Indiana Tribüne, Volume 26, Number 96, Indianapolis, Marion County, 12 December 1902 — Page 5
Jndiana Tribüne. ?2. Dezember ISO!
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Der Spajicrftocß. Ccine Enistehung und die mannkg- - faltigen Abarten des UrstockZ.
Sin clte Stultuv ?rru,:seschas LtSSe ! Wkrk,enge u) Öaffvit Vorläufer deS EpazierstoSS Prulstäbe uns üblich St,ckart. ' Eine der frühesten Kultur-Errnn-genschaften bildet der Stock. Aus ihm haben sich fast alle Werkzeuge und Wasfen entwickelt, und er dient noch heute vielen tiefstehenden Stämmen zu den mannigfachsten Verrichtungen. Die Australier führen einen zugespitzten Stock mit sich, um damit genießbare Wurzeln auszugeben. DerBuschmann hat diesen GraZ stock vervollkommnet, indem er durch einen unweit der Spitze befestigten schweren Gegenstand das Einstoßen in den Boden erleichtert. Bei anderen wilden Stämmen finden wir einen Stock von der Form einer Stelze in Gebrauch:, an der einen Seite ist über der Spitze ein Einschnitt angebracht, auf den der Fuß gesetzt wird, wenn das Werkzeug in den Boden gedrückt werden soll. Derselbe Grabstock, der das bequeme Ausheben von Wurzeln ermöglicht, wurde nach dem. Uebergange zu den Anfängen des Ackerbaues auch als Pflanzstock benutzt. So bohren die Bewohner der Großen Antillen noch heute mit einem Stock Löcher für die Getreideeinsaat in den Boden. Doch nicht nur zur friedlichen Nahrungsgewinnunz diente der Stock dem Menschen schen auf tiefer' Kulturstufe, daneben mußte er sich auch eine andere, weniger harmlose Verwendung gefallen lassen. Er wurde als Vertheidigung und Angriffswaffe im Kriege und auf der Jagd verwandt. . Je nachdem er vorwiegend, als Schlag-, Hieb-, Stoßoder Wurswasfe benutzt wurde, änderte sich seine Form, und es entstanden die mannigfachen Arten von Keulen, Lanzen, Speeren und ähnlichen Waffen. Einige ftet Stöcke bewahrten jedoch die ursprünglichen Formen mehr oder minder treu. Hierher gehört der Stützftock. der zur Erleichteruna des Gehens, de Stehens, des Bergsteigens und des Ueberschreitens von Wasserläufen dient; ferner der Hirtenstaö, der Stecken des Viehtreibers und der ööse" Stock, der ein Vetter der Ruthe ist. Man wird nicht fehl gehen, wenn man annimmt, daß in dieser Gruppe von Stöcken die Vorläufer unseres heutigen Spazierstockes zu suchen sind. Der Spazierstock verdankt sein Entstehen jedenfalls zunächst der Neigung des Menschen, irgend etwas spielend in der Hand zu tragen. Wem wäre es noch nicht aufgefallen, daß viele geistig thätige Personen, wie Lehrer, Professoren, Redner, die Gewohnheit haben, beim Sprechen oder Nachdenken einen Bleistift spielend zwischen den Fingern hin und her zu drehen. Reisende berichten, daß manche Mandschuren, um ihren Händen auch in den Mußestunden etwas zu thun zu geben, unaufhörlich mit zwei Walnüssen spielen.' Aehnliches wird von den Chinesen in Maimatschin erzählt. Anderwärts spielt man mit Stein-, Messing- oder Eisenkugeln. Was aber kann den erwachse nen Männern Jahrtausende hindurch bequemer zr Hand gewesen sein als m verschiedenen Abkömmlinge des Ur stocks? Anscheinend geschah diese Entartunq des Eebrauchsstocks zum Spazierstock, zum bloßen Tändelstock, schon sehr früh. In den Mu een sur Äol kerkunde finden wir Spazierstöcke aus allen Theilen der Erde. Der Kasser trägt einen sehr dünnen, zerbrechlichen Stock von außergewöhnlicher Länge. Dem Neger schwebt