. die am iveitesten von Maraucourt ablag, vor sich emporragen; noch eine kurze Strecke, und sie fuhren in das Dorf ein. Perrine. tief erschüttert, bebend vor Aufregung, suchte nach Worten, um etwas zu erwidern, konnte aber keine finden; ihr Geist war wie gelähmt, die Kehle zusammengeschnürt, die Lippen trocken; endlich rief sie: Und ich. ich muß Ihnen sagen, daß ich zu Ihnen halte. Herr, von ganzem Herzen!" 32. K a p i 1 1. A rn Abend, als die Rundfahrt durch die Fabriken beendet war. wollte Herr Vulfran. anstatt wie fönst in die Bureaus zurückzukehren, geradeswegs zum Schlote hinaufgefahren werden; und da kam Perrine zum ersten Mal durch das prachtvoll?, vergoldete Thor, ein Meisterstück der Kunstschlosserei, das ncy oc: einer oer legten Äusiieuungen ein König, wie man erzählte, nicht gännen konnte, das aber der reiche Fabrikherr nicht zu theuer für fein LandHaus gefunden hatte. ..Fahre durch die große Allee," sagte Herr Vulfran. Zum ersten Mal sah sie auch jetzt die Blumenbeete in der Nähe, die sie bisher nur von Weitem erblickt hatte, wo sie wie rothe oder rosa Flecken auf dem dunklen Sammt des kurzgeschorenen Rasens aussahen. Coco, der an diesen Weg gewöhnt war. trabte sicher und bequem aufwärts, sie hatte nicht nöthig, ihn zu leiten, sie konnte ihre Blicke getrost nach rechts und links sckweifen lassen, auf die mit Weiden-
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W Bahn u. 22. 154 Ramsey Ave und 10, 156 Stoughton u Newman 167 Atlas und Pike. 153 Bloyd und Pairya. 159 Ro. 21 Spritzenhaus Brightwood 12 Arden und Depot 163 Brightwood und 25. 164 Rural und Bloyd 165 St. Clair u. eystone 167 Arsenal Av und 23. 166 Bellefontame und i. 71 Shelby u. Ct.. 2v 7! Lexington A. u itaurü 713 Fltcher Ave u. Cpnic 724 State u. Pleasant 726 Prorit und leasa. 726 Orange und Har'a 728 Liberty und eet 725 RwU und South 812 Ro. 16 Spritzenhaus Oft Washington St 813 Market und Robtt 814 Ohio u. Highland fr 815 Müdiaan u. Hicblonl 81 Market Arsenal fr 817 Ost lair und Union Bahn Gele,. 821 !van Handtt Ehcp? 823 Vermont und Walertt 824 Wash. und State- V 625 Vadden'skounze Jak 82 Duckn und Dorsep 827 Wash. und Beville Ave m o. II Smitzenhaus Beville nah Michig 831 Southeafter 30k und Woodside. 83 Wash. und Deardor, 84 Soutyeaftern unv Arsenal des. 8 New ?)ork und Tempi 12 Illinois und Maryl. is Illinois und artet 14 Pen. ad "sy i5Delawan nnd Spezial-Signale. krsten 2 Schlage, zweiter Alan, Zweiten Schlage, dritter Alar, Dritten 2 Schlage, vierter Alarm. l-S-l, Feuer aus und Schlauch ausgerolk. s Schlage, Wasserdruck ad. 11 Schlage, 11 Ihr Alltags. Die Zo bezeichneten Signa'e werden nur vom fern wuchter gegeben da an den bttresftnden Euatz knuZuage Mnt Alarmkasten angebracht fmk.
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