Indiana Tribüne, Volume 26, Number 117, Indianapolis, Marion County, 8 January 1903 — Page 6

I

5 Znviana Tribüne, 8. Januar 1903

Wenn Sie den besten

Base Vurner, Hot Vlaft oder Koch-Ofen in der Welt wünschen, so'gehen Sie z Wi löbel Ladt 141 Weft Washington r Baar oder Credit. lEO.pi --t K & 142 Not Pennsylvania Stratze, Hauptquartier für Brillen und Operngläser. & ipowshmkv vsty Mf Ä jm 1.. Brillen werden nach den besten Methoden den Bugen gepaßt Kunftlicke Augen werden schmerzlos eingesetzt. . Louis Yollrath's Z Grocery und Fleisch-Markt, 125 Weft Morris Sttaße. Ecke Eapitoi Avenue und Morris Straße. Staple undFancy Groceries, Frisches, gesalzenes und geräuchertes Fleisch, Wurft, reines Schmalz usw. Deutsche Buchhandlung arl Vtnavank. Z4 trgivia Ave.. 34. (Pembroke rcade.Z ...Cut Prices. Droguen und Patent Medizinen runa. ...... 60 . S 7 Pmkham' Eomvound tte ilmer Swamp Root 88c uo 67c kSme of ardui 67c Dr. PierceS avortte PrescripNon 67c Gcott' Emulsion Je und 7c yrup os fiiqi, 50c (Bröfee 3&C Qftona........ ?c Lazattve romc Ouinine ISc, 2 für 25c Stuckmeyer's Apotkeken, Ecke Madison Ave. und Dunlap Str. und. ... . Ecke Prospect und Laurel Straße. mmi union SURETY CO. von Indianapolis. Liefert Bürgschaften irgend welcher Art. Dcrttz. Präsident. SudorA . Zohson, Sektr. 301303 Law Building. PhoneS -Main 010 . Reu 3134. Chicago und der große Nordweften J via VkjMUUKMll stMZ V ! Alaska -Hawai, P dilivvi n c Inseln. Bier tägliche Schnellzüge nach Chicago. mm nn hrr Monon 47. tr. Station tSMrnnn l'inrS Minuten mittelst elektrischer Ear nach t ni.LLH I Union Freneb Lick Springs, tnde Orange Czunty Hochland. Familien-Hotel unter neuer SeschäftSleitiing. Pluto. Proserpine tuM Vowle Quellen. Bestes Mineralwasser der Seit. Zwei Züge täglich via Gree.icastle. Ticke t-skicen : Un'on Station, Massachusetts 7lve. 25 Best Washington Strafte. R.P.Aigeo. Diftnrt Vss. Agent, Jndianapoli. ftnb. rt VicXoM, p a ro e 1 1, il. und en. ingr. etriedSIlter zranr tf. eeo, Gen. Vafl. Agent. Sdiczgo. III.