als Ideal eines Staatsvcrbandes ein Reich vor, wo er mit dem Stocke spazieren gehen kann, das heißt, wo er nicht immer kampfgemäße Waffen zu tragen braucht. . Es liegt die Frage nahe, warum de::n das weibliche Geschlecht keine Stöcke träat. Denn die Frauen haben doch in gleicher Weise wie die Männer die Neigung, ihren Händen in müßigen Augenblicken einen Zeitvertreib zu geden. Beim weiblichen Geschlecht spielen eine Anzahl Gegenstände dieselbe Rolle, die beim männlichen dem Spazierstock zugefallen ist: es sei nur an den Fächer, den Sonnenschirm, das Strickzeug, das Häkelzeug und das große Heer der sonstigen weiblichen Handarbeiten erinnert. Uebrigens hat es Zeiten gegeben, in denen auch Frauen . ... . n i und MaoHen pazieriloae irugen. Eine zweite Ursache für die Ent siehung des Spazierstocks ist zweifellos die Sucht, durch besonders werthvolle . oder ungewöhnliche Rennomirstöcke aufzufallen. Mit nicht geringem stolze mögen die Häuptlinge in alter Zeit ihre " r i 5 , 4. o ? . Prumwassen.oie mcqis anoers ai9cei.tenverwandte des Spazierstocks waren. umhergeführt haben. Hier ist auch der Marschall- und Feldherrnstäbe zu gedenken, die als Zeichen der Würde schon im Alterthum von hohen militärischen Befehlshabern getragen wurden, ferner der Stäbe, die in Deutschland die Rektoren der Universitäten und in England der Sprecher im Hause der Gemeinen sowie die Lordmayors bei Festlichkeiten führen. Eine der jüngsten Abarten des ri-jf in. tt..st.. hpaZiernOllS ii uti iiuk vuu uimu menschen unentbehrliche Regenschirm Daneben gibt es als nützlich: AbkömmsZnae des Spazierstocks Stockdegen Stockgewehre, ferner Spazierstöcke, die auseinandergespreizt als Stativ für den photographischen Apparat dienen. Von Fliegenden Fi schen w , i l p r r r . y hat man deooacyltt. van Iie naz aus zeyn " . v ; crr ..;Zs. HUN Ucxt rnc xrtccicsjiuuc ctyci,tu.
Aus Kruers Erinnerungen.
Die .Times" vo:öffentlicht einen dritten Auszug aus dem Memoirenwerk des Präsident jnnacr.. Aus der Amtszcii des Präsidenten Burgers verweilt Krüaer besonders eingehend bei der Vorbereitung der vorübergehenden englischen Annexion des L,ransvaal durck Sb:vstone und ckarakterisirt diese gegen seinen nachdrücklichen Protest vorgenommene Annexion der möge der durch sie geschaffenen Stirn mung neben dem Auffinden -der die englische Habgier reizenden tsolomi' nen als die Haupwrsache des letzten großen ctrica.es. Ohne die Shep stone'sche Annexion," )ciqt ruger. kein Ma uba Sill. und ohne Waiba Hill keine Rache für Majuba Hill." üxüwv schildert, wie der Unabhängig keitokampf von 18S01SS1 von nur 7000 waffcnfäbiacn Vurghcrs mit ganz unzurcichcndcnMitteltt, besonders fast onnc Munition anaetreien raeröcit mußte. 'Anfangs hatten die Voeren nur 15 Patronen pro Mann, so das; sie gerade wie in den spateren Ufaschnitten des letzten .rieacs daraiif ausgehen mußten, erst Munition vom lylllluC jll liuui.ni, um yu vuiui seiner eiaenen Munition zu beschießen. . nvihni-M , ihn rfittt tTtlt Von der Schlacht bei Bronkhorst Spruit erzählt 5Zrüger: DasSchlacht fcld lag auf einem von wenigen .ya gedornbüschen bestandenen Höben rücken; die Engländer stellten sich in einem Hohlwege auf, von wo aus sie über offenes Gelände hin anzugreifen hatten. Der itamps Dauerte nur etn paar Minuten, die Briten zählten 230 Todte und Verwundete, der Rest er gab sich. Oberst Annstruthcr. da selbst todtlich vcrrmmoet