Indiana Tribüne, Volume 26, Number 138, Indianapolis, Marion County, 2 February 1903 — Page 5

Indiema Tribüne. 2. Febrar 1903

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Großmutter AcnsKe.

Von Cyricl Buyfse. Ihre innere Erregung nur mühsam verbergend, wartete Emeranska ungeduldig, bis die alte Großmutter nach dem einfachen Abendessen ihr Gebet gemurmelt und mit der selben, verschrumpften, zitterndenHand ein Kreuz geschlagen hatte. Dann sagte sie plötzlich in einem Athem: Großmutter Renske, ich hab' jetzt Geld genug; soll ich nun Sonntag nach der Stadt gehen und sie kaufen?" Tie alte Frau war mit Mühe aufgestanden, um an ihr Spinnrad zurückzugehen; doch entsetzt sank sie nun wieder in ihren Stuhl, den Blick mit jahem Erstaunen auf das junge Mädchen gerichtet. Ach, Du mein Herrgott! Das steckt Dir also noch immer im Kopf!" rief sie verzweifelt aus. Aber liebe Grogmutter Renske. ich möchte doch so gern mit meinerSchneiderei ein bißchen mehr verdienen, und das kann ich doch nur, wenn ich eine Nähmaschine habe." Sie war dunkelroth geworden und hatte Thränen in den Augen. Die Alte schüttelte den Kopf und erhob sich schwer von ihrem Stuhl. Herr Du mein Gott, Herr Du mein Gott, was sind das für Sachen!" jammerte sie. Nun soll die Teufelserfindung auch noch in mein Haus kommen." Aber Großmutter, das ist kein: Teufelserfindung", meinte Emeranska begütigend, das ist eine sehr schöne Erfindung, und heutzutage wird sie von allen Schneidern und Schneiderinnen benutzt." Mit ihrem krummen Rücken schleppte sich )ie alte Frau mühsam, sich schwer auf ihren Stock stützend, wieder an ihr Spinnrad, indem sie seufzend vor sich hinmurmelte. Sie war noch eine von den alten, alten Zeiten, denen sie noch heute angehöric. Von all den neuen Erfindungen kannte und begriff sie nichts; sie fürchtete sich vor ihnen, und sie waren ihr zuwider. Nicht zehnmal in ihrem langen Leben war sie in der Stadt gewesen, und noch nie hatte sie in einem Eisenbahnzug gesessen. EineNähMaschine war ihr vollends etwas Unbekanntes; noch nie hatte sie eine solehe gesehen; aber sie meinte, es müsse etwas Aehnliches sein, wie jene Eisenbahn, die vor nun mehr als sechzig Jahren zum ersten Mal hier durch die Gegend gerast war. Mit Hunderten und aber Hunderten war sie, von brennender Nengier getrieben, zum Dorf hinaus geeilt, um das Wunder zu sehen. Das ist ja der leibhaftige schwarze Teufel", hatten da aber die Leute gerufen, und voller Entsetzen waren sie davongelaufen. . . Kleider Mit eine? Maschine nähen! Ach. zu ihren Zeiten machten sich die Leute ihre Kleider selbst, und wenn sie es nicht konnten, dann ließen sie sich eine Schneiderin ins Haus kommen, welche die Sachen in ihrer Gegenwart anfertigte, ohne trügerische Werkzeuge, alles mit den Händen. Es ist also gut. Großmutter, ich darf Sonntag hingehen und sie kaufen. ja?" fragte das Mädchen nochmals verlegen und eingeschüchtert. Ich kann nichts dagegen thun, da Du sie ja mit Deinem eigenen Geld bezahlst. Aber nach meinem Sinn ist es nicht", klagte das Altchen mit cinem tiefen Seufzer. Sie saß wieder an ihrem Spinnrad, hatte das flackernde Oellämpchen angesteckt und spann. Das Holzrad schnurrte, und ihre alten, runzeligen, knochigen Finger haspelten noch immer mit erstaunlicher Gewandtheit den Hvinnrocken ab. Ihr verschrumpfter Kopf, der in einer weißen FlügelHaube mit breiten, braunen Bändern bcinah6 ganz versteckt war, glich selbst einem Spinnrocken, von dem sich die unsichtbaren Fäden geheimnißvoll abspannen, in eigensinnigem, ununterbrochenem, ewigem Einerlei. Ihr ganzes Leben lang hat sie gesponnen. Das Spinnrad hatte sie mit sechzehn Jahren bekommen, und es war mit ihr alt und grau geworden. Hier an dem kleinen Fenster mit den viel theiligen, grünlichen Scheiben hat sie gesessen und gesponnen, als junges, hübsches, blondes Mädchen mit frischen Wangen und leuchtenden Augen, an ihren Bräutigam denkend, der sie am Sonntag nach der Andacht zu besuchen pflegte. Hier ha: sie gesessen und gespönnen als sorgsame, fleißige Haus srau, umgeben von emer munteren, lärmenden Kinderschaar. Hier hat sie gesessen und gesponnen, als sie alt und einsam geworden war, als alle, die sie ernährt und groß gezogen hatte, weggegangen oder gestorben waren. Und nun saß sie hier und spann auch noch in ihren letzten Tagen, bei ihrem letzten Enkelkind, das ihren Namen trug, und das hübsch und blond war, wie einst sie selbst. Ihre Arbeit, die man ihr früher gut bezahlt hatte, brachte fast nichts mehr ein, und eigentlich brauchte sie auch gar nicht mehr zu arbelten, denn sie hatte genug gespart, um ihr Leben ruhig und ohne Geldsorgen beschließen zu können. Aber dennoch saß sie da und spann,aus eingewurzelter Gewohnheit; sie konnte und wollte es nicht lassen, sie meinte daß sie sterben müsse an dem Tage, da sie aufhöre zu spinnen. Nun war die Nähmaschine doch ge kommen: ein prachtvolles, glänzend poliertes Prunkstuck, dessen Rad sich lärmend mit unnatürlicher Geschwin digkeit drehte. F toax ein Genuß, sie

