Indiana Tribüne, Volume 26, Number 148, Indianapolis, Marion County, 13 February 1903 — Page 7

Jndiana Tridnne, 13 Februar RSO3

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'tnVi.'i Acrheim. I J.Tiriiirnnrnan von CCtor ltrtltrt. 1 . --,.f,t,t -f. f t f tut tl 4 I (Fortsetzung) ucvrlgcs ist Coco ein wahres Lamm; wenn man ihn nicht in den Graden wirft, von selbst geht er nicht hinein." Er stieg in den Wagen und Perrine fetzte sich nedcn ihn, aufmerksam, ernsthaft, mit dem vollen Bewußtsein der Verantwortlichkeit, die sie auf sich nahm. Nur nicht zu schnell," sagte Herr Vulfran, als Perrine das Pferd mit dem v'ndc der Peitsche leicht berührte. Ich werde gewiß nicht schnell sahren. ich versichere es Ihnen, Herr." Nun, dann ljt's gut." I Wie ritz man in den Straßen von Maraucourt die Augen auf, als man den Phaelcn des Herrn Vulfran hereinfahren sah. tutschirt von einem kleinen Mädchen in schwarzem Strohhut und in Trauerkleidern, das den alten o:o ganz verständig leitete, im Gegensatze zu dem ungleichen Trott, den das alte Thier unter Wilhelms Hand wider Willen anschlagen mußte! Was ging denn hier vor? Wer war denn nur dieses tleine Mädchen? Und die Leute stellten sich vor die Thüren und riefen sich diese und ähnliche Fragen zu, denn es gaö wenige Menschen im Torfe, die Perrine kannten, und noch wenigere., die davon wußten, was für eine Stelle ihr Herr Vulfran in seiner Nähe eingeräumt hatte. Vor dem Hause der Mutter Francoise stand die Tante Zenobia. die Arme auf's Gitter:hor gestützt und mit einigen ihrer Sckwatzbasen plaudernd; als sie Perrines ansichtig wurde, erhob sie in einem Anfall von starrem Stauncu die Arme zum Himmel, aber alsbalo nickte sie ihr einen Gruß zu. so zuvorkommend und mit so freundlicbem Lächeln, als ob sie ihre beste Freundin wäre. ..Guten Tag. Herr Vulfran! Guten Tag. Fräulein Aurelie!" rief sie. Und sobald der Wagen am Gitter vorbeigefahren war. erzählte sie ihren Nachbarinnen, sie selbst habe dieser jungen Person, die bei ihr in Kost und Wohnung sei, ihre gute Stelle bei Herrn Vulfran verschafft, und zwar durch die Auskunft, die sie dem Durren über sie gegeben habe. Aber sie ist ein braves Mädchen," setzte sie hinzu, und vergißt gewiß nickt, was sie mir schuldig ist. denn sie verdankt uns alles." Was fürlluskunft hatte sie denn . g:rcrt können? Tazu hatte sie sich auf Grund von Josaliens Mittheilungen eine Geschichte- zurecht gemacht, die in ganz AZaraucourt wiedererzählt wurde, doch mit Ausschmückungen, zu denen jeder, nach seinem Charakter, Geschmack, oder auch auf's Gerathewohl einiges hinzuthat, so datz stet) eine wahre Legende um Perrine gespm.nen hatte: oder vielmehr eine Reihe von Legenden hatte sich wie ein Lauffeuer urner den Leuten verbreitet, und sie wurden um so leidenschaftlicher bespro chen. als sich Niemand einen so plötz liehen Glückswechsel zu erklären vcr mochte, was dann alle möglichen Voraussetzungen und Deutungen zuließ und neue Geschichten hervorrief. Wenn das ganze Dorf erstaunt war. Herrn Vulfran mit Perrine als Wagenlenkerin vorbeifahren zu sehen, so war Talouel, als er sie ankommen sah, wie vor den Kopf geschlagen. Wo ist denn Wilhelm?" rief er. indem er seine Verandatreppe herabgestürzt kam, um den Prinzipal zu em pfangcn. Auf die Straße aesetzt wegen unverbenerlicker Trunksucht." antwortete Herr Vulfran lächelnd. Ich vermuthe, daß Sie schon lange die Abstcht hatten, ihn zu entlasten," sagte Talouel. Vollkommen richtig." Diesem Worte ich vermuthe" verdankte Talouel sein Glück und die Befesiigung seines Einflusses im Hause. (5r hatte es nämlich mit schlauer Geschicklichkeit dahin gebracht. Herrn Aulfran zu überzeugen, daß er nichts weiter als ein Wertzeug sei. ebenso glehrig wie ergeben, und ohne sich je beigehen zu lassen, etwas anderes auszuführen, als was der Prinzipal verordnete oder im Sinne hatte. Wenn ich eine gute Eigenschaft habe," pflegte er zu sagen, so ist es die. errathen zu können, was der Herr will. und. indem ich mich in seine Interessen vertiefe, ihm in der Seele lesen zu können." So fingen auch beinahe alle seine Anreden mit jeinem Leibworte an: Ich vermuthe, daß Sie wünschen" Und da sich feine bäuerische, stets auf der Lauer liegende Verschlagenheit auf ein Spionirwesen stützte, das vor keinem Mittel, sich Auskunft zu verschafsen, zurückscheute, so hatte Herr Vulfran selten eine andere Antwort zu geben als die ihm geläufige: Vollkommen richtig." Ich vermuthe auch." sagte Talov.el, während er Herrn Vulfran beim Aussteigen behilflich war, daß sich das Mädchen, das Sie an Stelle dieses Trunkenbolds angenommen haben. Ihres Vertrauens würdig gezeigt hat." Vollkommen richtig." Das verwundert niüch nicht; an dem Tage.o sie, von der kleinen Ro-

