Indiana Tribüne, Volume 26, Number 144, Indianapolis, Marion County, 9 February 1903 — Page 6
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Inviancl Tribüne, S Februar 1903
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-2?rorn.i 2$xaibcxxbu-cg. Berlin. Der langjährige Vorsitzende der Landeskunstcommission. Botschafter a. D. Wirkliche Geheime Ratb o. Keudell, hat sein Amt mit Rücksicht aus sein hohes Alter niedergelegt. An seiner Stelle ist der Wirkliche Geheime Rath Graf August v. Dönhoff-Friedrichstein zum Mitgliede und Vorsitzenden dieser Commission ernannt worden. Geheimer OberRegierungsrath und vortragender Rath im Reichsamt des Innern Dr. Kelch wurde zum Präsidenten des Bundesamts für das Heimathwesen ernannt. Großen Schaden verursachte ein Brand, der in der Pianofortefabrik von Albert Gast in der Frankfurter Allee 117a wüthete. Bei den Löscharbeiten trug der Feuerwehrmann Noack eine starke Rauchvergiftuna davon. Zum 70. Geburtstag des Landtagsabgeordneten Dr. Max Hirsch, des Verbandsanwalts der deutschen Gewerkvereine, veranstaltete der Centralrath der Gewerkvereine in den Räumen der Philharmonie eine große Gewerksvereins - Feier. Unterstaatssekretär im preußischen Justizministerium Dr. Küntzel ist zum Wirklichen Geheimen Rath mit dem Prädikat' Excellenz" ernannt worden. Schuhmachermeistrr Leovold Riedrig. Wienerstraße 41 wohnhaft, beging seinen 80. Geburtstag, nachdem er vor nicht langer Zeit sein 50jähriges Meisterjubiläum und seine goldene Hochzeit feiern konnte. In der Feueranzünderfabrik von Israel & Co. in der Prenzlauer Allee richtete einBrand großen Schaden an. Bei den Löscharbeiten erkrankte der Feuerwehrmann Pieschota schwer an Rauchvergiftung. Ihr goldenes Ehejubiläum feierten der Vergoldermeister Friedrich Ritzschke und feine Frau Auguste. Linienstraße 18. und das Albert Kaiser'sche Ehepaar, Warschauerstraße, 5. L Y ch e n. Die Einführung des neuen Bürgermeisters Bachhuber in sein Amt wurde durch den Landrath v. Arnim vollzogen. Ihr wohnten sämmtliche Mitglieder des Magistrats und die Stadtverordneten bei. M e l l e n. Als Urgroßvater hat hier der 70jährige Sckneidemühlenbesitzer Karl Pflüger nochmals gefreit. Neuendorf beiPotsdam. Der einstige Exerzicrmeister des Kaisers Robert Lücke beging hier seinen 70. Geburtstag. P a n k o w. Infolge längerer Arbeitslosigkeit suchte der Maurer Blenkenburg in der Kaiser Friedrichftraße 79 Hierselbst seinem Leben durch Kohlendunst ein Ende zu machen. Trotzdem der Lebensmüde sich nicht lange im Zustande der Erstickung befunden haben kann, ist er doch bedenklich erkrankt. Schöneberg. Eisenbahnzugführer Bernhard Friedrichsen feierte mit seiner Gattin das Fest der silbernen Hochzeit. In Concurs gerieth Frau Franziska Jundheim. Maaßenstraße 22 wohnhaft. T e m p e l h o f. Landes - Obersekretär Julius Schulz beging den Tag. an welchem er vor 25 Jahren in den Dienst der Brandenburgischen Prodinzial - Verwaltung bei der Städte - Feuer - Societät eingetreten flt. Weißensee. Bei dem Versuch, ein gestürztes Pferd mittelst einer Hebevorrichtung wieder aufzurichten, wurde der Buchhalter Parl