Indiana Tribüne, Volume 26, Number 140, Indianapolis, Marion County, 4 February 1903 — Page 6

Jndiana Trib nr, n. Februar 103

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Wm. LE0.UND0

Europäische Nachrichten. Mitteldeutsche Staaten. Dessau. Zum Herzogliche Hausminister wird der Hofkammer Präsident Huhn, zum Staatsminister der Geheime Regierungs- und vortragende Rath im preußischen Ministerium des Innern, Hans v. Dallwitz, ernannt. Gandersdeim. Feuer zerstörte einen gefüllten Schuppen des Viehhändlers Johannes Möller. G e r a. Der 25 Jahre alte Oberkellner Edwin Steinbach aus dem Deutschen Hause" hier hatte das Unglück, eine brennende Lampe fallen zu lassen, die sofort explodirte. Er starb an den erlittenen Brandwunden. G r e i z. Im hiesigen Residenzschlösse brach Feuer aus und zerstörte den neuerbauten Flügel. Der Schaden ist sehr bedeutend. Jena. Verlagsbuchhändler Gu stav Fischer Hierselbst ist von der medi zinischen Fakultät der UniverfitätFreibürg zum Ehrendoktor ernannt worden.' Fischer hat sich alsVerleqer mehrerer großer medizinischer Sammelwerke und vieler Einzelschriften um die Heilkunde verdient gemacht. Königslutte r. Die Stelle eines Assistenzarztes bei der Heil- un) Pflegeanstalt hier ist dem Dr. med. Paul Radicke aus Zerbst übertragen worden. Köthen. Großes Aufsehen rufen hier die Unterschlagungen hervor, die sich der kürzlich verstorbene ehemalige Prokurist Emil Hientzsch derBaukfirma Lüdicke u. Müller hat zu schulden kommen lassen. Die Veruntreuungcn sollen bis zum Jahre 1883 zurückreichen. Die Nachforschungen sind noch nicht abgeschlossen, doch wird die Höhe der veruntreuten Beträge mit 100150,000 Mark angegeben. M e i n i n g e n. Durch Urtheil des hiesigen Gerichts wurden der verschollene Julius Geiß von Sülfeld und Anna Dorothea Metz von Walldorf für todt erklärt. S e e s e n. Ein Brand legte mes rere Hintergebäude des Böttchermeisters Jürgens und die Scheune des Schuhmachermeisters Pöpel in Asce. Sondershausen. Dovpelmörder Behnert schlug einen Aufseher mit einer Eisenstange nieder, um fl entfliehen, wurde aber an dcr Flucht verhindert und in Eisen gelegt. W i n d h a u s e n. Bei der BorsteHerwahl wurde der seit zwölf Jahren amtirende Ziegeleibesitzer August Renncberq wiedergewählt. Wolfenbüttel. Bertha Glöck

