Indiana Tribüne, Volume 26, Number 143, Indianapolis, Marion County, 7 February 1903 — Page 5

Indiana Tridnne 7. Februar löo.

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fittflsichcr 3un(lmaccn.

Tic Licblzabcrkirn des türkischen Sultai'.s im Reiche der Kunst. Knisom uns tnilitärifdie Titel ver ün stier gar)e Mtori Hamido Merkwüröige Laucn ?cr Sultan als Philanthrop uns Uebertretet dcs KoranS. Von den zahlreichen Liebhabereien des Sultans Abdul Hamid im Reiche der Künste, besonders des Theaters, entwirft ein Konstantinopeler Korrespondent eine äußerst anziehende Schilderung. Der Sultan hat eine große jahl von Malern, Graveuren, Architetten, Musikern, Schauspielern, Komikern und Sängern an seinem Hof, und diese Künstler müssen, wie alle die vom Sultan bezahlten Beamten, sein? Uniform tragen und die ihnen zuertheilten milnärischen Titel führen. So ist z. B. der Trompetenbläser des Orchesters Oberleutnant, der eine Geiaer ist Kapitän, der eine Bariton ist Major, ein Tenor General oder Admiral. Der Kunst gegenüber schwindet jeder Unterschied der Rasse, der Religion und der Nationalität. Alle irgendwie Befähigten können, ohne KommissionsBeschlüsse und Preisbewerbungen, das Glück haben, in die Künstlergarde des Sultans aufgenommen zu werden. Der Sultan hat mehrere Theater, einen Cirkus und alles Erforderliche, um sich auch einmal zum Zeitvertreib der ganz modernen Belustigung in der Art des ..Ueberbrettls" hinzugeben. Er verfügt über eine stehende Gesellschaft für ernste Opern, über eine für Operetten, über eine für Variete und natürlich auch über ein Orchester. Die Vorftellungen finden nicht an bestimmten Abenden statt, sondern wenn es Seiner Majestät beliebt. Die Künstler müssen daher ständig eines solchen Befehls gewärtig sein. Der Sultan wünscht z. B. plötzlich Un Ballo in Maschera" zu hört, und da seine Wünsche Befehl sind, so geht die Oper in einer halben Stunde voreinem lccrenSaal in Szene. Der einzige Zuschauer, der Sultan, ist eine Zeit lang mit großem Interesse dabei und für das, das ihm entgeht, verlangt er von seinem Kammerherrn neben ihm eine Erklärung. Aber plötzlich ergreift ihn eine unvorhergesehene Melancholie, lästige Gedanken verdüstern sein Gemüth und die tragischen .sionflikte der Oper erregen seinen Widerwillen. Mit einer einzigen Handbewegung unterbricht er die Ausführung. und der Tenor Huarte. der gerade in eine Lieocsarie all seine Seele legte, muß mitten darin stecken bleiben und Arturo Stravolo den Platz einräumen. Arturo, der immer bereit steht, ist im Handumdrehen auf der Bühne und erheitert das verdüsterte Gemüth des Herrschers mit Verwandhingen a la Fregoli und neapolitanischen Farcen. Seine Majestät lacht und sendet seinem Liebling eine gute Handvoll goldener Münzen. Der Neapoliianer Stravolo hat das Glück. schon seit Jahren der erklärte Gunstling des Sultans zu sein. Auf Rechnung seines Mäcens unternimmt er große Reisen in alle europäischen Hauptstädte, um sein Repertoire durch die letzten Novitäten auf seinem Gebiet wieder aufzufrischen. Der Sultan ist ein Kmderfreund, aber nur zu Hause, und auf der Bühne kann er nicht einmal gemalte Kinder vertragen,- er ist eben der Ansicht, daß Kinder in der Nacht schlafen müssen und sich nicht mit diesen frühzeitigen Scherzen abgeben dürfen. Seine