Indiana Tribüne, Volume 26, Number 142, Indianapolis, Marion County, 6 February 1903 — Page 6

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Europäische Nachrichten.

Oldenburg. Eutin. Das Wohnhaus des Brauereibesitzers Ewcr brannte nieder. 5) er r st ein. Arbeiter Richard Paulus, 30 Jahre alt, wurde beim Fällen eines Birnbaums von diesem erschlagen. Jeder. Der Vorstand des Jede?ländischen Vereins für Alterthumskünde ernannte den Archivrath Dr. Sello in Oldenburg in Anerkennung seiner Verdienste um die Erforschung der Jeverländischen Geschichte zum Ehrenmitgliede des Vereins. V a r e l. Kaufmann Johann Heinrich Renken hier bat beantragt, den verschollenen Carl Friedrich Matbias Hotels von hier. Sohn des verstorbenen Rechnungsstellers Carl Friedrich Heinrich Christian Hotels für todt zu erklären. Der Verschollene wird aufgefordert, sich spätestens in dem auf den 18. August 1903 vor dem hiestgen Gericht anberaumten Aufgebotstermine zu melden, widrigenfalls die TodeZ--erklärung erfolgen wird. Ireie Stcidte. H a m D u r g. Der verstorbene Großrheder Carl Laeisz hat für die Erbauung einer Musikhalle hlerseldjt einen Betrag von 1.200.000 Mark tt stamentarisch vermacht. Der ?taa. will seinerits den Bauplatz unentgeltlich zur Verfügung stellen. Ein Großfeuer zerstörte die Eisenwerke Menä und Jürgens in der Bernhardstratze. - Theaterdirektor Ernst Dru cker !at iv: Villen-Vorort Harvestehude ein großes Grundstück angekauft, aus dem ein neues hochelegantes Theater erbaut werden soll. Klempner Ma thias Heitmann versuchte seine Schwagerin, die Frau des Arbeiters Rellmann, zu erschieß?n, und sich dann selbst zu entleiben. Während die Frau nicht getroffen wurde, brachte er sich schwere Verletzungen bei. Als der Dampfer Teutonia" auf der Untere elbe eintraf, verstarb plötzlich an einem Schlaganfall der Führer des Schiffes. Kapitän Klunker Professor Julius o. Bernuth. der lange Iahre die philharmonischen Concerte und das Conservatorium geleitet hatte, ist nach kurzer Krankheit gestorben. Feuer richtete in dem Speicher der Firma S. Zachmann erheblichen Schaden an. Die Beamten Cramer und Prüfer von hier machten einen Ausslug nach dem Dorfe Hanstedt im Kreise Winfen. Abends traten sie den Rückweg nach dem Bahnhof Marxen an; dabei kamen sie bei Schmalenfelde vom Wege ab und geriethen in die bor; fließende Aue. Während Cramer sich noch zu retten vermochte, ertrank Prüser. Bremen. Bei den Stichwahlen wurden zur Bürgerfchaft gewählt: Struckmann. Carl M. 5)artwia. KlaWitter, Johannes Rippe, Heinrich Bauer, Theodor Heinken und Wilhelm Bartels. Auf der Werft des Vu!can in Vegesack ist ein neuer Dampfer der Hamburg - Amerika - Linie, ber Dampfer Prinz Oscar", vom Sta. pel gelaufen. Pastor Friedrich Jken, der ehemalige Prediger an der Krankenanstalt und am Armenhvule. ist im Alter von 65 Jahren gestorben, nachdem er vor noch nicht langer Zeit in den Ruhestand getreten war. Lübeck. Der Ehrenvorsitzende des Niedersächnfchen Sängerbund!'