war, erklärte fi.4i Srmt finrnmrttihrtnfpM tniiliprt n? LU) V V l o V V t v v t v t l 'X"''gmi'lbcr für in einem ehrlichen Uam pfe geschlagen und machte ihm seinen Säbel zum Geschenk. Krüger be schreibt ferner das ' Zustandekommen der Convention von 1881, insbcson dere die Schwierigkeiten der Verhand lungcn mit Sir Evelyn Wood, der nur durck die Troinrna, daß die Vurghers sofort wieder zu den Waffen areifen wurden, m bewegen war, sei nc mündlichen vagen Versprechungen durck eiaenkandlae unterichrlft ver bindlick m Macken, ferner schildert Krüger seine Reise nach England 1883 zu Veainn seiner erstenVrandcntichas und einen sckrfen Zusammenstoß mit Sir Hercules Robinson, der Krüaer in einer Confcrenz mit Lord Derby der Süae ch. als uck Kruacr :cdoch au ihn stürzen wollte, um Entschuldigung bat und mit dem Krüaer später eng befreundet wurde. Krüger geht dann ausführlich auf die Entoeauug der Goldfelder ein. belckrelbt, wie von den wcitncktiaen Vuren diese alsbald als eine Quelle des Urtheils erkannt wur den. besonders auch von dem verstoß benen General Joubert: or wiederholt weiter bekannte Details aus dem Jameson ' Raubzuge und der nachfol genden parlamentarischen unterer amna lN London und ueot als vewn ders charakteristisch für die englische LZerdrehungskunst die Verwerthung der ebenfalls bekannten, in der Noth, wehr erfolgten Niederschießung des I!odtsckläaers Eoaar durck ocn.mme ren Kutscher der Köniain Victoria, späteren Transvaalpolizeibeamten Ioues hervor. Kruger ichlldcrt end lich seine eigene Thätigkeit und schnen lich seine notkigedrungens Landflucht Wahrend des neges. .,Grük' TiS? Gott, Sa,vicgcr vapa l" Einen aelunacncn Tric führte ein Zechpreller n der Gctrankcauöstcl luna der Wiener Gartenbaugcwü schaft aus. Ein ungefähr 2Ljährigec junger, elegant gekleideter Mann mit blondem Schnurrbart machte m ei ncm Ehampagncrpavillon eine Zeche von circa 12 fl., stand dann auf und aina aemütblich fort. Die Verkäufe rin holte ihn im Vestibüle ein und stellte ihn hier zur Rede. In oiczcn Momente kam der Ausstcllungsdirek tor Herr Robert 5wlka, der von der Kassenlnspcktlon ,n die AuöstellungS räume sich zurückbeaeben wollte, den Zechpreller entgegen, ohne jedoch von dem Vorlalle eme Ahnung zu haven. Als der jllnge Mann Herrn Kulka, welcher das Abzeichen Tlrector trägt, bemerkte, stürzte er auf ih: mit ausgebreiteten Armen zu und bc arüßtc ilm mit den Worten: Grün' Tich Gott, Schwicgerpapa!" Direktor Kulka war 7m critcn Moment betros sen, indeß das Fräulein, als sie die herzliche" Begrüßung bemerkte, sich rasch beruhigt in die Ausstellung? räume nirückioa. Herr Kulka stellte den jungen Mann zur Rede, wie er sich einen solchen Spaß erlauben kön ne. Dieser entschuldigte sich höflich, indem er vorgab, der Direktor habe eine frappante Ähnlichkeit mit seinem Schwiegerpapa, und da er überdies über den Durst gezecht habe, so sei die ser Irrthum um so eher zu cntschul digcn. Er verließ hierauf es war gegen halb zwölf Uhr unbehelligt die Ausstellung. Als bald darauf der Direktor beim crwähiitcn Kostpavillon vorüberging, entschuldigte" sich" das Fräulein bei ihm vielmals, daß sie sei nen Schwiegersohn nicht gekannt und daher geglaubt habe, der junge Mann wolle ihr mit der Zeche durchgehen.' Jetzt, erst klärte es sich auf, wie der Zechpreller durch seine Gcistesgegen wart und Schlauheit sich der Arreti runa cntzoacn batte.
Flsch-Scilku.tdc.
