Indiana Tribüne, Volume 26, Number 136, Indianapolis, Marion County, 30 January 1903 — Page 6
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Europäische Nachrichten.
Mecklenburg. G ü st r o w. Ihre goldene Hochzeit begingen (L Altmann und Frau. Gesinde-Verm!ether Joseph Müller von hier ist unter dem Verdachte, einen Meineid geleistet zu haben, verhaftet worden. Kittendorf. Arbeiter Paar, mann und Frau, geborene Peters feierten die goldene Hochzeit. K r ö p e l i n. Kantor und Lehrer Krüger trat nach 47jähriger Dienstzeit in den Nuhestand. M i r o w. Johann Möller und Frau, geborene Vollow, feierten die goldene Hochzeit. Neu - Brandenburg. Im hohen Alier von 83 Jahren ist der Medicinalrath Dr. Brückner gestorben. Er war in seinen Mutzestunden ein eifrisier Alterthumsforscher. R o st o ck. Beim Schlittschuhlaufen ertrank der 12 Jahre alte Sohn des Schiffszimmermanns Brüdiqam. Stavenhagen. Im Wohnhaus des Tischlermeisters Huertgen entstand Feuer, welches das ganze Anwesen des Huertgen, sowie 5 benachbarte Gebäude in Asche legte. QtbenbuvQ. Oldenburg. Mit der großen goldenen Medaille wurde die Kunstmalerin Fräulein Grete Aaldau in Anerkennung ihrer hervorragenden Leistungen vom Grotzherzog ausgezeichnet. Brake. In der Nacht wurde das an der Ecke der Langenstraße und der Grenzstraße in Fünfhausen belegene Haus, welches n. a. auch von dem Schuhmachermcister Müller bewohnt wurde, ein Raub der Flammen. Delmenhorft. Der Äastwirth I- F- Ziegler kaufte die an der Langenstratze neben dem Amisgericht belegene Besitzung der Wittwe Dauelsberg für den Preis von 45,000 Mark. I e v e r. Hier wurde mit militari sehen Ehren und unter Begleitung des Veteranenvereins für Jeder und Jev?rland der älteste Veteran im Jeverlande, Herr I. Nciners, zur letzten Ruhe bestattet. E u t i n. Bei der Ergänzungswahl zum Stadtgemeinderath wurden gewählt: Gymnastalprofessor Kühn, Malermeister Kloock, Kornhändler Breede. Zimmermeister Heeger. Bureauvorsteher Krützfeldt. BankierWagner und Arbeiter Rebenstorf. Von den Genannten gehörtenKloock, Breede und Wagner dem Gemeinderath schon früher an. a n s d o r f. Die in der Nähe belegene Mühle des Müllers David ist niedergebrannt. W u l f s d o r f. Vor Kurzem ertrank der Hufner Reimer von hier. Der 2cf;n des Verstorbenen ist seinem Vater freiwillig in den Tod gefolgt. Er erhängte sich auf dem Hausboden. Ireie Stcidte. Hamburg. Nach vorgelegter Approbation ist Karl Christian Oskar Richard Möller in die Matrikel der hiesigen Zahnärzte aufgenommen worden. Im Engros - Lager von S. L. Fürst brach Feuer aus, welches erheblichen Schaden anrichtete. Auf der Heitmann'schen Bootsbauerei am Hofweg stürzte der Lehrling Carl Zimmermann von einer Stellage und starb an den erlittenen Verletzungen. Sein 50jähriges Geschäftsjubiläum beging der Dekorateur Christian Jaath. Beim Brande mehrerer Schuppen kam der 50jährige Arbeiter August Opitz in den Flammen um. Vom Kaiser von Oesterreich ist dem Rath Dr. Stahmer der Orden der Eifernen Krone 3. Klasse und den Po!izeiinspektoren Rosalowsky und Röpcke das Ritterkreuz des Franz JosephOrdens verliehen worden. Ihre silberne Hochzeit feierten August Klages und Frau, geb. Fortmann, A. Kayser und Frau und Ernst August Hübner und Frau. Bremen. Der in weiten Kreisen bekannt gewesene Architekt Herr Simon Loschen ist im Alter von 85 Iahren gestorben. In ihrer letzten Sitzung hat