? und Mitbegründer desselben. Professor Chr. ä-erling hier, vollendete sein 90. Lebensjahr. Die dem Niedersä-. sischen Sängerbunde ungehörigen hiesigen Mönnergesangvereine brachten aus dieser Veranlassung ein Ständ chen. Frau Major Helene v. Greville, geb. Tbics. die hier ein Pensiona! betrieb, ist flüchtig geworden und wird seitens der hiesigen Staatsanwaltschaft wegen Unterschlagung steckbrieflich verfolgt. Der Sohn dcZ Gastwirths Meyer in der Schwartaucr Allee fiel auf dem Heimwege h der Denkwartsgrube in die Traoe und ertrank. ScSwetz. Bern. Wegen Kränklichkeit hat der Direchtor der neuen Mädchenschule Hierselbst, Pfarrer Dumermuth, seine Entlassung eingereicht. Der 'Bundesrath ernannte zum Leutnant der Cavallerie Alfons Stähelin. 51111t Leutnant der Festungstruppen Karl Köhlreuter. beide hier. Sein 50jähriges Dienstjubiläum feierte 2er rer B. Wermuth. An einem .Herzleiden starb Professor Dr. Gustav Soldan, der seit fünfundzwanzig Iahren den Lehrstuhl für romanische Philologie an der hiesigen Universität inne hatte. Baden. Hier starb nach kurzer Krankheit Dr. Edmund Schaufelbüel. der frühere langjährige Leiter der Anstalt Königsfelden, im 71. Lebensjähr. Der Verstorbene hat sich auf bert Gebieten der Hygiene und der Schule große Verdienste erworben. H o t t i n g e n. Der hiesige Turnverein blickte auf ein 25jähriges Bestehen zurück. Kriens. Einem Brand fiel die Fabrik von Disler und Rcwhard hier zum Opfer. Lausanne. Das 25jährige Jubiläum der Lehrthätigkeit von Professor Henri Dusour Hierselbst fand unter zahlreicher Betheiligung statt. Rappcrswil. Auf dem Zür cher See brachen vier Knaben ein. Drei junge Männer, welche Hilfe drill-

gen wollten, versanken ebenfalls. Ertrunken ist der 9jährige Knabe Alfred Meienberg. Die übrigen konnten gerettet werden. R o r s ch a ch. Feuer richtete im Hotel zum Anker", Besitzer Kaiser, erheblichen Schaden an. S i g n a u. Der 28jährige Melke? Johann Blaser ist beim Holzfällen von einer Tanne derart getroffen worden, daß er einen Schädelbruch erlitt und starb. T r u b. Zum Pfarrer wäbltc man den Pfarrverweser Max Rütchi. W i e d i k o n. Fubrhalter ToggWeiler von hier erschoß seine Frau, mit der er in Scheidung lebte, und sein zweijähriges Kind, dessen Herausgab: sie ihm verweigerte; er verwundete seiwiegermutter und tödtet hierauf sicl selbst.' Zürich. Seinen 93. Geburtstag feierte Konrad Stierlin. Heltorreicy-Ztirgarn. Wien. Beim Fällen eines Baumes durch eine Abtheilung des bosnischberzegowinischen Infanterie - Regiments Ro. 4 unter Aufsicht des Hauptmanns 1. Klasse Eugen Klemenci: wurde Letzterer zu Boden geworfen und getödtet. Der Stadtrath hat die Direktorstelle im Centralwal,!und Steuerkataster dem provisorischen Leiter Ferdinand Adam Wessely und die Tirektions - Adjunktenstelle dem mit der Stellvertretung des provisorisehen Leiters betrauten Karl Bader verliehen. In der Waaenfabrik

