Indiana Tribüne, Volume 26, Number 95, Indianapolis, Marion County, 11 December 1902 — Page 6
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Jndiana Tribüne, 11. Dezember 1903
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Europäische Nachrichten. Provinz Schreswsg-Kokstein. Schleswig.' Maschinist Tittel, Ingenieur Clemen und das Dienste mädchen Abel, hatten sich vor der hi?sizen Strafkammer wegen Einbruchs zu verantworten. Tittel wurde zu 4 Jahren, Clemen zu 1j Jahren Zuchthaus und das Dienstmädchen Abel zu 7 Monaten Gefängniß verurthcilt. Rentier Emil Paulsen, der letzte Diener des Großvaters der Kaiserin, des von den Dänen vertriebenen Herzogs Christian August von Schleswig5oolstein, ist hier, 92 Jahre alt, gestorben. Altona. Nach kurzem Leiden verschied im 80. Lebensjahre Justizrath Ad. Meyer. Maler Stange siel, als er bei einem Hause in der Gr. Elbstraße mit Anstreichen beschäftigt war. von einem Gitter und erlitt einen Unterschenkelöruch. Apesrade. Zu Ehren des scheidenden Vorsitzenden des deutschen Oberlandesgerichtsraths Schwartz in Flensburg, der nach 'Marienburg versetzt wird, fand ein Festmahl im hiesigen Bahnhofshotel statt. Behmhusen. Aus dem Hofe der Geschwister Schomacker hier verunglückte der Arbeiter Bademann aus St'. Michaelisdonn dadurch, daß er mit einem, Fuße in die Trommel der Dampfdreschmaschine gerieth. Dem Verunglückten mußte das Bein amputirt werden. F r i e d r i ch st a d t. Verschwunden ist von hier der 21jährige Comptorist Bösch, angestellt in den chemischen Düngerfabriken der Firma Stuhr Lorenzen. Der Genannte hat in seiner Eigenschaft als Buchhalter Veruntreuungen begangen. Die Entdeckung derselben haben seine Flucht veranlaßt. H e i l i g e n st e d t e n. Organist und Lehrer N. Michaelsen trat in den Ruhestand. Huje. In der Schulcollegiumssitzung wurde an Stelle des ausscheidenden Mitgliedes M. Siebten oer Käthner H. Eclmann für die Dauer von drei Jahren als Schulvorsteher gewählt.' Jtzchoe. Garnison - Inspektor Oberländer und Frau und Silberarbeiter Christian Blohm und Frau begingen ihre silberne Hochzeit. Lauenburg. Ein Unglücksfall hat sich hier beim Bau der Elbbrücke ereignet. Vier Arbeiter standen auf einer Stellage, als ein Brett wezrutschte und zwei Arbeiter in die Elbe stürzten. Einer derselben, der LSjährige unverheiratete Streckenarbeiter August Fischer aus Witzeezc bei Uelzen,
janb seinen Tod in den Fluthen. R e t h w l s ch. Gemeindevorsteher Jakob Jens beging mit seiner Frau das Fest der silbernen Hochzeit. U e t e r s e n. Eheleute Heydorn Hierselbst begingen das Fest der goldenen Hochzeit. Durch Hauptpastor Grünkorn wurde dem Jubelpaar im Namen des Kaisers ein Ehrengeschenk von 30 Mark überreicht. 