anzusehen und damit zu arbeiten. Die Nachbarn kamen, um das Wunderding zu betrachten und waren voll entzückter, fast neidischer Bewunderung. Sie fragten GroßmuttcrRenske, ob sie nicht stolz und glücklich sei, solch ein Prachtstüä in ihrem Hause zu haben. Doch nein, Großmutter Renske war ganz und gar nicht stolz und glücklich damit. Großmutter Renske fürchtete sich vor dem unbekannten, verzwickten Ding, das, auf krummen, dünnen Beinen siehend, nicht mit den Händen, sondern fast unsichtbar mit den Füßen in Bewegung gesetzt wurde. Zwar glich die Maschine nicht dem schwarzen Teufel", jener entsetzlichen Eisenbahn, die sie vor sechzig Jahren zum ersten Mal gesehen hatte; aber sie hatte kein Vertrauen zu ihr, sie begriff sie nicht, fürchtete sich so sehr, o so sehr vor ihr. Du mußt das Ding zuschließen, mir ist bange davor", wiederholte sie regelmäßig, wenn ihre Enkelin das Haus verließ, um Besorgungen zu machen oder Sonntags ins Dorf zu gehen. Und da saßen sie in dem einsamen, altmodischen Häuschen mit der nicdrigen, verräucherten Zimmerdecke, mit den kleinen, in Blei gefaßten Fenstern, mit den alten, zinnernen Tellern auf dem Kaminsims und dem Schrank so saßen sie, jeder bei seiner Arbeit, wie die alte und die neue Zeit; das blonde, frische Mädchen an seiner klappernden, neu glänzenden Nähmaschine; das alte, verschrumpfte Mütterchen an seinem surrenden, grauen Spinnrad. Si konnten einander nicht