Kübler in Hernals zersprang die Scheibe einer 'Schmirgelmaschine. Eines der Trümmerstücke traf den 54 Jahre alten, Kastnergasse No. 20 wohnhaften Maschinisten Karl Philipp, so daß er sofort todt war. Zwei andere Arbeiter. Namens Anton Paplovic, 36 Jahre alt. und Johann Spacek. 28 Jahre alt, wurden schwer vermundet. Auch der Sohn des Fabr!kanten, Kübler jun., trug Verletzungen davon. Feuer zerstörte den Dachstuhl der Gasmesserfabrik von S. Elster in Rudolfsheim. Die Bäckergehilfen Johann Walter, 21 Jahtt alt. und Johann Mayerhofer, 61 Iahre alt. bei dem Bäckermeister Johann Neustadter. Hernals, Jorgerstraße Ro. 16. bedienstet, erkrankten während der Arbeit schwer an einer KohlenoxydgasVergiftung. Kunststickerin Mari? Koflitz. 34 Jahre alt, wurde auf der Schönbrunnerstrahe von einem Motorwagen erfaßt und lebensgefährlich verletzt. Hoflieferant Jacob" Pollas feierte sein dreißigjähriges Jubiläum als Schätzmeister. B r ü n n. In Martinsbrunn bsi Meran starb der Tingentstellvertreter der hiesigen Kreditanstaltsfiliale. Moritz Fuhrmann, im 53. Lebensjahr Auf ein 30jähriges Bestehen blickte das Knabenwaisenhaus Hierselbst zu.rück. B u d a p e st. Das hiesige Bezirksgericht verurtheilte den früher an der hiesigen und jetzt an der Dresdener Oper angestellten TenoristenKarl Burrian wegen Contraktbr-uchs zu einer Strafe von 50,000 Kronen. Der Professor der Augenheilkunde an der Universität Hierselbst, Dr. N. Feuer, ist im Alter von 58 Jahren gestorber. B u d w e i s. Anläßlich des Schcidens des Postcontroleurs Ferd. Böhm. der nach Teplitz versetzt wurde, veranstaltete der hiesige deutsche Turnverein eincn Abschiedsabend. G r a z. Universität -Professor Dr. Hugo Spitzer verlobte sich mit seiner Höherin der Philosophie. Fräulein rene Stepischnig. Sckwägerin des Abgeordneten Wolf. Hier starb der ehemalige Botschafter in Rom Karl Freiherr von Brück in seinem 72. Lebensjahre in Folge eines Schlaganfalls. Der Verblichene war ein Sohn des ehemaligen Finanzministers Baron Brück. Wiener - N e u st a d t. Als der Heger und Wirthschaftsbesitzer Konstatin Ehrenreich aus Ofenbach in Vegleitung seines fünfjährigen Sohnes eine Uhuhütte in d?r Waldung nahe unserer Stadt verließ, blieb er mit seinem Gewehr an der Thür der Hütte hängen, wodurch sich dieses entluv. Die Schrotladung durchbohrte ihm den Schädel und führte seinen sofortigen Tod herbei. Luxemdurg. Luxemburg. Der Einbrecher Schäfer, welcher vor zwei Jahren das Gnadenbild in der Kathedrale seines Schmuckes beraubt hatte, in an Lungenschwindsucht gestorben. D?e dem pensionirten Briefträger un) .Wirth Schütz in der Reypergstraße im Bahnhofviertel gehörenden Bauste'.len wurden zum Preise von 4000 Franken verkauft. I u n g l i n st e r. Als die Acker-r Altmann und Schröder vom Luxemburger Jahrmarkt kamen, begegneten ihnen drei Trunkenbolde, welche über sie herfielen und sie mit Stöcken derart bearbeiteten, daß Beide klaffendeKopfwunden davontrugen. K ü n tz i g. Die Gebäulichkeiten des Etsenbahnbeamten Joh. Jungers geriefen in Brand. Jungers, welcher versichert war. erleidet einen Schaden von? bis 8000 Franken. M e r s ch. Durch Beschluß des General - Direktors des Innern ist der Amtswohnsitz des Herrn Olinger, Gchulmspektor des 6. Bezirks, nach Mersch verlegt worden. R o d i n g e n. Der Arbeiter Mambourg erlitt in einer Gallerie von einem herabstürzenden Steinblock derart schwere Verletzungen, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird.

