Indiana Tribüne, Volume 26, Number 136, Indianapolis, Marion County, 30 January 1903 — Page 7

titMatia XrtMinc, 40 ?anuar 1903

f-M-I-M-l-I-i-i

i T I t ? Anheim. Jcnr.ilienrornan tcw öcctor Utstlot. v;.v. (Fortsetzung.) So wollen Wir aljo mit dem Tragen umwechseln, Aurelie." Als sie nach kurzem Ausruhen wieder gleichen Schritt hielten, kam Perrine gleich wieder auf die unterbrochene Unterhaltung zurück: Sie sagten vor hin, Herr Edmund Paindavoine sei im Unfrieden mit seinem Vater fortgereist?" Ja, und als er in Indien war, da haben sie sich noch viel mehr verfeindet, weil Herr Edmund da hinten ein Mädchen aus jenem Lande geheirathet hatte eine Heirath, die nicht zählt denn Herr Vulfran wollte, daß sein Sohn ein Fr"..llin nehme, die zu der ersten Familie in der ganzen Picardie gehörte; und wegen dieser Heirath und um seinen Sohn und seine Schwiegertochter gut zu setzen, hat er sein Schloß gebaut, das viele Millionen gekostet hat. Tro dem allem hat sich Herr Edmund nicht von seiner Frau da hinten trennen wollen, um das Fräulein von hin zu nehmen; und darum haben sich Vater und Sohn ganz und gar überwarfen, so sehr, daß man heute nicht einmal weiß, lebt Herr Edmund noch, oder ist er todt. Die Einen sagen so, die Anderen anders; aber Gewisses weiß man nicht, denn es ist feit Jahr uno Tag keine Nachricht mehr von ihm eingelaufen so heißt es wenigstens, denn Herr Vulfran spricht mit keinem Menschen darüber, und seine Neffen thun es auch nicht." Hai denn Herr Vulfran Neffen?" Ja. Herr Theodor Paindavoine ist der Sohn seines Bruders, und Herr Kasi-nir Bretonneur der Sohn seiner Schwester, die txa5 Stützen zu sich genommen hat. Wenn Herr Edmund nickt mehr zurückkommt, so fällt einmal das ganze Vermögen mit allen Fabriken des Herrn Vulfran diesen Beiden zu." Das ist merkwürdig." Tu könntest eher sagen, es wäre traurig, wenn Herr Edmund nicht zurüätäme." Für seinen Vater?" Und auch für das Land, denn kämen die Neffen an's Ruder, so weiß rnen nicht, wie's mit den Fabriken vorwärts gehen soll, wo so viele Menschen ihr Brod verdienen. Man spricht viel davon, und Sonntags, wenn ich im Laden helfe, höre ich allerhand darüber reden." Ueoer die Nessen?" Ja, über die ?!effen, und auch sonst noch; aber bei geht uns nichts an. uns gewöhnliche Leute." Versteht sich," sagte Perrine. Und da sie kein zu großes Interesse für diese Dinge an den Tag legen wollte, ließ sie einige Minuten vergehen, ohne ein weiteres Wort zu sagen; sie hoffte, Rosalie. die eine Plaudertasche zu sein schien, werde schon wieder das Wort ergreifen, was auch wirklich der Fall war. Kommen denn Deine Eltern auch nach Maraucourt?" fragte sie. Ich habe keine Eltern," antwortete Perrine leise. Weder Vater noch Mutter?" Weder Vater noch Mutter." Da geht es Dir wie mir; aber ich habe meine Großmutter, die sehr gut ist, und die noch mehr für mich thun würde, wenn es nicht wegen meiner Onkel und Tanten wäre, die sie nicht vor den Kopf stoßen will; ihrethalb kann sie nicht thun, was sie gern möchte; sonst müßte ich nicht in der Fabrik arbeiten, sondern dürfte im Laden bleiben. Also Du stehst ganz allein in der Welt, Aurelie?" Ganz allein." Und bist uf eigene Faust von Paris nach Ma..aueourt gekommen?" 'Man hat mir gesagt, ich fände oa vielleicht Arbeit; und anstatt weiter zu wandern bis in die Gegend, wo die Verwandten wohnen, die ich noch habe, dachte ich, ich wollte mich einmal in Maraucourt umsehen; denn man weiß nicht, wie man von Verwandten, die man gar nicht kennt, aufgenommen wird." Das ist sehr wafft. wie's gute gibt, so gibt's auch schlimme." Das ist's gerade." Laß Dich's nicht anfechten, blei'r ruhig hier. Du findest sicher Arbeit in den Fabriken. Es ist ja kein grcher Taglohn, zehn Sous, aber es ist doch etwas, und Du kannst es mit der Zeit zu zweiundzwanzig Sous bringen. Ich will Dich etwas fragen Du kannst mir antworten oder nicht, wie Tu magst: hast Du Geld bei Dir?" Etwas." Nun, dann kannst Du, wenn Du Lust hast, bei der Mutter Francoisc wohnen, das wird Dich achtundzwanzig Sous in der Woche kosten bei Vor ausbezahlung." Ich kann gut achtundzwanzig Sous geben." Weißt Du, ich verspreche Dir für dies Geld kein schönes Zimmer für Dich allein; Du müßtest mit Sechsen zusammen schlafen; aber Du hättest Dein eigen Bett, Deine Betttücher und eine Decke; das hat nicht Jedermann." Ich nehm's dankbar an." Es wohnen nicht blos Leute zu achtündzwanzig Sous die Woche bei meiner Großmutter, wir haben in im

