Indiana Tribüne, Volume 26, Number 121, Indianapolis, Marion County, 13 January 1903 — Page 7

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er JE. 44. tt WäckfischT Kasten tt tt tt TT (Fortsetzung.) --. TT TT u; iann mir ntSsl helfen," tagte er föaVr ZU Ernst, dieser Slinglingting, iag der beste Mensch und ein Pädagoge wie Pestalozzi sein: mich macht er noch epileptisch. Seine Stimme erinnert mich immer an Leberthran, und das ist mir aus meiner Kinderzeit her gründlich verhaßt " Während Käthe die Anderen unter Oberleitung von Onkel Nante nach dem Pferdesiall führte, wo an diesem Geurtsmorgen ein niedliches braunes Füllen zur Welt gekommen war, das besichtigt werden sollte, begab sich Daisy in den Salon der alten Excellenz, um hier rasch ein paar Danksagungen auf die Gratulationen der heutigen Briefschaft zu erledigen. Es war ihre Angewohnheit, jeden Brief noch am Tage der Ankunft zu beantworten, um ihn nicht in Vergessenheit gerathen zu lasscn. Sie nahm an dem kleinen Schreibtische in der Erkernische Platz, da wo noch das Papageienbauer hing und der Strickkorb der Seligen stand hatte sich aber kaum niedergelassen, als Erich mit einem Packet in der Hand eintrat. Ab, Pardon," sagte er, ich sehc. Du willst schriftstellern " ..Unwichtige Briefe, lieber Vetter; sie baben Zeit. Willst Du mich sprechen? Du machst so ein Gesicht, als ob Du mir zum zweiten Male gratuliren wolltest." Erich lachte. So etwas Aehnliches ist es. Dein Ahnen dringt in alle Tiefen. Ich habe Dir nichts aufgebaut, komme jedoch nachträglich mit meinem kleinen Geschenk " Aber. Erich" Erst sehen. Es ist nicht der Rede werth. Nur wollte ich es nicht auf Teinen Tisch legen, um nicht in Onkel Fritzcns Gegenwart abermals die Rede auf die Erbschaftsverhältnisse von Hohenwarte zu bringen " Er löste die Hülle von dem Packet, das er in der Hand trug, und überreichte Daisy eine Mappe, auf der in Golddruck das Wort Hcimath" stand. Ich wußte nicht recht, womit ich Dir eine Freude machen könnte, Daisy," fuhr er fort; ..und da habe ich denn heimlich einen Photographen hierher geschickt, der hat Hohenwarte. Park, Dorf und Umgebung von allen Seiten, Ecken und Winkeln aufgenommen na, und die Bilder habe ich gesammelt. Ich dachte mir: komme es wie es komme. Behält die Daisy Hohenwarte oder kehrt sie ohne das Vesitzrecht eines Tages nach Amerika zurück jedenfalls wird ihr eine anschauliche Erinnerung an die Heimath unseres Geschlechts Spaß machcn so und so weiß freilich nicht, ob ich damit das Rechte getroffen habe " Daisy war sonst nicht leicht gerührt. Aber diese zarte Aufmerksamkeit bewegte sie doch. Es lag eine gewisse persönliche Intimität in dem harmlosen Geschenk, die sie weich stimmte. Du bist ein lieber Mensch, Erich," antwortete sie. Gib mir die Hand Du hast das Rechte getroffen. Ueber kein Geschenk konnte ich mich mehr freuen als über dies. Und wie hübsch die Aufr-hmen sind! Da ist der Weiher, u. o richtig, es fehlt auch der Ahnenschwan nicht und scheint selbst auf dem Bilde seine Bestimmung zu erfüllen: er schläft. Und hier der Burgberg der Grabstein des