Indiana Tribüne, Volume 26, Number 131, Indianapolis, Marion County, 24 January 1903 — Page 6

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EllroMlsche nilschail. Provinz Wrcrndenk'urg. Berlin. Geheimer Posirath und vortragender Nath im ReichsPostamt Dr. König ist zum Geheimen Ober - Postrath und Postrath Menny zum Geheimen Postrath und vortragenden Rath im Reichs - Postamt ernannt worden, Der geheime expedierende Sekretär im Reichs - Postamt Rechnungsrath Petri und der OberTelegraphensekretär Schwarz traten in den Ruhestand. Der vom Magistrat zum Pfarrer an der JerusalemsGemeinde gewählte bisherige Hilfsprediger H. Fischer, ein Sohn des Pfarrers M. Fischer an St. Markus, wurde in sein neues Amt an Stelle des verstorbenen Predigers Schmeidler durch den Superintendenten Steinbach eingeführt. Stadtverordneter Talke ist beim Ueberschreiten der Kreuzung der Friedrichstraße und Behrenstraße von einem Omnibus überfahren und schwer verletzt wordm. Seinen siebzigsten Geburtstag feierte der in der Gelehrtenwelt geschätzte Oberbibliothekar Professor Dr. Ferdinand Ajcherson. Arbeiter Ludwig Eng, 47 Jahre alt. machte seinem Leben aus Noth durch Erhängen ein Ende. Leopold I. Minden, Ehrenmitglied der jüdischen Reformgemeind?. ist im Alter von 81 Jahren gestorben. In Abwesenheit der Eltern kam das 4jährige Kind der Mertel'schen Eheleute dem Ofen zu nahe und trug tödtliche Brandwunden davon. Das 50jährige Dienstjubiläum feierten: Gerichtssekretär J.tsckmann. Prokurist Louis Hobenstew und Geheimer OberVaurath Fälscher. Aus Nahrungssorgen erhänge sich der 31 Jahre alte Eementarbeiter Rudolf Gierz. Brunnenstraße 22 wohnhaft. In der städtischen Gasanstalt am Wedding brannte ein dreistöckiges Gasreinigungsgebäude nieder. o t s d a m. Der langjährige Kammerlakai der verstorbenen Kaiserin Augusta. Jgnaz Seifert, der seit einer Reihe von Jahren die Stelle eines Kastellans beim hiesigen Schauspielhause inne hatte, ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Charlottenburg. Geheimer Regierungsrath Riedler, Professor an der Technischen Hochschule hier, wurde von der Deutschen Technischen Hochschule zu Prag zum Ehrendoktor der technischen Wissenschaften ernannt und dieser Ernennung vom Kaiser von Oesterreich die landesherrliche Bestätigung ertheilt. D a l l d o r f. Sein 25jafiriges Amtsjubiläum beging der Pfarrer Metzner. F o r st. Schneidermeister Auaust Guder stellte seine Zahlungen ein. Königsberg. Concurs rnel dete der Gärtnereibesitzer Max Speer an. K ö p e n i ck. Bei den Stadtverordnetenmahlen siegten in der dritten Abtheilung die Candidaten der sozialdemokratischen Partei, Glasmacher Schneider und Bäckermeister Hein. R i x d o r f. Wegen Unterschlagung amtlicher Gelder in Haft genommen wurde der Inspektor des Amts-gerichts-Gefängnisses hierselöst, Lieutenant a. D. Walter Kegel. Rummelsburg. Lokomotive führer Heinrich Ring und seine Ebesrau Anna, geb. Zelter, feierten ihr 25jähriges Ehejubiläum. Schöneberg. Verbrannt ist hier das zweijährige Söhnchen des Arbeiters Kinburg, Ebersstratze 5, das allein zu Hause gelassen war