Indiana Tribüne, Volume 26, Number 108, Indianapolis, Marion County, 27 December 1902 — Page 6
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yitflHfrlJ annoner. Hannover. Oberconsistorialrath D. Georg Hartwig, dessen Wahl zum Abt von Loccum bestätigt wurde, ist durch den Oberprastdenten Wentzel in fein Amt eingeführt worden. Der neue Abt, der 63. seines Amtes, wird die Bezeichnung Georg der Zweite führen. Auf 50jährige treue Dienste bei derselben Herrschaft konnle die aus Goslar gebürtige Köchin Toris Dege bei der Wittwe des Obersten v. Uslar Hierselbst zurückblicken. Die Jubilarin steht im 82. Lebensjahre. Schon vor 10 Iahren wurde ihr von der Kaiserin eine Auszeichnung verliehen. Seinen 80. Geburtstag feierte der Rentier und Kirchenvorsteher Schaper. Das Rinke'sche Ehepaar. Linden. Charlottenstraße 64 wohnhaft, beging das Fest der goldenen Hochzeit. Von dem Herzog von Cumberland wurde dem Jubelpaar ein Geldgeschenk und eine Prachtbibel übermittelt. Bergen. Die 74 Jahre alte Wittwe Teier fiel beim Wasserholen in die Dumme und ertrank. Boden w erder. Pastor Kahle hier wurde zum Superintendenten in Dannenberg ernannt. C e l l e. Der neugewählte Superintendent hierselbst, Archidiakonus Röbbelen. ist in sein Amt eingeführt worden. G i f h o r n. Kantor Hesse, der erst kürzlich nach sjähriger Dienstzeit in den Ruhestand trat, ist hier verschieden. G ö t t i n g e n. Wegen Untreue und Unterschlagung wurde gegen den Direktor der Kornhaus - Genossenschaft in lZinbeck, Bormann, vo, der hiesigen Strafkammer verhandelt. Der Angeklagte hatte in mehreren Fällen Beträge bis zu 3000 Mark veruntreut und durch allerlei Schiebungen in den Geschäftsbüchern Nda Fehlen dieser Summen zu verdecken gesucht. Bormann wurde zu 4 Monaten Gefängniß verurtheilt. H a m e l n. Die Kreistagsmitglieter Senator Wannschaff, Bürgervorsteher - Worthalter Rechtsanwalt Gerbracht. Bürgervorsteher Rese und Rentier August Wessel wurden für weitere 6 Jahre wiedergewählt. H i l d e s h e i m. Rentier Gustav Klünder in Lehrte war 'wegen Wuchers angeklagt. Er wurde zu vier Monaten Gefängniß und 600 Mark Geldstrafe verurtheilt. Krähen Winkel. Für den Brinksitzer Ludwig Riekenberg, der 30 Jahre das Amt eines Beigeordneten betleidet hatte, wurde der Vollmeier Heinrich Ruft gewählt. Eine Feuersbrunst zerstörte das Anwesen der Vollmeierswittwe Hackerodt. Lüneburg. Tischlermeister Feuerhahn Hierselbst hat sich erhängt, seine Frau hat sich vergiftet. Das Motiv ist wahrscheinlich Furcht vor Strafe wegen Diebstahlsoerdachts. Osnabrück. Der Kreisschulinspektor Gdanie ist hier gestorben. P a t t e n s e n. Die Böttcherei von H. Garbe ging in Flammen auf. S a l z d e t f u r t h. Bei der Vürcermeisterwahl wurde an -Stelle des eine Wiederwahl ablehnenden bisherigen Bürgermeisters Schwarze der Ackerbürger Soffregen gewählt. S a l z g i t t r. Die goldeneHochzeit feierte das Rentier Kellner'sche Ehepaar. Dem Jubelpaare wurde vom Kaiser die Ehejubiläums - Medaille verliehen. V e r d e n. Wegen Concursverürechens verurtheilte das hiesige Schwurgericht den früheren Molkereibentzer Peters in Baden bei Achim zu 6 Monaten Gefängniß. Z e v e n. Dem zum Amtsrichter bei dem hiesigen Amtsgericht ernannten bisherigen Gerichtsassessor Lchmeyer aus Goslar a H ist unter Zurücknahme jener Ernennung die erledigte Amtsrichterstelle bei dem Amtsgericht in Berum übertragen worden. 