ner, die Vorsteherin der hiesigen Sc-blcßanstalten. feierte ihren siebenzigsten Geburtstag. Sacvlen. Dresden. Sein 50jähr. Bürgerjubiläum feierte Rechtsanwalt Hofrath Damm. Ober - Postsekretär Langenecker. der beim hiesigen Postamt thätig ist, blickte auf eine 45jiii rige Dienstzeit zurück. Rittmeister z. D. von Tümpling erhielt das Komthurkreuz 2.Klasse des Albrechtordeus. Kirchenbcamter Emil Garten feierte 'ein 25jähriges Dienstjubiläum. E h e m n i tz. In Eoncurs gerlcthen: Goldschmied Alfred Max Hartthaler. Baugewerksmeister Karl Mar Löschner und Geldschrankfabrikant Karl Heinrich Storz. Leipzig. Der hier verstorbene Kaufmann Teufcher hat seiner Va:erstadt Plauen i. V. letztwillig 10,000 Mark zu mildthätigen Zwecken verrnccfjt. Stadtrath Escbe beging sein 25jähriges Amtsjubiläum. Mittweida. DK med. Zschimmer feierte sein 40jähriges Berufs 'ubiläum und Webermeister Leider sein 50jähriges Bürgerjubiläum. Oberreichenbach. Das seltene Alte? von 101 Jahren vollendete der ehemalige, aus Netzschkau gebürtige Weber August Opitz. der seit einigen Jahren Unterkunft bei einer Gutsbesitzerin Hierselbst gefunden hat. R i e s a. Hier fand die feierliche Einweihung des neuenBürgermeisters. Dr. jur. Julius Debne, durch Kreishauptmann Schmiede! statt. R o ch l i tz. Kaufmann Albert Otto Gaudig stellte seine Zahlungen ein. R o ß w e i n. Der seit 60 Jahren hier wohnende Tertius -mer. Eichler beging seinen 85. Geburtstag. S e h m a. Feuer zerstörte das Karl Pollmer'sche Anwesen. S t a u ch a. Kantor Fischer bierselbst beging sein 40jähriges Amtsju biläum; 20 Jahre davon hat er in hiesiger Gemeinde gewirkt. Kc5sen-Zarmstadt. D a r m st a d t. Die General-Ver-sammlung des Landwirthscbiftlichen Provinzialvereins wählte, nachdem Kreisrath Göttelmann von Heppenheim zurückgetreten war, den Geh. R?gierungsrath Haas zum Präsidenten wieder. Oekonomierath Walther wurde zum Vice - Präsidenten gewählt. Hofjagdamts - Sekretär Roth feierte sein 50jähriges Dienstjubiläum. Der Jubilar, dem der Philippsorden verliehen wurde, hat 37 Jahre im 1. Dragoner - Regiment No. 23 gedient. Im chemischen Laboratorium derTechnischen Hochschule ist bei Ezperimental - Versuchen, die der Chemiker Dr. Moldenhauer machte, eine Explosion erfolgt, in Folge deren Dr. MoldenHauer starke Brandwunden erlitt. AngerSbach. Pfarrer Karl Stempel zu Böbingen in der RheinPfalz wurde zum Pfarrer an der evan-

gelischen Pfarrstelle Hierselbst ernannt. K r b a ch. Nach langer Krankheit toi! hier im Alter von 79 Jahren Fräulcin Minn Dosch. Sie war die Toier des früheren Land:athes Dosch. Groß - G e r a u. Ihr 25jährigeZ Jubiläum als Waschfrau in ein und derselben Familie feierte Frau Heil. Die Jubilarin erhielt einen Lehnsessel zum Präsent. Heppenheim. Kreisamtsgehülfe Hchmann von hier, welcher sich größere Unterschlagungen hat zu Schulden kommen lassen, ist in Untersuchungshaft genommen worden. Mainz. Buchdruckereibesitzer Fink v. Zabern hat sich in einem Anfalle von hochgradige? Nervosität erschossen. M ö r f e l d e n. Feue? zerstörte die Scheune des GastwirtHs Fr. Wenz. O f f e n b a ch. Dr. jur. und phil. Arthur Human, der bisherige zweite Sekretär der hiesigen Handelskammer, ist zum Syndikus der Handelskammer Darmstadt ernannt worden. W o r m s. Das Haus Cornelius Heyl veranstaltete hierselbst in dem Vereinshausr der Fabriken, zu Ehren

