Indiana Tribüne, Volume 26, Indianapolis, Marion County, 21 January 1903 — Page 3
J....na Tribune, 21 . Januar 1903
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Vowen in Washington
Gallerie-Kritik des Abgeordneten Cochran im Hause. Der Abgeordnete Bartholdt widerlegt falsche Ge rüchte. Cabinets' sitznng und Konferenzen. Verlust von Menschenleben bei einer CoUision. Senatorenwahlen in verschiedenen Staaten. Akuinaldo rührt sich. Die Amerikaner auf Jsle of Pines" verweigern Steuerzahlung. Die Kohlen-Yommisston. Der Congreß. H a u S. Washington, 20. Jan. Eine Sensation ereignete sich heute, unmit telbar bevor Abg. Cochran aus Missouri im Hause seine Rede beendete, durch eine unerwartete Unterbrechung von der Damen - Galerie. Cochran sprach von der Kriechenden Politik der Ver. Staaten gegenüber von England". Falls diese Kriecherei aufhöre, erklärte Redner, würde auch das bisher so loyale Canada seine Haltung gegen England ändern. Sie Lügner" rief in diesem Augenblicke eine helle Frauenstimme, einer elegant gekleideten Dame angehörend. Aller Augen wandten sich nach der Da-men-Galerie, wo die junge Dame kampfbereit sich vorlehnte, als wollte sie noch Weiteres sagen. Aber eine Begleiterin zog sie zurück und sie verließ dann die Galerie. Die Debatte handelte um die Alaska Grenzregulirung. Shepard von Texas sprach in schar fer Weise über d'e Trust. Frage. Er machte des Präsidenten Feldzuq gegen oie Trusts lächerlich; angesichts seiner Leistungen nehme sich seine Minneapoliser Rede wie Hohn aus. Ihn den Anti-Trust'Candidaten von 1904 zu nennen, wäre der prächtigste Witz unserer Zeit". Der bekannte deutsche Abgeordnete ich. Bartholdt von Mo. erhob sich nun zu einer persönlichen Erklärung. Ein Gerücht sei ausgesvrengt worden, sagte der Abgeordnet?, daß er die Ein berufung einer Versammlung von Deutsch-Amerikanern beabsichtige, um gegen die verletzenden Ausdrücke gegen Deutschland zu proteftiren. Er habe zwar zahlreiche Briefe in Bezug darauf empfangen, daß es wünschenswerth sei. die alte, bewährte Freundschaft zwische.l Deutschland und den Ver. Staaten zu pflegen, doch sei er nicht der Mann, quixotilcye Pläne zu fassen. Dos Haus berieth sodann über die Währungsfrage in den Philippinen. Kriegsminister Root unterbreitete dem Hause Copien von einem Gesuch Aguinaldo's, in welchem derselbe die Regierung bittet, den nothleidenden Ackerbauern in den Philippinen mit einer Anleihe von $20,000,000 unter die Arme zu greifen. Er schildert in beweglichen Worten die bedrängte Lage seiner Landsleute. Die Abgeordneten Littlesield, Oderftreet und Powers vom Judiciary-Un-tercomite werden morgen die von ihnen ausgearbeitete Anti-Trust-Vorlage dem gesammten Comite unterbreiten. Senat. Der Senat trat heute sofort nach Erledigung der Routine-Geschäfte in die Berathung der Bewilligungsvorläge für Legislative, Executive und Gerichte ein. Die Amendements des Comite '? wurden angenommen; ebenfo die gesammte Vorlage. Sodann kam die TerritorieN'Vorlage zur Berathung, wabei Senator Clay eine Abstimmung ver' langte, nachdem soeben Senator Beveridge mit seiner Rede begonnen hatte. Beveridge bekämpfte den Antrag. Bowen angelangt. Washington. 20. Jan. Ge sandter Bowen ist in Begleitung seiner Gottin heute hier eingetroffen. Sie stiegen im Arlington Hotel ab. Unmittelbar nach dem Frühstück erschien Bowen im Staatsdepartement zu einer langen Conferenz mit Hilfsstaatssekre tär Hill. Er begab sich dann in die Wohnung von Staatssekretär Hay, um I seine Ankunft zu melden.
Cabinets'Sitzung und C o n f e re n ze n. Washington, 20. Jan. An der heutigen Cabinetssitzung nahmen alle Cabinetsmitglieder mit Ausnahme des Staatssekretärs theil. Die Sitzung dauerte kaum eine Stunde und es kamen nur Departements-Angelegen heiten zur Besprechung. Senator Cullon, der Vorsitzende des Comite's für auswärtige Beziehungsn, conferirte heute mit dem Präsidenten über den Gegenseitigkeits-Vertrag mit Cuda. Senator Cullon, wie andere republ. Senatoren, sind noch immer von der Annahme des Vertrags überzsugt. fürchten dagegen weitere Opposttion bei der Territorium-Vorlage. Auch die Senatoren Aldrich und Spooner besprachen mit dem Präsidenten die laufende Gesetzgebung. Während des Gesprächs, dem auch Generalanwalt Knor beiwohnte, kam auch die vorgeschlagene Trustgesetzgebung zur Berathung.
