Indiana Tribüne, Volume 26, Number 114, Indianapolis, Marion County, 5 January 1903 — Page 6
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Znviana Tribun, , S. Januar 1903.
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Europäische Nachrichten.
Provinz Pommern. L a u e n b u r g. An Stelle des ausgeschiedenen S'adtraths Casper sen. wurde Apothekenbesitzer Behschnitt gewählt. Poggendorf. Das goldene Ehejubiläum begingen Arbeiter Bahn und Frau. S t a r g a r d. Wagenzähler Pegelow kam vor einem von Stolp her einlaufenden Zuge zu Fall. Die Räder trennten ihm den Kopf vom Rumpfe. Stolp. Besitzer Karl Weiß in Neu - Hammer fiel in seiner Scheune vom Fach auf die Tenne. Er zog sich einen schweren Schädelbruch zu, so daß er starb. S t r a l s u n d. Auf dem hiesigen Hauptbahnhofe wurde der Rangircr Witt vom Zuge erfaßt, überfahren und getödtet. Der Verunglückte war derheirathet und Vater mehrerer Kinder. T r e b t o w a. T. Die Einführung des Dr. Hasse als Bürgermeister unserer Stadt fand durch Landrath von Heyden aus Demmin im Rathhaussaale statt. Provinz Schreswtg-Lkolstcin. Schleswig. Kaufmann Reiher Behm stellte seine Zahlungen ein. A l t o n a. Senator Hesse beabsichtigt, mit Rücksicht auf sein hohes Alter, die Funktionen eines Stzndesbeamten niederzulegen. Senator Hesse gehört 50 Jahre dem hiesigen Magistrat an. Das Fest der goldenen Hochzeit feierten die Ehcleute Peter Maaß und Frau Wilhelmine, geb. Nahenhauer, woznhaft Blumenstraße 7. Der Mann ist 77 Jahre, die Frau 73 Jahre alt. Gefängnißinspektor Niedarff, eine in weiteren Kreisen bekannte Persönlichkeit, ist im Alter von 51 Jahren verstorben. Eckernförde. Sein Mjähriges Meisterjubiläum feierte der Bäckermcister Rehse. Die Bäcker - Innung ernannte ihn zu ihrem Ehrenmitglied? und ließ ihm ein Diplom überreichen. E d d e l a k. Hauptpastor Petersen hier, der als Leiter des Landesverbandes für Bienenzucht der Provinz Schleswig - Holstein und des Fürstenthums Lübeck in weiten Kreisen bekannt war, ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Flensburg. Auf der Station Pattburg der Eisenbahn FlensburgBamdrup sind beim Rangiren eines Güterzuges sechs Güterwagen entgleist. Hierbei ist der Bremser Ehlers aus Neumünster getödtet worden. Ein Güterwagen ist nach Ueberfahren des Prellbots in das dahinter stehend Bahnwärtcrhaus gefahren. Heide. Zum Stadtrath wurde Holzhändler I. Gehlsen und zu Stadtverordneten Gastwirth Chr. Voß und Apotheker Roll gewählt. H o h e n w e st e d. Sein 25jähriges Jubiläum als Direktor der hiesigen landloirthschaftlichen Lehranstalt feierte Herr Eonradi. I tz e h o e. An Stelle des ausscheidenden Stadtraths, Commerzienraths v. de Bos. welcher eine Wiederwahl ablehnte, wurde der Stadtverordnete Kaufmann Geerz gewählt. K l e i n w o l l st e d t. Lehrer Pottharst von hier wurde zum Lehrer in 5vörden-Barlt aewäblt. L ü,t j e n w e st e d t. EheleuteLandmann Martens und Frau feierten das Fest der goldenen Hochzeit. N e u m ü n st e v. 50er seit einigen Tagen mit seinem früheren Laufmädchen verschwundene Lehrer Gorg Markmann von hier ist in Lübeck verhaftet worden. O l d e s l o e. An