die Bürgerschaft die Anstelumg eines weibliche Fabrikinspektors bewilligt. Lübeck. Der Ausschuß der hanseatiscken Landesversicherungsanstalt genehmigte den Ankauf eines größer.' Landcomplexes auf Westerland zur Errichtung eines Genesungsheims. Eine entsetzliche Verheerung richtete eine Explosion der Acetylengasanlage in dem Hause des Bäckermeisters 5t ropp in Trittau an. Fast das gan.e Haus wurde demolirt. KcHwetz. Bern. Zum Commandanten des 4. Armeecorps wurde Oderstdivisionär Bühlmann von Großhöchstetten, bisher Commandant der 3. Division, ernannt, und zum Commandanten der 3. Division Oberst Mill in Nidau, bisher Commandant der Infanteriebrigade 5. A a r a u. Bei Rupperswil wurde der Bremser Wyser von Buchs bei Aarau von einem Güterzug, von dem er hinuntergefallen war, überfahren und getödtet. Basel. In? Alter von 5? Jahren starb an einem Schlaganfalle Prof. Dr. med. Rudolf Masfini. Hospenthal. In den Falken-
flühen des Guspithales ist der beste Iäqer des Urnerbodens zu Tode ge stürzt, Kirchenrath Sebastian Regli cu Hospenthal. Lugano. Im Alter von 66 Iahren starb hier Ceresole Anreazzi, Rektor des kantonalen Lyceums, Mitglied des Großen Rathes und Vicepräsideni des Gemeinderathes. Neuhausen. Beim Waidlingfahren ertrank im Rhein der 23 Jahre alte Jean Dürrenberger ron hier. U z w y l. In Locarno wurde die Leiche des Schriftstellers Emil Herzer von hier aus dem See gezogen. Herzer lebte längere Zeit in Zürich und schrieb unter dem Pseudonym E. Thurgau. W a l e n st a d t Bezirksschulrath Giger-Oswald trat in den Ruhestand. 68 Jahre lang war er im Schuldienst thätig. Hellerreich-lngarn. Wien. Dem Fabriksdirektor Georg Fensl wurde das Ritterkreuz des Franz Josephs - Ordens verliehen. Fensl t seit 36 Jahren im BrauEtablijjement Ad. Jg. Mautner und Sohn thätig. Eine gefährliche Ladendiebin ist in der Person der 22ährigen Köchin Helene Kliber, zu Budapest geboren, Große Pfarrstraße No. 18 wohnhaft, verhaftet worden. Der Kaiser hat den Oberinspektor Friedrich Huber zum Regierungsrathe ernannt und dem Direktor der Musterwerkstätte für Kyrbflechterei Hierselbst. Josef Georg Karg, anläßlich seine? Versetzung in den Ruhestand das goldene Verdienstkreuz mit der Krone verliehen. Unter Requisition des Strafgerichtshofes in Budapest wurde der hier Brigittenauerlände No. 24 wohnhafte Mühlenagent Leopold Krisser, 34 Jahre alt, wegen Veruntreuund von 1600 Kronen verhaftet. Der Kaiser hat dem Oberstlieutenant
des Infanterie - Regiments Albrecht Herzog von Württemberg No. 73 Ro bert Raab den Adelstand verliehen. Frau Maria Theresia Kulla hier, die Wittwe eines Beamten der HofKriegs'buchhaltung, feierte ihren 103. Geburtstag. E g er. Gerbermeister JohannWolf feierte das Fest der 50. Wiederkehr des Vermählungstages. F r i e d l a n d. Eheleute Heinrich begingen die dkimantene Hochzeit. Franz Heinrich steht im 84., seine Frau Marianne, geb. Bös, im 81. Lebensjahre. Nach kurzer Krankheit starb der Baumeister i. R., Wilhelm Stärz, im Alter von 52 Jahren. Stärz hat gegen 25 Jahre hier gewirkt. I g l a u. Der Direktor des hiesigen Stadttheaters, A. Rosee, feierte sein 25jäbriges Bühnenjubiläum. Postmeister Johann Unger ist hier gestorben. I m st. Zum Bürgermeister der hiesigen Gemeinde ist der bisherige Bürgermeister O. Pfeifer wiedergewählt worden. Klagenfurt. Landes - Ausschuhbeisitzer Gustav Hock, Ehrenmitalied der Kärntner