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salie begleitet, bei uns eingetreten ist. dachte ich gleich, daß etwas aus ihr zu machen sei. und daß Sie sie entdecken Würden." Bei diesen Worten streifte sein Blick Perrine in einer Art, die ihr eindringlich sagte: Tu siehst, was ich für Dich thue; vergiß es nicht und halte Dich bereit, es mir bei Gelegenheit zu erwidern." Auch ließ das Begehren nach HeimZahlung nicht lange auf sich warten: kurz vor Arbeitsschluß pflanzte er sich vor 'errines Bureau auf und fragte sie, ohne einzutreten, mit halber Stimme, so daß er nur von ihr verstanden wurde: Was hat es denn in Saint-Pipoy mit Wilhelm gegeben?" Da diese Frage nicht auf Enthüllung wichtiger Dinge hinauslief, glaubte sie wahrheitsgetreu antworten und di: Acittheilung, die er wünschte, machen zu dürfen. Gut." sagte er, Du kannst ruhig sein, wenn pich's Wilhelm einfallen ließe, wieder eintreten zu wollen, ki kommt er's mit mir zu thun."

29. Kapitel. beim Nachtessen wurde A bends die Frage: was hat sich in Saint-Pipoy mit Wilhelm zugetragen? auch wieder von Fadry und Mombleux an Perrine gericktet. denn es gab Niemand in der Fabrik, der es nicht erfahren hatte, daß Herr Vulfran von ihr nach Hause gefahren worden war; da wiederholte sie denn, was sie schon Talouel erzählt hatte, und darauf erklärten die Herren, dem Trunkenbolde sei völlig recht geschehen. Es ist ein tvabres Wunder, daß er den Prinzipal nicht schon zehn Mal umger?)rfen hat," sagte Fabry, denn er kutschirte loic ein Narr " Sagen Sie lieber wie ein Söffe!," pri?fcti 4 rnnn nir 1nmfnn El hätte schon längst verabschiedet I c wercen mustm. .Und das wäre sicher auch geschehen ohne einen gewissen Rückhalt " Perrine horchte begierig auf. bemüht? sich aber, die Aufmerksamkeit. die sie dem Gesprochenen schenkte, nicht merken zu lassen. Er bezahlte für diesen Rückhalt." Was konnte er denn anderes thun?" Er hätte es können, wenn er sich nickt hätre vergewaltigen lassen: man besitzt die Kraft, jedem Druck und Zwanq, woher er auch kommen mag. zu widerstehen, wenn man den geraden Weg geht." Das war eben höllisch schwer für ihn, den geraden Weg zu gehen." Sind S überzeugt, daß man ihn nicht in seinem Laster bestärkt hat, anstatt ihn zu warnen, daß er eines schönen Tages fortgeschickt würde, wenn er so fortführe?" Ich denke mir, daß man ein komisches Gesicht gemacht haben wird, als man ihn nicht zurückkehren sah; ick hätte dabei sein mögen." Man wird es schon einzufädeln wissen, daß er bir.es) einen