Indiana Tribüne, Volume 26, Number 123, Indianapolis, Marion County, 15 January 1903 — Page 3

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In letzter Stunde. Aufhebung des Zolls auf Hartkohlen durch den CongreK.

Nur Vertreter von Kohlen stauten wagten schwache Proteste. Senator Tillman spricht wieder kräftige Worte. Sagt auch der Streik-Eommission gehörig die Wahrheit. Anerkennung der Union" bekämpft die Eric Co. Verschiedene Anklagen gegen KohlenGesellschaften. Trauriges Ende einer Schlittschuh' fahrt in Washington. Der CongrekSenat. Bald nach dem heutigen Zusammentritte des Senats stellte Senator Hoar (Massachusetts) den Antrag, den Präsidenten zu ersuchen, er möge den Senat über die Art der Regierung auf der Insel Guam informiren, ferner darüber, durch was für ein Executiv-De-partement die Befugnisse dieser Regierung jetzt ausgeübt werden, sowie auch über die Zahl der Bewohner und die Gefangenhaltung des auf Guam internirten Philippinenchefs Mabini. Auf Hoar's Gesuch wurde der Antrag bis morgen zurückgestellt. Es kam dann der Vest'sche Antrag über die Aufhebvng des Zolles auf Hartkohle zur Berathung. Senator Tillman, Süd Carolina, erklärte in einer Ansprache, Senator Aldrich habe seit Stellung dieses Antrags mehr Energie, Gefühl und Ernst gezeigt, als er ihm zugetraut habe. Die Energie des ehrwürdigen und glänzenzenden Senators von Missouri habe den lässigen Pferden im Haus und Senat, die nunmehr kalten Blutes seit einem Monat über die Lage berathen, tüchtig die Sporen gegeben. Er wundere sich nur, daß in diesen gefährlichen Zeiten von Tod und Elend sich keine Volkshaufen zusammenraffen, um den Monopolisten zu zeigen, daß die Menschen doch nicht zu verhungern oder zu erfrieren gewillt sind, sondern unter dem Drucke der Nothwendigkeit das Gesetz in die eigene Hand nehmen und sich der Vorräthe einfach bemächtigen. Der Senator polemisirte dann gegen diejenigen, welche über nicht genügende Autorität klagen, um der vorhandenen Uebclstünde Herr werden zu können. Der Fehler sei, daß die Beamten, welche die Gesetze durchzuführen beschwo. ren. diese Pflicht nicht erfüllen. Trotz aller Anträge und Bitten sitze der Generalanwalt ruhig in seinem Bureau, ohne irgend etwas zu thun. Der Senator griff dann auch die Kohlenftreikkommissare an, die untre sentllche und unnöthige Zeugenaussagen aufnehmen, während sie, falls sie Willens wären, die Existenz eines Monopols herausfinden und dem Congreß darüber berichten könnten. Mit einem Angriff auf Richter Taft schloß Tillman, indem er zugleich ankündigte, daß er morgm in seiner Rede fortfahren merde. Die Territoriums-Vorlage'kam hierauf zur Berathung, über welche Senator McEumbec längere Ausführungen gab. Die Vorlage des Hauses, den Nachlaß des Kohlenzolls betreffend, wurde im Senate einige Minuten, nachdem sie eingebracht war, mit einem Amendement, der Paragraph 415 des DingleyTarifs für Einführung der Kohlenzölle ausschließt, einstimmig angenommen. Ebenso wurde die Milizvorlage, unter Streichung der anstößigen Bestimmung bezüglich einer geschulten Reserve, an genommen. Auf Veranlassung des Comite'S für den Distrikt von Columbia wurde heute eine Anzahl unabhängiger Grubenbesitzer vorgeladen, um vor dem Comite über den KohlenMangel in Washington vernommen zu werden. Das Senatscomite für auswärtige Beziehungen beschloß heute die Empfehlung eines Amendements, nach welcher bei dem Gegenseitigkeits-Vertrag mit Cuda der 20proc. Zuckerzoll durch keine einem anderem Lande bewilligte VorzugSrate weiter herabgesetzt werden darf. Der Beschluß geht auf Anregung der Rübenzucker-Juteressenten aus.