seiner diesjährigen Jubilare, eine mrößeM Feier. Sie fand unter dem VorsitWdes Dr. Freiherrn von Heyl statt u. galt demJubilar mit 50jähriger Dienstzeit Valentin Decker aus Horchheim, den Jubilaren mit 40jäbriger Dienstzeit Valentin . Hofrichter von hier, Joh. Sturm ausHerrnsheim, sowie einer Anzahl Jubilare mit 25jähriger Dienstzeit. Mayern. München, kürzlich waren 40 Jahre verflossen seit Eintreten des Staatsministers Freiherrn v. Freilitzsch in den Staatsdienst. Dr. H. Merck vollendete sein 80. Lebensjahr. Generalarzt a. D. Joh. Marschalk Ritter v. Schiltberg ist .gestorben. Möbelhändler Josef Fried stellte seine Zahlungen ein. A m b e r g. Der Reisende der hiesigen Firma Oestreicher. Bates, hat sich im Prater in Wien erschossen. Augsburg. MagistratsrathKannengießer lehnte die Wiederwahl in's Magistratscollegium ab, indem er 27 Jahre wirkte. An seine Stelle tritt der Rentier Bächler. Bayreuth. Auf eine 30jährige Wirksamkeit als erster Vorstand des Gemeinde - Collegiums hier konnte Justizrath v. Meyer zurückblicken. G e f e e s. Als Magistratsräthe wurden Flaschnermeister Kolb, Kaufmann Goller und Seilermeister Beyer gewählt. K u l m b a ch. Dekan und Kirchenrath Raps hier vollendete sein 80. Lebensjahr und feierte zugleich sein 50jähriges Dienstjubiläum. M u ? n a u. Nach längerem Leiden verschied der bekannte Sägewerk- und Gutsbesitzer Josef Schlickenrieder im Alter von 48 Jahren. Neu -Ulm. Stadtpfarrer und Kirchenrath Bauer wurde, während er in der Volksschule Religionsunterricht ertheilte, vom Schlage getroffen und stürzte das Lehrerpult herab. Er liegt schwer krank darnieder. Reigersbeuren. Bürgermeisterssohn Michael Sixt von hier ist in der hiesigen Station beim Verladen von Langholz von einem herabfallenden Baum getödtet worden. St. Ze n o. Die Frau des ehemaligen Bürgermeisters Vötterl, die Fritzenbäuerin Anna Vötterl, nahm Gift zu sich und schoß sich außerdem noch eine Kugel in die Magengegend. Sie erlag ihren Verletzungen. Die Unglückliche litt seit längerer Zeit amVerfolgungswahn. V e l b u r g. Infolge eines Schlaganfalls verschied hier der Dekan und Stadtpfarrer Joseph Schiele. W e i n r i e d. Hier starb der Aus -trägler AndreasW?ber. Mit ihm dürfte einer der letztenGriechenländer in's Grad gesunken "sein. Andreas Weber diente vor 70 Jahren im 11. Jnfanterie - RegimentLamotte und machte als Soldat dieses Regimentes die griechische Expedition mit. Er erreichte ein Alter von 94 Jahren und 6 Mona ten. W ü r z b u r g. Dompfarrer und Domkapitular Dr. Braun hierselbst hat um seine Versetzung gebeten; er soll zum Weihbischof von Bamberg in Aussicht genommen sein. Der Erzbischof von Bamberg Dr. v. Schork ist seit Jahresfrist leidend. WUr?tm0srg. Stuttgart. Dem Hauptmann z. D. Scheurlen wurde das Ritterkreuz 1. Klasse des Friedrichsordens oerliehen. Wegen Bedrohung verurtheilte die hiesige Strafkammer den 18 Jahre alten Zimmermaler Karl Schwemmert aus Ludwigsburg zu 3 Monaten Gefängniß. Deizisau. Als Ortsvorsteher für die hiesige Gemeinde wurde der beim Oberamt in Welzheim angestellt: Revisionsassistent Joh. Häußlcr gewählt. Dietersweiler. Schultheiß Klumpp feierte sein 25jähriges Dienstjubiläum. H e i l b r o n n. Weingärtner Christian Hammler stellte seine aZhlungen ein. M a tz e n b a ch. Zum Schultheiß wählte man den Assistent Truckenmüller. M e t t i n g e n. Der etwa 50 Jahre alte StadttaglöhnerKarl Euting wurde am Neckarufer aufgefunden. Man nimmt an, daß der Mann in den Neckar gerathen war und ertrunken ist.