Europäische Nachrichten ÄSavern. München. In dem Bilderladen des Hauses am Rindermarkt No. 9 richtete eine Gasexplosion großen Schaden an. Den Verdienstorden vom heiligen Michael dritter Klasse hielt der Uniocrsitätsprofessor Dr. Carl Göbel hiersellbst. Wegen Vergehens der Entführung wurde hier der oerheirathete. 32jährige VersicherungsOberinspektor Otto Sachse aus Gera zu einer Gefängnihstrafe von 4 Iahren 6 Monaten verurtheilt. A p f e l t r a n k. Feuer zerstörte das Anwesen des Peter Haug. Augsburg. Eine goldene Medaille wird von den städtischen Kollegien dem Oberarzt Dr. Müller überreicht werden, der nach 47jährige? Leitung des städtischen Krankenhauses wegen Gesundheitsrücksichten seine Entlassung erbat. B a y r e u t h. Dem städtischen Baurath Schlee, der seit 25 Jahren im Dienste der Stadt steht, wurde in Gegenwart der städtischen Behörden von Bürgermeister Dr. Casselmann ein Ehrengeschenk überreicht. D o r f e n. In dem Baibl'schen AnWesen in Hienraching entstand während des Dampsdreschens Feuer, das fünf Anwesen nebst Nebengebäuden einäscherte. Erlangen. Kürzlich waren es 25 Jahre, daß Rektor Pumplün das Rektorat der hiesigen Realschule übernommen hat. Freinhausen. Die Leiche des Gütlers Johann Seigners von hier wurde in der Paar bei starkertshofen aufgefunden. Es dürfte Zweifellos sein, daß oeianer nicht infolge eines Verbrechens, sondern durch einen Unglücksfall den Tod in der Paar fand. Jsarhofen. Gütlerssohn Josef Leibrecht, 21 Jahr alt, gerieth nächst der Blindmühle in den tiefen Mühlbach und ertrank. Der Verunglückte litt an Epilepsie. Königshöfen. Bezirksarzt ?rster Klasse' Dr.' Engelbert Hohn trat in den Ruhestand. Landshut. Aus Anlaß des 50jährigen Bestehens des Landrathes und zu Ehren der Landrathsmitglieder fand hier beim Regierungspräsidenten Freiherrn von Andrian- Werbürg ein Festsokper statt. Milbertshofen. Bei dtt Bürgermeisterwahl siegte der ehemalige Metzgermeister Privatier Schmidthuber. Mündling. Geistlicher Ra'h Dekan Josef Hager, der langjährige Seelsorger der Gemeinden Mündling und Gunzenheim, Ehrenbürger dieser Gemeinden und langjähriger Schriftführer des schwäbischen Landrathes, ist nach längerem schweren Leiden hier gestorben. P a s s a u. Bei Kronberg erschoß sich in einem Walde der 48 Jahre ci-te verheiratete frühere Inspektor der Süddeutschen Donau - Dampfschifffahrt. Friedrich Wiesner von hier. R a t i s z e l l. Bei einer in der hiesigen Umgebung abgehaltenen Treibjagd wurde der Lehrer Karl Aigner von hier von einem Gastwirth so an geschossen, daß er seinen Verletzungen erlegen ist. R o s e n h e i m. Nach langer Krankheit verstarb im 74. Lebensjahre Magistratsrath Joh. Finsterwalder, welcher 40 Jahre in den städtischen Collegien thätig war. T a i d i n g. Austragsbauer Mathias Tischler erlitt in seiner Wohnung derartige Brandwunden, daß er denselben erlegen ist. Vohenstrauß. Unser langjälrigerBürgermeister, nunmehriger privater JM. Rebel, feierte seinen 30. Geburtstag. Wassertrüdingen. Ueberfahren und getöotet wurde auf der hiesigen Station der Bohnhofsdicner Ebermann. 23virtton0(?rtt. Stuttgart. Den Bahnwärtern Mack und Kimmerer wurde anläßlich ihres Ausscheidens aus dem Dienst die silberne Verdienstmedaille verlieen. Dem Oberarzt im GrenadierRegiment Königin Olga No. 119, Dr. Zumsteeg. bisher Assistenzarzt im 3. ostasiatischen Infanterie - Regiment, ist das Ritterkreuz 2. Klasse des Friedrichsordens verliehen worden. Agent Wilhelm Fink stellte seine Zahlunqen ein. Ä i x h e i m. Feuer zerstörte das dem Schuhmacher M. Hohner gehörende Doppelhaus. Buchenbach. Schullehrer Jäger, der über 31 Jahre in unserer Gemeinde thätig war, verschied im 69. Lebensjahre. Dunningen. Einem Brande fiel das Gasthaus zum Hirsch" von Franz Steinwandel zum Opfer. E ß l i n g e n. Unter zahlreicher Begleitung wurde Bnnrath Theurer. Direktor der hiesigen Maschinenfabrik, zur letzten Ruhe bestattet. Er erreichte ein Alter von 70 Jahren. Garrweiler. Beim Aufladen von Langholz ist der 25 Jahre alte Sohn des Oekonomen Schlech durch übereinanderrollende Stämme erdrückt worden. Guglingen. Stadtschultheiß Schneider hier ist gestorben. Derselbe hat sich in seiner 38jährigen Wirksamkeit als Stadtvorstand große VerDienste um die hiesige Gemeinde ti worben. H e i d e n h e i m. Stadtschultheiß

