Indiana Tribüne, Volume 26, Number 134, Indianapolis, Marion County, 28 January 1903 — Page 5
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Die Legislatur.
Senat. TieRipper-Bill wird amendirt werden. Das Resultat eines zwischen den Gegnern und Freunden der RipperBill abgeschlossenen Vergleichs wird sein, daß die Reformatorium Ripper" Bill, welche bereits den Senat Passirt hat, amendirt werden wird. Durch diesen Vergleich hat der Gouverneur eine ganz empfindliche Schlappe er litten. Denn er kann nach dem neuen Amendement nur dann die Mitglieder der Verwaltungs-Behorde des Reformatoriums absetzen, wenn schriftliche Anklagen gegen sie erhoben worden sind, und dieselben, nachdem ein öffent liches Verhör stattgefunden hat, sich als stichhaltig bewiesen haben. Der Gouverneur hat sodann das Recht das betreffende Mitglied abzusetzen. Die gestrige Sitzung des Senats derlief belanglos. Das betreffende Comite berichtete Senator Burns' Bill, welche South Bend erlaubt, Bonds auszugeben, um ein neues Schulgebäude zu bauen, günstig ein. Senator Flcming's Bill, welche vorschreibt, daß Hypothekenbcsitzer, welche nicht im Staate wohnen, Steuern zahlen sollen, wurde von dem betreffenden Comite zurückgewiesen. Senator Lawler's Automobil-Bill passirte den Senat. Haus. Die Regeln des Hauses wurden dahin geändert, daß in Zukunft die Vor-mittags-Sitzungen um 10 Uhr statt um 9 beginnen sollen. Sprecher Marshall tündigte an, daß von jetzt an Nachmittags - Sitzungen stattfinden werden. Die Bill, betreffend die Versorgung von medicinischen Colleges mit Leichen, passirte die zweite Lesung und wurde zur Reinschrift beordert. Die Bill, welche die Jagd auf Wachteln für die nächsten drei Jahre verbietet passirte das Haus, deßgleichen die Bill, welche eine Staats-Behörde creirt, welche Zahnärzte, bevor sie zur Praxis zugelassen werden, zu examiniren hat. Repr. Stechhan brachte eine Erb-schafts-Steuer-Bill ein ; Repr. Lewis hat eine Bill eingereicht, welche vor schreibt, daß alle Detectivs von den Kreisrichtern des CountieS, in welchem sie beschäftigt find, . Lizensen erhalten muffen. Es wurde eine Resolution angenommen, den 29. Januar (Geburtstag des Märtyrer Präsidenten McKinley) als Nelken'Tag zu bezeichnen. Alle Re prüsentanten und Angestellte des Hauses werden an diesem Tage zur Erinnerung an den verstorbenen Präfidenten eine Nelke im Knopfloch tragen. Repr. Willis B. Miner hat ein: Bill eingebracht, durch welche das BaseBallspiel am Sonntag Nachmittag in Indianapolis erlaubt wird. Grundeigenthnms Uebertragungen. George W. Schofield an Fannie I. Cruse, Theile von Lots 45 bis 48, Wiley & Martin's Sub. von Outlot 16 etc. 52456.76. Indianapolis Brewing Co. anEmma M. Smith, Theil von Outlot 149. $7000. Adelinc V. Pierce an I. F. Payne, Lot 82, Keystone Park, Nord JndianapoliS. 82000. Olive R. Humes an Delmor B.Lincoln, Lot 2, Square 3, Lincoln Park. $3200. Central Trust Co., Trustee, an Katherine B. Jennings, Lots ö und 9, Bromnley's eu 81000. Jacob B. Maynard an Grace Maynard, Lot 12, McQuat's Sub. $2500 Win. Scott an Jos. Coult, Lot 33, Bruce Place Oft End Add. $1800. L. D. Smith an Lewis C. Willis, Lot 26, Square 4, Lincoln Park. $4500. Lewis Morgan an Morgan fe Jackson Co., Lot 5, Square 17, Drake's Add. $2500. Benjamin Coleman Louis Fye, Lots 1 und 8, Fuller's 1. Ost Add. 32500. Richard E. Nivcn an P. I. Lowry, Lot 96, Bruce Place. 54000. Bessie F. ffisk an Sidney W. Elfton, Lot 22, Cottage Home Add. $1800. Sidney W. Elftov an Arthur Elston, dasselbe Eigenthum. $1800. Chas. H. Adam an Mary E. Jones, Theile der Lots 95 und 96, Morris' 2. Add. $3500. ' Armstrong Park Land Co. an Verschiedene. 16 Lotten zu je $200. $3200
