Indiana Tribüne, Volume 26, Number 112, Indianapolis, Marion County, 2 January 1903 — Page 6

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Europäische Nachrichten.

Ersaß-Lorbringer:. Straßburg. Der Ordinarius für Oeffentliches Recht und derzeitige Rektor der hiesigen Universität, Professor Otto Mayer, hat einen Ruf an die Universität Leipzig erhalten. Geheimer Regierungsrath Koehler ist zum Ministerialrath ernannt worden. D i e d e n h o f e n. Der Kaufmann Franz Welsch hat seine Zahlungen eingestellt. Metz. Oberförster Wohmann hier ist zum Regierungs- und Forstrath in der Verwaltung von Elsaß-Lothring:n ernannt worden. M ü l h a u s e n. Im Alter von 67 Jahren verschied hier der Stadtrath Kohler. S ch i l t i g h e i m. In der Papierfabrik Holweg & Co. brach ein Schadenfeucr aus, welches das gesammte Anwesen mit Ausnahme des WohnHauses und der Remise einäscherte. Der Gesammtschaden wird auf 200.000 Mark berechnet. Mecklenburg. Schwerin. Das Fest der silbcrnen Hochzeit feierten: H. Gätcke und Frau, geborene Hafemeister, und H. Elwig und Frau, geborene Rieckhoff. Ein großes Schadenfeuer entstand in dem nahen Neumühl. einem Kämmereigut unserer Stadt. Nicht nur das herrschaftliche Wohnhaus, sondern auch die Bäckerei und Müllerei gingen in Flammen auf. D ö m i tz. Ihr goldenes Ehejubiläum feierten die Schleusenmeistcr Matusch'schen Gl, ute. G o d e r n. Die üster- und Schulstelle in Dargelütz wurde dem Lehrer Witte hier verliehen. Kleinen. Auf eine 50jährige Thätigkeit in seinem Berufe blickte der Lehrer Albert Sporns zurück. L u d w i g s l u st. Post - Direktor Pußtier Hierselbst feierte sein 25jähriges Dienstjubiläum. P a r ch i m. Sein 75jähriges Bestehen feierte das hiesige Friedrich Franz - Gymnasium. Hrdcnburg. Oldenburg. Der Grof'"og hat anläßlich seines Geburtstages den Geh. Staatsräthen Ruhstrat I und II, den bisherigen Inhabern der Departements der Finanzen und des Kultus, den Titel Minister" verliehen. Zum Präsidenten des Landtages wurde Groß in Brake, zum Vice - Präsidenten oer Landwirth Schröder in Nordermoor gewählt. Nach längerem Leiden ist der Kaufmann August Baars, Inhaber der alten Firma C.G. Baars Hierselbst, im Alter von 57Jahren gestorben Baars gehörte längere Jahre zum Vorstand der nationalliberalen Partei. Brake. Das hiesige Centralblatt", das in den letzten zwei Jahrewiederholt den Inhaber gewechselt, wurde im Zwangsverkauf von d?r Hemelinger Aktienbrauerei erstanden. Den Betrieb übernimmt Chr. Eilert, Oldenburg, zuletzt Inhaber von Fischer's Hotel daselbst. Are täbc. Hamburg. Der Senat hat den bisherigen Assessor Heinrich Hanfft zum Amtsrichter ernannt. In Groben brannte das Haus des Bahnarbeiters Cegelecki mit allem Inventar total nieder. Hauptpastor Dr. Albrecht Krause hier, einer der bedeutendsten Kant - Forscher der Gegenwart, ist im Alter von 64 Fahren gestorben. Nach einer größeren Unterschlagung flüchtete der bei einer Firma amStadtthorquai bedienstet Commis Lösch--bürg. Bei der Bürgerschaftswahl wurden zu Abgeordneten gewählt Landgerichtsdirector