Indiana Tribüne, Volume 26, Number 111, Indianapolis, Marion County, 31 December 1902 — Page 7

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(Fortsetzung.) 12& gmg nocy etwas unruhig zu: man erwartete erft die Schröters mit den neu Eingetroffenen. Einem kleineu Schwarzkopf mit merkwürdig komischem Gesicht wurde das Stehen in Neih und Glied zu langweilig; da Dämchen ging an die Turnringe und versuchte es mit einem Klimmzug. Inzwischen wurde Käthe Finck ausgefragt. Am neugierigsten war ein großes, mageres Mädchen mit rothem Haar und Sommersprossen, eine langaufgeschossene Sechzehnjährige, die der Stolz des Instituts war, da sie einem zwar verarmten, aber doch ehemals reichsunmittelbaren Fürstengeschlechte entstammte. Sie hatte Käthe an die Schultern gefaßt und redete lachend in sie hinein. O je, Käthe, also eine Amerikanerin sagst Du? Miß Hopkins. hören Sie nur, eine Amerikanerin, eine halbe Landsmännin von Ihnen! Käthe, ist siebübsch?" Es geht, Agnete. Aber reich ist sie." Das sind alle Amerikanerinnen. Und dann kommen sie hier herüber und kaufen sich einen armen Edelmann. Ich .weiß schon Bescheid." Fidonc, Durchlaucht," sagte Fräulein Bramann, so etwas spricht man nickt." ,.Fi donc, rna chere princesse, 11 fiit te Mademoiselle limzu, ceschoscsla u? sc cliscnt pas!" ,,0 don't!" quakte die Engländerin. Unsinn," fuhr Käthe auf. Unsinn, Agnete: die Amerikanerin ist ja selber adlig." Adlige Amerikanerinnen gibt's gar nicht," behaupt ' Ulla von Mergentin. In Amerika ko nen blos Bürgerliche zur Welt." Schafskopp!" schrie Nelly Fritsche und ließ ihre Turnringe los. Du hast 'ne Ahnung! In Amerika sitzt der älteste Adel, der Uradel, der stammt aus dem Urwald." Ein großes Oho wurde laut. Grethe Vollmer wollte Nelly zur Strafe für ihren Kalauer an den Ohren nehmen, und nun jagten die Beiden im Turnzimmer umher. Käthe Finck konnte so etwas nicht sehen, ohne sich sofort daran zu betheiligen. Die Prinzessin mit den Sommersprossen vergaß jedwede fürstliche Hoheit und galoppirte hinterdrein. Das erweckte den Ehrgeiz von Malwine Neuß. Sie packte ihre Freundin Eissi Sandels und zog sie mit sich und schrie: Stecplechase! Alle zusammen Steeplechase! Nein, Schnitzeljagd Schnitzeljagd! Grethe ist der Fuchs! Hörrido! " Ruhe!" rief Fräulein Bramann. Seid Ihr denn Ruhc! Fräulein von Vollmer, ich zeige Sie an!" Mademoiselle Eissi," fiel die Französin empört ein, ,,une pagc de punition deux pages trois pages " (eine Seite Strafarbeit zwei Seiten, drei leiten). .,0k ok oh." quakte Miß Hopkins, ,,oh be asharned osyoursell " und dann faßte sie einen raschen Entschluß und stellte sich mit ausgebreiteten Armen in das Zimmer, um wilde Jagd aufzufangen. Aber die nnibe Jagd war einmal im Zuge. Sie tobte heran, ergriff Miß Hopkins und zog sie mit. Galopp, Mißchen!" fchrie Eissi Sandels, geben Sie Ihrem Gaule die Sporen, wir müssen den Fuchs fangen! Juhiiii! " Die Französiu jammerte. ,,0 dieu o rnesdarncs rnesdarnes, je vous prie " Aber es half alles nichts. ?te wurde gleichfalls mitgerissen, wahrend Fräulein Bramann hinter den Barren flüchtete und aus gesicherter Position die entsetzlichsten Drohungen, wie Stubenarrest, Schreiben an die Eltern, Ausstoßung aus der cnsion, in den Trubel hineinschrie. Da kam Hilfe. Die Thür öffnete sich, und es erschienen Herr von Schröter nebst Gattin und hinter ihnen die W(innf nrnrnTmni ht prftmmlo ßsirfcJVVUilVltlil.IHV;V( V. IUU1UV VI V I l f ter ob des unerwarteten Empfangs machten. Uebrigens änderte sich das Bild im Nu. Mit rafchen Sätzen stand Alles wieder in Reih und Glied, teuchend zwar noch und schnell