serem neuen Hause auch schöne Zimmer für unsere Herren, die in der Fabril angestellt sind. Da ist Her? Fabry, der Konstruktionsingenieur; Herr Mombleur. der das Rechnungswesen unter sich hat; Herr Vendit. der Gehilfe für die cusländische Korrespondenz. Wenn $to ie inH diesem srrift. io mutzt Du Herr Bendtt zu tt)ra sagen; er ist nämlich ein Engländer und äracr; sich, wenn man Bandit aussprichl, weL er glaubt, man welle sich über ihn lustig machen und ihn ,Näubcr' schimpfen." Das will ich mir m-rZcn. übrigenZ kann ii) Englisch sprechen." J6ta'3? Du kannst Englisch sprechen?" Meine Mutt:r war eine Engländerin." Aha! So ist die Sache? Nun. der Herr Bendii wird sich nicht tter.in freuen, mit Dir plaudern zu können, und noch besser würd' es ihm gefallen, wenn Tu alle anderen Spra6)cn auch verstündest, denn es ist seine Häupterholung an Scnntagcn, das Vaternnsti in einem Buche zu lesen, wo es in fünf-

undzwc.nig pn:er,en gedruckt ist; wenn tx'h fertig gelesen hat. sangt e? gleich nieder von vorn an, und tan noch einmal von vorn, und so jahraus, jahrein jeden Sonntag. Aber cr ifi trotzdem ein braver Herr, der Herr Bendil." 12. Kapitel. wissen dem doppelten Vorhang großer Bäume hindurch, die aus jeder Seite die Straße einsah.ten, zeigten sich schon seit einigen Augmolicken, verschwanden auch alsbald wieder, rechts am Abhang des Hügels ein Kirchthurm mit Schieferdach, links große Giebel mit geschuppter Bleibevectung und etwas weiter entfernt mehrere hohe Baeksteinschlöte. Jetzt kommen wir nach Maraucourt," sagte Rosalie, bald wirst Tu das Schloß des Herrn Vulfran zu sehen bekommen, und dann auch die Fabriken. Die Häuser des Dorfes sind nech hinter den Bäumen versteckt, wir können sie erst sehen, wenn wir nah? daran sind; gegenüber der anderen Seite des Flusses befindet sich die Kirche mit dem Kirahof." Und richtig, als sie an eine Stelle kamen, wo die Weiden verschnitten warcn, erblickte man das Schloß inmitten eines weit ausgedehnten, mit Vaumgrupven gezierten Parkes in seiner ganzen Großartigkeit, mit seinen drei Flügeln, deren Fassaden aus weißen Quadcrn und rothen Backsteinen erbaut waren, seinen hohen Dächern und schlanken Kaminen; der Park lief bis zu den Wiesen hinab und erstreckte sich wei! hinaus auf dem welligen Gelände. Neberrascht von dem Anblick war Perrine langsamer gegangen, während Rosalie den schnelleren Schritt beidehielt; dadurch kam der Korb in's Schwanken, so daß ihn die Mädchen