Geraldus das Schloß von allen Seiten das Rentamtshaus Erich, das war ein prächtiger Einfall von Dir; ich danke Dir von Herzen!" Untertänigst. Mir fällt nicht immer so etwas Gutes ein. Aber wenn ich an Dich denke, bekommt meine Phantasie Schwingen." Nein. Erich, leine Komplimente. Dazu sind wir zu vernünftige Menschen. Hol Dir einen Stuhl und setze Dich zu mir. Ich habe Dir etwas zu sagen. Gestern sind die Protokolle aus New Iork eingetroffen. Sieben einwandfreie Zeugen bestätigen, daß icb am Vormittage zwischen Zehn und Elf das Licht dieser besten aller Welten erblickt habe. Ich bin also notorisch vn paar Stunden älter als Anna. Es W nun die Frage, ob der General sich im Namen Annas mit den Protokollen zufrieden geben oder es dennoch auf einen Prozeß ankommen lassen wird. Was glaubst Du?" Liebste Daisy. da ist schwer Antwort geben. Onkel Fritz wird außer sich sein das steht fest. Er hat noch immer gehofft " Ich weiß, was er hofft. Aber, mein Gott, bin ich denn nicht auch eine Lebn?" Sie war aufgesprungen. Als ich hierher kam, war mir Hohenwarte aleicbailtia. Was aalt mir di,icr tficcl Erde Nichts oder wemg. Jcy yätte auch bei der Sitzung im Rautenkränz nicht opponirt. wenn man mir verwandtschaftlich oder doch wenigstens mit einer gewissen Höflichkeit entgegenzekommen wäre. Inzwischen aber ja, inzwischen habe ich Hohenwarte lieben gelernt. Es hat tausend Reize für mich. Wenn ich in diesem Erkerchen aus dem Platze der Großmutter sitze, ist Ml's, als gehörte ich .hierker als

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? U (sine fröhliche Sommergcfchichte V5U tt V Fedor von Zobcltitz N fi 88 ft 8 0 ß koare tf immer in Hoyenwane gewefen, und der Gedanke schmerzt mich, es , :inma! wieder verlassen zu müssen. Ich kann hier stundenlang träumen. Da wird cs lebendig um mich. Die alten Mauern beginnen zu erzählen icrnqe Geschichten von von Sie stutzte plötzlich. Sie hatte, waycend sie sprach, mit beiden Fäusten gegen die Erkerwand dem Schreibtisch gegenüber gehämmert. Nun ließ sie die Hände sinken und schaute Erich frajjcnb an. Hörst Tu nichts, Erich?" Was soll ich hören?" Sie hämmerte von Neuem gegen die Wand. ..Klingt das nicht hohl?" Neugierig erhob sich Erich. I das wäre! Hohl aber ich bitte Dich" Und auch er klopfte, vorsichtig und lauschend. Jffirf& Gott. Du hast recht." sagte er und laz,tz. ..Ein Schloßgeheimniß, Daisy" Ein eingemauertes Skelett " Vrrrr vielleicht ein Schatz hunderttausend Friedrichsdors. die man im Siebenjährigen Kriege versteckt hat" Und drei silberne Löffel" Scherz a part, wir wollen Da geht Hasenpfeffer vorüber der weiß hier ani besten Bescheid" Er öffnete das Fenster und rief hinaus: HasenPfeffer, Alterchen komm doch einmal ins fünf Minuten zu unö!" 'feblen. Herr Rcchtsanwalt," rief Hasenpfeffer zurück. Er trat in das Zimmer. Hasenpfeffer." begann Erich, wi'c sind einem Räthsel auf der Spur. Unheimliches steht in Aussicht. Was Du auch sehen wirst erschrick nicht und schlottere nicht mit den Beinen. Diese Stelle an der Wand klingt hohl. Also entweder ist etwas dahinter oder nichts. Es kann nämlich auch ein Vakuum sein, ein leerer Raum. Aber die Tradiiion würde dagegen sprechen. Wir vermuthen ein Gerippe oder ungeheure Schätze. Letzteres wär' uns am liebsten. Tritt näher und klopfe selber, Hasenpfeffer." 