Hohensee von hier dadurch erheblich verletzt, daß ihm der Balken der Hebevorrichtung auf den Kopf fiel. "gfrornna Hslpreuyen. Königsberg. Schirmhändkr Jsaak Perl und Papierhändler Hermann Kuhr stellten ihre Zahlungen n. Gerichtsschreiber a. D. Kanzl'eirath Knapke erhielt den Rothen Adlerorden vierter Klasse. A u st n e h I e n. Gutskämmerer Pukies erhielt das Allgemeine Ehnnzeichen. Barten. Grundbesitzer MalIren, welcher seit 40 Jahren der Stadtverordneten - Versammlung bezw. dem Magistrat angehört hat, ist von den städtischenKörperschiften zum Stadtäl'esten" ernannt worden. Bartenstein. Dem Rechtsanwalt Behr hier ist der Titel Justizrath" verliehen worden. D a r k e h m e n. Es brannten die Bestandtheile des dem Hrn. Gruber gehörigen Badehses, welche am Angerapp-Ufer aufgestapelt waren, l'owie das in Holz erbaute Reftaura-tions-und Wärterhaus vollständig nieder. Eydtkuhnen. Der OberZollinspektor Pohl ist von Eydtkuhnen als Ober - Steuerinspektor nach Konitz versetzt. G u m b i n n e n. Bei der Stadtverordneten - Wahl wurden gewählt: In der 1. Abtheilung Rechtsanwalt Schmidt und die Kaufleute Max Schulz, Otto Trampau, P. Wlömer wieder- und Kludßuwt.it, A. Lindenau und Silberfohn neu-, in der 2. Abtheilung Realschuldirektor Jakobi, Kaufmann Wilhelm Mathe, Gebereibesitzer Roßbacher, Hotelbesitzer Waschkowitz und Klempnermeister Zimmermann, in der 3. Abtheilung Grundbesitzer Otto Eckert. Regierungssekretär Lühr. Bäckermeister Meixner und Kaufmann A. Reichel. H e i l s b e r g. Regierungs-Diä-tar Apfelbaum vom hiesioen Landrathsamt wurde als Kreissekretär nach Labiau versetzt. Liebe mü hl. Eine Stadt, in
der es keine Pleiten gibt, ist Liebemühl. Hier ist feit 21 Jahren kein Concurs eingetreten. Lindenberg. Den Rothen Adlerorden vierter Klasse erhielt der Rittergutsbesitzer Wicknraf. P i l l a u. Der Arbeiter Quednau mißhandelte seine Frau so arg. daß letztere an den Folgen gestorben ist. P o b e t h e n. Es brannte die Windmühle des Mühlenbesitzers Herrn Weiß in Grünhoff total nieder. R a st e n b u r g. Aus der Landstraße in der Nähe der Oberförsterei wurde die erstarrte Leiche des Hirten Grabisch aufgefunden. Grabisch hatte etwas über den Durst getrunken. Tilsit. Dem Postdirektor Wichert ist der Rang der Räthe vierter Klasse verliehen worden. Kaufmann Arthur Sturm stellte seine Zahlungen ein. Wartenburg. In dem Geschäftshause des Kaufmanns Henschel richtete ein Brand erheblichen Schaden an. I'rovmz Westpreußen. D a n z i g. Im Concursverfahren über das Vermögen des flüchtig gewordenen früheren Rechtsanwalts Thun wurde in der Versammlung vor Gericht festgestellt, daß die Passiva etwa 46.000 Mark betragen. Dem in den einstweiligen Ruhestand vezsetzten Amtsgerichtsrath Hake Hierselbst ist bei seinem gänzlichen Uebertritt in den Ruhestand der Rothe Adlerorden dritter Klasse mit der Schleife verliehen worden. Briefen. Der hiesige Gewerbeverein ernannte seinen verdienstvollen Vorsitzenden Apotheker Schüler zum Ehrenmitglied. Groß - Brunau. Für langjährigen treuen Dienst erhielten von der Landwirthschaftskammcr der Schäfer Freitag, Pferdeknecht Hardt und Hofmann