Stelle des aus dem Magistrat ausgetretenen H. N. Bceck wurde der Civilingenieur G. A. Hirsch zum Stadtrath gewählt. Hirsch wird die Wahl nicht annehmen. Preetz. Das Wohnhaus des Kaufmanns C. Voigt brannte nied. T ö n n i n g. Frau Senator Thoms Hierselbst beging ihren 90. Geburtstag. Wesselburen. Das Fest der goldenen Hochzeit feierten die Cheleut: Rentier H. Vurmeifter Hierselbst. Wilster. Bei der Wahl eines Stadtverordneten ist Musikdirektor Wenk gewählt worden. Promis Schlesien. B r e s l a u. Leutnant Tramwitz vom hiesigen Infanterie - Regiment No. 51, der seit mehreren Jahren als Erzieher zum Kadettenhausc in Köölin commandirt war, hat bei der Rettung eines Kameraden sein Leben eingebüßt. Kaufmann Julius Förster stellte seine Zahlungen ein. A b e l s r u h. Arbeiter Hoffma hat im Delirium tremens seine 16jäbrige Tochter crschoen und sich selbst tödtlich verletzt. B e u t h e n. Auf dem hiesigen Bahnhöfe wurde der Lokomotivführer Strumpf aus Tariowitz beim Ueberschreiten des Geleises von einem Güterzug überfahren und sofort getödtet. G l a tz. Erschossen hat sich hier in der Kaserne ein im 7. Dienstjahr siehendcr Unterofficier Heider vom Molt-ke-Negiment. G l o g a u. Bei den Stadtverordneten - Ergänzungswahlen wurden in der 2. Abtheilung die Stadtverordneten Maetschke, Schrinner und Köhler wiedergewählt. G o l d b e r g. Nachdem dem Hausbesitze? Reiß von hier zwei Ehefrauen gestorben sind und er von zwei weiteren Ehefrauen gerichtlich geschieden wurde, hat er dieser Tage zum fünften Male den Bund für's Leben geschlossen. Seine fünfte Frau ist ein junges Mädchen von 19 Jahren, der Ehemann zählt 50 labre.
Hirschberg. In einer Stadtverordnetensitzung fand die Wiederwahl des Oberbürgermeisters Richter und bc3 Stadtbauraths Schliebs, die beide am L Juni 1903 auf eine 12jährige Thä'izkeit im Magistratscollegium unserer Stadt zurückblicken werden, statt. K a t t o w i tz. Stadtrath Pohlmann aus Posen ist zum ersten Bürgermeister Hierselbst gewählt worden. L e u b u s. In einem Anfall von Schwermuth erschoß sich der 23 Jahre alte Karl Funke von hier. P a r ch w i tz. Magistratsbeamter Götz in Kiel wurde zum Bürgermeister Hierselbst gewählt. Schosdorf. Ein Brand legte das Haus der Wittwe Feige in Asche. T a n n w a l d. Müllermeister Herman?'. Hoffmann wurde in seinem Schlafzimmer erschossen aufgefunden. Waltrsdorf. Von seinem eigenen Wagen überfahren und getödtet wurde der Kutscher Besser von hier. 'Irovtnz "golexx. Posen. Dem Regierungsrath Plüddemann, Mitglied der hiesigen Provinzial - Steuer - Direktion, ist die Rettungsmedaille am Bande verliehen worden. Glasermeister Ewald Wenzel stellte seine Zahlungen ein. Birnbaum. Steuerinspektor Hoffmann von hier, welcher nach Hannover versetzt ist, wurde in der HauptVersammlung des Deutschen Ostmarkenvereins zum Ehrenmitglied ernannt. I a n o w i tz. Bei der Stadtverordnetenwahl wurde in der 2. Abtheilung Kaufmann Jsidor Schlome wiederund in der 3. Abtheilung Fleischermeister Johann Lisiezki ncugewählt. K o s s o w o. Sämmtliche Wirthschaftsgcbäude des Besitzers Danek brannten nieder. K r o n e a. Br. In gemeinschaftlicher