Später conferirten die Senatoren Beveridge und Kean, beide Mitglieder des Territorien-Comites, mit dem Präsidenten über die gleiche Vorlage. Senator Beveridge ist überzeugt, daß dieselbe nicht durchgehen werde. Beftechungsversuche im I o n g r e ß. Washington, 20. Jan. Das Unter-Comite für Marine-Angelegen heiten untersucht die Angabe des Abge ordneten Leßler von New Vork, daß ihm $5000 Bestechungsgelder für seine Unterstützung einer Verwilligung zum Bau von Torpedobooten angeboten wurden. S e n a t s - W a h l e n. Concord, N. H., 20. Jan. Die beiden Häuser der Legislatur wählten hcuie in gesammter Sitzung Jaeob H. Gallinger wieder in den Senat. Hartford, Conn.. 20. Januar. Die General-Versammlung erwählte heute Orville H. Platt für einen fünften Termin in den Bundessenut. Albany. N. Y., 20. Jan. Tho mas C. Platt ist von beiden Häusern der Legislatur als Senator wieder er wählt. Die Republikaner streiten für Kriegssekretär Root. Jefferson City. Mo., 20. Jan. Ergouverneue W. I. Stone, demokratischer Candidat, erhielt in beiden Häusern eine Majorität als Nachfolger des Senators Best. St. Paul, Minn.. 20. Jan. - Eine Spezialdepesche von Bismarck. N. sagt, daß Senator H. C.Hansbrouah wieder als Bundessenator erwühlt wurde. 12 - stündige Arbeitszeit und glücklich? Philadelphia, 20. Jan. Die Delamare, Lackamanna & Western Company führte heute weitere Zeugen zur Bekämpfung der Forderungen der Grubenarbeiter in's Feld. Ein Maschinist der Gesellschaft zeugte, daß die Maschinisten und Heizer einstimmig Gegner des Streiks ge wesen seien. Doch habe Mitchell es abgelehnt, auf Verlangen eines Comites den Streikbefehl zurückzunehmen. 80 Procent der Leute im District Nr. 1 blieben dann beim Streikbeginne an der Arbeit. Ein anderer Zeuge, Mitglied des bei Mitcheb vorstelligen Comites, bestätigte dtese Angaben. Nach Angabe des Zeugen arbeiten die Heize? 12 Stunden den Tag, jeden anderen Sonntag 24. Sie seien zufrieden mit ihrer Lage. Thochas Williams von Scranton, Diftricts - Superintendent der Lacka-wanna-Co.. berichtete über die DisziplinlofigkeZt seit Auftreten der Union" und die Beschränkungen der Verdienstfähigkeit. Es folgte dann noch eine längere Discussion über die Rechte der Gewerkschaftler und Nichtgewerkjchaftler. Zwischenstaatliche Han dels-Com Mission. Chicago. 20. Jan. Die zwi schenstaatliche Handels - Commission trat heute hier zusammen, um Eisen-bahn-Beamte bezüglich der Einheitsraten zu vernehmen. Die Commission, die auf Veranlas sung des Bundessenats handelt, suchten die näheren Umstände und Zahlen hinsichtlich der Einfuhrraten zu txmiiteln, wodurch europäische Fabrikanten in den Stand gesetzt sind, amerikanische Fabrikanten auf den Märkten der West - Staaten bei gewissen Waaren Classen zu unterbieten. Ein Zeuge au? St. Louis, W. Stade, gab zu, daß er von Bahn Gesellschaften 10 Prozent Commission
für die Rolle erhielt, die er dabei spielte, um das Einfuhrgeschäft heranzuziehen.
