Indiana Tribüne, Volume 26, Number 130, Indianapolis, Marion County, 23 January 1903 — Page 3
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Kein Scherz.
Verschiedene Todte kostet die Beschießung des Forts. Bei den Verbündeten erregt das deutsche Vorgehe Befremden. General Boguslawsky's Ansichten über die Frage. Bebel polemisirt gegen deutsche Welt' Politik. Botschafter Cambon macht seine An tritts-Bisite. spanische Vorkehrungen gegen a rokkanische Wirren. Vulkan La Souffriere wieder Ausbruch begriffen. lM Venezuela. Blut geflossen. M a r a c a i b o, 22. Jan. Die Beschießung des Fort San Carlos durch die deutschen Kreuzer Bineta, Panther und Falke wurde gestern Nachmittag bis 6 Uhr Abends fortgesetzt. Mit Tagesanbruch heute wurde das Bombardement wieder aufgenommen ; um 4 Uhr ertönten aus weiter Entfernung 78 Schüsse gegen das Fort. Keiner derselben traf. Um 6 Uhr fuhr der Panther näher heran und es entwickelte sich wieder ein lebhaftes Gefecht. Das Fort erwiederte. Um 8 Uhr war ein ebenso feuriger Kampf im Gange wie gestern. Der Correspondent der Assoc. Presse zählte gestern Abend 7 Uhr in dem Fort 12 Todte und 15 schwer verwundete venezol. Soldaten. Um 8 Uhr Morgens begab sich der Correspondent nach dem Fort auf dem Hauptland. Eine große Anzahl deutscher Geschosse, mit denen das Fort förmlich bedeckt war, ist nicht explodirt. Nach dem Fort - Commandenten, Gen. Bello, wurden über 1,600 Schüsse abgefeuert. Das Dorf San Carlos hat erheblich gelitten, wei Kinder eines Fischers aus dem Dorfe sind getödtet und der Mann berichtete, daß in San Carlos über 25 indianische Fischer erschossen oder verwundet seien. Eine Straßenparade in Maracaibo brachte keine feindliche Kundgebung gegen die zahlreichen deutschen Läden. Bedauern in Washingt o n. W a s h i n g t o n, 22. Jan. Die fortgesetzte Beschießung von San Carlos durch die Deutschen erscheint den Beamten der Adminisiration unverständlich. Man kann es sich nur mit dem Wunsch erklären, die kleine Scharte, die der Panther" durch seinen Rückzug vor 2 Tagen erlitten, wieder auszuwetzen. Die Beschießung hat im Hinblick auf die schwebenden Verhandlngen einen sehr ungünstigen Eindruck gemacht. Auch hier Tadel. R o m, 22. Januar. Das zweite Bombardement des Fort San Carlos durch deutsche Kriegsschiffe hat hier einen ungünstigen Eindruck gemacht, da man keine Nothwendigkeit mehr zu Gewaltmaßregeln sieht. Indessen sind die Beamten des auswärtigen Amts im Hinblick auf die eigenthümliche Lage, in der sich Italien als Deutschlands Verbündeter im Dreibund desindet, sehr vorsichtig mit ihren Aeußerungen. Ohne Nachricht. Berlin, 22. Jan. Weder dem auswärtigen Amt noch dem MarineAmte ist Meldung über das Bombardement zugegangen. An beiden Stellen wurde erklärt, daß keine Befehle zur Beschießung des Forts gegeben waren. Das auswärtige Amt bedauert außerordentlich infolge seiner mangelhafter Informationen keinen Bericht erlassen zu können, indem die Cabel - Verbindüng mit dem deutschen Konsul in Maracaibo abgeschnitten ist. Die Beamten geben zu, daß der Vorfall wahrscheinlich die antideutsche Agitation in America" von neuem entfacht und erkennen den Nachtheil, in den Deutschland durch die Unmöglichkeit, rasche Berichte aus Venezuela zu erhalten, gesetzt ist. Es ist noch nicht ein mal über den Zweck des ersten Vombardements etwas bekannt. Verzögerung befürchtet. London, 22. Jan. Die britische Regierung ist gänzlich im Dunklen hin fichtlich der Gründe, welche die deut-