athmend, aber stramm, amazonenhaft und mit Mienen, als ob gar nichts geschehen sei. Der Kammerherr, ein hagerer ältlicher Herr, mit sympathischen Zügen, war, das Monocle im Auge, in der Thür stehen geblieben und hob die Arme. Ja, wie ist mir denn," sagte er, .wie ist mir denn? Komme ich zu jungen Damen oder stehe ich am Eingange zu Dantes Hölle? Ist hier, ich möchte fragen, ein Reitstall, eine Manege für Hindernißrennen oder sind hier Töcher aus edlen Hausern vereinigt? Bin ch entschuldigen Sie, es war wohl ...i?ri. mtt j. r r. ur eine vorige .aucoung, ozuagen e 5Zi?itation meiner Sehnerven. Isis Bramann. wollen Sie mich

Baron." enta.ea.nete die Ee-

Cf nie stöhliche Sonmcrgcsdjtcsitc von Feder öc;i Zobcltih

ff ü HM Ü i5 ! t a 0 V TT fragte, Grethe von Vollmer hat wieder angefangen, und Käthe Finck und Prinzessin Agnete waren sofort dabei. Und Gräfin Eissi Sandels hat Schnitzeljagd galoppirt." Jetzt war auch rau von Schröter näher getreten. So." sagte sie. also Scknincljaad. Liebe Eissi. Sie wolicn einmal an den lor.igticyen tf kommen, an den Hof von Preußen. lau; ben Sie, das; es im Schlosse von Verlin Sitte ist, die Anhänglichkeit an allerhöchste, höchste und durchlauchtigste Persönlichkeiten so zu bethätigen, daß man mit den Beinen Hintenaus schlägt? Haben Sie schon jemals Hofdamen im Weißen Saale galoppiren sehen? Galoppiren, frage ich?" Und was ich zu besonders bedauerndem Ausdrucke bringen möchte." nahm. Baron Schröter wieder das Wort, was ich mit tiefem Schmerz? betonen muß, ist die traurige Thatsache denn Thatsache ist es, ich sah es daß auch Sie, Prinzessin, sich abermals an diesem, der guten Sitte, dem Fcinempfindcn und auch der echten Weiblichleii, die an einem jungen Mädchcu in specie gar nicht hoch genug zu schätzen ist daß, sage ich" er schöpfte einen Augenblick Athem, wie immer, wenn er sich in seine Perioden derwickelte auch Sie sich wieder an diesem.jeglichem Anstand und der Deliseien wie der Erziehung hohnsprechenden Treiben betheiligt haben. Durchlaucht, es gibt Dinge, die unfaßlich scheinen. Und so unfaßlich stehe ich vor Ihrem Gehaben, mich fragend: empört sich denn in einer Prinzessin von Geblüt, deren Stammreihe in ununterbrochener Folge bis zum Jahre 888 hinaufreicht, deren Mutter eine Bärlapp-Neuenstein-Eallomaro ist, auf deren Ahnen das alte Reich stolz sein konnte, besonders unter Bertold dem Drttten ja, empört sich da nicht jede Fiker? Durchlaucht, ich hoffe zuversichtlich, Sie werden nach ruhiger Ueberlegung zu 'der Einsicht kommen, daß nichts weniger einer durch Jahrhunderte geheiligten Tradition entspricht als ein wüstes Umhertollen, so wie es mir soeben zum Anblick wurde " Der Kammerherr schwieg, da er sah, daß Agnete etwas sagen wollte. Und in der That hatte die wilde Prinzessin ihre Unverfrorenheit wiedergefunden und meinte: Verzeihung, Herr von Schröder, wir wollten nur einmal den Kampf der Horatier und Kuriatier praktisch durchprobiren " Herr von Schröter wiegte den Kopf hin und her. Auch diese Ansicht," entgegnete er, kann ich zu meinem Bcdauern nicht durchaus löblich finden. Prinzessin. Denn woll.e man alles durchprobiren, was in der Geschichte passirt ist, so würde dies nach meinem Ermessen allgemach doch greulich werden. Ich Ehalte es auch nur für eile Einrede. Jedenfalls bitte ich die Damen, sich in Zukunft etwas mehr eines Benehmens befleißigen zu wollen, das auf der Höhe der Sittsamkeit steht und der Pflege einer Erziehung entspricht, wie für solche in diesem Hause stets warm eingetreten worden ist und auch in Zukunft und allezeit, das bemerke ich besonders, eingetreten