Indiana Tribüne, Volume 26, Number 74, Indianapolis, Marion County, 17 November 1902 — Page 3
Jndiana Tribüne, 17. November 1903.
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37 und 39 Süd DelawareGtr. Der beliebtepe und besians- ' ' ' ' ' ', j V gestattete Tanzsaal in der Stadt. Hauptquartier für alle deut scheu Vereines Club und VersammlungSzim ' mer zu möhlzen Preisen ZU verMiethe. Eigenthümer. enry's Platz 423 Süd Delaware Str. Pabst Bier an Zapf. Jmportirte und einheimische Weine. Feine ittquore uno Cigarren. 3 iVtrn seine tic Lch 9 tft 1 IH)T. Henry W. Kurz, 428 Süd axlatta Clr. The Ernhardt 16191621 Süd East Str. Samstaz Abend Musi! und Tanz fiattttffl. Sample Noom, Sommergarten " nnd Kegelbahnen. Jtiner Lunch den ganzen Tag. o&ftlnMa nene EinriStuna. neue Keaelbahne nnd kühler schattiger Sommergarten. Schöne lud zimmer für ersammwngZzmecke undNnterhcUtunge Die Garfteld Park ar hält direkt vor di, Sfix an. J-h C?mfttM, Sr12 ha 2. art. Semmer. Wirthschafts-Ueberuahne. Meine F?eude nnd Bekannten zur Akttheiluvg daß ich d früher von Joseph RutMtle, l4 Weft Morril Ctr faeaenüber dem SvritzenhauZf betriebene Wirthschaf käukich übernommen habe und diestlbe unter dem amen j. R. Z. Sample Room roeiterführen werde, nnd lade ich Jedermann höftichn ein, mich in meinem neuen Lokale zu besuchen. Lunch u jeder Tage?,ett. y. R. offrnann 1424 West MorriS Str. Die Weft JndianavoliZ ar halt vor der Thüre ra. s, ' Jolin F. Sanders ample Room, .. 228-230 Ost Wabash Str. Beste weine, (iquöre : : : und igatr?r Telcvhon alt und neu, 953. L Philip Zapf, Wirthschaft $ und A) Restaurant. n 42 Virginia Avenue. $ Lunch täglich von 11:30 Vormittags 8 bis 2 Nachmittags. fr Auster Stew 15c. $ Rohe Austern 10c. 8 TOM MULRINE, Rumple Maom 2621 West Michigan Stt. Feme Weine, Liquöre ...und... Cigarren. Wrn.Stoeffler 202 Nord Noble Str. Neues Telephon 2001. Jack Ztmmerman, Manag. 210212 Ost Wabash Str. Neues Telephon 2323. Feiner Lunch von na Uhr SorneUtagi lil ei Uhr
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NachmUtag,
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Abgeord? "er Deloncle über Laubes s ' mblichkn St. Louisj Besuch. Jnsammenkunst des franz. m m . 1 ' . . . W W.O f tyta)ocnicn uno oes ho igS von Italien. Das Vorleben, des italienischen Attentäters. (Zr hat angeblich den Rächer von Prinzessin Stephanie gespielt. Imposantes Leichenbegängnis von Hin Oun A Zu Nanking. Weiteres Umsichgreifen der Cholera in Manila. Mascagni schiebt sein Fiasco den Teutschen in Amerika in die Schuhe. ' Frankreich. L o u b e t 's Besuch. Paris, 16. Nov. Abgeordneter Deloncle hat in einem Interview de züglich der Einladung des Präsidenten Loubet zum Besuche der St. Louis Ausstellung erklärt, daß die Angelegen heit noch nicht für die Oeffeutlichkeit bestimmt gewesen sei. Er habe vor 2 Jahren in St. Louis, bei Tische, die Möglichkeit eines Besuchs des Präsiden ten erwähnt. Er sei überrascht gewesen, daß man daraufhin damit umgehe, eine formelle Einladung an den Präsidenten zu er lassen. Er schreibe diese Handlung? weise der Sympathie 'der Amerikaner für Frankreich, besonders seit den Rochambeau-Fepen, zu. lAuch habe die Reise des Prinzen Heinrich v. Preußen bei zahlreichen