Indiana Tribüne, Volume 26, Number 126, Indianapolis, Marion County, 19 January 1903 — Page 6
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Europäische Nachrichten.
Provinz Pommern. otmhageii. Rentier Wilhelm Kanitz beging mit seiner Gattin die goldene Hochzeit. Damsdorf. Von einem durchgehenden Pferde geschleift und schwer verletzt wurde der Besitzersohn Georg Buntrock. L a ß n i tz. Hotelbesitzer Schlauert fiel die Treppe hinab und gab bald darauf seinen Geist auf. P o l z i n. Zum Bürgermeister hierselbst wurde Magistratssekretär Eugen Bröde aus Rixdorf gewählt. N i ch t e n b e r g. Beim Fischfange ertrank der siebenjährige Knabe Tertin. S t o l p. Infolge Unvorsichtigkeit beim Anzünden der Schaufensterlichter brach in dem Laden des Kaufmannes Robert Simson Feuer aus und richtete erheblichen Schaden an. S t r a l s u n d. Der zweite Vorstandsbeamte der hiesigen Reichsbankstelle Treutler wurde zum Bank-As-sessor ernannt. Ueckermünde. Dem Arbeiter H. Gromoll hier sind Drillinge, dreiMädchen, geboren worden. V i e s ch e n. Ein Brand legte das Wohnhaus der Brüder Wandtke in Asche. Z a n o w. JmResibach ertrank beim Fahren auf Eisschollen der sechsjährige Knabe des Arbeiters Pitzke. Afrovinz Schleswig Kolstcin. A l t o n a. Der Rang der Räthe vierter Klasse wurde den Professoren Wachholtz und Behrens am Gymnasium Christianeum Hierselbst verliehen. B a r l t. Hauptlehrer JohannSchümann hier erhielt den Kronen - Orden vierter Klasse. Heide. Das Gewese des Landmannes Claus Thiessen in Bennewohld ist niedergebrannt. Die hiesige Holzhandlung und Holzbearbeitungsfabrik beging ihr Lsjähriges Geschäftsjubiläum. Aus diesem Anlatz fand im liboli" ein Fest statt, bestehend aus gemeinschaftlicher Tafel, Concert und Ball. I tz e h o e. Dem Bahnmeister erster Klasse a. D. Waschull Hierselbst ist der Kronenorden vierter Klaje verliehen worden. Bei der Stadtverordnetenwahl wurden die früheren Stadtverordneten Dr. W. Claussen und Bäckermeister Strupe wiedergeWählt. Koppelheck. Der erste Direktor der Ostangler Brandgilde, Hufner C. Christiansen Hierselbst, welcher über 20 Jahre diesen Posten bekleidete, ist von seinem Amt zurückgetreten und an seiner Stelle Hufner Martcnsen in Rabenholz bei Gelting gewählt. N e u st a d t. Eheleute Lohgerberbermeister Jungnickel und Frau vegingen das Fest der goldenen Hochzeit.Zugleich konnte lr Jubilar sein 50jähriges Meisterjubiläum feiern. Rortorf. Bei der Wahl eines Fleckensverordneten wurde der bisherige Fleaenverordnete, Raihmann Wichmann, wiedergewählt. Süderhol m. Sein Ljahriges Orts - Jubiläum feierte Lehrer Ramundt. T a t i n g. Chausseewärter Angelius und Frau feierten das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar, ein alter Achtundvierziger, steht im 78., seine Ehefrau im 77. Lebensjahre. W a n ds b e ck. Zum unbesoldeten Magiftratsmitglied wählte man den Rentier Louis Behr. Sondersburg. Rentier Reimcrs beging mit seiner Frau die goldene Hochzeit. S p r a n asra d e. Eheleute Pries feierten ihr goldenes Ehejubiläum. "Sfrotnna Schlesien. B r-e s l a u. Wegen schwerer Kuppelei, verübt an zweien der eigenen Töchter, hatten sich der Arbeiter August Seel von hier und seine Ehefrau Christiane Seel vor der 1. Strafkammer zu verantworten. Der Ehemann wurde zu einem Jahre sechs Monaten Zuchthaus, die Ehefrau zu zwei Iahren Zuchthaus und den üblichen Nevenstrafen oerurtheilt. Dem hiesigen Ko'nigl. Oberpräsidium ist der Kaiser!. Japanische Regierungsrath U. Huchi, Mitglied des Gouvernements der Insel Formosa, zur mehrmonatlichen Beschäftigung überwiesen worden. B e u t h e n. Wegen Hausfnedensbruchs und Majestätsbeleidigung hatten sich vor der hiesigen Strafkammer der Droschkenkutscher August Wutke und der Werkarbeiter Johann Wutke,, beide aus Königshlltte, zu verantworten. Die Verhandlung endete mit der Verurtheilung des Angeklagten August Wutke zu 2 Monat 14 Tagen und des Johann Wutke zu 3 Monat Gefängniß. G l o g a u. Dem .Militär-Musik-dirigenten a. D. August Müller hier, bisher Stabshoboist im 3. Pos. Insanierte - Regiment No. 58, ist der Kronenorden 4. Klasse verliehen worden. G ö r l i tz. Verliehen wurde der Kronen-Orden vierter Klasse dem Postsekretär Hoppe und dem Bahnmeister a. D. Emmo Keller, beide hier. L i e g n i tz. Zu Stadtverordneten sind in der 3. Abtheilung Kaufmann R. Helfrich, Fleischermeister A. Ullmann, Obermeister Meyer, Zimmermeister W. Löbel, Tischlermeister Hs.heisel. Cigarrenhändler Seibt und Lehre Willenberg, in der 2. Abtheiluna Ernst Iunafer. Meyenburg.
