Indiana Tribüne, Volume 26, Number 131, Indianapolis, Marion County, 24 January 1903 — Page 4
Jma Urtdune, 24. Januar 1903.
Indiana Tribüne. Herausgegeben von der utnrderg Indianapolis, Ind.
harry 0. Thudium Präsident Geschäftslocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELBPH0E 269. entered at the Post Office of Indianapolis as second class matter. Eiu nationales Scheidungs Gesetz. Die Nothwendigkeit einer Regelung der Ehescheidungs - Gesetzgebung von Bundes wegen wird im .Balt. Correspondenten" in nachstehender lichtvoller Weise begründet: Ob es wohl noch ein Land aus dieser Erde giebt, in dem sich so viele Ehen als Fehlschlaz erweisen, in dem so viele geschlossene Ehen wieder geschieden werden, als in den Ver. Staaten? Nach einer Schätzung sind in den .letzten zwanzig Jahren 320.000 Ehen gerichtlich geschieden worden. Und der Staat Süd-Carolina hat nicht einmal Scheidungsgesetze, und sch'idungsbedürstige Eheleute können dort nicht einmal entpaart werden. Daß die Zahl der Ehescheidungen so erschreckend anwächst, hat seinen Grund zum großen Theil darin, daß wir keine einheitlichen Scheidungsgriinde haben. Scheidungsgründe in einem Staate werden in anderen nicht als solche anerkannt, und diejenigen Staaten, in welchen eine Scheidung am Leichtesten aus einen der zahlreichen Scheidungsgründe zu erlangen ist, werden von Ehemüden am Meisten aufgesucht. So entstand das Witzwort, daß Scheidungsbedürftige auf einem Zuge in dieser oder jener Stadt ankommen und mit dem nächsten Zuge wieder abreisen können mit ihrem gerichtlichen Scheidungsdekret in der Tasche. In den Staaten Jdaho, Nebraska, SüdDakota, Texas u. A ist in der That nur ein sechsmonatlicher Aufenthalt erforderlich, um eine Ehescheidung detreiden zu können, während es in anderen Staaten eines Aufenthaltes von einem bis zu fünf Jahren bedarf. Diese Zustände sind vom Uebel, und die Frage ist oft aufgeworfen wordcn. ob es nicht basier sei, ein allgemeines und nationales Ehescheidungsgesetz einzuführen. Zu praktischen Resultaten haben aber die Erörtungen nicht geführt. Das ständige Anwachsen der Ehescheidungsfälle ist für die Grundlage des StaateS, für die Familie eine ernste Gefahr, zumäl wenn Scheidungen auf triviale und nichtssagende Gründe ausgespro-' chen werden oder auf Umwegen erschlichen werden können. Während die Bevölkerung des Landes sich in einem Jahrzehn: um etwa 30 Prozent vermehrt hat, ist die Zahl der Scheidungen in demselben Jahrzebnt um etwa 80 Prozent gestiegen. Wäre das Auseinanderkommen schwie riger, dann würden weniger Ehen leichtsinnig eingegangen.. Das Oberbundesgericht hat dieser Tage eine Entscheidung gefällt, welche von allgemeinem Interesse ist und den leicht erlangten Scheidungen in vielen Fällen einen Riegel vorschiebt. Der oberste Gerichtshof der Ver. Staaten hat nämlich entschieden, daß eine in Süd-Dakota nach sechsmonatlichem Aufenthalt erlangte Ehescheidung in Massachusetts rechtsungültig sei, da der halbjährige Aufenthalt in Süd-Dakota nur zu dem Zweck bewerkstelligt werden sei, um eine Scheidung zu erlangen. Dadurch sei das Bürgerrecht im eigenen Staate nicht affizirt worden, und nur die Richterdieses Staates seien zuständig gew, in der Scheidungsfrage zu entscheren. Der in Süd-Dakota Geschiedfn? ist danach in Massachusetts nicht rechtskräftig geschieden ; in Süd-Da-kota ist er's. Die Entscheidung des Oberbundesgerichts macht also die Verwirrung in den buntscheckigen Gesetzen der Einzelstaaten nicht besser ; die Lösung der Ehe muß durch ein nationales Gesetz für alle Staaten geregelt werden. Unö je eher, desto beft" Der in ven Bundcssenat gewählte Mormonen-Aposiel" Smoot erklärte in der Legislatur von Utah, daß er die Verfassung der Ver. Staaten für göttlich inspirirt halte und unter allen sei' ncn Pflichten die gegen sein Vaterland an die Spitze stelle. Herr Smoot will offenbar der Opposition, die ihn vom ?enat auszuschließen droht, schon vor seiner Ankunft in der Bundeshauptftadt den Wind aus den Segeln nehmen. Er hat durch seine Aeußerung nur bewiesen, daß er ein Demagoge vom reinsten Waffer ist.
m vrasillanistncs S:aateavcn teuer.