Anderen ersetzt wird, der ebenso gut spioniren und hinterbringen kann." Jnmer bleibt es erstaunlich, daß er, der das Opfer dieser Spionirerei ist, nichts davon ahnt und nicht dahinter kommt, daß diese wunderbare IdeenVerwandtschaft und dieser ungewöhnliche Scharfblick nur das Ergebniß schlauer Veranstaltungen sind; wenn man mir hinterbringt, daß Sie diesen Morgen die Aeußerung gethan habcn. Kalbsleber und Mohrrüben seien was Gutes, so wird es kein großes Verdienst von mir sein, wenn ich Ihnen am Abend sage, daß ich vermuthe. Kalbsleber mit Mohrrüben sei Ihr Lcibesscn." Sie fingen an zu lachen und ahen sich belustigt dabei an. Wenn Perrine eines Schlüssels bedurft hätte, um die Namen, die sie nicht aussprachen, zu errathen, so hätte ihr die Anführung jenes Wortes ich vermuthe" ihn in die Hand gegeben; sie hatte aber auch vorher schon verstanden, daß der man." der die Spionage in's Werk setzte, Niemand Anders war als Talouel, und der hinter's Licht Geführte Herr Vulfran. Uebrigens weiß ich nicht, was für ein Vergnügen er an diesem Ränkespiel finden kann," sagte Mombleux. Wie? Dieses Vergnügen wissen Sie sich nicht zu deuten? Entweder ist man mißgünstig, oder man ist" es nicht; ebenso ist man ehrgeizig oder ist es nich'. Ei da trifft sich's wohl auch, daß man mißgünstig und noch in erhöhtem Grade ehrgeizig ist. 'us dem Nichts hervorgegangen, dos heißt aus dem Arbeiterstande, ist man die zweite Größe in einem Hause geworden, ds an der Spitze der französischen Industrie steht und mehr als zwölf Millionen jälrlich gewinnt, und da ist einem der Ehrgeiz in den Kopf gestiegen, vom zweiten Platze zum ersten aufzurücke; ist das nickt etwa schon vorgekommen? Hcit man es nicht schon erlebt, daß einfache Gehilfen an die Stelle der Gründer von angesehenen Häusern getreten sind? Wenn man in's Auge gefaßt hat. daß Zeit und Umstände, unglückliche Verhältnisse in der Familie, Krankheit des Prinzipals diesem über kurz oder lang die Leitung des Geschäfts unmöglich machen könnte i, so hat man es zu erreichen gewußt, sich unersetzlich zu machen und sich hinzustellen als den Einzigen, der das Zeug hätte, diese erdrückende Last auf seine Schultern zu nehmen. Und war es nicht der geeignetste Weg, an's Ziel zu gelangen, daß man ihn, den man zu ersetzen hoffte, ganz für sich einzunehmen

suchte, indem man ihm von früh bis spät den Beweis lieferte, daß man eine Leistungsfähigkeit, eine Verstandesschärfe, eine Geschäftskenntniß besitze, die über das gewöhnliche Maß hin-

