Indiana Tribüne, Volume 26, Number 68, Indianapolis, Marion County, 10 November 1902 — Page 6

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Europäische Nachrichten. .Hessen-Darmstadt Mainz. Maschinist Stephan Dietz gerieth beim Abspringen von einer Rangirmaschine unter die Räder und wurde so schwer verletzt, daß ihm beide Beine abgenommen werden mußten. Nieder- Ramstadt. Philipp Neiiz beging mit seiner Gemahlin das zZest der silbernen Hochzeit. Offenbach a. M. In aller Stille vollzog sich hier ein Ereigniß von der größten Wichtigkeit für OffenDachs Zukunft, die Betriebseröffnunz des hiesigen Mainhafens, der mit einem Kcstenaufwande von ca. 2 Millionen Mark errichtet worden ist. Worms. Professor Dr. Karl Nies, zuletzt Secretär der hiesigen Handelskammer, erhängte sich in einem Anfalle von Schwermuth. Nies stand im 53. Lebensjahre. Waldmichelbach. Die Eheleute Moldrzik, welche vor mehreren Wochen mit Hinterlassung bedeutender Schulden und unter Mitnahme erheblicher Baarmittel von hier verschwanden. wurden in Ölten in der Schweiz verhaftet. Worms. Die bekannte Weinfirma I. Langenbach undSöhne feierte ihr 50jährig:s Geschäftslubiläum. Der Großherzog hat dem Mitinhaber der Firma, dem Kaufmann Rudolf Langenbach, den Charakter als Commerzienrath verliehen. Wanern. München. Prinzessin Ruprecht von Bayern ist von einer Prinzessin entbunden worden. Justizminister von Leonard beabsichtigt mit Rücksicht auf sein fehr geschwächtes Augenlicht in einiger Zeit zurückzutreten. Im Alter von 82 Jahren ist Oberlandesgerichtspräsident a. D. Stcsan FreiHerr v. Stengel aus dem Leben geschieden. Schriftsteller Wilhelm Eckstein stürzte sich am Hauptbahnhofe von der Hackerbrücke und starb an den erlittenen Verletzungen. Die Monteure Pius Werner, Josef Weichselberger und Johann Glas, sowie der Spängler Franz Steiner, hatten zur Reparatur der elektrischen Lichtleitung eine zehn Meter hohe Leiter bestiegen.

als plötzlich die Leiter umfiel, wobei die vier auf ihr befindlichen Arbeiter herabstürzten und schwere Verletzungen erlitten. A m o r a ch. In der hiesigen GLterhalle erhängte sich der 65jährige Stationstaglöhner Josef Wolz. der wegen Sittlichkeitsverbrcchen verhaftet werden sollte. Aschaffenburg. Das sechsjährige Mädchen des ZimmermeisterS Eysser wurde von einem Lastfuhrwerk überfahren und war sofort todt. Deggendorf. Bei einem Streite wurde der Bauerssohn Michael Brummbauer von dem verheiratheten Hausbesitzer Josef Schober erstochen. E g w e i l. Einem Brande fielen Anwesen und Stallung des Bauern Xaver Bergmann zum Opfer. ffreising. Bei der Wahl eines rechtskundigen Bürgermeisters wurde der bisherige Bürgermeister Stefan Vierner einstimmig wiedergewählt. H a u s h a m. Im Sägewerk der hiesigen Grube kam der Sanger Dionys Huber mit der rechten Hand in die Maschine. Der Verunglückte, dessen ganze rechte Körverhälfte total derstümmelt wurde, gab nach wenigen Stunden den Geist auf. H o f. In einer hiesigen Wirthschaft ist der Arbeiter Peter Roman, der kürzlich in Plauen einen Schlafgcnossen erstochen hatte, verhaftet worden. Landshut. Der 55jährige Taglöhner Lorenz Pflügler von Güntersdorf, welcher sich in Gegenwart seiner Frau an seiner 14jährigen Tochter vergangen hatte und aus Furcht vor Strafe flüchtig gegangen war, wurde in einem Hinterhäuschen erhängt aufgefunden. Ludwigs st ad t. Schieferdecker Geo.' Enders, der die 18jährige Bauerstochter Grermel durch zwei Revolverschüsse schwer verletzt hatte, wurde in einem hiesigen Wäldchen mit seinem Hosenträger erhängt aufgefunden. Mögeldorf. Das dreijähri Kind des Kaufmannes Flessa stürzte in einen offenen Kellerschacht und blieb dort mit zertrümmerter Hirnschale liegen. N i t t e n d o r f. Die Anwesen des Bauarbeiters Dotzler und des Gütters Johann Forchhammer brannten nieder. Nürnberg. Wegen verschmähter Liebe sprang das 22jährige Dienstmädchen Anna Herrlein von Adelsdorf hier in die Pegnitz und ertrank. Der verheirathete Feuerwehrmann 'Oelberger stürzte bei einer Uebung am Steigerthurm aus dem dritten Stockwerk herab und war sofort todt. Im 84. Lebensjahre verstarb hier GymnasialProfessor a. D. Munker, de: Erfinder der Maschine zum Schleifen der Parabolspiegel, wodurch der Industrie der Sechinwerfer der Weg gebahnt wurde. S a u e r l a ch. Im Anwesen des Gemeindedienns und Oekonomen Andreas Kastenmüller hier entstand Feuer, dem das ganze Anwesen sammt Anbauten und den aufgestapelten Ge-treide-und Futtervorräthen zum Opfer fiel. T ö l z. Magistratsrath Jakob Faist von hier wurde einstimmig zum Büraermeister hierjelbst gewählt.