Kinderfeindschaft in diesem Punkt geht so weit, dah et die Kinder nicht einmal in der Norma" sehen mag. Da er aber für die melodiöse Oper eine Vorliebe hat und die Norm doch nothgedrungen etwas zu ihren Knieen betrachten muß, ließ man eines Tages in Ermangelung von Besserem zwei wackere Soldaten in Fleisch und Blut mit dem Fez" auf dem Kopf und den Sporen an den Füßen aus die Bühne steigen und anstatt der Kinder vor Norma auf die Kniee fallen. Im Sommer, wenn dem Sultan die Temperatur im Theatersaal zu drückend ist, läßt er auf den grünen Wiesen seines herrlichen Parks im Schatten der großen Bäume vor den Fenstern seines Palastes einen Teppich ausspannen. Koulissen improvistren und im Freien spielen. Der Sultan ist Philanthrop und will seinen Künstlern jede Unbequemlichkeit um seinetwillen sparen. Als er einmal bemerkte, daß, währeno alle anderen Orchesterspieler bequem saßen, der arme Spieler des Kontrabaß sein mächtiges Instrument immer stehend regierte, ließ er in fragen, ob er dies aus Ehrfurcht vor seiner Person thäte, und wenn dem so wäre, bäte er ihn, sich hinzusetzen. Man sagte ihm den Grund, und den Tag darauf fand der Kontrabassist an seinem Platz einen prächtigen monumentalen Sessel, der die Anforderungen seiner Kunst mit denen der Bequemlichkeit versöhnte. Aber auch die anderen Künste werden vom Sultan gleichmäßig protegirt, und trotz des Verbots des Korans besitzt er Bilder in Menge. Das Interesse am Ackerb a u st u d i u m ist in den Ver. Staaten wesentlich in Zunahme begriffen. Die Ackerbau-Colleges des Landes waren im letzten Fiskaljahre von 42,000 Studenten besucht, eine Zunahme gegen das Vorjahr von 26 Prozent. Besonders erfreuliche Resultäte wurden auf den Ackerbau-Hoch-schulen in. Minnesota und Nebraska erzielt.

(yiir Den PrÄsiocukn ; tt Tcuts,land ; gcgcn Noger A. P r y o ?, anst einer der wüthigsten Sczcssi07.istcn und Rebellen Virginien's. bekleidet sl.it Jahren in New Aork eine KtZchinPeSe. Das Blut des jetzt Fünfundsicbzigiährigen ist noch immer hciß. In einer schriftlichen Kundgebung greift er den Präsidenten Rcoscvelt heftig an, weil dieser sich von Deutschland und England Wes gefallen lasse und ihnen die Mon-roe-Dck:cin preisgegeben habe. Eine enalisch-amerikanifche Zeitung,

von der man es am wenigsten crwartet hätte, die aber in der vorliegenden Frage eine höchst anftäiicigc Haltung einnimmt, nämlich die New Bork S u n", deren Leiter Paul Dana jetzt von den besseren Charaktcrzügen seines Vaters, des verstorbenen großen Jcurnalisten Charles A. Dana, geleitet wird, t itt dem alten Krakehler Pryor kräftig entgegen. Jbr Gedankengang ift im Wesentlichen der folgende: Die Vereinigten Staaten ;varen unserer ehrlichen Ueberzeugung nach nie weiter oavon entfernt, die MonroeDoltrin zu widerrufen, auszugeben oder ibre Geltendmachung zu vernarblässigen, als gerade jetzt. Sie ist mit ungewöhnlichem Nachdruck vom Präsidcnien vor 13 Monaten betont worden, zu der Zeit, in welcher England und Deutso land die Pläne für eine Flottendcmonstration gegen Venezuela und die zwangsweise Eintreibung ihrcr Forderungen für den Fall, daß sie in anderer Weise keine Genugthuung erlangen könnten, beriethen. Hier folgen Citate aus der vorlebten Botschaft des Präsidenten, in welch?? er darlegte, daß die Monroe Doktrin