auf die Erde stellten. Gelt, das Schloß gefällt Dir?" sagte Nosalie. Es ist wundersckön?" Und denke nur," fuhr die Aner? fort, Herr Vulfran bewohnt es ganz allein mit einem Dutzend Leute, die ihn bedienen, ungerechnet die Gärtner, die Stallknechte und Kutscher, die in den Wirtschaftsgebäuden am Parkende, dort beim Dorfeingana untergebracht sind. Dort siehst Du auch zwei weniger hohe und dicke Kamine als die der Fabrisen; sie gehören zu den elektrischen Maschinen für Erleuchtung des Schlosses und zu den Dampfkesseln für Heizung des Schwsses und der GewächsHäuser. Ach, wie es in dem Schlosse schön ist! alles strahlt nur so von Gold! Man sagt, die Herren Neffen wären gleich dabei, auch mit Herrn Vulfran drin zu wohnen, aber er will sie nicht bei sich haben, er lebt lieber für sich allein und speist auch ganz allein. Die Sache ist die: er hat den einen von ihnen in seinem alten Hause einlcgirt. das am Auögang der Werkstätten liegt. den anderen nebenan, da sind sie ganz in der Nähe des Bureaus, was freilich nicht verhindert, daß sie öfters zu spät kommen, während ihr Onkel, der dock err uvcr alles und schon sünsundundsechzig Jahre alt ist, und sich 31a Ruhe setzen könnte, immer auf dem Platze ist, Sommers und Winters, bei gutem wie bei schlechtem Wetter, ausgeiromuien den Sonntag. Sonntags arbeitet man niemals, weder er selbst noch sonst Jemand, darum siehst Du auch heute nirgends einen Kami? rauchen." Kaum hatten sie den Korb wieder aufgenommen, so bot sich ihnen ein Ausblick auf die gesammten Werkstätten; aber Perrine bemerkte nichts als ein Durcheinander von Däusern, alten und neuen, deren Dächer, aus Ziege! oder Schiefer, sich um ein riesig großes, fast in ganzer Höhe graues, oben schwarzes Kamin gruppirten, das die anderen mit seiner Massigkeit förmlich erdrückte. Endlich erreichten sie die ersten zerstreuten Häuser; alle standen in Höfen, die mit verkümmerten Apfelbäumen besetzt waren. Und nun wurde Perrineö ganze Aufmerksamkeit erregt, sah sie doch das Dorf vor Augen, von dem sie so oft und viel harte sprechen hören. Was sie am meisten verwunderte, war das Zusammenstehen und Gesumme der Leute: Männer, Frauen und Kinder im Sonntagsstaat waren vor ata Häusern versmmeli, oder drängten sich in den im Erdgeschoß liegenden Sälen heruur, wo man durch die offen stehenden Fenster sehen konnte, was innen vorging. In der größtm Stadt hätte der Menschenzusammen fluß nicht lebhafter sein können. Im

