Indiana Tribüne, Volume 26, Number 142, Indianapolis, Marion County, 6 February 1903 — Page 5
Indiana Tribune. 6. Februar 1SO3.
us den Gerichtshöfen.
Die Straßenbahn-Gesell-schaft siegreich. In der von Joseph Sing gegen die Straßenbahn-Gefellschaft eingereichten Schadenersatzklage instruirte Richter harter die Geschworenen, einen Wahrspruch zu Gunsten der Gesellschaft adzugeben, da seiner Ansicht nach den Angestellten derselben an dem Vorfall, von welchem der Kläger betroffen wurde, keine Schuld trifft. Ein brutaler Ehemann. Fcau Alice Tavis reichte gestern eine Scheidungsklage gegen ihren Gatten John ein. Das Paar vermählte sich im September 1888. Nicht weniger als sieben Male hatte er sie verlassen und jedes Mal nahm sie ihn auf sein Versprechen hin, sich bessern zu wollen, in Gnaden wieder auf. Sie beschuldigt ihn ver Trunksucht und der brutalen Behandlung. Einmal hatte er sie in roher Weise qeschlagen, sodaß sie ihn verhaften ließ. Im Polizeigcricht wurde er dafür be.straft. Seit dem 1. Februar d. I. lebt sie nicht mehr mit ihm zusammen. Wurde angeblich ungerechtfertigt verhaftet. Lyman W. Curtis verklagte Julius Kreiger und Charles Albers auf je $5000 Schadenersatz. Wie er sagt, hatten dieselben ihn am 14. November v. I. wegen thatlichen Angriffs verhaften lasten. Der Fall kam vor Friedensrichter Sheppard zur Verhandlung und die Geschworenen hatten einen Wairspruch zu seinen Gunsten abgegeben. ' Geschieden. Edward Fultz erhielt die Scheidung von seiner Gattin L ulu bewilligt. Henry Boles wurde ebenfalls von seiner Gattin Bessie geschieden. Wird appellirt werden. Im Polizeigericht wurde der Gärtner Eugen Lenk wegen Verletzung der neuen Qrdinanz, welche verbietet, Marktmagenpfcrde auf dem MarktPlatze während der Marktstunden stehen zu laffen, um Sl und Kosten bestraft. Lentz hatte sich als der Repräsentant der Deutschen Marktgärtner-Vereini-gung verhaften lassen, damit im Ge richt festgestellt werde, ob die Ordinanz gesetzlich ist oder nicht. Bekanntlich hat auf Veranlassung der Gärtner Vereinigung der Stadtrath Meyer schon in der letzten Sitzung des Stadtraths eine Ordinanz eingereicht, in welcher der Widerruf der obigen Oroinanz verlangt wird. Anwalt Seiden stickcr, der Vertreter des Lentz, erllärt. daß er an das Kreisgericht appelliren werde. Eine Bierreise mit schrecklichem Ende Unternahm gestern der Fuhrmann öd. Zanders. Auch der gestrige Tag hat wieder einen Unglücksfall gebracht, der voraussichtlich den Tod eines Menschen zur Folge haben wird. Ed. Landers, ein an der Fort Wa'yne Avcnue, nahe der 10. Straße, wohnhafter, verheirateter Mann, der als Fuhrmann in Diensten des Fuhrunternehmers Shover von der Nord New Jersey Str. stand, beschloß gestern nach dem Frühstück, einmal wieder einen freien Tag" zu machen. Im Leihftalle Shover's lieh er Pferd und Buggy, und dann ging's los. Gegen Mittag war Landers schon schwer bezecht und als er auf der North Str. nahe dem Canal wie besessen auf das Buggyvferd lospeitschte, ward dieses wild und schleuderte ihn, der an den Zügeln festhielt, aus dem Buggy. Bei dem Sturze erlitt Landers einen Schädelbruch an der linken Schläfe und blutete beinahe zu Tode, ehe das Pferd, das ihn und das Buggy bis zur CanalBrücke schleifte, von Nachbarn ange halten wurde. Der Schwerverletzte, an dessen Auf kommen gezweifelt wird, wurde im Hcspitale untergebracht. Das C o l o s s eu m s C o m i t e und das Comite für Mittel und Wege werden morgen Nachmittag eine Sitzung abhalten. Morgen sind cs gerade 30 Tage her, seitdem die ersten Subscrip tionen gezeichnet wurden u.-id es ist nicht unwahrscheinlich, daß morgen so viele Sudscriptionen angemeldet wer den, um die K100,000Grenze zu er reichen. Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho's Longfellow".
