Indiana Tribüne, Volume 26, Number 130, Indianapolis, Marion County, 23 January 1903 — Page 6
ndiana Tribüne, 2. Januar 1903.
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HLEO.IANDO
Europäische Nachrichten cZ)5denvurg. Oldenburg. Der Großherog verlieh der Architekturmalerin Grete Waldau die goldene KunstmedaiUc. Tienstmann Meyer gestand im hiesigen Unteifuchungsgefängnih. dieHebamme Mühle in der Nacht vom 5. zum 6. November im Zorne erwürgt zu baben. Gronenberg. Beim Schlittschuhlaufen ertrank der acht Jahre alte Sohn des Arbeiters Grimm. H e p p e n S. Ein hiesiger WegeWärter sah in entern Wasiergrabm eine nur mit Hemd, Taille und Strümpfen bekleidete weibliche Person liegen; nicht weit von der Stelle lag ein Unterrock. Wie sich herausstellte, ist die Todte die Ehefrau des Handlangers Lorenz von hier. Ob ein Verbrechen oder Selbstmord vorliegt wird die eingeleitete Untersuchung ergeben. Jever. Tischlermeister Johann Borchers stellte seine Zahlungen ein. Kreie Städte. Hamburg. HamdelskammerSekretär Dr. Güttschow beging sein 25jähriges Amtsjubiläum, aus welchem Anlaß in der festlich beflaggten Börse eine Festsitzung derHandelskammer stattfand. A. Woermann, Präses der Handelskammer, überreichte hierbei Dr. Güttschow die goldene Denkmünze. Unter dem Verdacht, den Tod des 24jährigen D'enstmädchens Sophie Voll verschuldet zu haben, wurde Frau Marie Dreyer, geborene Thal, verhaftet. Ihre silberne Hochzeit feierten I. Lübeck und Frau Bella, gebonne Polad, und Wilhelm
Teege und Frau, geborene Weichel. Nach vorgelegter Approbation ist Dr. med. et chir. Ernst Johannes Heinrich Scharnberg in die Matrikel der hiesigen Aerzte aufgenommen worden. Vermißt werden seit einiger Zeit der 54 Jahr alte Weichensteller Carl Schuldt aus der Jeniscktraße 4, der Telegrammbesteller Bovet. am Pulverteich 21 wohnhaft, und die Ehefrau des Obsthändlers Hungar aus der Roenallee 30, die sich unter Mitnahme von 1800 Mark entfernt hat. Bremen. Bei den Burger schuft swählen wurden gewählt: In der ersten Klasse Richter Dr. Grote. Professor Dr. Hergett, Richter Dr. Klrchhoff, Dr. jur. Ouidde, Dr. med. Tidemann. Professor Dr. Päpke, Dr. jur. Scherer und Richter Dr. Abegg. In der zweiten Klasse Heinr. Ferd. Emil Bömers, Conrad Justus Bndenkamp. Andreas Wilhelm Cramer. Emil Aug. Fitger, Carl Wilhelm Fritze, I. Ferd. Garbrecht, Johann Grimmenstein, Heinrich Gröning, Theodo: Peter Friedr. Grüner. Carsien Gcttfr. Hartwig, Ernst Friedr. Heinemann. Eugen Edward Krug, Joh. 5)einr. Theod. Lankau. Gust.Ad. C. Georg Pc zenstecher. Friedr. Wilhelm Carl P.'ppier. Gustav G. F. Rassow. Johannel Rösing. Johann Schmidt. Moritz v. Thülen, Joh. Karl Jos. Victor und Gerhard Friedr. Herm. Vietsch. Ji; der dritten Klasse Aug. Abbehusen. A. Dolder, Dr. phil. I. A. Feldmann. I. C. ft. Freese, I. G .Fritz. G. E. Hafers jun., N. Körner. C. S. A-Schir il ly, H. Struckmann und A. Fr. Wobbe. In der vierten Klasse Diedrich Lame. Heinrich Hartmann, G. Kunoth. I. F. Bauer. H. F. Hersemeyer. I. W. Neukirch. M. Böttcher, Heinrich Hermann. A. Hilsmann. Ernst Engeland. C. H. Rose und