AüDro .tnscsz,cvc. Ein Lcscr von Wild und Hund" erzählt: Es war an einem kalten, schönen Winlertaze, als wir auf kethwzld drüctton. Die erste Neu:" hatte Wald und Feld leicht tebe& Dank ihr war das Abjpüren leicht und daher lein Wunder, daß eine ftattliche Strecke die Jägerherzcn höher schlag ließ. Einsam liegt die Försterei im Walde. Vor ihr war Strebe gemacht wordcry und das erlegte Wild blieb die Nacht übcr in der Scheune, um am nächsten Morgen zur B.'hn geschasst zu werden. Ich hatte im legten Treiben ein Altthier geschossen. Ta es allein über das Gestell trollte, hielt ich es für ein Geltthier. Gleich nach dem Schuft aber folgte das Kalb dcr schwer trank zu Holze ziehenden Mutter. Es war mir ein Stich in's Herz. Doch was hals es? Es war nichts mehr zu ändern. Das Kalb war jedenfalls sebr spät gesetzt oder kümmerte, denn es war ein sehr sctprzaches Stück. Ich befürchte, es werde einen lehr str.na?n Winter, wie er uns bevorzuftehen schien, nicht au:halten. Ich blieb die Nacht im ForstHause. Das von mir ge,'choffene Altthicr hatte mit auf der Strecke vor der Försterci gelegen und hing die Nacht mit beim anderen Wilde in der Scheune. Eine sehr kalte, sternklare Xchbt folgte dem schönen Wintttiage. Trotzdem ich zeitig mein Nachtlager aufsuchte, tonnte ich nichi einschlafen. (5s mochte Mitternacht geworden sein, als ich noch eimnal an's Fenster trat, um in die schöne, helle Nachr hinauszublicken. Zufällig siel mein Älick auf die Stelle, wo heute Abend Strecke aemacht worden war. Ein dunkles We sen erkannte ich jetzt dort. Ich hielt es für einen Hund, doch dazu erschien es mir zu groß. Mit tiefer Nase, wie der Hund auf der Fährte, schleicht dies räthselhafte Geschöpf jetzt durch den Garten in den Hof und bleibt vor der Scheune, wo das Wild aufbewahrt ,wird, stehen. Die Scheune ivar vcrschlössen, Gartenpforte und Hofthor aber offen geblieben. Ich suche' jetzt mit meinem Glase die mysteriöse Gestalt zu erkennen. Deutlich kann ich die Umrisse eines Stückes Wild konstatiren. Schwach bekleidet, wie ich war, eile ich in den Garten und schließe die Pforte, dann birfche ich leise an's Hofthor und mache auch dieses zu. Heraus konnte das Stück nun nicht. Jetzt erst empfinde ich, daß mein Kostörn für diese Jahreszeit zu leich! gewählt war und schleunigst bekleide ich mich, der frischen Herbstnacht entsprechender. Darauf begebe ich mich wieder in den Hof. um zu sehen, was ich eigentlich angefangen hatte. Immer noch an der Sckieunenthür steht ein sehr schwaches Rothwild-Kalb. Jetzt geht mir ein Licht auf! Das ist entschieden das Halb, dessen Mutter ich geschossen hatte! Um Gewißheit über diesen wohl seinesgleichen suchenden Borfall zu bekommen. ,ging ich mit dem Försier am näcbsten Morgen der Fährte des Kalbes nach, welche uns genau zu der Stelle brachte, wo das Altthier am vorhergehendenNachmittag zusammengebrochen war. So bestand denn kein Zweifel mehr, daß dieses treue Töchtcrchen der Mutter bis zur LeichenHalle" gefolgt war. Das Wildkalb blieb nun in der Gefangenschaft bei den Förstersluten, uno namentlich der ausgezeichneten Pflege ist es zu danken, daß es ganz zahm wurde. Die Liebe aber, welche das Kalb zu seiner Mutter hatte, ist ihm gelohnt worden, denn den so besonders harten Winter, welcher dem damaligen Herbste folgte, hätte dieser kleine Schwächling fieser nicht ausgehalten. Nach drei Jahren kam ich mal weider zur Forsterei und freute mich, daß aus dem damaligen schwachen Kalb ein starkes Thier geworden war. welches sich im Forsthause sehr wohl fühlte.