Dargestellt von T a n e r a. Manche Episode der brasilianischen Geschichte erscheint so wahnsinnig, so unglaublich, daß man sich schcut, sie zu erzählen, weil man in den Verdacht kommt, falsch darzustellen oder aufzuschneiden. Ich glaube es gern, was mir ein wissenschaftlich hochstehender Herr in Curityba erzählte, daß ihm einst die Magdeburger Zeitung, beten langjähriger Mitarbeiter er war. den genauen Bericht über die Vorgänge bei der Revolution von 189396 mit dem Bemerken zurückgeschickt habe, so etwas sei gar nicht möglich, und er über:reibe. Ich habe die ersten mir gemachten Erzählungen jener Revolution und des Gebahrens beider Parteien auch für Lügen gehalten, bis mich eingehende und verschiedene Erkundigungen von der Wahrheit überzeugten. Ganz ähnlich verhält es sich mit dem sogenannten Canudos-Krieg. Trotzdem wage ich, ihn zu schildern, weil er erst kurz ver gangen ist. also viele Betheiligte die Wahrheit bestätigen können, weil mir nicht nur Berichte von Augenzeuaen und Bücher, sondern auch aktenmäßiges offiziellesMaterial zu Gebote stauden, und weil dieser Krieg so sehr baraktcristisch ist. die vollständige Unfahigkeit und Korruption der heutigen brasilianien Regierung darz??hun Ich beginne mit dem, was ich gerüchtweise erfuhr. " Im Staate Bahia lebte ein Mann, ein Kleinbauer und Abenteurer, der gegen den Willen seiner Mutter ein von Letzterer gehaßtes Mädchen geheirathet hatte. Die Frau wollte diese Ehe um jeden Preis trennen. Da die junge Frau aber ihrem Gatten treu war, und dieser nicht von ihr ließ, schrieb die Mutter ihrem Sohn einen Brief mit verstellter Handschrift, in dem seine Frau einer Liebschaft mit einem Fremden geziehen wurde. Er könne sich, wenn er an einem bestimmten Tage früher von der Feldarbeit heimkehre und durch sein Fenster schaue .von der Wahrheit der Angabe überzeugen. Der Mann, welcher den Namen Antonio Conselheiro führte, folgte dem Rath und sah wirklich einen Fremden in sehr vertraulicherStellung bei seiner Frau sitzen. Statt sich genauer zu überzeugen, nahm er seine Büchse und schoß durch das Fenster beide todt. Als er eintrat fand er seine als Mann verkleidete Mutter und seine Frau. Damit enden die Geruchte. Diese That mag ihn halb verrückt gemacht haben. Nun wurde er religiöser Fanatiker und zog in das Innere des Urwaldes, in den Norden des Staates Bahia, nach Canudos. einem bis dahin der Regierung kaum dem Namen nach bekannten Orte. Im Laufe kurzer Zeit bildete er dort eine fanatische Gemeinde um sich, fand immer mehr Anhänger, besonders unter den mit der neuen Regierung mißvergnügten und noch monarchisch gesinnten Bewohnern des Hinterlandes von Bahia und schuf einen kleinen, völlig unabhängigen Staat im Staate. Anfangs fand er auch bei den reichen, in den Städten wohnenden Monarchisten Zustimmung und erhielt reiche Gaben an Waffen und Lebensmittcln. weil die monarchistischen Parteianhänger entweder den Beginn einer grrßen Revolution gegen die republikanische Regierung von A. Consellieiro erhofften oder doch gern dem jetzigen Staat Schwierigkeiten machen wollten. Conselheiro und seine Anhänger, welche man bald nach ihrem Ort Canudos" nannte, lebten theils von freiwilligen Gaben, theils aber auch von Requisitionen, welche sie bei Streifzügen in's Land machten. Mitte 1896 sollen die Anhänger Conselheiro's nach der einen Schätzung 6 800, nach der anderen 3000 Mann betragen haben. Jedenfalls dehnten sie ihre Requisitions- oder besser gesagt Raubzüge immer weiter aus und veranlaßten dadurch zahlreich.' Beschwerden bei der Regierung von Bahia und auch in Rio de Janeiro. Die Foderalregierung in Rio bot nun der Regierung des Staates Bahia ihreHilfe gegen die Canudos