Indiana Tribüne, Volume 26, Number 117, Indianapolis, Marion County, 8 January 1903 — Page 1
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Die Legislatur
Begann heute ihre 3. reguläre Sitzung. Heute Vormittag trat die JndianaLegislatur zu ihrer 36. regulären Sitzung zusammen. Nachdem die Herren Gesetzgeber eingeschworen waren, lauschten sie der Verlesung der Gouverneurs - Botschaft, organistrten sich dann, und vertagten sich altem Brauche treu, bis zum Montag. Dann soll die Gesetzmacherei losgehen. Ueber die verschiedenen Jndianapolis und Marion Co. angehenden Veränderungen der bisherigen Gesetze ift an dieser Stelle schon berichtet worden. Hinzuzufügen ist noch, daß die Vereinigung der hiesigen Wirthe und die Brauer vielleicht versuchen werden, eine Abänderung des Remonfiranz'Gesetzes gegen Licensen zu erlangen, wenn solches möglich ift. Nach Verlesung der GouverneursBotschaft organistrten die beiden Zweige der Legislatur sich wie folgt : Die neuen LegislaturBeamten. Senat: Präs. pro temp. und Leiter-Sen. Fred. Matson, Jndpls. Senat-Caucus, Vors. Senator E. A. Dausman, Lllhart oder Senator W. A. Kittinger, Anderson. Chef-Secretär Harmon L. Hudson, Angola. Hülfs Secretär Fred. Snyder, Angola. Haupt-Thürhüter Clemer Pelzer, Boonvjlle. Haus: Sprecher Henry W. Marshall, Lafayette. Caucus, Vors. R. E. Kirkman, Richmond. Chef-Clerk W. E. Reagan, In. dianapolis. Hülfs-Clerk George D. Hellman, Evansville. Haupt-Thürhüter G. F. Ogden, Wabash. Den Vorsitz im Senat führt bekanntlich der Lieut.-Gouverneur. Das Senats-Co.nite empfahl folgende Austellungen : Vorlesungs - Clerk Geo. Denny, Indianapolis. Reinschrifts . Clerk Jos. Lambert, Lafayette. Record-Clerk I. P. Foltz, Walcott. Regiftrir-Clerk T. A. Clifton. Indossir-Clerk Frank Roß. Namensverlesungs-Clerk Hy. Cutler, Valparaiso. Protocoll-Clerk Demos Coe, Richmond. Haupt Journal - Clerk W. O. Laird, Lafayette. Hülfs-Journal-Clerk D. B. I. Shaffer, South Bend. Postmeister I. R. Ferry, Jndpls. Hülfs - Postmeister Frl. Lindley, Noblesoille. Die Botschaft des Gouvern e u r s. Gegen 11 Uhr gelangte die Botschaft des Gouverneurs Durbin vor der Legislatur zur Verlesung. Es war ein umfangreiches Dokument, welches eine Uebersicht über die Verhältnisse im Staate gab, sonst aber nur durch Allgneinheiten glänzte. Besoadere Aufmerksamkeit schenkte der Gouverneur der Staatsfteuerlifte. Es wurden im Jahre 1902 $2,013,. 748.50 collektirt. dazu kommen von Beamten dem Staatsschatz zugestellte Sporteln im Betrage von $392,035.02. Die Einkünfte zusammen betrugen also $2,413,733.52. Der Gouverneur lenkt dir Aufmerksamkeit der Legislatur auf den Umstand, daß die rückständigen Steuern die horrende Summe von $2,633,499.51 betragen. JDer Gouverneur weift darauf hin, S die Furcht vor politischen Nachtheilen die betreffenden Steuereinzieher abhalte, mit der nöthigen Schärfe gegen die Delinquenten vorzugehen. Der Gouverneur empfiehlt daher, daß das Gesetz von Marion Co., welches den Beamten für Einziehung rückständiger steuern auf persönliches Eigenthum "en Einziehern 50 Procent Commission Zusagt, auf sämmtliche CountieS im Staate ausgedehnt werden sollte.