L. Waigand. In der fünften Klasse Direktor Bischoff. In der sechsten Klasse Hafenmeister Gerlach. Dr. Wolf, und in der siebenten Klasse Johannas Depken jr., Hinrich Gieschen. Johannes Kaemaena und I. D. Vogt jr. Ihre Zahlungen stellten ein: I. Friedrich. Wittwe A. W. Dreyer, geb. Langhorst, und Kcrufmann Etlenne Deville. Lübeck. Wegen seiner hervorragenden Verdienste um den Bau des Elb - Travekanals verlieh der Kaiser von Oesterreich dem Oberbaudirektor Rehden hier das Offiierskreuz de5 österreichrfchen Franz Josef - Ordens. KcHn?erg. Bern. An der hiesigen Universi tät wurden folgendcErnennungen vollzogen: Der seit 1873 als Privatdozent für physikalische Diagnostik wirkende Dr. med. Paul Dubois aus Chauz-dc-Fonds 'wurde zum außerordentlichen Professor für Neuropathologie, bei seit 1874 als Privatvocent wirkende Dr. Albert Benteli wurden zum au ßerordentlichen Professor für darstel lende und praktische Geometrie er nannt. Zu Titularprofessoren wur den daselbst ernannt: der Prioatdoenl für Chirurgie Dr. Niehaus von hier, der Privatdocent für Chirurgie Dr Fritz Dumont von Lotle und der Pri vatdocent für Magenheilkunde Dr. Emil Emmert von Biel. uuitjiixs. Neoalleur '45. liondrau vermachte der hiesigen Gemeinde 14.000 Franken für gemeinnützige Zwecke. - Genf. Der Regierungsrath hat zu Mitgliedern der schweizerischenUhrmacherkammer hierselbst Reglerungsrath Thiebaud und Juwelier Ferrero ernannt. Das hiesige Militärgericht verurtheilte den Arbeiterführer Sigg. einen der Angeklagten in dem Prozeß 'wegen Nichteinrückens zum Militär beim Generalstreik, zu 4 Monaten Gefängnik. L.a n o. Im Alter von 66 Iah, ren fiarb hier Ceresole Andreazzi. Rettor des kantonalen Lyceums. Mitglied
des Großen Rathes und Vizepräsident des Gemeinderathes. L u z e r n. Der Rath wählte zu sein?m Präsidenten für 1903 Gerichtspräjl.ent Schürmann, zum Schultheißen ?gierungsrath Düring. zum Statthalter Regierungsrath Walter. Als Ständeräthe wurden die bisher:gen. Regicrungsrath Schumacher und Winiger, bestätigt, als ObergerichtsPräsident Alois Räber. Neuhausen. Beim Waidlingfahren ertrank im Rhein der 23 Jahre, alte Jean Dürrenberger von hier. W a s e n. Einer der Letzten vom Baslerputsch wurde auf dem Gottesacker unseres Bergdorfes ins stilleCörab gelegt. Es war Vater Jakob Kühni, der älteste Einwohner unserer Kirchen gemeinde. Er stand im 93. Lebensjähre. Zürich. Der Besitzer der Neu mühle Bachs wurde beim Oelen eines Getriebes von einem Kammrade erfaßt und getödtet. Musikdirektor Gabriel Weber feierte das Jubiläum seiner fünfundzwanzigjährigenThätigkeit als Dirigent des Kirchenchors Predigern. Hestcrreich-Angarn. Wien. Regierungsrath Anton Kramer trat in den Ruhestand. Er erhielt aus diesem Anlaß den Orden der Eisernen Krone dritter Klasse. An Vergiftung durch eine Ligroinlampc starb der Partieführer Franz Kral. Friedrich Wilhelm Eckstein, pensionirter Professor der Lehranstalt für Textil - Industrie und vormalig Direktor der Brünner Webschule, ist hier im 80. Lebensjahre gestorben. Die Postsekretäre Johann Ritter von Ambros und Karl Kost'rouch wurden zu