Indiana Tribüne, Volume 26, Number 86, Indianapolis, Marion County, 1 December 1902 — Page 5

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Jndiana Tribüue, I. Dezember 1tt. s

TubcrKulofc-Mufcum. Vigtnartige ?luSsttUug bei der ZuJc.1utc Aonferenz in Berlin. Ueber eine eigenartige Ausstellung, die unter dem Nainen TuberkuloseMuseum" mit der kürzlich in Berlin stattgefundenen internationalen Tuber-kulose-Konferenz verbunden war,bringt die' Kölnische Zeitung- den folgenden Bericht: Das Tuberkulose-Museum" gab in

anscöaulicbstcr Form ein Bild sowohl von dem verheerenden Wirken der rnör derischsien aller Voüskrankheiten, als auch von dem gewaltigen Aufgebot von Mitteln und Kräften, mit denen sie bekämpft wird. Da sah man durch Grundrisse und Pläne, Abbildungen und selbst Modelle veranschaulicht Beobachtungsstationen, Polikliniken und Dispensarie?, Krankenhäuser, Sanatorien, ländliche Kolonien, ' Heil-, Pflege- und Erholungsstätten und Invalidenheime für Lungenkranke in schier endloser Reihe, -nicht in Privatbesitz, sondern als Wohlfahrtseinrichtungen, errichtet- von Landesversicherungsanstalten, Penstonskassen, KnappschaftsVereinen, Sanitätsverbänden, Gemeinden und Kreisen, vaterländischen Frauen-Bereinen, Johannitern und vor Allem vom Rothen Kreuz. Eine Ueberstchtskarte über die deutschen Heilstätten und Polikliniken für Lun'genkranke nach dem Stande vom Frühjähr .1902 wies 57 Volksheilstätten im Betriebe, 27 weitere im Bau oder doch zur Errichtung in Aussicht genommen nach und ergab deutlich, daß die Gebiete der größern Schwindsuchtssierblichkeit im deutschen Reiche,' der industriereiche Westen und Süden, erheblich enger mit Heilstätten besetzt sind, als der Osten mit seiner überwiegenden Landwirthschaft. Eine beredte Sprache führten auch einige Diagramme von der Invalidenversicherung des Deuteschen Reiches, die die Häufigkeit der Lungentuberkulose unter den Invalid!tätsursachen in merklicher Abnahme, die Eriolge der Heilbehandlung in erfreulichem Wachsen zeigten und gewisDermaßen als Erklärung für beide Erscheinungen, die für den Bau gesunder Arbeiterwohnungen aus öffentlichen Mitteln hergegebenen Kapitalien veranschaulichten, die im Jahre 1894 über 5,000,000 Mark betrugen und bis zum Jahre 1900 auf über 78.000.000 Mark gestiegen waren. Vom Auslande waren Frankreich und Belgien in dieser Abtheilung vertreten, und wenn hier auch alles entfallen mußte, was in Deutschland sich als segensreiche Folge der sozialpolitischen Gesetzgebung darstellt, so gebührt den Gemeinsinn und Selbstlosigkeit bekundenden Leistungen beider Staaten doch volle Anerkennung. Daß die Ausstellung im Uebrigen .darbot, was für die Entstehung und Feststellung der Tuberkulose, für die Verhütung der Erkrankung und die Verminderung tx Anlage dazu irgendwie von Bedeutung ist. versteht sich von selbst. Da gab es Reinkulturen von TuberkelbazQlen menschlicher und thierischer Herkunft, sogar die allerersten Tuberkelbazillen-Reinkulturen von Robert Koch aus dem Jahre 1831 konnte man in einem Probircylinder, der durch ein festes, verschlossenes Gestell geschützt war, bestaunen. Die Eisenlunge, die Kohlenlunge, die Steinhauerlunge, die Schleiferlunge und die Lunge des Gold bergwerkarbeiters, sämmtlich mit Tu berkulose behaftet, waren in vorzüg lichen Präparaten zu sehen, man konnte das Krankheitsbild am Innern