'Irovinz Westfcrlen. M ü n st e r. Die Ehejubiläumsmedaille ist den Eheleuten Steuerinspektor Arnold Quinke und Regina, geb. Kaufmann. Hierselbst, welche ihre goldene Hochzeit feierten, verliehen worden. A r n s b e r g. Kreisschulinspektor Röhricht in Altenkirchen wurde zum Regierungs- und Schulrath hier ernannt. B e ck u m. Die in den Jahren 1501 bis 1871 hier bestandene Schmiedezunft soll wieder ins Leben zurückgerufen werden. Die hiesigen Schlosserund Schmiedemeister haben bereits mehrereVersammlungen dieserhalb abgehalten. B i l l m e r i ck. Vor einiger Zeit wurde die Frau des Bergmanns WilHelm Himmermann unter dem Verdachte des Kindesmord.'s verhaftet. Die inzwischen wieder auf freien Fuß ccsetzte Frau verübte dieser Tage Selbstmord durch Erhängen, nachdem zwei frühere Selbstmordversuche verhindert worden waren. E r g 't e. Einem Brande fiel das Anwesen des Landwirths Rhiner zum Opfer. F ü r st e n b e r g. Hauptlehrer Schlüter trat nach 44jähriger Dienstzeit in den Ruhestand. H a m m. Uhrmacher Wilhelm Kneer. Kaufmann Karl Kentner, Schriftsetzer Hermann Dreier und Bauunternehmer Heinrich Sommer sind zu Stadtverordneten gewählt worden H e m e r. Der bei der Firma Tun-
nerhof und Götter in Arbeit stehende Drahtstiftmacher H. Lipps konnte auf eine 60jähr. ununterbrochene Thätigseit bei dieser Firma zurückblicken. Husten. Unsere Gemeinde beging die eier des elfhundertjährigen Bestehens in der Pfarrei. Dieselbe wurde nämlich im Jahre 802 von Ludgerus. dem ersten Bischöfe von Münster, gegründet. L i p pst a d t. Bei den Stadtverordnetenwahlen wurden Thierarzt Joseph Theissen. Schlossermeister Heinrich Boß und Betriebschef Franz Schütte gewählt. L ü t g e n d or t mund. Nach Veruntreuungen flüchtete von hier der Ortsbriefträger Corzelius. O t t b e r g e n. Hofbesitzer Joseph Lüttke kam mit einem leeren Wagen vom Felde und saß vorn in dem Kastenwagen. als plötzlich diePferde scheu wurden, durchgingen und der Führer bei dem Bemühen, sie festzuhalten, vom Ä)agcn fiel, überfahren und dermaßen verletzt wurde, daß er kurz darauf seinen Geist aufgab. R i e s e l. Niedergebrannt ist das Anwesen des Schmiedemeisters Vogt. Pheinprovinz. Köln. In der Farbenfabrik von Lindgens brach Großfeuer aus. das einen derartigen Umfang annahm, daß außer sämmtlichen Feuerwehren und der Reservefeuerwehr auch Mannschaften des 53. Infanterie - Regiments zur Hilfeleistung herangezogen werden mußten. Das Maschinenhaus wurde vollständig zerstört. Fahrradhändler Louis Antweiler von hier ist unter Hinterlassung bedeutender Schulden, ungefähr 80.000 Mark, denen keine Aktiva gegenüberstehen, nach England geflüchtet. Bonn. Gutsbesitzer Courty vom Gut Zur Mühlen bei Siegburg, der seine Frau und seinen Verwalter er schössen