Ler Jisdokto?" n) dic BctzanSlnng der Fische in rank!,e!HsäUen. Während der Thirrarzt längst in der Stadt und auf dem Lande eine bekannte Erscheinung ist und seine Dienste geradezu unentbehrlich sind. dürft: es verhältnißmäßig wenig Leute geben, die bish:r von der Existenz clnÄ is-aktors" eine J5ee hatten Aquarium - Besitzer und Personen, welche, sich mit Fisch-Kultur beschäftigen, kennen allerdings gewöhnlich einen oder auch mehrere solche Spezialisten und machen von seiner Erschrung Gebrauch, wenn irgend eiwas mit ihren schwimmenden Lieblingen nicht in Ordnung ist. De? ffisch-Doktor gibt dünn, wie ein richtiger Arzt, Medizin, er nimmt Operationen vor ud mac.)t genaue Borschriften über Behandlung und Lebensweise seines Patiencen. Unter den Operationen, sind am häufigsten das Zustucn des Schwanzes mittels: einer Fischscheere, wenn wuchernde Gewachse den Schwanz, unnatürlich rcrgrrßern; ferner eine Art Fisch-Mas-sag:, wenn Eier oder Milch sich nicht am richtige Plahe befinden, und cndlich das Ausschneiden von Geschwüren. Knochensplittern und zerrissenen Schuppcn. Von Medizinen kommen in den meisten Fällen Kastoröl und Brechnuß, ersteres bei Anschwellung der Schwimmblase, letzteres bei Entkräftung und Abmagerunz, in Anwendung. Ter Spezialist untersucht natürlich auch das Futter und erläßt strenge NahrungVorschriften, ebenso wird das Wajser in dem Fischöehälter einer mikroskopischen Prüfung unterzogen. Das Futter erhalten die Fische am b:stcn in einem Trog von -emaillirt aare, der sich stets an derselben Stelle befindet. In diesen Trog wird täglich zur gleichen Stunde die Hafergrütze für die Fische geschüttet, und diese gewöhnen sich dann bald an regelmäßige Mahlzeiten. DaS Wasser im Fischbehälter soll nur selten und niemals Lilf cinn-al gewechselt werden; man laßt täglich einen kleinen Theil ablaufen und ergänzt es durch frischen Zufluß. Der Futtertrog muß täglich gereinigt werden, damit das Futter nicht sauer wird. Die meisten Fisch-Operationen sind einfach und gehen schnell vor sich. Die Hauptfchwierigkeit besieht keineswegs in dem Umstände, daß dabei die Fische aus ihrem natürlichen Element entfernt werden müssen, denn 5 bis 7 Minuten kann jeder Fisch ungesährdet außer Wassers verbringen, und mehr Zeit nimmt eine solche Operation in Ansprach. Schwieriger ist -es, den Heiwngsprozen der Wunde ricytig vorzu bereiten. Eine Wunde kann nur trocZcn, nicht aber im Wasser heilen; nach dem operativen Einschnitt muß daher die Wunde sofort sorgfältig vernäht und -außerdem mittelst eines GummiumT s P AAA V P sCtMWtMAAM CYT . T , u;iuya ucytii uu vi-uiuiiuui vuu uu ser geschützt werden. ' Das Zustutzen des Schwanzes, .indem man Kiesen von Wucherungen besmt, ist bescnders oft bei den koitba ren und überaus farbcnschönen japaNischen Loldsischcn nothwendig, deren Schwanz großer als ihr Korper ist Die Operation wird mit einer scharfen Scheere vorgenommen; sie dauert etwa drei Minuten und ist in neun von zehn Fällen erfolgreich. Gilt es, einen Fisch von einem Geschwulst zu befreien, fo rückt der Doktor ihm. mit d?m Messer zu Leibe. M-ssirt wird der Fifch. um Eier oder Milch m die richtige Lage zu bringen, indem der Heilkünstler die beiden Seiten des Fisches entlang von de? Brust zum Schwänze streicht und dabei einen feiten Druck ausübt. Necht günstige Resultate werden mit der Verwendung von Medizin bei kranken Fischen erzielt. Bei Anschwellung der Schwimmblase verfehlt cm Tropfen 5vastoröl, den man dem Fisch mittelst eines Lösfels oder besser eines Zahnstochers eingibt, selten seinen Zweck. Das Anschwellen der Schwimmblase ist bei