SSlagcntwcith legte infolge andauernder Krankheit sein Amt nieder. Jm nächsten Jahre hätte SchlageNtwcith sein 25jähriges Jubiläum als hiesir Stadtvortand feiern können. g t x h t x t x n g t n. Auf der hiesigen Station wurde der 55 Jahre alte oerheirathete Küfer Bergmann aus Großtissen vom Zuge überfahren und getödtet. Möckenmühl. Stadtpfleger Frey, der seit 27 Jahren im Dienste der hiesigen Stadt steht, beging seinen 70. Geburtstag. N e i d e n f e l s. Die hiesige Mühle brannte vollständig nieder. Oberroth. In dem der Spitalverwaltung Hall gehörigen FischWeiher bei Sittenhardt ertrank der hier ansässige 62 Jahre alte, verheirathete Mühlarzt Frank. P f a l z g r a f e n w e i l e r. Auf ein 25jähriges Bestehen blickte der hiesige Liederkranz zurück. ' R i e d b a ch. Schultheiß Ulm feierte sein 25jähriges Berufsjubiläum. Schramberg. Der 19jährize Uhrmacher Seeburger aus Altoberndorf wurde nahe der Junghans'schen Fabrik Hierselbst an einem Abhang beim Lauterbachfall todt aufgefunden. Die Fabrikarbeiterin Reichstadt aus Lauterbach, die am Abend vorher noch mit Seeburger gesehen worden ist. wurde verhaftet. Diese giebt an, sie habe in der Nothwehr Seeburger den Abhang hinabgestoßen. Vaden. Karlsruhe. Dem Archivrath beim General - Landesarchiv Dr. Karl Obser hier wurde die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm vom Kaiser verliehenen Rothen Adler - Orden 4. Klasse verliehen. Hier fand die diesjährige BezirisVersammlung des Landwirthschaftlichen Bezirksvereins Villingen statt. Oberamtmann Dr. Cron wurde zum Vorsitzenden des Vorstandes gewählt an Stelle des seitherigen ersten Vorsitzenden, Oberamtmann Bitzel in Tauberbischofsheim. Zweiter Vorsitzender des Vorstandes ist Landwirthschaftsinspektor Hagmann datier. A u g g e n. Zum Mitgliede des Gemeinderaths wählte man Hans Krafft. B ö h r i n g e n. Feuer zerstörte das Anwesen des Landwirths Paul Graf, sowie die Nachbargebäude von K. Hons, Ph. Keller und Wittwe Sproll. Breiten. Ihr 50jähriges Stiftungsfest beging die hiesige Gesellschaft Eintracht". Ebnet. Das Sägewerk von Andris und Hanry brannte nieder. E l l e n f u r t. Wohn- und Oekonomiegebäude des Schweinehändlers H. Moggert sind niedergebrannt. F o r st. In dem Anwesen desMaurers August Etzkorn brach Feiner aus. dem die Scheuer sowie Schöpf und Scheuer des Josef Anton Böser zum Opfer fielen. F r e i b i n g. Wegen Urkundenfälschung und Betrugs wurde der 39jährige Hotelbesitzer Joh. Wirthle von Thiengen zu 3 Jahren 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. Großsachsen. Durch Funken einer Lokomotive gerieth das BahnwärterHaus von Valentin Hack in Brand und brannte nieder. Heidelberg. Theaterinspizient Becker feierte sein 25jähriges Dienstjubiläum. Die hiesige Harmoniegesellschaft kaufte das vor ihrem Anwesen liegende Haus von C. Günther um 110,000 Mark. H i l s b a ch. Der 17jährige Franz Hauck war mit Reinigen seines Revolvers beschäftigt. Plötzlich entlud sich die Waffe; das Geschoß drang dem Burschen durch die Hand und durchschlug noch dem daneben stehenden fünfjährigen Kinde seiner Schwester die Schläfe, sodaß der Tod sofort eintrat. Mannheim. Commercienrath Reiß hier theilte einer Abordnung des Stadtrathes, welche ihm den Ehrenbürgerbrief überreichte, mit, daß er in seinem Testamente der Stadt eine Stiftung zur Errichtung eines Museums zugewandt habe. ' Oberlauchringen. Bei der Bürgermeisterwahl wurde Schreinermeister Albrecht Keller zum Bürgermeiste? gewählt. !ye,npfrz. E r p o l z h e i m. Hilfspostbote und Bader Heinrich Hubach dahier brachte sich in selbstmörderischer Absicht mittels eines Revolvers eine schwere Verwundung bei. Frankenthal. Wegen Verdacht eines an seinem eigenen Kinde begangenen Sittlichkeitsverbrechens wurde Schneidermeister Peter Spengler dahier festgenommen. H o ch st e i n. Der 17 Jahre alte Schreibgehilfe Peter Werner von Münchweiler, Huf dem hiesigen Gemeindebureau beschäftigt, stahl aus der Gemeindekasse zu Münchweiler den Betrag von 138 Mark. Werner wurde verhaftet. K i n d e n h e i m. Feuer zerstörte die Scheune der Wittwe Seyb. M a i k a m m e r. Erhängt aufgefunden wurde in dem Fabrikgekxiude von Ullrich der Fabrikarbeiter Daniel Müller, 46 Jahre alt, von hier. Mundenheim. In einem hiesigen Lokal geriethen die Tagner Michael Wenzel und Georg Müller mit dem Tagner Jakob Regler in Streit, wobei der Letztere von Müller iodtgestochen wurde. Der Thäter befindet sich in Haft.