an. Allein der stellvertretende Gouverneur von Bahia, Namens Luiz Vianna. wollte möglichst jede Einmischung der Fcdcralrcgierung vermeiden und lehnte das Anerbieten kurz ab. Tagegen sandte er einige Hundert Mann Polizei- und Linientruppen nebst zwei Feldgeschützen unter Major Febronio de Vritto gegen die Canudos aus. Die Erpedition war in keiner Weise für einen Marsch in solches Urwaldgebiet ausgerüstet, hatte fast keine Trains, besaß keine Karten und fand scbon auf dem Marsch-; selbst die größten Schwierigkeiten. Als sie end lich in der Gegend von Canudos ankam, wurde sie von den Anhängern Conselheiros am 18. und 19. Januar 1896 gründlich gcschlaqen. verlor sthr viele Todte und büßte ihre beiden (?eschütze ein. Nun griff die Federalregierung doch ein. sandte über '2000 Mann unterGeneral Moreira Cesar und befahl ihm. die Canudos zu vernichten. Wiederum, trotz der Erfahrungen des vergangenen Januars, würde die neue Erpedition vollständig ungenügend ausgerü,tet. Um jedemVorwurf zu begegnen, erwähne ich, daß fch die nachfolgenden Angaben nur durchErzählungen,' wenn auch von sehr glaubwürdigen Herren, erfuhr. Die Regierung von Bahia habe absichtlich die Ausrüstung des Korps so ungenügend gemacht, damit
der Krieg recht lange dauern und die!en Regierungsmitgliedern, Offizieren und Lieferanten auf geraum.e Zeit reicke Erwerbsquellen bieten solle. Eine Menge von Lieferungen seien nur unvollständsg ode? gar nicht gemacht, aber nach ihrem vollen Werth befahlt worocn. 9Uch mehr. Man behauptete, daß die Nachschubtrans!)orte angeblich von Canudos, in Wirklichkeit aber durch eigene von Luiz Viana bestochene Leute überfallen und weggenommen worden seien, um zum zweiten Male an die Regierung verkauft und bezahlt zu werden. Wir ommen wieder zu beglaubigten geschichtlichen Angaben. In Bahia fanden solche Anschuldigungen allgemein Glauben, weil Luiz Vianna schon im Verdacht früherer politischer Mordthaten stand, und man glaubte, daß er jetzt mit allen Mitteln danach strebe, an Stelle von Rodriguez Lima, wirklicher Gouverneur zu werden. Daher lieae es in seinem Jnteresse, eine Vernichtung des Antonio Conselheiro und seiner zahlreichen AnHänger zu hintertreiben. Deshalb habe er auch das Auftreten der Canudos als ungefährlich und ihre Zahl als geringfügig angegeben sowie das Eingreifen der Federalregierung so lange verhindert. Aus dem gleichen Grunde schob er auch alle Schuld des Mißerfolges vom Januar auf Major de Britto, rief aber dadurch einen Protest des gesammten Offizierkorps hervor. Dieses gab als Ursache der Niederlage die ungenügenden Vorbereitungen an. Wie sehr es recht gehabt hatte, bcwies ein neuer, noch ernsterer M'ßerfolg, der den General Moreira Cesar und seine Abtheilung traf. Der Führer selbst und etwa 600 Mann wurden von den Canudr,s erschossen, und der Rest des Korps mußte mußte unier den denkbar ungünstigsten Verhältnissen weichen. Nach diesem Treffen vom 3. März 1896 flohen zahlreiche Ueberläufer von den Regierungstruppen zu den Canudos, und Letztere erbeuteten die vier 5canonen ihrer Angreifer. Jetzt machten sowohl die Fcderalregierung als auch die des Staates Bahia große Anstrengungen, um endlich mit den Aufrührern in Canudos fertig zu werden. Zuerst stellte man ein Freiwilligenbataillon auf. Allein es meldeten sich nur 70, noch dazu recht zweifelhafte Kämpfer. Dann zog man Linienbataillone aus den Staaten Rio und Pernambuco heran. Mit einem Korps von 7000 Mann und 22 Geschützen rückte General Arthur Oscar gegen die Canudos vor. Sollte man es für denkabr halten wiederum wurde der Vormarsch bedeutlich verzögert, um Zeit und damit mer Geld als Kriegsgehälter zu beziehen; wiederum war die