2cz) Hasenpfeffer lächelte nur. Da brauch' ich schon nicht erst zu klopfen, Herr Rechtsanwalt," erwiderte er. Das ist ein Wandschrank, nichts weiter, weder Gerippe noch Schatz ein gewöhnlicher Wandschrank, in dem, irre ich nicht, die gnädige Excellenz selig ihre Briefschaften aufzubewahren pflegte" Das war eine große Enttäuschung. Daisy verzcg die Mundwinkel. Wie prosaisch." fc-gie sie. Ich wollte, wir hätten Hasenpfeffer gar nicht erst gefragt und die Entdeckung noch hinausgeschoben. Dann würde ich mich immer mit heimlichem Schauern auf diesen Platz gesetzt haben, in dem Gefühle, etwas unerhört Gräßliches hinter dem Rücken zu haben. Im Ungewiss en und Unsichtbaren liegt der Reiz deö Gruselns " Erich hatte den angeblichen Wandschrank inzwischen näher untersucht. Man sieht nichts," meinte er; er ist famos gearbeitet. Doch hier eine feine Linie hier grenzt er sich ab. Weißt Tu, wie man ihn öffnet. HasenPfeffer?" Herr Rechtsanwalt, ich entsinne mich vielleicht ein Jahr vor dem Tode der gnädigen Excellenz selig, da war ich einmal dabei, wie die Excellenz selig ihn öffnete. Sie drückte dabei auf eine kleine Nabe an der Tapete " Hasenpfeffer suchte und fühlte zugleich mit den Fingern nach der Stelle auf den alten Goldbrokattapeten, wo sich die Feder des Schranks befinden sollte. Aha," sagte er, hier muß es sein-" Und plötzlich sprang die geheime Thür auf und gab einen vielleicht meterhohen, etwas weniger breiten und tiefen Raum in der Wand frei, der mit Eisenplatten ausgefüttert war. Da habm wir's" und' Hasenpfeffer machte ein befriedigtes Gesicht; sehen der Herr Rechtsanwalt: da steht auch noch die Briefkassette der seligen Frau Großmutter Excellenz " Erich nickte. Ich sehe, Hasenpfeffer. und danke Dir. Du kannst gehen wir brauchen Dich nicht mehr." Der Alte ging. Was nun. Jurist?" fragte Daisy. Das Geheimniß ist enthüllt" Erst halb. Wir müssen noch die Kassette untersuchen " Wär' es nicht besser, sie Onkel Fritz zu übergeben?" Wenn sie verschlossen sein sollte aber ich sehe, der Schlüssel steckt" Er nahm die Kassette und stellte sie auf den Tiscb. Sie war aus Stahl gefertigt und der Deckel mit Bronzearabesken belegt. Erich schlug diesen Deckel zurück. Briefschaften!" rief Daisy, abermals enttäuscht. Aber Erich war ernster geworden. Er wies auf das große Kouvert, das oben auf den übrigen Papieren lag, die die Kassette füllten.

Lies die Aufschrift, Daisy," sagte er. Und Daisy las: Kodizill zu meinem Testamente vom 20. August 1885, niedergeschrieben am 7. September desselben Jahres von der Hand der Unterzeichneten. Leonie Freifrau von Lehn, geborene Freiin von GrcPthusen " Daisy machte große Augen. Ein Kodizill" Ein veritables Kodizill, Kousine. Und das Kouvert ist offen. Ich bin der Rechtsbeistand der Familie, darf mir daher wohl schon erlauben, den Inhalt zu prüfen." Ohne Zeugen, Erich?" Bist Du nicht 3euam?"