Kelly v e r u r t h e i l t. St. Louis. 20. Jan. Charles F. Kelly, der ehemalige Sprecher des Delegatenhaufes, wurde heute wegen Meineids, begangen in Verbindung mit der Suburban-Freibrief-Angelegenheit zu & Jahren Zuchthaus verurtheilt. Er hat sich noch gegen 2 Bestechungsklagen zu verantworten. Ueber einen Antrag auf einen neuen Prozeß, den Kelley's Anwalt stellte, wird später verhandelt. John O'Brien und Edward Butler jr. unterzeichneten Kelley's Bürgschaft in der Höhe von $10,000, worauf der Verurtheilte das Gerichtsgebäude verließ. Noch ein ungetreuer Beamter in St. Louis. St. Louis, Mo., 20. Januar. Mayor Wells hat den städtischen Registrar Patrick R. Fitzgibbons vom Amte entlasten, derselbe soll die Stadt durch Contrakte für öffentliche Drucksachen bemogelt haben. Der lustigeKrieg inDenver. Denver, Col., 20. Jan. Beide Häuser der Staatsgesetzgebung ballotirten für das Senatorenamt. H. M. Teller erhielt eine Stimme weniger wie zu seiner Erwählung nöthig war. Senator McGuire, ein Demokrat, der versprachen hatte für Teller stimmen zu wollen, enthielt sich gänzlich der Abstimmung. Nur zwei rep. Senatoren waren anwesend und sie stimmten ebenfalls nicht. Später versammelten sich die 9 regulären rep. Senatoren und die zwei von der demokratischen Majorität ausgestoßenen Senatoren sowie die 8 Konteftanten. welche auf der Treppe des Capitals gestern vereidigt wurden, in der Cffice des Vice-Gouverneurs und organisirten sich als besonderer Senat. Senator Farrell wurde zum Präsidenten erwählt. Eine Botschaft wurde sodann dem Gouverneur übersandt. meldend, daß der Senat sich organisirt habe. Der Vice-Gouverneur, Haggott, behauptet jedoch, daß die Körperschaft, über die er am Mittage präsidirte, der reguläre Senat sei. Der Sprecher des Hauses wird über Die heikle Frage, welches der echte Senat sei, zu entscheiden haben. Noch zu rechter Zeit verhaftet. Lafayette, Ind., 20. Jan. E. Wagner alias James B. Newton wurde kurz nachdem er einen Check über $190o einkafsirt hatte auf dem Bahnhof verhaftet, als er den Zug nach Jndianapolis besteigen wollte. H. A. Root aus Michigan City beschuldigt ihn den Check unter falschen Vorspiegelungen erlangt zu haben. Vier Personen bei einer Kesselexplosion veru n g l ü ck t. C o s h o c to n, O., 20. Jan. Be der Explosion des Dampfkessels einer Lokomotive nahe Bowerstown, verloren vier Bahnbedienstete ihr Leben. Der Lokomotivführer wurde schwer verletzt. Die Bestattung des ermordeten Redakteurs Gonzales. Columbia, S. C., 20. Jan. Etwa 2000 Leidtragende aus allen Schichten der Bevölkerung wohnten der Bestattung des von dem früheren ViceGouverneur Tillman erschossenen Redakteurs Gonzales bei. Das Begräbniß gestaltete sich zu einer imposanten Demonstration. Gegen Kinderarbeit. Washington. 20. Jan. Die Exekutive der A. F. of L. beschloß in heutiger Sitzung eine Gesetzgebung zur Verhütung der Kinderarbeit im im Congreß anzustreben. Clara Morris schwer erkrankt. Yonkers, N. Y.. 20. Jan. Der Zustand der erkrankten Schauspielerin Clara Morris giebt zu den ernstesten Befürchtungen Anlaß. f Julian Ralph, t N e w York, 20. Jan. Julian Ralph, der bekannte Schriftsteller und Kriegscorrcspondeut, starb hier in sei ner Wohnung. Radau und Blutver. gießen. L y n n, Mass., 20. Jan. Große Ruhestörungen fanden hier in Folge des Schuhmacherstreikes statt. Es kam zu mehreren Zusammenstößvn mit der Polizei und Blut floß auf beiden Seiten.
Railgc Tage. Bericht einer Tamc über einen Wulkanausbruch in Guatemala.