Redna von hier Ehrendiplome und silberne Medaillen und der Diener Gerlach ein Eyrendiplom. Erstere sind über 40 Jahre, letzterer 22 Jabre ununterbrochen hier in Dienst. K a r t h a u s. Der zum Pfarrer der hiesigen Gemeinde gewählte Pfarrer Müller aus Sypowo wurde in sein Amt eingeführt. K r o j a n k e. Bei der Stadtverordneten - Ergänzunqswahl wurden Kaufmann Hückel und Getreidehändler I .M. Meyerhardt in der 1., die Besitzer Aug. Domke, Marquardt und Wilh. Haase in der 2. und Fleischermeiste? Orczykowski in der 3. Abtheilung gewählt. Läse bei Marienburg. Wohnhaus und Stall des Hofbesitzers Fast brannten nieder. Neuen bürg. Aus Anlaß der Einweihung der neu erbauten evangelichen Kirche hier wurden folgende Auszeichnungen verliehen: dem Pfarrer Berger und Kirchenältesten Rittergutsbesitzer Niedlich der Rothe Adlerorden 4. Klaffe, dem Kirchenältesten und Rentier Bunk, dem Kirchenältesten und Hauptlehrer Wollermann und dem Regierungsbaumeister Kothe der Kronen - Orden 4. Klasse. S ch ö n s e e. In der Hauptversammlunq der Zuckerfabrik Neuschönste wurden in den Aufsichtsrath Graf v. Alvensleben wieder- und Amtsrath Hoge an Stelle des in den Vorstand eingetretenen Gutbesitzers Kaufmann neugewählt. Das von dem Barbier Schulz gemiethete Häuschen des Destillateurs Kentzer brannte nieder. T r a g h e i m. Durch einen Bullen wurde der Kuhmeister Fischer des Besitzers Jakobson Hierselbst getödtet. Provinz sommern. Stettin. Die MagistratsBureau - Assistenten Merckel, Dobratz, Kottwitz II, Goerke und Völker haben die Prüfung als Magistratssekretär bestanden. Wegen Unterschlagung verurtheilte die Strafkammer den Buchhalter Sieafrind Laube zu einem Jahre, wegen Mcineids die Ehefrau Emma Pirvitz. geborene Althaber, zu einem Jahr 3 Monaten Gefängniß, und wegen Brandstiftung den Arbeit ter Ernst Neumann zu zwei Jahren Zuchthaus. Postsekretär Gustav Liß hat sich in seiner Wohnung in einem Anfall von Schwermuth erschossen. B a r k o w. Dem emeritirter: August Pieper hier ist der Adler der InHaber des Hausordens von Hohenzollern verliehen worden. Bergen. Der Schlitten des Händlers Engelbrccht aus Presnitz fuhr die abschüssige Gingster Straße hinab, als das Pferd durchging und der Schlitten umschlug. Beide Jnsässen, Engelbrecht mit seiner Ehefrau, wurden herausgeschleudert. Während der Mann mit einigen geringen Hautabschürfungen davonkam, erlitt die Frau äußerst schwere Verletzungen. Dramburg. Ten Fleischermeistern Eduard Kopplin, Ferdinand Hollatz und Franz Ebell, sen., die der Pesigen Fleischinnung 66 bezw. 52 und 50 Jahre angehören, sind von der Handwerkskammer in Stettin EhrenMeisterbriefe verliehen worden. G u st o w. Sein 25jähriges Amtsjubiläum beging Paswr Bürger. Köslin. Bei der Ersatzwahl eines Stadtverordneten der ersten Abtheilung wurde Schneidemühlenbesitzer Franz Treptow gewählt. L a s s a n. Briefträger a. D. Haase feierte mit seiner Ehefrau das Fest der goldenen Hochzeit. Die Jubilare siehen im Alter von 84 bez. 72 Jahren. P y r i tz. Die goldene Hochzeit feierte das Gerbermeister Gawrisch'sche Ehepaar. Das Jubelpaar steht im 81. bezto. 75. Lebensjahre.