und mit Streichhölzern sein Pctt angezündet hatte. Uhrmacher Emil Radandt meldete Concurs an. S p a n d a u. Kaufmann Kunze. der früher in der hiesigen Pulverfabrik thätig war, ist verhastet worden. Er steht im Verdacht, Frachtbriefe über Rohmaterialien, die für die Fabrik bestimmt waren, gefälscht zu haben. Steglitz. Erschossen hat sich hier der 29 Jahre alte unverheirathete Bankbeamte Karl Reineke. Er war ein Schwager des ehemaligen Tircktors der Grundschuldbank Berthold Warsinski und bis zum Zusammenbruch dieses Instituts Angestellter der Bank. H'ror'inz Hllpreutzen. Königsberg. Dem Landrath a. D. und General - Direktor der Ostpreußischen Feuer - Sozietät v. Klitzing Hierselbst, ist der Charakter als Geheimer Regierungsrath verliehen worden. Frau JoyF.ina Gottschalk, eine im Vereinsleben unserer Sradt bekannte Persönlichkett, ist gestorben. Frau Gotschalk. die Gattin des langjährigen Stadtverordneten, hak insbesondere den Israelitischen Frauenverein für Krankenpflege und Beerdigung in's Leben gerufen und sich seinen Angelegenheiten mehr als 25 Jahre hindurch mit großer Hingebung gewidmet. A l l e n st e i n. Dem Landgerichts - Direktor Muntau hier wurde der Charakter als Geheimer Justizrath verliehen. A r y b s. Feuer zerstörte den Stall des Kaufmanns Herrmann. Ein Knecht kam in den flammen um. Eydtkuhnen. Postsekretär Boigt ist als Ober - Post - Sekretär nach Solingen versetzt worden. Gumbinnen. Oberngierungsrath Meyer hier ist zum Kurator der Universität Halle ernannt worden. Heiligenbeil. DaL Rentier Hill'sche Ehepaar feierte daö Fest der Soldenen Hochzeit. Hill ist 31 Jshre Mitglied städtischer Körpekschaften, und zwar 10 Jahre Stadtverordneter, 21 Jahre Magistratsmitglied gewesen;

20 Jahre gehört er dem Gemeindckirchenrath an. M o h r l n g e n. In der Haupt Vc7''ammlung dec Kreislehrer - Vcreins Bohrungen wurden in den Vorstand gewählt: Lehrer Freutel-Geor genlhal. Rektor Rietz - Liebstadt zu Vorsitzenden, Lehre: Wölk und Bartels zu Schriftführern und Lehrer Arndt I zum Kasstrer. Rhein. Der Kaiser hat dem ältesten Bürger unserer Stadt, dem 94 Jahre alten Glasermeister Eichel, ein Geschenk von fünfzig Mark bewilligt. S a a l f e l d. Zu Stadtverordneten sind in der 1. Abtheilung Kaufmann Oldenhoff neu-, in der 2. Abtheilung Kaufmann Schwarz Jacoby und in der 3. Abtheilung Töpfermeister Schrötel wiedergewählt worden. Stagutschen. Dem Gutsbesitzer Wagner wurde der Rothe Adlerorden vierte?. Klasse verliehen. S t a l l u p ö n e n. Bei den Stadtverordneten - Wahlen wurde sowohl in der 2. wie in der 1. Abtheilung Rechtsanwalt Zenthoefer gewählt. In einer Abtheilung muß demzufolge eine Nachwahl stattfinden. Zfrovinz IS?jLpreußen. D a n z i g. Der bisherige Leiter der Oberrealschule zu St. Petri hier, Suhr. ist als Direktor dieser Anstalt bestätigt worden. In Bohnsackerweide brannte bei dem Gutsbesitzer, Amtsvorsteher und Standesbeamten Macker das Wohnhaus mit Inhalt nieder. Polizei-Commissär Sachsze von hier ist zum Polizei - Inspektor in Köln ernannt worden. Baldenburg. Zahntechniker Becker ist zum Stadtverordneten