Fr. ten schwatzte alles mit yeravyangenden oder schlenkernden Armen, mit nichtssagendem, gleichgiltigem Gesichtsausdruck; in den Stuben wurde viel getrunken; allerlei Flüssigkeiten, die man an der Farbe als Obstmost. Kaffce oder Branntwein erkennen konnte, und man stieß die Gläser oder Tassen

auf die Tische mit einem rauhen (mnmcngetösc. das wie Streit und Zank klang. Wie viele Leute da trinken!" sagte Perrine. Es sähe noch ganz anders aus. wenn heute ein Sonntag wäre, der auf rm vier?cbntäoiaen .abltaa folot da würdest Du sehen, wie viele es gibt, die schon von Mittag an gar nicht mehr trinken können." Als charakteristisch an den meisten Häusern, bei denen sie vorüberkamcn. fiel es Perrine auf. daß sie. so alt und baufällig sie waren, ss gering aus Lehm oder vergipstem Holz gebaut, doch etwas Geputztes, Bemaltes, wenigstens an Thür und Fenstern auswiesen, das in die Augen fiel, wie ein besonderes Abzeichen. Und das sollte eS auch sein: in diesen Häusern wurden Stuben an Arbeiter vermietbet. und die Bemalung sollte, aus Mangel an anderer Reparatur, einladend wirken und eine Sauberkeit versprechen, die freilich ein Blick in's Innere frfext Lügen strafte. Da sind wir," fegte Rosam, indem sie mit der freien Hand auf ein kleines, aus Backstein erbautes 5aus zeigte, das den Weg abschloß, von dem es eine beschnittene Hecke trennte. Am Ende des Hoscs und dahinter sind die Wohnungen, die man an die Arbeiter vermiethet, im Hause befinden sich die Kaufladen, das Kurzwaarengeschäft, und in: ersten Stock sind die Zimmer der Herren." Durch ein hölzernes Gatter in der Hecke gelangte man in einen kleinen Hof mit Apfelbäumcn, in dessen Mitte ein gepflasterter Weg zum Hause führte. Kaum hatten sie ein paar Schritte auf dem Pflaster gemacht, als eine noch junge Frau auf die Schwelle des Hauses trat und mit scharfer Stimme rief: Beeile Dich, Faulenzerin! Ist eine rechte Hexerei, nach Picquigny zu laufen! Gott weiß, wo Du Dich so lange herumgetrieben hast!" Da ist meine Tante Zenobia," sagte Rosalie mit halber Stimme sie ist nicht immer angenehm." Was hast Du da in's Ohr zu zischeln?" Ich sage, wenn mir Niemand geholfen hätte, den Korb zu tragen, wär' ich noch nicht wieder hier." Du hieltest gescheiter den Mund, Gemimnißkränierin!" Da diese Worte in kreischendem Tone ausgestoßen wurden, zeigte sich eine dicke Frau im Hausgange. Was habt Ihr denn ewig zu belfern?" fragte ste. Tante Zenobia schalt mich, daß ich zu spät heimkomme. Gronmurrer; der Korb ist doch so schwer." Schon gut, schon gut," sagte die Großmutter begütigend; setze nur Deinen Korb dort ab und hol Dir Dein Essen, auf dem Herde ist's warm gestellt." Erwarte mich im Hofe." sagte Rosalie zu Perrine; ich komme gleicb wieder zurück, dann essen wir mit einander; hole Dir geschwind Dein Brod, der Bäcker wohnt im dritten Hause links; lauf schnell." Als Perrine zurückkam, fand sie Rosalie an einem Tische sitzen, der in den Schatten eines Apfelbaumes gerückt war, und auf dem zwei mit einem Kartofelragout gefüllte Teller standen. ,Setze Dich," sagte Rosalle, jetzt wollen wir mein Essen mit einander theilen." .Aber" Du kannst'-s kecklick, annehmen! Ick habe Mutter Francoise gefragt und sie hat ja gesagt." Dann freilich, dachte Perrine, wolle sie sich nicht mehr nöthigen lassen, und nahm Platz am Tische. Ich habe auch schon wegen Deiner Schlafstätte gefragt, 's ist alles inOnung: Du brauchst nur der Mutter Francoise Deine achtundzwanzig Sous zu geben. Sieh, da drüben wirst Du wohnen." Sie zeigte mit dem Finger nach einem Gebäude mit Lehmwänden, von dem man nur einen Theil am hinteren Ende des Hauses vorstcben sah; das übrige war durch das Backstcinhaus verdeckt. Der sichtbare Theil sah aber so verwohnt und baufällig aus, daß es ein Wunder schien, wie er überhaupt noch zusammenhalten konnte. Dort," sagte Nosalie. hat Mutter Francoise gewohnt, ehe sie mit dem Gelde, das sie als Amme des Herrn Edmund verdiente, unser Haus bauen ließ. Du wirst freilich da drüben nicht so gut dran sein, als man's im Vorderhause ist aber die Arbeiter wohnen halt nicht so gut wie die Bürgersleute; das versteht sich." An einem anderen Tisine. nicht weit von deni ihrigen, saß ein Mann, ungefähr in den Vierzigen, ernsthaft, steif, den kurzen Rock zugeknöpft, einen hohen Hut auf dem Kopfe. Er war in die Lektüre eines kleinen gebundenen Buches vertieft. Das ist Herr Bendit. er liest in seinem Vaterunserbuch," flüsterte Rosalie. Dann plötzlich, ohne auf das eifrige Lesen des Angestellten Rücksicht zu nehmen, wandte sie sich an ihn mit den Worten: Herr Bendit, hier ist ein junges Vcädchen, das Englisch sprechen kann." Ah!" sagte er, ohne aufzusehen. Erst nach ungefähr zwei Minuten

