Indiana Tribüne, Volume 26, Number 122, Indianapolis, Marion County, 14 January 1903 — Page 6
ÄsWS.'W
r
6 hnviana Tribüne, 1i. Januar 1903
IAenn Sie den besten
Base Burner, Hot Blaft oder Koch-Ofen in der Welt wünschen, so gehen Sie zu ffil's Möbel Last- a, 141 West Washington Str. Baar oder Credit. 1.14 Nord Pennsylvania Strafte, Hauptquartier für Brillen und Qvernglaser. m S um IST."tacn flW m ant 112, Brillen werden nach den besten Methoden den ngtn tqtptft Künstliche Augen werden schmerzlos eingesetzt. Zu vermiethen : -Zimmer imMajestic :: Gebäude -T zu rednzirten Preise. DaS feinste Ofsice-Gebäude in der Stadt SoUständig feuersicher, schnelle Fahrstühle md alle modernen Bequemlichkeiten. 'Nachzufragen bei Oregory & Appel. Agenten, x d,e Indianapolis Gas Eo. Wir kaufen Indianapolis Traetion fc Terminal (Sompant) Vertifitate. Arrick & Company Lombard Gebäude. Unterröcke Nach Maß angefertigt. In jeder Facon und Farbe. m mm störe. ( 2 N. Pennsylvania Str. 9 1 W Chicago nd der grofte Nordweften via 4 P e))Qnys&lvwtiMagiii Uar laa iawaii Pdilivvtne Insel. Bin tagliche Schnellzüge nach Chicago. Bon der Mono 47. Str. Station, Chicago (taVlntrS Minuten mittelst elektrischer Sar näcd I nnton tcgooten French Lick Spring:, W d Orange ttounttj Hochland. ?Zamilien-Hotel ttt neuer escha'lsleilnnq. Pluto. Proserpine d Bole4 Quellen. Beite Mineralwasser der jfett. ei Züge täglich via Gree.icastle. rkket-öMcen : Union Station, Massachusetts Nve. d eft shington Straße. . . P. l g e o, ftrttt äff. gent, Indianapoli. ffnd. .H.McDoel. E. H. Rockwell. TÄf. und 9tn. Mar. Berriebillter 8r a n k A. R e e d. äff. gent, Chicago. Jll.
mimwo UDM otv?! ID
Europäische Nachrichten Mitteldeutsche Staater.. Hülfsarbeiter bei der Zoll- undSteuer. Direktion Finanzassenor Dr. jur. Hoch ist zum Obsrzollinspektor und Vorstande des hiesigen Hauptzollamtes ernannt worden. Schlettau. Stadtsekretär Schmidt in Döbeln ist zum Bürgermeiiter Kiesmer Stadt erwählt worden. Köthen. Dr. Corsepius. Leiter der städtisckcn Maschinenbauschule in Köln, ist zum Director des hiesigen städtischen höheren technischen Jnstituts erwählt worden. K o b u r g. In einer Gesammtsitzung des Staatsministeriums übernahm der Geheimrath Schmidt an Stelle Wittlen's die Leitung der koburgischen Regierung. M e i n i n g e n. Ein Enkel des Dichters Rückert. der pract. Arzt Dr. Friedrich Rückert, früherer Assistenzarzt in der Augenklinik des Herzogs Karl Theodor in München, ist hier gestorben. N i e n b u r g. Bei der Stadtverordnetenwahl sind Commercienrath F. Hallström, Lehrer A. Kühlewind, Cigarrenfabrikant Dringenberg und Kaufmann Hinze gewählt worden. O st e r l i n d e. In dem beim hiesigen Bahnhofe belegenen Getreidespeicher der Firma Eicke und Falke zu Hildeshcim brach in dem Comptoir ein Schadenfeuer aus, welches das Comptoir vollständig einäscherte. R a d e g a st. Hier feierten die Liska'schen Eheleute das Fest der goldenen Hochzeit und erhielten bei der kirchlichen Einweihung als Geschenk des Herzogs eine Prachtbibel. S ch l e i z. Rittergutsbesitzer Arno Timmich auf Wolfersdorf bei Berga a. E. bat sein an der hiesigen Bahnhofstraße gelegenes Haus- und Gartengrundstück im Werthe von ca. 40,000 Mark seiner Vaterstadt Schleiz schenkungsweise überlassen. Der Gemeinderath hat die Schenkung angenommen. Weimar. Hier wurde ein mittel-deutsch-tbüringisches Städtebundtbeater begründet, das zwanzig Städte umfaßt. Dieses Städtebundtheater wird Schauspiel und Oper pfleqen. Das Protektorat wurde vom Groherzog