Tozialdcmolratischc Poesie. Der Berliner Vorwärts" bringt an der Spitze seiner Neujahrsnummcr ein blutrünstiges Gedicht, dem wir felgcnde Strophen entnehmen: Der Leu im Zaume hungernd brüllt. Der Zwinger bebend dröhnt; Die Welt, 'die satte, lungernd füllt Die Taschen sich und höhnt: Ist dem Geschlecht der Katzen Auch selbst im Zaum zu trau'n? Sie brüllen fort und kratzen, Drnm muß man schau'n die Tatzen Der Bestie abzuhau'n!" Drum. Volk,- mit Eisenklammern schließ' Zusammen Dich im Bund! Die Wuch'rer aus den Kammern schließ' Und künd' mit Donnermund Der Wahrheit Sakramente, Daß mit dem Recht zugleich Des Elends Elemente Zieh'n in die Parlamente Von Stadt und Land und Reich! Die dichtende Politik hat von jeher einen starken Stich in's Lächerliche gehabt. Der Dichte? der mitgetheilten Strophen wird jedenfalls gedacht haben, etwas blutig Ernstes gesagt zu haben; auf normale Menschen dürfte aber seine Dichtung nur den entgegengesetzten Eindruck machen. Der hunqernd brüllende Löwe", der bebende Zwinger", die satte Welt, dic tungernd ttxe Taschen füllt", das Volk, toi mit Eiscnklammern sich zusammcnschlicßen" und mit Donnermund der Wahrheit Sakramente künden" soll, das sind alles Phrasen, die selbst in .einem Neujahrsgedichte nur rheiternd wirken können.
Narrlslvc Erfindungen. Da Patentgesetz in Frankreich, das noch heute unveränderte Giltigkeit besitzt, besteht seit dem Jahre 1844; es ist also 58 Jahre alt. Jeder, der wirklich eine Erfindung gemacht hat oder etwas ersuiioen zu haben glaubt, kann auf dieselbe ein Patent neumen . Das Patentamt, oder wie es französisch heißt: Bureau de brcvets", stellt jcdec Person ein Patent auf die von ihr angemeldete Erfindung aus. Eine Untersuchung der Erfindung besteht nicht; es genügt, einfach die Beschreibung der Erfindung vorzulegen, um sie patentiren zu lassen. Aber das Patentamt fügt unter das Diplom vorsichtig hinzu: Eine Garantie für die Echtheit oder den Werth der Erfindung übernehmen wir nicht; die Verantwortung bleibt dem Erfinder allein überlassen." So findet Jeder eine offene Thür im Paten:amt. Und so erklärt sich auch die ungeheuere Ziffer der patentirten Erfindungen: Seit 1844, dem Schöpfungsjahre des Patcntgesetzes, sind bis Mitte D.'zember vorigen Jahres insgesammt 320,750 Erfinoung?n angemeldet und patcntirt worden. Wie viele davon haben ihren Anmeldungstag überlebt, Epoche gemacht. Aufschwung genommen und dem Erfinder Gewinn gebracht? Gar wenige im Vergleich U der kolossalen Zahl! Die meisten blieben im Archiv des Patentamtes begraben und schlummern dort den ewigen Schlaf des Igncrirtbleibens, der Unberühmtheit . . . Wer sich aber ein paar vergnügte Stunden schaffen will, der gehe ins Patentamt und frage den Auskunftsbeamten, ob er ihm curiose oder amüsante Erfindungen" nennen könne. Der Beamte wird ihm einen Berg von Patentm vorlegen, aus denen er nach Herzenslust schöpfen und den .Wahnsinn gewisser Erfinder studiren kann. Er wird da die Tragikomödie der Erfindüngen" lesen und beurtheilen können. . Da ist gleich Einer, der ein Patent auf ein Unterseeboot genommen hat. Die Torpedos sind actuell". Unser Erfinder hat seinen Torpedo mit einem
Kochapparat besonderer Art versehen. Dieser soll nämlich die Fische anlocken. Das Boot gleitet unter dem Wasser. Die Mannschaft hat Hunger, aber die Nahrungsmittel sind ausgegangen. Sie braucht nur den Kochapparat unseres Erfinders unter Feuer zu stellen. Das Feuer setzt ein eigenartiges Musikinstrument in Bewegung. Die Fische eilen auf die Musik herbei und wenn sie in Massen um das Boot schwimmen, öffnet der Koch eine Klappe und die Fische stürzen sich wonnetaumelnd in den Kochkessel, wo sie gesotten werden. Ein unterseeischer Orpheus dieser Erfinder