Der britische Colonialsekretär Ehamberlain reist im Lande von Krüaer und Cecil Rhodes in tnem Luxuszug. der aus zwei Lokomotirn. drei Schlafwagen, einem Speisei ?en und einem Güterwagen zusanl angesetzt ist. Der mittlereSchlafwagen für Herrn und Frau Ehamberlain ist in drei Abtheile eingetheilt. In der Mitte ist das Schlafzimmer, am einen Ende ein Salon und am andern ein Badezimmer. Der Speisewagen umfaßt: ein Speisezimmer, einen Rauchsalon und ein Spielzimmer. Das qesammte Mobiliar ist aus Eichenholz mit rothem Maroktinüberzug. Einer der Schlafwagen ist für das Gefolge und enthält auch die Küche und ein Atelier für Reparaturen. Ein Gegen st and l e bhafter Neugierde ist gegenwärtig das Haus No. 64 in der Aoenue 'de la Grand Armee in Paris. Die Vorübergehenden scheuen nicht einen kleinen Umweg und die Fremden einen eigenen Spazirgang. um das Hauö der Humberts mit seinen geschlossenen Fensterläden zu betrachten. Und ok Gewerbtreibenden und Geschäftsleute in der Umgebung scheuen sich nicht. Gewinn aus dieser Anziehungskraft zu schlagen: sie haben um die Eingangspforte und der ganzen Faade entlang ihre Anzeigen und Reklamen angebracht, in allen Formaten und in

allen Farben. Die unbezahlten Lieferanten haben so eine kleine Entschädig gung: ihre früheren Kunden machen für sie umsonst Reklame. In Preußen ist eine Ministerialverfügung ergangen, wonach den Gast- und Schankwirthen, sowi.' den Branntweinkleinhändlern verboten wird, an Personen unter 16 Jahren, an Betrunkene und an solche Personen, welche von der Polizeibehörde als Trunkenbolde bezeichnet sind, geistige Getränke zum sofortigen Genuß zu verabfolgn. Auch soll durch PolizeiVerordnung der Ausschank und Verkauf von Branntwein in den frühen Morgenstunden (bis etwa 8 Uhr) ver-' boten werden. Trunkenbolde sollen verwarnt und nach wiederholt erfolgloser Verwarnung als Trunkenbolo bezeichnet und ihnen das Betreten von Lokalen mit Ausschank geistiger Getränke unter Androhung von Zwangsstrafe verboten werden. Die diesjährigen i nternationalen Ringkämpfe um die Weltmeisterschaft werden Mitte April in der Seinestadt ausgetragen werden. Man will aber dieses Mal minderwerthige Concurrenten, die Den Gang der Wetlkämpfe unnöthig in die Länge ziehen könnten, von vornherein fernhalten und nur Ringer von wirklich erster Klasse zulassen. Im großen Ganzen will das Pariser Comite das Reglement wieder in Kraft treten lassen, wie es sich bei dem letzten internationalen Meisterschaftsringen bewährt hat. Als Theilnehmer sind bereits vornotirt: der Russe Hackensmmidt, derMeisterringer von Deutschland Heinrich Eberle, der Franzose Pons, der Bulgare Petrow und die Türken Gullam und Kullo. JneinemPariserKrankenhaus liegt in kritischem Zustande eine vor mehreren Jahren noch sehr gefeiert gewesene Ballettänzerin, Mlle. Jcanne de Roque, die gleich vielen Bühnensternen den Sturz aus glänzvoller Höhe in die Tiefen des Elends machen mußte. Durch ein rheumatisches Leiden in verhältnißmäßig jungem Alter gezwungen, auf Engagements als Primaballerina zu verzichten, tanzte sie noch so lange es ging, im Corps mit. Schließlich sah sie sich aber krankheitshalber genöthigt, ihren Beruf ganz auszuaeben. Bald waren ihre geringen Ersparnisse verzehrt, und die Unglückliche, die sich vis-k-vi de rien befand, machte in ihrer Verzweiflung den Versuch, einen früheren Verehrer um Hilfe zu bitten. Sie beging den Fehler, persönlich im Hause des ehemaligen enthusiastischen B?wunderers vorzusprechen. Dieser ließ ihr durch seine Dienstboten die Thür weifen und mit Sistirung durch dir: Polizei drohen. Trostlos schlug die Abgewiesene dtn Weg zum nächsten Drogisten ein, forderte ein Fläschchen Jodtinktur und leerte dieses, ehe man sie daran hindern kononte. Die Ze keli' sche Ballondauerfahrt, welche im vorigen Ja!,re von Berlin aus stattfinden sollte, aber wegen ungünstiger Wind- und WetterVerhältnisse unterblieb, soll nunmehr in diesem Jahre bestimmt ausgeführt werden. Die Fchrt soll selbst bei AnNäherung der Ostsee, des Mittelländischen oder Schwarzen Meeres fortgesetzt werden, weshalb auch eine Schwimmvorrichwng. bestehend aus Cylindern aus.Aluminium, welche eine Tragfähigkeit von ca. 250 Centnern über Wasser herbeiführen, am Korb des Ballons anaebracht wird. Der Korb wird mit wasserdichtem Stoff gedichtet. Der neue Ballon trjrd über 400,000 Kubikfuß Gas fassen und ist doppelt so groß wie Andre's und mehr als dreimal so groß wie der Ballon ces Grafen de la Vaulx. In dem Korb werden wissenschaftliche Instrumente, das Gepäck der Luftschiffer, Proviant für sieben Tage Fahrt und außerdem noch solcher für weitere 20 Tage, falls die Landung in unwirthlicher Gegend erfolgt, mitgenommen. Zur Beleuchtung werden Akkumulatoren für eine Tauerbrand von 300 Stunden mitgenommen. Außer dem Unternehmer Zetcli werden sich noch vier Personen an der Fahrt betheiligen.