Fttng'SrankretchSGeschichtSrennt isse. Im vorigen Jahre druckten die na-

tionalistischen Blätter Frankreichs mit tiefer Betrübniß das Ergebniß einer ! Umfragt.' ab, die einer ihrer Freunde! im Maine-et-Loire-Departement unter ! einem Dutzend durch den Zufall zu-! sammengeführter Schulbuben und junger Burschen im Alter von 12 bis 16 Jahnm über deren Geschichtskenntnisse angestellt hatte. Der betreffende Nationalist hatte die zwölf Vertreter des jungen Frankreichs getrennt danach gcfragt. was sie von dem 1870er Kriege gegen die Preußen" wüßten. Nur fünf hatten von diesem Kriege aussührlicher sprechen hören. Als damaliger König von Preußen wurde von scchsen Bismarck bezeichnet, während die übrigen die Antwort schuldig blieben. Auf die Frage, wer zu jener Zeit das Staatsruder in Frankreich führte, erwiderte nur ein einziger: Navoleon III Ein anderer nannte MacMabon. cin dritter Thiers; der Rest schwieg sich weislich aus. Auch als direkt gefragt wurde, was der dritte Napoleon gewesen sei, wußte nur der eine Bube richtig zu antworten. Von den Namcn oer französischen Generale und der Schlachtorte im 70er Feldzuge war so gut wie nichts bekannt. Das Tollste kam aber zum Schlüsse. Der neugierige Patriot fragte: Was sind denn die Elsaß-Lothringer? Zwölfmal gab man ihm zurück: Preußen? Man begreift, daß dem Fragesteller die Lust verging, seine Geschichtsprüfung fortzusetzen. Vor Kurzem hat ein Rittmeiste? in einem Kavallerie-Regiment festgestellt, daß von fünfzig neueingetretenen Rekruten dreißig keine Ahnung vom 70er Kriege hatten. Gründlicher und beweiskräftiger' als diese beiden Umfragen von Nichtfachleuten ist die planmäßige Prüfung, die Prof. Delorme vom Pariser Chaptalgvmnasium in einem Jnfanterie-Regiment des 5. Armeekorps, dessen Stab in Orleans steht, vorgenommen hat und deren Ergebniß er soeben in der Revue pdagogique" veröffentlicht. Er fand zunächst, daß unter den 44 Rekruten, die er prüfte, zwei Analphabeten waren, daß in den vier Grundrechnungsarten die meisten Bescheid wußten, die Hälfte sogar im Stande war, eine leichtere angewandte" Rechenaufgabe zu losen, und daß die Mehrzahl mit der Rechtschreibung auf dem Kriegsfuße lebte. In Bezug auf die Geschichte bestätigte die Prüfung die Feststellungen des nationalistischen Polttikers und die des Rittmeisters. Der Professor Delorme gebrauchte die Vorficht, seine drei Geschichtsfragen schriftlich beantworten zu lassen. So war jede persönliche Befangenheit, die durch eine mündliche Beantwortung entstehen konnte, jede durch die Anwesenheit des Vorgesetzten hervorgerufene Verdutztheit" ausgeschlossen. Die drei Fragen lauteten: 1. Was wissen Sie von Jeanne d'Arc? 2. Weshalb feiern wir unser Nationalfest vom 14. Juli? 3. Was wissen Sie vom 1870er Kriege? Die Hälfte der Rekruten wußte von Jeanne d'Arc überhaupt nichts anzugeben, obwohl im Gebiet des 5. Armeekorps Denkmäler der Jungfrau oon Orleans" in vielen Gemeinden zu finden sind. Drei Viertel der Rekruten hatte keinen Schimmer davon, daß das Nationalfest zur Erinnerung an die Erstürmung der Bastille begangen wird. Und fast zwei Drittel wußten vom 1870er Feldzuge nichts. Letzteres ist um so sonderbarer, als man meinen sollte, daß doch die zweite Periode des deutsch-französischen Krieges gerade in Orleans und Umgegend lebhafte Erinnerungen hinterlassen haben müßte. Merkwürdig