H. Ch. Sander. Franz Fischer und Dr. Warner Poelchau. Wasserbaumeister I. A. Ebel in Cuzhaven feierte sein 60jähriges Dienstjubiläum. Der Senat überwies ihm ein Ehrengeschenk von 1000 M. Der Senat ernannte Amtsrichter Dr. Heinrich Haufft zum Grundbuchrichter an Stelle des Amtsrichters Dr. Melchior für das laufende Geschäftsjahr. Ein Dachstuhlbrand kam in dem Petroleumlager der Firma Gerhard I. Mariens am Billwärder Neuedeich zum Ausbruch. Der Schaden ist be deutend. In der Außenalster ertrank der Ewerführer Okawalki. Bremen. Zu Abgeordneten der Bürgerschaft wurden gewählt: Brinckmann, Lund, Garde, Willstein, Rosenlehner, Blome und Junge. Der Senat ernannte zu seinen Commissären bei derDeputation wegen RuhegehaltsBerechtigung und Hinterbliebenenversorgung den Bürgermeister Gröning und die Senatoren Barkhausen, Gildemeister und Wessels. Dr. Adami. der Senior der Bürgerschaft, konnte auf 50 Jahre zurückblicken, in denen er ununterbrochen Mitglied der Bürgerschaft gewesen ist. Lübeck. Gustav Rodo Kermer, Oberlieutenaut a. D. unseres Lübecker Contingents, feierte den Tag, an welchem er vor 50 Jahren das Officierspatent empfing. Vom Senat ging dem Jubilar, dem einzigen hier noch lebenden Officier der ehemalige Bundestruppe, eine Adresse zu. "um Director der Handwerkerschule in Bernburg ist Regierungsbaumeister Sträub, Lehrer an der hiesigen Baugewerkschule, ernannt worden. Kchwetz. Bern. Pfarrer Heinrich Preiswerk, Rector des freien Gymnasiums hier, hat sich nach einer sumina curn lande bestandenen Prüfung an der

hiesigen Universität den Titel eines Doctors der Philosophie erworben. Basel. Zu Strafrichtern wurbe:; Fridolin Zweifel und Georg Passavar.t gewählt. Sein 50jähriges Die7.ftjubiläum feierte der Professor Tr. Fritz Burckhardt. Gerzensee. Der 20jährige taubstumme Gottfried Stephan wollte mit einer Flinte auf Vögel schießen. Durch ungeschickte Manipulation entlud sich die Waffe, und der Scbuß traf ihn in die Brust, so daß er sofort eine Leiche war. Basel. Zum Rector. der Universität für das nächste Studienjahr wurde gewählt Professor Dr. Adolf Bolliger. Alt - Nationalrath Professor Dr. H. Kinkelin beging die Feier seines 70. Geburtstages. D i s e n t i s. Redacteur Placidus Condrau, der Nestor der schweizerischen Journalisten, ist hier gestorben. Gens. Hier starb Henry Giroud von St. Croix. bekannt als volksthümlich'r Liedercomponist. Giroud war auch Verfasser der Davel- und Pestalozzi - Kantaten. L o st o ? f. Auf PostHalter Moll Hierselbst wurden, als er die Abendpost von Obergösgen nach hier führte, zwei Revolverschüsse abgegeben. Eine Kugel drang ihm in die rechte Hand, die andere streifte den Oberarm. Der Thäter, ein 58jähriger Richard Guldimann von hier, ist verhaftet worden. Auf Anschuldigung verurtheilte das hiesige Schwurgericht die ledige Anna Lutz von Zürich zu 3 Monaten Gefängniß und wegen Sittlichkeitsverbrechen den Arbeiter Wilhelm Häuser von Kloten zu 2 Jahren Arbeitshaus. Zürich. Der Regeirungsrath hat Dr. Rudolf Wackernagel auf weitere sechs Jahre in