Verpflegsvorbereitung eine erbärmliche, um theurere Lieferungen nothwendig zu machen; wiederum unterließ man die nöthig.n Vorbereitungen für den Ersatz von Reitpferden, Artilleriegespannen und Lastthieren, um später möglichst viel daran zu verdienen. Das für europäische Verhältnisse Unglaublichste ist aber die Indolenz der Presse und des ganzen Volkes. Kein Blatt erwähnte die erbärmlichen Zustände, obwohl sie Jedermann töglich besprach, nicht ein Artikel wagte. Luiz Vianna anzugreifen, trotzdem alle Welt offen und ungescheut von seinen Unthaten erzählte; man schrieb nur von den -täglichen Stadtereignissen, brachte hier und da eine nichtssagende Notiz vom Canudos-Krieg und ließ alles seinen Lauf gehen. Als ich in meiner europäischen Anschauung fragte, wie so etwas möglich sei, lachten die Herren und meinten, mit Geld sei in Brasilien alles möglich. In Rio hörte man aber doch auf die fortwährenden Klagen der Offiziere, der Kriegsminister Machado Bettencourt reiste on Rio nach Bahia, und eine eingehende Untersuchung fand statt. Ehe aber deren Ergebniß öffentlich wurde, war der Kriegsminister bei einem Attentat auf den Präsidenten Prudente, den er durch Vorspringen retten wollte, ermordet worden. Dann gelang es den Bctheiligten, die ganze Untersuchungsangelegenheit aus der Welt zu schaffen. Endlich konnte General Arthur Oscar gegen die Canudos vorrücken. Noch einmal gelag es den Aufrührern, ihre Angreifer abzuweisen und der Brigade Savagct schwere Verluste besonders an Offizieren zuzufügen. Allein das Expeditionskorps war diesmal zu stark und hatte eine zu mächtige Artillerie. Mit dieser umgab General Oscar das in eine Festung verwandelte Dorf Canudos und knallte unaufhörlich hinein. Schließlich schwieg das völlig unzulängliche Gewchrfeuer der Canudos, die Truppen unternahmen am 5. Oktober 1896 eine allgemeinen Sturm und eroberten die Stellung, weil Antonio Conselheiro schon vor mehreren Tagen gefallen war und damit die Seele der ganzen Vertheidigung fehlte. Den meisten Canudos war es jedoch gelungen, zu entkommen und sich im Urwald zu verbergen. Verschiedene waren aber in die Hände der Sieger gefallen. Gegen diese benahmen sich Letztere echt brasilianisch. Sie zogen ihnen, wie sie sich ausdrückten, die roth: Kravatte an, das heißt. Einer bog dem Gefangenen den Kopf etwas nach rückwärts, und ein Anderer schnitt ihm mit einem Rasirmesser. der in ganz Brasilien gebräuchlichen Waffe aller Gauner und Mörder, den Hals ab. Damit war derCanudos-Krieg zu Ende. Welch furchtbare Verluste er gebracht hatte, sah man beim Einmarsch
der Truppen in ihre Garnilonen. Es ist eine brasilianische Sitte, daß die Abtheilungen in der genauen Forma:ion, in der sie ausgerückt sind, einziehen, aber die Stellen aller Gefallenen und sonst Abgegangenen freilassen. Da fehlen grinse Sektionen und die Mehrzahl der Offiziere. Der Geschichtsforscher, der diese neueste Kricgsepisode Brasiliens studirt, lernt auch draus, aber nicht wie man gegen Aufrührer vorzugehen hat. sondern wie wenig die brasilianische gegenwärtige Regierung den geringsten außergewöhnlichen Ereignissen gewachsen ist. f TcrKöttiasma ncr vonBulaarien. In Ncupest in Ungarn ist der ehemalige Gctreideagent Philipp Waldapfel gestorben. Sein Tod ruft Erinnerungen an einen merkwürdigen Prozeß wach, der sich kilrz nach dem bulgarischen Thronwechsel in Sofia abgespielt hat. ?ie Vorgeschichte des Prozesses ist nach dem Inhalte der tlage, die damalö die Grundlage des ..Rechtsstreit le" bildete, die folgende: Als Anfangs der Keunzigerjahn Kürft Alexander von Battenberg gewaltsam vom Throne entfernt wurde, bielt sich PHUipp Waldapfel als Getrndeagent wt Bulgarien auf. Troi.' seines