gewählt worden. F l a t o w. Auf dem Gute Radawnitz, Besitzer v. Briefen, entstand im Kesselhause der Brennerei Feuer, wodurch das Maschinenhaus vollständig abbrannte. I e h l e n z. Dem Pfarrer Hellwig hier ist die Pfarrstelle an der katholischen Kirche zu Schwarzenau im Kreise Putzig verliehen worden. K o n i tz. An Stelle des von hier nach Osterode als Pfarrverweser versetzten Kuratus der hiesigen Provinzialbesserungsanstalt, Scydcyk, ist Dr. Pape, Vikar in. Czersk, berufen worden. Kulm. Feuer zerstörte das Haus des Schuhmachers Wytrazek. Der Ortsarme Merains fand bei den Rettungsarbeiten den Tod. M a r i e n b u r g. Verhaftet wurde wegen Unterschlagung und Vernichtung von Urkunden der hiesige städtische Wachdiener Viernow. N e u st a d t. Bei der Ersatzwahl wurde in der 2. Abtheilung Rentier Klant zum Stadtverordneten gewählt. P r e u ß i s ch - S t a r g a r d. Eincm Brande fiel das Wohnhaus des Vöttchermeisters Kleesattel zum Opfer. Kowroß, welcher als Geschworener hierher einberufen war, ist in einem otel plötzlich gestorben. rouinj sommern. Stettin. Steuer Inspektor Tbomsen ist von hier als Ober - Zollinspektor nach Tönning versetzt worden. Aus unbekannten Gründen vergiftete sich der Arbeiter Riebe. Kaufmann Richard Bannier stellte seine Zahlungen ein. Bergen. Ueber den Nachlaß des kürzlich durch Selbstmord gecndeten Oberamtmanns Gütschow in Zeiten ist das Concursverfahren eröffnet worden. Bütow. Bei der Stichwahl wurden Ofenfabrikant R. Brauer und Schlossermeister P. Pützmann zu Stadtverordneten gewählt. Greifend erg. Den Sckne:dermeister Sell'schen Eheleuten hrselbst ist aus Veranlassung ihrer goldenen Hochzeit d"e Ehejubiläumsmedaille überreicht worden. P y r i tz. Auf dem hiesigen BahnHof büßte der Weichensteller Robert Meinke sein Leben dadurch ein, daß er überfahren wurde. S t o l p. Auf dem nahen Rittergute Dombrowe brannte das WohnHaus der Tagelöhner Hoppe und Sielaff nieder. S w i n e m ü n d e. Revierlootse a. D. Nedell und Frau feierten ihre goldene Hochzeit. Tempelburg. Lehrling Viebrarz, der im hiesigen Krankenhause seiner Genesung entgegenging, stürzte sich aus dem Fenster seines Kranke.:zimmers und fand den Tod. V e l g a st. Stallung und Scheune des Pfarrpächters Mau brannten nieder. W o l l i n. Bei einer Schlägerei wurde der Hausdiener Röhl mit einem Messer gefährlich, ein zweiter Hausdiener leichter verletzt. Z k? l l b r ü ck. Ueberfahren und getödtet wurde auf dem hiesigen BahnHof der Rangierarbeiter Albrecht. Provinz Schleswig Holstein. Schleswig. Archiv - Hilfstbeiter Dr. phil. Eggers ist von hier an das Staats - Archiv in Königsberg i. Pr. versetzt worden. A l t o n a. Wegen Urkundenfälschung wurde der in der kleinen Gärtnerstraße wohnende Agent Rudolf Tietgens in Untersuchungshaft gezogen. Aus der Haft entlassen worden ist der Hilfsgerichtsvollzieher Butikus, Derselbe war unter der Beschuldigung der Unterschlagung festgenommen worden. B redst edt. Bei der Stadtverordnetenwahl wnrden Bauunternehmer H. Hansen und Spediteur M. Rci mers gewählt. Zum Rathmann wählte man Rendant ftr. Qcnmann.