seinem Amte als Staatsarchivar bestätigt. Zug. Als Regierungsrath ist Dr. Stadtlin - Graf gewählt worden. HesterrcicH-HlTrgarn. Wien. Kämmerer Erwin Graf Schallenberg beging das Fest der silbernen Hochzeit mit seiner Gemahlin Clemence, geb. Drasenovitsch v. Pofertoe. Feuer richtete in der Werkstatte der Thurmuhrenfabrik der Karoline Schauer erheblichen Schaden an. Aus Anlaß seines 80. Geburtstages erhielt der Historiker Hofrath Dr. Onno Klopp hier das Commandeurkrcuz des Leopold - Ordens. Direktor Gabor Steiner blickte auf eine 25jährige Bühnenthätigkeit zurück. Ignatz Perlitz feierte mit seiner Frau Charlotte das Fest der silberneu Hochzeit. In einer Badeanstalt erschoß sich der 23 Jahre alte Photograph Josef Suk. Dem Privatdocenten für theoretische Astronomie an der deutschen Universität hier, Rlschulprofessor Dr. Samuel Oppenheim, wurde der Titel eines außerordentlichen Universitätsprofessors verliehen. Auf dem Parkring wurde die 62jährige Staatsbeamtenwittwe Adele Colerus v. Geldern von einem Straßenbahnwaggon niedergestoßen und erlitt schwere Verletzungen. B e n s e n. Briefträger Eduard Helmich von hier erhängte sich im Walde bei Falkenau. Vregenz. Die Stadtvertretung wählte als Bürgermeister für die restliche dreimonatliche Funktionsperiode Stadtrath Karl Albert Pedenz und an dessen Stelle als Stadtrath Heinrich Hueter. Deutsch - A l t e n b u r g. Der 52 Jahre alte Alois Straßer, Besitzer einer concessionirten Donau - Ueberfahrt in Stopfenreich, sein Knecht 2lvolf Thill und die 23jährige Tochter Straßer's, Marie, sind bei Uebersetzung der Donau auf einer Zille ertrunken. H i e tz i n g. Dr. Eduard Ritter v. Kopp, der Gründer und langjährige Präsident des Wiener Schützenvereins, ist hier nach langem Siechthum gestorben. Klcsterneuburg. Der Propst des hiesigen Chorherrcnstiftes Ubald Klostersitz verschied im 74. Lebensjähre. Er war Mitglied des HerrenHauses, wo er der Rechten angehörte. Mödling. In der Wasserheilanstatt des Dr. Weiß im Prießnißthale brach in der Wagenremise und im Pferdestall Feuer aus. Beide Objekte wurden eingeäschert. Luemburg. L u x e m b r g. Prof. H. Schaack Beging sein 50jähriges Jubiläum als Professor am Athenäum. Die Professoren des Gymnasiums betheiligten sich sämmtlich an der Feier. Der im Eisenbahndienst beschäftigte Mathias Weiß gerieth unter ein Fuhrwerk und erlitt dabei mehrere bedeutende Ver-' letzungen. Bonneweg. Die Oekonomiegebäude der Frau Schlütterbach, in denen Louis Hoffmann sein Vieh und seine Futtervorräthe untergebracht hatte, wurden ein Raub der Flammen. D ü d e l i n g e n. Der neunjährige Sohn des Arbeiters Ancia wollte Kohlenabfälle sammeln, als er unter einen Minettwagen gerieth ui7d schwer verletzt wurde. Pfaffenthal. Die in r. Differdinger Mühle aufgefundene Leiche ist die des Arbeiters Nik. Guirlinger aus Zfaffenthal. Ballgespräch. Was wünschen Sie, mein Herr?" Ich möchte in Ihren Augen lesen, mein Fräulein." Was?" Na. irgend einen Roman, in welchem Sie mich als Autorin zuweilen mit dem Ausdrucke Geliebter Ler" bezeichnen!"