von Ziege, Kalb, Schwein und Rind stud:ren; die Verheerungen der Tuberkulose auf der Oberflache des menschlichen Körpers brachten erste Fachgrößen auf diesem Gebiet an emcr Reihe der ge lungensten chromoplastrschen Nachbildüngen zur Anschauung und die Feststellung der Vergrößerung oder Verkleinerung des Krankheitsheerdes durch Durchleuchtung der Lungen mit Ront gen-Strahlen fehlte gleichfalls nicht. In der Abtheilung zur Geschichte der Tuberkulose waren unter Anderem die Venus von Lukas Cranach, dieselbe Göttin von Botticclli, das Bildniß eines jungen Mädchens sowie ein Frauenkops dieses Florentiners, die schöne Simonetta von Pietro di Cosimo und Adam und Eva von den Brüdern van Eyck in wohlgelungenen Lichtbildern ausgestellt, um an klassischen Mustern die körperliche Erscheinung Lunaenschwrndsuchnger vorzufuhren Eine besondere Sehenswürdigkeit der Ausstellung bildete die Sammlung des russischen Arztes Blumenthai, der sich im Auftrage der Pirogow-Gesellschaft russischer Aerzte mit der Frage der sozialen Bekämpfung der Tuberkulose in den Kulturländern Europas und Ame- ' rikas beschäftigt und aus den verschiedensten Gegenden eine große Zahl von Abbildungen und Diagrammen, die diese Frage behandeln, zusammengebracht hat. Der GerichtsdZener als H o ch t o u r i st.. Der Gerichtsdikier von Taxenbach im Pinzgau. Herzogthum Salzburg, hatte unlängst eine schwierige Aufgabe zu lösen; er m'jßte nämlich einem Angestellten des IntelHauses auf dem hohen Sonnbluk (10.250 Fuß) eine Zustellung überbringen. Der rüstige Mann machte sich auf den Weg und konnte schon nach 14 Stunden sich seines mühsamen Auftrages entledigen, für den ihm eine Entschädigung von im Ganzen 3 4 Heller (etwa 7 Cents) zu Theil wurde. Das ist nämlich der Tarifsatz, der allerdings nur mit der Entfernung und nicht mit der Höhendifferenz rechnet.

4 Ausland ? !' "t 't '' ' tt'M' 5 $t D i e K o ch f ch u l e im T'est a m e n t. In Großwardein, Ungarn, starb, kürzlich der 60jährige .Advokat Franz Botto. In seinem Testament bestimmte er 270.000 Kronen ($54,000) für die Gründung einer Kochschule, die seinen Namen führen soll. . Ehrlicher Def?audant. Der Kassirer des Staätsbabnhofö in Lemberg. Galizien, Ritter v. Trzcinsti, wurde jüngst nach Veruntreuung von 6500 Kronen flüchtig. Er ging ncd; Monaco und sandte vcn dort aus an die Lemberger Staatsbahndirektion einen Brief, in dem er mittheilt, daß er in Monaco an der Spielbank 70,000 Kronen gewonnen habe, wovon er 7000 Kronen zum Ersatz der -Defraudatior. zurücksende. Das Geld lag dem Briefe wirklich bei. Der d ü p i r t e P o l i z i st. Kürzlich versuchten einige Spitzbuben 511 wiederholten Malcn, Äachts in da Bureau eines Geschäftshauses in Pratteln, Kanton Basel, Schweiz, einzubrechen. Um die Einbrecher, bci ihrem nachtlichen Versuch: fassen zu sonnen, legte der Landjäger sich bei dem betreffcnden Hause auf die Lauer. Die erwarteten Einbrecher scheinen dasselbe gethan zu haben, denn während sie dem Polizisten die Zeit lange werden ließen. brachcn sie bei diesem in die Wohnung ein und entwendeten daraus einen Geldbetrag von 150 Francs Einzugsgacer. . Zum ersten Mal auf der Eisenbahn. Daß es in unserem verkehrsreichen Zeitalter noch erwachsene Leute gibt, welche in ihrem Leben nie auf eine: Eisenbahn gefahren sind, ja die noch nicht einmal eine Eisenbahn aesehen haben, sollte