von Sachsen-Weimar übernommen. W o l f e n b ü t t e l. In der ZuckerWaarenfabrik von Mann & Eo. hierselbst fand eine starke Explosion statt, welche sämmtliche Fenster und Thüren des Erdgeschosses zerstörte und einen erheblichen Schaden an Inventar und Vorräthen anrichtete. Scvlen. Dresden. Der Staatsanwalt beim hiesigen Landgericht, Hauner, ist zum Landrichter beim Landgericht Zwickau ernannt worden. Der Vorstand der Amtshauptmannschaft Dr:sden - Altstadt, G?h. Reqeierungsrath Dr. jur. Schmidt, tritt in den Ruhcstand. Sein Nachfolger wird der Amtshauptmann Dr. Krug v. Nidda zu Schwarzenberg. Das Ministerium des Innern giebt bekannt, daam 1. Januar 1903 die Landgemeinden Mickten. Uebigau, Kaditz, Eotta, Wölfnitz, Naußlitz. Löbtau, Plauen und Trachau mit der Stadtgemeinde Dresden vereinigt werden. Außerordentlicher Professor an der hiesigen Technischen Hockschule Schumacher wurde zum ordentlichen Professor für Bauformenlehre, Freihand- und Ornamentzeichnen und Stillehre des Kunstgewerbes an der bezeichneten Hochschule ernannt. Stadtverordneter Baumeister Paul Richter verschied im Alter von 46 Jahren. Bahnhofsinsp ktor Hauptmann Max Kaunisch feierte sein 25jähriges Dienstjubiläum bei den Staatseisenbahnen. B e i ch a. Feuer zerstörte die Scheune des Gutsbesitzers Brühl. C h e m n i tz. Der Vorsitzende des Aufsichtsrathes der hiesigen Maschinenfabrik Gustav Hartmann, wurde zum Gebeimen Eommerzienrath ernannt. Wegen Unterschlagung von 9871 Mark in 97 Fallen wurde der ehemalige Postassistent Wagner, der beim Postamt in Oberwiesenthal angestellt war. vom hiesigen Schwurgericht zu zwei Jahren und sechs Monaten Gefängniß verurtheilt. r e i b e r g. Professor Dr. Bernhard Richter ist hier nach langem Leiden im 69. Jahre gestorben. Reben seinem Lehramte hat sich der Verstorbene noch .dem öffentlichen Wohle als langjähriges Mitglied des Stadtverordneten - Collegiums sowie des Kirchenoorstandes von St. Petri gewidmet. K i r ch b a ch. Gutsbesitzer Halm kam mit dem rechten Arm in die Dreschmaschine und erlitt dabei schwere Verletzungen, welche eine Amputation des Armes nöthig machten. Leipzig. Wegen Ermordung, der Trödlerin Lorv wurde der Schlosser Behnert zum Tode, jcin Helfer, der Schiffszimmermann Stropp, zu 15 Jahren Gefängniß verurtheilt. Ein Brand vernichtete die Lager- und Fabrikräume der großen Tabakfirma Kreller & Co. in der Sternwartenstraße. Meer ane. Rathsförster Stiller von hier verwundete auf derStraße seine frühere Frau, eine Fabrikantentochter, welche sich mit einem Ingenieur verheirathen wollte, durch Revolderschüsse schwer und tödtete sich darauf selbst. P l a u e n i. V. Der juristische
W e h l e n. Der langjährige Landtagsabgeordnete Frenzel. Guts besiner und Gemeindevorstand hiersel5st, ist gestorben. KcffeN'Zarmlradt. D a r m a v i. In den Ruhestand traten: Ministerial - Revisor Christian Brückner, Hochbauaufseher Peter Sahlfeldt und Wagenwärter Ludwig Cramer. Reviercommissär Bergmann und Gemahlin begingen das Fest der silbernen Hochzeit. Zahlmeister Heyer vom 1. Großh. Hess. Infanterie - Regiment No. 115. ist zum Oberzahlmeister befördert worden. A u e r b a ch. Nach kurzem Leiden verschied hier der an der Bergstraße und Umgebung sehr bekannte Weinwirth Johann Weigold im Alter von 87 Jahren. B e n s h e i m. Rechtsanwal' Dr. Frenay ist zum Bürgermeister unserer Stadt gewählt worden. Dromersheim. Der älteste Bewohner unserer Gemeinde. Sebastian Pfeiffer 2., starb im Alter von 94 Jahren. Derselbe bekleidete annähernd seit 42 Jahren das Amt eines Gemeinde - Einnehmers. F r i e d b e r g. Bürgermeister Sandmann legte sein Amt nieder. Zum Nachfolger wurde Baurath Stahl in Gießen gewählt. Gau - Algesheim. Dekan Georg Kirstein, Pfarrer Hierselbst, ist zum Domkapitular gewählt worden. Mainz. Bei der Wahl zur Handelskammer wurden gewählt: August