ausgehen? Woraus dann das Bedürf-, riß folgte, Zmmer im Voraus zu tofi fen. was der Prinzipal gesagt, was er gethan hat und was er denkt, so daß man sich stets im vollkommenen EinVerständniß mit ihm befindet, ja ihm zuvorzukommen scheint dergestalt, daß auf die Bemerkung: .Ich vermuthe. bie gern 5ialbsleöer Mit Mohrrüden essen möchten,' die übliche Antwort erfolgt: .Vollkommen richtig.'" Von Neuem fingen sie zu lachen an; nur während Zenobia die Teller für den Nachtisch wechselte, beobachteten sie ein vorsichtiges Stillschweigen, sobald sie sich aber entfernt hatte, nahmen sie den Faden ihrer Unterhaltung wieder auf, als hielten sie es für ausgeschlossen, daß die Kleine, die dort in der Ecke still ihre Mahlzeit einnahm, diese geflissentlich verschleierten Heimlichteiten errathen könnte. Und wenn der Verschwundene wieder zum Vorschein käme?" fuhr Mcmbleur fort. Jedermann muß das wünschen. Wenn er aber nicht wieder zum Vorschein kommt, so hat er seine guten Gründe dazu; wahrscheinlich ist er gar nicht mehr am Leben." Einerlei; ein solch' hartnäckiger Ehrgeiz bei dem Biedermanne ist gerade so unerhört, wenn man weiß, was er ist. und was das Geschäft ist, das er gern in seinm Besitz brächte." Wenn der l'b .geizige die Entfernung, die ihn vor seinem vorgesteckten Ziele trennt, in Anschlag bringen wollte, so begäbe et sich in den meisten Fällen gar nicht auf den Weg dahin. Uebrigens täuschen Sie sich ja nicht über unseren Biedermann, der viel mächtiger ist. als Sie glauben, wenn man nebeneinander hält, von wo er ausgegangen und wohin er schon gelangt ist. Er war es aber nicht, der das Verschwinden dessen, den er zu beerben trachtet, veranlaßt hat." Wer weiß, ob er nicht dazu beigetragen hat, dieses Verschwinden heraufzubeschwören oder es in die Länge zu ziehen?" .Glauben Sie?" Wir waren alle Beide in jenem Augenblick noch nickt hier, wir können also nicht wissen, was vorgegangen ist; aber wie der Charakter jener Persönlichkeit einmal beschaffen ist, muß man es für wahrscheinlich halten, daß sich ein Ereigniß von solcher Wichtigkeit nicht hat vollziehen können, ohne daß jene Persönlichkeit darauf hingearbeitet hätte, den Dingen einen noch giftigeren Anstrich zu geben, und zwar in der Abficht, sie seinem eigenen Interesse dienstbar zu machen." Daran habe ich nicht gedacht ei. ei!" So denken Sie jetzt daran und machen Sie sich k zx, was für eine Rolle er ich sage nicht, gespielt hat, aber gespielt haben mag, als er sich vor Augen hielt, zu welcher Wichtigkeit ihm jenes Verschwinden verhelfen mußte." Nur konnte er damals noch nicht wissen, daß Andere die Stelle des Verschwundenen einnehmen würden; aber jetzt, da dies geschehen ist was kann er noch für. Hoffnungen hegen?" Wenn es auch nur die wäre, daß die Leute, die jetzt am Ruder sind, nicht so fest stehen, als es den Anschein hat. Und stehen sie wirklich so fest?" Meinen Sie denn " Als ich hier eintrat, dachte ich. daß es sich so verhielte, aber inzwischen habe ich bei verschiedenen kleinen Anlässen die Bemerkung gemacht, die Sie ebenso gut machen konnten, daß um alles und um nichts ein Mincnkrieg gegen jene Leute geführt wird, der sich mehr errathen als verfolgen läßt, dessen Zweck es aber sicher ist, ihnen ihre Stellung unerträglich zu machen. Wird man diesen Zweck erreichen? Oder wird man es zu bewirken wissen, daß sie fortgeschickt werden? Ich weiß es nicht zu sagen." Fortgeschickt! Wie können Sie daran denken?" Versteht sich, wird das unmöglich sein, wenn sie nicht Veranlassung zu ernsten Angriffen geben. Wenn sie aber in dem Selbstvertrauen, das ihnen ihre Stellung einflößt, nicht auf ihrer Hut bleiben, wenn ste sich nicht immer in der Vertheidigung halten, wenn sie Fehler machen, und wer macht die nicht? dann könnte es leicht kommen, besonders da man alknächtig ist und sich eine gesicherte ZuZunft träumt, daß wir intereante Umwälzungen erlebten." Für mich wären Umwälzungen nicht interessant, das wissen Sie wohl." Ich glaube kaum, daß ich mehr biv bei zu gewinnen hätte als Sie aber was vermögen wir gegen den Gang der Ereignisse? Hier Partei ergreifen? Dort Partei ergreifen? Meiner Treu, nein! Um so weniger, als meine Theilnähme in Wahrheit dem gehört, den man zu beerben strebt, indem man sich Rechnung auf eine Krankheit macht, die ihn fo scheint es dem Einen wie dem Anderen in Bälde wegraffen wird; was aber nach meinem Dafürhalten noch gar nicht erwiesen ist." Auch nach dem meinigen nicht " Uebrigens hat man noch niemals frei heraus meine Beihilfe verlangt, und ich bin nicht der Mann, mich aufzudrängen." Ich ebenso wenig." Ich begnüge mich mit der Rolle des Zuschauers, und wenn ich eine der Personen, bi vor unseren Augen das Stück (Dielen, einen Kampf unern