sehen, denn sie kehrten sich den Rücken zu, jeder an einem der Fensterchen sitzend, die auf den kleinen grünenObstgarten mit seinen alten, rauhen, knorrigen Bäumen hinausführten. In stets wachsendem Entzücken über die prachtvolle Maschine dachte das Mädchen bei sich, daß die Großmutter sich woyl mit der Zeit damit aussöhnen würde, und ab und zu zeigte sie dem Altchen die schönen Sachen, die sie damit anfertigte. Sieh doch mal die Hemden, Großmutter Renske, zehn solche kann ich an einem Tage damit nähen." Dann blickte die alte Frau wohl emmal auf, antwortete aber nichts, destoweniger, indem sie mißbilligend den Kopf schüttelte: Zu meinen Zeiten brauchten die Menschen gar nicht so viel Hemden." Und doch würde die Großmutter sich damit versöhnen!... Das sah, das ühlte das Mädchen instinktiv. Sie glaubte zu bemerken, daß sie sich allmählich doch hin und wieder nach der Maschine umwandte, als ob sie das heimliche Verlangen habe, mehr davon zu wissen. Als sie einmal aus dem Zimmer gegangen war, fand sie bei ihrer Rückkehr die Großmutter an der Maschine stehen und augenscheinlich das wunderliche Instrument mii reger Aufmerksamkeit betrachtend. Willst Tu nun al seyen, wie das geht, Großmutter Renske?" fragte das Mädchen schnell, begierig, die gute Gelegenheit zu benützen. Doch die Alte fuhr erschrocken empor, und ihre grauen Wangen farvten sich roth, während sie mürrisch stotterte und brummte: Nein, nein, ich suchte nur die Scheere. Warum Du nur immer die Scheere weglegst! Und ich habe Dir doch auch oft genug gesagt, daßDu das Ding unter seinen Kasten schließen sollst, wenn Du fortgehst; ich fürchte mich davor Aber Großmutter, die Scheere liegt ja auf Deinem Spinnrad!" antwortete Emeranska und hatte Muhe, das Lachen zu unterdrücken. Der Winter kam, und die Tage wurden kurz. Um vier Uhr schon begann es zu dämmern, und Emeranska mußte aufhören zu arbeiten, wenn sie sich bei Großmutter Renskes traurigem Oellämpchen nicht die Augen verderben wollte. Großmutter, ich werde doch wohl eine Petroleumlampe oaoen mu nen, um des Abends dabei arbeiten zu kon nen", sagte sie. Die alte Frau hatte mehr als siebzig Jahre lang mit ihren starken Augen bei dem glimmenden Schein ihres sjtU lämpchens gesponnen und schrak bei den Worten der Enkelin heftig empor. Was!. . .Petroleum in unser Haus! . . .Willst Du vielleicht, daß wir lebendia verbrennen?" übertrieb sie. Aber Großmutter, sprich doch nicht so; alle Leute brennen doch jetzt Petro leum", sagte das Mädchen verdrießlich. Dri mußt es wissen, natürlich, na türlich. Du mußt es ja wissen! Doch ich gebe keinen Cent dafür aus." Das sollst Du ja auch gar nicht, ich will sie ja für mein eigenes Geld kau fen." Und so kam auch eine hübsche, ku pferne, hell leuchtende Petroleumlam pe in das altmodische Häuschen. Na, ist das nun nicht ein schönes Licht?" jubelte das Mädchen, als die Lampe zum ersten Mal brannte. SchöneDinge währen oft nicht lan ge", antwortete die alte Frau auf den Freudenrausch der Enkelin. Und schweigend saßen sie während der langen Winterabende bei ihrer ArVeit: das mnge Madchen bei der hei len Petroleumlampe, Großmutter Renske bei dem altmodischen, armsell gen Oellämpchen. War es die Folge des hohen Alters oder des ablenkenden Einflusses der neuen, fremden Dinge um sie her die Großmutter spann nicht mehr ss