Haus. Die vom Comite für Mittel und Wege einberichtete Vorlage, für ausländische Kohle auf ein Jahr einen Rabatt don der Höhe des Zolls zu gewähren, wurde vom Hause mit 258 gegen 5 Stimmen angenommen; die gegnerischen Stimmen gaben die Abg. Cushman und Jonas. Washington; Games, West Virginia; Mendell, Wyoming. und Patterson, Psi.; alle Republikaner, ab. Die Vorlage wurde unter jener Geschäftsregel berathen, welche die Gelegenheit für Amendements abschneidet. Nur einige Vertreter von Kohlenstaaten erhoben Opposition, aus Befürchtung, die Kohlenindustrie ihrer Staaten hättejunter chinesischerConcurrenz zu leiden oder weil, wie die beiden republ.

Führer Dalzell (Penna.) und Payne ( I.) meinten, die Vorlage den gegenwärtigen Nothstand nicht beseitigen könne. Doch gaben sie zu, daß dadurch dem Volke der gute Wille des Congresses gezeigt werde. Die Demokraten unterstützten sämmtlich die Vorlage, obwohl sie ihnen nicht weit genug ging. Sie erklärten, Kohle sei auf die Freilifte zu fetzen und als die Vorlage vom Senate mit einer Bestimmung zurückkam, welche Hartkohl' thatsächlich auf die Freilifte setzt, applaudirten sie stürmisch. Dalzell bemerkte im Laufe feiner Rede, außer in den Ver. Staaten und in btfchränktem Umfange in China gebe es in Wirklichkeit keine Hartkohlen auf der Welt. Das Senatsamendement wurde angenommen. Nach der Kohlenvorlage wurden mit der Armee-Bewilligungsvorlaqe rafche Fortschritte gemacht. Die wichtigsten Amendements bestanden in der Srhöhung der Zahl der Offiziere beim Signal-Corps um 23. Die Abg. L ittlesield, Maine, Oderstrcet, Jndiana, und Powers. Massachusetts, rep. Mitglieder des Justiz-Sub-Comites, couferirten heute mit dem Präsidenten über die Anti - TrustGesetzgebung. Zwischen der Regierung und dem Comite sollen nur noch bezüglich Einzelheiten Differenzen Herrschen. Abg. Sulzer (N. V-) beantragte die Bewilligung von $50,000 zur Errichtung einer Tilden-Statue in Washington. Bezüglich Erleichterungen im Postverkehr für die St. Louiser Ausstellung conferirten heute Abg. Bartholdt von Missouri und St. Louiscr Bürger mit dem Generalpostmeister. Die Union an Allem schuld. P h i l a d e l p h i a , 14. Januar. Die Erie-Co. richtete heute ihre Angriffe aegen die Anerkennung der Union , die nach Ansicht der Grubenbesitze? nicht zum Machtbereiche der Commission gehört. General - Superintendent W. A. May von den der Erie-Co. gehörigen Hillside Coal & Jron Co. und Pennsylvunia Coal Co. machte lange Aussagen, un: nachzuweisen, daß seit dem Erscheinen der Gewerkschaft in der Hartkohlengegend die Arbeiter an Tüchtigkeit eingebüßt haben und daß seitdem die Autorität verschlechtert trorden sei. Auch andere Zeugen bestätigten die Behanptungen May's. Wayne Mac Veagh und Major Evert Warren gedenken morgen zum Schlüsse zu kommen, worauf die Delaware, Lackawanna & Western Co. folgt. Morgen wird auch Vorsißender Gray wieder erwartet. Superintendent May erklärte weiter, falls man die Kohlengegend vom Terrorismus gesäubert hätte, so wäre die Gesellschaft feiner Ansicht nach im Stande gewesen, während des letzten Streiks Kohlen zu fördern. In der Nachmittagssitzung berichtete Alexander Dryden, ein Gruben-Jnge-nieur, übe.r die Verbesserungen in den Gruben der Gesellschaft im Verlaufe der letzten Jahre. Er sagte, die Penna Co. gebe allen ihren Kohlengrübern Gelegenheit, $3.50 per Tag zu ver dienen. Ein Ober-Vormann der Gesellschaft behauptete, daß die Thätigkeit in den Gruben gesund ift; er sah noch nie einen Kohlengräber, der an Afthma litt. Auch er bestätigte, daß vor dem Auftreten der Gewerkschaft freundliche Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeiter geherrscht hätten. Zeuge behauptete, er sei im Stande, als Kohlengräber $7 per Tag zu verdienen; im Kreuzverhör gab er aber seinen Monatsverdienst auf $60 80 an. Er habe nicht die volle Zeit gearbeitet. Zwei Grubenarbeiter aus Forest City machten die Union für den