Die folgenden Zahlungen auf die Staatsschuld wurden gemacht: 29. Juni 1901, 3-procentige Schul-Fundirungs-Bonds. $300,000. 2. Januar 1902. 3-procentige Schul. Fundirungs-Bonds. $317,000. 26. Juli 1902, 3-procentige Schul-Fundirungö-Bonds. $1.000,000. 5. Januar 1903. 3-procentige Schul-Fundirungs-Bonds. $200,000. Im Ganzen $1,817,000. Die noch verbleibende Staatsschuld beziffert sich auf $2,687.615.12. Unter dem Kapitel Banken und Trust-Gesellschaften empfiehlt der Gouvernenr, daß das bestehende Gesetz ge gen Einführung von Zweigbanten verschärft werde. Im Staate sind 114 Staats-Banken etablirt. Das Gesammtkapital derselben bcläuft sich auf $4,884,490 mit einem Ueberschusse von $915,443.78. Ihre Depositen bctrugen $20.547.906.52. Es wird em-
pfohlen, daß das geringste Kapital für Privatbanken auf $25,000 festgesetzt werden soll. Ein Wort der Warnung äußert die Botschaft über die Verwüstung unserer Forsten, welche wie der Gouverneur angiebt, in wenigen Jahren ausge rottet sein werden, wenn sie nicht durch Gesetz geschützt werden. Als Mitglieder des legislativen Comites ernannte der Gouverneur Sen. Tremont Goodwin, Henry W. Marshall und Joseph M. Cravens, welche ihre Empfehlungen, die der Gouverneur endossirt der Legislatur vorlegen werden. Behcrzigenswerth sind die warmen Worte mit denen bei Gouverneur die Einführung der Stimm - Maschinen empfiehlt und die Legislatur sollte unbedingt im Sinne dieser Empfehlung handeln. In einem weiteren Paragraph empfiehlt der Gouverneur ein strenges Gesetz zur Kontroliruug des Verkaufs von Feuerwaffen an Ihrliche Sub jekte. Mtt einem Appell an die Staatsbooten, sich in ihren Berathungen nur vom Jutereffe des Gemeinwesens leiten zu lassen, schließt die Botschaft. Shively wird geehrt. Die demokratischen Mitglieder der Leglslatur, die bekanntlich in der Minorität sind, und zwar sehr bedenklich im Verhältniß von zwei gegen eins haben beschlossen, ihre Complimentar-Stimme für B. F. Shively aus South Bend für BundesSenator abzugeben. Die Snprcme-Loge der PythiasRitter mnn bezahlen. Im Bundeskreis - Appellations - Gericht von Ohio ift das Urtheil des Bun desrichters Walter Evans von KentuSy in der Klage von Frau Elisabeth Wellenvoß von Louisville gegen die Supreme-Loge der Pythias-Ritter beftätigt worden. In derselben handelt es sich um eine von dem Orden dem Wellenvoß. dem Gatten der Klägerin, ausgestellte Le-bensversicherunas-Police in Höhe von $3000, und Richter Evans hatte Frau Wellenvoß den vollen Betrag sammt Zinsen zugesprochen. Die Klage war die Folge des Kampfes der Pythiasritter um die Beibehaltung des deutschen Rituals, der Anfang der 90er Jahre in den Vereinigten Staaten tobte. Wel lenvoß, der nicht allein Großkanzler des Ordens für Kentucky. sondern auch der Repräsentant Kentuckys in der Su. preme-Loge und einer der Hauptkämpfer für die Beibehaltung des deutschen Rituals war, wurde suspendirt, und auf Grund dieser Suspendirung wurde die Bezahlung der Versicherungspolice verweigert. Richter Eoans hatte peremptorische Instruktionen zu Gunsten von Frau Wellenvoß ertheilt, und die Letztere wird, wenn der Fall von dem Orden nicht vor das Supreme-Gericht gebracht werden sollte, in Bälde ihr Geld erhalten. Etwas Neues Das Morton Büffet." Lunch von 9 Uhr Morgens an. 44 Circle. John N. Matz. Eigenthümer.