men sehe, der ebenso undurchsuyroar

als verrückt sckeint und der nichts für sich hätte als die Kühnheit, die Willenskraft dieser P?rson Ihr? ' :rträ'chtigkeit!" lemetyalv auch da so mterejsirt mich die Sache, obwohl ich mir nicht verhehle, daß mich die Schläge, die as bei diesem Kampfe setzen wird, auch mit treffen können. Darum eben studire ich diesen Charakter, der aber nicht blos tragische Seiten hat, sondern auch komische, wie es sich ja in einem wohlbestellten Drama gehört." Nun, ich finde ihn ganz und gar nicht komisch." Wie, Sie finden nicht, daß ein Mann eine komische Person ist, der in seinem zwanzigsten Jahre kaum lesen und seinen Namen schreiben konnte, der ncy Denn durch eisernen Fleiß ein tadelloses Schönschreiben und Rechtschreiben angeeignet hat, womit er steh herausnimmt, gegen Jedermann den zünftigen Schulmeister zu spielen?" Ei der Tausend, das finde ich erstaunlich!" Nun, ich finde es auch erstaunlich, aber das Komische daran ist, daß seine Bildung mit diesen Elementarkenntnisscn nicht gleichen Schritt gehalten hat, und daß stch der Biedermann weismacht. Numero eins in der Welt zu sein. Und doch kann ich mich trotz seiner schönen Handschrift und seiner grimmigen Orthographie des Lachens nicht erwehren, wenn er mit seiner gesuchten Sprache herausrückt: wir Anderen lassen uns eine Suppe schmecken, er aber genießt nur Bouillon; wenn ich wissen will, ob Sie im Freien gewescn sind, frage ich Sie: Sind Sie spazieren gegangen? er aber sagt: Haben Sie sich auf die Promenade begeben? und dergleichen mehr. Und sehe ich, daß er sich mit seinen schönen Worten über alle Welt erhaben dünkt, so sage ich mir wenn er einmal der Herr der Fabriken sein wird, wonach es ihn gelüstet, und dann, was sehr möglich ist, auch Senator. Verwaltungsrath großer Gesellschaften geworden sein wird, dann wird er sich ohne Zweifel zu der französischen Akademie melden und gar nicht begreifen, warum man ihn nicht aufnimmt. In diesem Augenblick trat Rosalic in den Saal und fragte Perrine, ob sie nicht einen Gang durch's Torf mit ihr machen wolle. Wie hatte sie es ab schlagen können? Sie war längst mit ihrem Abendessen fertig, und noch sitzen bleiben hatte leicht einen Verdacht erweckt, den sie nicht aufkommen lassen durfte, wenn sie wollte, daß auch kunftig in ihrer Gegenwart offen gesprochen würde Der Abend war mild und die Leute saßen vor ihren Häusern und plauder ten von Thür zu Thür, da hätte sich Rosalie gern etwas ergehen und ihr Hinschlendern zu einem Spaziergana verlängern mögen; aber Perrine konnte diese Wanderlust nicht theilen und schützte Müdigkeit vor. um bald wieder heimzukommen. Nicht etwa schlafen wollte sie, sondern nachdenken und sich in der Stille ihres Stübchens, bei verschlossener Thür, von ihrer Lage und wie sie sich nunmehr zu verhalten hatte, Rechenschaft geben. Schon an jenem Abend, wo sie ihre Schlafgenossinnen in der Kammer über Talouel reden hörte, hatte sie sich ihn als einen zu fürchtenden Mann vorstellen müssen; in der Folge dann, als er von ihr verlangt hatte, ihm die volle Wahrheit üver Fabrys Dummheiten" zu lagen, mit oem JUiaye, oay er oer Herr sei und m dieser Eigenschaft alles wissen müsse, hatte sie gesehen, wie dieser zu furchtende Mann seine Mach handhabte und welcher Mittel er sich dazu bediente; und doch war alles die ses nichts im Vergleich mit den Aufschlüssen.' die ihr vorhin die Unterhaltung der beiden Herren gegeben hatte. Daß Talouel die Machtvollkommenheit eines Herrschers neben, ja über Herrn Vulfran beanspruchte, das wußte sie schon; daß er aber die Hoffnung nährte, eines Tages das OberHaupt der Fabriken von Maraucour zu ersetzen, und seit lange auf dieses Ziel hinarbeitete, das hatte ste sich nich vorgestellt. Und doch ergab es sich aus dem Gespräche des Ingenieurs mu Mombleux. die Beide besser als sonst Jemand in der Lage waren, zu wissen, was vorging, und Menschen und Dinge zu beurtheilen und zu besprechen. Also mutzte sich jener man." den sie nicht mit Namen genannt hatten, rn.'ch einem anderen Spion als Ersatz für den verlorenen umsehen; dieser Andere aber war sie selbst, die an Wilhelms Seite gerückt war. Wie sollte sie sich dagegen wehren? War ihre Lage nicht ganz entsetzlich? Und sie war doch nur ein Kind, ohne Erfahrung, ohne jeden Anhalt. Sie hatte sich diese Frage schor, früher gestellt, aber nicht unter dense!ben Bedingungeü wie jetzt. Aufrecht in ihrem Bette sitzend denn es war ihr unmöglich liegen zu bleiben, so sehr litt sie unter ihrer Bangigkeit wiederholte sie sich noch einmal Wort für Wort, was sie mit angehört hatte: Wer weiß, ob er nicht dazu beigetragen hat. die Entfernung des Verschwundenen heraufzubeschwören, oder sie in die Länge zu ziehen?" Ist die Stellung derer, die den Verschwundenen ersetzen sollen, so gesichert, wie man glaubt, und wird nicht ein Minenkrieg gegen sie geführt, um sie daraus zu vertreiben, indem man ihnen ihre Stellung unerträglich macht, oder es bewirkt, daß sie fortgeschickt werden?" Wenn er die Entlassung derer durch-