Zum Toöc ocs ronprtnzen Rudolf. Eine neue abentcmerliche Lesart über den Tod des Kronprinzen Rudols von Oesterreich tischt dir Pariser Stieltet" ihrem Publikum auf, indci.. ie bcaupt, die nachstehenden Angak ,. hätte ein von Augcnzeug'.'n unterriuzieter Mann Namens Aoolf Adern" in einer Zeitschrift Minerva" vt?röfscntucht. Es heißt da: ' Kronprinz Rudolf hatte um den Beginn des J.".h-es 1889 der Mutter der Baronin Mary von Veczera erklärt, daß sie ihre Tochter überreden solle, ihm sein Wort nach vollzögeer Scheidung von seiner Gemahlin Stephanie sie zu heirathen und auf den Thron zu erheben zurückzugeben; es seien ihm. besonders von seiner Mutter, so dringliche Vorstellungen gemacht, daß er nicht anders könne. Mary solle ihren sie sehr liebenden Vetter Baltazzi heirathen, und die Gunst dos Hauses Habsburg werde der Familie auf ewig gesichert sein. Am 28. Januar begab sich nun der Kronprinz mit seinen vertrautesten Freunden seinem Schwager Philipp von Sachsen-Koburg, sowie den Grafen Hoyos und Waldstein noch dem Jagdschloß Mcyerling zur Jagd. Am folgenden Tage schützte er. Müdigkeit vor und ließ die anderen allein zur Jagd ziehen. Bald darauf brachte der Droschkenkutscher Bratfifch. den der Kronprinz stets zu seinen Geheimfahrten benutzte, Mary nach Meyerling; ihr Glaube, sie habe unbemerkt Wien verlassen, war irrig; der junge Baltazzi, der bereits mit ihr verlobt war, hatte sie bemerkt und eilte nun mit seinem Oheim gleichfalls nach Meyerling. Sie trafen ein, nachdem Mary und ier Kronprinz gerade ihres Wiederfehens sich hatten erfreuen können. Es gab sehr scharfe Ausoinandersetzungen zwischen diesen vier, und Mary beruhigte den Oheim nur durch die Versicherung, sie babe für ihren Bräutigam vom Kronprinzen nur eineGunst erbitten wollen. Damit beruhigte man sich und begab sich zur Tafel. Der Prinz Philipp war nach Wien zurückgekehrt, sodaß an der Tafel nur die Grafen Hoyos und Waldstein, die beiden Baltazzi. sowie der Kronprinz und Mary theilnahmen. Der stark erkältete Kronprinz trank bei Tisch sehr viel Champagner, und die Unterhaltung ging sehr lebhaft. Dem jungen Baltazzi redete der KrönPrinz viel von dessen bevorstehendem Glück vor. Einer von ihnen beiden habe doch zurücktreten müssen, und da er selbst Herrscher sei und seinem Volke Rücksicht schulde, so und weiter. Seine reizende Braut werde nun seine Frau, seine Kaiserin werden. und wenn er es an seiner Pflicht fehlen lasse, so begehe er ein Verbrechen, ein crime de löse-beaut'." Der junge Baltazzi antwortete in trockenem Tone, er werde schon das Glück seiner Frau und sein eigenes zu schützen wissen. Ach, er ist eifersüchtig", rief Graf Hoyos dazwischen. Ja", sagte Baltazzi, indem er aufstand, ich bin eifersüchtig, und dreimal Unheil dem, der meiner Frau, die heute noch meine Braut ist, die Achtung zu versagen wagt." Mit krampfhaftem Lachen wiederholte der Kronprinz diese Worte und rief: Wenn ich nun der wäre?" Zugleich faßte er Mary mit der Rechten um den Leib, hielt mit der Linken den Arm fest und küßte sie. Hören Sie auf", schrie der junge Baltazzi. Sie sind betrunken!" Mary rief wiederholt: Schütze mich! Alles .war durcheinander. Der alte Baltazzi wollte seiner Nichte helfen, Hoyos hinderte ihn. Der Oheim griff nach einer Waffe aus der an der Wand angebrachten Waffensammlung. Graf Hoyos ebenfalls und stieß dem Alten, bevor er einen Schritt thun konnte, die .elebarde in den Leib. Der junge Baltazzi machte sich von dem Grafen Waldstein, der ihn gepackt hatte, frei und warf mit wüthender Kraft eine Flasche Champagner dem über Mary gebeugten Kronprinzen in den Nacken. Die Flasche zersplitterte und der Schädel des Kronprinzen war zerschmettert. Mary riß einen kleinen silbernen Revolver, den sie immer bei sich trug, aus ihrer Tasche und wollte ihn gegen den Kronprinzen abfeuern. Aber durch dessen heftige Bewegungen ging der Schuß fehl und die Kugel fuhr der schöne'.. Mary selbst in das Herz. Da? alles war binnen einer Minute geschehen ..." Glaubhafter als die früheren Gerüchte über das Drama von Meyerling klingen diese Mittheilungen des mysteriösen Herrn Aderer" auch gerade nickt.