Kurzschrift im Alterthum, Criii Stein mit einem kurzen Leitfaden ttv Stenographie. Es gibt kein Gebiet der Alterthumswi, nschaft, auf das nicht die großen ins c .istlichen Funde der neuesten Zeit befrachtend eingewirkt hätten. Aber so mannigfaltig und so ergiebig auch der Inhalt der antiken Inschriften ist. fo war es doch für alle Forscherkreise eine ganz besondere Ueberraschung, als man auf der Akropolis von Athen die Trümmer eines Steines an's Tageslicht zog, der, wie man bald herausfand, einen kurzen Leitfaden der Stenographie enthielt. Die überaus kostbare Inschrift wurde sofort zum Gegenstände eindringlichster Untersuchungen, und ihre Ergebnisse sind nun von dem Jnschriftenforscker Larfeld in seinem Handbuch der griechischen Ephigraphik vorgelegt worden. Sehr bemerkenswerth ist der Grundgedanke des attischen Systems. Während in unseren großen Kurzschriftschulen die Konsonanten das Gerippe bilden, die durch ihre Stellung, ihre Ausdehnung und die Stärke ihrer Schrift zugleich den mit ihnen verbundenen Vokal angeben, geht die Inschrift der Akropolis von den Vokalen aus, die Konsonanten aber werden durch verschiedene Ansätze kurzer und langer Striche an die Vokalzeichen zur Darstellung gebracht. Da nun jede Silbe entweder einen einfachen oder einen zusammengesetzten Vokal enthält, so ist diese Schreibweise mit anderen Worten eine Silbenschrift. Die Striche werden oben, unten oder in der Mitte des Vokalzeichens angebracht, sie werden entweder wagerecht oder schräg nach unten gezogen und endlich werden sie entweder links oder rechts an das Zeichen angesetzt. Vergleicht man diese Schrift mit denen unserer Tage, fo erscheint sie zwar recht umständlich und unentwickelt, doch muß man zugeben, daß sie auf einen streng philosophischen Kopf zurückgeht. Den Erfinder kann man aber dennoch nicht sicher benennen, da uns die liierarischc Ueberlieferung im Stiche läßt. Man hat an Xenophon gedacht, Wessely in Wien lenkt die Aufmerksamkeit auf den Athener Archinos, der nach einer guten Quelle sich mit Untersuchungen über die Laute beschäftigt haben soll, am glücklichsten aber erscheint noch Larfelds Vermuthung, dkr keinen geringeren als Aristoteles als den Urheber bezeichnet. Diese Vermuthung ist bei der außerordentlichen Erfindungsgabe und bei der vorzüglichen grammatischen Durchbildung des großen Philosophen glaubhaft. Doch ist die neue Lehre nicht weit gedrungen, dazu war sie, wie schon bemerkt wurde, zu ungelenk. Patent-Nakrungsmittel. Das Kommissariat der Ver. Staa-ten-Armee hat in letzter Zeit aöerhand Experimente mit Patent-Nahrüngsmit-teln, welche zur Verwendung als Theile der Armeerationen angeboten wurden, angestellt. Ganz merkwürdige Präparate befinden sich darunter: pulverisirte Milch, welche für den Konsum mit Wasser zu vermischen ist, kondensirtes Brod, wovon ein Laib bequem in der Tasche getragen werden kann, und eine ebenfalls sehr leicht unterzubringende kleine Blechbüchse, welche drei vollständige Mahlzeiten in sich bergen soll u. s. w. Äkr die von dem Bureau vorgenommenen Untersuchungen haben ergeben, daß es mit diesen hochangepriesenen Nothrationen nichts ist. Das Kommissariat besitzt eine eigene Abtheilung, welcher die Prüfung solcher Universal-Nahrungsmittel. die in allen Varietäten angeboten werden, obliegt, und dieselbe enthält ein richtiges Rari-täten-Museum. Auf langen Wandbrettern stehen Büchsen aller Formate, luftdicht verstöpselte Glas- und Steinkrüge mit den verschiedenartigsten konservirten Delikatessen, seltsam geformte Brode, Kistchen und Kuchen, welche sich Jahre lang halten sollen, Kaffee und Thee, in diminutive Packetchen gepreßt, und wer weiß was sonst noch alles. Die Mehrzahl dieser unfehlbaren Präparate hat für die Armee nicht den geringsten Wsrth, aber alles, was hinkommt, wird sorgfältig geprüft, denn hier und