Indiana Tribüne, Volume 26, Number 105, Indianapolis, Marion County, 23 December 1902 — Page 7
Jndiana Tridune, 23 Dezember 1902.
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tt n u u tt u tt 4-4-Ver f.. ackfisch- ? K asten tt k. .VA A4. -t. 4. 44. 44 44- -S4- 44- . 43 44- 44(Fortsetzung.) - '50 ou lcy venn em paar 3at)it stockier herbekommen! Ich werde Hasenpfeffer fragen. Wo hast Du Deinen Frosch? Hast Du ihn festgebunden?" Nem. Ich habe ihn hinten in der Nocktasche und ein paar grüne Blätter dazu gcstopst. Ich fühle, wie er herumhuppt." (Sott, das arme Thier!" rief Anna. Hinten in der dunkeln Tasche! Setze Dich blos nicht aus Versehen auf ihn." I. wie werd' ich denn" Ich bringe jetzt das Glas. Wir wollen einmal ausprobiren, ob er wirklich ein Varometerfrosch ist. Wenn nicht, geben wir ihm die Freiheit. Aber vorher binden wir ihm ein rothes Bandcyen um ven Hals, oamu wir tön wieder erkennen. Frösche werden sehr alt: es wächst ihnen Moos auf dem Kopf wie den ehrwürdigen Karpfen. Vielleicht, daß uns nach dreißig Jahren ' noch einmal begegnet mit seinem rothen Bändchen. Das wäre süß." Ihr Gram wie ihr Trotz waren verschwunden. Sie suchte Hasenpfeffer auf und ließ sich von ihm ein langes Blumen9las geben. Dann stürmte sie in den Garten Es waren auch von den anderen einige in den Park gegangen: Erich, Otto und Egon, die drei Jungherren. Sie hatten die Tanten aus dem Stift mit Onkel Nante und dem Rentmeister in der Bibliothek sitzen lassen und wollten frische Luft schövfen. Otto hatte ihnen einen heimlichen Wink gegeben. Er mußte sich aussprechen. Sie gingen durch die große Halle und seitwärts durch den Erdbeergarten, an den drei alten Trauereschen vorüber. Der Ghirm hatte sich völlig gelegt. Es war wundervolles Wetter geworden. DZc Sonne lachte am Märzhiminel, von dem alle dunklen Wolken verfchwunden waren. Nur ein paai schneeweiße Flecken hingen im Aetherblau; sie sahen aus wie Segelschiffe aus weitem Meere. . . Freilich: es war naß im Park. Baum und Strauch trieften. Aber auf den Kieswegen ging es sich gut, und nach dein Lenzsturm sah man erst, wie weit der Frühling schon vorgeschritten war. Die Spireen in den Bosketts hatten bereits ihre Blätter entfaltet. Sie waren immer die ersten in der Natur und mußten es sich gefallen las stn. von jedem Nachtfrost ob ihrer NaseWeisheit arg bestraft zu werden. Doch trieb auch schon der Flieder dicke Knospen, und die Weidenkätzchen schimmerten silbrig, und auf den Kastanien saßen die dunkelbraunen Ovale der neuen Schößlinge. In den Birken leuchtete alles frllhlingsgrün; nur die Eichen hielten sich trotzig zurück; sie standen noch winterkahl in der LenzPracht gleich alten Herren, die sich an die Jugend ringsum nicht recht gewöhnen können. Otto, Tu machst ein entsetzliches Gesicht." sagte Egon und rückte seinen flauschigen Rundhut tiefer in den Nacken. Du machst ein Gesicht wie Bonapartc, als Moskau brannte. Also hast Du eine Schlacht verloren." Ich wußte es," warf Erich ein. Mein lieber Otto, das von dem Raume in der kleinsten Hütte für ein glücklich liebend Paar ist sehr poetisch. Aber es hat doch auch seine Schattenfeiten. Der kleinste Raum muß heute immerhin ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer, einen sogenannten Salon, Küche, Badestube und Zubehör umfassen; eine Kinderstube kommt später auch noch hinzu. Und auch der kleinste Raum kostet heute M:::he. Als Schiller das dichtete, regierte noch nicht der Realismus die Poesie, sondern die holde Illusion war Trumpf." Ach, Erich," entgegnete Otto, der seinen Gummimantel über die Uniform geworfen hatte, mir ist' wirklich nicht scherzhaft zu Muthe. Gewiß ich habe die Abweisung vorausgesehen. Sie mußte erfolgen; das war nur logisch. Aber, sieh mal: jetzt soll die Logik siegen. Und als ich in's Leben trat, hat