Seltenes Jagdglück. Ein Nimrod aus Muri im Schweizer Kanton Aargau hatte jüngst das wahrhaft seltene Glück, einen Hasen unter einer Bettstatt schießen zu können. Gebrauchte Korke zu reinigen. Man übergießt die Korke, die man in einen Topf sammelt, mit Wasser, dem man den 20. Theil seines Gewichtes Schwefelsäure zugesetzt hat. Mit einem Stocke rührt man die Korke darin um und läßt sie Tag und Nacht über stehen, gießt das Wasser ab, spült die Korke in reinem Wasser gut aus und trocknet sie tüchtig ab. Um nachzuweisen, ob noch Säuren an den Korken haften, drückt man vor dem Abtrocknen Lackmuspapier darauf; färbt sich dasselbe roth, so sind die Korke noch nicht ganz rein und müssen weiter gespült werden.

Tcr Hozstandal nnd oas Gesetz. Zur gesetzmäßigen Erledigung der Angelegenheit der sächsischenKronprinzesjln wird mehrfach, da eine anderweite Beilegung eingeweihten Kreisen ausgeschlossen erscheint, auf die Bestimmungcn des bürgerlichen Gesetzbuchcs hingewiesen, und zwar auf den Paragraphen über böswillige Verlassung. ' Das bürgerliche Gesetzbuch kommt aber nicht in Frage, vielmehr bestimmt Artikel 57 des Einführungsgesetzes, daß in Ansehung der LandesHerren und der Mitglieder landesherrlicher Familien die Vorschriften des bürgerlichen Gesetzbuches nur insoweit Anwendung finden, als nicht besondere Vorschriften der Hausverfassungen oder Landesgesetze abweichende Bestimmungen enthalten. Solche Bestimmungen enthält das sächsische Hausgesetz vom 30. Dezember 1837, das am 20. Aug. 1879 und 6. Juli 1900 geändert und ergänzt wurde. In Betracht kommen folgende Bestimmungen: Der König übt als Familienhaupt besondere Aufsicht mit bestimmtenRechten über die Glieder des königlichen Hauses, und es steht ihm zu, alle zur Erhaltung der Ruhe, Ehre. Ordnung und Wohlfahrt des königlichen Hauses dienlichen Maßregeln zu ergreifen, soweit sie dem Hausgesetz und der Verfassung nicht entgegenstehen ( 4). Auch dürfen Glieder des königlichen Hauses ohne Genehmigung des Königs sich nicht in einen fremden Staat begeben (8 6). Die Wahl des höheren Hofstaatspersonals sämmtlicherGlieder des königlichen Hauses ist dem König anzuzeigen und seiner Genehmigung unterworsen, soweit sie nicht ohnehin vom König selbst abhängt ( 7). Alle Apanagen können nur mit Bewilligung des Königs außerhalb des Körigreichs verzehrt werden; würde ein Mitglied des königlichen Hauses ohne Vorwissen und Genehmigung des Königs Aufenthalt im Auslande nehmen, so werden ihm die ausgesetzten Apanagen zurückgehalten ( 17). Der König und die Mitglieder des königlichen Hauses nehmen in privatrcchtlichen Angelegenheiten im allgemeinen beim Oberlandesgericht Dresden Recht. ( 1 des Nachtrags von 1879). Zur Entscheidung von Ehe-Jrrungen wird der König in vorkommenden Fällen ein besonderes Gericht niedersetzen und das Verfahren vor demselben bestimmen ( 12). Die Entmündigung eines Mitgliedes des königlichen