Indiana Tribüne, Volume 26, Number 143, Indianapolis, Marion County, 7 February 1903 — Page 6
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Vermischtes. Der von der Gemeinde ausgesperrte Pfarre r. Im ungarischen Städtchen Szaß-Hermany haben die Gemeindemitglieder an den Ministerpräsidenten ein Telegramm gerichtet, in dem sie mittheilen, daft sie die Kirche gesperrt haben und ihren Pfarrer nicht mehr hineinlassen; zugleich bitten sie den Ministerpräsidentcn, ihnen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Zwischen der Bevölkerung der erwähnten Ortschaft und dem Geistlichen Alexander Dogär besteht bereits seit Jahresfrist ein heftiger Kampf: das Verhältniß wurde jedoch ein unerträgliches, seitdem der Pfarrer einen seiner Gläubiger in der Kirche thätlich insultirte. Die Gemeinde wandte sich nun an den Metropoliten mit der Bitte, den Pfarrer seines Amtes zu entheben, erhielt jedoch keine Antwort. Infolge dessen ließ das Presbyterium am jüngsten Sonntag die Kirchenthür absperren, welche der Pfarrer durch einen Schlosser aber wieder öffnen ließ. Daraufhin ließ das Presbyterium die Kirche abermals absperren und verständigte hiervon sowohl den Metropolitan wie den Ministerpräsidenten. DerLouisvilleAnzeig e r" schreibt: Der dänische Konsul, Herr Charles Earl Currie, ist um eine Hoffnung ärmer . Es wird ihm nicht beschicken sein, in einer dänischen Paradeuniform umherstolziercn zu können. Die Uniform wurde ihm freilich vor etlichen Monaten schon zugeschickt, aber der böse Onkel Sam legte einen Zoll von $200 darauf. Soviel war Herrn Currie die Geschichte denn doch nicht werth und jetzt liegt das Prachtstück noch immer im Custom-Hause, seine Rückreise nach Kopenhagen erwartinb. Die Uniform kostet über $300 und gerne hätte der Herr Konsul damit auf dem Empfang der Handelskammer geglänzt. Aber für den Spaß extra $200? nee! Wie singt doch Scheffel? E i n L u f t i k u s nach Deutsch -land zurückgeschickt. Auf dem Dampfer Weimar" vom Norddeutschen Lloyd kam und zwar in der ersten Kajüte, ein zwanzig Jahre alter Deutscher, Namens Ernst Kümpel, in Baltimore an. Es stellte sich heraus, daß seine Fahrkarte von seinem Vater bezahlt wurde, der ihn los sein wollte. Während der Fahrt betrug sich der junge Mann, der ein Architekt sein will, den Offizieren gegenüber sehr frech, soll sein ganzes Geld für Getränke verausgabt und einen Pump im Betrage von 20 Mark angelegt haben. Er behauptete, er habe in Baltimore einen Onkel, doch konnte weder dieser, noch dessen angebliche Adresse aufgefunden werden. Einwanderungskommissär Weis war der Ansicht, daß der junge Mann kein passe der Zuwachs für unser amerikanisches Bürgerthum sei und schickte ihn jurn Papa zurück. So etwas gegen einen Herrn Kajütenpassagier! Ueorigens benimmt sich der Baltimorer Einwändecungskommissär im Allgemeinen humaner als sein New Aorker Kollege. A l l e rauchten. Großes Aufsehen erregte im Union Depot in Kansas City eine armenische Familie, die direkt von ihrem Heimathlande kam und auf der Reise nach Topeka, Kas.. war, wo sie Anverwandte hat. Sie waren in ihrer Nationaltracht gekleidet, doch hätte dies kaum die Äufmerksamkeit auf sich gezogen, da im Union Depot fast täglich Leute aus aller Herren Länder verkehren. Was bei dieser Familie, die aus den Eltern und fünf Kindern besteht, auffiel, war, daß die ganze Familie fast beständig rauchte. Der Vater und die Mutter hatten ihre eignen Pfeifen, die kleinen Mädcben hatten eine Pfeife gemeinsam und wechselten im Rauchen ab und das jüngste Kind, ein vierjähriger Junge, sog m't großem Vergnügen an einer dicken Cigarre, die er kaum zwischen den Zähnen halten konnte. 8000 Bcschäftigungslose. In einer Versammlung der