Elkusch, Dr. Lempke. Löffler. BildHauer Wagner und Brauereibesitzer Kunke, und in der 1. Abtheilung Rcr.tner Lange, Apöthekenbesitzer Jerchel, Fabrikbesitzer Prager, Kaufmann Schleier. Kaufmann Peikert. Fabrikbesitze? Schön und Direktor Elsner gewählt worden. Heinzendorf. Wiesenvogt Josef Belkner erhielt das Allgemeine Ehrenzeichen. Nieder-Leppersdorf. Fabrikdirektor August Doerner Hierselbst ertheilt den Charakter als Commissionsrath. P l e ß. Dem emeritirten Hauvtlehrer Krems Hierselbst ist der Adler der Inhaber des Haus - Ordens von Hohenzollern verliehen worden. S t r i e g a u. Rechtsanwalt und Notar Klotz hier erhielt den Charakter als Justizrath. Thiergarten. Den Gottfried Stampke'schen Eheleuten ist aus An-
laß ihrer goldenen Hochzeit ein Geschenk von 30 Mark bewilligt worden. Zabrze. In Haft genommen worden sind unter dem dringenden Verdachte der Inbrandsetzung ihres eigenen Kleidermagazins die Inhaber der Firma I. B. Schiller Nachfolger, Daniel und Angres von hier. Frovrnz ?olen. Posen. Landgerichtsrath Knitter Hierselbst ist zum Landgerichtsdirektor in Ostrowo ernannt worden. Die bekannte Kautz'sche Millionen - Erbschaft (der verstorbene Pole Kautz hinterließ bei seinem Tode eine Anzahl Rittergüter und mehrere .Hunderttausend Mark baaren Geldes) ist jetzt vom hiesigen Oberlandesgericht den Brüdern Swiialski in Labifchin zugespro chen worden. Bromberg. In der Stadtverordnetenversammlung wurde an Stelle des Stadtraths Werckmeister, der sein Amt niedergelegt hat, Rechtsanwalt Baerwald zum Stadtrath gewählt. Stadtrath Wenzel, welcher scineAmtsniederlegung mit seinem hohen Alter begründet hatte, wurde wiedergewählt. I a r o t s ch i n. Regierungsrath v. Unger hier ist zum Landrath des Kreises Jarotschin ernannt worden. Krone a. D. B r a h e. In NeuJastnitz glitt Wirthschafts - Inspektor Niedlich so unglücklich auf dem Eise aus. dan er an den ftolqen der dabei erlittenen Verletzungen starb. Concurs angemeldet hat der Kaufmann Simon Weiß. K o l m a r. Zum Landrath des Kreises Kolmar ist derRegierungsrath Freiherr von Plettenverg von hier ernannt worden. u n x o w 0. 3m Alter von 70 Jahren verschied in Radcnz Domänenrath Karl Buchacker. Schneidemüh l. Bürgermeister Liebetanz von hier ist zum Bürgermeister von Kulm gewählt worden. Siedle min. Der älteste Einloohner der Provinz Posen dürfte der Rentenempfänger Thomas Musielak Hierselbst sein. Er ist 1798 in Cerekwice geboren und bei seinem hohen Alter noch völlig rüstig. S t o r ch n e st. Zu Stadtverordneien sind hier in der 1. Abtheilung Mühlenbesitzer und BäckermeisterSeiffert, in der 2. Abtheilung Böttchermeister May neugewählt worden. Zduny. Tischler Robert Jbsch hier hat durch einen Halsschnitt aus nicht ermitteltem Grunde Selbstmord verübt. Krovinz SacHlen. Magdeburg. Schuhmacher Wilhelm Petzsch zu Calbe a. S., geboren 1851, wurde vom hiesigen Landgericht wegen Sittlichkeitsverbrechens, begangen qeaen eine 12 Jahre alte Schülerin, zu 7 Monaten Gefängniß oerurtheilt. Burg. Bei der Stadtverordnetenwahl wurden in der dritten Abtheilung die bisherigen Stadtverordneten Lithograph Karl Hahn, sen.. Sattlermeister Kuhtz. Buchdruckereibesitzer Blümer und Bäckermeister Eigendorf, sen.. wiedergewählt. In der zweiten Artheilung wurden gewählt auf 6. Jahre Fabrikbesitzer Meinte, Rentier Fritze, Ackerbürger Christian Huhn. Fleischermeister Paul Mönch und auf 2 Jahce Kaufmann Otto Alpert. Bon der 1. Abtheilung sind die bisherigen Stadtverordneten