hatte, weil die beiden in straflichem Verkehr miteinander gestanden hatten, wurde vom hiesigen Schwurgcricht freigesprochen. B r ü h l. Kaufmann Peter Jos. Kirsch verschied hier im Alter von 81 Jahren. Der Verstorbene wirkte länger'als ein Menschenclter als erster Beigeordneter in unserer Stadt. Düsseldorf. Schiffer Gilner wurde von seinem Stiefbruder im Streit erstochen. Schulinspektor a. D. Christian Fuß erhielt den Rothen Adlerorden vierter Klasse. E l b e r f e l d. Dem Professor A. Melchior am hiesigen Realgymnasium ist der Rang der Räthe vierter Klasse verliehen worden. Kalk. Fritz Vorster aus Köln machte der hiesigen evangelischen Gemeinde ein Geschenk von 100.000 Mk.. um den Bau eines evangelischen Krankenhauses zu ermöglichen und einen Betriebsfonds für die Unterhaltungkosten desselben zu schaffen L e i ch l i n g e n. Die Stadtverordneten wählten den mit der commissarischen Verwaltung der Gemeinde beauftragten R'.'gierungssekretär zum Bürgermeister Eheleute Wilhelm Jansen begingen das Fest der goldenen Hochzeit. Mayen. Ein altes Wahrzelchen unserer Stadt, der hohe Thurm der Genooefaburg neöst den anstoßenden Burggebäuden, wurde ein Raub der Flammen. München -Gladbach. Bei der Stadtverordnetenwahl der dritten Abtheilung siegten die Candidaten der Centrumspartei: Karl Schiedges, Frz. Müller-Hohberg. Theod. Giesen. Pet. Schmitter und Rechtsanwalt Nonnenwühlen. N e m a g e n. Ein schönes Doppelfest wurde hier in der durch ihre Malereien 'weltberühmten Apollinariskirche begangen. Pater Romualdus Terhaag feierte sein fünfzigjähriges Ordensjubiläum und der Guardian Pater Cyprian aus Ehrenbreitstein sän fünfundzwanzigjähriges Jubelfest. Solingen. Lehrer Döhren verließ unsere Stadt, um eine Lehrerstelle in Elberfeld zu übernehmen. Steinendorf. Eheleute Karl Gräf begingen das Fest der goldenen Hochzeit. S t r o m b e r g. Der seitherige Veiaeordnete für die hiesige Landbürglermeisterei. Gastwirth Karl Weinzheimer. ist in gleicher Eigenschaft auf eine, weitere sechsjährige Amtsdauer wieder ernannt worden. "ZfroVinz gellen-glasiern. Kassel. Kantor Blaöert feierte mit seiner Gemahlin die diamantene Hochzeit. Kürzlich waren 50 Jahre verflossen, daß Rektor Jffert, an der Bürgerschule 7 hier, als Lehrer und Rektor thätig ist. Gattenmörder Maurer, der in seinerWohnung, Obere Karlstraße, seine Gattin umbrachte, wurde vom Schwurgericht wegen Todtschlags zu lOjährigem Zuchthaus verurtheilt. B e b e r b e ck. Kutscher F. Wagner auf der hiesigen Domäne erhielt das Allgemeine Ehrenzeichen in Silber. Frankfurt. In der Brauerei Binding gerieth der 18jährige HilfsMaschinist Eduard Haardt beim Oelen der Transmission in das Getriebe und trug schwere Verletzungen davon. Stabarzt a. D. Dr. Wilhelm Säger! wurde, nachdem in seiner Wohnung eine umfassende Hausuntersuchung erfolgt war, in Haft genommen. Schon seit einiger Zeit schwebt gegen ihn ein Verfahren wegen Meineids. Die Firma Werner Kreuser & Co. stellte ihre Zahlungen ein. G e r t e n b a ch. Rentier 95, Ludwig beging mit seiner Gattin das Fest
oerodenen Hochzett.