und Narr! Noch großartiger ist der Mann, der den universellen Suppentopf" und mit ihm die Idee der Generalverproviantirung einer belagerten Stadt erfand. Er ließ sich folgendes Project patentiren: Man gräbt auf einem Hügel ode: einer Erhöhung im Herzen der Stadt ein Riesenbassin, pflastert es mit Porzellanplatten aus und wirft Ochsen, Kühe, Kälber, Schweine, Hunde, Katzen und Gemüse hinein. Das Ganze wird durch ein Kolossalfeuer unter dem Monstrekessel gekocht. Aus dem Kessel führen Leitungsröhre in alle Stadttheile, in jedes Haus. Die Hausfrau dreht zur Mittags- und Abendstunde den Hahn auf wie beim Wasserschöpfen und die Familie erhält ihre Mahlzeit. Das nennt der Narr dl universellen Suppentopf!" Noch radikaler war ein anderer Erfinder. Er ließ sich sogenannte Distanzsyphons" Patentiren. Er erklärt diese wir folgt: Mit meinen weittragenden Syphonapparaten könnte man im öffentlichen Interesse die Gewässer aus ihren natürlichen Betten schöpfen und über Berg und Thal in andere Bassins hinüberleiten, wo sie als wasserführende Syphons verwendet würden. Meine Syphons könnten mit der Zeit das Aussehen der Erdoberfläche umändern." Der Erfinder verlangt vorläufig nur das Monopol für Frankreich und die französischen Colonien. Wie bescheiden . . . ! Ein Herr Saturin Loubett hat sich die Vaterlaildsvertheidigung zur Aufgäbe gestellt. Er hat einen defensiven, offensiven, industriellen und wissenschaftlichen Apparat" Patentiren lassen. Worin dieser Apparat besteht, kann man aus seiner tollhäuslerischen Beschreibung nicht errathen. Klar darin ist nur, daß er alle anderen Erfinocr Räuber, Diebe, Mörder, Gauner, Verräther und Wegelagerer" nennt. Der Mann ist selig, denn er besitzt ein Patent auf seine Beschimpfungen! Dem Erfinder der Distanzsyphons ebenbürtig ist ein Herr Chouet. der nichts Geringeres als glasirte Rutschbahnen" ausgesponnen hat. Er will Fahrstraßen aus schwarzem oder weißem Glas anlegen, von Paris nach Calais und Marseille, aber auch durch Belgien, von Brüssel nach Antwerpen bis zur Scheldemündung. Auf diesen glasirten Rutschbahnen werden die Waaren führenden Waggons mittelst ?ines Motors an den Abfahrtsstationen von der Nordsee über Antwerpen und Paris nach Marseille und umgekehrt cxpedirt. Die Fahrt geht blitzschnell, rascher als der Flug der. Vögel" vor sich. Als 5)err Chouet seine Beschreibung vorlegte und der Beamte bei de ren Lectüre sich zu einem Lächeln veraaß, hatte Herr Chouet einen Zornesenfall und d molirte das halbe Bureau. Man fertigte ihm rasch sein Patent
aus, um diesen gefährlichen Rutsch babnrfinder.los zu werden. Einig Tage später meldete derselbe eu Chouet zwei neue Erfindungen an: Monstre - Karawanenwagen" zur Turchquerung der Sahara .und eine vergleichende Schriftenkunde, geeignet, oie Engländer au? allen ihren Besttzungen zu verdrängen". Dem Wahnsinnigen wurde auf Alles ein Patent ausgestcht! . . . Nach wie vor tobt das Perpetuum mobile" in den Köpfen der Erfinder herum. So ließ sich ein Herr Alliz ein Patent auf einen perpetuellen, selbstthätigen, hydraulischen Motor" aussertigen. Gesehen hat noch kein Mensch diesen Apparat und wahrscheinlich auch
der Erfinder nicht; er begnügte sich, ihn blos im Geiste zu sehen . . . Ein Herr B. ließ sich einen Apparat Patentiren, welcher die Stimmen der Thiere auffängt und sie dann ins Französische übersetzt". Der geistvolle Mann nennt semen Apparat den Vermittlungsphonographen zwischenThierWelt und Menschengeschlecht"! . . . Wem es im Sommer zu heiß ist, aber an Zeit zu längerem Aufenlhalt im Wasser mangelt, der benutze die ..Baderutschbahn" des Herrn R. Dieser Erfinder nahm ein Patent auf eine Rutschbahn, deren längste Strecke durch ein langes Basin läuft. Der Badegast setzt