schen Flotten-Commandeure zur abermaligen Beschießung von Fort Carlos am Eingang des Sees Maracaibo bewogen. ES herrscht hier die Ansicht, daß das Vorgehen der Deutschen eine ernstliche Verzögerung in den Schlichtungsver suchen bedeutet. Viele Anzeichen weisen darauf hin, daß die Blockade derzeit nicht aufgehoben wird und daß die Washingtoner Verhandlungen vielleicht unter einer modificirten Blockade oder einem ähnlichen Arrangement erfolgen. Nach hiesiger Ansicht hängt alles von der Haltung der venezol Regierung ab und Präsident Castro's Anerbieten, die Zölle als Zahlungsgarantie herzugeben, wird als Basis für eine befriedigende Lösung der gegenwärtigen Schwierigkeit betrachtet. Die einzige Zeitung, welche das zweite Bombardement bespricht, die St. JameS Gazette", tadelt das agressive Vorgehen der Deutschen und ist überzeugt, man werde in Amerika
verstehen, daß das Verhalten der Teutschen von der britischen Nation ebensowenig gebilligt wird, wie jenseits deS Oceans." Deutschland. Boguslawsky über Bombardement. Berlin, 22. Jan. Das auswältige Amt wartet mit Ungeduld auf amtliche Nachrichten aus Maracaibo. Die Presse drückt ihr Erstaunen darüber aus, daß die Regierung keine Vorkehrungen für rasche Benachrichtigung getroffen hat, besonders im Hinblick auf die Gereiztheit der öffentlichen Meinung in den Ver. Staaten". Der bekannte Militär-Schriftsteller General Boguslawsky sagt : Das erstemal wollte der Comman deur des Panther" die Blockade ans seiner Station effektiv machen, indem er eine Caffee-Sendung durch Columbia zu verhindern suchte. Das zweite Bombardement geschah wahrscheinlich in der Absicht, die Unverschämtheit der Venezoleaner und ihre übertriebene Aufbauschung der ersten Affaire zu bestrafen." Dem Abgeordneten Bebel antwortete der Reichskanzler, daß er noch in keiner europäischen Zeetung eine so warme Vertheidigung des sonderbaren Ve?hal tens der venezolanischen Regierung aesehen habe, wie durch Bebel. Präsident Castro werde Bebel's Rede ohne Zweifel mit dem größten Vergnügen bei feinem Morgenkafee lesen. Es handle sich zwischen Venezuela und den Mächten nicht blos um Ansprüche, sondern die Mächte haben ihr von Castro verletztes Ansehen zu schützen. Bebel über die auswärt i g e Politik. Berlin, 22. Jan. Während der heutigen Budget-Debatte im Reichstage führte der Socialist Bebel das Reichsdesicit auf die ungeheuren Heerund Flottenkosten und die vergeblichen Anstrengungen, die erste Rolle in der Welt zu spielen", zurück. Hierzu sei Deutschland nicht im Stande. Die Regierung leide an der Krankheit der Ueberraschungssucht, welche ihre eigenen Pläne wieder zerstöre. Nachdem die Ver. Staaten die Arena der Rüftungsconcurrenz betreten hätten, würden sie vermöge ihrer reichen Hilfsquellen und ihrer Energie Europa bald überflügeln. Bebel stellte ferner angesichts der gegenwältigen Richtung in der auswärtigen Politik ein noch größeres Anwachsen der Armee- und Marine-Ausgaben in Aussicht. Ueberall müsse Deutschland zuerst da sein. Die Haltung, die es gefle schwächere Staaten einnehme, würde es sich selbst gegenüber niemals dulden. Das Vorgehen gezen Hayti sei brüsk gewesen und wie könne man die Beschießung von Fort San Carlos durch den Panther" rechtfertigen ? Bebel fuhr fort: Präsident Castro fühn einen Kampf auf Tod und Leden und um die Rettung seiner Präsidentenstellung. Wir dürfen es einem Manne unter solchen Umständen nicht übel nehmen, wenn er übertriebene Forderungen zurückweift. Die Zwangsmaßregeln gegen Venezuela geschehen im Interesse des Großkapitals; auch die Krupp'sche Firma ist dabei betheiligt. Zu solchen Maßregeln sollte man nur im äußersten Falle greifen. Spanien. FüralleFälle. Madrid, 22. Jan. Marine, minister Toca hat die Behörden in Caviz, Ferrol und Cartagena aufge fordert, ihm schleunigst über die Mobil machungszeit für die Flotte zu berich ten. Die Anfrage dürfte im Hinblick auf die Lage in Marocco erfolgt sein.