Interessanter Bortrag in Germania Halle
der Ueber die Vulcane der Welt und deren Wirken auf den Westindischen und HamaiInselgruppen. Am nächsten Sonntag Abend wird Herr Theodor Rodeau aus Cincinnati im großen Saale der Germania Halle einen sehr interessanten und durch ftereoptische Bilder illuftrirten Vortrag in deutscher Sprache über Mount Pelee, seine Ausbrüche und die dadurch angerichteten Verheerungen, sowie über andere Vulcane halten. Herr Rodeau hielt seinen ersten Vortrag bekanntlich Anfang October im Auditorium des Deutschen Hauses in englischer Sprache und derselbe fand allgemeinen Beifall, da Herrn Rodeau's Schilderungen nicht nur sehr intereffant und feffelnd, sondern auch von prächtigen direkt von der Natur aufgenommenen Ansichten begleitet waren. Hr. Rodeau wurde damals ersucht, den Vortrag nochmals in deutscher Sprache zu halten und um diesem Wunsche nachzukommen, hat Herr Victor Jose, Herrn Rodeau noch für einen Vortrag gewonnen. Im Ganzen werden nahezu hundert Bilder ocftgeführt werden. Den Besuchern der Vorlesung steht ein sehr genußreicher Abend bevor. Ein Sabelgruß aus Honolulu. Admiral George Brown ist der erste Bürger von Indianapolis, welcher ein directes Cabel-Telegramm aus Honolulu erhielt. Der Admiral war während seiner activen Dienstzeit Befehlshuber des pacifischen Geschwaders und als solcher hielt er sich längere Zeit vor Honolulu auf. Während seines Auf. entHaltes wurde er mit John A. Cummins, dem Minister des Aeußeren im Cabinet der Königin Liliuokalclni, befreundet, und dieser war es, welcher Admiral Brown gestern vermittelst des neuen Cabels einen herzlichen Gruß übermittelte. Audnbon-Gesellschaft. Die Audubon-Gesellschaft hält morgen im Hause des Herrn Wm. Watson Woollen. N. Pennsylvania Str. 1628, ihre Jahresversammlung ab. In der selben werden die Beamten gewählt werden. Modern Woodmen. Eine Präliminar-Versammlung des Hauptlagers der Modern Woodmen of America" hält zur Zeit hier im De-nison-Hotel Sitzungen ab. In denselben werden Vorbereitungen für die im Juni d. I. hier stattfindende JahresConvention getroffen. Es wird erwar tet, daß über 100,000 Mitglieder des Ordens derselben beiwohnen werden. Post-Schwindler Williams hin ter Schlok und Riegel. Jsaak O. Williams, welcher beschuldigt ist, während der letzten Monate zahlreiche Postanweisungen gefälscht und etwa $2000 erschwindelt zu haben, langte heute Morgen von Toledo in Begleitung des Deputy-Bundes'Mar-schalls Wagner hier an. Er wurde so fort im Gefängniß cinquartirt. In dem Trockenhause der Schneidemühle von L. C. Thompson & Co.. Oft 11. Str. und den Mo-non-Geleisen, brach heute Vormittag ein Feuer aus. Daffelbe wurde prompt gelöscht, so daß es keinen nennenswerthen Schaden anrichtete. Ein Grubenarbeiter veru n g l ü ck t. B r a z i l. Während Perry A. Johnson in der Mary" Kohlengrube beschäftigt war, stürzte das über ihn befindliche aus Schiefer bestehende Dach, welches etwa 16,000 Pfund wog auf ihn und zermalmte ihn zu einer unkenntlichen Maffe. Die beste 5 Cent Ciaarre in der Stadt, Mucho's Longfellow.
Aus den Gerichtshöfen.