man sie verflucht wenig beachtet." Für die Welt ist sie immer nur ein Aushilfsmittel," sagte Egon. Aber klage Dich aus, Otto. Wer so ein Gesicht macht wie Du, hat noch Verschiedenes auf dem Herzen." Das hab' ich. Ich bin maßlos erbittert. Die Abweisung von vorhin ist nur ein Glied in langer Kette. Und die Kette begann in dem Augenblick, da ich aus dem Kadettenkorps kam. Da schlang man sie mir um den Fuß; nun knebelt und umwindet sie mich ganz, so daß ich mich kaum noch rühren kann. Veitern, ich bin ein passionirter Soldat und ein guter Frontoffizier. Das soll kein Selbstlob sein. Ich konstatire es nur. Aber es war trotzdem Thorheit, daß man mich Offizier werden ließ." Lieber Otto, daS ging nicht anders," erwiderte Erich, während er mit der Fußspitze einen Kiesel vor sich herstieg. Es ging nicht anders aus einem
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,. jt s44. (sine fröhliche 5ommctQcscf)irijtc HAjt. 11 fcc;t it Fcdsr von Zobcltitz 4 -4 !' tr tZmit A n TV W VV AA TT 1 tt Dutzend Gründen. Zunächst sind wir nun mal eine alte Soldatenfamilie " So und weshalb bist D u dann nicht auch-Offizier geworden? Und weshalb Egon nicht?" Erich lächelte. Ich war zu klug dazu, behauptete Mutter wenigstens immer, und Eqon zu dumm." Pfui, welch' ein gemeiner Bruder!" rief der Malersmann. Pfui, welch' eine niedrige Seele! Und versteckt sich bei seinen Injurien hinter die selige Mutter. Die Wahrheit ist, daß ich aus dem Kadettenkorps 'rausflog, weil ich einmal eine Tüte mit Maikäfern in die Klasse gebracht hatte, und eins von den Biestern krabbelte auf dem Beliura gallicurn fccS Lehrers herum, so daß er es natürlich merken mußte. Da flog ich zu meinem Heil, denn wenige Zeit später kam mein außerordentliches künstlerisches Ingenium an den Tag, worauf ich mich heftig der Malerei in die Arme warf. Wenn Erich also sagt, ich sei zu dumm gewesen, um Offizier werden zu können, so entspricht dies weder der Wahrheit noch der Forschung." Der Forschung nicht, das gebe ich zu," erwiderte :er Rechtsanwalt. Ichrektifi.ziie mich dailt m die Geschichte unserer glorreichen Familie keine Irrthümer gelangen. Im Uebrigen, geliebter Frere, war die Irrung nicht böse gemeint." Wollte ich mir auch ausgebeten haben " Sieh mal, Otto, daß Du Offizier werden mußtest, das lag fozusagc.. an der Vorbestimmung. Es war Dein öZismet. Dein guter, Vater " Mein guter Vater nein, Erich, laß den Alten ruhen! Er konnte nicht anderZ. Er war so ganz Soldat, daß Herrgott, hätte er mich wenigstens in die Infanterie gesteckt! Da hätt' ich mir besser durch's Lel'en helfen können. Aber nein ich mußte nothgedrungen bei dem Regiment eintreten, das er selber einmal geführt hat. Auch der Großvater stand bei den schlcsischen Dragonern, auch der Urgroßvater reihauf bis zu irgend einem grauen Ahnen. Nun hab' ich unter Entbehrungen " Die Tradition zu retten," vollendete Erich. Schweig still, Otto, und laß Dich vom Odem dieser Tradition umwehen. Wir stehen vor den Trümmern unserer alten Stammburg " So war es in der That. Der Park stieg an. Der Weg führte durch Wiesengrün, auf dem das Naß des Regens im Sonnenschein wie ein Goldgespinst glitzerte, zu einer kleinen Anhöhe. Hier standen zwei alte und ungeheure Eichen, vielhundertjährige Bäume, und weiter oben ein verfallener Thurm. Man hielt ihn nur noch künstlich aufrecht; von allen Seiten stützte ihn modernes Maucrwerk. Schon die Väter hatten ihn ängstlich und zärtlich gehütet. Er war von Eisenklammern umspannt; die sollten seiner Morschheit Festigkeit gebcn. Aber er bröckelte weiter und weiter. Der Regen wusch die Fugen aus; der Sturm erschütterte ihn; er hielt nicht Stand vor den Wehen der Zeit. Und immer wieder wurde von Neuem gemauert, gestützt, gefestet. Man fparte sich die Butter vom Brode, um diesen alten Thurm erhalten