Feine, Dr. Otto Gastell, Eugen Georg Haftner. Josef Harth, Georg ylrch, P. Melchers, C. Mettenheimer, St. C. Michel. Carl Schmahl, Heinrich Schwarz. Carl Weismann und Lucian Wolf. Michelstadt. Bezirks -Kassirer Ludwig Müller von bier ist zum Ministerialregistrator bei dem Ministerium der Finanzen ernannt worden. Oppenheim. Feuer zerstörte die gefüllte Scheune des Schumachers Hammann. Ortenberg. Regierungs - Bauführer Wilhelm Thaler von hier ist zum Regierungsbaumeister ernannt worden. ?ZcZyern. München. Sein 40jähriges Jubiläum im Staatsdienste feierte der Staatsrath Ferdinand Freiherr o. Raesfeldt. Senatspräsident WilHelm Barth. Oberlandesgerichtsrath a. D., ist hier im 88. Lebensjahre gesiorben. Professor Dr. Quidde wurde zum Gemeindebevollmächtigten ?ewählt. Unioersitätsprofessor Hofrath Dr. F. Bezrid, Vorstand des Ambulatoriums für Ohrenkranke im hiesigen medizinisch-klinischen Institute an der Lindwurmstraße, beging die Feier seines 25jährigen Dozenten-Ju-biläums. Der als Genremaler und als Zeichner der Fliegenden Blätter" bekannte Künstler Karl ?tauber ist hier im 87. Lebensjahre gestorben. A i b l i n g. Der langjährige Bürgermeister Oekonomierath 5). 36. Wild hat um Enthebung von seinem Posten als Bürgermeister nachgesucht. Altötting. Der beim Bäckermeiste? Schleich Hierselbst bedienstete 17 Jahre alte Lehrling Hermann Andersreiter aus Freyung verübte an seinem vorgesetzten Gesellen Josef Hausmonninger einen Mordversuch. Der Ueberfallene ist lebensgefährlich verletzt und mußte in das Krankenhaus gebracht werden. Der Thäter entfloh, stellte sich aber später selbst der Gendarmerie. Aschaffenburg. Auf der Straße von Sulzbach nach dem BahnHof Sulzbach wurde der pensionirte Lehrer Stenger von hier todt aufgefunden. Da der Tod'.e einen Messerstich am Kopfe aufwies, liegt unzweifelhaft ein Mord vor. Augsburg. Landgerichtsrath Gwinner. der vor Kurzem in Verbind'ing mit Ernst Forster die großen Stiftungen gemacht hat. ist im 68. Lebensjahre gestorben. B a m b e r g. Kommerzienrath K. Michel, Cbef der Tabakfabrik Johann Peter Raulino & Co. Hierselbst, ist 73 Jahre alt. an einem Gehirnschlag gestorben. Gunzenhausen. Die große landwirtschaftliche Maschinenfabrik der Gebrüder Hagena hier brannte bi? auf den Grund nieder. Hohenwart. Einem Brande fiel das Oekonomiegebäude des GastWirthes Johann Krotzler zum Opfer. K r o n a ch. In dem Spielwaarengeschäfte Schiffauer brach Feuer aus, das großen Schaßen anrichtete. M u r n a u. Schuhmachermeister Peter Guggemos ist im Garten seines Bruders erhängt aufgefunden worden. Der Bedauernswerthe verübte die That in einem Anfalle von Geistesstörung. Nürnberg. In dem WaarenHause von Tietz in der Königsstraße brach Großfeuer aus. Binnen etwa einer Stunde waren die drei Stockwerke fast vollständig ausgebrannt. R o s e n h e i m. Hofrath Dr. med. Max Dirr, Bahnarzt und Oberstabsarzt der Reserve, beging das Fest der silbernen Hochzeit. Starnberg. Baronin Luise v. Dürsch Hierselbst vollendete ihr 70. Lebensjahr. Sie ist die Wittwe des Majors Friedrich Freiherrn v. DürschRohrbach. W e r n e ck. Im Alter von 68 Iahren verschied hier der Verwalter der Kreisirrenanstalt. Rath Ferdinand Reindel.