Fischen, die in Gefangenschaft gehalten werden, ein häufig auftretendes Uebel, und die Thiere sterben, wenn man nicht in der angedeuteten Weise rechtzeitig Abhilfe schasst. Zeigt ein Fisch andauernde Appetitlosigkeit und Entkraftung, so ist der Magen 'm Un Ordnung und etwas Brechnuß wird Heilung bringen. Die Dienste des FisaDoktors wer den begehrter, je mehr sich die Vorliebe für seltene Fische aus japanischen, indifchen' und afrikanischen Gewässern. die oft $25 bis $100 per Stück kosten, steiaert. Da diese Mische ihr volles Wachsthum oft erst nach 15 bis 20 Jahren sorgsamer Vslege erreichen und ihr Werth, wie erwähnt, ein bedeutender ist, so suchte man eifrig nach Mitteln, die schwimmenden Lieblinge be Krankheitsfällen am Leben zu erhalten. Daraus entwickelte sich schließlich ein Art Fisch-Heilkunde, und wie der An von Krankenbett zu Krankenbett, so eilt beutzutaae in den Großstädten der Fisch-Dcktor von Aquarium zu Aqua rium, um, allerdings zu weitaus geringerem Honorar, als der akademisch ge bildete Kollege, seinen kranken Schützlingen Heilung zu bringen. Alle in einer Famili In Stone Bank, Wis.. verehelichten sich dieser Tage zwei Brüder. Jakob und Christian Petersen, mit Carolina und Jda Jakobson, zwei Schwestern. Brautführer und Vrautmädchen waren auch Gcschwilter der Brautleute. -Jede Person in den civilisir ten Landern der roe verzehrt m Durchschnitt jährlich 70 Pfund Fleisch
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.Gummihandc! in Iquitos..
vummigewinnung uns Sucher Lerkaust Jndianerlungcn Kopfjäger!. . Ueber eine Fahrt, wesche das deutsche Kanonenboot Panther" vor einiaer jlli UU Vtiil UUUjUUCUllUUlC Asts 0lfrtA4 AIAMsiAM Al? führte, berichtet ein Theilnehmer der Marine-Rundschau . unter Anderem Folgendes: Wir landeten an einem Tage in Jquitos, Peru. Der Ort hat etwa 8000 Einwohner und ist bekannt wegen semes Gummihandels. Der GummiHandel hat mit seinem schnellen Gelderwerb und seinen großen Preisschwankungen eme snleugbare Aehnlichkeit mit der Erwerbsthätigkeit auf neu entdeckten Goldfeldern, und so kann man auch den von Jquitos empfangenen Eindruck drhin zusammenfassen: es sieht aus wie eme Goldgrabersiadt, und zwar wie eine, die ihren Höhepunkt überschritten hat und deren Entwicklung zur Zeit sich in völligem Stillstand befindet. Auch die Thätigkeit des Gummisuchers hat viel Aehnlichkeit mit dem Leben eines Goldsuchers. Auf selbstgezimmertem Kanu dringt er in die Nebenflüsse des gewaltigen Stromes hinauf, lät sein Fahrzeug am Ende des Flußlaufes zurück, um sich zu Fuß in die endlosen Waldungen zu wagen, bis ein neuer Strom feinen Weg kreuzt. ,Dann wird aus einem gefällten Baum ein neues Boot gezimmert und die Suche fortgesetzt, bis eine Gruppe der kostbaren Bäume gefunden wird; sind ihrer genug vorhanden, dann ist sein Glück gemacht, und in schonungslosem Raubbau durch Abholzen und Ausblutenlassen der Bäume macht er schnell ein: große Ernte. Oft freilich wird ihm sein Arbeitsfeld streitig gemacht von den Indianern, die, immer weiter zurllckgedrängt, sich oft nur mit Gewalt ihre Wälder abringen lassen, dann entstehen richtige Fehden und Kämpfe, in denen die Rothhäute immer mehr zusammenschmelzen. Die Kinder werden meist geschont, da man durch ihren VerC V ! . . . . C Tl ' I iaus in quiios, wenn vie ummiernie zu Markt gebracht wird, noch ein gutes Stück Geld verdienen kann. . Indianerjungen finden sich in Jquitos in vielen Haushaltungen als Diener; sie alle sind gekauft, ohne jedoch gesetzlich leibeigen zu sein; denn Sklaverei gibt es auch :n Peru mcht mehr. Eine andere Un sitte, die sich trotz