zu können, der das letzte Ueberbleibsel war aus jener sagenhaften Zeit, da die Lehns in Erscheinen?, traten. Ein Heino und ein Hilbert Lehn sollten die Burg erbaut haben als festen Schu gegen die polnische Sturmfluth. Sollten wer wußte es! Irgend eine Chronik berichtete also. Es gab noch andere Reste; aber die stammten aus späterer Zeit. Man sah noch einen Theil des Burgfrieds." der alten Mauer, die die Feste unten am Abhang umschlossen hatte. Die Steine waren gebrannt; also mußte die Mauer, im sechzehnten Jahrhundert vielleicht, erneuert worden sein. Im Frühjahr bekleideten sie ganze Büschel von goldgelbem Ginster, und dann trieben leichtfüßige Lagerten zwischen dem Geröll ihr anmuthiges Spiel. Auch ein Portal stand noch, halb wenigstens: eine Säule und ein Stück Verbindungsglied mit einem verwaschenen Wappen, dem Wappen der Lehn: dem Mohrenkops mit dem Andreaskreuz darunter. Aber der Mohr hatte im Laufe der Zeiten eine bisic Backe bekommen und eine arg verschimpfirte Nase; er sah aus, als habe er beständig mit katarrhalischen Unannehmlichkeiten zu kämpfen. DieZ sagte wenigstens Egon. Ich behaupte, es ist gar kein Mohrenkopf, sondern ein Mongole. Warum soll es kein Mongole sein? Wer weiß, wie die Wappen entstehen oder vielmehr entstanden sind? Heute hat man es leichter. Da gibt es ein Heroldsamt, das steht jedem frisch geadelten Nobelmann mit Rath und That zur Seite. Aber dunnemals. Oder vielleicht repräsentirt der angebliche Mohrenkopf auch das verbindende Glied zwischen Mensch und Affen. Etwas Gorillahaftes hat er." 3mmcx bedenke, .daH Du auf ge
weihtem Boden stehst," sagte Erich, und daß Dein Witz hier keine Förderung verdient. Der Gorillavergleich ist entehrend für die Ahnen. Mäßige Dich doch. Otto, warum schaust Du so sinsier auf den Thurm? Tief unten lag vermuthlich die Folterkammer. Schreckt Dick, der Gedanke?" Otto fuhr aus Grübeln und Sinnen empor. Er schüttelte den Kovf. Nein mich schreckt nichts mehr." entgegnete er. ..Ich dachte nur an den Niedergang unseres Hauses. Das kommt so. wenn man auf dieser .geweihten Erde' steht. Dumme Gedan n.a .ciedergang. Sedeutet denn in unseren agen wirklich nur Reichthum Macht?" Macht, ja," meinte der Rechtsanwalt, aber freilich rächt immer Ehre. Sagt, was ist daSda? D drüben im Epheu? Ein Grabstein?" Egon lachte. Du weißt gut Bescheid. Schäme Dich doch! Das ist das Denkmal für Gerald von Lehn, bei im Bauernkriege fiel." Richtig." sagte Erich und schnippte mit den Fingern. Ritter (Gerald, ein gewaltiger Recke und. irre ich nickt, ein Freund Florian Geyers" ' Man trat näher an den Grabstein heran, der vielleicht nur ein Denkstein war; eine graue, arg verwitterte Gra nitplatte, darauf das verwaschene Ab bild eines die Hände faltenden Gepan zerien und ringsum die kaum noch lesbare Inschrift: Ecraldus de Lehn. In de gnad qots vnnd cüristi todt, junius 9. MDXXV. Die ganze Platte war dicht von Epheu umrankt, und oben im Epheu hatte ein Vogel sein Nest erbaut; das lag da warm unl geschützt im Grünen. Schaut das Nestchen." sagte Egon, in dessen weiches Künstlerherz sich gern einmal eine poetische Regung stahl, das dünkt mich symbolisch, wie sc dicht neben dem Tode junges Leben zu entsprießen beginnt. Und wie da Ver gangenheit und Zukunft sich berühren. Das wird den alten Geraldus freuen, wenn ern zu seinen auplern rne Vogel zwitschern werden. Thun wir ein Uebriges und spenden wir dem Ahn unter der Steinplatte ein Frühlingsopfer" Es wuchsen an der alten Vurgfriedmauer viele Tausende von wilden Veilchen im Grase; und von den kleinen Blaublümchcn raffte der Malersmann eine Handball zusammen und legte sie zu Filmen des Steins. Bravo!" rief Erich. Das war hübsch und recht, Bruder meiniges. Aber ich bezweifle, daß Ohm Geraldus wirklich unter der Steinplatte ruht. Bezweifle es, weil