bedeute, eine territoriale Gebietserweiterung europäischer Mächte auf dem amerikanischen Kontinent werde als Verletzung der Monroe - Doktrin betrachtet und nicht geduldet werden, aber sie dürfe auch nicht dazu dienen, amerikanische Mächte vor den Folgen eigenen Verschuldens zu schützen, solange sie uicbt in ihrem Besitzstand bedroht seien.' Dann fährt der Artikel so fort: Die Monroe-Toktrin wurde vor einem Jahr von England und Deutschland anerkannt, als dieseMachte die Ber. Staaten von ihren Abjichten als einleitenden Schritt in &ennt nift setzten. Teutschland und Großbritannisn warteten ein Ttohr, und Venezuela bcharrte auf seiner Weigerung, zu b'ablen oder ein zufriedenstellendes Arrangement für die Befriedigung der Forderungc'n europäischer Mächte zu treffen. Daraufhin erneuerte der Präsident in seiner letzten Jahresbotschaft die Betonung und Definition dt'r Monroe-Doktrin und. knüpfte daran abermals die Warnung an Venczuela. nicht zu erwarten, daß es sich unter dem Schutz der Monroe-Doktrin von der Erfüllung internationalerVerpflichtungen drücken könne. Deutschland und Großbritannien griffen zu dem letzten Mittel für die Einziehung internationaler Schulden, nachdem sie zunächst der Regicrung der Ver. Staaten ausdrückliche Versicherungen gegeben hatten, daß leine Gebietserwerbungen irgend welcher Art als Zweck oder Resultat ihres Vorgehens beabs-chtigt seien. Englands Wersicherung in diesem Sinn scheint allgemeinen Glauben zu finden. 'Wenn irgend einAin-rikaner von gesundem Urtheilvermögen die Aufrichtigkeit Deutschlands bnwrifdt, so ist dieser Zweifler noch nicbi im Stande oder willens aew sen, einen triftigen Grund für seinen Argwohn anzugeben. SiaVdich ist. an der venezolanischen Küste nichts geschehen nicht einmal bet unerfreulich Zwischenfall der Besckietz. ung des ycrtS bei Maracaibo durch deutsche Sc. iffc, die an der Blockade betheiligt sind was die ursprüng liche Erklärung 'der kaiserlich deutschen Regierung übe? ihre Absichten Lügen strafen kön. te. Es mocnt gar keinen Unterschied, soweit die Monroc-Dok-trin in Betracht kommt, ob das Fort zuerst auf neu Panther' oder der ..Panther" zuerst auf das Fort gefeuert hat. Es m cht $az keinen Unterschied, oweit unse:.' Verantwortung für die Durchfuhr g der Monrce-Doktrin in Betracht kommt, ob diese kriegerische Handlung im militärischenSinne nothwendig oder überflüssig, ob sie iHinblick auf d. Aussicht einer friedlichen Beilegung der Schwierigkeiten durch die Wiederaufnahme bet Verhandlungen politisch taktvoll oder taktlos war. Diese Fraa'-n gehen Deut'land allein an nicht uns und die Monroe-Dok-trin. Dieser Kardinalpunkt der amerikanischen Politik, wie er unter direkter Be,?ugnarime auf das jetzige Borgel"n der cu?opäischi.'n Mächte erklär! und wiederholt worden ist, verbietet nicht, beft gegen eine amerikanische Republik Krieg geführt wird. Die Monroe - Doktrin verschließt keiner curopäischcn Kanone den Mund und schuht kein amerikanisches Fort vor einem Angriff. Sie kümmert sich nicht einmal darum, ob bestimmte kriegerische Maßregeln, welche von einer kriegführenden Var ci ergriffen werden, die eine ameriküaische Republik, aber nicht die Monroe-Doktrin angreift, zweckmäßig oder nicht, gerecht, oder ungorecht, mahr ll ode? hart find. Das Stadium. ' welchem sie in Wirksamkeit tritt, ist vohl definirt. Dieses Stadium ist rv. )t erreicht, bis die unabhängiae Ex. nz der angegriffenen R? vublik bcdrobt oder der Beweis von der Absicht der wen oder andern europäischen Macht auf dieser Halbkugel Gebiet zu erw beu, vochanden ist. Es ist wer patriotisch, noch voli-