da findet sich doch etwas darunter, was entweder in der präsentirten Form, oder in praktischer Weise modifizirt zur Verwendung gelangen kann. Eine chinesische Jnvas i o n in Rußland ist die erste natürliche, aber in Rußland nicht erwartete Folge der sibirischen Bahn. In Moskau macht sich dieselbe sogar schon unter den Haussiern füblbar. Neben zahlreichen erwachsenen Chinesen und Japanern tritt jetzt auch bereits der Typus des Chinesen-Knaben auf, der unbekümmert um seine Unkenntniß der russischen Sprache allerhand Gegenstände auf offener Straße im Hausiren feilhält und sich dabei natürlich den Kuckuck um russische Ukase der hohen Polizei und deren Verordnungen kehrt. Diese kann ihnen ebenso wenig begreiflich machen, daß es zum Hausiren eines Erlaubnißscheines bedarf, und so ist die neue Landplage fertig.

Zlntor Dionlrnrädriion. Was machst Du jetzt, Marie, seitdem Du ohne Stellung bist?" Ich gebe meine gesammelten Zeugnisse heraus." Mortlisrähung. Dame'. Wollen Sie eigentlich niemals heirathen, Herr Baron?" Baron: Möchte schon; ist aber furchtbar schwer, für mich bessere Hälfte zu finden."

Tcr Nauvrnoro an Bord des deutschen Kricgsdampfers Loreley" hat sich nach den GcständNissen des Matrosen Kohler folgendermaßen abgespielt: Nach dessm Aussagen habe ihn nur die Geldgier zu der That getrieben. Kohler. der seit neun Monaten an Bord der Loreley" dient, hatte, sich seit langem mit dem Gedanken an den Diebstahl getragen, besonders seitdem er vor der Abfahrt des Schiffes aus Konstantinopel einen Blick auf die Goldstücke geworfen hatte, die ihm aus dem in seinem Beisein zufällig geöffneten eisernen Kasten im Rauchsalon entgegengeflimmert hatten. In der Nacht vom vergangenen ' Sonnabend auf Sonntag, wahrscheinlich der letzten, in der er bis zur Beendigung der Schiffsausbesserung Nachtdienst haben würde, führte er nun sein Vorhaben aus. Sobald die Wache im Hinterdeck schlafen gegangen war, holte er Hammer und Brecheisen herbei. Als die für die Abhaltung der ersten Runde festaesetzte Stunde verronnen war, ließ er eins der Schiffsboote ins Meer und nahm ein unlängst im Piräus gekauftes. dem Schiff gehörendes großes Messer an sich. Es war halb 2 Uhr; voll stand der Mond am dunklen Himmel, als Kohler sein öicht auslöschte, sich ein Bündel aus den Kleidern machte, die er bei der Verhaftung trug, und es im Boote barg. Bei seinem Eintritt in den Rauchfalon, dessen Thür offen stand, regte sich plötzlich der auf dem Divan eingeschlafene Unteroffizier. Kohler hatte ursprünglich keinen Mord geplant, aber jetzt, von wilder Angst vor möglicher Entdeckung auf frischer That gepackt, stieß er das Messer, das ihm für später zumDurchschneiden der Bootsstricke hatte dienen sollen, dem Schlafenden in den Hals. Um die Vermuthung zu erwecken, Biedritzki sei infolge eines räuberischen Ueberfalls, dem auch er, Kohler, zum Opfer gefallen, ermordet worden, und man habe ihre beiden Leichen ins Meer geworfen, schleppte er den Leichnam zur rechtsseitigen Fallreeptreppe, von der herab er ihn ins Meer warf, dann rückte er den Kasten, den er bei seinem großen Gewicht unmöglich heben konnte, vorsichtig ebenfalls zur Fallreeptreppe und umwand ihn mitTauen, die er dann zerschnitt. Kohler hielt die Richtung zum Leuchtthurm ein. Beim Anblick einer nahenden Fischerbarke trieb er hier das Boot ans Land, zog die mitgenommenen Sachen an, warf seine von dem miteingepackten Messer beschwerte Uniform ins Meer und ergriff schleunigst die Flucht, da die Fischerbarke inzwischen ganz nahe gekommen war. ohne einen Pfennig, nur ein vom Schiff mitgenommenes Stück Brot in der Tasche, wie wahnsinnig in die Nacht hinausstürzend. Der Kapitän des Schiffes von Reuter hatte übrigens die ganze Besatzung des Schiffes bis auf vier Mann beurlaubt, und dadurch die Begehung des Verbrechens erleichtert.