In den Rttinen von Hara. Dr. Koldewey. der Leiter der Ausgrabungen in Babylonien, erzählt von seinen Erlebnissen bei den Ausgrabungen der uralten Todtenstadt Fara das fo'. 'ende Abenteuer: . 'lm Sonnabend, den 9. August, kai7. :in Araber zu uns in's Lager und stellte hier seine Stute ein. Der KomMandant unserer Saptiehbesatzung, Ackmed Oubaschi, fragte mich deswegen. ob das wohl erlaubt sei. Ich lohnte das ab mit dem Hinweis auf eine Verordnung, nach welcher fremde Pferde nicht in der Kala stehen sollen; nur bei den Besuchen des Schechs haben wir wohl hier und eine Ausnahme gemacht. Der Araber dcmonstrirte gegen diese. Maßnahme, und es entstand Lärm, auf den ich aus meiner Hütte heraustrat. Ich ging auf den Mann, der beim Ambar in der Nähe des Eingangs mit den Armen fuchtelnd saß, in, verwies ihn zur Ruhe und fragte ihn. wer er sei. Darauf wurde er grob und fragte seinerseits: ..Wer bist Du denn; ich kenne Dich nicht!" Jetzt nahm ich ihn beim Arm und schob ihn nach der Thür hin. Er zog seinen Handschar und griff mich damit an. EZ waren genug Leute dabei, um ihm sofort in den Arm zu fallen, aber es entstand doch eine Balgerei. Die Saptiehs wurden wüthend, luden ihre SnnderBüchsen und wünschten den Mann umzubringen Alles unter dem üblichen Geschrei Aller gegen Alle. Ich hatte etwas Mühe, dieGewehrläufe in die Höhe zu schlagen und die Patronen wieder 'raus zu ziehen; es hätte sonst leicht ein Malheur geben können. Die größte Angst hatten die arabischen Wächter, daß ihrem Stammesgenossen bei dieser Gelegenheit etwas Menschliches zustoßen könnte, wozu nach arabischem Brauch ziemlich viel Wahrscheinlichkeit vorhanden war. Er wurde aber glücklich hinausexpedirt, und ich nahm dort seine Personalien auf: Harbi, Onkel Avuds, des Schechs von Deke. Gefährlich war ja die Sache nicht gewesen, aber doch durfte ich den Vorfall nicht ungerochen hingehen lassen." Koldewey berichtet nun, wie er durch energische Bemühungen den Schech von Deke allmählich dazu bringt, seinen widerspenstigen Onkel Harbl zur Vestrasung in das Lager abzuliefern. Endlich ist der Schech zur Unterwerfung bereit. Koldewey erzählt: Am Freitag früh kam der Schech mit großem Gefolge, um sich zu unterwerfen". Ich ließ sagen, ich würde nicht eher herauskommen, als bis die Sache defintiv beigelegt sei. Darauf kam Abud, nackdem er um Erlaubniß hatte bitten lassen, zu mir in's Zim mer, blieb stehen, während ich saß, nahm, ehe noch ein Wort gesprochen war, seinen Agal, das ist das zweimal gewundene