Werde gesund und

indem du Leberkrankheiten, Billiöfit, Unreines Blut, durch die Anwendung von Tr. August König's

Kamburger

T

ropfen

loS wirst, sie reguliren Sedrauche Ct. JakobS Ocl gegen

letzen konnte, die dazu bestimmt ichieien. den Prmzipal zu ersetzen, was vermöchte er dann nicht gegen sie. die ein rei.:es Nichts war. wenn sie ihm zu wlver:ehen versuchte und sich sträubte. oit lspionm zu wenden, zu der er sie machen wollte! Wie sollte sie es anfangen, daß er nicht Gewalt über sie bekäme? Sie brachte einen Theil der Nacht barnit zu, sich an diesen Fragen abzuarbeiten, alö sie aber endlich, von Mudigkeit überwältigt, ihren Kopf auf's Kissen legte, hatte sie nur die Schwiengkeiten ibrcr Lage herausgegrubelt, ohne eine einzige beruhigende Antwort zu finden. (Fortsetzung folgt.) in ausstcrvcndcr l:cix flamm. Der Distriktsarzt in der dänischen Kolonie Julianenhaab auf Grönland, Dr. Melvorf. reröffcntlicht intercssante Mittheilungen über seine Begegnung mit einem heidnischen Eskimostamm, den sogenannten südostländern". In grauer Vorzeit fand auf Grönland eine große Wanderung vom Norden nach dem Süden statt. Ein Thoil der Eskimos wandte sich westlich und siedelte sich da an. wo nun ihre Nachkommen als dänische Unterthanen leben; ein anderer Theil aber wandte sich nach dem Osten und lebte daselbst, Jahrhunderte hindurch sagenhaft bc konnt unter dem Namen Südostländer". Der Rest dieses Stammes hat nun in den letzten Jahren abermals eine Wanderung vorgenommen westwwärts hinüber und ist hier bei Kap Farvel mit seinen cioistrten' ehema ligen Stammesgenossen zusammengetroffen. Im Frühjahr 1899 brachen die Südostländer auf von ihren WohnPlätzen bei Tingmiraimirut und kamen Anfang 1900 nach einer leidensvollen Ueberwinterung an bei Pomtagdlnk in zwei kleinen Booten. Auf Aufforderung des Predigers in Frederiksdal begaben stch die Fremden hierhin und ließen sich taufen. Sie erzählen, daß sie die letzten Südostländer sind. Eine etwa 100 Meilen lange Strecke von der Ostküste von Scrmilikfjord bis zum Kap Farvel. die früher von den Südostländern reich bevölkert war. ist nunmehr verödet und vollkommen menschenleer. Als im Jahre 1832 Capitän Graah dieseGegenden bereiste, fand '.'r noch 480 Eskimos vor, frolm und Garde's Erpedition im Jahre 1883 bezifferte die Zahl der Südostländer auf 135 und Dr. Meldorf traf jetzt nur noch 38 Personen, Männer. Frauen und Kinder, an. Bemerkenswerth aber ist die Beobachtung, daß sich unter diesen Naturmenschen die Tuberkulose ebenso häufig feststellen ließ als unter den civilistrten westlich wohnenden Eskimos. Die vielfach ve?tretene Anschauung die Tuberkulose sei durch die Europäer nach Grönland gebracht, ist demnach hinfällig. Drei der Männer hatten jeder zweiFrauen und mußten stch von der einen scheiden lassen das erste Opfer, das sie der Civilisakion bringen. )eutsch-amerikanilcyer Patriarch. Dieser Tage feierte in Harrison City, Pa., der weithin bekannte Herr Johann Lauffer, besser bekannt als Großpapa Lauffer. der älteste Bürger von Westmoreland County. im Kreise seiner Familie ftinen 100. Geburtstag. Der Jubilar, welchcr noch von bemerkenswerther geistiger und körperlicher Frische ist. ist der. Sohn eines deutschen Pionier-Ehepaa-res, welches sich unter mancherlei Gefahren auf der jetzigen Stätte von Harrison City eine Heimstätte geschaffen. Großpapa Lauffer, welcher das Deutsche wie ein geborener Deutscher spricht, und dessen Lieblingslektüre immer noch die deutsche Zeitung ist. weiß noch interessante Geschichten von den Streifzügen der Indianer und den Kämpfen mit ihnen zu erzählen. Der Jubilar war zweimal verheirathetundhat zahreiche Enkel, eine Anzahl Urenkel und zwei Ururenkel. Die Pferdeschlachtungen haben in allen preußischen Regierungsbezirken zugenommen. Im Ganzen ist in den Pferdeschlächtereien die Zahl der Schlachtungen von 67.024Stück im Jahre 1900 auf 79.841 Stück im Jahre 1901, also um etwa 20 Prozent gestiegen. Davon entfallen auf Berlin 11.768 Stück. Nur die beiden Bezirke Köslin und Sigmaringen besitzen noch keine Pferde-schlächtereien.