'Vrsvtzrz SH5esien. B r e s l a u. Als Nachfolger' des zum Regierungspräsidenten in Wiesbaden ernannten Oberpräsidialraths Hengstenberg wurde der Oberregierungsrath Dr. Michaelis aus Liegnitz zum Oberpräsidialrath und Vertreter des Oberpräsidenten der Provinz Schlesien ernannt. Professor Dr. Kümmel. Spezialarzt für Ohren-, Nasen- und Kehlkopfkrankheiten hier, hat einen Ruf als Direktor der Heidelberger Ohrenklinik angenommen. Stadtrath Jänicke ist zum zweiten Bürgermeister gewählt worden. Der Beamte des Schlessischen Vankvereins Heinke, der sich Defraudation im Betrage von 230,000 Mark hatte zu Schulden kommen lassen, ist geflüchtet. Die hiesige Strafkammer verurtheilte den Direktor des eingegangenen Teutschen Theaters hier. Wilhelm Gerlin. wegen Sittlichkeitsverbrechen und wegen Majestätsbeleidigung zu acht Monaten Gefängniß. Die Mitangeklagten, Requisiteur Krettek und der Beleuchtungstechniker Fritzlaff, erhielten wegen Sittlichkeitsverbrechen t vierzehn Tag: Gefängniß. B e u t h e n. Das Stadtverordne-ten-Collegium wählte den Bürgermeister Friedrich für eine zweite AmtsPeriode von zwölf Jahren zum Büraermeister. 5' r u m m h ü b e l. ' Der ' Besitzer des in allen Touristenkreisen wohlbetonnten Gasthauses zur Schneekoppe, Adalbert Gustav Exner, ist im fünfzigsten Lebensjahre gestorben. L e i s e w i tz. Auf der hiesigen Station wurde der, Rentenempfänger Führa aus Märzdorf beim Verlassen eines noch in Bewegung befindlichen Zuges überfahren und getödtet. Liegnitz. 'Oöer-Regierungsrath Dr. Michaelis Hierselbst ist zum OberPräsidialrath ernannt worden. Marlowitz. Drei Häuser und zwei Scheunen sind hier .niedergebrannt. Die 25jährige Arbeiterfrau Skutsch, welche Kleider retten wollte, fand in den Flammen den Tod. M ö t t i g. Das Friedrich Gärtner'sche Ehepaar hier beging das Fest der dimantenen Hochzeit. Beide Jubilare befinden sich im 83. Lebensjähre. Z ü l s h o f. Seine Ehefrau erschlagen hat hier der Arbeiter Johann Pi chotta. Er hat sie mittels eines Kriüvpels zu Tode geprügelt. Die Ehe der beiden war schon lange unglücklich.
j F r a n k e en st ei n. Ueberfahren und etödtei wnrdp hnn s?n?rn rin
zt nen Wagen der Kutscher Josef Thaurer. G ö r l i tz. Auf dem Bahnhofe Greif.'cnberg wurde der Bremser Kohl von hier durch eine Schieblokomotive erfaßt und getödtet. Der 63jährize Arbeiter August Witschek. der wegen Ermordung der Gärtnersfrau Schäfer in Penzig zum Tode verurtheilt worden war. wurde bier binaericbtet. Vrovinz feiert. Posen. Dem Land-Bauinspektor Baurath Geick von hier ist der Rothe Adlerorden 4. Klasse verliehen wörden. Birnbaum. Bei der Stadtverordnetenwahl wurden in der 1. Abtheilung PostHalter Rübke, in der 2. praktischer Arzt Dr. Graetz, in der 3. Vöttchermeister Schmigoski und Töpfermeister Paul Liebig gewählt. V o j a n o w o. Wirthschaftsvogt a. D. Köhler beging mit seiner Ehefrau das Fest der goldenen Hochzeit. B r o m b e r g. Zu Ehren des Rektors Miehle, welcher sein 50jähriges Amtsjubiläum beging und gleichzeitig aus dem Amte schied, fand eine Abschiedsfeier statt. BürgermeisterSchneider überreichte dem Jubilar den Rothen Adlerorden 4. Klasse. Namens der Lehrer überreichte der Lehrer Jasiak eine prächtige Standuhr. G n e s e n. Infolge eines Schlaganfalls starb der Stadtverordnete Kaufmann Hoppe. Kabott. Der Kaiser hat eine Pathenstelle bei dem siebenten Sohne des Gastwirths Hammermeister hierselbst angenommen. Lissa. Der bisherige besoldete Beigeordnete