bescheidenen bürgerlichen Berufes stand er doch mit hervor rügenden bulgarischen Staatsmännern, insbesondere mit Stambu.low. in regem Verkehr. Stambulow keinen geeigneten ftäitbUfflten für den bnlgarischen Zviil-stenthron fand, bot ihm Salbapfel seine Agentendiensie an. Waldapfel habe schließlich, so erzählte die 5Uage. den bulgarischen Staatsmännorn afa Kandidaten den ehemali gen ungarischen Husarenrittmeister Prinz Merd'nand von Coburg empfoh len. Diese Kandidatur wurde auch aeeeptirt. Einige TKahvc, nachdem der Cobur ger den Thron bestiegen hatte, forderte Waldapfel vom Fürsten eiue Vermitt lunac-gebühr, die aber ürst Zverdi nand zu zahlen sich weigerte. Waldapfel verfocht anfangs seine Angele genheit persönlich in Sofia und bestürmte die bulgarischen Staatsmän
ner mit seinen Forderungen, wobei er wiederholt mit der bulgarischen Poll zei in sehr ernste Unannehmlichkeiten berieth, die schließlich zu seiner Aus Weisung aus Bulgarien führten. Ter Getreideagent lies; aber nicht locker, und es kam schließlich zu dem erwähn ten Sensalionöpro'esse, den Waldapfel gegen den bulgarischen Staat und den Fürsten Ferdinand angestrengt hatw. Waldapfe! forderte in der Klage ein PeruütllungHhonorar" von 200,000 Gulden. Er wurde mit feiner Klage abgewiesen, dafür aber auf Anzeige des pursten erdninand in Budapest wegeu Erpressung ver haftet. Doch erfolgte bald seine Frei lasnlug. Der angebliche bülgarische Königsmacher gab nun seinen Kampf auf und ließ sich ständig in Budapest nieder, dort fortan, anstatt mit Fürstenkrönen, mit Mais und Roggen zu handeln. Seit einigen fahren lenic er in stiller Zurückgezogcnheit in NeuPest und arbeitete, wie er sagte, an seinen bulgarischen ?.l?enioiren, die seine Söhne herausgeben werden. Photographie ohne Licht. Aus Leipzig wird geschrieben: Auf dem Gebiete des Reproduktionswesens, namentlich soweit die Photographie in Betracht kommt, vollzieht sich wiederum ein in hohem Maße bedeutungsvoller Umschwung. Den Profeor der physikalischen Chemie an der Leipziger Universität Dr. Ostwaldt ist es in Gemeinschaft mit Dr. Oskar GroS gelungen. Photographien ohne Licht herzustellen, also auch im Dunkeln zu poiographiren. Aehnlich wie das Licht wirken nämlich gewisse Stoffe, wie Platin und Silber, indem sie freiwillig, also von selbst, und somit auch im Dunkeln verlaufende chemische Prozesse (und vermittelst solcher entsteht ja die Photographie) beschleunigen. Ein aus Platin oder Silber hergeftelltes Bild kann auf Grund dieser Entdeckung ebenso zur Hervorbringung von Bildern benutzt werden, wie ein photographiches Negativ, und zwar können auf diesem Wege auch farbige Bilder ohne Licht in überraschend kurzer Zeit erzeugt wurden. Die neue Methode arbeitet ungleich schneller als das bisheriae Positivverfahren. Die zur Dünke hotographie verwendeten Stoffe we. ,en als kotolytische. das neue Verfahren als Kotoiypie bezeichnet, kotolyti cke Stoffe (KotolisatSren) sind nach Ostwald solche, welche durch ihre bloße Gegenwart andere Körper zu Zersetzungen ober Verbindungen veranlassen, ohne selbst an diesen Prozessen theilzuncbmen. Solche Stoffe bilden u. A. als Platin und Silber die Bestandtheile der photoqraphischen Platten. Dr. G?s hat im großen Hörsaale des Physitalisch-chemischen Instituts der Universität Vertretern des photographischen und des Buchgewerbes zahlreiche Proben von Photographien ohne Licht" vorgelegt und selbst solche entstehen lassen. Der Eindruck war der vollkommenster Ueberraschung und ungetheilter Vewunderunq. Taschendieb-Monolog. Bei den Damen ist kein Geschäft zu machen die finden ja ihre Kleidertaschen oft selbst nicht.
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