Rückgang der Erwerbsfühigkeit unter den Arbeitern verantwortlich. Vor dem Streik von 1900 seien täglich mehr Waggons verladen worden als hute. Anklagen gegen den Koh- - l e n r i n g. Chicago, 14. Jan. Als Resultat der Untersuchungen der Special

Grand'Jury über die Kohlennoth wer - den Anklagen wegen Verschwörung gegen Mitglieder von mindestens drei Weich-Hartkohlen-Gesellschaften in Jllinois und Jndiana erwartet. Das Zeugenverhör ging heute zu Ende und morgen beräth die Jury mit über die Beweisaufnahme. Als wichtigste Aussagen werden die von E. Blent, dem Sekretär der Illinois Operators Assn. und Walker S. Bogle. dem Präsidenten der Crescent Coal & Mining Co. betrachtet. Ein st a a t s s o c i a l i st i s ch e r Antrag. Washington, 14. Jan. Abgeordnete? Merlins von Wisconsin, der Vorsitzende des Justizcomite's, stellte heute im Hause den Antrag, das JustizComite zur Untersuchung über die Frage anzuweisen, ob dem Congresse die Macht zustehe, sämmtliche Kohlengruben und alle zum Kohlentransport dienenden Beförderungslinien mit Beschlag zu belegen, indem sich die Nothwendigkeit für eine solche Maßnahme ergeben habe. Das Kohlengeschäft der Stadt. Detroit, 14. Jan. Die städt. Kohlencommission will morgen den Kohlmhof der Stadt mit $2,200 Tonnen Weichkohle eröffnen. Das einzige Angebot vi Hartkohle bestand in $10.70 per Tonne; es wurde abgelehnt. Der Staatsanwalt hat gegen die Detroit Coal Exchange, eine Organisation von 30 Kohlenhändlern, einen Einhaltsbefehl wegen Verletzung des staatlichen Anti-Trust-Gesetzes beantragt. Trotz Geldes keine Kohlen. New York, 14. Jan. Bei Josef Gotfch, der in White Plains wegen Kohlendiebstahls eine Strafe verbüßt, wurden Dollarnoten im Betrage von $220 gefunden, die er um seine Beine gewickelt hatte. Auf die Frage, warum er um sein Geld keine Kohlen sause, erwiderte er, die Händler hätten ihm den Verkauf von solchen verweigert Daher stahl er und da er an Banken nicht glaubt", so benutzte er das Geld zum Schutz gegen die Kälte. Der h a r m l o s e" B e r u f. P i t t s b u r g, 14. Jan. Der slavische Grubenarbeiter Mulgvaz wurde heute nebst seiner Frau durch eine Pul-ver-Explosion tödtlich verletzt. Jähes Ende. Washington, 14. Jan. Als heute Abend eine große Menschenmenge in der Nähe des Washington Monuments Schlittschuh fuhr, gab das Eis nach und etwa 20 Personen stürzten in's Wasser. 3 davon ertranken : die 20-jährige Jessie Thomas, eine Schreiberin im ethnolog. Bureau, Arthur Winchester und Henry Hamell, 2 gleichfalls in Regierungs - Departements beschäftigte Clerks. S t a p e l l a u f. St. Francisco, 14. Jan. Der Stapellauf des unterseeischen Torpedoboots ..Pike" fand heute Mittag von den Union Jron Worts" aus in die fBay statt. Die Pike" ift ein Duplikat des Crampus", der vor einigen Monaten getauft wurde. Neue Senatoren. Sacramento, Cal., 14. Jan. George C. Perkins wurde heute von der Legislatur in den Bundessenat gewählt. Boise, Jdaho. 14. Jan. Die Legislatur erwählte H. B. Hayburn zum Bundessenator. SaltLakeCity. 14. Jan. Die rep. Legislaturmitglieder nominirten Reed Smeet, Apostel der Marmonen Kirche, als Bundessenator. Diese Nomination ist mit Wahl gleichbedeutend. Brandunfälle. Williams, Pa., 14. Jan. Frau Daniel Rowland verbrannte heute und ihr Gatte wurde durch einen Sturz aus einem Hause in Bewick gefährlich verletzt. Das Feuer entstand durch eine Explosion in einer Apotheke. P ri nceton, N. I., 14. Januar. Das schöne Wohnbaus von Prof. Keft. cott, dem Vorstand des Catim-Depar-tements, wurde beute völlig durch Feuer zerstört. Die werthvolle Biblio thel ift gerettet.