Wiener Metallarbeiter wurde festgestellt, daß in der Wiener Maschinenindustrie, die sonst 20,000 Arbeiter beschäftigt. 8000 heute beschäftigungslos sind, daß aber auch in den anderen Provinzen die Arbeiterentlassungen bis zu 50 Prozent gestiegen sind. S ch u deutscher E i nWanderer. Auch seit dem am 1. Dezember des alten Jahres so unerwartet erfolgten Tode des Missionärs Pastor H. I. Berkemeier fetzt die jetzt beinahe dreißig Jahre bestehende drut sche lutherischeEinwanderungs-M ;ion in New Aork nebst ihrem (5migrci::en hauö", No. 12 State Str. in der iato New York, ihr Wirken fort. Ihre Hauptzwecke sind folgende: D'e im Hafen von New Fork landenden EinWanderer (namentlich deutsche und skandinavische) im Namen der Lutyeri schen Kirche zu begrüßen und für unen oder ein paar Tage in einem dazu eingerichteten Hause zu beherbergen, ihn in geistiger und leiblicher Hinsicht Beistand. Schutz und Auskunft zn ertheilen, ihnen förderlich zu sein, daß sie am passenden Platze Arbeit und Fortkammen erlangen, und überhaupt ihnen rathend und helfend zur Seite zu stehen. Von solcher Liebesbeweisung soll Niemand wegen seiner besonderen Konfession ausgeschlossen sein, sondern in allen Fällen soll das Beispiel des barmherzigen Samariters zur Richtschnur dienen." Missionär Berkemeier hat in seinem Berufsgenossen Maas einen Nachfolger erhalten.
Der großen Ersticlungsge fahr in Brooklyn entgingen an einem der letzten Morgen mit knapper Noth Tausende von Menschen. Durch ein mysteriöses Vorkommniß. das aufznklären die Gasgesellschaft sich weigert, drang in den ersten Morgenstunden Wasser in die Hauptleitungsröhre, welche ftnen Stadttheil versorgt. Das Wasser schnitt die Gaszufuhr ab und alle Lichter, welche um die Zeit brannten, erloschen. Gleich darauf stellte sich aber die Gaszufuhr wieder ein und das todbringende Gas erfüllte nun alle Räume, in denen vorher Lichter gcbrannt hatten. W. Schneider, der Besitzer eines Logirhauses in der Bedford Avenue. war der Erste, der die Gefahr bemerkte, da plötzlich alle Lichter im Haus erloschen. Er telephonirte sofort an die Gasgesellschaft, warum ihm in der Nacht das Gas abgedreht worden sei. Der Nachtsuperintendent konnte keine Erklärung geben. Fast unmitte! bar darauf wurde Schneider gewahr, daß das Gas wieder zuströmte. Er erkannte sofort die große Gefahr für seine zahlreichen Gäste und ließ sie sämmtlich wecken. Einige derselben litten bereits an der Wirkung des Gases, das mehreren Gasarmen in den Gängen des Hauses entströmte. Im Bureau der Gesellschaft waren inzwischen viele Beschwerden eingelaufen und der Superintendent telephonirte an die Polizeistation der Bedford Avenue. Der dienstthuende Sergeant Black sandte sofort die ganze Reservemannschaft aus, um die Leute im Distrikt zu wecken. In kurzer Zeit hämmerten die Polizisten an die Thüren von Hotels, Logirhäufern und Privathäusern, und Alles gerieth in Aufregung. Es stellte sich heraus, daß in vielen Häusern die Bcwohner bereits theilweise betäubt waren, und in einem Hause gelang es nur mit qroßer Mühe, die Bewohner zu wecken. Tas schnelle Einschreiten der Polizei l',at ein