2üer ist der Urhcver vcö deutsch franzöfischen Krieges? Der moralische Urheber des deutschfranzösischen Krieges ist durch die zahlreichen lm Laufe der letzten Jahrzel lz erfolgten französischen Veröffc Eichungen von Diplomaten und Genialen allerdings längst mit Sicherheit in dem Manne mit dem leichten Herze, dem Ministerpräsidenten Emile Ollivier. ermittelt worden. Trotz dieser Gewißeit ist es aber doch von Interesse, einen dokumentarischen Lcweis mehr für die Schuld Olliviers zu erlangen. Dieser Beweis ist kürzlich in öffentlicher Auktion versteigert worden (!). Man schreibt darüber aus Paris: Am Sonnabend wurde im Hotel Drouot (das ist das vornehmste Pariser Auktionslokal für Raritäten und Kunstsachen. Die Red.) ein überaus interessantes und charakteristisches Schriftstück verkauft, nämlich der Text der berühmten Erklärung vom 6. Juli 1870 auf die von Paris verlangten Auskünfte über die die Kandidatur des Prinzen von Hohenzollern verweigernde Note des Berliner Kabinetts vom 4. Juli. Das Schriftstück rührt von Grammont (dem Minister des Auswärtigen im Jahre 1870, dessen Nachlaß vor längerer Zeit versteigert wurde) her und weist die Verbesserungen und Radirungen auf. die in dem von dem Kaiser Napoleon III. geleiteten Ministerrathe beschlössen wurden. (Es ist nur wunderbar, daß es nicht in's Archiv gewandert ist!) Es weist uns in den Gedankengang und dieRolle der damaligen Leiter der französischen Politik, Napoleons III., Emile Olliviers und Grammonts, vorzüglich ein. Der Herzog von Grammont hatte in seiner Eigenschaft als Minister des Aeußeren die für die Kammer und ganz Europa bestimmte Note aufgesetzt. Sie folgt nachstehend mit Sperrung der Stellen ,die verändert wurden: Unsere Informationen b e -st ä t i g e n , daß der Marschall Prim dem Prinzen Leopold von Hohenzollern die spanische Krone angeboten und daß dieser sie angenommen hat. Aber das spanische Volk hat sich noch nicht dazu erklärt, und wir kennen die wahren Einzelheiten dieser Verhandlung noch nicht, die uns verheimlicht worden ist. Darüber würde uie rorierung darüber heute zu keinem praktischen Ergebnisse führen können, und wir bitten Sie, verehrte Herlen, diese zu vertagen. Wir haben stets der spanischen Nation unsere Sympathien bezeugt und unablänig Alles vermieden, was den Anschein einer Einmischung in die inneren Angelegenheiten einer edlen und großen Nation, die im Vollbesitze ihrer Souveränetät ist, erwecken könnte. Wir verharren in dieser Haltung, aber irnr zählen auf die Weisheit des deutschen Volkes und die Freundschaft Spaniens, um einen Plan fallen zu lassen, der auf nichts weniger, als die Zerstörung des europäischen Gleichgewichts zur Benacht eiligung unserer Interessen abziel t." Emile Olivier verlangte zunächst als Kämpe für die Reinheit der französischen Sprache einige grammatikalische Ab.