Der Herzog von Tetuan, der frühere Minister des Auswärtigen, ist so schwer erkrankt, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Cambon beimKönige. Madrid, 22. Jan. Der franzöfische Botschafter Cambon überreichte heute dem Könige Alfons sein Bcglaubigungsschreiben. Die Feierlichkeit war von ungewöhnlichem Glänze und großer Herzlichkeit. Der Botschafter fuhr in einem sechsspännigen Wagen nach dem Palast, von königlichen Garden escortirt. Der König drückte seine Freude über die Bande enger Freundschaft ans, die Frankreich und Spanien verbinden; Cambon habe unter schwierigen VerHältnissen die Achtung und Freundschaft Spanien'S gewannen. Frankreich. Der neue Botschafter in Washington. Paris, 22. Jan. Der neue französische Botschafter bei den Ver. Staa ten, Herr Jusserand, confcrirte heute lange mit dem Minister des Auswärtigen, Delcasse. Französisch - amerikanische Fragen, der Gegenseitigkeitsvertrag und Venezuela, die wichtigsten derzeit für beide Länder in Betracht
kommenden Vorkommmne, wurden durchgesprochen. Man hofft hier noch auf die Ratisicatior. des Vertrags. An den Venezuela-Verhandlungen nimmt der Botschafter keinen aktiven Antheil, da die französischen Ansprüche bereits ihre Erledigung gefunden haben. Falls aber später eine Commission zum Entwurf eines Planes für die Verwaltung der venez. Zölle ernannt werden sollte, würde Frankreich um Mitaufnahme seiner Ansprüche ersuchen. Jusserand gedenkt am Samstag auf der La Tourraine abzureisen. Nur aus G e s u n d h e i t sr ü ck s i ch t e n". Paris, 22. Jan. Dr. v. Holleden, der zurücktretende deutsche Botschafter bei den Ver. Staaten, ist noch immer leidend und geht in den nächsten Tagen an die Riviera. Er erklärte heute, seine Abreise aus Washington entbehrd jeder Bedeutung und sei nur eine Folge seiner schlechten Gesundheit. Er bedauert, den Präsidenten und Staatssekretär nicht mehr persönlich ge sehen zu haben. Er zähle den Aufenthalt in Amerika zu den angenehmsten Erinnerungen seines Lebens, da er die wunderbare Energie und die riesige Entwicklung Amerika's und der Amerikaner kennen gelernt habe. Er habe viele Freundschaftsbande geknüpft, und auch dazu beigetragen, um die Bande zwischen den beiden mächtigen und prosperirenden Nationen enger zu schließen. Rußland. G e n e r a l M i l e s. S t. Petersburg, 22. Jan. Generalleutnant Miles ist nebst Gesellschaft heute abgereist. In Moscau erlitt die Reise des Generals einen Aufenthalt, indem einer seiner Diener an den Blattern erkrankte. Der Mann wurde in ein Hospital gebracht md das Gepäck des Generals desinsicirt. Deutscher Kronprinz krank. St. Petersburg, 22. Jan. Der deutsche Kronprinz Friedrich WilHelm leidet noch immer an der hier allgemein herrschenden Influenza. Wcftindien. La Soufriere. K i n g st o n, Insel St. Vincent, 22. Jan. Heute Mittag erfolgte ein heftiger Ausbruch des Vulkans Soufriere. In der klaren Lust erhob sich plötzlich eine undurchdringliche Wolke, gefolgt von schwarzem Rauch, der zu bedeutender Höhe hinanstieg. Der Anblick war hochinteressant und auf der ganzen Insel zu beobachten. In Chateau Belaire fällt vulkanische Asche. Schiffnachrichten. Abgefahren: New York : La Savoie" nach Havre. Liverpool: Germanic" von New York. Angekommen. Manchester: Calendonian" von New York. Kingston : .Moltke", (auf einer Kreuz fahrt). Cherbourg: Auguste Victoria" nach New York. Qucenstown: Belgenland" nach Phi ladelphia.