großes Unglück verhindert. Auch drei Läden, in denen Nachts Lichter brannten, waren am Morgen beim Oeffnen mit Gas gefüllt. Der Blitzrechner. Das groe Einmaleins kann man gut in drei Miuten bis 20 mal 20 lernen. Man merke sich nur folgende Regel, die nicht halb so schwer ist, als sie aussieht, und ik für alle Multiplikationen zw?i:r Zahlen zwischen 10 und 20 gilt: M;n llddi zu der einen Zahl die Einer der anderen, hänge eine Null an und addirc dazu dasProdukt der beiden Einer. Wenn man das zwei Minuten übt. ist es svielend leicht. Probire man einmal 16x14. Wir sagen 164 20. Null angehängt 200, dazu 6x4 24, also 224. Oder versuche 19x16. Zuerfi 196 25, Null anhängm . 5, . dazu 9x6 54. also 304. Nc .ins, um sicher zu gehen: 13x18. M sag sich nur blitzschnell im Kopf 21; 21024 234. Na also! Man JtM es geht und man ist schnell zum . rechnn geworden. 6 i n e Pfändung bei Riga x d Wagner. Der Theater Plauderer des Wiener Fremdend! .t. t: ' erzählt von Felix Schweighser der gegenwärtig wieder einmal i : Wien gastirt, daß dieser vor einige; Zeit in Prag an einem Künstlerb.-.n theilgenommen habe, auf welche, ein Tischredner von Richard Wcigner u. A. bemerkte: von ihm berührt ,.: sein, bedeute Weihe für's Lelen. Taraufhin ergriff Schweighofer in mitten einer Versammlung von aller lei Musikgrößen unter kthafteftcr Spannung der Hörerschaft das W::t ad vocem Wagner. Er begann: ,.Voi Wagner berührt worden zu sein, k'deutet Weihe für's ganze Leben!" ha! soeben ein geehrter Vorredner gesagt. Und ich stimme ihm vollkommen lei Ich thue dies um so freudiger, vei ich dann für mich diesen hohen Vrr zug in Anspruch nehmen darf. Ja wohl" fuhr Schweighofer fort ich, der ich ein Schauspieler und G ' sangkomiker und nicht einmal ein Opernsänger bin! Ich bin durch di. Berührung mit Richard Wagner n..' weiht, denn ich habe ihn im Jahre 1863 in Venzinq bei Wien a e p f ä n -
7d e t !" Und der Künstler begann nun die Allen unbekannte Episode vo-!om-men wahrheitsgetreu zu erähle.i. Schweighofer war damals ein handelsbeflissencr Wiener Jüngling und stand in den Diensten der Stecknadel fabrik Kramer und Schöller. Einer der Chefs erhielt nun an Zahlunasstatt einen Wechsel mit der Unterichrii! Richard Wagner's. Dem Meister rzing es damals, wie man weiß, sehr schlech . Selbstverständlich konnte er den W.'chsel, der auf tausend Gulden Konventionsmünze lautete, nicht honoriren. Und so schritt man zur Pfändung. Te ' Wechsel in der Hand und den Sollizitator zur Seite, trat der junge Schweighofer die Reise nach dem H'.;se Wietzing, Wienerstraße No. 221, an (Gegenwärtig No. 72 und seit einigen Monaten mit einer Gedenktafel av schmückt.) Wie heißen Sie?" fragte der Meister den hochaufgeschossenen jungen Venschen. Ich bin von der Firma " Doch weiter brauchte der junge Kommis nicht mehr zu sprechen. Der Meister war gar nicht ncngieriq, den Namen der Firma zu wisse:i, die ihm durch den Sollizitator so sanft zuredete. Schweigend nahm er Hut und Stockund ging. Schweighofer aber und sein Rcchtsbeistand begannen alsbald ihr Werk; ein langes, prachtollcs Sopba, das einen Theil des Zimmers im Halbkreis umschloß, konnte üre Forderung vollauf befriedigen, den es war mit echten theuren Spitzen -e eM Die Stecknadelfirma brachte also ihr