Posträthen ernannt. Musiker Johann Kreuzberger und dessen Gemahlin Aloisia feierten in der Hernalser Pfarrkirche das Fest der diamantenen Hochzeit. Wegen Betruges verurtheilte das hiesige Schwurgericht den 33 Jahre alten Bauarbeiter Karl Knirlinger zu 10 Monaten schweren Kerkers. In der Tabakfabrik auf dem Rennweg No. 44 hat ein großer Brand gewüthet, der nicht nur einen Theil des Dachstuhles einäscherte, sondern auch auf die Arbeitsräume übergriff und dort Tabak- und Cigarrenvorräthe vernichtete. Hof- und Mi--nisterialofficial erster Klasse Benno Rettich Edler von Wildenhorst ist zum Hilfsämter - Direktionsadjunkten 'm Ministerium des Aeußern ernannt worden. A s ch. Wegen finanzieller Schwicrigkeiten verübte der Hotelbesitzer Johann Gaßl von hier Selbstmord. B ä r r i n g e n. Der bisherige Bürgermeister, Fabrikant Meinl. wurde zum fünften Male als Stadtoberhaupt wiedergewählt. Zu Stadträthen sind Hans Ströer. Johann Reinelt, Anton Häuser und Fabrikant Ferdinand Kohlert gewählt worden. Budapest. Zwischen dem Abgeordneten Adolf Lende und dem Obernotar des Temefer Komitates Alexander Joanovisch fand ein Säbelduell bis zur Kampfunfähigkeit statt. Lende wurde am Kop.fe und an der Brust schwer, Jvanovich leicht verletzt. Abgeordneter Koloman Szabo erliit während eirc Sitzung im Abgeordnetenhause einen Anfall von Geistesstörun'g. B r ü n n. Postcontrollor Hugo Geyer Edler v. Geyersdorf feierte sein 40jähriges Dienstjubiläum. Der Eisenbahnminister hat den Gewerbeinspektor zweiter Klasse Karl Dittmayer hier zum Inspektor der Generalinspektion der österreichischen Eisenbahnen ernannt. G r a z. Anstreichergehilfe Josef Florian Schuller. der wegen Ermordüng der verehelichten Franziska Stabentbeiner angeklagt war. wurde von den Geschworenen zum Tode durch den Strang verurtheilt. Am Herrsch lag verschied der Professor der Chirurqie und Primarius des hiesigen Allaemeinen Krankenhauses Hofrath KarlNikolandoni. Der Verstorbene, ein bedeutender Chirurg, stand im 36. Lebensjahre. G m u n d e n. Hausbesitzer Franz Margelik wurde an Stelle des bisher:gen Bürgermeisters Dr. Wolfsgruber zum hiesigen Bürgermeister gewählt. Im achtzigsten Lebensjahre ist der ebemalige österreichische Ministerpräsident Graf Richard Belcredi hier gestorben. uxernourcj. Luxemburg Die Villa des Const. Bochkoltz in der Josefstraße wurde an Herrn Medernach für 35.000 Fr. verkaust. Differdingen. Der Arbeite: Jak. Theis wollte nach der Ablade-
stelle fahren, als ein Wagen umschlug und der Arbeiter derart heftig gegen einen anderen Wagen geschleudert wurde, daß er einen Rippenbruch erlitt. D i l l i n g e n. Hier brannte das Dachwerk des Wohnhauses Wittwe Diedrerich-Meyer nieder. Ermsdorf. Matthias Welter. bisher Kaplan in Ermsdorf. wurde zum Pfarrer von Blascheid er nannt. M a cht h u m. Eine Magd Namens Margarete Schummer aus Bruch stürzte so unglücklich vom Boden der Scheune, daß sie schwere innere Verletzungen erlitt. Niederwampach. Ein Feuer zerstörte die Gebäulichkeiten des Acke rers Joh. Schrup. Nörtzingen. Der Pfarrer Ja kob Mos ist im Alter von 47 Jahren gestorben.