Sitzung des Magistrats und der Stadtverordneten wurde Ziegeleibesitzer Schemel zum Vertreter der Stadt im Kreistage und Bürgermeister Haacke als dessen Stellvertreter gewählt. M e s e r i tz. Die Kaiserin hat der Wirthschafterin Wilhelmine Müller hierselbst als Anerkennung für 40jährige, im Haushalt der Familie von Dziembowski zu Schloß Meseritz treu geleistete Dienste das goldene Kreuz verliehen. R o g a s e n. Bürgermeister Weise feierte sein 25jähriges Amtsjubiläum als Bürgermeister unserer Stadt. Aus diesem Anlaß wurde ihm von den Vereinen ein Fackelzug gebracht. Auf Beschluß der städtischen Behörden erhält der Stadtpark, dessen Schöpfer der Bürgermeister ist, den Namen Weisepark". Schierzig - Hauland. Die hiesige Kirchengemeinde feierte das Fest ihres 200jährigen Bestehens. Außcr mehreren Geistlichen war auch der General - Superintendent D. Hesekiel aus Posen erschienen. S ch m i e g e l. Bei der Wahl eines Stadtverordneten für die zweite Abtheilung wurde Fleischermeister Emil Vogt gewählt. S ch u b i n. Bei der Stadtverordnetenwahl wurden gewählt: in der 1. Abtheilung Kaufmann Leo Konicki, in der 2. Abtheilung Sparkassenrendant Geisler und Kaufmann Jeschke und in der 3. Abtheilung Ackerwirth Vincent Sommerfeld. S u l i n o w o. Das Gutsbesitzer Lehmann'sche Ehepaar beging die goldene Hochzeit. Pastor Berndt überreichte die Ehejubiläumsmedaille. Z a b i k o w o. Zwei Getreideschober des Besitzers Weickerodt gingen in Flammen auf. Provinz Sachsen. Magdeburg. Der AbtheilungsVorsteher der Magdeburger Feuerversicherungsgesellschaft Karl Haase beging das Jubiläum seiner 50jährigen Dienstthätigkeit bei dieser Gesellschaft.
Bei der Stichwahl für die dritte Wahlabtheilung in der Altstadt wurden zu Stadtverordneten gewählt: Tischlermeister Brüggemann, Rentner Schneider, Nechtsanwalt Gutsche, K'.ipferschmiedemeister Rohland und GastWirth Lankau. Brauereibesitzer Karl Wallbaum und seine Ehefrau, geb. Dammann, in der Neustadt, begingen die Feier ihrer goldenen Hochzeit. Die kirchliche Einsegnung des Paares erfolgte in der Wohnung durch denOberprediger Lemme, der auch die vom Kaiser verliehene Ehejubiläums-Me-daille nebst einem Glückwunschschreiben aus dem kaiserlichen Civilkabinet überreichte. Bei der Landtagsersatzwahl für den Wahlkreis 1 Magdeburg wurde der Rittergutsbesitzer v. DavicrSeggerde gewählt. A k e n. Gerichts - Assessor Niese von hicr ist zum Amtsrichter in Samter ernannt worden. Aschersleben. Eine hcflige Gasexplosion fand in der Villa des Rentiers Julius Böhme am Wilhelmsplatz 10 statt. Während Böhme hierbei mit wenigen erheblichen Brandwunden davonkam, erlitt seine Gattin schwere Verletzungen. V ö l l b e r g. Der hier wohnhafte Braumeister Rauschenbach in der Brauerei zu Brehna wurde todt in de? Transmission hängend gefunden. Um den Verstorbenen trauern eine Wittwe und 12 Kinder. D i n g e l st ä d t. Rektor Leineweder hier wurde zum Pfarrer in Heuthen ernannt an Stelle des nach Breitenworbis versetzten Pfarrers Herold. Erfurt. Der frühere Inhaber der Gärtnerfirma Haage & Schmidt, E. Haage, vermachte der Stadt sein ganzes Vermögen im Betrage von 300,000 Mark.