Äicdtrlündil'chk Vagabunden. enI,ülluugen aus dem Leben der HanNrer uuö Bettler in Holland. In einer vor Kurzem veröffentlichren kleinen Schrift Die Nomaden von Niederland" von Alex, van Nancy finden sich interenante Mittheilunzen über das Leben der herumziehenden Krämer, Hausirer und Bettler in Holland. Wir entnehmen dem Büchlein das Folgende: Die Nomaden" rekrutiren sich aus fast allen Klassen und Berufsständen des Volkes, man findet unter ihnen frühere Offiziere, herunterzekommene Advokaten, ansehnliche Kaufleute, höhere Beamten, ja, auch Angehörige des alten niederländischen Adels. Der Uneingeweihte macht sich gar keinen Begriff von den Einnahmen dieser Landstreicher: bei einem der zahlreichen Schlemmerfeste, bei denen zum Schlüsse hoch gespielt wird, kam einer der Anwesenden auf de Gedanken, jeder der 21 Tischgäste solle die Summe, die er an diesem Tage von den Kunden" einkassirt habe, auf den Tisch legen, und da ergab sich, daß ein früherer Schulmeister die Summe von 117 Gulden vorzeigen konnte, von der allerdings 34 Gulden für den Ankauf von Waaren abgezogen werden mußteN, so daß aber immer noch ein Reinverdienst von 83 Gulden blieb! In ihrem Absteigequartier, im Silbernen Stern" in Geertruidenburg, machen sich die Gäste gewöhnlich am Montag Abend einen guten Tag; neben einem fetten Kuhkopf werden zahlreiche andere Fleischspeisen aufgetischt, Körbe mit Eiern. Heringen. Bückingen, Käse, feinem Weißbrod, dem feinsten Zwieback, allen möglichen Sorten Back- und Zuckerwerk, stehen auf der Tafel, dabei fließt Bier, Genever, Kognak wie aus einem unversiegbaren Brunnen, und der Verfasser erklärt, daß diese Bettle? geringeres Essen, mit dem sich eine Bürgerfamilie begnügen würde, gar nicht berührten. Ein Altmeister dieser Zunft, der mit Schreibutensilien hausirt und dessen Frau Straßenlieer singt und bettelt, verzehrte als Abendbrod in dem genannten Silbernen Stern" zwei Pfund feines Weißbrod und 18 frische Eier. Ein besonderer Typus dieser Gilde war der SockenTinus." Dieser alte Trunkenbold, oer zwar alles, dessen er bei den Bauern habhaft werden konnte, mitlaufen ließ, hatte sich auf die Spezialität, Socken und Strümpfe zu betteln, verlegt; er .hatte es darin zu solcher Fertigkeit gebracht, daß er an einem einzigen Tage manchmal 30 Paar im Korbe auf seinem Rücken naa? Hause trug. Einige Paare wurden des Abends in Genever umgesetzt oder er bezahlte fein Schlafgeld damit, die übrigen nahm er mit nach Hause, wo Frau und Tochter sich Röcke davon machten, die Löcher in den Fenstern und selbst im Dach damit zustopften oder sie auch als Brennmaterial benutzten; als er starb, lag er auf einem aus Socken und Strümpfen gemachten Bett. Zwei neue Staaten. Die von den Territorien Oklahoma. Arizona und New Mexiko nachgesuchte Erhebung zu Staaten dürfte in Folge einer Verständigung der Freunde und Gegner der Staaten-Bill im Kongreß insoweit sich verwirklichen, als man aus den drei Territorien zwei Staaten, Oklahoma und Montezuma, bildet, von denen der letztere Staat Arizona und New Mexiko umfaßt. Das Jndianer-Territorium würde dabei