man nicht für möglich halten. Kürzlich stieg' zedcch auf der Stanon Riederrodcrn. Els.iß-Lothringen, ein Rekrut aus dem nahen Oberlauterbach ein, welcher bei dieser Gelegenheit zum ersten Male eine Eisenbahn zu Gesichte bekam. Da der junge Mann zum Gardekorps' ausgehoben war. durfte er das Vergnügen der ersten Eisenbalznfahrt gleich m recht ausgiebiger Weise genießen. Ein P e r l e n t r i n k e r. Bei einem Juwelier in Mailand, Italien, erschien kürzlich ein Fremder, der Ausspräche nach ein Englander. um Perlen zu kaufen. Er wählte eine Anzahl kleiner, schöner Perlen und bat dann um ein Glas Wasser. , Der mißiranische Juwelier, der irgend eine unlautere Absicht vermuthete, setzte die Glocke in Bewegung und ließ dann durch den herbeigeholten Diener ein GlaS 'Wasser holen. Der Fremde zahlte den vereinbarten Preis von 400 Lire. (880) für die Perlen, warf sie in's Wasser und trank dieses sammt den Perlen in einigen raschen Zügen. Der Juwelier, der sich vor Erstaunen gar nicht fassen konnte, fragte den Fremden, warum er denn das gethan. Das ist ein ausgezeichnetes Mittel gegen Neurasthenie," sagte der Englär der und setzte hinzu: Soll sehr gut sein, ist aber ein theurer Spaß, habe schon um 6000 Lire Perlen getrunken." Die Gefahren d e s'L e u ch tg a s e s. In große Gefahr geith unlängst eine ganze. Klasse der 76. Gemcindcschulle in Berlin. In der Klasse, in der 56 Mädchen im Aller von sieben bis acht Jahren sitzen, muß die Gasleihing nicht in Ordnung gewesen sein. Gegen 9?, Uhr ging eine Lehrerin in die Klasse, un antun Lehiu Förster eine Frage zu richten; sie war fast stein vor Schrecken, als in der Klasse sich nickts rührte. Das ganze Zimmer war mit Gas angefüllt. Der Lehrer lag betäubt auf dem Katheder, die Kinder ebenso auf und unter den Bänken. Der größte Tbeil der Kmder, alle meiern qen. die in der Nähe des Gashahnes r ff - c I lauen, waren re mnunasws, vie cni fernter sitzenden bis zur Hilflosigkeit betäubt. Die Lehrerin riß die Fenster auf und schlug Lärm. Sofort eilten der Rektor, die Lehrer und Lehrerinnen und der Schuldiener herbei und trugen den Lehrer Förster und die Kinder in ein anderes Klassenzimmer und auf den Hof hinaus, wo alle bald wieder zu' sich kamen. Prozession im brenn e n d e n W a l d e. Der Bischof von Tortosa, Spanien, führte dieser Ta eine Prozesuon von einigen zehn tausend Gläubigen auf die Bergspike von Eastellon. auf der ein riesiges Kreui errichtet ist. Der Weg geht durch einen dichten Wald und besteht in einem Fußpfade, der vielfach an schroff abfallenden Felswänden entlang führt. Plötzlich bemerkten die Letzten in der Prozession, daß der Wald hintn ihnen in Flammen, stand. Das Feuer griff mit rasender Schneiliakeit um sich. . Gleichzeitig bemächtigte sich ein unbeschreibliches Entsetzen der Pilgerschaar. Viele warfen sich betend auf die Kniee. Andere stürzten wahnsinnig schreiend davon, zahlreiche Frauen nelen in Ohnmacht und nur Wenige suchten die kopflose Menge zu berubiaen. Als es endlich gelang einen' Ausweg aus dem brennenden Wald vs finden, führte der rettende Vfad an steil abfallenden Felsen entlang; Alles stürzte sich m wildem Durcheinander auf den schmalspurioen Auswea und Hunderte stürzten dabei über den Abhang, der. glücklicher Weile nur mehrere Fuk tief war, Trotzdem trugen zahlreiche Pilger schwere Berietzungen davon. .