Die größte aller Gefahren. Vei der Besprechung der -Finanz Frage haben wir mehrmals darauf hingewiesen, daß wenn keine Anstalten zur Vc nehrung der Umlaufsmittel getroffen erden, stch daraus eine neue Jnfla-tion-Bewegung ergeben müsse. Die Bestätigung für diese Ansicht finden wir in einer Weise, die sogar uns verblufft, die wir doch mit einer solchen Möglichkeit rechnen. Kein geringeres Blatt als die Chicago Tribune", die das Organ der Kaufmannschaft in einer der größten Handelsstädte der Erde ist oder sein will, schreibt: ..Die Bewohner des Staates, dem der Finanz-Sekretär entstammt, und die Bewohner anderer Staaten wollen von einem auf Bankaktiven basirten Courant-Geld nichts wissen. Wenn die jetzigen Umlaufsmitiel nicht genügend sind, was wir nicht zuzugestehen bereit sind, und wenn die durch Regie-rungs-Bonds gedeckte Noten-Zirkula-tion sich nicht ausdehnen läßt, so sieht das Volk nicht ein, warum nicht eine weitere GreenbacksEmission veranstaltet werden sollte, da diese völlig gefahrlos wär e." Wenn das am grünen Holze geschieht, was soll es am dürren werden? Wenn der Redakteur der bedeutendsten Zeitung einer Welt-Handelsstadt eine neue Greenback-Emission empfiehlt, wessen soll man sich dann von den breiten Massen versehen, die weder die Zeit, noch die Gelegenheit haben, sich mit Finanzstudien zu befassen? Es ist wohl kaum nöthig, über die Unsinnigkeit des Vorschlages zu reden. Die Greenbacks in ihren ersten Stadien offenbarten das untrügliche Zeichen einer zerrütteten Finanz-Wirthschaft. ein Ag, das erst aufhörte, als das Resumptionsgesctz angenommen wurde. Der schwarze Freitag"; die Krisis von 1874. die bis 1880 sich hinzog; die Verschärfung der Krisis von 1893 sind die faulen Früchte der Greenback-Cirkulation. Wir lassen es bei diesen Hinweisen bewenden und richten unsere Aufmerksamkeit auf die Widerlegung der Gründe, welche jenes Blatt gegen eine auf Bankaktiven basirte Cirkulation anführt. Der erste Grund: daß eine Vermebrung der Umlaufsmittel nicht nothwendig ist, wird durch die Thatsachen hinfällig, die so offenbar find, daß sie einem Blinden nicht entgehen können. Wir stehen nicht einer Theorie, sondern aktuellen Dingen gegenüber. Das Geld ist knapp. Es ist nicht blos in diesem Jahre knapp, sondern diese Klemme stellt sich jeden Herbst ein, wann man des Geldes zu den legitimsten Zwecken bedarf, die man sich denken kann : um die Ernten auf den Markt zu bringen. Der zweite Grund, welchen das Chicagoer Blatt anführt, geht dahin, daß wenn man den Banken gestattet, Noten auf ihre Aktiven zu emittiren, so werde das lediglich der wildesten Spekulation Vorschub leisten. Ehe wir diesen Elnwand entkräften, wollen wir das Chicagoer Blatt fragen: Was war von je.'r die Folge einer jeden durch die Regierung veranstalteten Geld - Emission? Die Wirkungen der GreenbacksEmission haben wir bereits erwähnt. Die Wirkungen der Silbergeld-Emis-sioit von 1890 sind noch frisch im Gedächtniß. So oft eine Regierung bloßes Zeichengeld, in Greenbacks oder minderwerthigen Silber-Dollars, dem Marktl? zuführt, muß sich daraus eine wilde Spekulation ergeben, und zwar deswegen, weil die Spekulation als erste Bedingung einer großen Quantität flüssiger Geldmittel bedarf. Wenn Geld in großen Mengen vorhanden ist, blüht der Weizen der Gründer. Das ist sogar der Fall, wenn solch vollwerthiges Geld, wie Gold, plötzlich