Daisy setzte sich an den Tisch. Sie fieberte förmlich vor Reugier. Also los. Ich bibbere. Siehst Du, wie ich bibbere? Was wird kommen?" Erich lachte. Wahrscheinlich etwas herzlich Gleichgiltigcs Eine Stiftung oder ein Legat sür irgend eine arme Bauernfrau. Wir wollen sehen. Bleib, bitte, sitzen. Die Sache muß einen feierlichen Anstrich bekommen " Tann steh ich lieber auf. Das c:höht die Weihe deö Moments." Soll mir auch recht sein " Er zog einen zwiefach gebrochenen Bogen aus dem Kouvert unö entfaltete ihn. Dann las er vor: Hohenwarte. den 7. (Btp tember 1885. In Abänderung und theilweiser Ergänzung meines Testaments vom 20. August dieses Jahres verfüge ich durch dieses wie folgt: daß Hohenwarte derjenigen meiner Enkelinnen als Vollbesitz zufallen soll, c:r zuerst aus ihrer Ehe " Erich pausirte. Ein unbeschreiblich ironisch-lusiiger Zug trat auf sein Gesicht.' Daisy." sagte er. halt Dich mit beiden Händen an der Stuhllehne fest. Es kommt eine Ueberraschung. Tante Leonie liebte so etwas. Paß auf! " Und er las weiter: der zuerst aus ihrer Ehe mit einem des Namens Lehn ein Junge geboren wird" Donnerwetter!" schrie Daisy. Sie biß sich auf die Lippen. Es huschte roth über ihr Gesicht. Dann wallte das Blut zurück und sie wurde blaß. Hör zu Ende, Daisy. ,Und zwar soll Hohenwarte nur in männlicher Deszendenz vererbt werden. Sollte keine meiner Enkelinnen bis zu ihrem vollendeten fünfundzwanzigsten Lebensjahre dieser Bestimmung genügt haben, so fällt Hohenwarte dem zur Zeit ältesten verheiratheten und bereits mit einem Knaben gesegneten männ lichcn Träger des Namens Lehn zu' Unterschrieben, gesiegelt, gestempelt unanfechtbar Na, Daisychen, was sagst Du dazu?" Sie hatte den Kopf gesenkt. Sie wußte nicht recht, wie sie sich verhalten sollte. Sie war auch noch allzu sehr verblüfft. Dann aber reifte sie der Humor der Sache. Sie lächelte, begann zu kichern und schließlich fröhlich zu lachen. O Großmutter Großmutter!" rief sie, daß Du auf Hohenwarte sterben mußtest! Sonst hört man nur in Amerika von so total verrückten Testamenten " Entschuldige, Daisy ich finde, dies Kodizill ist ein außerordentlich vernünftiges Schriftstück." Daisy warf den Kopf zurück. Na, nimm mir's nicht übel das das mit dem Jungen ist doch in hohem Grade eine Beschränkung der persönlichen Freiheit" Höchstens eine Beschränkung der Rechte des Klapperstorchs." Daisy konnte einen guten Witz vertragen, auch wenn er einmal etwas derber ausfiel. In Rechtssachen mußt Du freilich besser Bescheid wissen als ich. Doch im Ernste, Erich: hat das Kodizill Giltigkeit?" Aber natür'ich. Es müßte denn seine Echtheit angefochten werden. Und das wird Niemand thun; denn die Handschrift ist zweifellos die der Tante Leonie." ..Und die Zurechnungsfähigkeit der Verewigten? Glaubst Du denn nicht" Daisy, verzeih, wenn ich Dich unErbreche. Die alte Excellenz war in hohem Maße exzentrisch, aber dabei scharf und klug von Verstand, bis in ihr hohes Alter hinein. Sie war in gewisser Weise eine Menschenfeindin; ihr Papagei und die Katze Minatka standen ihr am nächsten. Allenfalls hatte sie noch Interesse für den verstorbenen Qnkel Gerhard. Ich glaube, im Grunde genommen ist ihr der Gedanke ganz gleichgiltig gewesen, was nach ihrem Tode aus Hohenwarte werden würde. Sie hat das erste Testament entnorfen, um überhaupt irgend eine Best mmung zu treffen. Da sie die Märner verachtete ihren eigenen Seligen, tarne ich, eingeschlossen so schenkte sie Hohenwarte den Enkelinnen. Später mag ihr Onkel Gerhard zu einer Umgestaltung des Testaments zugeredet haben, um Hohenwarte den Lehns zu erhalten und da ist denn dieses Kodizill herausgekommen. Es ändert allerdings die Sachlage gewal-tig-" Daisy nagte an der Unterlippe. Sie fing allmälig an, ärgerlich zu werden. Und plötzlich stampfte sie mit dem Fuße auf wie ein ungezogenes Kind. Ich lass' mir das nicht gefallen. Erich!" rief sie. Recht fo. Schimpfe Dich aus." Es ist eine Gemeinheit!" Ach nein. Es ist nur eine Mllensäußerung." Daisys Augen flammten auf. .Erich. Du mokirst Dick über mick!