Die ZlttriStten. Ein albanesischer Stamm und seine Eigenthümlichkeiten.
tks '-are Bewohner und heldenmüthige Q&i fe Opfer der Blutrache Erwerbszeige Eine ürstendynaftie Tiplomat und .ronpriitendent. Von .dem Völ!erkonglomerat der Balkanhalbinsel sind die Albanesen der Außenwelt am Wenigsten bekannt. Sie theilen sich in eine Anzahl Stämme, die durch Blutrache und Mangel an Verkehrswegen von einander abgeschlossen sind. Die Albanesen wurden im 15. Jahrhundert nach vieljährigem Heldenmüthigen Kampfe von den Türken besiegt, und 'Albanien wurde 1478 türkische Provinz, die Bewohner konnten aber niemals völlig unterjocht werden. Der streitbarste Stamm der Provinz sind die Miriditen. Sie bewohnen die südlich vom mittleren Drin gelegenen Berggegenden und gehören, im Gegensatze zu den griechisch-katholischen Landsleuten an der griechischen Grenze und den muhammedanischen Albanesen im Inneren, fast ausschließlich der römisch-katholischen Kirche an. Ihr Centralpunkt ist Skutaci, das albanefische Paris, Sitz des Erzbischofs. Die Miriditen halten streng auf ihren Ehrenkodex; sie vergessen keine Beleidigung und genießen, wenn es nicht anders geht, ihre Rache kalt, oft nach langen. langen Jahren. Sie lassen nicht, wie die meisten anderen Stämme, die Blutrache nach Zahlung einer Entschädigung aufhören, zumal nicht, wenn es sich um das weibliche Geschlecht handelt; gerade in diesem Punki? verstehen sie keinen Spaß, und die harmloseste Aeußerung kann zu einer ausgiebigen Blutrache führen. Mit dem Eigenthum nimmt man's nicht sehr genau, aber Einer borgt dem Anderen ohne Schein und Zinsen; Wucherest unhekannt. und Tarlehns- oder Pfandgeschäste gibt es nicht. Man nährt sich von Viehzucht und Ackerbau, den gebauten Wein trinken die Miriditen selbst, zu großen Reisen kommen sie nicht, da die Wege sehr schlecht sind. Vor allen a libanesischen Gtämmen haben die Miriditen aber eins voraus: sie stehen schon bei Beginn des 18. Jahrhunderts unter eigenen erblichen Fürsten. Im Gothaer" ist zwar Dera e Dzon Marku" nicht verzeichnet; und der Fürsternitel wird zweifellos mehr aus Kourtoisie gebraucht. Immerhin hat die Familie aber volles Anrecht auf ihn; sie ist seit 200 Iahren vollständig unabhängig und selbstständig, und wenn auch der jetzige Fürst im Ausland in einer Art Verbannung lebt, der Stamm sieht in ihm immer noch den rechtmäßigen Inhaber der Gewalt. Die Nachkommen des ersten Fürsten oder Kapitäns Dzon Marku. der um 1700 fiel, vesinen einen so feu-dal-blutigen Stammbaum, wie wenige andere Familien. Von den 19 im Stammbaum verzeichneten Mitgliedern des Hauses sind nur sechs eines natürlichen Todes gestorben; neun sielen der Blutrache zum Opfer, eins wurde von den Türken enthauptet. Von den neun Opfern der Blutrache kamen in den Jahren von 1825 bis 1838 allein acht auf das Konto zweier Wittwen, die theilweise sogar aktiv eingriffen. Nach beendeter Blutrache zogen die vier überlebenden Männer in das Haus zu Orosi, in dem alle diese Unthaten geschehen waren, und auch die beiden Wittwen, die sich gegenseitig höchsteigenhändig die Ehegatten umgebracht hatten, verkehrten freundschaftlichst, als ob nichts geschehen, miteinander. Der gegenwärtige Chef der Familie ist der 44jährige Fürst Prenk Bib Doda. Ihn hat die Pforte in kluger Berechnung aus dem Land zu entfernen gewußt. Mit Ehren überschüttet, lebt er fern der Heimath in einer Art Verbannung, irgendwo in Kleinasien; dem Wohlleben verfallen, ist er politisch todt. Desto energischer führt aber, so weit noch etwas zu regieren ist, die Fürstinmutter Marcela die Zügel der Regierung. Die Fürstin Marcela, eine stolze, imponirende Erscheinung, ist die Wittwe Bib Dodas, des größten Miriditenfürsien. der unter Omer Pascha in der Knm focht. Sie ist keine Miriditin, auch ursprünglich keine Katholikin. Fürst Bib Doda lebte in kinderloser Ehe mit einer Stammestochter, was die Fürstinmutter derart verdroß, daß sie ihre Schwiegertochter eines Tages einfach erschoß, um ihrem Sohn Gelegenheit zu einer neuen Ehe zu geben. Der jugendliche Wittwer raubte sich dann schleunigst das schönste Mädchen aus einem benachbarten muhammedanischen Stamm, die Heutige Fürstin, die schließlich zum Kaiholizismus übertrat. Der Wohnsitz der Familie ist zur Sommerszeit Kalmetit. Im Winter wohnt die Fürstin mit ihrer Tochter Davidica und ihrer sehr hübschen Nichte Martha in Skutari; sie erfreuen sich allgemeiner Beliebheit. In neuerer Zeit macht sich in Albanien eine bemerkenswerthe Strömung bemerkbar. Man zeigt royalistische Gelüste und sieht sich nach Kronprätendenten um. So hat sich in neuester Zeit em ehemaliger l.pami.cyer Diplomat Don Juan d'Aladro der erstaunten Welt als albanesischer Kronprätendent vorgestellt, der sich sogar auf eine Verwandtschaft mit dem albanesischen Nationalhelden Skanderbeg beruft. Knoblauchessen trägt in wunderbarer Weise zur Erlangung eines schönen Teints bei.