Hauses sowie die Wiederaufhebung der Entmündigung steht dem Könige zu. Vorher geht die Erörtcrung des Falles durch den Justizminisier sowie dieBegutachtung durch das Gesammtministerium. Außerdem soll der König vorher, soweit thunlich, die volljährigen Prinzen des königlichen Hausis hören. ( 2 des Nachtrages von 1900.)" Ausgerechnet. Vater der Braut: 3000 Mark; mehr kann ich äugenblicklich mcinerTochter nicht mitgeben!" Bewerber (Arzt): Aber erlauben Sie gütigst, so viel könnte ich ja beinahe als Honorar für meine Besuche bei Ihnen beansvrucken!" Eine gelungene Konfusion hatte letzthin eine Klagefache wegen Volksauflnfs beim Amtsgerichte in Haltern. Westfalen, zur Folge. Zwei Theünehmer hatke man erwischt; es wurde ihnen dieErregung desVolksauflaufs, Beamtenbeleidigung und Widerstand zur Last gelegt, also ziemlich schwere Vergehen. Nun hatte einer der Angeklagten eine Reserveübung im Elsaß abzumachen. Die Akten muß?en nun dorthin gesandt werden, damit das Regiment den Angeklagten vernehme. Die Sache nhrn jedoch eine ganz andere Wendung. Der Gerichtsdiener hatte Urlaub, und der ihn vertretende Polizeidiener schickte die ganzen Prozeßakten statt an das belrefsende Regimentsbureau an den Angeklagten. Mehrere Wochen blieben die Schriftstücke dann verschwunden, bis der wieder heimgekehrte Gerichtsdiener davon hörte. Er kam auf den Einfall, sich bei dem Angeklagten nach den Akten zu erkundigen. Jo, de häw eck in mien Koffer liggen," sagte dieser. Auf Grund dieser Akten, die er ohne Weiteres abtrat, wurde er dann dieser Tage zu 50 Mark Geldstrafe, sein Genosse zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. Tapferes Schneiderlein. Der Gutsbesitzer v. Schlumberger hielt dieser Tage eine Treibjagd auf Wildschweine bei Finstingen im Elsaß ab. Zwei eingekreiste Dickhäuter gingen jedoch während der Jagd durch die Treiber zurück und wollten über den Finstinger Gemeindeweiher, auf dem etwa 30 Personen Schlittschuh liefen, fliehen. Auf dem glatten Eift kamen die Thiere jedoch nicht schnell vorwärts, und bald harten die Schlittschuhläufer sie umkreist. Kurz entschlossen eilte nun einer von diesen, ein Schneider, in den Wald und holte sich einen kräfgen Knüppel, ging dann muthvoör auf das größte der Thiere, einen Keiler von 170 Pfund Gewicht, los, und hieb ihn aus Leibeskräften auf den Kopf. Sobald das wüthende Thier nach seinem Angreifer mit den Gewehren schlagen wollte, trat dieser mit schlittschuhbewaffnetem Fuß gegen dasselbe, und machte das starke Thier durch e harten Schläge schließlich so matt, daß es nicht mehr weiter kam. Der Sohn des Herrn v. Schlumberger, der inzwischen herbeigerufen wurde, gab dann dem Thier den Gnadenstoß. Das andere Wildschwein entkam in der Verwir-rung.

Durch königliches Edict ...des... Rex der König, kündigt dle ... Big Four Bafyn Halb Raten für die Run!"ahrt zum

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