werden wird. Denn nur die Erziehung macht den Menschen" Er wandte sich an Anna und Daisy zurück, die noch immer hinter ihm standen: erstere mit sichtlichem Vergnügen in der Erinnerung an die Schnitzeljagd, deren letztes Stadium sie noch hatte beobachten können Daisy etwas befangen Meine jungen Damen." fuhr Schröter fort, ich habe das Vergnügen, Ihnen hiermit zwei neue Pensionärinnen zu präsentiren: Varoneß Anna und Baroneß Daisy von Lehn. Nehmen Sie selbe liebevoll auf; seien Sie ihnen nicht nur gute Kameradinnen, sondern auch ein Vorbild und Beispiel in allen weillichen Tugenden. Das hoffe ich und toill es mir wie Ihnen wünschen" Hierauf begann die Vorstellung, die Frau von Schröter leitete. Mit den drei Lehrerinnen wurde begonnen: dann ging es weiter: Prinzessin Agnete Bürenstein, Nelly von Fritsche, Käthe Finck, Baroneß Ulla Mergentin, Gretbe von Vollmw, Komteß Eissi Sandels. Malwine Neuß " Anna und Daisy reichten jeder die Hand. Käthe Finck wollte ein Gesicht schneiden; da aber Frau von Schröter sie gerade ansah, that sie so, als ob sie Zahnschmerzen hätte. Nelly Fritsche gefiel Anna am besten; die hatte wirklich so etwas Schusterjungenhaftes; die war zu komisch. Ueber die langen Arme und großen Füße der Prinzessin mokirte sie sich heimlich; wo da nur die Rasse faß. Eissi Sandels erschien ihr auch nicht übel; sie hatte eine so niedliche freche Nase. Dann ging es zunächst zum Mittagessen. Täglich hatte eine der jungen tarnen die Küche zu uverwacyen. Heute hatte Grethe Vollmer Dienst. Diesen Tag fürchteten alle. Grethe ließ gewöhnlich irgend etwas anbrennen, versalzte die Suppe ode? that so viel Gelatine an die Sveiie. daß man iie

als Gmnmi arabikum benützen konnte. Im Eßsaal präsidirten Herr und Frau Scbröter an den beiden Enden des Tisches. Grethe sprach das Gebet; hierauf setzte man sich. Das Getränt war Wasser; nur Ulla Mergentin, die etwas bleichsüchtig war, bekam ein kleines Glas Porter. Daisy sprach wenig. Das Essen mundete ihr gar nicht. Es fing mit Chokoladensuppe an; die haßte sie. Aber sie würgte ihre Portion herunter, um nicht ungezogen -zu erscheinen. Den Schmorbraten fand sie ledern. Als die Bohnen herumgereicht wurden, sah man meyrere verwunderte Gesichter. Wonach roch denn das auf einmal so intensiv? Grethe Vollmer wurde rotb, ahnte Unheil und beichtete vorweg. Sie hatte versehentlich Zucker statt Salz an die Bohnen gethan und als Ausgleich Essig in Strömen nachgegossen. Es war ein Gericht von großer Säuerlichkeit geworden. Liebe Grethe." sagte Frau von Schröter, ich will nichts gegen Ihren Wissenseifer äußern. Dennoch: Sie brauchen nicht selbst zu kochen. Dafür ist die Köchin da. Sie sollen nur überwachen. Halten Sie sich, bitte, an diese Bestimmung, sonst werden Ihre Diensttage für uns zu Fasttagen." Grethe wurde von Neuem roth, Käthe Finck kicherte, und Ulla Mergentin meinte, sie liebe das Saure, worauf sie zum dritten Male von den Bohnen nahm. Nach Tisch durften Anna und Daisy zunächst ihre Koffer auspacken. Als Kousinen war ihnen ein gemeinsames, sehr freundliches Zimmer angewiesen worden. Alles sah außerordentlich sauber aus. und durch das Fenster in dem kleinen Erker hatte man einen hübschen Blick über Bützow und seine frühlingsgrünen Gärten. Im Gegensatz zu Anna war Daisy sehr verstimmt. Sie setzte sich auf ihren riesengroßen viereckigen Koffer und faltete die Hände in den Schoß. Es ist entsetzlich." sagte sie, Anna, es ist furchtbar." Anna lachte. Was ist denn so fürchterlich, Daisy? Ja höre, Daisy: wir haben nun ein Jahr lang in der Verbannung zu leben. Jeder von uns ist sozusagen ein