unserer Stadt, Stadtrath Scheibel. wurde mit vollem Gehalt pensicnirt. O b e r s i tz k o. Der zum Bürgermeister unserer Stadt gewählteSladtsekretär Schmidt aus Pleschen hat die Wahl abgelehnt. Die Verwaltung der erledigten Bürgermeisterstelle wurde dem Kreisausschuß - Assistenten Ruwe aus Samter übertragen. Q st r o w o. Langerichtsdirektor Fromme von hier wurde in gleicher Eigenschaft an das Landgericht in Halle a. S. versetzt. Zur Vorsitzenden des hiesigen Evangelischen Jungfrauenvereins ist Frau Landgerichtspräsident Rhode gewählt worden. R a k o t. Schloßprediger Hirschfelder hier feierte sein 2Zjähriges Amtsjubiläum. Tie Kirchenrathsmitzlieder überreichten einen Silberkasten im Werthe von 350 Mk., und der GroßHerzog von Sachsen-Weimar verlieh ihm den'Falkcnorden 1. 'Klasse. Sontop. Altsitzer Fenske beging mit seiner Frau die goldene Hochzeit. Der Kaiser verlieh dem Jubelpaare die Ehejubiläums - Mcdaille. 'Arovittz Sachsen. Magdeburg. Rentner Julius Tiefau beging mit seiner Ehefrau das Fest der goldenen Hochzeit. Beide stehen im 75. Lebensjahre. Landgerichtsdirektor Dr. Meyer hier wurde an das Landgericht in Cassel versetzt. Glasermeisier Julius Greiffenhagen beging sein 25jähriges Meisterjuoiläum. Wegen Diebstahls verurteilte die lfKnt Strafkammer' den 22 Jahre alten Arbeiter Fritz Günther aus Burg zu zwei Jahren sechs Monaten Zuchthaus. A k e n. Schiffseigenthümer Iahn von hier ist in Dresden in der Elbe ertrunken. A r t e r n. Privatschullehtcr Witte von Roßleben schoß hier auf der Straße den Gastwirth A. Muth in den Unterleib. Muth wurde schwer verletzt in die Halle'sche Klinik geschafft. B e n n e ck e n st e i n. Der in der Dampfdrechslerei von Louis Hendrich angestellte Werkführer Glasebcck gerieth mit dem linken Arm zwischen zwei Kammräder einer Maschine, wobei ihm derselbe fürchterlich zerfleisch! wurde. G e r b st ä d t. Feuer zerstörte den Maschinenschuppen der Firma Koehler & Co. 5) a l b c r st a d t. Dachdecker. Seife mann stürzte von dem Neubau der Präparandenanstalt in der Wilhelmstraße so unglücklich, daß der Tod sofort eintrat. Heilt gen st adt. Der Bürgermeister Priemer wird definitiv nach Lcoöschütz gehen. H e t t st a d t. Im Alter von 83 Jahren starb der Stadtälteste und Ehreiibürger Demelius. Er war von 1849 bis 1873 Stadtverordneter und seitdem bis zum vorigen Jahre Magistratsassessor. Nordhausen. Nach längerem Leiden starb der Leiter des hiesigen Gymnasiums Dr. phil. Schulze. Quedlinburg. Wildhändler Kronberg von hier fiel durch Scheuwerden der Pferde vom Wagen und erlitt schwere Verletzungen. Sch i e r k e. Zin Pastor Hierselbst ist der Hilfsprediger Vorwerk von der Kaiser Wilhelm-Gedächtnißkirche in Berlin gewählt worden. . Pastor König geht von hier nach Stapelburg, Pastor Delwig von Stapelburg nach Drllbeck. S t a ß f u r t. Der 57 Jahre alte verheirathete Weichensteller Gutenhaar von hier wurde bei der Ausübung seines Dienstes aus oem ÄchenvachdahnHose von einem Wagen erfaßt und sofort getödtet. Mitten b erg. Musikdirektor Professor Karl Stein ist, 78 Jahre alt, hierSestorben.