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5 Ausland '! '! '! 5 l l 4 ! l l 5 ! E s gibt noch Charakt e r e. Ein Dieb, der einem GastWirth in Augsburg unlängst fünf Mark gestohlen hatte, sandte dieselben zurück, indem er dazu bemerkte, er habe jetzt einem anderen Manne 100 Mark abgenommen. Ter Andere könne das Geld eher entbehren und daher schicke er dem Augsburger Wirth, einem armen Teufel, das Geld zurück. Bes ondere Uniform für Trunkenbolde. Um die unter den Truppen überhandnehmende Trunksucht zu bekämpfen, befahl letzthin der in Saigun in der französischen Kolonie Cochinchina kommandi.rende General Coronat, daß in Zukunft jene Soldaten, welche dreimal wegen Trunkenheit bestraft werden sollten, eine besondere Uniform zu tragen haben, durch welche sie als Trunkenbolde gekennzeichnet würden. Vom Fisch Verkäufer zum Opernsänger. In Neapel erregte kürzlich das Debüt des neuen Tenors Signor Giorgini großes Aufsehen. Der Künstler erzielte einen ungemein starken Erfolg. Vor etwa Jahresfrist war der Sänger noch Fischverkäufer und pries schreiend seine Waaren an, wobei seine große Stimme die Aufmerksamkeit eines Musikliebhabers erregte. Dieser gab ihm Musikunterricht und half ihm zu seinem öffentlichen Auftreten. Verfolgung mit Hindernissen. In eine gefährliche Lage gerieth letzthin in Möckern, Provinz Sachsen, beim Transport eines Deserteurs ein preußischer Gendarm. Der Beamte benutzte mit dem Deserteur die Straßenbahn. Plötzlich sprang Letzterer vom Wagen ab und nahm Reißaus. Beim Herausziehen des Revolvers blieb der Gendarm mit der Waffe hängen und schoß sich durch die linke Hand. Hierauf gab er einen Schuß auf den Flüchtigen ob und traf denselben in ein Bein. Nunmehr gelang es, des Deserteurs wieder habhaft zu werden. Unliebsame Unterbrechung der Trauung. Während der Marquis von Bosredon kürzlich in Paris der Trauung seiner Tochter beiwohnte, wurde er verhaftet und nach Tours zum Untersuchungsrichter abgeführt. Am vorhergehenden Abend war nämlich in dem ihm angehörigen historisch berühmten Schlosse La Coudraye bei Tours ein großer Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr konnte einen Theil des Schlosses retten, fand aber, daß überall Brandstoffe aufgehäuft und mit Petroleum Übergossen waren. Der Herr Marquis, der hoch versichert war, wurde überführt, das Feuer selbst angelegt zu haben, und muß nun brummen. Seltenes Jagdglück. Eine Strecke fast ohnegleichen lieferte kürzlich der als vorzüglicher Schütze bekannte österreichische Thronfolger, Erzherzog Franz Ferdinand, gelegentlich eines Entenzuges in der Lobau, einem in der Donau-Jnundation gelegenen Revier. Der Prinz bestieg mit seinem Büchsenspanner und zwei Gewehren um zwei Uhr Nachmittags den Schirm, streckte die unterhalb durch Jagdpersonal hochgemachten Stockenten im Daherstreichen fast ohne Fehlschuß nieder und hatte bei Eintritt der Dämmerung, wo erst der eigentliche Zug beginnen sollte, 238 Stockenten, 1 Seeadler und 2 Möven zur Strecke gebracht. Das Resultat würde noch besser gewesen sein, wenn dem Jäger nicht die Patronen zu früh ausgegangen wären. Geschickter D i e b st a h l. Der Kassenbote eines Pariser BankHauses ist dieser Tage