aus oie A.ommlitrat:on toszu ! hauen, weil sie davon Abstand genom-1 rnen hat, ein ..Halt" zu rufen unter j

Umständen, welche eine Einmischung unsererseii? nicht klar gerechtfertigt erscheinen lassen. Unsere Haltung nach Matzgabe der Monroe-Doktrin ist, wie sie vom Präsidentc'n in zwei Rctifsir reu dargelegt worden, würdig, verstaudig und haltbar. Eine vorzeitige Ein Mischung zum Schutz Venezuelas in einer unwesentlichen Angelegenheit würde der deutbar schwerste Schlag gegen die Lebcnökrast der Monroe-Do trin selbst sein. LNnä, uud Paine. Wegen der Verurtheilung des ixv schen Burenoberst Arthur ynch zum Tode regen sich jetzt irijche Vereine in den Ver. Staaten und jolche amerikanische Arbeitervereine, in welchen Jrländer das große Wort führen. Höchst unpraktisch sind dabei Worte der Wuth gegen die englische Regierung; denn vor dem über ihn vom Gerichte in London verhängten Tode ist Lynch jetzt durch die Gnade des Königs bewahrt; und von der langen und harten Strafgefangenschaft, zu welcher er soeben begnadigt wurde, kann er ja nur befreit werden durch die Gnade des Königs. Merkwürdig i es, daß noch Niemand an einen Präzedenzfall aus der englischen Geschichte gedacht hat, der ganze Bände gegen die Verurtheilung Lynch's spricht und den wir hier mögliehst kurz erörtern wollen. Das Londoner Gericht rühmte bei dieser Gelegenheit die Consequenz englischen Gerichtsverfahrens in Sachendes Hoch- und Landesverraths. Wie steht es aber in Wirklichkeit mit dieser Consequenz ? Weil der irische Muß-Engländer Lynch als naturalistrtr Bürger Transvaals für sein Adoptivvaterland gegen englische Truppen in Südafrika gekämpft hat. ist er jetzt m London zum Tod verurtheilt unter feierlicher Berufung auf die Präeedenzfälle. Da war aber ein englischer Hochund Lcmdesverräther," der England tausendmal mehr geschadet hat als Lynch, später wie Lynch freiwillig nach England zurückkehrte, aber in keiner Weise wegen seines Kampfes gegen England prozesstrt wurde. Wir meinen Thomas Paine, der beim Beginn der Losreißungsbewegung der amerikanischen Kolonien herüberkam, um ihnen gegen England zu helfen. Daß jene Losreißungsbewcgung sich bis zur wirklichen Losreißung und Unabhängigkeit der Kolonien steigerte, dazu hat Niemand gewaltiger beigetragen als Thomas Paine durch seine meisterhaste Flugschrift Common Sense" oder ..Der Gesunde Menscherkverstand," welche den Amerikanern die Vortheile völliger Unabhängigkeit der Kolonien so höchst eindringlich, einleuchtend und volksthümlich auseinanversetzte, in Stadt und Land schnell eine so große Verbreitung fand und eine so packende Wirkung ausübte. Während des ganzcn Unabhängigkcitskrieges blieb Paine eine treibende Kraft desselben durch seine. Zeitschrist Crisis," welche in den Ansiedlungen und in den Feldlagern, in welch letzteren General Washington selbst sie verbreitete. gleich sehr zu Haus? war und den amerikanische Widerstands- und Kampfgeist so mächtig anspornte. Als aber Paine später nach England zurückkehrte, blieb