amerikanischen Freunden Frankreichs den Gedanken erregt, daß Präsident Loubet die Jahrhundertfeier vom Kaufe Louisiana's nicht gleichgültig vorüber gehen lassen solle. Der Reise des Präsidenten würden versaf. sungsrechlliche Bedenken nicht im Wege stehen. Falls Präsident Loubet komme, so werde seine Reise jedenfalls einen giern zenderen Verlauf nehmen, als die des Prinzen. Heinrich. Schreckliches Ende. Paris, 16. Nov. Graf Frank, eine in der hiesigen Gesellschaft sehr bekannte Persönlichkeit, ist gestern Nacht im Bette in seinem Wohnhause, dem Schlosse $e Lands zu Sunesrcs, verbrannt. Er schlief wahrscheinlich beim Lesen ein und das Bett gerieth irgendwie durch die Lampe in Stand. . Italien. Loubet wird erwartet. Rom, 16. Nov. Es verlautet, daß Präsident Loubet nach seiner Rückkehr aus Tunis mit König Victor Emanuel Ziusammentreffen wird. Der Ort der Begegnung ist noch nicht bestimmt wor den. König Victor Emanuel wird darnach dem Präsidenten in Paris einen Besuch abstatten. Und später wird der Präsident nach Rom kommen, um des Königs Besuch zu erwidern. Belgien. Der Attentäter. Rom, 16. Nov. Das Ministerium des Innern hat Näheres über die Per sönlichkeit des' Attentäters auf König Leopold feststellen lassen. Er heißt Gennero Rubino und wird als vorgeschrittener Socialist bezeichnet. 1893 wurde er in Mailand wegen Dieb stahls zu einer langen Freiheitsstrafe verurtheilt; es gelang ihm jedoch nach England zu fliehen, wo er wahrschein lich sich anarchistischen Lehren zuge wandt hat. Sein Daier tocr ein patriotischer Gemeinde'Äsnwalt, Rubino selbst aber wurde, während er noch' beim Militär diente, wegen Verfassung eines auf rührerischen Zeitungsartikels zu l Jahren Festung verurtheilt. Sonst sind keine Strafen von ihm bekannt. Seit seinem Weggang aus Italien hat der Attentäter abwechselnd in Schott land und England xelebt, zunächst in Glasgow und später !n London. Vor einigen Jahren wurde er von seinen anarchistischen Genossen des Verraths bezichtigt und aus ihren Reihen gestoßen. Einigen Berichten zufolge hat R'ubi no bei seiner Vernehmung vor dem Magistrat die Erklärung abgegeben, er habe sich König Leopold wegen seiner grausamen Behandlung der Prinzessin Stephanie, seiner Tochter, zum Opser auserkoren. Auch habe er den Anar
chisten zeigen wollen, daß er handle, während sie schwätzen. Wäre die Zu
Neigung des englischen Volkes zu König Edward nicht so groß, so hätte er diesen gctödtet. Der Papst, König Victor Emanuel und Minisier-Präsident Zanardelli haben dem König der Belgier zu seiner Rettung aus Mörderband Glückwunschdepeschen gesandt. ' Es scheint, daß Rubino einen gleich, falls anarchistiichen Bruder besitzt. Sein Vater kämpfte mit Auszeichnung im italienischen Unabhängigkeits-Krieg. China. Liu Hu nY'sBe stattung. S h o?n g a i , 16. Nov. Das Begräbnis von Liu Huug V, des berühm ten Vice-Königs von Nanking) das gestern in Nanking stattfand, gab den aus wärtigen Vertretern Anlaß, demselben durch bisher nicht übliche Demonstra tionen ihre hohe Achtung zu bezeugen. Der Leichenzug war sehr lang und das Begräbniß fand auf Befehl der Kaiserin Wittwe mit kaiserlichem Prunke statt. Aus dem Wege nach Jessy, von wo aus die Leiche durch einen chinesischen Kreuzer nach