Criminalgericht. Die Großgeschworenen reichten einen Bericht ein, in welchem sie folgende Anklagen erhoben: Wm. Whitney, Einbruch und Diebstahl; Pack Williams, Mord: Burnell Charlefton. Diebstahl: Thomas Holmes, Großdiebftayl; John Tyers und Lewis Howard, Großdiebstahl Whitney und Charleston bekannten ich schuldig, während die übrigen Miffethätr sich nicht schuldig erklärten. Der Damm über den St. Joseph Fluß wird gebaut. In Sachen der St. Joseph Navigation Co." gegen die Elkhart & St. Joseph Power Co." hat Bundesrichter Anderson zu Gunsten der letzteren entchieden, indem er das Gesuch der K.äger um einen Einhaltsbefehl gegen die Power Co. abwies. Dieselbe baut einen großen Damm über den St. Joeph Fluß. Die Navigation Co., welche eine Dampfschiffverbindung zwischen Elkhart und Mishawaka etabliren wollte, wollte sie daran hindern. Ein Testament beanstandet. James H. Johnson hat im Nachlaßgericht das Gesuch eingereicht, das Testament seiner kürzlich verstorbenen Mutter nicht zu bestätigen. Er behauptet, daß daffelbe überhaupt nicht ihr letztes Testament ift, daß sie daffelbe abfaßte, indem ein Zwang auf sie ausgeübt wurde, und ihre Unterschrift durch betrügerische Vorstellungen erlangt wurde. Bundesrichter Anderson um einen Einhaltsbefehl gegen Streiker ersucht. Vor einigen Monaten reichte die Rsckwood Mfg. Co." ein Gesuch beim Bundesrichter Baker ein, einen EinHaltsbefehl gegen ihre Streiker zu erlassen, damit dieselben in keiner Weise die Leute, welche die Plätze der Streiker eingenommen hatten, belästigten. Richter Baker erließ den Befehl nicht, wohl aber erging eine Warnung an die Streiker, den neuen Leuten der Gesellschuft keine Hindernisse in den Weg zu legen. Die Streiker richteten sich nach der Warnung. Nach oem Zurücktritt des Herrn Baker vom Amt des Bundesrichters sollen die Streiker die Leute aufslNeue belästigt haben und die Gesellschaft richtete daher an Richter Anderson auf's Neue ein Gesuch um einen EinHaltsbefehl. Ueber denselben soll morgen verhandelt werden. Entschädigung für einen beschädigten Ob st garten bezahlt. Vor Richter McMafter und Geschworenen sollte gestern mit den VerHand lungen über die Schadenersatzklage, welche Mary Shortridge gegen die Pennsylvania Bahn-Gesellschaft eingereicht hatte, fortgefahren werden, allein die Anwälte beider Parteien erklärten dem Richter, daß mittlerweile ein Vergleich abgeschlossen wäre, indem die Frau erklärt hätte, sich mit $1500 zufrieden zu geben. Außerdem bezahlt die Gesellschaft noch die gesammten Kosten. Die Klägerin hatte ursprünglich $6500 als Ersatz für 216 verbrannte Apfelbäume verlangt. Frau Charlotte Shideler siegreich. Frau Charlotte Shideler, welche den Nachlaß der Rachel P. Hitchcock auf Zahlung von $2000 verklagt hatte, erhielt gestern im Gericht von Richter Allen die Summe von $1016 zugesprochen. Sie hatte die Frau während der letzten Tage ihres Lebens gepflegt, aber keine Bezahlung für ihre Dienste erhalten, da dieselbe ihr versprochen hatte, ihrer im Testament zu gedenken. Das war jedoch nicht der Fall. Ein un gerathener Junge. Samuel Goodall, ein elfjähriger Taugenichts, welcher schon verschiedene schlimme Streiche ausgeübt hat, wurde gestern vom Criminalrichter auf Ersuchen seines Vaters nach der Reformschule gesandt.