änderungen. Statt: U n s e re Informationen bestätigen" muß: Es ist wahr', statt Wir kennen die wahren Einzelheiten dieser Verhandlung noch nicht" Wir kennen die wahren Einzelheiten einer Verhandlung noch nicht" gesetzt und ferner das und" aus dem letzten Theile des Satzes entfernt werden. Dann fingen die Erörterungen auf ein anderes, gefährlicheres Gebiet über. Der Kaiser selbst ergriff das Wort. Der letzte Absatz sollte eine Abänderung erfahren; er griff selbst zur Feder und schrieb: Einen Plan, der zu unserem Nachtheil das aügenblickliche Gleichgewicht der Kräfte Europas stören und die Interessen und die Ehre Frankreichs gefährden würde." Es entspann sich eine lebhafte Debatte, an der der gesammte Ministerrath sich betheiligte. Napoleon III. regte folgende Variante an, die er selbst diktirte: Wir glauben nicht, daß die Achtung vor den Reckten eines Nachbarvolkes uns verpflichtet, es ruhig hinzunehmen, daß eine fremde Macht das augenblickliche Gleichgewicht der Kräfte Europas zu unserem Nachtheil stören und die Interessen und die Ehre Frankreichs gefährden darf." Emile Ollivier schlug rfbch die tönendeSchwßvhrasc vor: indem sie einen ihrer Prinzen auf den Thron Karls V. setzt", die dem Kaiser sehr gefiel. Dann schrieb Ollivier zu der im Grunde genommen nicht besonders aggressiven und jedenfalls recht banalen Note de grammonts leldft die Satze hinzu, die in Berlin als gegen die Würde einer Großmacht verstoßende Drohunaen aufgenommen werden mußten: Wir sind den verschiedenen Kronprätendenten gegenüber nicht aus der strengsten Neutralität herausgetreten und haben für keinen von ihnen einen Vorzuq.
noch eine Abneiauna bekundet Whtr I wir glauben nicht, daß die Achtung vi Sr fPor&larr inP T t.(. , 1i. i ! 5"" tiiica IIUUJUUIUUHC uns verpflichten könnte, es ruhig hinzunehmen, daß eine Macht, indem sie einen ihrer Prinzen auf den Thron Karls V. setzt, zu unserem Schaden das augenblickliche GleichgclrMt der Kräfte in Europa stören und die Interessen und die Ehre Frankreichs ae- ! färden darf. Wir haben die feste ZuI versiebt, dak dieseEventualität sich nickk
verwirklichen wird. Um sie zu verhindern, zählen wir gleichzeitig auf die Weisheit des deutschen Volkes. Wenn dem nicht so wäre, würden wir im Vertrauen auf Ihre Unterstützung, verehrte Herren, und auf die der Nation unsere Pflicht ohne Zögern und ohne Schwäche zu erfüllen wissen." Bezüglich dieses herausfordernden Schlusses bemerkt Grammont auf dem in Frage stehenden Schriftstück: Der Scbluß wurde eingehend im Ministerrathe erörtert und von Herrn Emile Ollivier nach seiner einstimmigen Annähme und Abfassung durch die anwescnden Minister niedergeschrieben. Mit diesen Elementen, also mit dem ersten Aufsatze mit seinen Veränderungen und Hinzufügungen wurde die endgiltige Erklärung hergestellt, die zweimal dem Ministerrathe vorgelesen, votirt, ne varietur" beschlossen, vor dem Minister selbst bei seiner Ankunft in Paris umgeschrieben, zwei Kabi-netts-Attach's diktirt und eine Viertelstunde später in der Kammer verlesen wurde." Nach Veröffentlichung dieses Schriftstücks wird Herr Emile Olivier wohl nicht mehr die Stirn haben, die Verantwortung für die Herbeiführung des deutsch-fran-zösischen Krieges auf Andere abzuwälzen. Mobilmachung in Venezuela. Mit Blitzesschnelle verbreitete sich in San Christobal die Nachricht: die Solkmbianer haben San Antonio überfallen, ausgeplündert und zerstört und sind im Anmarsch auf die Stadt San KriHnbal Die Naricb wirkte auf dle Menge wie ein Spazlerflock rn ernenn Ameisenhaufen. Die Garnison" rückte an und besetzte die Ausgänge des Marktes und der Stadt. Wer in der Stadt war, hatte zu bleiben, hinaus wurde Niemand mehr