Hunan, d?r Heimaths Provinz des verstorbenen Staatsman nes, überführt wird, stand fast eine Viertelmillion Menschen. Die fremden Kriegsschiffe vor der Stadt feuerten während des Passirens des Leichenzugs Kanonenschüsse ab. Deutschland. Gruben Unglück. Berlin, 16. Nov. Auf der Zeche Centrum bei Essen stürzte in Folge Reißens des Drahtseiles der Förde rungskorb in die Tiefe. Als mit schrillem Klang das Seil sprang und' die das Seil abwickelnde Stelle, ehe sie angehalten werden konnte, mit rasender Schnelligkeit rotirte, hörte man nur einen markdurch dringender Schrei, den der sieben In fassen des Korbes, ein dumpfes Auf schlagen in der Tiefe dann nichts mehr. Die sofort einfahrende Ret tungsmannschast hatte keine weitere Aufgabe, als die unkenntlichen Reste der Sieben nach oben zu befördern, denn dieselben waren im buchstäblichen Sinne des Wortes zerschmettert. Mascagni und die Deut schenAmerikas. Berlin, 16. Nov. In hiesigen musikalischen Kreisen beginnt man nun auch, an dem neuesten Intermezzo des italienischen Meisters Pietro Mascagni, dessen dramatischenZHintergrund die Vereinigten Staaten bilden, reges In teresse zu nehmen. 'Mit besonderem Interesse ist eine Depesche aus Rom aufgenommen worden, wonach das dortige Giornale d'Jtalia"' einen Brief Mascagni's veröffentlicht, der eine ten denziöse, Entstellung der Vorgänge ent hält. Mascagni behauptet in diesem Briefe, daß an seinem Mißerfolge im gelobten Lande die Deutschen Amerikas die Schuld trügen. Die deutschen Musiker, hauptsächlich Nahan Franko, sowie die deutschen Blätter in New tyoxl .und Philadelphia und die Musikkritiker in beiden Städten intriguirten gegen ihn, weil sie in ihm angeblich den Hauptver treter der italienischen Musikrichtung er blickten und fürchteten. Die deutschen Blätter in St. Louis und Cincinnati hätten diese feindseligen Artikel abze druckt, aber glücklicher Weise hätte die anglo-amerikanische Presse die deutschen Schwindeleien entlarvt. Man nimmt die Wuthausbrüche Mascagni's hier nicht sehr tragisch.Neue Bibliothek. Berlin, 16. Nov. In Posen wurde durch den 'Kultusminister Dr. Studt feierlich die Kaiser WilhelmBibliothek eröffnet. Alle Eivil- und Militär - Behörden der Provinz und Stadt, der Oberpräsident und kommandirende General nahmen 'an der Feier theil, ebenso viele deutsche Guts besitze?, Lehrer und Beamte. Die Polen hielten sich grollend abseits, denn ihnen ist diese neue Pflanzstätte deutsehen Wissens und deutscher Bildung nicht nur ein Greuel, sondern sie fürch ten sie mehr als alles Andere. Die Feier verlief glänzend in den Prachtvollen und praktischen Räumen dieser neuesten deutschen Bibliothek. i i . ' Oesterreich Ungarn. S ch a u e r l i ch e T h a t. W i e n, 16. Nov. Wie eine Depe. sche auS Satoralja .Üjhely, Ungarn, meldet, hat ein, Fleischer Namens Michael Malarczek Vater,. Mutter und drei andere Mitglieder seiner Familie ermordet, indem er ihr Wohnhaus in
Brand steckte.. Alle Fünf .kamen, in den Flammen um. f Der' Mörder be