er von den Gerichten und den anderen Behörden, obgleich er auch persönlich als Adjutant des amerikanischen Generals Greene die Wasfen gegen England getragen hatte, gänzlich unangefochten, geschweige dafe ihm ein hochnotpeinlicher Prozeß gemacht worden wäre. Lynch mag dem consequenten" England gegenüber eine Inkonsequenz dadurch begangen haben, daft er, trotz seiner Naturalisation in Transvaal, einen Sitz als Vertreter des irischen Wahlbezirks Galway im britischen Parlament beanspruchte. Aber dadurch wird wahrlich das gerichtliche Urtheil gegen ihn nicht gerechtfertigt. Nicht so ziipferlich war England betreffs der parlamentarischen Thätiakeit Thomas Paine's. der als Mitglied des französischen Nationalconvenls auch an den geharnischten Matznahincn desselben gegen England tbeilnahm. Als er später nach England zurückkehrte, blieb er daselbst auch wegen seiner parlamentarischen Thätigkeit unangefochten, obgleich vor seiner Ueberstcdelung nach Frankreich ein englisches Gerichtsurtheil gegen ihn wegen seines die französische Revolution vertheilgenden Buches über Mcnschenrechte (Rights of Man) gegen ihn ergangen war. Nicht weaen irgend einer gerichtlichen Verfolgung, sondern wegen des Widerwillens, der sich wegen seines theilwoise in dem Pariser Gefängniß.' in welches er wegen seiner Anhänglichkeit an die Girondisten durch Robcsvterr: geworfen worden war. von ihm verfaßten Werkes Age of Reason iZeitalter der Vernunft) im strenggläubigen England gegen ihn kundgab, wanderte er schließe lich nochmals von dort aus und verbrachte seinen Lebensabend in Amerika. Wegen seiner gewaltigen gegen Enaltnd vollbrachten Thaten, gegen welche die eines .ynch verschwinden, wurde von England niemals auch nur ein Haar Paine's gekrümmt. Galgenhumor. Eingesperrter (bei Wasser und Brot): Auch hier diese lttschnotb!"

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t Haus, Hof und Pnld l ' .'. -r ,. .t, . TT . Schlechte Pinsel brauchbar zjU machen. Um schlecht gewordene Pinsel wieder brauchbar zu machen, steckt man den Pinsel in Oel. streicht denselben dann einigemal über ein heißes Eisen, daß die Haare von jeder Seite das Eisen berühren, und taucht ihn dann schnellstens in bereitstehendes kaltes Wasser. Der Pinsel ist dann oft besser als früher. Ohrenschmerzen können häufig gelindert werden, wenn man den Dunst von heißem Wasser in die Ohren ziehen läßt. Statt Wasser kann man auch Hollunder- oder Kamillenthee anwenden. Man bedient sich dazu eines gewöhnlichen Trichters, den man mit der Eingußöffnung auf das Gefäß setzt, das die heiße Flüssigkeit enthält. Es versieht sich von selbst, daß man sich vor Verbrennung hüten muß. Feiner R o t h k o h l. Der gutgewaschene, fadenfein geschnittene Rothtohl wird mit gutem Essig, Salz, etwas gestoßenem Zucker, fein geschnittenen Acpfeln, etwas Pfeffer und einer kleinen Prise Nelkenpulver gut dermischt und am besten in einem Emailgeschirr in genügend heißes Fett gegeben, gut zugedeckt und darin auf schwachem Feuer weich geschmort. Mit geschmorten Maronen oder kleinen Bratkartoffeln umlegt, ist das Gericht im Winter sehr beliebt. Einfaches Mittel gegen Fro st beulen. Ein Stückchen Chlorialk von der Größe einer Wallnuß löse man in einem Pint warmen Wassers auf. Dann gieße man dasselbe durch ein dichtes