Mit dem P acketboot Minncapolis" ist in Liverpool ein Pferd angekommen, das wohl einzig in seiner Art sein dürfte. Das edel gebaute Thier hat einen Schwanz von 20 Fuß Länge, seine doppelte Ha!Zmahne ist 13 Fuß lang und dieStirnmahne zwischen den Ohren weit über 6 Fuß. Das Pferd ist für die Seereise mit $40,000 versichert worden. Was die Fr auenrechtler in Westeuropa vielfach umsonst anstreben, das haben die Bäuerinnen der kleinen russischen Gemeinde Nikloskoje im Distrikt Rybinsk durch den Zwang der Umstände erreicht. Die ganze Gemeindeverwaltung ist in den Händen von Frauen. Die Männec, der Bürgermeister und die Beigeordneten sind das ganze Jahr durch Geschäfte in Moskau oder Petersburg zurückhalten. Darum beauftragten sie ihre Frauen, alle Gemeinde - Ängelegenheiten zu erledigen. Die obrigkeitüchen Behörden haben nun dieser Tage auf einer Inspektionsreise constatirt, daß alles in musterhafter Ordnung ist. Die Frauen halten rege!mäßige Gemeinderathssitzungen aö und geben gewissenhaft ihr Votum ab. Der Oberbürgermei. ster Quentin in Herford in Westfalen hatte vor einiger Zeit aus Anlaß seiner Beförderung sämmtliche ihm unterstellten Beamten zu einer Jier eingeladen, wobei auch die inzwischen in den Ruhestand getretenen Communalbeamten berücksichtigt worden waren. Unter den Letzteren befand sich ein
76jähriger Nachtwächter, der vor Kurzem den auch in Herford eingeführten Nachtschutzleuten dieSorge um die Sicherheit der Bürger überlassen mußte. Oberbürgermeister Quentin hat diesen Veteranen ln fernem früheren Dienstanzuge photographiren lassen und zugleich die Anordnung getroffen, daß das den letzten Nachtwächter darstellende Bild neben demjenigen des Oberbürgermeisters derStadt im städtischen Museum Aufnahme finden soll. Folgende niedliche cschichte von einem übereifrigen Lebrling wird aus Liegnitz berichtet: Der Stift einer Fabrik wurde vom BuchHalter beauftragt, Prospekte auf die Post zu tragen. Es waren etwa 600 Stück in Umschlägen, die vorschriftsmäßig mit dem Vermerk Drucksache" versehen und mit Dreipfennigmarke freigemacht waren. Der Lehrling, der Vormittags gegen 10 Uhr zur Post gegangen war, blieb unverhaltnißmäßig lange aus. Nach halb 12 Uhr kam :r endlich wieder im Kontor an und wurde hier vom Buchhalter ob seines langen Ausbleibens angefahren. Seien Sie nur stille", sagte der Lehrling zu seinem Vorgesetzten, wenn ich nicht aufgepaßt hätte, wär's Ihnen vielleicht schlecht gegangen. Der Karle hatte vergessen, die Briefe alle zuzukleben; das habe ich nun am Schalter besorgt! Mir thut jetzt noch die Zunge weh von dem vielen Lecken." DieserTagewareeiner fidelen Jagdgesellschaft aus Kochem :n der Rheinprovinz beinahe em schweres Unglück begegnet. Nachdem am Abend ein Jagdschmaus eingenommen w.ir. traten die Jäger lustig und guter Dinge den Heimweg an, der asf dem einem Herrn von der Jagdgesellschaft geh'origcn Automobil zurückgelegt werden sollte. Der Weg führte bei Plaidt Über das Geleise der Bahnstrecke Ma-yen-Andernach. Der Führer des Fahrzeuges mochte wohl nicht bemerkt haben, daß die Schranke geschlossen war. denn das Automobil rannte mit voller Kraft gegen die Schranke und zertrümmerte sie vollständig. Dabei muß auch der Mechanismus des Automobils schadhaft geworden sein, denn dieses stand mitten auf dem Geleise still. In demselben Augenblick brauste ein Güterzug heran; kaum, daß die Insassen Zeit hatten, sich zu retten, da zermalmte auch schon die Lokomotive des Zuges das Automobil. Der Führer des Fahrzeuges kam wie die übrigen Fahrgäste mit dem Schrecken davon. -Das italienischeDörfchen zu Dresden, zwischen Opernplatz und Elbe, eine der anmuthigsten Erinnerungsstätten, wird bald ein Raub der unruhigen Zeit, wie die Augustusbrücke nebenan und noch manches andere Alte. Schuld an dem schnöden Ende ist ein Brückenneubau, der an sich selber den Elbstiom seines charakteristischsten Gefüges im ganzen Lande beraubt. Die Oeffnuncen der 14 Pfeiler wurden dem Schiffahrtsverkehr zu eng, ebenso oben die Fahr- und Futzgängerbahn. Da wird nun eine neue Steinbrücke mit 36 Bogen geplant. Es wird eigentlich weniger eine Brücke über die Elbe, als vielmehr unter der Brücke ein neues Bett für den Strom. Bisher zieht dieser am Altstädter Ufer einen weiten schönen Bogen; dieser wird nun gestrafft durch ein gerades Bollwerk, das in das Wasser hineintritt. Eine neugewonnene Straßs führt dann unter den beiden ersten Brückenbogen dicht am Wasser, unterm Opernplatz, von der Brühlschen Terrasse bis zum Hotel Bellevue, wo einst das große Bismarck-Will-komm stattfand, und über Helbigs" mit den schwimmenden Veranden, über das italienische Dörfchen! Damit verliert Elbflorenz" ein Hauptargument für das italienische Gleichnitz. Hier, im italienischen Dörfchen, vegetirten in leichtlebigem Beieinander in dünnwandigen sommerlichen Baracken die werkthätigen Urheber und jkulpteure so vieler Mdresdener Architek-kurwerke.