Tau. das die Araber zur Beschwerung ihres Kopftuches tragen, vom Haupte, wand ihn auseinander und hing ihn wie eine schlinge um seinen Hals. Dasselbe that sein Begkiter. Ich ließ ihn nun sich setzen und er fing an zu bitten, ich möchte ihn vor weiterem Unglück bewahren. Er hatte seine Frau, seine Mutter und seine Tante, die Frau Harbis. mitgebracht, die ebenfalls für ihn bitten sollten. Die waren in vollem Staat mit schönen braunen, roth verbrämten Mänteln. Ich ließ sie aer. indem ich dabei, wie das so schicklich ist, dieAugen niederschlug, gleich wieder abtreten, noch ehe sie zu Wort gekommen waren. Denn wenn eine Araberfrau erst einmal zu Wort gekommen ist, hört sie so bald nicht wieder auf und raisonnirt einen in Grund und Boden. Die Demüthigung, der sich Abud in dieser Form unterzogen hatte, war nach den Begriffen der Leute so groß, daß ich ihm jetzt seine Versprechungen wirklich glauben konnte. Er bat nur wieder, Harbi nicht in's Gefängniß zu schicken. Damit war die Angelegenheit entschieden. Am Sonnabend kam denn nun auch Abud mit vielen seiner Leute und brachte Harbi in sein Zimmer. Ich hielt diesem eine kleine Standrede, worin ich auf das Verwerfliche jenes Thuns hinwies, und er meinte auch: er wäre ein ganz schlechter Kerl und ein dummer Araber, der es eben nicht besser verstehe, darum möchte ich ihn entschuldigen. Jetzt forderte ich ihm seinen Handschar ab; er sagte, er hätte ihn leider nicht bei sich. Abud wollte mir dafür seinen eigenen geben, was ich aber ablehnte. Und dann hatte auf einmal Harbi den seiniqen doch bei sich, gab ihn mir, und ich legte ihn neben mich auf den Tisch. Nun rief ich Achmet Onbaschi und ließ Harbi in Gewahrsam bringen. Den Schech nahm ich bei der Hand und führte ihn in's Mudif, wo die versammelte Menge ehrfurchtsvoll aufstand. Das Salam aleikum" wird im Chor mit Aleikum salam" erwidert, man setzt sich, und ich begrüße jeden Einzelnen mit Sabachi. Allah bil'cher". was mit denselden Worten erwidert wird. Ich frage die Bevozugten nach ihrem Befinden, die Cigaretten gehen herum, und es beginnt eine freundliche Unterhaltung. Ein ehrwürdiger Seid, der neben mir sitzt, hält eine längere Rede: Die Leute liebten uns Alle sehr; sie wären aber etwas wtfd von Sitten, in der Wüste aufgewachsen, fern von den Centren der Kultur; sie wären viel ungebildete? als wir und wüßten schrecklich wenig; darum möchte ich ihnen das Vorgefallene nicht nachtragen" u. s. w. Hier und da murmelte einer aus der Versammlung dazwischen ein bestatt-