Seekrieg, Sccraub und Priscnrecht. Tic niedcrträclttigsto aller gcmc?i nen BeWmpftmgen, roclcnc gegen
wärtig von der 5cliattdpresse unseres Landeo auf Teutschland gclichnt werden. ist der Vorwnrf. oati die fatifd)! Politik die Vcrbiiudcten zu eineni Vorgeben in Venezuela verleite, bei dem Seeraube gleich käme. Auch diesk Versäumdung stammt aus England und wurde zuerst von einem Mttglied, dco Unterhansec- den deutschen Ver bündeten cntaeaen geschleudert, alt j8 Vlockadegeichwader die venezola niscben ftäniic beschlagnalnntc. denen südamerikanifche Prahlerei den stol zen warnen einer venezoiankycri ftrirgsflottc beilegte. Als tarn spä ter die 9iY,chricht kam. daß die UN Hafen von Puerto Cabello wegge noinmenen venezolanischen Handeln schiffe alo Prisen bebandelt werden sollten, spieen die delltschieindlichi.n Zeitungen ordentlich Gift und Okillc gegen Deutschland, und ihre Kunst!cr" zeichneten im Vertrauen auf die Geschnracklosigkcit der urtbeillosen Menge den Kaiser Wilhelm in bei typischen Vanditentracht und Mc deutschen Kriegsschiffe als Piraten fahrzeuge. Ter Ruf ..Teeranb" aus engli. schirm Munde klingt um so blödfiuui. gcr, III gerade die Vertreter 0)ro' britnuuicu'c' auf der Haagcr Konio renz die Schuld daran tragen, oas; eine internationale Anerkennnng de? Privateigenthumö im 3ccr7icac noch nicht eriolgt ist. Auf Wunsch England's wtlrde diese rage von tat Tagesordnung abgesetzt, und ihre Erledjgnng einer späteren ftomcrcir vorbehalten, die w.ibrscheinlich neck reckt lange aus sich warten lassen wird. Tas allgemeineNechtsgefübl spricht laut gegen daS veraltete Prisen recht, weil dieses nicht mit den neueitlichen Begriffen von der Unverlelzlichkeit dcö Privateigentbums iu Einklang zu bringen ist. 2o lange aber da? Benterecht im Seekriege noch als allgemein anerkanntes Reckt gilt, wäre es nicht nur tiubillig, fonderu geradezu widersinnig, von Tetltschland allein zu verlangen, dah es auf dieseö Recht verzichte. England hat sich nickt ohne triftigen Grund der Aufbebuua dc Pri senrecktes widersetzt Seine Flotte isl wobl stark genug, im irieac'falle den gröszten Tbeil seines eigenen $ün&?i zu schützen tlud die Handelsschiffe sei ner Gegner fortzunehmen, die über eine weitiaer starke flotte gevieteu. Tutschland nimmt in der rags eine den eualischeu Anfickteu schnür stracke zuwiderlaufenee Stellung ein lmd hat das auch bereits durch die That zu erkennen gegeben. Als im Jahre 1870 der slricg mit Frankreich Mlsbrach. gab der Norddeutsche Bun die Erklärung ab.daß er Privatei aentbum auf der ee weder nehmen noch zerstören werde. Frankreich wei gerte sich aber dem guteu Beispiele zu folgen, brachte deutsche Handelsschiffe auf und nöthigte Teittichland dadurch, die Erklärung zmckzilziehen. Wenn die Seeranb-Sckreier ihre Kräfte nicht mit wüstem Lärmen ver getlden. sondern auf dasZustandekommen einer Konferenz zur Beseitigung des Beuterechtes zur See richten wür den, so könnten sie sehr bald herausfinden, wie Teutichland und wie Eng land sich zu dieser !rage stellen. Auch eine Erinnerung an Mc-Kinlcy. Ganz mit Recht erinnern sich bei Gelegcnheit des sechzigsten Geburtstages William McKinley's gar viele wohlmeinende Bürger des Landes auch seiner letzten Rede auf Erden. In ihr bat bekanntlich auf der Buffalo'er allamerikanischen Ausstellung der grofer Vorkämpfer dcsSchutzzolls auf's Bündigste dargethan: Es sei jetzt Zeit, die Zollschranken niederer zu stellen; denn wenn wir noch länger die Produkte anderer Länder ausschließen, beschränken wir den Markt für unsere eigenen Produkte mehr urrd mehr. Diesem Grundsätze gemäß hatte President McKinley durch seinen