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Z Haus. Hus und Pmdz HHHKHKHH Seife darf weder an einem zu warmem, noch an einem feuchten Orte aufgestellt werden. - Bleibt ein Kuchen in der Form hängen, so lege man ein nasses Tuch auf die umgestülpte Form und nach ewiger Zelt wird sich der Kuchen tadellos aus ihr lösen.. Fugen und Sprünge in eisernen O e f e n lassen sich mit dem auf folgende Art leich: bereiteten Kitt unschwer verdichten. Man rührt fein gepulverten und abgesiebten Braunstein mit Wasicralav zu einem dicken Brei an .und reibt diese Masse gut in die Fugen und Risse ein. worauf, um den Kitt zu erhärten, der Ofen durch schwache Heizung zu erwärmen ist. Der gleiche Kitt ist 'auch für gesprungene Herdplatten sehr , gut verwendbar. Geb ackenes, Kalbshirn auf normännische Art. Man blanchirt das Hirn in Wasser mit ein wenig Salz, Essig. Zwiebeln und Petersilie" und läßt es in dieser Brühe erkalten. Dann bringt man in eine Kasserolle Speck, etwas Weißwein und etenjo viel Auflosung von . Liebigs leischertrakt, Zwiebeln, Petersilie, Eitronenscheiben ohne Schale, läßt hierin das Hirn aufkochen, schneidet es in vier Stücke, bäckt es in Butter hübsch biaun und servirt es mit kleingehackter Petersilie. Der Löwcnzahnsalat. Dieser darfnur mit Essig und Oel. etwas Salz und Pfeffer angerichtet werden; zede Salatsauce verdeckt den pikanten Geschmack. Eine kleine Zugäbe von Estragon ist jedoch erlaubt. Das Auslesen und Waschen der zarten, gebleichten Blätter geschieht sorgfälligst und sind hierbei die stets härtlichen, grüngebliebenen Spitzen zu entfernen. Ein Mischen oder Garniren mit anderen Salaten ist bei dem eigenthllmlichen, feinen Geschmack des Löwenzahns nicht anzurathen. - N einigen v o'n Flaschen. Die Flaschen dürfen nie mit giftigem Bleischrot gereinigt werden; man verwendet dazu elmehr Kiesel-Kalk-steine. Sand, Marmorschrot oderEierschalen. Enthalten die Flaschen Fettigkeit, so spült man sie mit FließPapier, Sägespänen, Kleie, Kreide, in Verbindung mit Sand und Lauge aus. Haben sich feste Substanzen angesetzt, so hilft Adsspülen mit Salz oder Schwefelsäure. Letztere nimmt auch die braune Kruste fort, welche sich zuweilen an' Wasserflaschen ansetzt. Rollheringe schmückhaft zu bereiten. Man wässert Heinge,zwei Tage, in Wasser, theilt sie dann in zwei Stücke, schneidet Kopf und Schwanz ab und befreit sie von den Gräten. Zur Füllung von sechs Heringen nimmt man drei bis vier Sardellen, zwei bis drei Schaloti . i. r , vi.' ien, kapern, eiwas sein gewiegre ilironenschale und Petersilie. Man' rühre nun Oel und einen Löffel voll Senf daran, bestreiche hiermit die Heringe und rolle sie zusammen. ' Zur Sauce schlage rohe Eidotter mit Oel, bis sie dick sind, mische eine Zwiebel und einen Apfel gerieben darunter, endlich etwas Oel, Essig oder Wein und gehackte Petersilie. Diese' Sauce gießt man über die Rouladen. Nach zwei Tagen schmecken sie am besten. Wie man Leinwand aufbewahrt. Leinwand muß aufgerollt an einem trockenen, luftigen Ort aufbewahrt werden und zwar in einem hölzernen Möbel, Kasten oder Schrank. Gestärktes und geblautes Leinen taugt nicht zur Aufbewahrung, da die darin enthaltenen Stoffe den Faden vorzeitig mürbe machen, weshalb man sie vor dem Fortlegen auswasche. Langes Liegenlassen iit über Haupt für Leincnzeug nicht gerade vortheilhaft; es