Kruvp'S Fürsorge. Wie sehr der verstorbene Friedrich Alfred Krupp auf das Wohl seiner Arbeiter, auf deren Erziehung, sowie sittliche Hebuna bedacht war, ergibt sich auch aus einem Blick in die Arbeiterkolonien seiner Fabriken. Deren bestehen bekanntlich 7: Kronenberg, Schederhof, Dreilinden, Alfredshof, FriedntfsW. Altenhof und Holsterhausen. Diese Ansiedlungen enthalten etwa 660 Häuser für Arbeiter, in denen 1 bis 3 Familien wohnen, und die an fchönen, gepflegten Straßen sowie Erholungsanlagen gelegen sind. Außer Kirche und Pfarrhaus, Apotheke und Lehrerwohnungm befinden sich dort bis 16klassige Simultanschulen, eine Konsumanstalt, in der die Arbeiter leisch. Brot, Kolonialwaaren u. a. gegen Baarbezahlung kaufen können zu Preisen, die die Selbstkosten darstellen, da der sich am Jahresschluß ergebende Gewinn in Form eines, oft 5 v. 6., betragenden Rabatts vor Weihnachten an die Arbeiter baar ausgezahlt wird. Ferner ist außer der Konsumanstalt eine Dampfbäckerei vorhanden, fowie mehrere Wirthschaften, Bibliotheken, Versammlungssäle für einzelne Vereine und etwa 1500 Personen fassender Festsaal, in dem im Winter in etwa vierzehntägigen Zwischenräumen Theatervorstellungen stattfinden. Ferner befindet sich in Schederhof ein orökeres Gebäude, in dem besser gestellte Arbeiter, die unverheirathet sind, Wohnung und gute Verpflegung erhalten, und in dem etwa ein Drittel der Insassen ein eigenes Zimmer, zwei Drittel aber zu zwei je ein gemüthliches Zimmer besitzen, um dadurch von e'nem zu frühm Heirathen abgehauen zu werden. Während dies aber alles von der Fabrik gebaute Miethwohnungen sind, hat Friedrich Alfred Krupp seit dem Jahre 1889 auch bedeutende Summen ausgesetzt, aus denen um den Angestellten nicht bloß eine gesunde Wohnun" sondern auch Wohlstand zu ver schaffen an Angestellte und Arbeiter mit einer Jahreseinnahme unter 3000 Mark Baugelder als 3 v. H. Darlehen gegeben werden, um sie so in die Lage zu setzen, sich ein eigenes Haus zu erwerben. Das Darlehen wird stets durch Eintragung als 1. Hypothek gesichert, und die Abtragung ist so geregelt, daß sie in 25 Jahren erfolgt. Dre Häuser sind sehr gut gebaut. Wer auf Dankbarkeit rechnet, wekulirt in .Wokltbun".

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