anha tend u. fleißig wie früher, meinte Emeranska. Das Spinnrad schnurrte langsamer und ruhiger, als wäre es müde, überwältigt von dem hastigen Klopfen und Klappern der blinkenden Nähmaschine. Am Abend besonders schien es schwer und mühsam zu gehen. Und wie dicht auch Großmutter Renske das flackernde Oellämpchen an das graue Sp-'nnrad heranschob, s war doch der hellere Schein der Petroleumlampe, der ihre Arbeit beleuchtete, der sie störte und doch wi?derum reizte; gegen ihren trotzigen willen wandte sie ab und zu, obgleich sie den Kopf heftig verneinend schüttelte. den Blick ausdas herrliche Licht, das sie mit unwiderstehlicher Gewalt anzog wie das Licht der Sonne selbst. Emeranska beobachtete die ermüdeten,

sclbstbereiteten Qualen der Großmutter und sagte: Weißt Du, Großmutter, wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich doch aufhören zu spinnen. Du kannstDich wirklich fchon zur Ruhe setzen; ich will gern für Dich arbeiten." Aber davon wollte das eigensinnige Altchen nichts hören. Gleich ging das Spinnrad für ein Weilchen wieder ebenso schnell wie früher, und mit energischem Kopfschütteln antwortete sie: Ich nicht mehr spinnen! Nein, mein Kind, das geht nicht. Wenn ich aufhöre zu spinnen, dann muß ich sterben." Emeranska - hatte einen Schatz, den sie zeden Sonntag traf, wenn sie aus der Kirche kam. Er war ein braver unger Mensch, Schneider von Beruf, der sie heirathen wollte, wenn Großmutter Renske nicht mehr wäre. Die alte Frau wußte um ihre Liebe und war damit zufrieden; doch sie mochte nicht, daß der Bräutigam ins Haus am. Es war Weihnachten. In weiten. stumpf grauen Flächen dehnten sich die gefrorenen Felder unter dem eintönig grauen, nebligen Winterhimmel, und von einem matten Echo melancholisch widerhallte das Glockenläuten weit über die Ebene hin. Emeranska war um ein halb zwei Uhr weggegangen und hatte versprochen, mit dem einbrechenden Abend wie gewöhnlich wieder daheim zu sein. Ihr Schatz begleitete sie nun in der Dämmerung auf dem einsamen Wege zurück, und an der Hecke des Gartens, wo er sich von ihr zu trennen Pflegte, wollten sie eben bis mm nächsten Sonn tag Abschied von einander nehmen, als Emeranska, auf ihr Häuschen weisend, überrascht ausrief: Ach. sieh doch mal, da brennt ja meine Petroteumlamvel. . . Ob iemand gekommen ist, oder ob gar Großmutter sie selbst angesteckt rat?" Ein heller Lichtschein zitterte durch die grünlichen Scheiben, und drinnen am Fenster saß jemand dicht an der Nähmaschine. Wahrhaftig!... Und soll ich Dir was erzählen", rief sie, nachdem sie einen Schritt seitwärts getreten hatte, um besser sehen zu können, die Großmutter hat selbst meine Lampe angesteckt, und sitzt vor meiner Nähmaschine und näht! Habe ich denn wieder vergessen, sie zuzuschließen? Ja. wirklich. . . ich hahe die Schlüssel nicht abgezogen! Wenn sie sie mir nur nicht verdorben hat. Ach, das wäre sogar der Mühe werth", lachte ihr Bräutigam, der nun auck, das Erstaunliche sah. Ich fürchte doch, daß sie da Unordnung gemacht haben wird und will lieber gleich nachsehen", sate das Mädchen besorgt. Mit einer kurzen Umarmung nahmen sie schnell von einander Abschied. Also auf Sonntag, Jules! AufSonntag, Emeranska!" ...Ach, das macht mir Freude, Großmutter Renske", rief das Mädchen, hastig eintretend. Na, ist's nicht schön, damit zu arbeiten?" Die Großmutter saß da mit weit vorgebeugtem Kopf, als suche sie mit Anstrengung das Nadelöhr; doch sie antwortete nicht und bewegte sich nicht. Aber Großmutter", rief Emeransla erstaunt. . . Doch plötzlich blitzte eine unheilvolle Ahnung in ihr auf; erschrocken stürzte sie hin zu der alten Frau und ergriff ihre Hand. Mit einem lauten Aufschrei fuhr sie zurück, lief aus dem Hause und rief mit wilder, ängstlicher, entstellter Stimme: Jules!... Jules!... Jules!... Er war noch nicht weit weg. kehrte sogleich um. lief mit ihr in's Haus zurück und eilte zur Großmutter hin Großmutter Renske war eine Leiche sie war da plötzlich gestorben, an der Nähmaschine sitzend, die Hand an der Nadel, den Fuß auf dem Trittbrett ganz plötzlich, angesichts der merkwürdigen, unbegreiflichen Dinge des neuen Lebens in dem höchsten Moment des Wissen - Wollens, zu dem ein Gefühl der Neugier, mit Furcht gemischt, sie unwiderstehlich getrieben hatte. AuchuntermPantoffel. Räuber (des Nachts einen Herrn im 2ett überfallend): Na, jetzt aber endlich 'raus mit dem Geld, um elf Uhr muß ich spätestens daheim sein!" Mißverstanden. A.: Denken Sie doch, wie ich gestern auf die Jagd gehe, treffe ich gleich bei den ersten Schritten ein altes Weib." B.: Na, sehen Sie! Immer doch desser wie garnichts!"