weiblicher Kato, oder war es Kleon? Es ist schnuppe. Und zwar sind wir zusammengekettet wie Galeerensklaven, bewohnen dieselbe Zelle und wenn eine im Traume spricht, kann es die andere hören. Und da schlage ich Dir denn vor: wir wollen uns nach Möglichkeit gut mit einander vertragen. Du bist zwar meine Gegnerin und machst mir mein Erbe streitig. Aber es mag das Gericht entscheiden, ob Du wirklich drei Stunden früher als ich das Licht der Welt erblickt hast. Ter Sache Feind, der Person Freund. Das ist ein wunderschönes Wort. Und so entbiete ich Dir denn mit diesem Handschlage Freundschaft und bitte Dich, als Zeichen verwandtschaftlicher Gesinnung, den Händedruck zu erwidern." Du sollst sogar einen Kuß haben," entgegnete Daisy, stand auf und umarmte die Kousine herzlich. Bist ein liebes Mädel; das wußte ich gleich. Aber neulich, da konnt' ich nicht anders. Man hat mich zu wahnsinnig ge-reizt-" Ach. Daisy, die Stiftstanten! Die zählen eigentlich gar nicht mit. Daß sie giftige Zungen haben, wissen wir Alle. Uebrigens: im tiefinnersten Herzen sind sie gar nicht so schlimm." Sie sprechen wenigstens aus, was sie denken. Ihr Anderen verschweigt nur, daß wir Euch außerordentlich unbequem gekommen sind." Mir nicht, Daisy. Wenigstens heute nicht mehr. Anfänglich ja. Man ist doch nun einmal in ganz anderen Anschauungen groß geworden. Und dann hänge ich auch an Hohenwarte." Ich gar nicht. Aber ich will nicht so ohne Weiteres bei Seite geschoben werden. Ich bin auch eine Lehn. Ach Gott, lassen wir das doch! Ich fühle mich so unglücklich in diesem Käfig. Ich komme mir vor wie ein aynes Vögelchen, dem man die Flügel gebrochen hat. Und ein ganzes Jahr soll ich hier bleiben? Das halte ich aar nicht aus." Ich glaube auch noch nicht, daß Dich Dein Vater so lange hier lassen wird." Doch. Das thut er. Ich kenne meinen alten Herrn. Gewöbnlich gibt er nach; trumpft er aber einmal auf, dann muß es auch gleich ordentlich sein. Schauderhaft! Anna, dies Essen heute Mittag!" Bah, man gewöhnt sich an alles." Das ist ein schlechter Trost. Das Schlimmsie ist die beschränkte Freiheit und die stupide Regelmäßigkeit der Hausordnung. Aber es muß ertragen werden. Nun wollen wir unsere Kosfer auspacken und versuchen, es uns hier leidlich gemüthlich zu machen " Beide gingen an die Arbeit. Anna staunte über die Eleganz dessen, was der Koffer Daisys barg. Da kam unter Anderem ein Necessaire zum Vorschein, das war einfach köstlich: mit zahllosen Büchsen und Fläschchen aus Kristall und mit silbernen Verschlußhülsen. O," sagte Anna, ist das schön! Ach, es muß doch herrlich sein, mel Geld zu haben. Ihr seid wohl furchtbar reich, Daisy?" Ich weiß es nicht. Aber ich glaube, daß Papa viel verdient haben mag. Ich bekomme eine bestimmte Summe von ihm; dafür muß ich alle meine Ausga ven vestreiten. Xai it tn Amerika gewöhnlich so und sehr nett nicht wahr?" Aber gewiß ist es nett. Ich kriege weder eine bestimmte noch eine unvestimmte Summe. Manchmal drei

Mark für Briefporto Wir verdienen eben nichts; wir sind arme Leute." Nun ja," sagte Daisy, vor ihrem Koffer knieend, das ist nun mal nicht anders. Ein preußischer Offizier kann nichts verdienen. Wie hilft denn der Otto sich durch?" So gut es geht. Aber es geht schlecht. Du, Daisy, ich will Dir etwas anvertrauen. Darf ich?" Immer. Gott, ist hier wenig Platz! Ich kann doch nicht die Taschentücher zu den Strümpfen legen." Ich werde Dir in meiner Kommode noch ein Schubfach einräumen. Ich habe nicht viel Sachen. Also hör, Daisy: der Otto und ich haben uns heirathen wollen " Ach?" Das interessirte Daisy sehr. Sie hörte mit