tHi iKilciiUoVtcr. Etwa eine Stunde nördlich vom Moerschlosse Eurinograd des Fürsten Ferdinand von Bulgarien befindet sich ein bisher Zvenig bekanntes und jcdenfal,s noch unerforschtes Höhlenklostcr. 2 . . ch dichtes Buschwerk, das infolge der Verminderung, der Ziegen allmählig zum Wald sich entwickelt, führt der Weg immer in Sicht des Meeres auf eine halbkreisförmige Lichtung am Fuße senkrecht abfallender Felsen aus mürbem Sandstein. Wir sind früh aufgestanden, und die Strahlen der über das Meer emporsteigenden Sonne fallen im rechten Winkel auf die Felswand. Von der Lichtung blickt man über die Waldberge des Ufers auf die Wellen und in das Tagesgestirn. Man mag sich leicht vorstellen, daß wir hier auf einer Stelle uralter Gottesverehrung stehen, wo einst die Sonnenanbeter die Spenderin von Licht und Wärme, von Bewegung und Leben, bewundert haben. Später mag dieser naturschöne Ort in christliche Hände übergegangen sein, die das Vorgefundene in ihrer Art benützten, Zellen für Einsiedler in den Fels arbeiteten, Treppen einschnitten und eine größere Halle mit kleinen Fensteröffnungen als Kirche schufen. Manches davon ist verwaschen und abgestürzt, Anderes ist noch erhalten geblieben. Man klimmt einige Stufen hinauf und gelangt in einen schmalen Gang, der Felssitze und Nischen für Heiligenbilder enthält. Zerbröckelnde Maueröffnungen sorgen für Beleuchtung. Wer ein guter AIvensteiger ist, kann in ein oberes Gemach hinauf klettern, dessen Verbindungstreppe nur in ihren Resten noch erkennbar ist. Dort sieht man an der Decke in verwischten Farben einige christliche Malereien. Die Gegend ist menschenleer; die unweit des Strandes nach Boltschick führende Straße hieß in türkischer Zeit Kanly Jol, der Blutweq. und man erzählt, daß in den Höhlen Räuber thre Schlupfwinkel hatten. Einige Gagausen. türkisch sprechende Christen, machen sich jetzt in der Nähe mit Schatzgräbereien zu schaffen. Sie wissen von dem HöhlenKloster nur, daß die Dschenohis, die Genuesen, es gemacht hätten und daß einmal im Jabre, in der Osternacht, dort eine Stimme frage: Ist der Papst von Rom gekommen?" Sie sagen auch, daß von einem verschütteten Brunnenschacht ein weiter unterirdischer Gang in's Land und an den Strand führe. Inzwischen, bis man dem seltsamen Orte seine Geheimnisse entrissen hat, bedeckt sich der Fels mit Pflan.ttngrün; die Ranken verwitterter echter Reben klettern an dem Stein empor und bieten ihre kleinen süßlichen Trauben der Hand eines geübten Bergsteigers. Dentsll?cs Theater in London. Das Londoner deutsche Theater so berichtet man von dort errang mit der Aufführung des Lustspiels Im bunten Rock" von Franz von Schöntban und Freiherr von Schlicht einen nickt minder großen Erfolg als bei der Saisoneröffnung mit AltHeidelberg". Eine talentvolle junge englische Schauspielerin. Miß Margaret Halstan, gab die schwierige Rolle der Wittwe Clarkson auf deutsch mit großem Geschick; ihr in amerikanischem Dialekt gesprochenes Deutsch wirkte natürlich und erregte viel Heiterkeit. Den kokettirenden Leutnant von Hohenegg wußte Herr Träger trefflich zu personifiziren; seine Schwester, die ruhige und so ganz an das Militärleben gewöhnte Bctty, fand in Frl. Lorma eine verständnißvolle Darstellerin. Die übrigen Mitwirkenden, besonders die Herren Wehrend und Andresen, thaten ihr Bestes, und der nach jedem Aktschluß vom Publikum gespendete reiche Beifall war ein wohlverdienter. Nach Beendigung der Vorstellung wurde ein Telegramm des Großherzogs von Baden verlesen, worin dieser der Gesellschaft und dem Londoner Kritiker, Herrn Grein, zu der erfolgreichen Eröffnung der vierten Saison seinen Glückwunsch ausspricht. Das Interesse an den Aufführungen seitens der deutschen Bevölkerung in London und auch des Theiles des englischen Publikums, dem die deutsche Sprache einigermaßen geläufig ist, hat sich erfreulicherweise gehoben, und der Bestand des Theaters scheint jetzt gesichert zu sein. Es ist dies auch hinsichtlich der Antheilnahme der Engländer am deutschen Geistesleben sehr zu wün-schen.