Attcrthümer Vicra Mexikos. Tntereffante Vlttir.:a'.c auS vorhistorisch und Qt(lUCt:iC,c? Zeit. Neue interessante Mittheilungen über prähistorische ur.b geschichtliche Funde und Ruinen in New Mexiko gibt der Ex-Gouver7:cur Prince von New Mexiko. Prince ist ein Archäologe von Ruf. Nach seinen Darlegungen können die Alterthümer des Territoriums in vier Klassen eingetheilt werden, und zwar sind zur ersten Klasse die vorgeschichtl:chcn Funde z zählen, die bereits bei der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus Ende des 15. Jahrhunderts vorhanden waren, zur zweiten die Bauten der Pueblo-Jndiamr

von der Zeit der Eroberung des Landes durch die Spanier um's Jahr 1520 bis zur Gegenwart, zur dritten die Merkmale und Beweisurkunden für die spanische und mexikanische Herrschaft, zur vierten die Kennzeichen der alten Santa Fe-Landstraße und des Zustroms von Amerikanern aus dem Osten. Zu den neueren Altcrthumsfunden m vuru Mexiko geyoren zwei ooarn werthvolle Sammlungen einzigartiger Töpferwaaren, die vor etlichen Jahren bei Ausgrabungen auf einem Gebiete von 20 Quadratmcilen zu Tage gefördert wurden. VeAnöge seiner Eigenschaft als Präsident der dortigen Historischen Gesellschaft gelang es Prince, die eine Sammlung New Mexiko zu erhalten, während die andcre Kollektion von einem östlichen Sammler erworben wurde. Wenn die Felsenwohnungen in New Mexiko, so führt Prince des Weiteren aus, neben einander gestellt werden könnten, so würde eine ununterbrochene Reihe von 30 Meilen Länge entstehen. Manche dieser kommunalen Gebäude hatten eine ungeheure Ausdehnung, und Bauten mit 1000 Ziuimern bildeten keine Seltenheit. Etliche dieser Ruinen liegen auf Privatbesitzthum, das unter dem alten spanischen und mexikanischen Landgesetze erworben ward. Eine dieser Privatbesitzungen enthält die Ruinen eines kommunalen Gebäudes mit schätzungsweise 1200 Zimmern. Sie werden von dem jeweiligen Eigenthümer erhalten. Eine bcmerkenswerthe Reihe aus Stein erbautcr kommunaler Häuser befindet sich am Chaco Canyon im nordwestlichen New Mexiko. Sie haben an der Basis die Form eines Halbkreises, und einige von ihnen sind vier Stockwerke hoch.' Dabei verstanden es die Einwohner der vorkolumbischen Zeit, Fußvfade von sieben bis acht Zoll Tiefe in solidem Felsen herzustellen. In ihre Kunst der Steinbebauung schlägt auch die Anfertigung riesiger Steinlowen, die aus stehenden Felsen ausacbaucn wurden und sich aus deren Äasis erheben. Diese Bildwerke, die Neben