Die Eucrglades. 'rockenlkgung der Sumpsrcgion im südlichen Florida.
Bevk-.'.tenÄeS Kutturwerk GewaMge Ter, rain vo grober Fruchtbarkeit Tie Arbeit der Ingenieure Koste veS Unternehmens. ?lba von Z?,rrohr. Ein bedeutendes Kulturwerk ist seit Kurzem in Florida im Gange, und schon jetzt darf der Erfolg desselben gesichert erscheinen. Es handelt sich um die Urbarmachung der sogenannten Everglades. wodurch weite Strecken ungemein fruchtbaren Landes für die Landwirthschaft gewonnen werden follen. Die Everglades bilden eine gewaltige Strecke Sumpfland, welche den größten Theil des südlichen Endes der Halbinsel Florida einnimmt. Ueber die Ausdehnung des Terraws gehen die Meinungen weit auseinander; man schätzt dasselbe auf 800,000 bis 4,000,000 Acker, doch alle Urtheile stimmen in dem Punkte überein, daß es sich um ein höchst fruchtbares Stück Erde handelt, sofern es gelingt, dasselbe urbar zu machen. Vor Allem sind die VerHältnisse dem Anbau von Zuckerrohr überaus günstig. Schon jetzt liefert eine große Strecke am Rande der Sumpfregion, die vor kurzer Zeit noch zwei bis drei Fuß unter Wasser stand, bedeutende Mengen Obst und Wintergemüse. Wenn auch das ganze Unternehmen keineswegs neu ist, so hat doch die Jngenieurkunst in dem letzten Vierteljahrhundert so gewaltige Fortschritte gemacht, daß die zu bewältigende Aufgäbe heute weitaus leichter erscheint, als vor wenigen Jahren. Zudem haben sich auch die Kosten des großartigen Unternehmens wesentlich verringert. Der Erfolg des Werkes ist ebenfalls gesichert, denn an der Nordseite des Sumpflandes hat man bereits einen ansehnlichen Komplex mit Zuckerrohr, Gemüse aller Art, Getreide und Reis bepflanzt und gute Ernteerträge erzielt, ohne daß man sich mit der Pflege des Bod?ns besondere Mühe gegeben hätte. Das urbar zu machende Land ist vom atlantischen Ozean nur durch einen Gebirgsrücken von Kalkstein getrennt, und zwar ist die östliche Grenze bei Fluth blos fünf Meilen vom Meere entfernt. Besondere Schwierigkeiten haben übrigens die Ingenieure bei dem Projekt nicht zu überwinden. Das Sumpfland liegt auch bei Fluth an keiner Stelle tiefer als zehn Fuß .über dem Ozean und die natürliche EntWässerung erfolgt gegen das Meer hin, das, wie bereits erwähnt, durch einen Gebirgsrücken von der Sumpfregion getrennt ist. Durch das Gebirge zwängen sich mehrere Flüsse, welche die Sumpfregion bisher bewässerten und nun gegen das Meer zu abgeleitet werden sollen, '"ußerdem baut man neun Kanäle bis in's Herz der Everglades, welche die Entwässerung und Trockenlegung des Gebietes vervollständigen werden. Die Gesammtlänge dieser Kanäle wird 144 Meilen betragen; der Hauptkanal wird 50 Meilen lang und 50 Fuß breit, die acht anderen Kanäle werden je 12 Meilen lang und ebenfalls 50 Fuß breit sein. Die Tiefe ist auf 12 Fuß bemessen. Diese Kanäle werden nicht nur zur Trockenlegung der Everglades benützt werden, sondern auch als Transportwege dienen, um Gebrauchsgegenstände in das für die menschliche Kulturarbeit neu erschlossene Gebiet zu befördern, und die Produkte desselben nach den Küstenplätzcn und Eisenbahnstationen zu bringen. Die gesammte