Die Bahngesellschaftmuß sichzufrieden geben. Als vor geraumer Zeit die Nebraska Str. eröffnet wurde, wurde von der Stadt auch gewisses Eigenthum, welches der Pennsylvania Lahngesellschaft gehörte, condemnirt. Der Werth desselben wurde von der Behörde für öffentliche Werke auf $600 festgesetzt, womit die Bahn Co. sich jedoch nicht einverstanden erklärte. Sie verklagte die Behörde und gestern kam der Fall vor Richter Carter zur Verhandlung. Derselbe entschied jedoch zu Gunsten der Behörde. Frau Myra Freese wird ihr Leben im Zuchthause beschließen. Vor etwa sechs Monaten wurde die etwa 55jährige Frau Myra Freese schuldig befunden, den Maurer Wm. Gray erschossen zu haben und sie wurde zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurtheilt. Ihr Anwalt appcllirte, indem er versuchte, seine Clientin als geistesgestört darzustellen. Es hatte sich jedoch herausgestellt, daß die Frau, als sie die That, welche sich in Shelby
County ereignete, ausführte, mit voller j Ueberlegung handelte. Sie hatte behauptet, daß Gray, während er in ihrem Hause logirte, einen criminellen Angriff auf sie ausführen wollte. Der Mann der Freese befindet sich ebenfalls im Zuchthause. Wegen Beihülfe zum Mord hat er einen Termin von zwanzig Jahren abzusitzen. Frau Dunn will ihrKind nicht herausgeben. Frau Kate Dunn, deren Mann bereits am Dienstag wegen Trunkenheit und Prügelei auf lange Zeit in's Arbeitshaus gesandt wurde, wurde gestern vor die Alternative gestellt, entweder auf fünf Monate in's Arbeitshaus zu wandern, oder ihren 6jährigen Sohn an die Kinderhüter-Anftalt abzuliefern. Es war in dieser Beziehung ein gerichtlicher Befehl an sie erlaffen worden. Sie hatte sich aber nicht um denselben bekümmert und ihr Kind aus der Stadt geschafft. Sie erklärte gestern dem Polizeirichter, daß sie unter 'einen Umständen den Aufenthaltsort des Klndes verrathen und eher in's Arbeits Haus gehen würde. Sie wurde in Folge dessen hinaus gesandt. Impfung im Gerichts s a a l e. Im Criminalgericht hatte sich das Gerücht verbreitet, daß in der Office des Gesundheits-Beamten ein Mann erschienen wäre, welcher von den Blattern behaftet war. Sobald Richter Alford von dem Vorfall erfuhr, befahl er sofort, daß Niemand den Saal verlassen sollte, bis er geimpft wäre. Dr. McGaughey wurde gerufen und nahm hierauf die Impfung des Richterö, des Staats-Anmaltes, des Bailiffs, des Clerks und des zufällig im Gerichtssaale anwesenden Stadtvaters Fred. Eppert vor. Nach der Impfung stellte es sich heraus, daß das Gerücht auf Irrthum beruhte. Die Arfenal-Gründe sollen am 15. Februar verkauft werden. Aus Washington kommt die Nachricht, daß die Arsenal-Gründe am 15. Februar zum Verkauf gelangen sollen. Derselbe wi 'd öffentlich sein. Die Gründe werden zum abgeschätzten Betrage von $154,000 angeboten werden und der Käufer hat den Betrag in Baar zu bezahlen. Credit giebt Onkel Sam nicht. Dies und Das. In der am Mittwoch Abend abge haltenen Schlußsitzung des Congresses der Jndustrie-Vereinigungen erwählte die Jndiana Aberdeen Angus-Bree-ders Ass'n folgende Beamte : Präs. Will R. Pleak, Greensburg ; Secr., George W. Henderson, Lebanon ; Executive Comite, E. C. Phelps, New Castle ; George Swuin, Pedleton; W.H.Gooowin. West Lebanon. John Weber's Wirthschaft, fto. 764 Weft Novth Str.