Geld herein. Wer weiß, wohin das berühmte Sopha gerathen ist? Auf ihm ruhend, dachte Wagner über feine Meistersinger" nach, an denen er während seines Penzinger Aufenthaltes gearbeitet hat. Schweighofer hat in späteren Jahren in pietätvoller Erinncrung an den pietätlosen Wechsel oft das kostbare Sopha ausfindig zu mar& V rt r t 4 rC 2 Wv v - X w - . . f
utii uciuui. ivui uuci vtiyiulich. Der todte Spieler. In einem Restaurant in Salzwedel saßen dieser Tage zehn Personen um den Tisch beim Lottospiel. Es war schon spät und fiel es darum an der lustige Tafelnm nicht auf, daß ein Mitspiele?, Töpfer Kern, zusammengesunk?n dasaß. Er wurde gelegentlich gerii.::lt, damit er erwachen solle, dann spielte man weiter. Schließlich hob ein Mitspieler den Schläfer vom Stuhl? auf. um ihn an die frische Nachtluft zu bringen, er erschrak aber nicht wenb, denn er hatte eine Leiche in d?n Armen. Der todte Spieler hatte schon ein? ganze Weile unter den lustigen C ästen gesessen. Preis-Billard-Match um di..- Meisterschaft der Welt. In Paris trifft ein soeben von einer bedeutenden Lillardfabrik gebildetes Kommittee Arrangements zu einem internationalen Grand-Cadre-Turnier, durch das die bisher sensationellsten Spiele auf dem grünen Tuch, wie die Matches Schäfer-Vignaux-Slosson zu Paris, New Jork und Chicago in den 80er Jahren und die Balkline-Turniere Jves-Schäfer-Slosson zu New Dork und Chicago in den 90er Jahren des vorigen Jahrhundert, an Bedeutung noch übertrafen werden sollen. Es werden verschiedene namhafte Preise vertheilt werden; dem Hauptsieger wird ein Baarpreis von 3000 Francs, und im Speziellen, bei Betheiligung von mindestens sechs Spielern, eine Gesammtsumme von 4500 Francs zugesichert, außerdem erhält er das sogenannte MeisterschaftsEmblem, ein kleines goldenes Billard. Letzteres befindet sich zur Zeit im Besitz des amerikanischen Wunderipielers Schäfer, der es bereits wiederholt mit Erfolg vertheidigt hat. zuletzt in dem im Dezember 1901 zu New York stattgefundenen .000 Dollar-Preis-Tur-nier. Diesed werthvolle Emblem war seiner Zeit auch in Berlin bei denr B'suche Schäfer's (April 1901) in der Philharmonie zur Schau gestellt worden. Der zweite Preis beläuft nck auf 1000 Francs und 25 pCt. der Sinsätzk von je 500 Francs pro Theilnehmer. Der dritte und vierte Preisträger erhalten je eine Medaille und 15 b.'iw. 10 pCt. der Einsätze. Das Turnier soll nach den Regeln der eingerahmten Partie (Cadre, Balkline) auf 510'Tisch (315 Cm. äußere Länqe) b.r 45 Zoll Abgrenzung mit 2 Ballen im Cadre" gefpielt werden; als Termin ist die Zeit vom 1531. Januar 1903 in Aussicht genommen. Bei besonders starker Betheiligung werden vorher noch Vorspiele stattfinden. Turniersaal ist die große Festhalle des Vranv-Hotel, welche gegen 1000 Personen faßt, und in welcher schon alle früheren klassischen Pariser Billardmatches stattgefunden haben. DieDelogirung eines Botschafters. Aus .Rom wird berichtet: Die Gräfin Ludmilla Bobrinsky Busurlin, welche im August 1899 ibr Petersburger Palais sammt der voliständigen Einrichtung an den italienischen Botschafter Grafen Morra di Lavriano für die Dauer von drei Jahren vermiethete, forderte nun nach Ablauf dieses Termines die Räumung ihrer Realität, was jedoch der Miether kategorisch verweigerte. Die Petersburger Gerichte lehnten das Gesuch der Gräfin um Delogirung des italienischen Botsclfters unter dem Hinweis auf die Erterritorialität des Miethers wie jede Jntervention in dieser Sache ab. Die Gräsin hat nunmehr bei dem Zivilgericht in Rom sowohl gegen den Botschafter als auch gegen