geht dann nur unbenutzt zu Grunde, da sich der Flachs im Lause der Zeit doch verändert und sich nur etwa zehn bis zwölf Jahre in tadel losem Zustande hält, dann aber an Gute und Haltbarkeit beständig abmmmt. was um .so schneller fortschr tet, wenn man die Leinwand nicht jedes Jahr einmal aufwascht. Wollportieren zu waschen. Wollportieren mit Gallseifc gewaschen, werden wie neu, wenn man sie richtig behandelt. .Man rechnet auf crnen Shawl. wenn er sehr unsauber ist, zwei Stücke Gallseife. : Die Seife wird in kleine Stücke geschnitten und in so viel Wasser gekocht, wie nöthig ist, um einen hawl vollstandu da mit zu durchtränken und bequem darin waschen zu können. Die Seifenlauge muß jedoch, ganz erkaltet sein, ehe man die Portlere hineinlegt und nun recht sorgfältig Stelle für Stelle mit leichter Hand wäscht, die Hauptsache ist dann ein öfteres Spulsn m kaltem Waer und darf man nicht, früher damit aufhören, ehe das Wasser nicht klar bleibt. Dann hängt man die'Portiere vollständig naß und zwar, damit die Franftn nicht an Schönheit verlieren, quer auf. damit dieselben . nach unten hangen. Damit es nicht 'gau zu lange tropft. kann man , die nach unten hängenden Thule von' Zeit zu Zeit leicht ausdrücken, doch muß man -den Stoff danach jedesmal wieder'glatt ziehen. In noch etwas feuchtem Zustande etwa , wie Plättwäsche streckt man dann die Portieren, ohne sie zu rollen oder platten, wieder an und zupft die Fransen schön auf. '

Um die durch Auffiell e n heißer G e s ch i r r e auf polirten Möbeln entstandenen Flecken zu entfernen, nimmt man ein Löschblatt, faltet dasselbe zwei Mal zusammen, legt es auf die betreffende Stelle '.?5d stellt ein sattes heißes Eisen darüber.' Zwei. Flanellstücke macht man heiß, indem man sie vorher ebenso faltet, so daß man sie sofort zur Hand hat. Sobald durch das heiße Eisen die betreffende Stelle des Holzes warm geworden ist, entfernt man das Papier u. s. w. und reibt mit Paraffin die Stelle tüchtig ein, so daß sich eine dünne ' Schicht bildet. Hierauf nimmt man den einen Flanslllappen und reibt kräftig die besagte Stelle ab, dies wird, indem man das Flanellläppchen wechselt. fortgesetzt, bis der Flecken verschwindet. Haltung, Pflege und

Fütterung der Kaninchen. Zur Zucht wähle man nur Thiere im Alter von acht Monaten bis zu drei Jahren, achte beim Kauf der Thiere darauf, daß der Rammler etwas älter sei als die Häsinnen und daß die Tl)iere glänzende, klare Augen, und ein glattes Fell haben. Die Farbe des Fells hat mit dem größeren oder geringeren Werth des Thieres -nichts zu thun, da der Kürschner respektive Pelzfärber ohnehin jedes Fell vor der Verwendung auf- vder umfärben muß. Man kann also die Farbe der Thiere ganz unbeachtet lassen oder dieselbe nach semem Geschmack wählen. Die Fütterung im Allgemeinen betreffend, kann man sowohl Trockenfütterung anwenden als auch reine Grünsütterung, oder auch beides vereint. Der Züchter in der Stadt wird mehr auf die erstere angewiesen sein unter Zuhilfenahme von Küchen- und Tischabfällen, wogegen der ländliche Züchter mit großem Vortheil die Grünfütterung unter .BeNutzung von Gemüseabfällen und' Unkräutern aus Feld und Garten betreibeu wird. Das Kaninchen ist nicht allzu wählerisch und läßt sich an jede Fütterungsweise gewöhnen; nur muß man vermittelnde Uebergänge schaffen und nicht plötzlich