erhob er den Kopf und blickte das Mädchen an. Are youanEnglish girl?" fragte er. ,,No, sir, but rny rnother was." Ohne ein weiteres Wort versenkte er sich wieder in sein leidenschaftliches Lesen. Die beiden Mädchen hatten eben ihre Mahlzeit vollendet, als sich von der Straße her das Rollen eines leichten Wagens vernehmen ließ, der gleich darauf, wie er an die Hecke kam, langsamer fuhr. Am Ende ist's der Phaeton von Herrn Vulfran!" rief Rosalie und sprang auf. Der Wagen fuhr noch eine kleine Strecke weiter und hielt nun vor dem Gatter. Ja, er ist's," sagte Rosalie und lief nach der Straße zu. Perrine wagte nicht ihren Platz zu verlassen, aber sie sah nach der Hecke hinüber. Zwei Personen saßen in dem Gefährt: ein junger Mann, der kutschirte. und ein Greis mit weißem Haar und blassem Gesicht, die Wangen von rothen Acderchen durchzogen; er hielt sich stramm aufrecht, trug einen Strohhut auf dem Kopfe und erschien, obwohl er saß, als ein Mann von hohem Wüchse: es war Herr Vulfran Paindavoine. Rosalie war an den Phaeton hinangetreten. Da ist Jemand," sagte der junge Mann, der sich anschickte auszusteigen. Wer ist's?" fragte Herr Vulfran Paindavoine. Rosalie beantwortete die Frage selbst: Ich bin's. Rosalie." Sage Deiner Großmutter, sie solle herauskommen, ich habe mit ihr zu sprechen." Rosalie lief eilig in's Haus und kam bald wieder an der Hand ihrer Großmutter zurück, die sehr beflissen grüßte: Schönen guten Tag, Herr Vulfran!" Guten Tag, Francoise!" Womit kann ich Ihnen dienen, Herr Vulfran?" Es handelt sich um Euern Bruder Omer," sagte er. Ich war ebes dort im Hause, habe aber nur sein betrunkenes Weib angetroffen unfähig, eine Auskunft zu geben." Omer ist in Amiens sagte sie; er kommt heute Abend zurück." So sagt ihm, dß ich erfahren habe, er hätte seinen Tanzsaal an schlechtes Gesindel zu einer Lustbarkeit vermiethet. und daß ich nicht will, daß diese Lustbarkeit stattfinde." Wenn er sich aber schon verbindlich gemacht hat?" So wird er die Verbindlichkeit lösen, oder ich werde ihn den anderen Morgen vor die Thür setzen. Das ist eine Bedingung in unserem Miethvertrag, die ich streng aufrecht erhalten lverdc. Ich will hicr bei uns keine derartigen Lustbarkeiten haben." Es wurden doch welche in Flexclles abgehalten." Flexelles ist nicht Maraucourt: ich will nicht, daß die Leute bei uns so herunterkommen, wie die Flexeller; es ist meine Pflicht, über sie zu wachen. Ihr seid keine Zuzügler aus Anjou oder Artois, Ihr Anderen, Ihr sollt bleiben. was Ihr seid. Das ist mein Wille. Hinterbringt ihn dem Omer. Adieu, Francoise!" Adieu. Herr Vulfran!" Er suchte in seiner Westentasche und fragte: Wo ist Rosalie?" Da bin ich, Herr Vulfran." Er streckte seine Hand aus, in der ein Zehnsousstück glänzte. Hier, das ist für Dich." O, danke schön. Herr Vulfran !" Der Wagen fuhr davon. Perrine hatte kein Wort von der Untcrredung verloren, aber noch tieferen Eindruck als das, was Herr Vulfran sprach, hatte ihr das Gebietende in seinem Wesen und der Nachdruck gemacht, womit er seine Willensmeinung äußerte. Ich will nicht, daß diese Lustbarkeit stattfinde. Es ist mein Wille so." Noch niemals hatte sie in solchem Tone sprechen hören, und der Ton war es allein, durch den es zum Ausdruck kam, wie fest und unbeugsam der Wille dieses Mannes war, während die unsicheren, unentschiedenen Geberden, die seine Rede begleiteten, nicht mit ihr im Einklänge standen. Rosalie kam sogleich mit einem vergnügten und triumphirenden Gesicht zurückgelaufen. Denke nur, Herr Vulfran hat mir zehn Sous geschenkt." sagte sie, indem sie Perrine das Geldstück zeigte. Ich hab's wohl gesehen," erw'derte Perrine. Wenn nur Tante Zenobia nichts davon erfährt sie nähme mir's gleich weg, um es mir aufzuheben." Ich dachte, er kennte Sie nicht!" Was! Mich nicht kennen? Er ist ja mein Pathe!" Er hat aber docö gefragt: ,Wo ist Rosalie?' während Sie dich: neben ihm standen." Du lieber Gott! Weil er nicht sieht." . Er kann nicht sehen?" Weißt Du denn nichr, daß er blind ist?" Blind!" Ganz leise wiederholt sie das Wort zwei- oder dreimal. Ist er denn schon lange blind?" fragte sie. Gortsetzung folgt.)