Regierungsverbots immer noch erhalten hat, die jedoch von den Indianern selbst ausgeübt wird, ist eine Art Kopfjägerei. Jedoch nicht aus 'Mordlust stellt der Kopfjäger feinen Mitmenschen nach: die Köpfe werden kunstvoll hergerichtet und in Jquito für theures Geld verkauft. Der Preis schwankt je nach der Güte zwischen 825 und Ziö. Die Kunst beim Herrichten besteht darin, den Kopf durch Heraus.ahme der Knochen auf etwa Faust große zu verkleinern, ohne daß sich 'die Gesichtszüge verändern; so ein Kopf 'mit den natürlich langen Haaren sieht zum Mindesten merkwürdig aus. Früher soll es übrigens für die Besitzer ogenannte? Charakterkopfe mcht allzu icher . in Jquitos aewesen sein, da chöne und markirte Gesichtszüge be anders gesucht waren. 12) c i cg i r r und oduCi druck bei Pferden in drei Tag:n zu heilen. Ein altbewährtes Heilmittel bei offenen Truckschaden ist verbrann tes und zu Asche pulrerisirtes Brod. Dasselbe wird auf die Wundstelle auf. gestreut und mit einem größeren Tuch übcrbund?n. worauf die Munde in einigen Tagen geheilt ist. Das Mittrl wurde bereits in zahlreichen Fällen erprobt und ist deshalb den Landwirten ein Versuch empfohlen. . Feiertags - Exeurstonen via E. H. &. 25. Bah n. " Ein und ein Drittel für die Rund, fahrt ; Fahrkarten werden verkauft am 24., 25., 31. Dezember und 1. Januar, giltig für schließliche Retourfahrt am 2. Januar 1903. Aebnliche Ruten für Studenten, während der Zeit ihrer Ferien, nach Vorzeigen der richtigen (Zertifikate, l Für Einzelnheiten spreche man bei den Agenten vor, oder schreibe an R. P. A l g o, D. P. A. Feiertags-Excursionen ? via Monon Route. Ein und ein Drittel für die Rund, fahrt ; Fahrkarten werden verkauft am 24., 25., 31. Dezember und 1. Januar, giltig für schließlich? Retour, fahrt am 2. Januar -1903. Aeynliche Raten für Studenten, während der Zeit ihrer Ferien, nach Vorzeigen der richtigen (Zertifikate. Für Einzeln heiten spreche man bei den Agenten vor, oder schreibe an R. P. A l g e o, D. P. A. Feiertags-Neisen zum niedrigen Fahrpreis über Penn sylvania Linien. Excursions'Tickets werden am 24., 25. und 31. Dezember 1902 und am 1. Januar 1903 verkauft, in Ande. tracht der Weihnachts- und NeujahrsFeiertagen. Fahrkarten sind giltig für die Retourfahrt bis zum 2. Januar 1903. Spezial-Fahrkarten werden an Studenten undLehrer an Colleges, Seminaren und Universitäten welche die Feiertage zu Hausc zuzubringen wünschen verkauft. Für Einzelnheiten, Fahrzeit :c., wende man sich an W. W. R i ch a r d s o n, D. P. A., Jndiana. polis, Ind.'
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C leveland t redeutet täglich, ausgenommen Sonntag. Abgang New Fort Expreß tägl 4 40Vm cY r w n Änoeriona? ö y'o'r (Xrp . .'. . 6 45Vm Muncie & FtWayne Exp p. "7 20Vm NS ä?B Lim täglich. L.... 8 00Nm Clev & Benton Harbor Exp.11 10V,n NS d B Lim, tag! 6s.... 2 SSVm Union City Acc tägl 4 45Nm Knickerbocker Sp täglich d&s 6 25Nrn St. Louiö "Tlio 7üorlcis St Louiö Mail 7 20Vm Southwestcrn Lim tgl d & s 11 4öVm St Louiö Lim täglich pds. 3 25Nm Terre Haute & Mat'n Acc.. ö.OONrn N 9 & St. Louis Exp tägl..10 40Nm 55t Louis Expreß tagl s 12 0523m Cincinnati Ein d LouS Nachtexvreß tgl8 3 4SVm fet ouö & Ein Nachtcrv tg 8 4 30Vm Cincinnati Exp tägl 8 7 30Vm Cincinnati Acc ..10 4535m Cincinnati F Expreß, tägl p 2 50Nrn 5outs ö xpreß 2 50sJCrn Greenöburg Accom 5 20Nrn Cinc & Wash g Ü tg ds & p 6 209lrn Chicago Kankakee Accom .......... 7 OOVrn Chicago Fast Expreß tgl dp 11 öOVm
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8. bedeutet Sipr. Pri C C
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