ausgezeichneten Commissär Kasson mit verschiedenen Ländern Verträge über Handelsgegenseitigkeit abgeschlossen. Doch der Bundessenat ließ dieselben zu McKinley'S Lebzeiten schnöd liegen. Und trotz aller Mahnungen des Präsioenten Roosevelt, der auch in dieser Frage warmherzig dem Beispiele seines Vorgängers folgt, that der Senat in der Sache nichts. Der brave alte Kasson von Iowa aber hat schon vor einiger Zeit seine Stellung als Reziprozitätscommissär niedergelegt, weil sein Zartgefühl sich dagegen sträubte, für Arbeiten, bei denen nichts herauskomme, Bezahlungen anzunehmen. In einer der Geheimsitzungen des Senats, deren Geheimnisse" bekanntlich beinahe augenblicklich offenkundig werden, verstieg sich der Vorkampfe? unbeschränkter Hoch- und Monopolzolle, der Senator und Monopolist Äldrich von Rhode Island, zu der Gemeinheit, McKinley babe durch seine Gegenseitigkeitsverträge das Schutzzollprinzip verrathen. Dieses Geschwätz ist nicht nur gemein, sondern auch dumm; bcnn das Schutzzollprinzip läßt sich eben nur durch die von McKinley befürwortete Zoll-Ermäßi-gung erhalten während seine völlige Entartung in eine Stütze von Monopolen und Trusts zu seinem Stur führen muö.
Vnglauo iinö Die aonrp.XOTtrt, Die deutsche Botschaft in London
bat die (rhaiung aocgeben. daß fett Beziehungen znua vca .:gieu.igen Dcutjchlonös uno rod'.nar:nici) auch nicht im (geringsten getrüvl seien, und daß die Londoner Zciiungsbetichtc und öe Yorker abeldcpejchon". welche das Gegentkeil behaupteten, leinerlei Glauben ocrdtenen. Das entspricht ohne alle Frage den Thalsachen bis auf's Tüpfelchen; um so bezeuchnender ist es aber, daß trotzdem englische Staatsmänitr sich nicht t:lbiö den. in das Geheul der Lügennlcutc einzustimmen. Einer durch die Associirte Presse verbreiteten Londoner D?pesche an die N. Y. Tribune" zufolge ertlärte Herbcrt Norman, einer der Führer der Liberalen im britischen Unterhause, der überdies in seiner Heimath als einer der hervorragendsten Kenner des Völkerrechtes gilt. ..daß die MonroeDoktrin von Deutschland nicht anerlannt würde, obwohl sie von England in aller For?a anerkannt worden sei.... ünd daß es ein diplomatischer Meisterzug des Kaisers gewesen wäre, die britische Regierung in ein Bündniß zu verwickeln, welas die beiden Mächte zu gemeinschaftlichem Vorgehen im Bereiche der Monroc-Doktrin nöthigt." Es unterliegt keinem Zweifel, daß man gegenwärtig in England nicht nur die Monroe-Doktrin. sondern auch allc anderen . Lehren und Grundsätze zu Glaubensartikeln zu erheben bereit ist, so lange sich nur deren Spitze gegen Deutschland richtet. Die britischen Hctzbolde übersehen aber dabei, daß die Monroe-Doktrin schrdehnbar und den jeweiligen Bedürsnizen anpassungöfähig ist. ZHenn die Auslegung unserer Jingos maßgeblich wäre, so müßte das Amerika für die Amerikaner" kurz und bündig abgeändert werden in: ..Auf der westlichen Halbkugel darf keine europäische Macht geduldet werden!" Geradezu rührend war die britische Fürsorge für die Unverlctzlichkeit der Monroe-Doktrin als die Gerüchte auftauchlen, Deutschland trage Verlangen nach einer Kohlen- oder Flottenstation in Westindien. Die Sicherheit ganz Amerikas war damals bedroht, wenn man ..unseren britischen Vettern" hätte Glauben schenken wollen; denselben Englandern. die obne Gefahr für die Ruhe unserer Jingos die Herrschast nber Kanada. Neufundland, die Vermudagruppe. die Bahamasinfeln. Jamaika. einen Theil der Antillen und die Orinokomündung ausüben. Wenn von irgend einer Scite die MonroeDoktrin und mit ihr die Ruhe unserer Republik ernstlich gefährdet werden könnte, so ist cs von Enaland, dem sein? Besitzung' n und