Werde gesund und bleibe gesund

indem du Lederkrankhetttt,, BiUiösität, Unreines Blut,

durch Anwendung von

Dr. Augnft König's

lrburg

los wirst, sie reguliren und reinigen, evranche St. JakobA Oel gegen mmT-l

Frauen sind in Worcestershire in England 499 bei der Herstellung von Ankern beschäftigt, während ' 703 andere bei' der Fabrikation von Nadeln und 1044 bei der von Nägeln Verwendüng finden. Fast alle diese Frauen sind verhcirathet oder vcrwittwet. Seltsame Verwendung der Feuerwehr. In Manchester, Va., wurde unlängst Nachts die Feuer-Alarmglocke geläutet, weil ein kleines farbiges Mädchen sich verlaufen hatte. Die Feuerwehrleute wunderten sich zwar, daß sie aus dem Schlaf geweckt worden waren, nicht um ein ausgebrochenes Feuer zu bekämpfen, sondern um ein Negerkind zu suchen, das sich verlaufen hatte; das Mittel half jedoch, da das Kind in Folge des Feueralarms wirklich gefunden wurde. Im Schnee st urm erfroren. Als neulich an einem Abende während eines heftigen Schneefturmes der 19 Jahre alte Arthur Crandall unfern Louisville, Wis.,der einen Nachbar besucht hatte, seinem Heim zustrebte, verirrte er sich und ging vier Meilen weit in der verkehrten Richtung. Er suchte schließlich ' Schutz in einem Strohhaufen, in dem man ihn am nächsten Tage erfroren auffand. Schatz in alten Kleidern. Die Wittwe des Erfinders Charles E. Richards in Bridgeport, Conn., fand neulich in der Arbeitsstube ihres verstorbenen Gatten in ve.'schiedenen alten Kleidungsstücken etwa 530,000 in baarem Gelde. Frau Richards hatte bis dahin geglaubt, ihr Gatte habe nur Grundbesitz im Werthe von 85000 binterlassen. Sang sich die Kinnlade aus. Als die 18jährige Bernice Marshan in Marion, Ind., unlängst an einem Abende in einem Konzert sang, renkte sich plötzlich ihre Kinnlade aus. Es gelang ihr zwar, dieselbe wieder in's Gelenk zu bringen, aber bald darauf trat die Ausrenkung in Folge Gähnens wieder ein, uno e!n herbeigerufener Arzt konnte den Unterkiefer mit den bloßen Händen nicht wieder einrenken. Dies gelang ihm erst mit Hilfe von Instrumenten, und dann mußte er dem Mädchen eine SchienenBandage anlegen. Der Arzt sagte, daß Frl. Marshan ihre Kinnlade durch zu vieles Singen zu sehr angestrengt respektive geschwächt habe. Erhöhte Lachspreise. Die unabhängigen Büchsenlachs-Fir-men im südöstlichen Alaska, 14 an der Zahl, sind vor Kurzem nach erfolgter Konsolidirung unter Kontrolle der Firma Griffith, Durney & Co. von San Francisco gelangt. Die Letztere wird $1,000,000 auf die Einrichtung von Waarenspeichern in Seattle und auf die Erweiterung der Anlagen in Alaska verwenden, um die Produktion, die sich auf jährlich 600,000 bis 800,000 Kisten beläuft, zu vergrößern. Gleichzeitig werden die Preise sür Lachssorten von Alaska erhöht. Cln Fehler im Chart e r. Der Maschinist Prillen in New 'Dork, der sich mit der Wegschaffung von unterseeischen Felsen befaßt, hatte im dortigen East River auf einem Floß einen Motor in Betrieb, ohne ein Certifikat dafür zu besitzen, wie die PolizeiVerordnung von Groß-New Iork vorschreibt. Er wurde daher verhaftet und nahm einen Anwalt als Rechtsbeistand an. Dieser machte nun in seiner Vertheidigung geltend, daß die polizeilichen Bestimmungen auf den Fluß keine Anwendung hatten, da in dem Charter von Groß-New York alle Landtheite, welche die Stadt bilden, angeführt seien, aber der Fluß nicht. Unter diesen Umständen sah sich das Gericht genöthigt, den Beklagten freizusprechen. Kurioses Mißverständn i ß. Als neulich eine Farmersfrau unfern Wells, Minn., einen Schlitten besteigen wollte, glitt sie aus und verletzte sich beim Fallen den Arm. Die beiden im Farmhause sich einstellenden Aerzte, zwei Brüder, stellten fest, daß der Arm wieder in die Schulterplatte eingesetzt werden müsse. Da aber eine solche Operation sehr schmerzhaft ist, sollte die Patientin mit Chloroform betäubt werden, von dem jedoch nur wenig verwandt werden konnte, da die Frau herzleidend ist. Die verbrauchte Dosis Chloroform schien nun noch zu gering bemessen zu sein, denn die Frau begann Feuer und Mordio zu schreien. Auf die Hilferufe der Mutter eilten zwei Töchter, baumstarke Frauenzimmer, herbei und stürzten sich auf die verblüfften Aeskulapjünger- ein Hund packte den einen Arzt am Beine; es entstand eine allgemeine Verwirrung, bis sich endlich das Mißverständniß aufklärte und die Operation zu Ende geführt wurde. Im Zustande der Frau trat bald Besserung ein.