außer Betracht gelassen werden. Von Seiten der Freunde der Staaten-Bill sind Emissäre nach Arizona und New Mexiko gesandt worden, um unter der dortigen Bevölkerung Umschau zu hal ten, ob der Plan, die beiden Territorien zu einem Staate, zu verschmelzen, Anklang finden würde. Die maßgebenden politischen 5ireise sowohl in Arizona, wie in New Mexiko, sind für den Vorschlag, da sie sich lieber eine Verschmelzung gefallen lassen wollen. als den Staaten-Plan überhaupt in die Brüche gehen zu sehen. Sollte unter der Bevölkerung der beiden Territorien hinreichende Stimmung für den Plan vorhanden sein, so wird dieser perfekt werden. Die Entstehung der Confetti. Vor einigen Jahren wurde in einer Druckerei in Paris eine große Anzahl von Kalendern angefertigt, durch welche ein kleines, rundes Loch gebohrt wurde, damit eine Klammer die einzelnen Blätter zusammenhalte. Ein Haufen winziger, kreisförmiger PaPierschnitzel lag auf dem Tische, und einer der Arbeiter belustigte sich damit, einer Kollegin eine Handvoll auf die Haare zu werfen. Sie ging sogleich auf den Spatz ein, ergriff auch eine Menge' dieser Papierfetzchen und zielte auf sein Gesicht. Andere Mädchen folgten ihrem Beispiele und die erste Confettischlacht begann. Als es gerade am lebhaftesten zuging, kam der Chef herein, und da er ein praktischer Vcann war. stieg in ihm der Gedanke auf, daß er auf diese Weise viel Geld verdienen könne. Er bestellte eigene Maschinen und fertigte große Quantitäten dieses neuen Artikels an, mit dem er sich ein Vermögen erwarb. Paris versieht jetzt fast die halbe Welt mit Confettis, eine Bestellung auf 50 Tonnen ist zur Karnevalszeit nichts Außergewöhnliches mehr. Bon Thieren kennt man gegenwärtig 360,000 verschiedene "Arten; hierzu kommen aber jährlich noch Hunderte von neuen Arten, vorzüglich von neu entdeckten Insekten.

Durch königliches Edict .... des .... Rex König:, kündigt die Big Four Bahn Halb Raten für die Runk'ahrt zum

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