gelassen. Nun wurde rekrutiert. Alles, was sich an Landstreichern. Landleuten u. s. .w. in den Straßen umhertrieb, kurzum, jedes männliche Wesen, das älter als zwölf Jahre war, wurde Soldat. Der Unterschied zwischen dem besseren und geringeren Volke bestand nur in der Hals- und Fußbekleidung. Wer ohne Kragen und Schuhe und dazu etwas schlampig einherging, wurde, wie immer in Nothfällen, ohne weiteres gepreßt, während die glücklichen Besitzer von Kragen und Schuhen das zweifelhafte Recht hatten, sich freiwillig melden zu dürfen. Die Garnison" besteht aus ungefähr 800 Mann, deren Dienstausrüstung ein mit gelber Litze verunziertes blaues Leinwandzeug ist. Als Kopfbedeckung diente meistens eine Art Käppi, viele zogen jedoch Palmstrohhüte von tischplattenartiger Dimension vor. Ein Viertel der Leute ging barfuß, der Rest trug Sandalen, in denen es sich ganz famos marschieren läßt. Durchweg gut aussehende deutsche Mausergewehre dienten als Bewaffnung, dazu kamen Patronengürtel und deutsche Seitengewehre. Die Soldaten machten schon vor der Einreihung der Unfreiwilligen mehr den Eindruck einer schlecht organisierten Räuberbande, doch wie dasFähnlein ach Ginreihung der Neulinge aussah es ist schwer zu beschreiben. Die Gewehrhaltung ist, wie ein preußischer Unteroffizier sagen würde, saumäßig." Pedro hält sein Gewehr, wie man wohl beim Tanze ein Mädel im Arm hält. Pablo trägt das Gewehr unter den Arm geklemmt, wie man z. B. einen Regenschirm nicht tragen soll. Francisco hat das Gewehr auf der Schulter, aber in etwas ungewöhnlicher Art: den Kolben hoch in der Luft, während das Ende des GeWehrlaufs als Griff dient. Falls der Drang nach Abweselung zu groß wird, macht sich Francisco durchaus keine Gewissensbisse daraus, das Gewehr durch Dick und Dünn nachzuschleifen. Zwei kleine Jungen hatten es sich besonders bequem gemacht: sie trugen ihre Gewehre, wie man eine Tragbahre trägt, und quer über den Lauf hatten sie ihre Patronenaürtel. Seitengewehre. Trinkschalen, Bananen und einen kleinen Kochkessel gelegt. Viele der armen Teufe! kattcn kaum eine Ahnung, warum und wofür sie kämpften, hatten kaum je vorher ein Gewehr in Händen gehabt. Sie betrachteten el maus", wie sie das Mausergewehr nannten, als Instrument zum Knallen, als schönes, großes, unverständliches, geheimnißvolles, leider aber etwas schweres Spielzeug. Zur Erlangung der Generalswürde im venezolanischen Heere ist folgendes erforderlich: ein großes Maul, etwas, Geld, einige Freunde und ein Fernglas! Das Fernglas ist unerläßlich, oder der Herr General läuft Gefahr, nicht für voll angesehen zu werden. Das Reitpferd wird unter allen Umständen geborgt" . Nach der Ansicht der Vagabunden sind es die Gendarmen, die eine Gegen unsicher machen. Rasch gestillter Wissensdurst. A.: . . .Ach, welch' prächtige Bibliothek!... Und was sehe ich, auch dieses seltene Werk aus dem 13. Jahrhundert besitzen Sie! O. mein Interesse für derartige Bücher ist Ihnen ja bekannt bitte, leihen Sie es mir auf einige Tqge!" B.:'Zu meinem Bedauern kann ich iJhren Wunsch nicht erfüllen, denn ich leihe meinen Freunden g'rade um die g.len Beziehungen zu ihnen zu erhaltei prinzipiell keine Bücher und keir Geld erstere schon gar nicht!" A.: Nun, dann leihen Sie mir zwa.-zig Mark!"