Reize mich nicht. Ich kann höllisch fuchtig werden." Das schadet nichts. Temperamenivolle Leute werden leicht einmal wild." ..Erich, ärgere mich nicht." Aber ich denke ja gar nicht daran. Ich möchte Dich viel lieber besänftigen. Soll ich Dir ein Glas Zuckerwasser holen?" Zum zweiten Male stampfte Daisy mit dem Fuße auf. Es ist schauderhaft!" rief sie. Was nützen mir nun die Protokolle aus New York?" Gar nichts, Kousine." Wir wollen's abwarten. Ich fechte das Kodizill an!" Es wird Dir nichts nützen." Werden schon sehen, wer zuletzt lackt!" Du kannst höchstens sagen: wer den ersten Jun " Erich, ich bitte Dich, schweig! Ich kenne die Bestimmung. Sie ist heimtückisch und unmoralisch " Na. hör 'mal. Daisy " Jawohl. Und im Uebrigen haha ich werde ganz einfach den Otto heirathen!" Der Rechtsanwalt zog sein Cigarrettenetui hervor. Darf man hier rauchen? Also ganz einfach den Otto? Soll ich ihm rufen? Tu, Daisy ich würde vorsichtig sein. Eine Ehe mit Dir ist sicher das Paradies aus Erden. Trotzdem: es erscheint mir sehr fraglich, ob Otto sich heirathen l ä ß t " Der ironisch überlegene Ton Erichs reizte Daisy noch mehr. Mit blitzenden Augen stellte sie stch vor ihn hin. Nun und D u. Vetter?" fragte sie und wiegte sich hin und her. Bin ich D i x nichts?" Sie knirschte mit den Zähnen. Hab ich nichts, was Dich locken könnte? Bin ich gar so häßlich und sind die Millionen Vaters keinen Pfifferling werth?" Da erhob er sich, blies glcichmüthig den Rauch seiner Cigarrette in die Luft und entgegnete: Sonst bist Du ein ganz hübsches Mädelchen. Daisy. Aber in diesem Augenblick bist Du häßlich. Der Aergcr entstellt Dich. Du darfst Dich nicht ärgern. Doch das wird vorübergehen. Wenn der Aerger verraucht ist und Tu wieder so niedlich aussiehst wie gewöhnlich, dann kannst Du ja noch einmal um mich anhalten" Daisy wurde todtenbleich. Herrgott, saß der Hieb! Es ging ein . Zittern durch ihre schlanke Gestalt. Ich danke Dir," rief sie; ihre Stimme klang rauh. ,.Du hast mir's gut gegeben und es geschah mir recht. Eh' ich D i ch nehmen würde, mein Li:ber eher eher Noch einmal sag' ich Dir: wart ab! Es sind noch zwei Andere da und ich nehme keine Rücksichten mehr, keine! Ich kämpfe mit allen Mitteln, auch mit denen meines Geldes. Hohenwarte soll mein sein hier will ich bleiben! Und siege ich ah meine Buben sollen anders erzogen werden als Ihr sollen trotzig heranwachsen, in unbeengter Freiheit, und mit breiten Schultern die Mauern der Vorurtheile zerstoßen Wallbrecher und Sturmböcke eines neuen Geschlechts " Sie brach plötzlich ab. Und das war

gut. Sie erschrak vor sich selbst, vo dem trotzigen Elfer, in den sie sich hmeingeredet hatte. Egon und Anna stürmten in den Salon. Um die Allmacht," rief Anna, was schreit Ihr denn so?" Ja. Herrschaften," fügte Egon hinzu, Ihr macht einen Spektakel, daß man es unter den Linden hört." Erich warf lachend seine Cigarrette durch das offen gebliebene Fenster. Nichts von Bedeutung," sagte er. Daisy setzte mir nur etwas lebhaft auseinander, wie sie ihre künftigen Kinder erziehen will " Egon und Anna machten verwunderte Gesichter. Nehmt