ich mich sehr stark in der Historie fühle und der 9. Juni 1525 sicher auf jenen Tag hinweist, da Florian Geyer mit seinen Genossen bei Limburg von Wilhelm von Grumbach überfallen und niedergemetzelt wurde. Da wurde auch Gerald vom Tode ereilt; ich glaube aber, nicht, daß man seine Leiche hierher transportirt hat. So etwas machte damals mefo Umstände als heute, wo man in der VerPackung bewanderter ist, Kurirzüge hat und große Trauermagazine, 'die dem Tod hilfreich unter die Arme greifen. Ich taxire, das ist nur ein Denkstein, den vielleicht Geralds Sohn dem Vater errichtete, doch kein Grabmonument. " Die drei Nachkömmlinge des alten Freiheitskämpfers standen eine kurze Weile schweigend vor dem Epitaph. Sie mochten Verschiedenes denken. Erich, der modernste, lächelte, und der Malersmann schaute sinnend drein, während auf Ottos Gesicht noch immer ein etwas finsterer Ausdruck lag. der wenig zu der lustigen, farbenheitercn blauen Dragoneruniform paßte. Ich gestehe, Kinder," meinte Otto, ich bin nicht so bewandert in der Geschichte wie Vetter Erich. War denn der Ritter Florian Geyer nicht ein Rebell und kämpfte gegen den eigenen Stand?" Das war er und that er." entgegneie der Rechtsanwalt. Und man verzieh es ihm nicht. Er war für die Bauern, nicht wider sie; aber er war gegen Adel und Klerus ' und Reich. Nun ja: er war ein Rebell. Gerade so ein Rebell wie unser Onkel Ernst in Amerika. Es wiederholt sich alles oder sprechen wir es literarischer aus: es ist alles schon dagewesen." Und dem Rebellen hat man auf Hohenwarte einen Denkstein errichtet," fügte Otto hinzu. Es trat jetzt auch ein nachdenklicher und sinnender Zug auf sein Gesicht. Er hüllte sich fester in seinen Gummimantel, als fröstelte ihn trotz des Sonnenscheines und der lenzigen Wärme. Das ist seltsam. Ich sage Euch, ich verstehe das nicht. Der war ein Rebell wider Kaiser und Reich-und das' ehrte man noch." Erich lieft einen Pfiff ertönen. Lieber Vetter, hörst Du, das war ein Psitf. So gibt es überall Leute, die pfeifen auf das, was man Standesempfinden oder dergleichen nennt, wenn es dem innersten Menschthum nicht entsprechen will. Und über das rein Menschliche geht schließlich nichts. Es hat jeder seine Ideale; der diese, der jene. Den führen sie auf die Seite der Revolution, und den auf die entgegengesetzte. Aber was das wirkliche Ideal ist, das soll man auch achten." Nein, Erich," fict Otto lebhaft ein; ich bitte Dich, wenn " Aber er kam nicht weiter. Vom Weiher herüber ertönte ein gellender Schrei, dem Hilferufe und lautes Jammern folgten Holla!" rief Egon, war das nicht Anna?" Und nicht die Stimme Pauls?" Allez, hopp ! Die werden Dumm keiten gemacht haben" . Und. die. Drei
eilten im Laufschritt den Burgberg hinab. Es war schon so: Anna und Paul hatten Dummheiten gemacht. HasenPfeffer mochte so etwas vorahnen, denn er war sehr betreten, als Anna ein eztra großes Glas" von ihm forderte. Aber er mußte gehorchen, nur fragte er dabei mit unterthänigem Lächeln, was gnädigstes Fräulein wohl mit dem großen Glase zu machen beabsichtigten. 'DaS ist Geheimniß, Hasenpfeffer," erwiderte Anna. Oder auch nein. Aber Du wirst es nicht verstehen. Wir wollen die Zoologie in das Wasserglas sperren und sehen, ob sie das Queäsilber ersetzen kann. Das versiebst Du nicht. Na. siehst Du. Nun gib her!" Sie nahm das Glas und suchte Paul auf, der soeben, gewandt wie eine Katze, vom Weinspalier herabkletterte. Wo hast Du den Frosch?" fragte Anna. Halt nein wir wollen nicht unter den Fenstern stehen bleiben! Da guckt uns die Familie auf den Kopf. Herrgott, ist das Wetter schön geworden! Kadett. Kadett. Kaldaunenschlucke? fang mich mal, wenn Du mich kriegst! Aber Du kriegst mich nicht!" Sie lief davon; Paul hinterher, was er konnte. Doch er war im Nachtheil, denn der Frosch in der