den Minister des Aeußern den Delogirungsprozeß angestrengt. Eine niedliche Geschichte aus dem Thierleben wird von einem Gute bei Sorau mitgetheilt. Im Frühjähr ist dort ein im Walde aufgefundenes junges Reh mit der Milchflasche aufgezogen worden. Es war hübsch mit anzusehen, wie das auf den Namen Grete hörende Thierchen aus dem Garten fröhlich herbeigesprungen kam, um von der Wirthschaften die mit frischer Kuhmilch gefüllte Saugflasche im Beisein eines großen Jagdhundes, seines Schutzpatrons, dargereicht zu erhalten. Nachdem das Reh größer geworden war und seine Nahrung sich selber suchen konnte, wurde es der Waldesfreiheit zurückgegeben. Jetzt nach Eintritt eines größeren Schneefalles findet es sich alltäglich wieder auf dem Gutshfe ein und verzehrt ohne Scheu die ihm gereichte Nahrung. Auch der Jagdhund hat ihm seine alte Freundschaft bewahrt. Folgende niedliche Geschichte von einem übereifrigen Lehrling wird dem Niederschles. Anz." aus Liegnitz berichtet : Der kleinste Stift einer Fabrik wurde vom Buchhalter beauftragt. Prospekte auf die Post zu tragen. Es waren etwa 500 Stück in Umschlägen, die vorschriftsmäßig mit dem Vermerk Drucks ache" versehen und mit Dreipfennigmarken freigemacht waren. Der Lehrling, der Vormittags gegen 10 Uhr zur Post gegangen war, blieb unverhältnißmäßig lange aus. Nach halb 12 Uhr kam er endlich wieder
im Kontor an und wurde hier vom Buchhalter G. ob seines langen Ausbleibens angefahren. Seien Sie nur stille, Herr G.," sagte der Lehrling zu seinem Vorgesetzten, wenn ich nicht aufgepaßt hätte, wär's Ihnen vielleicht schlecht gegangen. Der Karle hatte vergessen, die Briefe alle zuzukleben; das habe ich nun am Schalter besorgt! Mir thut jetzt noch die Zunge weh von dem vielen Lecken. Die verschiedenen Relig i o n e n. Die Gcsammtzahl der Menschen auf Erden wird auf 1534 Millionen geschätzt. Theilt man sie in Christen und Nicht-Christcn. so cntfallen auf die ersteren ca. 500 Millionen, auf die letzteren ca. 1000 Millionen. Zu den Nicht-Christen gehören 7 bis 8 Millionen Jsraclitcn, 178 'Millionen Mohammedaner und gegen 85 Millionen Andersgläubige. Die Zahl der Christen beträgt 490 Millionen, die wieder in verschiedene Konfessionen und Bekenntnisse zerfallen. Der kleinere Theil der Christenheit, nämlich 221 Millionen, gehört der römischen Kirche an. Die Zahl derjenigen Christen, die dem römischen Papste nicht unterstehen, beträgt 269 Millionen, also fast 70 Millionen mehr. Von den nichtrömischen Christen kommen 94 Millionen auf die griechisch-katho-lische (oder orthodoxe oder orientalische) Kirche, 165 Millionen auf di anglikanische und evangelische Kirche, und 10 Millionen auf andere kleinere Gemeinschaften. DasMesdag-Museum im Haag. Aus Amsterdam wird geschrieben: Eine großartige Schenkung wird in allernächster Zeit vollzogen werden, da der treffliche Marinemaler Henrik Willcm Mesdag im Haag sein Museum mit den kostbaren Gemälden, Gobelins, Bronzen u. s. w., das jedem Fremden, der die Residenz besucht, bekannt ist, dem Staate schenken wird. Mesdag selbst, der im 73. Jahre steht und der seine Sammlung auch nach seinem Tode als Ganzes erhalten wissen will, hat sich zunächst die Leitung und Verwaltung des Museums vorbehalten, und dieses soll nach seinem ausdrücklichen Wunsche dem Publikum unter gewissen, näher festzusetzenden Bedinaunaen zugänglich fein.
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