sich in den Waggon, fährt schußartig ins Bassin, durchjagt dieses blitzschnell und steigt am anderen Bassinende abgekühlt aus. Einfacher kann man sich eine Erfindung nicht denken. Sie ist am Ende so wahnsinnig nicht, aber komisch .... Russisches Militärtransport wcscn. Der Russische Invalide bringt in einer seiner letzten Nummern einen Artilel über die Russischen Eisenbahnen", der um so mehr Beachtung verdient, weil die genannte Zeitschrift nahezu als amtlich zu betrachten ist. An die Häufung von unerledigten Getrcidetransporten auf den Bahnen knüpft ,der Invalide die Frage, was wohl im Kriege geschehen würde? Man schiebt den Manövern bei Kursk die Schuld für die Srauungen zu; was Würde aber eintreten, wenn man statt 100,000 Mann iz Million in möglichst kurzer Zeit zu befördern und ihre Verpflegung für mehrere Monate sicherzustellen hätte? Die russischen Bahnen werden als nicht vorbereitet auf Massentransporte bezeichnet, und das wird verschuldet weniger durch Mangel an rollendem Material, als durch Mangel an Geschicklichkeit in der Verwendung des Materials, das zur Verfügung steht. Der Kriegsminister müßte sich mit der Sicherstellung eines au geschulten Personals und mit der Vorbereitung des Militärtransportoienstes auf den Bahnen mehr beschäftigen. Eisenbahntruppen hat man ja. die besitzen aber keine Erfahrung im Betriebsdienst, und im Kriege würde man sich damit begnügen müssen, sie als Arbeitspersonal zur Verfügung derselben Beamten zu lassen, die im Frieden nicht fähig sind, die Stauungen von Getreidetransporten zu verhindern. Die Truppeniransporte im Kriege sind bis in die Einzelheiten studirt, sie beruhen aber auf der angenommenen Leistungsfähigkeit der Bahnlinien und ziehen deren rollendes Material, aber nicht das Personal in Betracht; dadurch ergeben sich falsche Berechnungen, vor dcnen die jetzigen Transportstauungen ernstlich warnen müßten. Man hat für die Mobilmachung ganz genau ausgerechnet, wie viele Lokomotiven und Wagen zu bestimmten Zeitpunkten auf bestimmten Stationen eintreffen sollen, von wo sie zu entnehmen sind, man hat auch eine Vermehrung des Vahnpersonals vorausgesehen und saubere graphische Fahrpläne gezeichnet, man hat sich aber nicht gefragt, ob das Personal diese Pläne verwirklichen kann. Die Armee muß selbst ihre Militärtransporte sicherstellen können, das Material muß ihr zur Verfügung stehen und sie mutz es zu verwenden verstehen. Die Eisenbahntruppen, die für die weiten Gebiete Rußlands nicht zahlreich genug sind, müssen, so verlangt der Russische Invalide, dauernd vom Bataillonskommandeur abwärts bis zum letzten Gemeinen im Betriebsdienst verwandt werden, ihre Erfahrungen sind auszunutzen, um ein Betriebssystem, ein Syftem der Ausnutzung der Bahnen zu fchaffen, das im Kriege nicht versagt. Heute muß dies befürchtet werden. Diesem Auszug aus dem ernsten Artikcl der offiziösen russischen Zeitschrift brauchen wir wohl nichts mehr hinzuzufügen. Mehr als die beiden andern Staaten ist Rußland für Mobilmachung und Aufmarsch auf feine Bahnen angewiesen; versagen sie. so versagt auch der strategische Aufmarsch, wobei allerdings, nicht zu ve'rgessen ist. daß die drei Fünftel der über eine Million betragenden Friedensstärke, die in den westlichen Grenzbezirken untergebracht sind, eine immerhin sehr beachtenswerthe Kraft darstellen. Darum. Ich möchte die Rechnung!" ruft ein Reisender Morgens neun Uhr. Sofort!" antwortet der Kellner und beginnt zu schreiben. Gegen zehn Uhr findet der Portier den Reisenden in? Empfangszimmer, bleich, mit geschlossenen Augen, einer Ohnmacht nahe. Um Gotteswillen! Was ist Ihnen?" Oh!" stöhnt der Angesprochene, dem der Angstschweiß bereits auf der Stirne steht, mex schreibt noch immer!"