Rocktasche störte ihn. Er mußte den Rockschooß in die Hand nehmen, und das schien wieder dem Frosch unangenehm zu sein, denn er zuckte und strampelte krampfhaft. Haaalt!" schrie Paul. Ich kann nicht mehr. Das ist kein Kunststück. Ich mit dem Frosch und Du ohne. Nun warte mal. Da drüben ist ein trocknes Plätzchen; da wollen wir uns hinsetzen. Und dann wollen wir den Frosch umquartiren. Jeses, ist das ein ungeduldiger Kerl! " Das trockene Plätzchen befand sich unter einem Bretterdach dicht am Weiher, und zwar lag hier ein umgestülpte? Kahn neben zwei Rudern und einer Art Rettunas- oder Scöwimm gurtel, ver innen erus grunoiicu on fehlt hatte, denn er war aufgeplatzt und diente augenblicklich einem wimmelnden Schwärm von Ameisen als Behausung. Aber das Plätzchen war hübsch. Der Weiher lag in Form eines großen Ovals mitten im grünen Grase und hatte fast schwarzes Wasser, und da, wo der Sonnenstreifen über ihn hinzitterte, schimmerte das Wasser wie Bronze. Das Ufer war schilfig; im Röhricht lag ein gefällter, halb dermoderte? Baumstamm, auf dem ein piepsendes Vögelchen saß. Es war auch ein alter Schwan da, der immer die Sonne aufsuchie. Hasenpfeffer behauptete von diesem Gethier, es sei der Ahnenschwan": denn er sei so alt. daß sich kein Mensch mehr darauf besinnen könne." So lag auch über diesem struppigen Flügelgeschöpf die Weihe der Tradition. Doch schien das dem Schwan ziemlich gleichgültig zu sein; er ruhte bewegungslos, ein grauer Fleck im schwarzen Wasser. Dicht vor dem Bootshäuschen ragte ein schmaler Brettersteg in den Weiher hinrin, und hier führten auch einige Stufen aus starken, von grüner Moosschicht überzogenen Bohlen zum Wasser hinab, um das Einsteigen in den Kahn zu erleichtern.' Aber es war ersichtlich, daß man seit langen Jahren auf diesem Wasser keine Bootfahrt unternommen hatte. Der Brettersteg machte einen beängstigenden Eindruck, und der ganze Weiher war so durchwachsen mit Schlingpflanzen und grünem Gestrüpp, daß eine Fortbewegung kaum möglich gewesen wäre. Anna und Pail hatten sich auf den umgestülpten Kahn unter das Bretterdach gesetzt, und nun füllte der Kadett zunächst das Glas mit Gräsern und jungen Blüthen. Anneken," fragte er dabei. Du kannst es doch sagen: was hatte der Otto mit Deinem Alten? Ich sah es durch's Fenster: Gesichter haben die Beiden gemacht " Ach du lieber Gott." stöhnte Anna und faltete die Hände im Schooß. Ihr fiel plötzlich ein, daß sie allen Grund zu herzbrechendem Kummer hatte. Ach du lieber Gott, Paul, sei froh, daß Du noch ein Kind bist. Das Leben ist furchtbar ernst. Du mußt den Frosch um die Taille packen und nicht an einem Bein. Auf unser Herz nimmt kein Mensch Rücksicht. Ob -wir vergehen und sterben, das ist der Welt egal. Ich glaube, der Frosch hat Hunger; er sperrt immer das Maul auf." Er wird gleich Futter kriegen, Anna. Hast Du den rothen Faden da, damit wir ihm ein Halsband machen können?" Ja." sagte Anna und griff in ihre Tasche und holte ein paar eng zusammengefaltete Briefchen hervor, um die ein rother Wollenfaden geschlungen war. Aber ich glaube, wir binden ihm den Faden um die Potc " Pote ist gut," lachte Paul. . Das verletzte Anna. , Pfote hab' ich gesagt, und ich sage Pfote als etwas Thierisches im Gegensatz zum menschlichen Fuß. Oder hat ein Frosch vielleicht Tatzen oder Klauen? Einen Hals hat er überhaupt nicht, also kann er auch kein Halsband kriegen." Ist mir recht. Gib mal den Faden her. Sind, das ein paar Liebesbriefe? Rothe Fäden knllppert man nur um
Liebesbriese. So klug bin ich auch. Hammel Du! Du weißt was. Wünsche Dir blos keine Liebe nicht." Hast Du schon mal geliebt?" Das werde ich Dir gerade auf die Nase binden. So . etwas fragt man auch nicht. Paul, ich bitte Dich, markle den Frosch nicht so viel herum. Er ist schon aam nervös aeworden."