steinernen Hausgötzcn angebetet Wurden, befinden sich auf öffentlicher Domäne; sie sind aber in Folge von Vernachlässigung arg verstümmelt; vorübergehende Schafhirten - Jungen pflegten sie mit Steinen zu bewerfen. An der östlien Seite des Rio Grande liegen die Ruinen einer Reihe von Orten, die zur Zeit der spanischen '6'roberung und noch bis vor 150 Iahren bewohnt waren. Jeder dieser Orte hatte eine von Franziskanern erbaute Kirche. Diese Gebäude zerfallen jedoch mehr und mehr. Das hervorragendste Merkmal aus der spanischen und mexikanischen Herrschaft in New Mexiko bildet der Gouverneurspalast in Santa Je, der 250 Jahre lang der Mittelpunkt und das Hauptquartier der Behörden des gegenwärtigen SüdWestens der Ber. Staaten war. In dem Gebäude, das seit der Eroberung des Landes durch die Spanier existirt, konzentrirt sich die Geschichte jener Region. Das heutige New Mexiko wurde in Folge des amerikanisch-mexikanischcn Krieges 1845 bis 1848 von Mexiko an die Ver. Staaten abgetreten. An den amerikanischen General Kearney, der 1846 Santa Fe einnahm und dann das ganze Land durchzog, erinnert noch das Santa Fe überragende alte Fort Marcy, wo Kearney Befestigungswcrke schuf, sowie andere Ueberreste. Sie werden von den Töchtern der Amerikanischen Revolution erhalten. Sur Erhaltung weiterer Alterthümer New Mexikos liegt dem Kongreß gegenwärtig eine Bill zur Errichtung eines Cliff Dwellers National-Parks vor. Einst und jetzt. In einem Artikel über die Frankfurter Freiwilligen in 18141815 theilt die Kleine Presse" u. A. auch mit. auf welche Weife in jener Zeit zum Schießen kommandirt wurde. Da stch in diesem Kommando die seither in der Waffentechnik gemachten ungeheuren Fortschritte sehr drastisch darstellen, dürfte es Manchen interessiren. zu erfahren, daß man damals die Chargirung" in folgendm zwölf Tempi mit achtzehn Bewegungen ausführte: 1. Ladt's Gewehr"; 2. Oeffnet Pfann"; 3. Ergreift Patron"; 4. Oeffnet Patron"; 5. Pulver auf Pfann"; 6. Schließt Pfann"; 7. Zur Ladung 's Gewehr"; 8. Patron in Lauf"; 9. Zieht aus den Ladstock"; 10. Stoßt an die Ladung"; 11. Ladstock an Ort"; 12. Schultert's Gewehr." Und erst wenn dies alles geschehen war. war der Mann endlich in die Lage versetzt vorbeizuschießen. Ein englischer Postbote in Dover, der unlängst nach 40jähriger Dienstzeit pensionirt wurde, hat auf seinen Botengängen die siebenfache Distanz des (Erdumfangs zurückgelegt.

Gisenvukn - Uhrpln. lleveland, Cmcinnati, Chicago Sc St. Ccmis Railway.