Fabrikbesitzer von der Horst. Fabrikbesitzer R. Stöckel und Maurermeister Ortloff wiederund Fabrikbesitzer Fritz Zimmermann neboewählt worden. Halle. Stadtpfarrer emer., Ooer - Consistorialrath Dr. Schott hier, erhielt den Rothen Adler-Orden zweiter Klasse mit Eichenlaub. Hötensleoen. Arbeiter Lotkaa. der seit 1893 wegen schwerer KörperVerletzung steckbrieflich verfolgt wurde, ist hier festgenommen worden. M ü ch e l n. Der etwa 50jährige Arbeiter Spindler aus Gleina, der beim Ausdreschen von Getreide auf einem Diemen stand und die Garben herabzugeben hatte, thut einen Fehltritt und stürzte auf den fest gefrorenen Erdboden herab. Durch den Sturz zog er sich so schwere Verletzungen zu, daß er starb. Oschersleben. Dem Mühlenbesitzer Gustav Gummert wurde die Rettungs - Medaille am Bande verHausfrau (in der ffüche): Ja, was ist denn das für ein Lärm über uns?" Köchin: Nun, meine Kollegin von Jsheimraths oben darf ihren Schutz mit in die Küche nehmen, und da läßt sie ihn immer, so lange er da ist, Parademarsch machen, damit ick mir ärgern soll. Madame."
r ,, Politiker ' Biommse. Theodor Mommsen Hai. wie bereits kurz in den Telegraphenspalten dieses Blattes gemeldet. untc.'r der Ueberschrift Was uns noch retten kann" tinn Artikel in der Nation" des Abg. Dr. -Jarth veröffentlicht, in dem er an diejc..igon deutschen Liberalen, die diesen Namen noch zu tragen verdienen." die Mahnung richtet, mit der Sozialdemokratie in offene, innige Gemeinschaft zu treten. Denn, so meint er mit einem Seitenblick auf die Mißerfolge der Obstruktion im Reichstage, wir stehen nicht am Schluß, sondern am Beginn eine's Staatsstreiches, durch den der deutsche Kaiser und die deutsche Volksvertretung dem Absolutismus eines Jnteressenbundes des Junkerthums und der Caplanokratie unterworfen werden sollen". Die Möglichkeit der Abwehr der drohenden Gefahr sieht Mommsen einzig in dem Zusammenschluß aller
Nicht in diese Verschwörung verwickelten Parteien, selbstverständlich 'mit Einschluß der sozialdemokratischcn. ..Dem ebenso falschen wie perfiden Köhlerglauben muß ein Ende, gemacht werden, daß die Nation sich theile in Ordnungsparteien und in eine Umsturzpartei, und daß es die erste politische Pflicht der zu jenen sich zählenden Staatsbürger sei, die Millionen der Arbeiterpartei als pestverdächtig zu ineiden und als staatsfeindlich zu bekämpfen. In der That giebt es so argumentirt Mommsen im politischen Leben weder Ordnungs- noch Umsturzparteien, oder, wie man es auch ausdrücken kann, jede Partei ist eine Umsturzpartei. Was sind die Ziele bei uns der Liberalen, des Centrums, der unkergescllschaft, der Arbeiterpartei? Die Liberalen möchten das Reichsoberhaupt in den ersten Beamten des Staates umwandeln nach dem Muster Englands und Nordamcrikas. Für unsere Nation mit ihrem tiefen, anscheinend unzerstörbaren dynastischen Gefühl ist das der Umsturz. Das Centrum möchte die Rekatholisirung Deutschlands da aufnehmen, wo sie im siebzehnten Jahrhundert abgebrochen ward, und unseren Herrscher umwandeln in den Statthalter des Statthalters Gottes auf Erden. Auch ein Umsturz. Die Junkerpartei strebt nach dem formell gesicherten Alleinbesitz der höhern Beamten- und Militärstellungen und will den Deutschen Kaiser herabdrücken zum ersten unter seinesgleichen. Gewiß ebenfalls ein Umsturz. De Sozialdemokraten beabsichtigen oder behaupten zu beabsichtigen, daß die Volkswirthschaft von der privaten Kapitalbildung absehen und daß