Die Liedertasel in Bukarest. In der Hauptstadt Rumäniens feierte unlängst der älteste deutsche Verein der Stadt, die Bukarester deutsche Liedertafel", das Fest ihres 50jährigen Bestehens, unter Betheiligung von etwa 300 Gästen, darunter eine Deputation des Wiener Männer GesangVereins. Die Festlichkeiten fanden in dem eigenen Heim der Liedertafel statt. Im Jahre 1881 erworben und im Jahre 1897 unter dem Präsidium des derzeitigen unermüdlichen Vereinspräsidenten Carl Meinlich gründlich umgebaut und durch einen geräumigen Concertsaal vergrößert, ist ihr im Centrum der rumänischen Hauptstadt gelegenes Vereinshaus zugleich der beste Beweis für die Opferwilligkeit der Liedertafel, die beispielsweise auch den jetzigen Reichskanzler Grafen v. Bülow zu seinen Mitgliedern zählte, als dieser deutscher Gesandter in Rumämen war.
Vereinshaus der Bukar,est er deutschen Liedert a f e l." Die Liedertafel wurde im Jahre 1852, noch zur Zeit der russischen Schutzherrlichkeit über die Donaufürstenthümer, gegründet. Sie ist. ihrer Aufgabe, Pflegerin des deutschen Liedes und deutscher Gesinnung zu sein, im Verlaufe von nunmehr fünfzig Jahren mit so glänzendem moralischen und materiellen Erfolge nachgekommen, daß das Fest ihres halbhundertjährigen Bestandes nicht nur zu einer Freudenfeste für die gesammte große deutsche Kolonie Bukarests, sondern auch zu einem Verbrüderungsfeste der deutschen Gesangvereine Rumäniens mit den Brudervereinen aus dem Siebenbürger Sachsenlande und der Bukowina sich gestaltet hat. Als führender Verein des Deutschen Sängerbundes in Rumänien bat die gegenwäriig über 300 Mitglieder zählend: ..Bukarester deutsche Liedertafel" an den drei letzten allgemeinen deutschen Sängerfesten zu Wien, Stuttgart und Graz theilgenommen; sie konnte aber auch die zu ihrem eigenen fünfzigsten Wiegenfeste als Gäste angekündigte Vereine und Vereinsabordnungen aus Rumänien, Deutschland und Oester-reich-Ungarn begrüßen. ramef Redakteur. v Frau eines Redakteurs: O, ich Unglückliche! Glaubst du, ich habe es nicht bemerkt, wie du die Frau deines Collegen Müller während des Tanzcns an dich drücktest!" ..Aber. Weibchen, wer wird denn einen kleinen Druckfehler so tragisch nehmen!" Ein Charakter. Ich habe ein seltsames Exemplar von einem Laubfrosch: ob es trockene oder feuckte Luft aibt. ob es heiß oder kalt ist, immer sitzt er auf derselben Sprosse." Da ist es eben ein selbstständiger Charakter, der sich nicht gleich von j:der Schwankung beeinflussen läßt!" Abkühlung. Direktor: Herr Doktor. Sie werden gerufen!" Autor: Bitte, bitte!" Direktor: .Ans Telephon!"
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