ist auch die Unkenntniß der Bedeutung des Festes vom 14. Juli, an dem jeglicher Beruf feiert, an dem Freudenfeuer in allen Gemeinden abgebrannt werden und allerorten die Trikolore flattert. Eine bezeichnende Ergänzung findet diese Unkenntniß der Geschichte des Landes in der Unkenntniß der heimathlichen Geogravhi'. Herr Delorme hatte in der Erdkunde gleichfalls drei Fragen schriftlich beantworten lassen. Wurde gleich die erste, die nach der Lage von Brest, Toulon, Reims und Belfort forschte, leidlich befriedigend von der Mehrzahl beantwortet, so war doch nur einer von zehn in der Lage, anzugeben, wo sich die französischen Kohlenbecken befinden, und nur einer von scchsen, wo die Weinbaubezirke des Landes liegen. Man darf bei der Beurtheilung nicht vergessen, daß die befragten jungen Leute ausnahmslos unter dem Regime der allgemeinen Schulpflicht herangewachsen sind, also sich nicht auf eine Vernachlässigung ihrer Elementarschulbildung berufen können. Es sind jedenfalls, sehr traurige Ergebnisse, die einerseits das dringende Bedürfniß der Verallgemeinerung des Fortbildungsschulunterrichts zeigen, und anderseits auf das Verständniß des französischen Wählers für die historisch gewordene Gegenwart und ihre Bedürfnisse ein bedenkliches Licht werfen. Das k o st b a r st e Buch hat kürzlich der Emir von Afghanistan dem Schah von Persien geschenkt. Es ist eine Kopie des Korans, in massives Gold gebunden und mit Perlen. Rubinen und Diamanten besetzt und kostete nicht weniger denn 5400.000. Im Kurs der Aerzt i n n e n " an der St. Petersburger Universität promovirten letzthin 120 junge Kandidatinnen, und damit öffneten sich wieder die Thüren der ärztlichen Metiers für russische Frauen nach mehr als 15jährigem Verbote.

Der Zauvcrkosscr.

Was in einen, Holzkasfer mittlerer rötz aUeS untergebraalt werdrn kann. Durch einen Lokalaugenschein wurde letzthin in Wien die Thatsache erwiesen, daß in einem Holzkoffer von 3 Fuß Länge, 18 Zoll Breite und 20 Zoll Höhe folgende Gegenstände Platz haben: Ein Winterrock mit Kragen, ein Lodenrock, ein gewöhnlicher Winterrock, zwei Astrachan-Winterröcke, ein Ueoerzieher, ein kompletter Winteranzug, zwei Tuchanzüge und ein Tamenpelzkragen. Ter sonderbaren Feststellung lag eine Klage des Krawattenerzeugers Nathan Weiß gegen die Versicherungsgesellschaft Assicurazioni Generali zu Grunde. In der Wohnung des Klägers war nämlich ein Zimmerfeuer ausgebrochen, bei welchem ein Koffer in den angeführten Maßen beschädigt, und die darin angeblich untergebracht gewesenen, oben erwähnten Kleidungsstücke unbrauchbar gemacht wurden. Der Kläger hatte mit einem Inspektor der Versicherungsgesellschaft einen Vergleich dahin geschlossen, daß ihm die Gesellschaft 514 Kronen vergüte. Die Gesellschaft verweigerte jedoch die Bezahlung mit der Begründung, daß in eineni solchen Koffer unmöglich so viele Kleidungsstücke Platz finden könnten. Bei der ersten Verhandlung vor dem Bezirksgericht faßte der Richter, nach einem Anerbieten des Klägers, den Beweisbeschluß, der Kläger habe binnen 14 Tagen den Koffer in den angegebenen Maßen herstellen zu lassen, und sich von einem Kleiderhändler solche Kleidungsstücke, wie zur Zeit des Brandes in dem Koffer lagen, zu beschaffen. Diese sollten dann in Gegenwart des Richters in den Koffer gelegt werden, damit sich das Gericht