jedem, ohne Unterschied seiner Leistung, aus dem großen allgemeinen Topf das gleiche Quantum Suppe verabreicht werde. Das stürzt fieilich auch alle bestehenden Verhältnisse um. Hinsichtlich des Umsturzes haben sämmtliche Parteien sich wenig vorzuwerfen... Für den gegenwärtigen schweren und gefährlichen Moment ist nichts nothwendiger als Einverständniß derjenigen Liberalen, die noch berechtigt sind, sich also zu nennen, und der Arbeiterpartei. Dafür wird freilick auf beiden Seiten Abkehr und Umkehr erfordert." Was Mommsen unter der Abkehr und Umkehr versteht, sagt dazu die ..Schlesische Zeitung", ist trotz der nun folaenden phrasenreichen Sätze nicht klar zu ersehen. In der Hauptsache gebt sein dringender Wunsch dahin, daß bei den nächsten Wahlen gegenseitige Wahlhülfe geübt werde. Der von Mommsen vorgeschlagene Bund aller Liberalen mit den Sozialdemokraten, selbstverständlich unier Ausschluß derjenigen Partei, die den Namen wie des Liberalismus, so auch den der Nation geschändet hat," unter welch freundlicher Bezeichnung die Nationalliberalen verstanden sind, ist kein neuer Gedanke mehr; Herr Barih predigt ihn seit Jahren. Geistiges Eigenthum des berühmten Historikers aber ist die Art. wie er seinen politischen GeslnnungsgenossenMdas 3ufammengehen mit der Sozialdemokram mundgerecht zu machen sucht. Nach ihm wäre es ein ebenso falscher wie perfider Köhlerglaube, daß die Nation sich theile" in Ordnungsparteien auf der einen und eine Umsturzpartei -auf der anderen Seite; vielmehr wäre jede Partei eine Umsturzpartei, und sämmtlicke Parteien hätten sich deswegen wenig vorzuwerfen. Man würde über die UngeheuerlichZeit der Gleichstellung der Bestrebungen aller politischen Parteien mit dem eingestandenermahen durchaus revolutionären Treiben der Sozialdemokratie aus Achtung vor dem grauen Haupte des 86jährigen Gelehrten schweigend hinweggehen, wenn nicht darin die Konsequenzen der seit Jahren in Aufnähme gekommenen Theorie von der Gleichberechtigung der Sozialdemokratie mit allen anderen politischen Parteien recht drastisch zu Tage träten. Man kann rl abwarten, ob die Biedermänner der Freisinnigen Vereinigung, die sich nich selten auf ihre monarchichc Treue sehr viel zugute thun, sich Zyn beeilen werden, unter das Oberkommando der Sozialdemokratie zu treten, die t.ach Herrn Mommsen zur Zeit die eii ige große Partei ist, dir Anspruch 4 politische Achtung" hat. Herr Richte:, der mit seiner Freisinniaen Volksp, .'tei nicht gleich dn Rationclliberalen zu den Angeschlossenen gehört, lehrn die Ehre sofort dankend ab. Wer- die Sozialdemokraten", sagt die .Freisinnige Zcituna", kennt,
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kundgeben, kann Theodor Mommsen. in aller Achtung vor dem Geschichtsforscher, in der Gegenwart nur als einen Jllusionspolitiker betrachten." TctDutzvü?.".cr uii Waklviirqcr. Mit einer Vorlage, die für die meisten Lübecker Steuerzahler von weittragender Bedeutung ist, hatte sich dn Lübecker Bürgerschaft zu beschäftigen. Bisher Ionnte jeder volljährige und in Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte sich befindende männliche Steuerzahler nach Erwerbung der lübeckischer Staatsangehörigkeit gegen Erleguno einer Gebühr von 28 Mark auch da lüöeckische Staatsbürgerrecht erwerben, welches ihn zur Betheiligung an den Wahlen zur Bürgerschaft berechtigte. Die Zahl der lübeckischen Staatsbürder ist nun in den letzten Jahren beständig zurückgegangen, und dieser Umstant