mir's übel das ist eine närrische Idee. Also Zukunftspädagogik. Und dazu schreit Daisy so UNpädagogisch laut?" Erich deutete auf das Kodizill. Kuckt Euch das einmal an. Es wird Euch Spaß machend Eine neu aufgefundene Testamentsbestimmung der Tante Leonie. Der erste Urenkel kriegt Hohenwarte aber ein Junge muß es sein! " Egon hatte das Papier genommen, während Anna ihm über die Schulter schaute; doch er schien nicht recht klug aus dem Inhalt des Kodizills zu werden. Gestatte 'mal. Erich." sagte er. also der erste " Der erste," wiederholte Anna dümmlich, was denn? der erste " Daisy schlug in die Hände.' Mein Gott, Anna, kapirst Du das denn immer noch nicht? Der erste Bube kriegt Hohenwarte der erste Bube von Dir oder mir!" Da ging Anna ein Licht auf. Aaah!" machte sie; herrje ist das aber eine schämrige Geschichte!" Inzwischen hatte sich auch Egon orientirt, warf das Kodizill auf den Tisch zurück und schlug mit der Hand darauf. Ausgezeichnete Idee!" rief er. Geradezu glorios! Ich weiß gar nicht, was Du willst. Annchen. ' Was machst Du denn für ein Gesicht? Komm 'mal her. Mauferle " Er umschlang Anna und legte ihren Kopf an feine Brust. Ich finde an dieser Testamentsbestimmung absolut nichts Schämriges. Wr sind a doch nicht von der Heilsarmee und keine Puritaner. Annchen, ich glaube gar. das sind Thränen. Was

Werde gesund und bleibe gesund indem du

Leberkrankheite, Billiöfitit, Unreines Blut, durch die Anwendung von Dr. Auguft König's

Kamburger

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loS wirst, sie reguliren und reinigen. Verrauche St. JakobS Ocl gegen , m-

weinst Tu denn. Annchen? Sage mir's. warum weinst Du schon wieder? Mein sües, kleines Annchen warum weinst Du ?" ..?I(f). Eaon." iammcrte Anna in seliger Vergessenheit der beiden Zuschauer weil weil ich Dich so schrecklich lieb habe " Nun regnete es Küsse: ein Frühlingsregen der Liebe. Lieb habe," rief Egon. ..und ich Dich gar nicht gar nicht gar nicht! Ich hasse Dich gib Acht, wie ich Dich hasse!" Und wieder küßte er sie, und sie hing in seinen Armen und jubelte ganz leise, und es lag Maienschein auf ihrem Gesichtchen Daisy sah noch am Tische und schaute mit steinernem Antlitz zu den sich selig Schnäbelnden hinüber. Die Hand Erichs berührte ihre Schulter. Er stand läcbelnd hinter ihr. Du Daisychen," sagte er, nun sieh aber zu. dab Du siegst! " (Fortsetzung folgt.) der elektrischen Ind u st r i e der ganzen Erde ist gegenwärtig ein Kapital von $1,500,000, 000 angelegt. Der Strauß lebt etwa 80 Jahre und liefert in der Gefangenschaft jährlich zwei bis vier Pfund brauchbare Federn. Die Zahl d e r ,S e m i n o l t Indianer belauft sich nach einem kürzlichen Census auf 339; sie wohnen fast alle in den Florida-Everglades. Die größte Schnlligk e i t des Schwalbenflugs. die bisher beobachtet worden ist, soll etwa 127 Meilen in der Stunde betragen. Die erste italienische Handelshochschule, eine Stiftung des Großkaufmanns Bocconi, wurde kürzlich in Mailand eröffnet. Der Gesammtertrag der Robbenjagd in diesem Jahre wird sich auf kaum 20,000 Pelze beziffern, die niedrigste