überzeugen könne, ob sie thatsächlich darin Platz finden. Diese Probe fand nun letzthin statt; der Richter, sein Schriftführer, die Parteienvertreter und zwei Sachverständige hatten sich dazu eingefunden. Der neu hergestellte Koffer wurde vom Richter persönlich ausgemessen und die Maße richtig gefunden. Dann wurden die entsprechenden Kleidungsstücke bereitgelegt, gleichfalls den verbrannten entsprechend gefunden, und schließlich die Sachen in den Koffer gepackt. Das Ergebniß war eine glänzende Genugthuung des Klägers, zu welcher der Richter ihn beglückwünschte. Nachdem nämlich alle Kleider in den Koffer gelegt worden waren, packte der Kläger noch freiwillig einen Herrenpelz, einen leichtern Mentschikoff, einen schweren Mentschikoff, einen Ueberzieher, einen Ulster, einen vollständigen Anzug, und eine Weste dazu, und der Koffer ließ sich noch immer leicht schließen. Mit Rücksicht auf dieses glänzende Ergebniß der Packprobe, verpflichtete sich die beklagte Gesellschaft, den angesprochenen Betrag und vier Fünftel aller aufgelaufenen Kosten zu bezahlen. Verbreitung des Tcutschthums. Das Deutschthum auf der ganzen Erde wird nach einer Berechnung in den Mittheilungen des Allgemeinen Deutschen Schulvereins durch 88,276.500 Köpfe vertreten. Davon entfallen auf Europa 76,536.000. auf die Ver. Staaten von Amerika 10.000,000 Menschen deutscher Nationalität. Kanada zählt deren 400,000, das übrige Nordamerika 7000. In den Mittelamerikanischen Freistaaten wohnen 8000 Deutsche, auf den Westindischen Inseln etwa 10,000; Südamerila zählt 495,000 Deutsche, davon Brasilien 400,000, die übrigen vertheilen sich wie folgt: Columbien 3000, Venezuela 5000, Uruguay 5000, Argentinien 60,000, Paraguay 3000, Chile 15,000, Peru 2000, sonstige Gebiete Südamerikas 2000. Das Deutschthum Afrikas beläuft sich auf 623,000 Menschen, von denen etwa 600,000 auf Südafrika gezählt werden. Auf Asien rechnet man 88,000. wovon auf Niederländisch-Jndien 50,000, auf Russisch-Asien 30,000, auf Türkisch-Asien 5000. China 1500. Japan 1000 kommen. In Australien und Neuseeland gibt es 106.500 Deutsche. Weißer Marmor in Deutschsüdwestafrika. In ganz geringer Entfernung von der Haltestelle Ababis an der Eisenbahnlinie von Swakopmund nach Karibib und in einem Abstand von 102 Meilen von der Meeresküste ist in DeutschsüdWestafrika eine ganz gewaltige Marmoradlagerung entdeckt worden, die theilweise bis zu 0.62 Meilen mächtig und in die Länge bis auf 4 Meilen ausgedehnt ist. Die Aussichten für einen Abbau dieses Lagers liegen außerordentlich günstig. Namentlich kommt der Umstand in Betracht, daß der Marmor von einem blendenden Weiß, von bedeutender Durchsichtigkeit. lebhaftem Glanz und feinem Korn ist. Wenn dazu noch die Möglichkeit kommt, den Stein in großen einheitlichen Blöcken gewinnen zu tönnen, so würde er mit den kostbarsten europäischen Marmorsorten in Wettbewerb treten können. Es ist geradezu auffallend, daß der Marmor auf eine so große Erstreckung hin seine tadellose weiße Farbe beibehält, die wahrscheinlich in größerer Tiefe des Lagers noch blendender hervortritt. Ein Schwein, welches vollkommen normal ausgebildr war, jedoch zwei ganz ausgewachsene Köpfe hatte, kam jüngst in einer Meierei zu Meidling bei Wien zur Welt. Das Monstrum lebte nur einige Stunden.

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