C leveland t bedeutet taglich, ausgenommen Sonntag. Abgang New Iork Expreß tägl 4 40Bm Anderson B H'b'r Erp . . . . 6 45Bm Muncie & FtWayne Exp p. 7 2093m 8 & 8 Lim täglich 8. . . . 8 00Nm lev & Benton Harbor Sxp. 11 10Vm N S & B Lim, tägl ä s. . . . 2 5523m Union City Acc tägl 4 45Nm 6 25Nm Knickerbocker Sp täglich d & s St. Louis Worlds St LouiS Mail 7 20m Southweftern Lim tgl d & s 11 45Bm St Louis Lim täglich p d s. 3 25Nm Terre Haute & Mat'n Acc.. 5 OONm & St. Louis Exp tägl..lO 40Nm mt Louis Expreß tägl s. . . .12 05Vm Cincinnati Ein & Lous Nachtexpreß tgl 8 3 45V St Lous & Ein Rachtexp lg s 4 30Bm Cincinnati Exp tägl 8 7 30Bm Eincinnati Acc 10 45Bm Cincinnati g Expreß, tägl p 2 50Nm Louis F Expreß 2 50Nm Greensburg Accom 5 20Nm Cinc & Wash F L tg d 8 k p 6 20Nm

Chicago Division. Kankakcc Accom 7 OOBm Cinc Nae-xvreß, tägl 8 3 30Bm Chicago Fast Expreß tgl d p 11 50Bm Kankakee Accom 10 30Bm White City Special sd&p. 3 30Nm Cinc Fast Expreß tägl pd.. 2 40Nw LaFayette Accom 5 15rn La Fayette Accom 5 15m Chicago Nachtexvreß tägl 8. .12 05Bm Cinc & Wash p.;d4p.. 6 lONm Mi ch ig a n Division. Benton Harbor Expreß 6 45Bm Elf hart Accom nur Sonntags 9 25Bm Michigan Mail Expreß p... 111095m Elkhart Expreß 10 300 Elkhart Acc täglich 4 45Nm Benton Harbor Expreß p 3 lONm Michigan Expreß 8 15Nn Peoria Divisio n w e st l i ch. Peoria Expreß 6c Mail 7 25Bm Eolumbuk & Cinc Exp tgl 8 3 30Bm Western Expreß täglich p d. .11 50Bm Ehampaign Accom 10 35Bm Champaign Accom 4 lONm N g & Ohio Special 2 40Nm Peoria Expreß täglich 8 11 50Nm Peoria Expreß täglich p & d 6 08N Peoria Divisio n ö st l i ch. Columbus Expreß tägl 6 00Vm Lynn Accom 10 15Bm Ohio Special tägl dp 3 00Nm Columbus Expreß tägl dp. .11 40Vm Lynn Accom 6 15Nm Columbus Expreß tägl 8. .. .10 30Nm pittsburgh, Cincinnati, Chicago 6c St iouis R'y. Indianapolis Division. Abgang Ankunsl Eafiern Expreß täglich 3 30Vm Schnellzug täglich s fcd... 6 30Bru Columbus Accom 7 3095m Limited Mail täglich 6 40Vm ftast Expreß täglich g 6 8 10Vm Richmond Accom 8 40$ Bradsord Accom 1 25Nm St Louis Ezvr tägttch d & sl2 lORw

Atlantic Expreß taglich s&d3 ?5Nm Day Expreß täglich 5 OONm St L N S Lim täglich sd 7 15Nm Richmond Accom 8 OONm Chicago Louisoille Chic Exp tgl pd 11 35Bm Lou & Chi F Ezvr täglich 8 12 05Bm L o u i s v il l Chicago Zc Louisv Spl tägl 8 3 40Bm Pitts k Lou F L tägl 8. . . . 7 OOVm Mad Acc nur Sonnt 7 30Bm Louisv & Madison Accom.. 8 05Vm Chicago k Lou A L täglich p d 3 55Nm