nendes ..sl. bei tönst!" Da wonn-l, i

im? vas lpracy auf acyen von augemeinem Interesse, und Abd-el-Kader Effendi erklärt Abud die Konstruktion der Dampfmaschine mit dem sinnigen Hinweis auf die Dampfentwickelung in den arabischen Kaffeekesseln. Schließlich erhebt man sich, tief mit der ftnnh iriitjpnh nnd itf bealeiieie 9sfmh ymaus. Am Thore zögerten sie. Abud trat mit Abd-el-Kader bei Seite, und nachdem sie lange genug geflüstert hatten, wurde mir der Wunsch geäußert, es möchte einer von ihnen dem Harbi Gesellschaft leisten. So blieb denn Nahi da und ging zum Sünder in's Geheimrathszclt. Dann schloß sich die Phorte der Kala. Die 30 Reiter kletterten auf ihre Stuten und ritten mit ihren langen Lanzen heimwärts in die Wüste ohne Onkel Harbi!" Eine mysteriöse Geschichte erregt gegenwärtig großes Aufsehen in Lissabon. Vor etwa drei Monaten kam ein junger Russe nach Lissabon, der sich Fürst Alexander Cretchct nannte und durch sein Auftreten, seine Bildung und seine Kenntnisse auf den mannigfaltigsten Gebieten gute Beziehungen anzuknüpfen verstand. Er gab sich als leidenschaftlicher Briefmarkensammler aus, und als man im von einem Sammler, der eine sehr werthvolle Salung besaß und diese verkaufen wolle, sprach, äußerte er den Wunsch, den Betreffenden und seine Marken kennen zu lernen. Beides war bald geschehen. Der Fürst war von der Samlung entzückt, und nach einigem Handeln wurde das Geschäft zu 25,000 Franken perfekt. Es fehlte nur noch eine Kleinigkeit, nämlich die Auszahlung des Geldes. Zu diesem Zweck nahm der Fürst den Verkäufer mit sich nach der Filiale des Credit Lyonnais, um auf einen Kreditbrief das Geld zu erheben. Hier aer wurden Einwendungen gemacht, man hatte kein Avis etc.. und so bestellte der Fürst seinen Begleiter auf den folgenden Tag, wo mittelst eines inzwischen aufgegebenen Telegramms die Sache geordnet sein würde. Die Albums mit den werthvollen Sammlungen blieben inzwischen im Hotel des Fürsten. an dessen Echtheit" der Spanier, in Hinsicht auf die hier bestens bekannten Herren, welche die Bekanntschaft vermittelt hatten, natürlich nicht zweifelte. Tags darauf fand sich der Sammler zur festgesetzten Stunde im Hotel ein, erhielt jedoch zu seinem Schrecken den Bescheid, daß der Russe Abends zuvor, ohne die Hotelrechnung bezahlt zu haben, verschwunden sei. Die Polizei nahm sofort dieZache in die Hand,und kurz nachher wußte man. daß der Betrüger sich in Cadiz aufhalte. Doch als die dortige Polizei den Russen verhaften wollte, hatte sich derselbe bereits nach Südamerika eingeschifft. Der Verhaftungsbefehl wurde aber nach den Kanarischen Inscln, wo der Dampfer anlegen mußte, weitergekabelt und dort auch glücklich zur Ausführung gebracht. Der Russe kam nun. allerdings unfreiwillig, nach Lissabon zurück und mußie in das Untersuchungsqefängniß übersiedeln. Die Informationen, die von Seiten des russischen Konsuls über den Gefangenen gegeben wurden, gingen dahin, daß er ein Betrüger sei, der den Titel eines Fürsten zu Unrecht führte. Die Briefmarken wurden dem Eigenthümer wieder zugestellt, und nach etwa sechswöchiger Untersuchungshaft wurde der Russe von dem Geschworenengericht freigesprochen. Die portugiesischen Geschworenen sind sehr Weichherzig. Soweit wäre die Sache nun nichts Außergewöhnliches, denn dergleichen Schwindel geschehen alle Tage und allerorts. Nun wird aber bekannt. daß der Lissaboner russische Konsul nunmehr den Paß des Abenteurers erhalten habe, der vom Generalgouverneur von Petersburg auf den Namen des Fürsten Cretchet Romanowsky ausgestellt sei und in jeder Hinsicht den Eindruck der Echtheit macbe. Der Konsul glaubt jetzt, daß es sich um einen echten, durch seine engen Beziehungen zu der herzoglichen Familie von Leuchtenberg mit der russischen Kaiserfamilie verwandten Fürsten handle. In Anbetracht dessen hat der russische Konsul die Sache in die Hände des Gesandten gelegt, der, wie man hört, um Auskunft nach.Petersburg teleqrapbirte. Man erwartet mit großer Spannung, wie die Dinge sich weiter entwickeln werden.