dem Auspacken auf und schaute zu Anna herüber. Na und?" Na, und es sind alle dagegen, weil wir nichts haben. Was würdest Du an unserer Stelle machen?" Geld verdienen' Herrje, Du hast doch eben selber gesagt, und es ist auch wirklich so, daß ein aktiver Offizier nichts verdienen kann." Da muß er eben den Abschied nehmen und Kaufmann werden." Das thut er nicht" Dann liebt er Dich auch nicht. Der Liebe bringt man jedes Opfer." Bitte, woher weißt Du das?" Das steht in jedem Klassiker." Anna wurde ganz aufgeregt. Ja, es ist wahr." sagte sie; wenn er mich liebt, muß er auch Alles dransetzen, mich zu kriegen. Am Sonntag habe ich eine letzte Rücksprache mit ihm bei unserem Vetter Erich" Das ist ein netter Mensch. Anna" Zu fortgeschritten, sagt Papa. Der Egon ist mir lieber. Du, das wollt' ich Dir auch noch erzählen: der Egon miethet sich über Sommer hier in Bützow ein. Er will Naturstudien machen. Er will sich noch mehr auf die Landschaft legen. Da werden wir ihn öfters treffen. Ist das nicht nett? Der kann uns öfters etwas vom Konditor besorgen. Er ist ein sehr gefälliger Mensch, wenn er mich auch zuweilen ärgert Herein!" Es hatte an die Thür geklopft. Käthe Finck und Eissi Sandels traten ein. Guten Tag," sagte Käthe. Wir kommen als Abgesandte der Partei der weißen Rose und wollten Euch bitten, auf unsere Fahne zu schwören." Wir können mehr bieten als die von der rothen Rose," fügte Komteß Eissi hinzu. Wir geben an den Verschwörungsabenden Chokolade und Blätterteig, und die rothe Rose vertheilt nur Windbeutel." Vor Allem aber," betonte Käthe, haben wir eigenes Briefpapier mit einer eingepreßten Rose in der Ecke und eine gemeinsame Kasse. Ihr Inhalt wird Rosenobel genannt. Aber äugen, blicklich hat sie keinen Inhalt, weil der alte Warwick die Kriegskosten für die letzte Schlacht auf dem Lawn-Tennis-Platz decken mußte " - Daisy saß noch auf der Erde und hörte verwundert zu. Wer ist denn der alte Warwick?" fragte sie. Das ist die Prinzeß Agnete," erklärte Käthe Finck. Ich bin Richard von Aork und bin eigentlich schon todt, weil ich in der Schlacht von Wakefield gefallen bin. Aber auf allgemeinen Wunsch bin ich wieder als völlig lebendig anerkannt worden. Eissi ist Eduard der Vierte und dürfte bald König werden." Das ist ja eine höchst verrückte Geschichte," bemerkte Daisy, doch Eissi Sandels entgegnete lebhaft: O nein, es ist sehr ernst, Fräulein von Lehn, und wir bitten Sie, doch ja auf unsere Seite zu treten. Dann sind wir im Uebergewicht." Anna, die soeben ihre Beinkleider in das Schubfach packte, erhob die rechte Hand zum Schwur. Ich bin die Eure," sagte sie feierlich. Daisy, verlaß uns nicht. Was willst Du beim Hause Lancaster?" Ja," meinte Eissi. bei den Yorks ist es viel schöner " Also gut," erklärte Daisy, ich trete den Aorks bei. Was habe ich da zu thun?" Da wird sich finden." entgegnete Eissi; Sie werden zunächst zum Ritter geschlagen werden und müssen dann eine Sandtorte geben. Aber vor allen Dingen dürfte ich wohl um den Rosenobel bitten?" Sie holte ein kleines Schächtelchen aus der Tasche, in dem früher wohl einmal heilbringende Pillen gewesen waren. Jetzt war der Deckel mit weißem Papier überklebt .md darauf stand: Kriegskasse der weißen Rose." Daisy gab ein Zehnmarkstück. Anna zwanzig Pfennige; doch erklärte dicfe, am Sonntag wolle sie noch fünfzig Pfennige nachzahlen: sie habe die Absieht, ihren Vetter Egon anzupumpen. Das Zehnmarkstück erregte bei den beiden Abgesandten Jubel. Fräulein Daisy." sagte Käthe Finck. das ist eine große That. Wir haben noch nie ein Goldstück in der Kasse gehabt. Einmal hat der alte Warwick eins gegeben, es aber am nächsten Tage wieder zurückverlangt, weil er Zopfbänder brauchte. Morgen Nachmittag haben wir Promenadenstunden. Da wird eine kurze Sitzung stattfinden. Vier Ubr. im Damemimmer des Konoilvrs aownz, wenn icy vlnen.oclrr " Nun streckte sie die rechte Hand mit ausgespreizten Fingern vor und rief: .York forcver!" Dasselbe that Eissi Sandels. Es war das Zeichen und de? Schlachtruf der weißen Rose. Dann