ging das Verbrechen aus Rache, weil sich die Angehörigen geweigert ' hatten, ihm eine Summe Geldes zu' geben die er venanate. Malarczer oeabttaUate zuerst, mit ihnen zu sterben, änderte aber seinen Sinn und sprang von einem oberen Stockwerk des Hauses auf die Straße. Er wurde sofort verhas tet. und die Polizei hatte große Mühe, die Menge davon abzuhalten, daß sie den Massenmörder lynchte. Nußlaud. Der russische Thronfolger schwindsüchtig. Berlin, 16. Nov. Der am 22. November 1878 geborene Großfürst. Thronfolger Michail Alerandrowitsch (Michael), der Bruder des Zaren, soll Zeichen der Schwindsucht in bedroh lichem Maße zeigen. Da der Zar leine Söhne hat und nur diesen einen Bruder, so würde die Thronfolge an den Bruder des Vater des Zaren, den Großfürsten Wladimir, fallen. Derselbe ist mit Maria Paw lowna, Herzogin zu Mecklenburg, der mählt. Der älteste Sohn aus! dieser Ehe ist der 26 Jahre alte Großfürst Kyrill, der auch a Ia suite der deut scheu Marine steht. Marocco. Gefangennahme desThron Prätendenten. Tanger. 16. Nov. Nach aus Fez hier eingetroffener Meldung ist den kaiserlichen Truppen die ' Gefangen nähme desThronplütendenten gelungen. Der Sultan hegt die Absicht, an der Spitze von 25,000 Mann persönlich den Aufruhr der Kabylen-Stämme zu Ze mour niederzuschlagen. Der Prätendent trat zunächst unter den abergläubischsten und unwissend sten Berberstämmen auf. Zunächst be schränkte er sich auf wenige Beschwö rungs-Gaukeleien, aber sein Erfolg machte ihn kühner. Der Prätendent führt den Spitz namen Bu-Hamara", was Vater einer Eselin" bedeutet, da er stets einen kleinen Maulesel zum Reiten benützt. Großbritannien. Prinz Edward von Sach senWeimar f. London, 16. Nov. Prinz Cd ward von Sachsen-Weimar ist hier heute Morgen in Folge-von Blinddarm-Ent zündung gestorben. Der Verstorbene wurde 1823 in der Nähe von London geboren und heira thete 1851 in morganatischer Ehe Lady Augusta Gordon-Lennox. Philippinen. Die Cholera. Manila, 16. Nov. Die Anzah der Cholera-Fälle ist hier im Steigen beariffen und die Ausbreituna der Krankheit erregt Unruhe. Im Durch schnitt kommen täglich 30 Fälle vor. Das Funston - Reserve - Hospital, das Lager in Santa Mesa und das Bilibid Gefängniß sind jetzt auch insicirt. Im Marquina-Thal, wo die Gefahr einer Infektion der Wasserzufuhr als groß betrachtet wird, breitet sich die Krankhei gleichfalls aus. In diesem Falle würde der Ausbruch einer allgemeinen Epide mie unvermeidlich. Die Cholera-Berichte aus den Pro vinzen zeigen eine Abnahme der Fälle. General Miles. M a n i l a , 16. Nov. Genera Miles besichtigte gestern Camp Vicars auf Mindanao und heute die Stadt Zamboanga. Vor der Rückkehr nach Manila begiebt er sich nach Millagan, Cebu, Leyte, Samar und dem süd lichen Luzon. Das Sinken des Silber Preises. Manila, 16. Nov. Auditor L aw' she schätzt die Verluste für das Philippinische Schatzamt anläßlich der Sil berentwerthung seit letzten Januar auf Sl.054,000 Gold. Das Schisma in der Philip pinenKirche. M a n i l a. 16. Nov. Nächste Woche findet hier eine Conferenz von Bi fchöfeU, Priestern und Leitern der Philippinischen - Römisch Katholischen Kirche statt. Die Versammlung beab sichtigt, ihren Standpunkt in einer Denkschrift an Mgr. Guidi, den apöstolischen Delegaten für die Inseln, darzulegen.Wie.man annimmt, wird Guidi sich mit den Kirchenangelegenheiten beschäftigen, ehe er mit Civilgouverneur Taft die Verhandlungen über die Mönchs ländereien conferirt.
urze Dreschen.