Madison Accom 3 55Nin Madison Accomm Sonntags 8 15Bm Louisville Accom . . 6 l5Nm Lou & Chi F Expr. täglich8 11.50 Nch vandalia (ine. Abgang Ankunft R A d St L Lim täglich g & & 6 50Bm New Aork Expreß täglich 8. . 3 20Bm St LsuiS Expreß tägl 7 25Bm St Louis Expreß täglich 6 50Bm St Louis Expreß d 8 12 15Nm Schneller Expreß täglich 8. . . 7 65Bm Weskrn Expreß tägllich d 8.. 3 30Nm Terre Haute Acc täglich 10 OOBm T Haute & Effingham Acc.. 4 OORm Effingham Accom 1 20Nm Terre Haute Expreß, täglich . 7 lONm Atlantic Expreß täglich d 8 . . 2 60Nm 9cimmt keine Paffagiere 8 35Nm Fast Line täglich 4 45Nm Racht-Expreß, täglich. 8 .... 11 20Nm St L & X 9 Lim täglich s k d 7 OONm Indianapolis Sc vincennes R. R. Cairo fe Bincen Expr täglich 7 20Bm Spencer Acc, tägl 7 50m Martinsv Accom 12 30Nm Bincenneö Erpreß täglich . . 10 25? Bincenneö Expreß 3 56Nm MartinSville Acc, tägl 3 45Nm Spencer Acc, tägl 7 l5Nm Cairo Expreß täglich 6 löN

Chicago, Indianapolis & (omsville R'y. (Zslonon Reute.) Abgang Akunsl Chic Right Expreß täglich s.. 12 55Vm Cincinnati Veft täglich 8. .. . 3 45Vm Fast Mail täglich 8 p 7 OOVm Fast Mail täglich 8 7 60Vm Chi Expreß nur Sonnt p d.ll öOVm Monon Accom, täglich 10 OOVm Chi & Mich Citv Veit d p.. 3 35Nm Cincinnati Best täglich dp.. 4 52 Monon Accom, täglich 4 OONm take Lrie Sc weftern R. R.

Abgang Mail und Erpreh 7 15Vm T Det k M E Ex täglich. .12 20Nm Laportc Accom nurSsnntagö.12 20Nm Evening Expreß 7 25Nm

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8 bedeutet glveoer. ?. Pirtor C". C.-Chir

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Ankunft 9 25B Union City Accom tägl Elkhart Accom, nur Sonntqö 9 2593m Fort Wayne fc Elk Expreß p 10 30B Southwestcrn Ltd tgl d 8 11 30Bm St Louis Ltd tgl ä 8 3 10Am B H'b'r Expreß p s 3 10m Union Ciry & Clev Acc ... . 6 30Rm B H'b'r & Anderson Erpreß. 8 15 New Iork Exprey täglich 10 ION in New Aork Ltd tägl s 11 45m Division. Fair Roats" New Aork Ervreh täalick s.. 4 20m St. Louis Expreß tägl .. . . 7 25Vm Mat'n & T Haute Acc 10 35Bm N I sc Boston Lim taal pds 2 50 St Louis Mail 5 35 Knickerbocker Sp täglich sScd6 10m Division. Greensburg Acc 8 45B Cincinnati Acc täglich 11 OOBn, Chic &St8 Expreß tg d s & pll 40Brn Chicago Lous & St L Expreß 11 40Bm White City Spezial p 3 25Rm Cinc & Indianapolis Acc . . . 7 55Nm Cinc 3nd & St L Erpr ta s. .11 50Nm Chic & Lou Nachtexvreß tg 11 40Rm Bradsord Accom 2 OONm Western Expreß täglich 8 3 20Rn Nimmt keine Passagiere tgl- 8 30Nm Zndianavolis Accom I b. . . .16 40Nn Divisio. Chic fc Lou F Exvr täglich 8 3 20Vm Chic & Lou Exvr täglich pb 3 40Nn e Division. Louißv & Madison Acc 10 lOVm Lou & Chic F L tägl p K....11 30V Louisville u. Madison Acc ö 40N Louisv & Pittsd L täglich s 7 059cm Ankunft Indianapolis Expreß taglich 10 26V Mail & Expreß . . . 3 26Rm Toledo Expreß . 10 25Nm Cr. D. ".Inr Ctr. B-BitTe-Cr