in großen Mengen dem Markte zugeführt wird, eine Wahrnehmung, die wir in den letzten drei Jahren gemacht haben, als das von auswärts hereinströmende Gold von der Aktienbörse absorbirt wurde. Soweit die Aktienspekulation der letzteren Ursache, der Goldzufuhr in Folge einer günstigen Handels-Bi-lanz, entspringt, läßt sich dagegen nichts thun. Aber sicherlich ist es nicht die Aufgabe der Regierung, mit Vorbedacht und Absicht eine Krisis herbeizuführen, indem sie eine Emission von Zeichcngeld veranstaltet. Wenn wir aber von der feststehenden Thatsache ausgehen, daß eine G'ld klemme vorhanden ist und daß sie üb-r-wunden werden muß, um eine Katastrophe zu verhüten, so ergibt sich daraus die Frage, wie das am besten und sichersten geschehen könnte. Die Möglichkeit hierzu bietet allein eine auf Bankaktiven basirte Zirkulation. Die Chicagoer Tribune" behauptet, daß das lediglich der Spekulation die nötbigen Mittel liefern würde und das Volk eine Ueber-Emission und demgemäß auch eine Entwerthung der Banknoten zu befürchten habe. Genau das Gegentheil ist wahr. Das auf Bankaktiven basirte Courant-System entspricht dem in diesem Lande bisher nicht erreichten Ideale, daß dem Handel nicht mehr Geld zugeführt wird, als er in einem gegebenen Moment braucht; daß das emittirte Geld an die Banken zurückfließt, wenn es nicht mehr gebraucht wird; daß es sicherer ist, als Gceenbacks und sonstiges Zeichengeld, weil es nicht auf Kredit, sondern auf aktuellen Werthen basirt und weil die Emission nicht über die Deckung hinausgehen kann. Warum daS so ist, wollen wir in Kürze beschreiben. Nehmen wir an, daß das eingezahlte Aktien - Kapital
einer Bank IS Deckung für die NotenEmission dienen soll und dieses Kapita! eine halbe Million beträgt. Eine halbe Million Dollars ist doch sicherlich ein gutes Unterpfand für eine vierie Million Dollars. Darauf wird die Chicago Tribune antworten: Wenn die Bank mit ihrer Belehnung leichtsü.nig ist, geht das Geld verloren. Gesetzt dem wäre so, dann bliebe doch die Deckung in Form des Grundkapitals für die Noten - Inhaber übrig. Aber cs ist unsinnig, einen solchen Leichtsinn nur zu vermuthen. Die meisten Banlir heben fünfmal, häufig sogar zehnmal se viel Depositen, als ihr Grundtnpital beträgt. Trotzdom gehör-m Fallissements von Banken zu c.'n öröHten Seltenheiten. In keiner Gc-stfäH- - Branche sind Fallissements vetlältnißmäßig so selten, wie gerade im Bankgeschäft. Das kommt daher, weil die Banken besonders vorsich:ig i.i dec Kreditgewährung sind. Wenn man also einer Bank mit hunderttausend Dollars Kapital e7ne Million 'llars Depositen anvertrauen kann, wanm soll man dann annehmen, daß sie die hunderttausend Dollars Noten, V sie auf ihr Kapital hin emittiren dürfte, verschleudern würde? Warum sollen gerade hunderttausend Dollrrs 9den gefährdet sein, wenn eine Ncillion Depositen nicht gefährdet sind? Warum aber diese Depositen nicht gf'.hrdei sind und auch die von der Bank emittirten Noten nicht in Gefahr stehet!, darin beruht das ganze Gehcimniß des Bankgeschäfts, das offenbar der Chicagoer Tribune ein versiegeltes Buch ist. Vielleicht wird sie zi:i besseren Einsicht gelangen, wenn wir ihr erklären. Eine Bans kann deswegen nicht leichtsinnig mit dem Kred'tgeben sein, weil sie jeden T a z hundertmal und nochmehrmals, je nach dem Umfang ihres Depositen-Gcschäfts. auf die Probe