bleibe gesund

und reinigen. Feuer - Signale. 4 Pnmsylv und Wartet 6 Engiish'i Opern-Haui 6 East und Ne York 7 Noble und Nichigan 8 R. Jersey u. Mass Ave 5 Pine und Nonh 10 Mavkct und Pine i i Vermont nah East 12 L Cprizcnbaus Äasi. ve nahe Noble 13 Xn.ttwire und Walnut 14 R. Jersey u Central S. 15 Maff. und EvrneU Av .6 Asb urd 11. Straße i7 Bark Ave und 12 Str .6 Columdm unH,lIfld 13 Highland Ave u. P,att kl Illinois und 3 t. I i3 Pennsvlv. und Pratt 24 Rrndian und 11. Str 25 No. 5 Sprisenhaus lö. nahe JllmoiS 26 Senate Ave u. StElair 27 IllinoiZ und Michigan 2? Pesylvania und 14. 2 Senatc Ave. und 13. 21 No. 1 Cpritzenbaus Jnd Ave nab4ichigan 32 Mcridia und Walnut Zt California ennt 35 Blake und New York 3 Ind. v. u. St. Clair 27 Eity Hospital 38 Blake und Norty 39 Michigan und Agne 41 No. 6 Spritzenhaus Washington nahe West 2 Gftndorf u Wafh. 43 Miffouri u New Kort 45 Meridian u Wast) 46 Illinois und Odio 47 Eapitol Av. u Wash 48 mgan'i Porkhaus 49 Straßenbahn Ställe W. ashington Str 51 N. 10 SpritzenhuS Illinois u Merrill 2 Jllinots u Louisiana 52 West und Eouch 54 West und McCartv 5 Sente Ave. u Henry 57 Meridian und Rav 68 No. 4 Spritzenhaus Madison Av. u Mor.iS 59 Madison Av. u Tunlop S1 No 2 Haken Lciterhaus South nahe Telawar 2 Penn, u Merrill 63 Delaware u. McEarttz 4 stund SKterty 65 New Jersey u. Merrill 67 Birg. Av. u Bradshaw 68 Eaft und Prosvect 69 Bicking und High 71 Ro. 11 Spritzenhaus Lir Ave. nahe Huron 72 East und Georgia 73 Eedar und Elm 74 Davidson u Georgia 75 Engllsh Av. u Pine ' 76 Shelöy und Bäte 7? No. 3 Spritzenhaus Prosvect nahe Shelbtz 79 Fletcher Av. u Lhelby 81 Market u. New Jersey 82 Delaware und Wash. 82 East u Washington 84 New York u. 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Washington. 423 Jrren-Hoipital. 424 M'y Slvk U. I D u2 425 ?6a''h. und Harris IM Ro. 18 SpriyenhavS O Washington 427 Olwer und Bired 42 Oliver und Onood 42 Rordyke und ?)crt 451 Hadlev Ave u. MorriS 432 River Ave u. MorriZ 4 Rtrer Ave und Stay 435 Hardmg . Big 4 R 9 436 Harding und Clwo 437 No. 19 Spritzend fRorri nk Hrttttc 488 Hoard mttWtUkBwfi 499 Stock? 451 Reisn und Miller 452 Howard und Lee 453 orS und Sarx? 456 Lambettt und Betont 7 Nordhle Ave u. fest nun WorkS 512 est ud ay 513 itueky Ave u. Verr 514 Meridian und Morris 516 JllmoiS und ansaS 517 Morris und Datota 518 Morris und Cyurch 515 kapital A. u VeCarty 521 Meridian und Palmen 523 Pme un', Lord 524 Madlsor Ave u kincsl 26 Meridian und Belt ZV 527 EarloS und Ray 528 Meridian und Arrz 52 Meridian x Raomond 631 Meridian u. McSarry 632 Ro. 17 Spritzcnhu Morr,s nah West 61 MeKernanund Dougy. 