gab dem Senate Veranlassung, der schon wiederholt beantragten Revision des Gesetzes über den Erwerb des lübeckischen Bürgerrechts zuzustimmen Eine gemeinsame Senats- und Bürgerschaftskommission wurde mit diesei Aufgabe betraut, und es ist nun durck die Zustimmung der Bürgerschaft eir Gesetz zustande gekommen, das namentlich von den Sozialdemokratev und den übrigen links stehenden Parteien stark bekämpft wurde. Das neue Gesetz schafft zweierlei Bürger, Schutzbürger und Wahlbürger. Schutzbürger kann jeder volljährige oder für volljährig erklärte männliche Angehörige des lübeckischen Freistaates werden, sofern und solange ihm nicht die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter oder die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt sind oder er nicht unter Polizeiaufsicht gestellt ist. Die Rechte des Burgers sind von der Leistung des Ei des abhängig. Zur Theilnahme an der Wahl der Vertreter zur Bürgerschaft sind alle Bürger des lübeckischen Freistaates berechtigt, welche in ihm ihren regelmäßigen Wohnsitz haben und während der letzten fünf Jahre vor der Wahl ein jährliches Einkommen von mehr als 1200 Mark hier vcrsteuert habcn. Ausgeschlossen von der Ausübung des Wahlrechts sind diejenigen. welche unter Vormundschaft siehen, diejenigen, über deren Vermögen Konkurs gerichtlich eröffnet worden ist. bis sie von allen Ansprüchen ihrer Gläubiger befreit sind, und diejenigen, welche eine Armenunterstützung aus öffentlichen oder Gemeindemitteln beziehen oder im letzten der Wahl voraufgegangenen Kalenderjahr bezogen haben. Die Geaner der Vorlaoe sncktn in der Bürgerschaft durch Obstruktion die Absetzung dieses Punktes von der Tagesordnung zu erreichen, doch wurde rechtzeitig ein Antrag auf Schluß der Erörterung eingebracht und das Gesetz dann mit großer Mehrheit angenommen. Aus dem Fürsten, yum Rcutz älterer Linie. Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit das erfahren nun auch die Kriegervereine des Fürstc'nthums Reuß älterer Linie, die bisher ein kaum beneidenswerthes Sonderdasein geführt haben. Man erinnert sich, daß in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts die in eine Kriegervereinsfahne eingestickten Worte Für Kaiser" entfernt werden mußten. Auct in den Satzungen des unter demSchutz und Schirm des verstorbenen Fürsten stehenden preußischen MilitärvereinsVerbandes durften Name und Titel des obersten Kriegsherrn nicht genannt werden, und den Vereinen war verboten, sich dem deutschen Kriegerbunde anzuschließen. Den Vorsitzenden des Verbandes ernannte der Fürst höchstselbst", er durfte nicht von den Verbandsvereinen gewählt werden. In den letzten Jahren bekleidete dieses Amt der Geheime Regierungsrath Dr. Hanitsch. Das soll jetzt alles anders werden. Der Verband hatte dem FürstenRegenten Fürsten Heinriche XIV. von Reuß jüngerer Linie die Würde des Schutz- und Schirmherrn anaetraaen. der Fürst hat sie aber nur unter der Bedingung angenommen, daß die Satzungen oes Äeroanoes nach natro nalen Gesichtspunkten abaeändert wür den. Sie enthalten dahez jetzt auch d Bereicherung der Treue gegen Ka:ser und Reich. Der Verband wird dem Deutschen Kriegerbundc beitreten und künftig seinen Vorsitzenden selbst wählen. Wie wenig der reußische Partikularismus zu bedeuten hatte, geht auch daraus hervor, daß der deutsche Flottenverein hier fast auf einen Schlag 1200 Mitglieder gewonnen hat. Und die Landcszeitung für das Fürstenthum Reuß älterer Linie, die noch