Nachrichten aus Jndiana.
Ein Eisenbahn-Unfall mit schlimmen Folgen. Bremser David E. Williams getöd' i tet und drei andere Bahnange stellte schwer verletzt. Lafayette. In Folge einer gebrochenen Schiene entgleiste in der Mittwoch Nacht der westwärts fahrende Frachtzug der Big Four Bahn in der Nähe von Montmorenci. Die Lokomotive rollte in einen Graben und kippte um. Der Bremser David E. Williams wurde auf der Stelle getödtet. Der Lokomotivführer James W. Welsh erlitt einen Bruch des linken Beines und Verletzungen an der Hüfte. Dem Heizer Arthur Gogle wurde das rechte Bein gebrochen und der Conducteur Frank Smith wurde schwer am Kopf verletzt. Die Verletzten und die Leiche des Williams wurden nach dem hiesigen St. Elisabeth Hospital gebracht. Williams tocz 25 Jahre alt, unverheirathet und woynte an der Huron Str. No. 844 Indianapolis. Die Verletzten sind ebenfalls in Indianapolis ansäfsig. Zwei Automobile verbrannt. K o k o m o. In einem FrachtWaggon der Clover Leaf Bahn fand eine Gasolin-E;plosion statt und zwei Automobile wurden durch das entstandene Feuer vollständig zerstört. Sie repräsentirten einen Werth von $3000. Sie stammten aus der hiesi gen Fabrik der Haynes-Apperson Co. und waren für New tyoxl bestimmt. Sie sollten an einem Nationalen Contest theilnehmen. Ein Begnadigungsgesuch für Dr. G u l m y e r. G o s h e n. Ein Beanadiauna. Gesuch für Dr. Harry Gulmyer, welcher vor einigen Tagen wegen mörderischen Angriffs auf seine Braut Frl. Lula Barney zu 214 Jahren Refor matorium verurtheilt wurde, ist bereits in Circulation und Frl. Barney selbst war Diejenige, welche dasselbe zuerst unterzeichnete. Sie ist nach wie vor in ihn verliebt und ist der Anficht, daß das über ihn gefällte Urtheil ein zu hartes ist. Ein in Klondike reich ge wordener Schullehrer. Anderson. Der hiesige Anwalt I. O. Partie hat von seinem Bruder Robert Pattie, welcher sich seit drei Jahre- in Klondik? aufhält, ein Schreiben enthalten, welches einen Check auf den Betrag von $12,000 lautend, enthielt. Er ersuchte das Geld für ihn in einer Bank zu deponiren. Pattie war früher Schullehrer in Spencer County. Als die Nachrichten von den Funden in Klondike kcrmen, wanderte er nach Dort aus. Fortuna war ihm günstig. Nach Verlauf eines Jahres fand er sich im Besitz von $1000. Für diese kaufte er einen 3000 Acker großen nahe Juneau bele genen Landcomplex, für welchen ihm bereits $85,000 geboten worden ift. Seiner Ansicht nach aber ift derselbe mindestens $1,000,000 werth. Die Cicero Bank reorga n i s i r t. Cicero. Die Cicero Bank ift reorganisirt worden. Die neuen Directoren sind W. Z. Collings, Wm. Winkel und Fred. Kreag, prominente Geschäftsleute der Stadt. W. H. Roney wurde zum Präsident und Albert Slack zum Cassirer erwählt. Das Capital der Ban! beläuft sich auf $50,000. Der Richter RaschFall. Evansville. Die Untersuchung der Richter Rasch Affaire wird zur Zeit hinter geschloffenen Thüren geführt. Das aus Mitgliedern der Advokaten - Vereinigung bestehende Untersuchungs-Comite soll ausfinden, ob der Richter vom Probat-Commifiär Hawkins $750 und vom Bailiff. Sanders $250 freiwillig als Beitrag zu seinen Campagne-Kosten erhielt, oder ob er die Beträge von denselben collec tirte.
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