Der vorsichtige Bursche. Leutnant: Du hast mich ja nicht geweckt, Kosinski?'." Bursche: Habe ich geweckt ganz leise, um Herrn Leutnant nicht im Schlafe zu stören!" Schlaue Schmeichelei. Fremder: Das ist ja eine gemeine Prellerei, so 'ne horrende Rechnung!" Hotelier: ..Bitte sehr, wir haben für feinere Leute immer 'ne höhere Rechnung als für ordinäre." Zwischen zweiBerühmheiten. Ein Enkel von Moses Mendelssohn wa? der Komponist Felix MendelssohnBartholdy. Dessen Vater, ein geistreicher Mann von hoher Bildung, meinte scherzhaft es habe doch auch sein Mißliches, einen berühmten Namen zu tragen. In meiner Jugend", sagte er, nannte man mich immer nur den Sohn des bekannten Moses Mendilssohn, und in meinen alten Tagen hieß ich allgemein nur der Vater des gefeierten Felix Mendelssohn-Bar-tbtildv."
Las äves." dcö Parlamcnturis UM. Dre jüngsten Lärmszenen im Deutschen Reichstag zwecks Vereitelung der Berathung der Zolltarif-Vorlage haben so schreibt der Berliner LokalAnzeiger" eine von ihren Urhebern sicherlich nicht beabsichtigte Wirkung innerhalb und außerhalb des Parlaments ausgeübt. Was bisher in Iahren vergeblich angestrebt wurde, bat sich jetzt binnen wenigen Tagen vollzogen die allgemeine Aufmerksamkeit wendet sich wieder den Vorgängen im Parlament zu, und weite Kreise der Bevölkerung werden sich mit einem Male der großen Gefahren bewußt, welche unserem parlamentarischen Leben von einer rücksichtslosen Minderheit drohen. In der That ist die von der sozialdemokratischen Minderheit des -Reichs-tags betriebene Obstruktion zur Vereitelunq des Zolltarifs unvereinbar mit dem Geist der konstnutionellen Regierungssorm und dem Wesen des Parlamentarismus. Die erstere berechtigt das Volk zur Antheilnahme an der Gesetzgebung, und zwar als er"m beschließenden ir d den übrigen gesetzgebenden Gewalten ebenbürtigen Faktor. Diese Antheilnahme an der Gesetzgebung wird in den ad hoc" begründeten ParlamentarischenVersammlungen durch die gewählten Vertreter des Volkes verwirklicht und hat naturgemäß zur Voraussetzung,, daß eine freie Berathung Aller gewährleistet wird, auf Grund deren die Meinungen
sich klaren und schtteßlich dte Abstimmung der Versammlung über die endgiltige Fassung des Gesetzes erfolgt. Es ist untrennbar vom Wesen des Parlamentarismus, daß bei dieser Abstimmung der Wille der Mehrheit die Entscheidung bringt, da alle Mitglieder derParlamente gleichberechtigt sind. Die Logik des Gedankens bedingt es mithin, daß die Minderheit sich widerspruchslos dem Votum der Mehrheit fügt. Sie hat das volle Recht, bei der Berathung eines Gesetzes ihre Meinung erschöpfend zu begründen. Aber die unerläßliche Vorbedingung dieses Rechtes ist, daß sie ihre Gründe nur aus sachlichen Erwägungen entnimmt und sie oona fide", d. h. in ehrlicher Kampfesweise, geltend macht, sich also aller Mittel