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Der Grippe specifisches Heilmittel.
Die Grlppe tritt toleter epidemisch auf. Ave Verzte wissen, daß sich dieselbe in Folge von 5r kältnngen entwickelt. Sie greift stets die schwa, chen Punkte des menschlichen TystemA an, darin 'tegt eben das gefährliche dieser Krankheit. Ry.AugusbUaen!K's Sambnrger Brustthee
ist mit solch grogem Erfolg g'gkn diefe schmerzhafte Leide,, angewandt worden, dag viele Aer,te dessen Werth schäven und denselben häuftg ver schreiben. Er wärmt das Vlut. beruhigt die Nervtn, lindert den Neij, ftattt das ganze System und beseitigt dadurch die Krankheit. Kotk,! Nur in Originat.Packkten verkauft, und der echte hat die Unterschrift von Dr. August König auf jedem Umschlage.' Er wird niemalt lose verkauft.
0Jeht wurde Paul, der sich bisher vergebliche Mühe gegeben hatte, den rothen Faden um den Fuß des Thieres zu binden, erbost und ärgerlich. Bitte, nimm Du das Unvieh," sagte er. Bitte, versuch Du Dein .Heil. Das mit dem Faden ist Blödsinn. Der Frosch will nicht." Weil Du ungeschickt bist- Anna packte dcn Frosch. Aber da kam auch der Schreck über sie. So glatt und kalt hatte sie sich den Quadrupeden nicht gedacht. Herrje, wie glibbrig!" schrie sie und spr:iz!e die Fing:?. Diesen Augenblick benützte der kluge Frosch und that einen gewaltigen Sprung. Da saß er auch schon im Grase, und nun hüpfte er behende weiter. Fang ihn mit Deiner Mütze.Paul." rief Anna. Das versuchte Paul; aber es glückte nicht. Der Frosch schnellte durch die Luft und blieb sodann scelenruhig dicht vor dem Brettersteg sitzen, der in den Weiher führte. Pscht." machte Paul und sprach ganz leise. Anna, hier hilft nur List. Wenn wir Salz hätten, um es ihm auf den Schwanz zu streuen" (Fortfehung folgt.) VulaarisZ,cs ' anditett leben. Nach einer Schilderung der bulgarischen Zeitung Dalwnit" ficht cs in dem Hauptlager der bulgarischen Banden, das irgendwo auf dcn mazcdonischen Bergen zurückgeblieben sein soll, gar nicht so übel aus. Die genannte Zeitung läßt sich nämlich aus diesem Lager schreiben: In dem Hauptlager befinden wir uns in ganz unzugänglichen Bergen, w? wir auch eine genügende Menge von Kleidern und Stiefeln vorräthig und Erdhütten ausg:hoben habcn. Dcr Vorrath an Gctreide, das wir aus dcr Umgegend gesammelt haben, ist groß und täglich gibt es frisches Brot im Lager. Das Herannahen des Winters schreckt uns nicht. Um zu dem Lagerplatz hinaufzuklettern, braucht m:n sieben Stunden, um hinabzusteigen nur drei Stunden. Tie Türken haben daher wegen der Steilheit keine Mcglichleit, das Lager zu stürmen. Die Bergdörfer befinden sich ebenfalls außer. Gefahr. Alle Zugänge zu ihnen sind befestigt und von bewaffneten Banden gehütet. Im Falle eines türkischen Angriffes werden Vcrstärkungen aus dem Hauptlager gesandt." Es ist schließlich nicht unmöglich. daß sich an einem Punkt die Sache" so verhalten. Haben doch die Pomaken, mohammedanische Bulgaren, jahrzehntelang in ähnlichen Vcrgnestern ihre thatsächliche Unabhängigkeit von der Türkei wie von Ostrumelicn gewahrt und sich nach der Wiedcrvereinigung ihres Gebiecs mit dcr Türkei eine noch heute bestehende bevorzuat? Stellung erobert. Freilich war d'i Voraussetzung dieses Erfolees ein rein defensives Vcrbaltcn der Bergmenchen. Ein solches würde aber wenig in das Programm der Komitadschis passen. Außerdem waren an dem Pomakenreich 20 Dörfer bethciligt. zwischen dcncn fruchtbares Ackerland liegt, während die Mazedonier die Acker Anscheinend preisgeben mußten. Vorstclitig. Fritz (zur Mutter): Mutter, sei so gut und zieh' mir noch ein Paar Hosen an!" Mutter: Wozu?" Fritz: Wir kriegen heute ZeugNisse!" ' . Die Union Labor Part y" in Queensland. Australien, erwählte kürzlich 4 Legislaturmitglieder Das Gesammtvotum für die Arbeiter.Partei belief sich auf 28,500 Stimmen.