Aiufteneik, schenreen und Vrderschütteru, gen Quellende rfitgung. schweselige Tünfte uud Sebüuseeiufturz Todte euscheu und Thiere Beruhigte Natur. Der Frankfurter Zeitung" wurde kürzlich von einer aus der Kaffeeplantage Covadonga in Guatemala lebenden Dame, einer gebürtigen Frankfurterin, ein in Tagebuchforin abgefaßter Brief zur Verfügung gestellt, der die Wirkungen des Ausbruchs des Vulkans Santa Maria an der dortigen pacifischen Küste im Oktober 1902 schildcrt. Besagte Pflanzung, die mit anderen Kaffeeplantagen durch die Eruption schwer heimgesucht wurde, liegt 87 englische Meilen von dem Vulkan entfernt. Der Brief lautet im Auszuge wie folgt: Am 25. Oktober 1902. Morgens trüb, neblig, feucht, um muß ich wieder Licht anzünden. Unaufhörlich folgen sich Erderschütterungen. Die Ernteleute kommen aus den Pflanzungen, weigern sich, weiterzupflücken, beHäupten, das Ende der Welt stehe bevor. Gegen 9 kommen die Dienstboten, verkünden, es fiele Asche. Um 11 stellen die letzten Indios ihre Arbeit ein. da es inzwischen völlig dunkel gcworden. Es fällt stetig ein feiner Aschenregen, der im Lauf des Tages ganz ungeheuer zunimmt. Schon Mittags müssen bei rabenschwarzer Nacht alle Dächer abgefegt werden, um zu verhindern, daß sie in Folge des großen GeWichtes einstürzen. Die herunterfallenden Mengen bilden fußhohe Haufen. Viele kleine Vögel, Kolibris, flüchten in's Wohnhaus, flattern ängstlich auf der Veranda und in den Zimmern umher. Wir bringen zwei von ihnen in einen Käfig unter. Um '4 Uhr verstärkt sich der Aschenregen. Die Wasserleitung ist versiegt. Das Wasser muß deshalb in der vollkommenen Finsterniß und bei den schwer passirbaren Wegen von weither in Fässern herbeigeschleppt werden. Der Kuhstall ist eingestürzt, die Thiere sind im Freien ohne Futter. Ein Vormittags nach dem Postamt gesandter berittener Bote kommt um 5 Uhr zurück mit folgendem Telegramm aus Tapachula: Eruption zwischen Tuxtlc: und Comitan; im ganzen Staat Aschenregen, hier Alles lahmgelegt." Die Luft ist von brenzlichen, schwefeligen Dünsten erfüllt. Am 26. Oktober. Beim Erwachen rabenschwarze Nacht, trotzdem die Uhr 7 zeigt. Die Vögelchen im Käfig sind todt. Die Wassernoth ist so groß, daß man sich zu waschen scheut. Die Dächer aller Behausungen müssen wiedarum bis 5 Uhr Nachmittags dreimal gekehrt werden. Der Aschenregen ist feiner als gestern, dringt deshalb viel mehr überall ein. Der Weg nach Tapachula scheint noch frei; doch erzählt unser Buchhalter, der von dieser Richtung kommt, seine Tour über den Brenner, wo er bis an die Brust im Schnee gewatet, sei ihm nicht so schwer geworden, wie diese Strecke in der dleischwerem, zähen Masse von Asche und Sand, die ihm bis an die Kniee ging. Von Reiten ist keine Rede mehr. In San Antonio sind viele Ranchos eingestürzt, in andern fincas alle. Gegen Abend stürzen die Vureau-Gebäude ein. Nach Tapachula ist der Telegraph unterbrochen. Am 27. Oktober. Gegen 1 Uhr Nachts stellt sich ein sanfter Regen ein. Ein sehr trüber nebliger Tag bricht an; aber er scheint paradiesisch, verglichen mit der unheimlichen, todtenstillen Finsterniß der letzten 48 Stunden. Allerdings ist der Anblick draußen ein furchtbarer: so weit das Auge reicht, ein Bild grauenhafter Verwüstung. Gespensterhaft in ihrem aschfarbenen Kleid blickt Einen diese sonst von Saft. Kraft und gesättigtem Grün strotzende Natur an. Der Aschenfall muß ein unerhörter sein, was seine weite Ausdehnung anbetrifft. Seine Höhe beträgt hier nach Messungen 7.6 Zoll. Gegen 12 Uhr kommt P. mit sorgenvollem Gesicht: es habe den Anschein, als werde es wieder trüber, der Aschenregen beginne von Neuem; auch Erderschütterungen sind wieder zu verspüren. Am 28. Oktober. Die Atmosphäre ist heute klarer; die Sonne macht starke Versuche, durchzudringen. Die Ernteleute sind fast alle fort auf die Nachricht, daß in ihren Dörfern noch früher und noch mehr Asche gefallen sei als hier. Am 29. Oktober. Die Sonne siegte heute endgiltig. Schon um 12 Uhr kam der ersehnte Regen, sogar mit Donner und Blitz. Das wirkte! In ein paar Stunden prangte die finca wieder in ihrem alten, ewigjungen, frischen Grün, d. h. nur von oben. Wann und wie sich die grauen Massen auf dem Boden auflösen werden, bleibt noch aluwarten. Der Richter war hier, um sich nach den Todten zu erkundigen. Außer einem kleinen Kinde, das durch die Asche erstickte, haben wir. Gottlob, kein Menschenleben zu beklagen. Dagegen sind auf unseren Nachbarfincas elf Personen umgekommen. Die meisten Pfirsiche wachsen im Staate Georgia, wo eö 7,600,000 Pfirsichbäume gibt. An zweiter Stelle steht Maryland mit 4,015,000 Bäumen, dann kommen New Jersey mit 2,700,000 und Delaware mit 2.400.000.
The Victor,
mwui m '-'y '" -ji - k. Wittf r u ? n - W
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