vor Jahresfrist ein angesehenes Glied in jenem edlen Zirkel war, der durch die Namen Bayrisches Vaterland" und Hessische Blätter" gekennzeichnet wird, ist eine Plattenzeichnung geworden, siecht dahin und wird das zu Ende gehende Jahr schwerlich lange überleben. Das ist das Loos des Schönen auf der Erde! Die Spanier haben für ihre )esieaen mehr übrig, als wir für unsere Sieger: Cervera. den Schley bis zur Vernichtung schlug, ist Stabschef der spanischen Flotte geworden! Ein Mann in Granville, Jll., beklagt sich darüber, daß er von einer jungen Dame hypnotisirt und geheirathet worden ist. Er soll sich nur trösten, das ist schon manchem Manne so gegangen
Durch königliches Edict .... D? .... Rex dVr König, kündigt die Vig Four Bahn Halb Raten für die Rundfahrt zum
.... nach .... New Orleans, Mobile und Pensacola, Fla., an. Tickets zum Perkaufe von allen Stationen der ..Big Four" und D. W. Bahn, vom 17. bis 22. Februar 1908. Ebenso am 23. Februar für Passagiere, welche an ihrem Bestimmungsort um l Uhr Mittags den 2l. Februar ankommen. Tickets sind giltig tür die Retourfahrt, New Orleans, Mobile oder Pensacola verlassend nicht später als 28. Februar 1903, arch können dieselben durch Deponirung bei dem Ticket'Agent und zwar nicht früher als 18. Februar und nicht später als 28. Februar, bis zum 14. März 1903 verlängert werden und zwar durch Zahlung von ?0 Cents. Für weitere Informationen wende man sich an die Big Four Agenten oder schreibe an Barren I rnch. . . 2txi t. en. Pass gier u. Ticket Sgt. Assistent G. P. U.T.S. Sincinnati, Ohlo., oder H ft. Vronson, 2. V. P. .. Indianapolis. Karstadt's ampf-Färberei und tzcht-WSscherei. (Nachfolger von John Vrill u. Co.), tablirt 1871. klvhsO : Maff. Ad., 0. 57g Neu 2532. Kollege st., lt. Bi.-.vn 34. Jllmols Str., Alt, rv?ll 21. 9 Herren- und Damen-Kleider gerei nigt, umgeändert und ausgebügelt. gflW r vmSAMi il! M MM 3 M lllffl mm I H. Louis Vollratii's Groeery und Fleisch-Markt, 125 Weft Morris Sttaße. Ecke Eapitol Aoenue und MorriS Straße. Staple nndFancy Groceries, Frisches, gesalzenes und geräuchertes Fleisch, Wurst, reines Schmalz usw. FEBEML UNION SURETY CO. von Indianapolis. liefert Bürgschaften irgend welcher Art. Hugh Tougherty, Präsident. VudoruA Wt. Johnson, Sekretär. 301-303 Law uilding. Pkzones -Main 2010 ; eu 3134. Flaggenfarben und Wapprnthiere. Die schwarze Farbe kommt nur auf der deutschen, der belgischen und der österreichischen Flagge vor. Die grüne Farbe ist auf den Flaggen der Völker der Erde 10 Mal. die gelbe 17 Mal. die blaue 39 Mal, die weiße 47 Mal und die rothe 59 Mal vertreten. Das üblichste Wappenthier ist der Löwe; er erscheint auf den Wappen von Badn. Bayern, Braunschweig, England, Hessen, Kongostaat, Luxemburg, dem niederländischen Indien und der Niederlande, Reuß, Sachsen-Weimar und Schweden-Norwegen als Schildträger und ift auch vertreten in den Wappen von Württemberg, Belgien, Böhmen, Bulgarien, Eypern, Finnland. Kärnten und dem Thurgau. Löwenköpfe zeigen die Wappen von Afghanistan und Dalmatien, Adler die von Krain, Mähren, Montenegro, Oesterreich, Rußland und den Ver. Staaten, Elephanten die von Ceylon, der Goldküste und Siam, Bären Anhalt, Bern und Kanada, Ochsen Andorra und Mecklenburg, Ochsenköpfe die Bukowina und Uri. Pferde Hannover und Westfakn, einen Ziegenbock Jstrien, einen Drachen China und Schlangen Gwalior, ein vorderindischer Lehensstaat. . x inciv
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