befestigten Stütz' punkte auf unserer Hemispbärc einen Angriff zu Wasser und zu Lanvc auf das Bundesgebiet gestatten. Großbritannien ist, menschlichem Ermessen nack. überhaupt die cin5tge Kolonialmacht, mit der unsere Republik einmal ernstlich als Gegner zu rechnen haben wird. Und dieser Zeitpunkt mag vielleicht früher eintreten, als die britischen Störer der Freundschaft zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten sich träumen lassen. Derselbe Ausdehnugstrieb. der zur Vertreibung der Spanier und zu Kaufverhandlungen mit Dänemark leitete, wird möglicher, ja sogar wahrscheinlicher Weise in absehbarer 3cit zur Aufsaugung der holländen und französischen Besitzungen fübren. Der Bau des isthmiscüen Kanals mit einem Kostenaufwands von Hunderten von Millionen wird us zum wirklichen Herrscher der westlichen Halblugel machen, der keine anderen Herren neben sich duldet. Wer das bezweifelt, verkennt den Entwictelungsgang, den unsere Nation neuerdings einaescklaqen hat. Die dänischen, holländischen und wohl auch die französi schen Besinnngen wurden die Vereinigten Staaten ohne große Schwierigkeiten erwerben, England wird aber niemals in Güte c" seine amerikanischen Kolonien Verdickt leisten, selbst wenn diese sich freiwillia unabhängig machen oder den Veremiaten Staaten anschlienen wollten. Dieser Zeitpunkt kommt. er mag vielleicht noch in wei'er Ferne licaen; aber wenn er eintritt, dann wird England den Lohn für die zahllosen Sün- "nd ""bre-n ernten die es an anderen Völkern verübte. Zur Ausfuhr von Arbeit e r n aus Deutich - Si'dwestafrika wird geschrieben: Die Ausführung von Eingeborenen nach Johannesburg ist von manchen Blattern dem Gouverncur Leutwein zur Last gelegt worden Das ist aber falsch. Der Oberst Leutwein ist schon im Juli aus dem Schutzgebiet abgereist; er befindet sich bereits seit Ende August in Deutschland und hat erst jetzt von dieser Maß reget gehört. B e i dem Empfange der Behörden und Notabeln, den Ehamberlain in Pretoria abhielt, erklärte Schalk Burger. der vormalige Präsident Krüger habe ihm gesagt, es sei sein einzige? Wunsch, sein Leben in Südafrika zu beschließen und dort .n der Seite seiner Gattin und Verwand ten begraben zu werden. Eine Bitte. man möge ihm die Rückkehr gtatter. werde jedoch Krüger nicht an die eng lische Regierung richten. Schalk Bur oer sowie alle übrigen Buren hegten jedoch die Hoffnung, daß die Regierung aus freien Stucken dem greisen Pra sidenten die Erlaubniß zur Rückkehr ntwit.
Trauriger Bolksvtldungszusland im Lüden. Der Geschichts-Professor Charles W. D a b n c y. gegenwärtig Präsident d?r Universität von Tennessee, schwärmt durchaus nicht sür den Negcr. weder für den im Norden noch für den im Süden. Was aber das Nassenvorurtheil im Süden betrifft, so sagte er kürzlich in einer Rede: Dieses Rasseng?fühl wurde das
ist meine aufrichtige Ueberzeugung den Herzen der einfachen ichiichten Leute des Südens eingepflanzt, um ihr Blut rein zu erhalten, und es muß fortdauern, bis Vernunft und Bildung an seine Stelle treten als Wächter gegen Rassenvermischung." Aber Professor Dabney wird durcb sein Rassengefühl keineswegs verhindert, den noch immer trotz Vermehrung der Schulen vorhandenen schweren Mangel an Schulung der Schwarzen wie der Weißen im Süden zu beklagen und zu verwerfen. Und er thut dabei Folgendes dar: Im Jahre 1900 gingen nur 60 Prozent aller Kinder der Staaten slldlich vom Potomae zur Schule, während die andern ohne alle Erziehung aufwuckien. Von den in denSchulregistern angeführten Kindern besuchten nur 10 Prozent die Schule regelmäßig; somit gingen eigentlich nur 42 Prozent aller schulpflichtigen