FEDER. UNION SURETY CO. von Jndianapo"?. Liefert ürgschai irgend welcher 'Si Hugy Tougder'l,. Präfident ff ' dorn . Zs Sekt,. 301-303 Law Buttdina. Phone -Main Lla ; Neu J154
Dr. j. A. Sutciiffe, Wund-Arzt, Geschlechts-, Urin- und Rectum G Krankheiten. Office : 155 Ost Market Stt. Tel. 941 Office-Stunden : 9 bi 10 Ubr m. ; s di 4 Ubr m Thos. E. Hadley, Blech, u. Blecheisen-werkstätte. Metall-Töchcr, Dachrinnen und Down Svouts" rcparirt ,. 140 ffentncky Ave. 131 Senate Ave. Neues Telephon 100. L 1 lUMW Bros. Brass Ms. Gietzer und Dreher. Große und kleine Guwrbnten mMesfing, gosphor Bronzie, Aluminium, etc mbs u vckrnt, -rd ite unsere SveztalUat -142 Oft Georgia Str.. Jnrianapot idc VkoneS 9lo 121. Dr. L. A. Greiner, empfiehlt sich für die Verpflegung kanler Thiere. Kranke Pferde werden entgegengenommen ind erhalten bessere Abmarlung als in idrer eigenen Stauung. 18 biS 24 Süd Ost Strahe. Lelevbon 90. Wohnung 1798. LAKE ERIE & WESTERN R, R, .... Fahrzeit der Züge .... Abfahrt Ankunft koledo. Chicago und Michigan Expreß...- f.lC 10 25 Toledo. Detroit und Eh'cago iim . , . 12.20 f 3.85 Michigan Eity. Muncie u LafayetteEvl f 7.26 10 25 täglich f ausgenommen Sonntags. Mandolin-, Guitar- und Banjo-Lehrer. Studio : 60 Ost Market Str. Zimmer No. 6 und 7. Snrnaccs, Eisen nnd Blech-Arbeitea Zoseph Gardner, 3741 Kenwcky Avenue. Telephon 322. Blech, Eisenblech und Kupferarbeiten aller Art auf BesteUuilg. Enthaltsamkeitsschule für Alkoholiker. In Düben, Provinz Sachsen, soll auf pädagogischern Wege eine freie Enthaltsamkeitsschule für Alkoholiker gegründet werden. Die Kur besteht in Schulung und Festigung der Willenskraft. Als Lehrer sollen frühere Säuflinge fungiren. Für Billardbezüge, die sonst bekanntlich aus grünem, sehr theurem Tuch angefertigt werden, will man jetzt ein eigens für diesen Zweck fabrizirtes Papier herstellen, das dem Tuche äußerlich vollkommen gleicht, indessen in Folge seiner Struktur haltbarer, d. h. für Fehlstöße mit dem Qeue weniger empfindlich ist. Die Früchte des in Sudafrika heimischen Umganubcumes liefern den dortigen Eingeborenen ein stark berauschendes Getränk. Aucl, die Elephanten finden Geschmack daran, werden aber ebenfalls benebelt und schwanken hin und her oder machen tolle Scherze; wenn unter sich, kommen sie meist in den heftigsten Streit. Eisenbahn hat Afrika etwa 12,400 Meilen, darunter 2976 Meilen in britischen Kolonien und Schutzgebieten und 1984 Meilen in Egypten. Ueber 2976 Meilen liegen in französischen Besitzungen, 1190 Meilen in Transvaal. 732 Meilen in Natal und 595 Meilen im Oranje-Freistaat. Die deutschen Bahnlinien haben bis jetzt nur eine sehr geringe Ausdehnung. Kühner Raub. In Pocatelo, Jda., drangen neulich drei Banditen in das Lokal des dortigen Eagle Klub nd erbeuteten $1000. Es waren zur geit 35 Leute beim Spiel. Zwei Räuder hielten die Spieler mit ihren Revolvern in Schach, während der Dritte das Geld einsammelte. Ehe die Räuder das Lokal verließen, feuerten sie mehrere Schüsse in die Zimmerdecke.