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Die Grippe tritt wieder epideiniscl, auf. Alle Aerzte missen, daß sich dieselbe 1ii Folge von Er kältungen entwickelt. Sie greift stekS die scha ehe Punkte des menscnlichkn Tvitems an, darin 'tegt eben das gefährliche dieser Krankheit. KAugusbRlttaiK's Hamburger Brustthee

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333fce9S9S9&S34 wollten die Beiden gehen. Aber Anna hielt sie noch zurück. Sie nöthigte die beiden jungen Damen auf das schmale kleine Sopha an der Längswand. Bleibt noch ein paar Minuten," bat sie. Die weiße Rose ist unser sicher; nun möchten wir gern noch etwas Unhistorisches hören. Zum Beispiel: wie sind die drei Lehrerinnen?" Erträglich," erklärte Käthe. Fräulein Bramann ist die .Literaturgeschichte, aber nur bis zu den Stürmern und Drängern. Außerdem gibt sie Klavier- und Gesangsstunde. Sie ist gegen Wagner und singt am liebsten Balladen von Löwe. Beim ,Erlkömg' gibt es eine gewisse Stelle, wo sie immer überschnappt. Dann räuspert sie sich, wird verlegen und singt eine halbe Oktave tiefer weiter." (Fortsetzung folgt.) Vorausgesagter Tod. Vor Kurzem verbreitete sich in La Crosse, Wis., auf unerklärliche Weise das Gerücht, daß der Bremser iWarren im Sturm vom Zuge fiel id bei Caßville todt neben dem Geleise gefunden worden sei. Damals war kein wahres Wort an der Geschichte, dieser Tage aber hat sich das damals in Umlauf gesetzte Gerücht in allen Einzelheiten bewahrheitet. Ter Körper des Unglücklichen wurde von dem Zuge durchschnitten. Verkauftes Kind. Eine Frau Fannie Urhouse von Passaic, N. I., deren Gltte bei den kürzlichen Strike-Unruhen in Pennsylvanien getödtet worden war, hat dieser Tage ihr drei Wochen altes Söhnchen Steven an eine Frau I. Urban von Wellington für $5 verkauft. Sie hatte sich bisher mühselig durchgeschlagen und setzte, als das Kind geboren wurde, eine Anzeige in eine Zeitung, daß sie ihr Kind adoptircn lassen wollte. urnaces, Eisen- und Blech-Arbeiten Joseph Gardner. 3741 Kentucky Avenue Telephon 322. Dachrinnen, Waffe öhren und Reparatur?, betten besorgt. Deutsche Buchhandlung. iSarl Pingvank, 4 irginia ve.. 34. (bembroke rcade.) psZace QuV Rate Psd, Beef Boil 6c Beef Rib Roast 10c BeefSteak Chuck... c Hamburger Meak... 8c I ambStew 5c I.amb Chops 10c Pork Sausage 11c Veal Chops 12c Bologna 7c Liverwurst 7c Lard 10c Harns California..l0c Psd. Beef RoastChuck... 8c Beef Steak RouncLllc Beef Steak Loin 13c Corn Beef Lamh Roast i: Pork Chops 12c Pork Roast Hc Veal Roast 10c Wienerwurst 9c Mttwurst lic Hams, the best.,.13c Porter House Steak 16c 418 West Washington Str. John F. Concannon, elevhone 3731. Eigenthümer. tj. E. Pflueger, Groceries, I Kofylen holz Ecke Lincohi UPd Süd East Stt. er Telephon 3. GrocerieS, Kohlen oder Holz nach irgend einein Theile der Stadt frei abgeliefert. i INDIANA DENTAL COLLEGE, Department of Dentistry Universität von Indianapolis. Zahnärztlich Arbeit jeder Art. Die Berechnungen sind nur um d ktoftn zu decken. Patienten werden von 8 Uhr Vormittag? bis 5 Uhr Nachmittag empfange. Z. W. Ecke Delaware & Qhio Str.

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