gestellt wird. Diese Probe ist jeder Chck, der präsentirt wird. Wenn die Bank ibn nicht honorirt, weil ihr die nöthigen Fonds fehlen, so ist ihr Bankerott auf der Stelle kund und offenbar. Genau so wäre es mit den B a n k n oten, die sie emittirt. Wenn die Mai;regel getroffen wird, daß die Baak nui ihre Noten auszahlen darf, so gibt sich daraus, daß sie ihre an ane ändere Bank gelangten Noten einlösen muß. Sobald sie das nicht vermag, ist ebenfalls ihr Bankerott kund und oifcnbar. Das Verfahren wäre genau so. wie in einem Clearing - Haus. Die zu einem Emissions - Bezirk gehörigen Banken halten monatlich Abrechnung. indem sie ihre Banknoten gegenseitig austauschen. Wo eine Bilanz gegen eine Bank sich ergibt, muß sie baar ausgeglichen werden, wie bei den Checks. Die Check - Bilanz bträgt in der Regel nicht mehr als fünf Prozent. Bei einer Noten - Zirkulation von100,000 beliefe sich die Bilanz auf eine Bagatelle von $5m Welcher vernünftige Mensch wird da behaupten wollen, daß eine solche NotcnZirkulation mit irgend welchen Gefahren für die Noten - Inhaber v.'rknüpft ist? Wenn damit die Sicherheit des Gel des unbedingt verbürgt ist. so ist noch der in unseren Augen wichtigste Punkt zu erörtern, der die Banknoten auf Aktiven zum idealen Gelde macht. Wie wir gesagt haben, haftet den Greenbacks- und allen derartigen GeldEmissionen der große Fehler an, daß sie von der Spekulation verschlungen werden. Wie Bastiat schon vor fünfzig Jahren richtig bemerkt hat, muß eine Regierung, wenn sie einmal mit der Emission von Zeichengeld beginnt, beständig mehr emittiren. bis die Ueberemission zu einem Krache führt. Wird den Banken aber diese Emission übertragen, so ist das nicht zu bcfürchten, weil sie hierin genau denselben Weg verfolgen, wie bei ihren Darlehen. DicBank gewährt blos Kredit auf drei Monate. Ist die Frist abgelaufen, so muß das Geld zurückerstattet werden. Ein Gläubiger,' der um Prolongirung nachsucht, stoßt schon auf etwas Mißtrauen. Zumeist wird die Bank darauf bestehen, daß er einen Theil seiner Schuld tilgt. Genau so würde es mit der Noten-Emission sein. Wenn die Bank Darlehen in Form ihrer Noten macht, müssen die Noten oder der entsprechende Betrag in drei Monaten zu rückerstattet werden. In dieser Weise kommt es, daß die Noten, nachdem sie ihre Funktion erfüllt haben, in die Bank zurückfließen und nicht von der Spekulation absorbirt werden. Aus diesem Grunde sind wir auch der Ansicht, daß weder eine Steuer, noch sonst eine Vorsichtsmaßregel nothwi'ndig ist, wenn die Noten-Emmission dis Höhe des Grundkapitals nicht übersteigt, außer der erwähnten VorsichtsMaßregel, daß die Bank nur die von ihr emittirten Noten auszahlen darf. In dieser Weise glauben wir der Chicagoer Tribune" den Beweis geliefert zu haben, daß die von ihr gchegten Befürchtungen eingebildeter Art sind, und daß die von den Banken emittirten Noten sicherer, besser und dem Gemeinwohl dienlicher sind, als die Noten, welche die Regierung emittirt. Unsere Leser mögen es vielleicht für eine Zumuthung halten, daß wir uns so breit darüber ausgelassen haben. Trotzdem halten wir eine Entschuldigung nicht für nothwendig, wir sind sogar der Ansicht, daß es ihre Pflicht ist, sich mit der Finanzreform eingehend zu beschäftigen und aus allen Kräften auf ihre (Einführung hinzuarbeiten.
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