Gifenvnkn - ?Khrplnn. Cleveland, (klincinnati, Chicago 6c St llouis Railway.
C l e v e la n d Divifia t dedcutct täglich, ausgenommen Sonntags. m - Abgang Ankunsi New Zork Expreß tägl 4 40Bm Union City Accom tägl .... 9 2öVm Andersonck B H'b'r Exp ... 6 45Bm Slkhart Accom, nur Sonntgs 9 25Vm Muncie & FtWayne Exp p. 7 20Vm Fort Wayne & Elk Expreß p 10 30V R s k B Lim täglich s. . . . 8 00Nm Southwestcrn Ltd tgl ä 3.. . . 11 3033m 6 leb k Benton Harbor Exp. 11 10Vm St Louis Ltd tg! d s 3 lONm N s B Lim, tägl 6s.... 2 66Bm B H'b'r Expreß p s 3 10Rm Union City Acc tägl 4 45Nm Union City & (ilct) Acc . . . . 6 30Nm Knicknbvcker Sp täglich d & s 6 25Nm B H'b'r 6c Anderson Expreß. 8 15Nm New Jork Expreß täglich 10 10Nrn New Aark Ltd tägl s 11 45Rm . St. LouiS Division. "The Worlds Fair Houto" St LouiS Mail 7 20Äm New York Expreß täglich s.. 4 20Bm Southroeftern Lim tgl 6 & s 11 45Bm St. LouiS Expreß tägl 8.. . . 7 25Vm St LouiS Lim täglich pds. 3 25Rm Mat'n & T Haute Acc 10 3SBm Terre Haute & Mat'n Are.. 5 OONm N A k Boston Lim tägl pd s 2 öONm N A k St. Louis Exv tägl..lO 40Nm St Louis Mail 5 35N St Louis Expreß tägl 8. . . 12 05Vm Knickerbocker Sp täglich 8 & d 6 lONm C i n c i n n a t i Division. Ein & Lous Nachtexpreß tgl s 3 45Vm Greensburg Acc 8 45B St Lous & Ein Nachtcxp lg 8 4 30Bm Cincinnati Acc täglich 11 OOVm Cincinnati Exp tägl 8 7 30Bm $fyc k St L Expreß U) d s k oll 40B Cincinnati Acc 10 45Vm Chicago Lous k St L Expreß 11 40Äm Cincinnati F Expreß, tägl p 2 50Nm White City Spezial p 3 25Rw Louis F Expreß 2 öONm Cinc & Indianapolis Acc . . . 7 55Rw Greensburg Accom 5 20Nm Cinc 3no k Si L Expr tg s. .11 50Nm Cinc k Wash g L ta d s k p 6 20Nm Chic k Lou Nachtexpreh tg s 11 40Rm Chicago Division. Kankakee Accom 7 OOVm Cinc Rachxpreß, tägl 3 30Bm Chicago Fast Expreß tgl d p 11 50Vm Kankakee Äccom 10 30Bm White City Special sd&p, 3 30Rm Cinc Fast Expreß tägl p d. . 2 40Rw LaFayette Accom 5 15Rm La Fayette Accom 5 15tn Chicago Nachtexpreß tägl 8.. 12 05Bm Cinc k Wash F L., d sc p.. 6 lONm Michigan Division. Benton Harbor Expreß 6 45Bm Elkhart Accom nur Sonntags 9 25Bm Michigan Mail Expreß p...H10Bm Elkhart Expreß 10 3033a Elkbart Acc täglich 4 4592m Benton Harbor Expreß p 3 lONm Michigan Expreß 8 15Nw Peoria Divisio n w e st l i ch. Peoria Expreß co Mail 7 25Brn Eolumbub & Cinc Exp tgl s 3 30Bm Western Expreß täglich p d. .11 50Bm Champaign Accom 10 35Bm Champaign Accom 4 lONm N k Ohio Special 2 40Nrn Peoria Expreß täglich ... .11 ö0Nm Peoria Expreß täglich p & d 6 08R Peoria Divisio n ö st l i ch. . Columbus Expreß tägl 6 OOBrn Lynn Accom 10 1555m Ohio Special tägl dp 3 00Nm Columbus Expreß tägl dp. .11 40Bm Lynn Accom 6 15Nm Cowmbuö Expreß tägl 8 .... 10 30Nm pittsburgh, Cincinnatt, Chicago 6c St. louis R'y.
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