Ausbeute, die seit Jahren erzielt wlrde. Der Elephant besitzt zusammen nur, acht Zahne. Im Alter von 14 Jahren verliert er das erste Gebiß (die Milchzähne), das sehr bald durch einen neuen Satz Zähne ersetzt wird. Die größte Meerestiefe beträgt nach den Ergebnissen der neuesten Sondirungen 43,800 Fuß, das ist noch um die Hälfte mehr als die Höhe des höchsten Berges (des MountEverest im Himalaja). Bayerischer Durst. Der Taglöhner Joh. Resck von Krövlitz. Obcrbayern, brachte jüngst unaufgefordert einem Kameraden, der seine Hochzeit feierte, ein Fäßchen Bier, das er im Graßifinger Moos auf dessen Namen entnommen" hatte. Als der Bedachte den Ehrentrunk dankend abgelehnt hatte, weil die Hochzeitsgesellschaft schon ausreichend mit Bier versehen war, lud Resch das 31 Quarts haltende Fäßchen wieder auf seinen Schiebkarren, fuhr es in die benachbarte Waldung und trank das ganze Fäßlein in Gottes freier Natur allein aus. Er wurde wegen dieser Liebhaberei an fremdem" Bier zu einer Gefängnißstrafe von drei Monaten verurtheilt. Ein liebenswürdiger Schwiegersohn. Das Münchener Schöffengericht verurtheilte kürzlich einen Kaufmann, der mit seinem begüterten Schwiegervater seit Langem in Zwietracht lebt und diesem einen in ein Kistchen verpackten kachirten Todtentopf schickte, um ihn zu erschrecken, wegen Körperverletzung zu 14 Tagen Gefängniß. Der Schwiegervater behauptete, noch immer an den Folgen des Schreckens m leiden. lüdtlidic ImprcVi sarisn. Bei einem über die Bretter des Hinterdumsbacher Theaters gehenden Räubcrstück hat der Räuberhauptmann mit der Pistole einen Reisenden niederzuschießen. Da jedoch die Pistole die einzige, welche in der Requisitenkammer vorhanden ist nicht funktionirt, hat der Regisseur die Aufgabe, im gecigneten Moment hinter den Koulissen aus einem alten Schlüssel einen Schuß abzugeben. Die Szene kommt. Aber bevor noch der Räuber die Pistole aus dem Gürtel zog, krachte schon der verabredete Schuß. Peinliche Stille! Da schreit der Räuberhauptmann: Ha! ein Vorschuß! Den kann unsereins immer brauchen!" Die Situation war gerettet.

Feuer Signale. 4 Pennsylv und Startet 5 English's Opern. Haus 6 East und New Dort 7 Noble und Michigan 8 91. Jersey u. Mass Ave S Pink und Nvrth I Märtet und Pine 11 Vermont nahe East 12 N. S Spritzenhaus Maq. v nahe Noble 13 Ta iwan und Walnut 14 R. Jersey Zentral A. 15 Mass. und Eornell Ave '.e Ash und II. Straße .7 Part Ave und 12 Etr .6 Eolumbia unkHiUflde 19 Highland Ave u.Pratt tl Illinois und t..Joe 23 Pennsylv. und Pratt 24 Rendia't und 11. Ctr 25 No. 6 Spritzenhaus 15. nahe Jllino 2 Senate Ave u. StLIai? 2? Illinois und Michigan 2? Pesylvania und 14. 9 Senat? Ave. und 13. 31 No. 1 Spritzenhaus Jnd Ave naheRichigan 32 Meridian und Walnut 34 California u SVvnwU 35 Blake mrv New Dort 36 Jnd. Av. . St, 6lair 37 Sity Hospital 38 Blake und Norty 39 Michigan und Agnes 41 !o. 6 Spritzenhaus Washington nahe West 42 Gsendorf u Wash. 43 Missouri u New Kort 45 Mtt-idian u Wash 46 JUmois und Ohio 47 Capitol Av. u Wash 4d mgan'v Porkhaus 49 Straßenbahn CUtlle W. Washington St? 51 31. 