begiebt, welche störend oder verwirrend einwirken könnten. Auf der Erfüllung dieser Voraussetzung beruht die parlamentarische Ordnung, ohne welche jede Berathung unmöglich wird. Wollte eine parlamentarische Mehrheit die Minderheit an der Geltendmachung ihrer abweichendenMeinung hindern, so würde sie sich eines schweren Verstoßes gegen den Geist des parlamentarischen Gedankens schuldig machen. Dasselbe Verschulden ladet aber auch die Minderheit auf sich, wenn sie sich offen gegen den Willen der Mehrheit auflehnt. Und einer solchen Handlungsweise hat sich zur Zeit, wenn man völlig unparteiisch abwägt, die sozialdemokratische Minderheit des Reichstages thatsächlich schuldig gemacht. Die deutsch? Nation hat ein volles Anrecht darauf, hiergegen einmüthig Stellung zu nehmen, um so mehr, da das gegenwärtige Verhalten der sozialdemokratischen Faction völlig undeutsch ist. Man kann es verstehen, wenn die von einem feurigen Temperament beherrschten Südländer sich zu störenden Ausbrüchen ihrer Leidenschaft im Parlament hinreißen lassen. Dem Charakter des deutschen Volks liegen solche Excesse völlig fern. Und sie werden hoffentlich für immer der Vergangenheit angehören, nachdem die Mehrheit des Reichstages in völlig gesetzmäßiger Weise eine Abwehr gegen die ihr aufgedrängte Obstruktion geübt bat. Der Antrag Kardorff ist geschäftsordnungsmäsig für zulässig erklärt worden, die Berathung muß sich also nun wieder auf normalen Bahnen fortbewegen. Das Volk hat ein Interesse daran, daß ein so wichtiges Gesetz wie der Zolltarif, welcher für das Gedeihen des wirthschaftlichen Lebens von Ausschlag gebender Bedeutung ist, nunmehr zur Verabschiedung gelangt. Es sehnt sich endlich wieder nach Ruhe. (Die Annahme des Gesetzes ist bekanntlich inzwischen erfolgt. D. R.) Nnterhnltung und Rauchen. Die Bnifet - Bibliothek-Nauch-W.-gen fahren jede Nacht von Chicago ab auf den durchgebeltden Zügen der Illinois Central-Bahn nach ?Ninneapolis und St. Paul und bilden einen rosigen Platz, wo Schlafwagen-Passa-giere rauchen, sich unterhalten und die gegenwärtige Tageö Literatur le sen können. Der Rächer seiner Ehre. Schmienn - Direktor: Nu hären Se. das is Sie aber ä ganz golossale Unverfrorenheit, so mir nischt, dir nischt, meine Frau, Ihre Direktorin, zu kissen! Wissen Sie, wenn das noch ä mal bassirt, Sie verflixtes Luderchen, da muß ich Sie aber sakdisch entlassen; for dies Mal bezahlen Sie eene Mark Strafe. Bunkdum!" Ein aufmerksamer Mensch. Herr Monlardi6re, ein nicht durch besondere Intelligenz ausgezeichnetes Mitglied der Lebewelt, erhielt dieser Tage eine Karte, in welcher ihm der Tod eines Schulfreundes mitgetheilt wird. Armer Alter sagte er in gerührtem Ton wir haben uns seit Jahren nicht getroffen, und trotzdem ist er so liebenswürdig, an mich u. denken!"
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