Mulltuch (daß kein Körnchen mit hindurchkommt) und in diesem Wasser, das man warm im Ofen stehen hat, bade man die Froststellen recht häufig am Tage. In kurzer Zeit wird jede Spur Frost verschwunden sein, und sogar die aufgebrochenen Stellen heilen in Kürze zu. Wiener Braten. Mürben, geklopften Lungenbraten salzt man und durchzieht ihn schief hinein mit federkieldick geschnittenem Speck. Man dünstet ihn mit Zwiebeln, gelben Rüben und etwas Sellerie recht mürbe, passtrt die Wurzeln dann, gibt sie wieder zum Fleische und mischt etwas saueren Nahm, den man damit noch gut verkochen läßt, und zwei Messerspitzen voll von Liebigs Fleisch-Ex-trakt dazu. Der. Braten muß eine kurze, gelbliche, doch nicht zu dicke Sauce haben. Wie konservirt man blondes Haar? Es ist zweckmäßig, das hellblonde Haar in Zeitabschnitten von je d?ei Monaten mit einer Abkochung von Lindenblüthe lauwarm des Abends zu waschen, gehörig abzutrocknen und die Haarwurzeln am anderen Morgen mit fließendem Rindsmar! einzuölen. Dadurch erhält man dem Haar das schöne Blond. Man nimmt auf ein Quart Wasser ztM. Eßlöffel Lindenblüthe, kocht diese au' gieizt die Abkochung durch und läßt sie mätzig erkalten. Entfernung fremder Körper aus dem Auge. Ein einfaches Verfahren zur Erreichung dieses Zweckes besteht darin, daß man ohne erst zu reiben oder zu drücken, das obere Augenlid an den Wimpern saht und möglichst vom Auge abzieht, hierauf da untere Augenlid mit der anderen Hand so hoch als möglich in die Höhe schiebt und nun das obere Augenlid über das untere herunterzieht. In den meisten Fällen ist durch dieses viel schneller ausgeführte, als beschriebene Versahren der schmerzerzeugende Gegenstand verschwunden. Festhaftende Drehspäne, Glasfplirter und dergleichen erfordern eine Behandlung von fremder Hand. Das Strumpfband ist gesundheitsschädlich, denn der dauernde Druck desselben stört die Gewebe, auf die er stch erstreckt, in ihrer Ernährung, so daß in denselben die Stofferneuerung langsamer und undollständiger von Statten geht. Nicht nur die weichen Gewebe, auch die Knochen werden auf diese Weift angegriffen. Schlimmer noch ist der Umstand, daß der Druck des Strumpfbandes nur eine verhältnißmäßiz schmale Zone trifft, stch also nicht gehörig vertheilt und deshalb SchnürWirkung zeigt. Dabei ist es gleichgiltig, ob das Band von Gummi, also elastisch ist. oder nicht, die Wirkung ist immer dieselbe: Störung der Ernährung in der abgeschnürten Strecke, besonders aber in den Muskeln! Am schädlichsten ist dieser Einfluß bei Personen, die sich in der WachsthumsPeriode befinden; hier kann er recht bedenkliche Entwickelungshemmungen zur Folge haben. Die bis jetzt angeführten Nachtheile sind aber die weniger wichtigen.. Bon größerer Bedeutung sind die dadurch erzeugten Kreislaufstörungen.' Durch die Abschnürung des Unterschenkels wird der Zufluß von frischem, arteriellem Blute erschwert, der Theil bekommt zu wenig Nährmittel und kann sich nicht gehörig entwickeln. Er bleibt in Folge dessen schwach und wenig leistungsfähig. In noch höherem Grade ist der Abfluß des verbrauchten, venösen Blutes gehindert. woraus gar leicht die überaus lästigcn Krampfadern und Fußgeschwüre, die offenen Füße," entstehen lönnen.

Mstnvkn - Rnhrplun. üleveland, incinnati, Chicago Sc St tonxs Railway.