13 Saft u. Lincoln 29 614 East und Beecher 15 Wrrght und Sander 6' 7 VcCarty und Beaty 518 Rew Jersey u ßkr A 71 Spruce und Prospect 715 nglish Are. u. Lau! 714 State Ave u. Belt R R "15 Stzelby und Beecher 71 State Ave und Orange 71 Orang und Launl 7 Sheldy u. Ci..iaae Avt 721 Lextngton A. u Lau 725 Fletcher Ave u. Qprua 724 State Ave u. Pleasemt 725 Prospt und leasa, 72 Orange und Hat la? 72 Liberty und Meek 729 Wllz und Souch 81 Ro. 15 Spritzenhaus Oft Washington Stt 81S artet und Noble 814 Ohi u. Highland A 815 Michigan u. Highlemd 1 Market u Arsenal v, 17 Oft S Clair und Union Bahn tleiW. 21 ,im Handle ShpZ 825 Sermon t und Walcott 24 ash. und State Atz, 85 adden'seounge zak SL6 Duckn und Dorsetz 27 ash. und evill p, 2 Ro. 1 Spritzenhaus Beville nah Mrchga 831 outheastern Mtt uud oodftd. 83 Wash. und Dk rton, 84 Sontheastern ib.) Arsenal VS. 856 New Hort nd Tempi 12 JllinoiS und Marhl. is Illinois und Rartet 14 Penn, nd 4ft 89 Fraucn-Resormat. 1 Ro. 13 Spritzenhaus Marvland nahe Mer. 92 Meridian u. tScrqia. 03 Meridian und South 4 Pennsplv u. Lonisiana 95 Birqini Ave u. Alab. 96 Hauptquartier. 97 Grand Hotel. 98 Capital Ave und Obis .23 Ro. 16 TvritzenhauS 16. und Ash. 124 Alabama und 16. 125 Central Av und IS. 126 Handes und 15. irr Brooksid und Jupiter 128 Central Ave und 17. 129 Delaware und 19. 131 Alabama und 11. 1?2 Bellesvntaine und J. 134 College Ave und 2. 155 Delaware und 13. 126 Alabama unt Rorch 137 Newmann und 19. 133 Colltg Ave und 14. 13s Cornell Ave und 13. 141 DandeS und 19. 142 Hiqhland Ave und Ist. 143 Tecumseh und 10. 145 N?w Jersey und 22. 146 Alvord und 17. 147 No. 2 Spritzenhaus HiUnd Ave und 16. 148 College Ave und 22. 14? College Ave und 27. 152 Part Ave und . 158 E . SB Bahn u. 22. 154 Ramsey Av und 10. 156 Stoughton u Newman 167 Atlas und Pik,. 158 Bloyd und Pawpaw. 159 No. 21 Spritzenhaus Brightwood 12 Ar den und Depot 163 Brightwood und 25. 164 Rural und Bloyd 165 St. Clmr u. eyston 167 Arsenal Ave und 22. 168 Bellefontan und 28. 15 Telawar nn Epezial-Gizvale. Ersten Schlage, zweiter Alarm, Awert Schlag, dritter Alarm. Dritten Schläge, vierter Alarm. 1-5-1, Feuer auS und Schlauch ausgerollt. Schlage, Wafferdruck ab. 1 Schlage, 1 Uhr Mittags. Du so bezeichneten Sianaie werde tuet vom Dhur, Wachter gegeben da an den dtmUmdea Straße? kreuHUnge ban Alarmkasten angebracht ftnd.