jeuer - Signale.

i Pennal und Markt 5 English's Opern Haut East und Re York 7 Noble und Michigan 8 N. Jersey u. Stoff St 9 Pine und Nortb 10 Maset und Pine 11 Vermont nah kaft 12 91c.. 8 Spritzenhaus Maff. oe nah Nobk :3 Deiware iir.d Walnut 14 N. Jersey u Gr.nnil I. 15 Maff. und Sorneil Av Ast, an 11. traße II Park Av u,.d 12 St? .3 Columbia unkHillfid IS Highland Slv u. P,att kl Illinois und Ct. Joe 23 Pennsylv. und Pratt 24 Nnidian und 11. Str ?s No.s Spritzenhaus 15. nahe Illinois 26 LmateAveu. StLlai? 27 Illinois und Michigan 28 Pe esylvania und 14. 29 Senate Ave. und 18. Sl No. 1 Spritzenhaus Ind Ave nahe-Richigan 32 Mcridm und Walnut 34 Californw nnvnt ss Blake und New Kork 35 Ind. Av. u. St, air 27 Eitp Hospital 38 Blake und Norch 39 Michigan und AgneS 41 No. e Spritzenhaus Waihington nahe West 42 sendorf u Wash. 43 Miffouri u New Kort 45 Meridian u Wash 40 JllwtriS und Chio 47 Capitel v. u Wash 48 klngan'S PorkbauS 49 Srraszenbabn Stall ' W. Washington Str 51 No. 10 Spritzenhaus Illinois u Merrill 5 Jllmoii u Louifiana 53 West und South 54 West und cSarth 5 Sente Ave. u Henry 57 Meridian und Rav 58 No. 4 Spritzenhaus Vadrso.-. kg Vtadison Sl. u Duntop 61 No 2 Haken Leitrrhau Eouth nah Delawar 2 Penn, u Merrill 63 Telaware u. RrCarttz 64 ast und McEarty New Jersey u. Storni: 7 Birg, Av. u Bradshato 68 East und Prospekt 9 Bicking und High 71 Ao. 11 EpritzenbauS Bir Ave. nabe Huron 7 East und Seorgia 73 Cedar und Elm 74 Davidson u Seorgia 75 English Av. u Pine 76 Shelby und Bäte 7? No. 3 Spritzenhaus Profpect nah Shelby 79 Fletcher Av. u Sblby 81 Market u. New Jersey 82 Telaware und Wash. 83 East u Washington 84 New York u. Davids 85 Taubstummen Anstalt 36 Bcr. Staaten Arsenal 87 Orient! und Wash. 89 ffrzuen-Rcformat. 91 No. 13 Spritzenhaus Marvland nabe Mer. 92 Meridian u. Scrgia. 93 Meridian und South 4 Pennsylv u. Louistana 95 Sirqini? Ave u. lab. 55 Hauptquartier. 97 Srand Hotel. 98 Capital Ave und Ohio 23 No. IS Spritzcha 16. und Ash. 124 Alabama und 16. 125 Central Ave und 15. 126 ?)ndeS und 15. 127 Brooksid und Jupiter 12 Central Ave und 17. 129 Delawan und 19. 131 Alabama und 11. 132 Bclleiontatn und bs. 134 College Ave und 20. 125 Dlaware und 13. 136 Alabama und Nortb 137 Newmann und 19. 133 College 9Ue und 14. 135 Cornell Av und 13. itl Fände und 1?. 142 Highland Ave und 10. 143 Tecllmseh und 1. 145 New Jersey nd 2. 146 Alvord und 17. 147 No. 2 Spritzenhau Hihsit Avk und 16. 148 College Ave und 22. 149 College Ave und 27. 152 Park Ave und 2. 15? L G u. W Bahn u. 2. l54 Ramsey Ave und 10. 156 Stoughton u Rewman 157 AKa und Pike. 158 Bloyd und Pawpaw. 159 Ro. 21 Spritzenhaus Brightwood l2 Arden und Mpot 163 Brightwood und 25. i4 Rural und Bloyd 165 St. Clatr u. eyftone 167 Arsenal Ave und . 163 Bellesontaine und 28. 169 Park AM und 10. 212 Capitel Ave und 17. 213 Pennsylv. u. Michig, 214 Jllinoi und 20. 215 Senate Ave und . 216 Pennsvlvania und 22. 