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Feuer - Signale. 7emtfcl9 nd Startet 5 English's Opam-Hauk 6 Eastund New Fork 7 Neblk und Mchigan 8 N. Jersey u. Mag 2Ü 9 Pine und Nvrth 10 Maset und Pine 11 Vermont nah East 12 9?$. 8 EpritzknhauS Mafi. v nahe Noble 13 Telwcreund Walnut 14 N.Je?s,y u ccn:ra!A. 15 Mass. und eornell Avk 1 Ash und 11. Straße 17 Park Av und 12 Ctr .3 Columbia unkHillfld lg Highland Avu.P,att kl JllinoiS und Ct. Joe 23 Pennsylv. und Pratt 24 Meridian und 11. Str 25 No. 5 Spritzenhaus 15.' nahe JllinoiS 2S Senate Ave u.CUNai? 27 JllinoiS und Michigan 23 Pk tshlvania und 14. LS Senats Lve. und 13. 21 No. 1 Spritzenhaus Jnd Ave naheMichigan 22 Meridia und Walnut 24 California u Vermont 25 Blake und New Aork 36 Ind. Llv. u. Et, Clair 37 Sity Hospital 2S Blake und Norty 39 Nichigan und AzneS 1 No. Spritzenhaus Washington nahe West 42 Gsendorf u Wash. 43 Missouri New 9)ovt 45 Meridian u 2cfö 46 JllinoiS und Ohio 47 Capitol Av. u Wasl) 11 Kmgan'L PorkhauS 4 Straßenbahn Stalle W. Washington Ett 51 N. 1 CpritzenhuS JllinoiS u Merrill 12 JllinoiS u Louifiana 53 West und Couth 54WestundMcarty 56 Senate Ave. u Henry 67 Meridian und Ray 58 No. 4 EpritzenhauS ' MadisonAv.uMor-.iS 69 Madison Av. u Tunlop ei No2Haken LeiterhauS Couth nahe Delawar 2 Penn. Merrill KZ Telawan u. McTarttz 4 Eafi mck NcEarty 5 New Jersey .Merrill 7 Lirg. Av. u Bradsha S Säst und Prosvect 69 Licking und High 71 No. II Cpritzenhau vir Ave. nhe Huron 72 East und Seorgia 73 Eedar und Elm 11 Davidson u Eeorgi 75 Snglish Av! u Pin 75 Chclöy und BateS 78 No. 8 Spritzenhaus Prospekt nahe Shelby 79 Fletcher Lv. u Chelby 81 Market u. New Jersey 82 Delaware und Wast. 82 East u Washington 84 New York u. Davidso 85 Taubstummen Anstalt 85 Ler. Staaten Arsenal 87 Oriental und Wash. ' 89 Fraucn-Ncsormat. 91 No. 13 Spritzenhaus Marhland nahe Mcr. 92 Meridian u. lScorgia. 93 Meridian und Couth 94 Pennsylv u. Loniffana 95 Virini Ave u. Alab. 96 Hauptquartier. 7 Grand Hotel. 93 Capital Ave und Ohia 123 No. 16 Spritzenhaus 16. und Ash. 124 Alabama und 16. 125 Central Ave und 15. 126 DandeZ und 15. 127 Broolside und Jupiter 128 Eentral Ave und 17. 129 Delaware und 19. 121 Alabama und 11. 132 Bcllefontaine yd W. 134 College Ave und 0. 135 Delaware und 13. 156 Alabama und North 127 Newmann und 19. 138 College Ave und 14. 129 CorneU Ave und 12. 141 DandeS und 19. 142 Highland Ave und 10. 143 Tccumseh und 10. 145 New Jersey und 22. 146 Alvord und 17. 147 No. Spritzenhaus Hiliflbe Av und 16. 143 College Ave und 22. 149 College Ave und 27. 152 Park Ave und 2. 153 LEU. W Bahn tt. 22. 154 Ramsey Ave und 10. 156 Ctoughton u Newman 157 AtlaS und Pike. 153 Blohd und Pawpaw. 159 No. 21 Spritzenhaus Brightwood I2 Arden und Depot 162 Brightwood und 25. 164 Rural und Blovd 165 St. Cla u. evstone 167 Arsenal Lve und 23. 163 Bellefontaine und 28. 169 Park Ave und 10. 212 Capital Lv und 17. 12 Pennsylv. .Vichiza 214 JllinoiS und 20. 215 Senate Ave und 21. 216 Pennsvlvania und 22. 217 Meridian und 16. 