Arbeit wd etwa fünf Jahre in Anspruch nehmen und einen Kostenaufwand von 850.000 erfordern. Die Trockenlegung und Kultivirung des Landes für den Anbau von Bodenprodukten kostet etwa $2.75 per Acker, das ist verhältnißmäßig weniger, als die Urbarmachung von Waldland für die gleiche Fläche an Kosten erfordert. Der Boden der Sumpfregion besteht aus Alluvium, vermischt mit verfaulten Pflanzenstoffen, und einer Schicht Mergel. Es ist die Absicht der Leute. welche die Trockenlegung des Terrains in's Werk setzten, dortselbst Zuckerrohr zu pflanzen, Mühlen zu errichten und nebstbei auch andere Agrikultur- und Jndustrie-Unternehmungen zu fördern. Statistische Ausweise lassen erkennen, daß Zuckerrohr in den fruchtbaren Theilen Floridas prächtig gedecht; durchschnittlich erntet man 47 Tonnen von einem 420 Acker großw Felde, ohne künstliche Mittel in Anwendung zu bringen oder besondere Sorgfalt zu verwenden. Das Land ist eben und der Anbau von Zuckerrohr kann mit Benützung moderner Hilfsmittel, wie Dampfpflüg und Kultivator, betrieben werden. Erfahrene Zuckerpflanzer aus Kuba, Louisiana und Florida sagen, daß der Ernteertrag in jener Gegend sich auf 6000 Pfund per Acker belaufen wird. Weite Strecken Landes in Florida, die in gleicher Weise vor Jahren trocken gelegt wurden, ergeben zur Zeit eine Ernte von 50 Bushel Reis, 50 Bushel Mais und 40 Bushel Hafer per Acker. Das Klima in den Everglades ist ähnlich dem von Kuba und Westindien und keineswegs ungesund. Die durchschnittliche Jahrestemperatur ist 78 Grad und Fieber und. epidemische Krankheiten sind in der Gegend fast unbekannt. M u s Z e l n hat man im Körper der Motte 4500 gezählt.
Hygiene des Einhchcns. Oedeutung und Werthschätzung deS Cfcni in alter und neuer Zeit. Wenn der . Herbstwind die Baumkrönen schüttelt und der Mensch srösielt, dann beginnt auch wieder die Glanzzeit" des Ofens, der seit dem Frühling unbeachtet in der Ecke gesianden hat und vielleicht als bequeme, aber ungehörige Ablagerungsstätte aller möglichen Dinge angesehen wurde, wofür sich das kohlenfressende Ungethum jetzt beim ersten Einheizen durch einen infernalischen Geruch rächt, der seinen Eingeweiden aus allen Fugen entströmt. Am Liebsten würde man den Ofen heutzutage entbehren; die Wam-Wasser-und Luftheizung sind ja bereits Anfänge, sich seiner zu entledigen. Früher war das anders. Die Beliebtheit. der sich der Ofen im SprichWörterschatz der germanischen Völker erfreut, b-eweist, wie gern sich ihre Gedanken mit dem guten Wärmespender beschäftigten. Er wurde Gegenstand künstlerischer Ausgestaltung, am Kachelofcn pflanzten sich die uralten Volkssagen und Märchen von Geschlecht zu Geschlecht fort. Heute betrachtet man den -Ofen lediglich nach seiner Aufgabe, während der kalten Jahreszeit eine warme Stube" ?u gebcn. Ungefähr fünf Monate im Jahre sind wir auf unsere geheizten Räume angewiesen. Wollen wir uns nicht hüstelnd und stubensiech durch diese lange Zeit hinschleppen, so empfiehlt es sich, in gewissem Sinne auch häusliche Klimakunde zu treiben und vor allen Dingen das Einheizen von seiner hygienischen Seite einer Betrachtung zu unter-ziehen.