Tcr randl'stt,c MiNioncnprozetz. j Vor der Strafkammer in Berlin wurde der sogenannte Brandt'sche Millionen - Erbschaftsprozeh verhan-; de!t, eine Angelegenheit, die seit dem akre 1813 die iÄerichie in längeren ; Zwischenräumen immer wieder be-j schäftigt hat. Es handelt sich um die , Hinterlassenschaft eines 1791 zu Am- j sterdam verstorbenen Großkaufmannes Johann Konrad Brandt. Vor Kurzem haben der Buchhalter Wilhelm Bcthke aus Neu-Rahnsdors und der Maurermeister Friedrich Brand aus Berlin in einer Flugschrift behauptet, ' der aus der Mäyigkeitsbewegung be-, kannte Graf Douglas habe aus der ! Erbschaft einmal 25,000 und ein zwei-1

tos Mal fünf Millionen holländischer Gulden erhalten; der Beweis dafür sei in den Akien der Abtheilung III des Auswärtigen Amtes zu finden. Die Brandt'schen Millionen" haden seit dem Jahre 1813 in länqern oder kürzern Zwischenräumen den Gerichten immer wieder Beschäftigung gegeben, in Civilprozessen, wenn es die Verfechtung der Ansprüche v rmeint licher Erben galt, und im Strafverfahren, wenn die Ausbeutung Leichtgläubiger durch Schwindler in Frage kam oder wenn blinder Eifer die Erölustigen oder ihre Helfershelfer zu unbegründeten Bezichtigungen verleitet hatte. So war u. A. ein gewisser Schönknecht im Jahre 1897 wegen Beleidigung und versuchter Erpressung gegen den Grafen Douglas zu sechs Monaten Gefängniß vcrurtheilt worden. Diese Hereinziehung des Grafen Douglas in die Sache fußt darauf, daß der Graf vor vielen Jahren einen Portier besaß, der mit einer Verwandten der Brandt's verheirathet war und der dem Grafen einige Erbschaftspapiere zur Prüfung übergab. Durch Nachfragen im Auswärtigen Amt stellte Graf Douglas fest, daß die Papiere keine Ansprüche enthielten und er hat sie wahrscheinlich wieder zurückgegeben. Schon im Schönknecht'lchen Prozeß hatte Graf Douglas beschworen, aus der Brandt'schen Hinterlassenschaft keinen Pfennig erhalten zu haben. Auch ein Jahr vorher war gegen ihn auf Betreiben einiger Erbschaftsanspruchträger ein Ermittlungsverfahren wegen Unterdrückung jener privaten Urkunden anhängig gemacht worden; die Sache hatte aber mit einer Abweisung der Strafanzeige durch die StaatsanwaltschJst geendet. Ungefähr um dieselbe Zeit hatte Graf Douglas in einem Civilprozeß, in dem von ihm die Herausgabe jener Urkunden verlangt wurde, den Eid geleistet, daß er diese nicht im Besitz habe und nicht wisse, wo sie geblieben seien. Im Reichsanzeiger war dann wiederholt darauf