Landwirthschaftsgesellschaft, 66 Jahre alt, ist hier gestorben. Meran. Auf Schloß Rubein in Obermais starb nach langem Leiden im 27. Lebensjahre Dietrich Reichsgraf Wolff-Metternich zur Gracht, Herr auf Gymnich, Nörenich, Durboslar und Vischel ,Sohn des verstorbenen Reichsgrafen Wilhelm und seiner Gemahlin Anna, geb. Gräfin Bocholt - Asseburg, wiederverehelichten Gräfin du Parc. Der Vater des Verstorbenen war ein Vetter des jetzigen deutschen Botschafters in Lonvon. Prag. Professor Dr. Bachmann hat das Rektorat der hiesigen deutschen Universität niedergelegt, weil es nicht an Stimmen fehlte, welche das Landtagsmandat, das er für den Städtebezirk Trautenau innehat, mit der Virilstimme, die dem Rektor der deutschen Universität im Landtage zusteht, für unvereinbar hielten. Salzburg. Hauptmann d. R. Georg Schmelzer ist im 79. Lebensjähre gestorben. T e s ch e n. Professor Rudolf Fietz wurde zum Direktorstellvertreter der hiesigen Lehrerbildungsanstalt ?rnannt. T r o p p a u. Der Kaiser hat dem Professor am Staatsgymnasium mit deutscher Unterrichtssprache Hierselbst, Ferdinand Richter, das Ritterkreuz des Franz Joseph Ordens verliehen. iuicrnßurg. Luxemburg. Nach länaerem Krankenlager starb hier Kaufmann Joseph Zahn. Er war langjähriger Präsident der Union Dramatique". Das dem Jakob Karp zugehörige, in der Nordstraße No. 1 belegene Wohnhaus wurde zum Preise von 16,200 Francs dem Rentner Nikolaus Messerich zugesprochen. Clausen. Der Stall des Ackerers Math. Rodenborg wurde erbrochen und ein Schaf entwendet. Rümelingen. Der Erzarbeiter Michael Mußmann wurde in einer Gallerte von einem herabfallenden Steinblock schwer am Rückgrat verletzt. Wasserbillig. Der Schaffner Greiveldinger wollte den letzten Wagen loskuppeln, als der Zug anfuhr und ihn eine Strecke mit fortschleppte. Er erlitt Quetschungen an Kopf und Handen.
elnfitge Untverfität Dorpt. Der russische Regierungsbote" ver öffcntlicht ein längeres Handschreiben des Kaisers an die Universität Dorpat, worin er derselben zu ihrem hundertjäh -gen Bestehen seine Anerkennung für is von ihr bisher Geleistete ausspril. :, und den Lehrkörper wie auch die Stud!renden seines Wohlwollens vfrsichert. Das kaiserliche Schreiben an Unsere Kaiserliche Jurjewsche Universität" erwähnt, daß Kaiser Alexander der Erste diese Universität unter seinen besonderen Schutz genommen und bestimmt hat, sie der Ehrenhaftigkeit ihrer Glieder und der Fürsorge ihrer Vorgesetzten, der Achtung aller seiner getreuen Unterthanen und dem Schutze seiner Nachfolger auf dem Throne anzuvertrauen. Der Kaiser gedenkt an dem Ehrentage der Universität ihrer ruhmvollen, arbeitsreichen Vergangenheit. der Großthaten des Wissenschaftlichen Gedankens ihrer gewesenen und gegenwärtigen Gelehrten, des fruchtbringenden u. getreuen Dienstes ihrer Beam:cn wie ihre zMreichenZöglinge für Thron und Vaterland, die nicht selten auf mannigfachen Gebieten des staatlichen und öffentlichen Lebens verühmt geworden sind. Dann heißt es wörtlich: Die anfänglich als nothwendig erkannte Versinigung der Thätigkeit der Universität auf die Gouvernemcnts Livland, Estland und Kurland gelangte zum Ausdruck in der Zulassung des Unterrichts in deutscher Sprache nebst der vorzugsweise erfolgten Heranziehung von Lehrern und Zuhörern aus den Eingeborenen. An der Schwelle des zweiten Jahrhunders des Bestehens der Universität wurde durch den Willen Unseres