Mancher entbehrt leichter das Nothwendigste als den Luxus. Verwendung. Staats - Anwalt Majerle fungirt in einer GerichtsverHandlung gegen einen Trunkenbold als öffentlicher Ankläger. In seiner Rede schildert er den Angeklagten in den krassesten Ausdrücken als ein dem Trunke ergebenes Scheusal, das von einem alkoholischen Excesse zum anderen wanke, seine Gesundheit ruinire, dte Familie vernachlässige, seinenKinlern ein böses Beispiel gebe etc. etc. Die Folge dieser fulminanten Rede war, daß der Angeklagte zu dem höchstzulässigin Strafmaße verurtheilt wurde. Ein Kollege, der die Rede staunend mit angehört hatte, gratulirt nach der Gerichtsverhandlung dem Staatsanwalt und fragt ihn. woher er das Material zu der Rede habe. Staatsanwalt: JmVertrauen gesagt. das ist ja blos die Gardinenpredigt, die mir meine Frau gehalten hat. als ich vorgestern um 3 Uhr früh aus dem Club nach Laufe gekommen bin!"

Karstadt's 5ampf - Färberei und Echt-Wöfcherei. (Nachfolger von John rill u. .) tablirt 1871.

jL

Telephones: Mast, ve., lt, 2578 Neu 253. Kollege ve.. lt. Bturn 84. Illinois Str., lt, Brown 21i. Herren- und Damen-Kleider gerei nigt, umgeändert und ausgebügelt. l J. E. Pflueger, Groceries, ; nLi tx . jinn in und in z V I Y V j Ecke Lincoln und Süd East Str. 5 euer Telephon g0. Groceries, Kohlen oder Hol; nach f V X sli Hrtlrt CFCaII V.m w y.iiv huhu aijciu uci oiuui ici abgeliefert. -- Mtf Palace Cut Rate Pfd. Beef Boil 6c Beef Rib Roast 10c Beef Steak Chuck... c Hair.burger bteak... 8c l.aino Stew Sc I.amb Chops 10c Pork Sausage 11c Veal Chops 12c Bologna 7c Liverwurst 7c Lard loc Harns California..lOc Pfd. Beef Roast Chuck... 8c Beef Steak Round..llc Beet Steak Loin ISc Corn Beef. i Lamb Roast i : Pork Chops 12c Pork Roast Ilc Veal Roast 10c Wienerwurst 9c Mttwurst 12VC Harns, the best...lSc Porter House Steak 16c 418 West Washington Str. John F. Concannon, Telephone 3731. Eigenthümer. ss Harzers Canarien Vögel, Papageien, Spottvögel und alle Sorten Sing- und Ziervögel. Aauaria Globes, Goldfische, 10c auswärts. Käfige. Spottvogelfutter, Vogel-Saamen etc. C. F. KLEPPER, 431-488 Massachusetts Ave. Anterröcke Nach Maß angefertigt. 3n jeder Facon und Farbe. 2 N. Pennsylvania Str. Wir kaufen s5 Indianapolis Traktion fc Terminal Company Certifitate. Airick & Company Lombard Gebäude. LaBfiseniainp Bros. Brass Worts. Gietzer und Dreher. Große und kleine Gußarbeiten in. Messing, Phosphor Bronze, Aluminium, etc. mb u prTtr: rve lt, unsere seztalttät -1 Oft Georgia Str., JnlianapoliA. etde Vkon. 9lo 181 . Thos. E. Hadley, Blech, u. Blecheisen-werMtte . Metall-Dächer, Dachrmnen nnp Down Sponts" revarirt........ 14 Kentnckv Ave. 131 Senate ve. Neues Telephon im.

THE UM STORE,