The Victor,
ww AL sfiH rT- . j ' l fWt ' j ivfTl x iÄä rvjfjTi 'tH5 v
Ecke Noble und St. Clair Str. Ich erlaube mir melnen Freunden und Bekannte anzuzeigen, deß ich uuter dem Namen "The Victor" aa obengenauntem Platze eine vx jeder Beziehung erfte lasse Wirthschaft eröffnet habe. ES wird mein Beftreden sein, ein in jeder Beziehung -espektableS Hau zu führen und an meine Seschast. freunde, bei coulanter Bedienung, die besten Quali taten an importirten und einheimische Weinen, Siaudren. Cigarren. Bier, etc. zu verabreiche. M wird mir zur Ehre gereichen, Sie in meinem tvv Lokale begrüßen zu können . Achtungsvoll HENRV VICTOR. Zoffmann's Wirthschaft Hasenpfeffer zum Lunch.... am Freitag und Samftag. Die feinsten Getränke und einen guten Imbiß sind stets zu haben. Alle meine Freunde und Gönner find herzlich eingeladen. T R Zofimann 1434 West Morris Str. Die West Jndianavok tat hält vor r khttre au. Jack Zimmerman, Manager. 210-212: Oft Wabash Str. Neues Telephon'8528. Mit meiner Bar ist eine vor,ü,l,che Reftaura ration verbunden, wo zu jeder rgeSzeit Mablzeite und Lunch sowie feiner assee servirt werden. Pferde-Geschirre, Buggies, Koffer und Reisetaschen am be ftt n und billigftm bei sgckM IMssg !86 Ost Washington Str. FEDERM. UNION SURETY CO. vonIJndianapoliS . Liefert Bürgschaften irgend welcher Art. Hugh Dougderltz, Präsident. udorus . Johns-n, Sekretär. 301-33 Law Building. Phones-Main 201 ; Neu 3154. i J. E. Pflueger, f , Groeeries, I Rohlen holz I Ecke Lmcoln und Süd East Str. euer kelepho 9130. Groceries, Kohlen oder Holz nach irgend einem Theile der Stadt frei abgeliefert. '4 .) Palace Cut Rate Pfd Beet Boil 6c Beef Rib Roast 10c Beefsteak ChucV... c Hamburger Meak... 8c l .ainb Stew 3c I.amb Chops 10c Pork Sausage lic Veal Chops ILZHc Bologna 7c Liverwurst 7c Lard 10c Harns Caiifornia..lOc fc. Beef RoastChuck... 8c Beef Steak Round..llc BeefSteak Loin 18c Corn Beef. Lamb Roast j : Pork Chops i5jc Pork Roast llc Veal Roast 10c Wienerwurst 9c Mttwurst ...Hc Harns, the best.. i$c Porter House Steak 16c 418 Weft Washington Str. John F. Concannon, elevhone 3731. Eigenthümer. Thos. E. Hadley, Blech, u. Blecheisen-Werkftätte. Metall-Dächer, Dachrmnen und Down Spants" reparirt ,. 146 entnerv Ave 131 Senate Ave. Neues Telephon 1006. Dr. L. A. Greiner, emufiehlt sich für die Verpflegung ttanker Thiere. Strunze 'erde erden entgegengenommen nd erhalten bessere bmartung al tn ihrer eigenen tailunz. 18 biö 24 Süd Oft Strafte. kelephon 05. Wohnung 1798.
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