in Gott ruhenden vielgeliebten Vaters, infolge der Umbildung der mittleren und niederen Schulen der baltischen Provinzen, der Universität zur Erfüllung der ihr anfangs gesetzten, aufklärenden Aufgaben ein breiterer und den veränderten örtlichen Verhältnissen wie dem allgemeinen Nutzen Unserer Sonveränität mehr entsprechender Weg vorgezeichnet. Indem sie allmählich ihrem Unterricht die machtvollen Mittel des russischen Wortes zueignete, ist die Universität urjew nunmehr in die Reihe der übrigen russischen Universitaten getreten, um gleich ihnen in unmittelbarer Verbindung Mit der Wissenschaft und Literatur des großen Volkes, in der staatlichen Vereinigung mit dem die Bevölkerung der KüstenGebiete des alten Waräger Meeres erstarkt ist und sich entwickelt hat. ihren hohen Dienst zum Wohle des ganzen Reiches zu erfüllen." Die Zöglinge des ehemaligen Alma Mater Dorpatensis" haben in allen Theilen des weiten russischen Reiches den 25. Dezember gefeiert, nicht laut, freudig bewegt, zukunftsfroh, denn sie wissen, daß die Universität Jurjew niemals das Werk der Alma Mater Dorpatensis" fortführen kann. Die Seminaristen, die jetzt zum großen Theile Dorpater Studenten sind, werden niemals der Wissenschaft in dem Sinne dienen können wie die Zuhörer aus den örtlichen Eingeborenen". Das ist zumeist im eigensten Interesse Rußlands zu beklagen. Wie die Universitäts - Gebäude durch Auffetzung eines Thurmes auch äußerlich ein rnssisches" Aussehen erhalten haben, so herrscht jetzt in den Hörsälen jener Geist im letzten Grunde bildunqs- und kulturfeindlicher Wissenschaft", der heute weite Kreise Rußlands erfaßt hat. Orden mit Brillanten. Ueber die früher unbekannte Freigebigkeit, mit der in den letzten Jahren Brillanten zu preußischen Orden verliehen werden, wird in den Hamburger Nachrichten geklagt. Es heißt darüber: Unter Kaiser Wilhelm I. war es üblich, Brillanten fast nur an Ausländer zu ertheilen. Inländer erhielten höchst selten die Brillanten zum Rothen Ad-ler-Orden oder Kronen-Orden. Heute werden die Brillanten mit einer solchen Häufigkeit verliehen, daß in jeder größeren Berliner Gesellschaft Träger von preußischen Orden mit Brillanten auftauchen. Die Kosten sind nicht gering, sie belaufen sich oder beliefen sich wenigstens früher, je nach der Wahl des Sternes, auf Summen bis zu 9000 Mark. Es ist unter solchen Umständen nicht überraschend, daß der prcußische Etat für Ordenssachen in den letzten Jahren nicht ausreicht. Vielleicht wird aber die jetzt eingetretene Noth in den Finanzen die Äufmerksamkeit auch für diese Dinge schärfen, und es ist anzunehmen, daß bei der nächsten parlamentarischen Berathung des Etatspostens, wenn wiederum seine Erhöhung beantragt wird, die Frage zur Sprache kommt, ob die theuren Brillanten nicht durch die billigere Verleihung von Schwertern, Ringen, Eichenlaub oder Kronen oder eine höhere Klasse ersetzt werden können. Gleich einem Cylinderhut sind auch Brillanten etwas Schönes, wenn man sie besitzen thut." Wir gehen wohl in der Annahme nicht fehl, daß der für Schwerter, Eichenlaub undWnge Plaidirende leider wol keine Aussicht hat. seine Brust brillantenqeschmückt zu sehen. Warum deshalb den glücklichen Trägern der Dekoration nun auch das Versatzstück neiden?! Ein Unikum. Student (zum Geldbriefträger): Bitte, kommen Sie morgen wieder. Ich habe jetzt kein: 3eit zum Quittiren, ich muß in's Kol- .'