Kindcr in die Schule. Die Hälfte der Negerkinder blieb den Schulen fern. Von den weißen Kindern lernten 20 Prozent weder lesen noch schreiben. Aus den Berichten der Staatsschul - Superintendenten geht hervor, daß durchschnittlich dte Kmder. weiße sowohl wie farbige, die Schule verlassen, wenn sie drei Klassen durchgemacht haben. In Nord-Caro-lina sind die Bürger durchschnittlich nur 2.6 Jahre zur Schule gegangen. tn Süd-Carolina 2 Jahre und in Alabama 2.4 Jahre. Im ganzen Südcm beträgt die durchschnittliche Schulzeit der Bürger nur 3 Jahre. Ünd was haben sie da lernen können?! Prof. Dabney zeigt nun, daß die meisten dieser Schulen erbärmlich und nnr einen verhältnißmäßia kleinen Theil des Jahres offen und die Lehrer unglaublich schlecht bezahlt seien. Daher komme es, daß unter den Weißen in einzelnen Südstaaten die Zahl der des Lesens und Schreibens Unkundigon noch zunehme, statt abzunehmen. Eine wohl für die meisten unserer Leser unerwartete Ausnahme macht nach Prof. Dabney dcrjenige Südstaat, der lauge Zeit für den wildesten gelt, namlich Mississippi, wo nur noch ein wcnig über acht Prszent der Weißen völlig unwissend seien. Dank den dort vor zwölf Jahren eingeführten besseren Schulen. Privat- und Kirchn-Schulen, die im Norden so Großes leisten, scheint es. in den meisten dieser Südstaaten nur wonigL zu gt,'b?n. Unter die we nigen, um so rühmlicheren Ausnahmen gehören Booker T. Wa.sbington s Ne-ger-Jndustrie-Schule in Alabama und da und dort etne von der edlen Men schcnfreundin Drexel von Philadelphia gestiftete Missionsschule. Von letzteren scheint aber Dabney wenig zu wissen. Schulunterricht allem taut s frenlch nicht. Ein Neger mag ein Mann von Bildung sein und doch kann er eine gemetnscbadliche Thahgkeü entwickeln. Da ist zB. der Neger James H. Hays von Richmond inVirginien. Er ottt für einen geschickten Advokaten und weiß gut und packend zu sprechen. Und doch Beging er an einem der letzten Tage die Tollheit, in einer Rede an einen in Washington tagenden nationalafrikanischen Rath" die Neger zum blutigen und schrecklichen Mord- und BrandKrieg gegen die weißen linterdrücker im Süden aufzufordern. Der nationalafritanische Rath" wollte jedoch von solcher Tollheit nichts wissen und beschränkte sich auf einen gesetzlichen Protest gegen die Negerentrechtungen im Süden und auf Dank für Präsident Roosevelt wegen seiner Negcranstellungen. Der Sckiffbau. Großbritannien hat im letztenJahre Schiffe mit einem Tonnengehalt von' 1.642.493 gebaut; 167.000 Tonnen weniger als im Jahre vorher. Die Vereinigten Staaten bauten Schiffe mit 317.775 Tonnen. Deutschland mit 272.719. Frankreich mit 104.000. Holland mit 40.000. Italien mit 22,000 und Japan mit 15,000 Tonnen. Die .Vereinigten Staaten hatten 1850 Schiffe mit 3,485,266 Tonnen1902 aber 5.797,902 Tonnen. England vermehrte in derselben Zeit den Tonnengehalt seiger Schiffe von 4.232.962 Tonnen auf 15.546,897 Tonnen. Deutschland hat Schiffe mit 3.138.568 Tonnengehalt, etwa änderthalb Millionen Tonnen mehr als Frankreich. Zu bemerken ist dabei, daß wir den Tonnengehalt der Schiffe mitzählen, welche unsere Seeen befahren, während Deutschland nur den Gehalt seiner Ozcanschiffe zählt. Eine Sensationsmeldung der ..Dpöche Alezrienne". Johann Orth habe vom Jahre 1897 bis Juni 1899 in Algier gelebt und sei wegen Wacheboleidigung eingesperrt und dann ausgewiesen worden, beruht nach dem Temps" auf einer Verwechselung mit einem 1859 im Großberzogthum Luxemburg geborenen Jean Orth. welcher 1899 aus Algier ausgewiesen wurde und sich über Marseille nach Mailand begab. .
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