in raffinirter Weise von zwei Spitzbuben bestohlen worden. Als er im Louvre-Bazar eine größere Summe einkassirte, machten ihn zwei unweit der Kasse stehende Herren darauf aufmerksam, daß er ein Fünffrancsstück habe fallen lassen. Da der Kassenbote in der That das Aufschlagen einer Silbermünze auf den Boden vernommen hatte, bückte er sich instinktiv, um zu fehen, wohin das Fünffrancsstück gerollt sei. Während dessen bemächtigten sich die beiden Spitzbuben mit fabelhafter Geschwindigkeit der Banknoten in seiner Brieftasche, die er geöffnet auf dem Kassentische hatte liegen lassen, und verschwanden spurlos. Die entwendete Summe bcläuft sich auf annähernd 50,000 Francs. ReichbelohnteRettungsthat. Vor zehn Jahren rettete ein 13jähriger Schüler in Frankfurt a. M.. der Sohn eines Eisenbahnzugführers, mit eigener Lebensgefahr einen junger Menfchen vom Tode des Ertrinkens aus dem Main. Der jüngst verstorbene Geheimrath Krupp, der davon erfuhr, sandte dem Schüler als Anerkennung eine goldene Uhr mit Kette. Der junge Mann lernte das Schlosser- und Mechanikergewerbe und trat nach Absolvirung seiner MilitärPflicht in die Krupp'schen Werke ein. Dieser Tage ließ Krupps TestamentsVollstrecker den jungen Schlosser kommen und eröffnete ihm, daß Krupp ihm eine größere Summe testamentarrsch vermacht habe. Eine Bedingung war an das Legat nicht geknüpft; ausdrücklich wurde dem jungen Manne gesagt, wenn es ihm in den Krupp'schen Werken nicht mehr gefalle, könne er austreten, auch mit der ererbten Summe ein eigenes Geschäft gründen.
Verhängnißvolle Arwendet Heilung. Gräfin Storolyi, welche in Budapest als Wohlthäterin der Firmen allgemein bekannt ist. lud neulich die Insassen des Asyls für Obdachlose in ihr Palais ein, um an dieselben Speiscn und milde Gaben sn vertb?il?n Gegen acht Uhr Abends oranglen sich m.'hr als 3000 Personen vor dem Thore, um Einlaß zu erhalten. Es herrschte ein l?oensgesährliches Gedränge, das umso beängstigender war, als sich viele Frauen und Kinder unicr der Menge befan:n. Als endlich das Thor geöffnet wurde, drängte die Menge Hals über Kops in den Hofraum; Kinder und Frauen wurden hierbei zu Boden geschleudert und mit Füßen getreten. Die Polizei mußte einschreiten und säuberte schließlich unter ohrenbetäubendem Lärm der Menge den Hof des Palais und die Straßen, so daß es zu keiner Betheilung kommen konnte. Zahlreiche Personen erlitten schwere Verletzungen. Einer Frau Namens Zsiros wurde der Brustkorb eingetreten und der linke Arm gebrochen. Im Rvchusspitale ist die Arme bald darauf gestorben. Zwecklose Selb st verst ü m m e l u n g. Der Kanonier Leopold Chiniclorz wurde jüngst vom Kriegsgerichte in Neiße, Provinz Schlesien, wegen Selbstverstümmelung zu einem Jahr Gefängniß verurtheilt Nachdem der Angeklagte eine Woche Soldat war, versuchte er, sich mit der Scheere das erste Glied des Zeigefingers an der rechten Hand abzuschneiden, da er wußte, daß dieser Finger zum Schießen durchaus nothwendig sei. Am nächsten Morgen schnitt er sich mit dem Rasirmesser die linke Ohrmuschel ab, welche nicht mehr angeheilt werden konnte. Vor dem Kriegsgericht gab er als Motiv seiner That die Erklärung ab, daß ihm das Lernen