10 Spritzenhaus Illinois u Merrill 52 Illinois u Louifiana 53 Wcü und South 54 West und McCarty 56 Senate Ave. u Henry 57 Meridian und Rav 58 No. 4 Spritzenhaus Nadison Av.uMor.-i 5 Madison Slv.uTunlop S1 No 2 Haken Leiterhaus South nahe Delawar 2 Penn, u Merrill 63 Delaware u. McCarty 4 Last und McEartY 5 New Jersey u. Merrill 67 Birg. Av. u Bradfha 68 Cast und Prospekt 69 Bicking und High 71 No. 11 Spritzenhaus ir Ave. nahe Huron 72 East und Georgia 73 edar und Elm 74 Davidson u Georgia 75 bnglish Av. u Pine 76 Chelöy und BateS 7? No. 3 Spritzenhaus Prospect nahe Shelby T) Kletcher Av. u Sbelby 81 Market u. Ne Jersey 2 Delaware und Wash. 83 Saft u Washington ?4 Reiv York u. Davids 85 Taubswnimen Anstalt 86 58. Staaten Arsenal 87 Orient! und Wash. 89 Frauen-Reformat. 91 No. 13 Spritzenhaus Marvland nah Mer. 9? Meridian u. Scrgia. 93 Meridian und South 4 Pennsylv u. Lonifiana Äiraini? Ave u. Alab. 96 Hauptquartier. 97 Grand Hotel. 03 Capital Ave und Ohis ,23 Ro. 1 Spriyenhau 16. und Ash. 124 Alabama und 16. ,25 Central 8toe und 15. 126 JandeS und 15. 127 Brookfide und Jupiter 128 Central Ave und 1?. 129. Delaware und 19. 131 Alabama und II. 132 Bellefontaine und V. 134 College Ave und 2. 136 Delaware und 13. 136 Alabama und North 137 Newmann und 19. 128 College Ave und 14. 139 Cornell Ave und 13. 141 YandeS und IS. 142 Highland Ave und 10. 143 Tecumseh und 10. 145 Nc Jersey nd 22. 146 Alvord und 17. 147 No. S Spritzenhaus Hiltside Ave und 16. 148 College Ave und 22. 169 Part Ave und 10. 212 Capital Ave und 17. 213 Pennsylv. u. Michigan 214 Jllinms und 2. 215 Senate Ave und 21. 16 Pennsvlvania und 22. 217 Meridian und 16. 218 Capital Ave und 26. 219 Broadway und 10. 231 Jttino. und VtcLean 234 Ro. 14 Spritzenhaus Aenwosd und 30. 235 Illinois und 30. 236 Annetta und 30. 237 No. 9. EpriyenhuuS Udell und Rav 238 Udell öadder Worts 239 Nabel und 7. 241 Meridian und 24. UZ Illinois u Et. Cla 243 Cldridge und 23. SIS West uud Walnut 313 Wch und 12. 514 Howard und 16. 515 Torbet und Paca 316 Capital Ave und 1V. 317 Northwestern Ave ul 318 Gent und 18. 31 Canal und 10. 324 Ccrealine WcrtS 324 Vermont und ttmn 325 Bismarck u randvietr 326 No. 2? Spritzenhaus Haughvllle. 327 Michigan u. Holmes, 328 Michigan u. Concord ?41 est und McJntyr 412 Mifsoun u. Marvlant 413 Missouri und Ohio 415 Capital Ave u Georgio 416 Misizun u Scntucky? 417 Senate Av u. Safy' 421 und G RuNd'us W. Washington. 42 Jrrm-Hospital. 424 W'.eyAve u. g Du 5? 425 Wash. und Harrr 426 Ro. 18 SpritzentM fi. Washington 427 Oliver und Birch 42 Oliver und Osgood 429 Nordvkc und Bort 431 Hadley Ave u. orr 432 Ner Ave u. srri: 4 ji Rwcr Ave und K.y 435 Harding u. Big 4 R Si 436 Harding und Olrva 437 No. 19 Spritzcnha J Morris und Hardtng, 488 Howard und WUlia 439 tkvrds 451 ReiSner und Miller 452 Howard und Lee 453 MornS und Rat,K 456 Lambat und Belnl 457 Nordyk Ave u. 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Schläge, Wasserdruck ab. 12 Schläge, 1 Uhr Mittag, Die V bezeichnete Signale werden nur vom Thun Wachter angegeben da an den betreffen Stratzes keußunge ne larmkästcn angebracht find.