217 Meridian nd 1. 218 Capital Av und 2. 219 Broadtry und 10. $31 OUir.oi und McLean 234 No. 14 Spritzenhau Äcnwro und 30. 235 Illinois und 236 Annetta und 30. 237 No. 8. Spritzend, zu UteU nd Ru,er 238 Udeil Ladder Work 239 Iiabel und 27. 241 Meritian und 24. 242 Ssiin j. , Et. a't, 243 El! ' 1 unb 23. 12 WeN .ib Walnut 313 Weft UNd 12. 314 Howard und 16. 315 Torbet und Paca 316 Capital Ave und 1, 317 Northwestern Ave u 2 31 Gent und 18. 21 Canal und 1. 324 Cerealine Werk 24 Vermont und Lynn 325 Bisma?ku?rantvie 26 No. 20 Spr,tzenhanS Hauqßville. 327 Michigan u. Helm, 328 Michigan u Concord 341 West und AcJntyn 412 Miffour, u. Mary land 413 Missouri und Ohio 415 Capital Aveu Seorgia 41 Mifloun Aentucky A 17 Senate Ave u. Waso. 421 P und ß Runt'tuS W. Washington. 423 Irren-Hospital. 424 Milev Av u. J D uJ 425 Wash. und HarriS 426 No. 18 Spritzenhav SB. Washington 427 Oliver und Bind 28 Oliver und Osgcod 429 Rordyke und f)ort 431 Hadley Ave u. Morrt 4S2 River ve u. MsrriZ 4 J4 River Äe unb Rp 35 Harding . Big 4 Si A 4C6 Harding und Oliv 7 Ro. 1 Spritzend?? RorriS und Haroing. 4 und WUlianB 499 6totyct 51 SikiSkM und Ute 452 Howard und See 453 Morriö und ÄavwC 56 Lambnt und Beit.M. 457 Nordhke Sl u. Van 1 IM treu Worrs 512 West und Rah 13 entucky Ave u.Merr 14 Meridian und Morrt 16 Jllinoi nd anist 17 Morr und Dakota 518 Morris und Ehurch 619 Capital Ä. u McCarte 521 Meridian und Palmer 23 Pin un' Lord 624 Madisor Avk Lincoln 26 Meridian und Belt RR 27 Carlos und Rav 528 Meridian und Arizona 529 Meridian u. Raymond 31 Meridian u. McSartH 522 No. 17 Spritzen u Morris nah West I McKernanund Dough 613 East u. Lincoln Snt 614 East und Beecher 61 Wrigbt und Sander 17 McCarw und TZeaty 618 Ncm Jersey u ir Kot 712 Spruce und Prospec 71 Engllsh Av. u. Laurel 714 Statk Av u. Blt N A 71 Shelby und Beecher 716 State Av nd Orange 718 Orange und Laurel 7 Shelby u. Giaaa Avt 721 Lexington A. u Lau 725 Flacher Aveu Gpnia 724 State Ave u. Plcasant 725 Prospi kt und leastt.1 72 Orange und Harla? 728 Liberty und Meet 72 Rolc und South 12 Ro. 1 Epritznhaut Oft Wadington Str 13 Market und Rodle 814 Ohio u. Hiablsnd Ave 815 Mitbigan u. Highlant 1 Market u Arsenal Av 17 Ost S Clair und Union Sahn eSeleise. 821 Pan Handle ShepS 23 Vermont und WalcoU 824 Wash. und tat . 826 Raddm'SLouak gab, 826 Duck und Dorsey 27 Wash. und Beville Ave 829 No. 12 SNitzenhauS Beville nah Muhiga, 31 Southeastern Ave und Woodside. 32 Wash. and Dearban, 4 Sontheaftern und Arsenal Ave. 35 New Kork und Tempi 12 Jllinoi und Maryl. 1 Illinois nd et. 14 Penn, nd 9o 915 Delawar nn Speztal. Signale. krften Schlage, weiter Alarm, Zweiten Schlage, dritter Alan. Dritten 2 Schläge, vierter Alarm. 1-2-1, Feuer au und Schlauch ausgerollt. Schlage, Wasserdruck ad. 12 Schlüge. 1, Uhr Mittag. Die so bezeichneten Signale werden nur ve Dbur ächter angegeben da a den betreffende VZtWßW kreutzunge keine Alarnttasten angebracht sind.