so schwer falle. Nach Verbußung der Gefängnißstrafe muß Chiniclorz, der außerdem in die zweite Klasse des Soldatcnstandes veisetzt wurde, seine Dienstzeit bei der Arbeiterabtheilung in Königsberg beenden. Interessanter Erbschafts streit. Ein Herr,Namens Charles Galland, der vor einiger Zeit starb, hatte die Stadt Genf zur Erbin seines mehrere Millionen Francs betragenden Vermögens eingesetzt. Unter anderen Legaten vermachte er einem seiner Verwandten, dem Advokaten Couchet, seinen Schreibtisch. Als man .Couchet das Möbelstück übergeben wollte, bemerkte nian jedoch, daß der Tisch 220,000 Francs in Werthschriften enthielt. Couchet verlangte nun diese Summe mit der Erklärung, daß ihm der Schreibtisch mit seinem gesummten Inhalte zugehöre, worauf sich ein Prozeß entspann. Die beiden streitenden Theile haben sich nun dahin verglichen, daß die Stadt Genf Herrn Couchet die Hälfte der Summe mit 108.000 Francs und eine Entschädigung von 10.000 Francs bezahlt. Nachtheile der elekirischen Beleuchtung. In Lon-' don erloschen letzthin Nachmittags zwischen vier und fünf Uhr plötzlich sämmtliche elektrische Lampen in der Umgebung des Mansionhaufes. Da der Verkehr gerade an dieser Stelle ein besonders lebhafter ist, entstand eine große Verwirrung. Erst gegen fünf Uhr war die Mehrzahl der Lampen wieder in Ordnung, aber verschiedene Straßen blieben noch länger in vollständiger Finsterniß. Nach' Mittheilung eines Beamten der Londoner elektrischen Gesellschaft versagte der Strom in einer solchen Weise, daß etwa 8000 Lampen erloschen. Der Beamte war der Ueberzeugung, daß die Veranlassung eine äußere gewesen sein müsse, denn die Kabel waren vollständig in Ordnung. Wegen Mangels an Raum. Der Grundbesitzerverein in Spandau hatte kürzlich an den Magistrat eine Eingabe gerichtei, worin er bat, für eine Vermehrung der Stadtverordneten Sorge zu tragen; die EinWohnerschaft habe bei ihrer jetzigen Zahl Anspruch darauf, durch 48 Stadtverordnete vertreten zu sein, während die Versammlung nur aus 42 Mitgliedern besteht. Das Gesuch ist indeß ablehnend beschieden worden, und zwar hauptsächlich aus dem Grunde, weil der Stadtverordnetensaal nicht mehr Mitglieder als 42 aufnehmen kann, und eine Erweiterung kaum möglich ist, auch andere Räume in dem ohnehin schon zu kleinen RathHause nicht verfügbar sind. Jagd nach Katzen. Seit einigen Monaten haben zwei Kommissionäre einer Leipziger Rauhwaarenfirma in Warschau, Russisch-Polen, ihren Aufenthalt genommen und zahlen für Katzenbälge 24 bis 30 Kopeken per Stück. In der ganzen Stadt machen nun die jungen Burschen auf die Katzen Jagd und tragen die Bälge zu den erwähnten Kommissionären. Die Katzenbälge werden ballenweise nach Leipzig ezpedirt, wo sie zu allerhand feinem Modepelzwerk verarbeitet werdk n. l5 e f ö v i i i u; t jrin'oetspiel. Ein schreckliches Ende nahm in Guben, Brandenburg, das Räuberspiel zweier dortiger 14jähriger Knaben. Ter Polizist" zog die dem gefangenen Räuber" um den Hals gelegte Schnur so fest zu, daß er erstickte. Im Schreck lief dann der Unheilstifter davon. Der herbeigerufene Arzt kam zu spät, um noch Hilfe bringen zu können.
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