aufmerksam gemacht worden, daß das Auswärtige Amt die Erbschaftsangelegcnheit. die im günstigsten Falle längst verjährt sei, als erledigt betrachte und weiteren Gesuchen sögenannter Brandt'scher Erben nicht mehr nachkommen werde. Der jetzt schwebende Prozeß hat insofern eine überraschende Wendung genommen, als die beiden Angeklagten zur Verhandlung nicht erschienen waren, fondern die Flucht ergriffen haben. Man nimmt an daß sie sich nach Holland gewandt haben, wo sie mit den Verhältnissen einigermaßen bekannt sind. Ihre steckbriefliche Verfolgung steht bevor. Infolge dieser Flucht konnte die Beweisaufnähme rasch zu Ende geführt werden. Die gegen Bethke und Brand erhobene Anklage hat bisher Folgendes ergeben: Der als Zeuge vernommene frühere Chef der Abtheilung III des Auswärtigen Amtes. Wirklicher Geheimer Rath Hellwia bekundete, Graf Douglas habe durch Vermittlung des Auswärtigen Amts aus der Nachlaßrnasse auch nicht einen Pfennig erhalten ; ebensowenig sei ihm bekannt, daß eine solche Zahlung an den Grafen Douglas von irgend einer andern Seite erfolgt sei. Schon im Jahre 1793 habe das Amsterdamer Gericht, unter Ausschluß der Erben in Deutschland, die Auszahlung des Restes der Hinterlassenschast veranlaßt. Der Makler Richard König-Halberstadt überreichte dem Gericht zwei Urkunden. Die eine, vom 5. März 1901 datirt, enthält die Mittheilung, daß am 1. April 1869 auf Reklamation eines rechtllch leglttmirten Deutschen Douglas 30 Millionen Gulden an das deutsche Auswärtige Amt ausbezahlt worden seien. Die andere, vom 16. November 1900 datirt, bezeugt, daß Herr Heinrich Douglas im Jahre 1868 2.000 Gulden und 1869 5 Millionen Gulden erhalten habe. Die Urkunden sind vom Amsterdamer Kantonalgericht unterschrieben. Der Staatsanwalt beantragte. beide Urkunden zu beschlagnahmen, weil sie offenbar gefälscht seien. Das gehe schon aus folgendem Umstand hervor: Im Adreßbuch von 1900 sei durch einen Irrthum Graf Douglas mit dem Vornamen Heinrich bedacht worden: die Fälscher hätten aus dem Adreßbuch offenbar einfach den falschen Vornamen herausgeschrieben. Im weiteren Verlauf der Verhandlung wurde dieser Makler-König wegen Verdachts schwerer Urkundenfälschung undErpressung vom Staatsanwalt in öffentlicher Sitzung verhastet. Das Urtheil gegen die beiden Hauptanaeklagten steht irech aus. Beweis. Du hast Deine Frau aus Liebe geheirathet?" Natürlich! Höre sie nur Klavier spielen

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