Tief
Küchenrezept zu einem Gericht für zwei Personen (Mariage genannt). Man nehme einen jungen Herrn, Doch gir zu jung hat man's nicht gern! Und lade ihn kann's irgend sein Zu einem Löffel Suppe ein. Dann setze man zu ihm recht nah' Des Hauses Tochter, die er sah Schon im Theater oder wo, Begieß' ihn fleißig mit Bordeaux Und, hat man solchen, auch mit Sekt. Bis er ein wenig zugedeckt Und bis durch innerliche Gluth In leichte Wallung kommt sein Blut. Sobald es sprudelt, ist es Zeit Zu setzen wieder ihn beiseit'; Man lasse etwas Kaffee bringen. Das Töchterlein ein wenig singen, Den jungen Herrn dann aber geh'n Und ein paar Tage draußen steh'n. Nach ein paar Tagen nehme man Denselben dann auf's Neu heran. Man setzt ihn auf ein Kanapee, Nimmt eine Handvoll grünen Thee Und läßt am traulichen Kamin Zusammenbrodeln sie und ihn. Wogegen zu des Sommers Frist Zu gleichem Zwecke dienlich ist, Wenn man mit Blumen auf dem Hut Im kühlen Waldesschatten ruht. Die Hauptkunst bleibt, daß Tag und Nacht Das ncht'ge Feuer wird entfacht. So daß, was er auch thut und treibt. Der junge Herr in Wallung bleibt. Dabei ist allzustarke Gluth So wenig wie Erkältung gut. Denn wesentlich ist zum Gelingen, Den jungen Herrn dahin zu bringen. Daß, eh er selbst den Zweck errathen. Er ganz gelinde schon gebraten, Geschmort, gedünstet und verlobt. Eh' ihm die Reu' im Kopfe tobt. Viel leichter wird es Dir gelingen. Den jungen Mann so weit zu bringen. Wenn Du mit Münzen und Papieren Die holde Tochter kannst garniren, Dann wird, das kannst Du sein ge wärtig. Die Mariage früher fertig. Bist mit oer Speise Du so weit, Dann ist zur Tafel sie bereit. Im Wochenblatte annoncirt, Wird den Bekannten sie servirt, Die, ob sie heimlich räsonniren, Von ganzem Herzen gratuliren. Wie dann den Zwei'n die Speise schmeckt,
Wird leider erst zu spät entdeckt. Denn allzu leicht nach kurzer Dauer. Wird sie, Erfahrung lehrt es, sauer.' Und wenn nicht sehr gesund der Magen, Kann sie der Zehnte nicht vertragen. Besonders d'rum bei dem Gericht Laßt es an Vorsicht fehlen nicht Und denkt, wenn Ihr es macht bereit, s ist eine Kost auf Lebenszeit. Hieronymus Lorm's letztes Gedicht. Die Wiener Abendpost" veröffentlicht die letzten Verse Hieronymus Lorm's, die der Dichter wenige Tag? vor seinem Hinscheiden diktirt hat. Sie lauten: Die Thränen. Unglückliches Herz, Dir ersehnst Du die Thränen, Als strömte mit ihnen von bannen Dein Leid! Dies zeigt sich als kurzes, vergebliches Wähnen, Ein Segen liegt dennoch in Thränen bereit. Das Unglück, je tiefer die Schmerzen entbrennen, Verlangt um so heißer der Thränen Erguß: Den Grund doch des Weh's, das sie offen bekennen. Wohlthuend verschweigt ihn ihr sprachloser Fluß. Der Thränen Geheimniß ist dunkel, sie scheinen Ein stummes Bekenntniß des Himmels zu sein: Die Reue der Schöpfung und linderndes Weinen Es schließt auf Erlösung ein H o f f e n mit ein. Ein al t e r H e r r, welcher von seinem Pferd bei einem Wirthshause an der Landstraße abgestiegen war, überließ dasselbe der Fürsorge eines ärmlich gekleideten Jungen. Bei seiner Rückkehr hielt jedoch ein anderer Junge das Pferd. Er betrachtete den Kleinen gSnau, dann rief er aus: Du bist doch nicht der Junge, dem ich mein Pferd zum Aufpassen über, gab?" Nein, mein Herr," sagte der Klei ne, ich habe nämlich spekulirt und es meinem Kollegen für fünf Cents ab gekaust." Ter Junge erhielt fünfzig Cents für seine Offenherzigkeit. Die Heilsarmee, welche gezeigt hat. daß sie das Kolonisiren zum Vortheile der ärmeren Bevölkerung ganz gründlich versteht und die Kolonien in Arizona dafür als Beweis anführen kann, hat die Aufforderung erhalten, 20,000 Acres Land in Georgia auf die Art zu kolonisiren und mit dem Ueberfluß der Armen in den größeren Städten zu bevölkerri. Zu dem Zwecke ist die Summe von 100.000 nöthig, und KommandeurFrederik Booth Tucker, der die Sache gerne übernehmen möchte, ist bemüht, diese Summe aufzubringen.
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