Cleveland DiifU! t bedeutet töglich. ausgenommen Sonntag. Abgang Ankunft New Jork Expreß tägl 4 40Bm Union Eity Accom tag! 9 25Bm Andersonck BH'b'r Exp 45Bm Elkhart Accom, nur Sonntgs 9 25Vm Muncic & FtWayne Exp p. 7 20Vm Fort Wayne & Elk Expreß p 10 30Bm N s k Lim täglich 8.... 8 00Nm Southwestern Ltd tgl ä s. . . . 11 30Vm Clev & Bcnton Harbor Exp. 11 10Bm St Louis Ltd tgl ä g 3 109cm N S k V Lim, tägl 6 3.... 2 öoVm B H'o'r Expreß p 8 3 10Nm Union City Acc tägl 4 45Nrn Union Eity & 6lcö Acc 6 30Nrn Knickerbocker Sp täglich d&s 6 25Nm B H'b'r Sc Andcrson Expreß. 8 15m New Aork Espreh caglicy 10 10Nm New Jork Ltd tägl 8 11 4öNm St. LouiS Division. "The World Fair Routo" St Louiö Mail 7 20Bm New Sork Expreß täglich 8.. 4 20Bm Southweftern Lim tgl d & 8 11 45Vm St. Louis Expretz tägl s.. . . 7 25Vm St Louis Lim täglich p d s. 3 25Nm Mat'n & T Haute Acc 10 359? tn Terre Haute & Mat'n Acc.. 5 00Nm R S 5e Boston Lim tägl pds 2 50Rm N A k Lt. Louis Exp tägl..l0 40Nm St Louis Mail 5 35Rm St Louis Erpreß tägl .... 12 05Vm Knickerbocker Sp täglich s & d 6 10Rm Eineinnati Division. Ein & Lou? Nachtezvreh tgl 8 3 4öVm Greensburg Acc 8 4öBm St Lous & Ein Rachtexp tg 8 4 30Vm Eincinnati Acc täglich 11 OOBm Eincinnati Exp tägl s 7 30Bm Ehic k St L Expreß tg d s & pll 40Bm Eincinnati Acc 10 45Vm Chicago Lous & St L Expreßll 40Bm Eincinnati F Expreß, tägl p 2 öONm White City Spezial p 3 25R Louis F Expreß 2 50Nm Einc & Indianapolis Acc... 7 55Rm Greensburg Accom 5 20Rm Einc 3no 8c St L Exp? tg 8. . 11 ZONm Einc & Wash g L tg d s Sc p 6 20Rm Ehic k Lou Rachtexpreh tg 8 11 40Nm Chicago Division. Kankakee Accom 7 OOVm Einc Nacxpreß, tägl 8 3 30Vm Chicago Faft Expreß tgl d p 11 50Bm Kankakee Äccom 10 30Vm White City Special sd&p, 3 30N,n Einc Faft Expreß tägl p 6. . L 40Nw LaFayette Accom 5 15Nm La Fayette Accom 5 15w Chicago Nachtexpreß tägl 8.. 12 OöBm Eine fc Wash F L., d p. . 6 lORm Mi ch ig a n Division. Benton Harbor Expreß 6 4öVm Elkhart Accom nur Sonntags 9 25Bm Michigan Mail Expreß p...H10Vm Elkhart Expreß 10 30Vm Elkhart Acc täglich 4 45Nm Benton Harbor Expreß p 3 lONrn Michigan Expreß 8 15Nrv Peoria D i v i s i o n w e ft l i ch. Peoria Expreß Sc Mail 7 25Bm Eolumbuö Sc Einc Exp tgl s 3 30Bm Western Expreß täglich p d. .11 50Vm Champaign Accom 10 3öBm Ebampaign Accom 4 lORm N A 5c Ohio Special 2 46Nm Peoria Expreß täglich 8 .. ..11 öONm Peoria Expreß täglich p & d 6 08N Peoria D i v i s i o n ö l i ch. Eolumbus Expreß tägl 6 0055m Lynn Accom 10 15Bm Ohio Special lägl dp 3 00Nm Columbus Expreß tägl dp. .11 4093 Lynn Accom 6 16Nm Eolumbus Expreß tägl 8.. ..10 30Nm ptttsburgh, Cincinnati, Chicago & 5t. louis R'f.

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i s Division. Ankunft Schnellzug täglich s fcd... 6 30Vm Limited Mai! täglich 6 40Bm Richmond Accom . 8 4vB St Louiö Expr tägkch d Sc 8 12 10Nm Bradfsrd Accom 2 OONm Western Expreß täglich g. . . . 3 20Ru Nimmt keine Passagiere tgl- 8 30Nm Indianapolis Accom sb 10 40N

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