Nicht zu empfehlen ist es, den Beginn des EinHeizens möglichst lange hinauszuschieien. Mit dem Einheizen sollte begonnen werden, wenn man im Zimmer fröstelt, und das wird der Fall sein, wenn sich die Herbsttemperatur tagsüber zwischen 50 und 55 Grad Fahrenheit bewegt; in Schreibstuben und Schulzimmern wird man sogar schon heizen müssen, wenn die Tempcratur wrend einiger Tage auf 59 Grad gesunken ist. Das erste Einheizen ist für gewöhnlich mit einigen Mißständen verbunden; meist will der Ofen nicht recht brennen, es ist kein ordentlicher Zug vorhanden, es qualmt, die Zimmer werden voll Rauch, es riecht unangenehm sengerig und brenzlich." Wer diesen Kalamitäten entgehen will, läßt vorher den Ofen durch einen Fachmann nachsehen und reinigen. Es empfiehlt sich ferner, zum ersten Male eine oder zwei Stunden bei offenem Fenster zu heizen, wodurch der unangenehme Ofengeruch abzieht. In den ersten Tagen wird es gelingen.- mit einigen Holzkloben oder wenig Steinkohlen schon eine behagliche Zimmerwärne zu erzeugen. Niemals aber sollte die Zimmertemperatur über 6(5 bis 68 Grad Fahrenheit hinausgehen. Nichts verweichlicht so sehr, als der Aufenthalt in überheizten Räumen. Wer sich einmal an die höhere Zimmerwärme gewöhnt hat, friert immer, im Zimmer wie draußen, und Schnupfen und Halskatarrh wird er nicht wieder los. Insbesondere haben sich alle diejenigen vor zu hoher Zimmertemperatur zu hüten, die auf der Lunge nicket ganz kapitelfest sind. Ein wärmeres Kleidungsstück ist solchen, Personen viel zuträglicher als eine warme Stube. Nach längerem Heizen eines Zimmers trocknen die Wände und die in ihm befindlichen Gegenstände immer mehr "aus, und je mehr sie ihre Feuchtigkeit verlieren, um so mehr saugt die trockene Luft die Feuchtigkeit da auf. wo sie diese fast allein noch findet, bei den Menschen. Um zu verhüten, daß die warme, trockene Zimmsrluft dem Körper und namentlich den Lungen mehr Feuchtigkeit entzieht, als zum Wohlbefinden zuträglich ist. muß man durch Wasserschalen, Springbrunnen. Aquarien. Bespritzen von Blattpslanzen der Zimmerluft den genügenden Feuchtigkeitsgehalt geben. Eine Stube wm zu machen, ist leichter, als sie warm zu halten. Da sei denn darauf hingewiesen, daß reine Luft sechsmal , so schnell und dementsprechend ebenso vielmal billiger zu erwärmen ist als verdorbene Luft, und daß reine Luft auch viel länger warm hält. Sobald man Morgens einheizt. öffne man alle Fenster und Thüren einige Minuten, bis das Feuer gut im Gange" ist. Der frische Luftzug fegt alle schlechte Luft hinweg, und man wird staunen, wie rasch sich d?s Zimmer erwärmt. Auch tagsüber öffne man einige Male die Fenster auf wenige Sekunden jedesmal, aber nicht nur eine kleine Spalte oder einen halben Fensterflügel, sondern die ganzen Fenster. Das Heizen der Schlafzimmer ist durchaus zu verwerfen, und es muß sich jeder daran gewöhnen, im ungcheizten Zimmer' zu schlafen. Wo das durchaus nicht angeht und das ist natürlich der Fall, wo au kleine Kinder Rücksicht zu nehmen ist öffne man die Tbür zu einem mäßig geheizten Nebenzimmer; besser wäre es allers 2 ....C.'MUn'' ni!rnmT InnCI, lill UllljClCljlt ;mjuijimmn Nachts die Fenster zu öffnen. Wer den Versuch einmal 'gemacht hat, wird rasch finden, daß der Schlaf ruhiger wird, daß der Kopf am Morgen viel klarer und frischer ist, und daß man mit weniger Schlaf auskommt, während im geschlossenen und gar im geheizten Zimmer der Schlaf unruhiger ist und das Schlafbedürfniß sich immer mehr steigert, ohne befriedigt zu wer-den.
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