218 Capital Av und 26. 219 Broadway und 16. 231 Illinois und Ucl'eai 234 No. 14 Spritzenhaus Kenmosd und 2a. 225 JllinoiS und 23. 236 Annetta und SS. 227 No. 9. EpritzmhiuS Udrll und Naoer 233 Udel Ladder Wor 229 Jiabel und 27. 241 Meridian und 24. 24ZJ2inoiS u Et. Cla 243 Eldridge und 22. 212 West uud Walnut 13 West und 12. 214 Howard und 16. 215 Torbet und Pa 216 Capital Av und 1. 217 Northwestern Ave u2i 213 Gent und 13. 219 Canal und 10. SSI Cerealine WorkS 324 Vermont und Lvnn 525 Dismakcku vrant-vieN 26 No. 29 Spritzenhaus HaughvMe. Z27 Michigan u. Holme. 2 Michigan u. Eoncord 841 Och und VcJntoT? 412 Missouri u. Warhlanl 413 Missouri und Ohio 415 Capital Nveu lZ:orW 416 Missouri Kentucky Ä 417 Senate Ave u. Waso 421 V und 6 Nun'uZ 23. Washington, 423 Jrrm-Hos;'i:al. 424 Mi .cy Ave u. I D u 425 Wash. und Harris 426 Ho. 13 Spritzenha W. Washington 427 Oliver und Birch ' 428 Oliver und Oszocd 42 Nordyk und Fort 1 Hadley Ave u. Morri? 422 River Ave u. MsrriZ 34 River Av und Ray 425 öardina u. Big 4RR 426 Harding und Oliv 437 No. 19 Spritzenh Morris und Hardina. 488 Howard irndSDUIkan 499 StoctvarM 451 Reisner und Miller 452 Howard und Lee 45Z Morrii und flapVS 456 Lambert und S3cüwn1 457 NordyK Ave u. sr UZN Works 12 West und Ray 513 SentuH Lv u. VerrL. 614 Meridian und Morris öl JllinoiS und LansaS 517 Morris und Dakota 518 MorriS und Church 519 Capital A. u McCarty 521 Meridian und Palma 522 Pine und Lord i 524 Madison Ave u tincol 26 Meridian und Belt RZt 627 CarloS und Nay 523 Meridian und Anzona 529 Meridian u. Raymond 521 Meridian u. McCsrty 522 No. 17 Spritzenhaus MorriS ncche West 51 MrÄernanund Tough, 612 Esst u. Lincoln Ln, 614 0ast und Brecher eis Wright und Sander 617 McCarty und Deaty . 13 New Jersey u Bir Zlve 712 Cpruce und Prospekt 713 English Are. u. Laurel 714 State Ave u. Belt R & 715 Shelby und Becch 716 State Ave und Orange 713 Orange und Laurel 719 Shelby u. Ccaqe Lv 721 LexingtonA. ZaaaJ 723 Fl,tchn Aveu.Spru 724 State Ave u. Pleasant 775 Prospilt und leasa: 726 Orange und Haito 723 Liberty und Mk 729 fallt und South 812 No. 15 Spritzenhaus Ost Washington Stu 13 Market und Noble 814 Ohio u. Highland Av 815 Michigan u. Highlant 81 Market Arsenal v 817 Ost S Clair und Union Bahn Geleite. 521 Pan Handle Shop? 823 Vermont und WalcoU 824 Wash. und State A 825 Maddcn'S keunge Fakx 826 Tuck und Dorsch 827 Wash. und Beville Av 829 No. 12 Spritzenhaus Beville nah MichigSH 821 Eoutheastcrn Are ,md Woodside. 82 Wash. und Teardoni 824 Southeastern und Arsenal AveS. 835 New Dort und TempK 12 JllinoiS und Maryl 13 JllinoiS und Market 14 fern, Nd LZ"sh. 15 Telawa nnd . Spezial.Siznale. Erste , Schlag, zweiter Alarm, Zweiten 2 Schläge, dritter Alarm, Dritten 2 Schlage, vierter Alarm. l-2-l, Feuer aus und Schlauch aufzervld. .Schlage, Wasserdruck ab. 12 Schlage, 11 Hft Mittag, Die 'so bezeichneten Signal, werden nur vom Thur Wächter angegeben da an de betreffenden Straßö? Keuzung kku AlarmLfte angebracht find.
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