von der Trocken- zur Grünfütterung überspringen und umgekehrt; den schroffen Futerwechsel verträgt keines unserer nützlichen Hausthiere. Für die Trockenfütterung sind die Grundlagen Heu und eine Beigäbe von Körnern, am besten Hafer oder Mais, letzterer nur in kleinen Mengen, da er die Fettbildung sehr begünstigt. Das Körnerfutter muß natürlich in einem Futtertroge gereicht werden, um das Verstreuen zu verr.:iden. Würde man nur reines Trockenfutter geben, so müßte man auch etwas Trinkwasser verabreichen; da man indessen auch in städtischen Haushaltungen die Küchencckfiille, wie Kartoffelschalen, Krautblätter und -strünke und sonstige .Gemüseabgänge, .wie auch Speisereste -als Kaninchenfutter verwerthen wird, so ist in. diesem Falle eine Tränkung der Thiere nicht erforderlich, denn ihr Feuchtigkcitsbedarf ist gering und wird durch ein wenig feuchtes Futter schon befriedigt. Als geeignete Abfälle und Ueberbleibsel nennen wir: Schalen von Kartoffeln. Möhren, Rüben. Kohlrabi, Schoten, Sellerie etc. Blatter und Stiele von Rüben, Kohlrabi, allen Kohl- und Krautarten, Möhren, Sellerie und dergleichen, gekochte Kartoffeln und Reste gekochter Gemüse und endlich Brodreste, welche sehr gern gefressen werden. Beim Herannahen der kälteren Jahreszeit wt der Geflügelzüchter manche Vorkehrun gen für seine Thiere zu treffen. Die Stallungen sind entsprechend einzunchten, um die Thiere vor Erkältungen, die jetzt am leichtesten vorkommen, zu schützen. Derjenige, welcher einen Pferde- oder Rinderstall , hat, wir! darin leicht ein Plätzchen finden für das gefiederte Volk.- Ist kein Viehstall da, so gibt es vielleicht im Keller einen geeigneten Ort zur Unterbringung. sTKtsrTt St fPfsitrtTrtnTY im ?trTn V V ft fc V V tUJVWMV 4 iVIVtt sein, so verdichte man sie gut, damit es nicht zu kält ist und vermeide jede Zugluft. Da es Morgens oft neblig und das Gras bereift ist.o lasse man die Thiere nicht zu früh aus, wenn man Krankheiten, die gewohnlich sehr ansteckend sind und verheerend um sich greifen, vermeiden will. Bei kalter Witterung ist es sehr zu empfehlen, Morgens etwas warm zu futtern, was auf die Thiere wohthuend einwirkt. Im Winter ist im Freien nichts zu finden, weshalb eine dreimalige Fütterung tagsüber nothwendig ist. Bei guter Fütterung und möglichst warmer, reinlicher Stallung werden die Hennen früher und fleißiger legen, was wohl in der Zeit, wo die Eier am theuersten sind, von großem Werth ist. In jenen Stallungen, wo Stroh oder dergleichen als Streu verwendet wird, - bestreue man einen kleinen Fleck mit Sand, damit sich die Thiere auch im Winter darinnen baden können. ; , Heu. für die S ch a f e. Moderiges Heu ist häufig die Ursache von Fehlgeburten in' einer Schafheerde. Eine noch 'nicht genau erkannte Art von Pilzwucherungen scheint so auf die Mutterthiere einzuwirken,' .daß' sie Lammer entweder vorzeitig dder todt oder- außerordentlich schwächlich zur Welt bringen. Dieselbe schlimme Wirkung wird auch durch brandiges oder verdorbenes Körnerfutter hervorge rufen. Mit Schimmel oder Mehlth'au behaflete Stoffe sind daher hei der Fütterung strenge auszuschließen; denn ist daZ Unheil einmal eingetreten, so ist jedes Heilmittel dagegen wirkungslos.

MfenvMkn FKhrpwn. Cleveland, Oncinnatt, Chicago & St. Couis Railway.

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