16. November. . Inland. Omaha, Neb. General Chaffee am heute durch Omaha. Morgen wird ihm in Chicago ein Bankett gegeben. C l e v e l a n d.' Die 5 Polizei Capitäne, die am 1. Januar ausschei den müssen, haben bis Mitternacht die Verhaftung von 30 Wirthen veranlaßt. Cleveland, O. I. H. Outhwaite, einer der hervorragendsten und reichsten Bürger Cleveland's, ist 45 Jahre alt gestorben. Denver. Col. Den Weichenstellern der, Rio Grande Bahn ist eine Lohnerhöhung von 3 bis 4 Cents per Stunde bewilligt. Somerset, Ky. Ivan Sloan wurde im Colyer Hotel durch James Pratt, in dessen Zimmer er sich in der Trunkenheit verirrt hatte, erschossen. Washington. Sekretär Wil son ist durch eine schwere neuralgische Erkältung an's Haus gefesselt, die er sich während der Wahl-Campagne zu gezogen. Baltimore. Die irischen Ab gesandten Dillon und Davitt sprachen Abends in Fords Opera Haus. Au ßer anderen kirchlichen' Würdenträgern war Cardinal Gibbons anwesend. H2.000 gingen an Sammlungen ein. Ausland. London. Der bekannte Schrist steller und frübere Kriegscorrespondent Geo. Alfred Henty ist gestorben. Copenhagen. Der Gesandte Juserand ist mit seiner Gattin, einer Amerikanerin, nach Paris gereist und wird im Januar in Washington ein treffen. im in Schiffnachrichten. Angekommen: New Vork: LaTouraine" von Havre Calabria" von Genua, Leghorn und Neapel. Hamburg: Abdos" von Tacoma und Sän Francisco. Abgefahren: Queenstown: Ttruria- nach New York. ever öie 'ifl; enterten der vier ' ' NcichslanZtcr heißt es in einem Aufsage der PoZ iiber dic Kunst auf der Visitenkarte." Vor mir liegen in einer Reihe die Vi sitenkarten der vier Reichskanzler. Ja. was soll daran Grokes oder Kunswolles sein? dachte ich mir au den ersten Blick. Eine kleine weiße Flache mit einem Namen darauf, wer ter nichts. Der Name mag stolz in die Augen stechen oder gar Ehrfurcht erwecken, aber die Karte an sich, so sollte man meinen, könnte kaum zum Gegenstand der Betrachtung werden. Und so war es mir auch noch niemals eingefallen, eine einzelne Visitenkarte unter die kunstkrltische Lupe zu neh men. Hier aber, wo vier Karten von auZcrlesener Art neben ' einander er scheinen, dazu noch aus drei verschie denen. Jahrzehnten, rückte die Sache auf einmal in ein anderes Licht, es traten da so augenfällige Unterschiede, so sprechende Charakterzüge aus dem Nebeneinander zutage, daß sich die kleine weiße Fläche zusehends belebte und fastdie Wirkung eines Porträts bekam. Es wurde ersichtlich, daß vier von einander wesentlich abweichende Persönlichkeiten durch vier grundver schiedene Karten vertreten werden und das in so scharf hervortretender Form, daß ich nicht umhin konnte, die Punst auf der Visitenkarte zu entdecken. Denn gewiß ist es eine Kunst, einen Charakter oder eine ' Persönlichkeit durch graphische Hülfsmittel anschaulich darzustellen. - Auf der Visitenkarte des Fürten Vismarck prangt der schlichte Name, ohne jeden Zusatz, Schnörkel oder kalligraphischen Schwung. Die Druckschrift ist markig deutsch, in - einer - gedrungenen, kräftig' gothischen Monumentalität Dagegen ist die lithographirte Karte des Grafen Caprivi in englischer Schreibschrift gehalten, kühl 'und korrekt. Fürst Hohenlohe kehrt wieder zu der gothischen 'Fraktur zurück, aber hier sind' die Typen schmächtizer, fast graziös, weltmännisch geglättet und in licntern Abständen gesetzt, kein Deut von der Kolossalwucht der BismarckKarte, wohl aber eine schöne Vcrdeutlicbung von der Vornehmheit eines großen deutschen Standesherrn. Und endlich auf-der Karte des Grafen BLlow frappirt der diplomatische Charakter. Der Name ist in klassisch römischer Blockschrift geprägt. Die 2tU tern gemahnen in ihrem plastischen Relief an die Inschriften auf den antiken Denkmälern, aber sie sind durch eine Schattirung abgetont, so daß mehr ein grauer als ein schwarzer Ton zutage tritt. Da einigt sich auf eine feine Art mit der Standeswürde die Eleganz der äußern Form. '
The Victor.
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