Wald München. Ein bei den Ausführungen der hiesigen Wasserleitung beschäftigter Monteur der Firxrcl Brochier (Nürnberg), Reich, ist in der Schlaftrunkenheit vom Fenster des zweiten Stockes seiner Wohnung abgestürzt und hat sich schwer verletzt. W ü st e n st e i n. Die Bauerntochter Margaretha Böhm von hier, die in letzter Zeit Spuren von Trübsinn zeigte, band sich ihr außereheliches Kind auf den Rücken und sprang damit von einer Anhöhe aus in den Aufseesfluß, wo sie mit dem Kleinen den Tod fand. Württemberg. Stuttgart. Oberpostmeister Niedethöfer beim hiesigen Postamt No. 2 wurde auf Ansuchen in den Ruhestand versetzt. Auf der Markung Schlath an dem Fußwege nach 5islingen wurde der 67 Jahre alte Mechaniker Friedrich Hetzet von hier todt aufgefunden. Der Mann war einem Schlaganfall erlegen. Im 72. Lebensjahre starb hier der ehemalige langjährige Vorstand der Jrrenheilund Pflegeanstalt Winnenthal, Dr. Ernst v. Zeller. A l z en b e r g. Wohn- und Oekonomie gebäude des Bauern Nöthacker brannten nieder. B a l i n g e n. Feuer zerstörte die Mälzerei und Dörr-Anlage der hiessgen Adlerbrauerei. B o l l. Der 23 Jahre alte Taglöhner Allmendinger fiel in die Trommel einer im Betrieb befindlichen Dreschdampsmaschine und wurde zermalmt. Bühlerzell. Das hiesige SchulHaus fiel einem Brande zum Opfer. Heilberg. Das staatliche Forstwarthaus Hierselbst ging in Flammen auf. K a n n st a t t. Nach langem Leiden starb hier der Hauptlehrer K. Rommel. N o t t w e i l. Der hiesige katholische Stadtpfarrer Professor Dr. Rückgabe: schied nach 22jähriger Thätigkeit von hier, um feinen Lebensabend in seiner Geburtsstadt Stuttgart zuzubringen. Mög lingen. Die 18 Jahre alte Tochter des Bauern Pflugfelder wurde auf dem Felde durch ein Ochsengespann überrannt und getödtet. Ueberkingen. Bei der Wahl eines neuen Ortsvorstehers ist der Sohn des vor Kurzem verstorbenen Schultheißen Frey, Postagent Frey, gewählt worden. Der verstorbene Schultheiß hatte sein Amt 44 Jahre verwaltet. V e l l b e r g. Assistent Lung in Weinsberg ist zum hiesigen Stadtschultheißen gewählt worden. Wegen dringenden Verdachts, einen Brand gelegt zu haben, welchem sieben Gebäude zum Opfer fielen, wurde der verheirathete Maurer Tröschel verhaftet. W a i b l i n g e n. In dem DoppelWohnhaus von Weingärtner Böhringer Schmied Holzwarth brach Feuer aus, wod.urch das Gebäude fast vollständig ausbrannte. Weingarten. Major Gaggstetter vom hiesigen Infanterie - Regiment erlitt während der Manöverübungen in Folge eines Sturzes seines Pferdes einen Beinbruch.. In dem nahen Weiler Kickach ist das Anwesen des Bauern Brei abgebrannt. 'AZaöen. Karlsruhe. Pastor Wilhelm Ziegler ist zum Pfarrer für die Südoststadt gewählt worden. Zum Vorstand der badischen Fabrikinspektion wurde als Nachfolger des verstorbenen Geheimen Regierungsraths Wörrishofer 'der Regierungs- und Gewerberath Dr. Bittmann in Trier ernannt. Wegen Betrugs verurtheilte die hiesige Strafkammer den 27 Jahre alten Tapezierer Ludwig Georg Neck aus Eggenstein zu einem Jahr ein Monat und wegen Diebstahls den Möbelpacker Friedrich Adolf Kiefer aus Knielingen zu einem Jahr sechs Monaten Gefängniß verurtheilt. Vom hiesigen Kriegsgericht wurde wegen mehrfachen schweren Diebstahls der 23jährige Unterofficier der 7. Compagnie des hiesigen Regiments Karl Rudolf Schwarzer zu 5 Monaten Gefängniß verurtheilt. B ü h l e r t h a l. Feuer brach in dem Anwesen des Leopold Egner auf der Steckenhalt aus, dem das Haus zum Opfer fiel.

D l n g l l n g e n. Maurer Georg Schiff aus Nonnenweicr fiel bei der Akticnbrauerei von einem Gerüst und erlitt derartig schwere Verletzungen, daß er seinen Geist aufgab. Der Verunglückte hinterläßt eine Wittwe mit vier Kindern. ' Eisenthal. Ein Brand vernichtete das Haus des Besitzers Karl Kraut. Gütenbach. In dem hiesigen Magazingebäude der Badischen Uhrenfabrik richtete Feuer erheblichen Schaden an. Hausen a. d. Aach. Das dem Sattler D. Seeger gehörige, mit reichlichen Futter- und Erntevorräthen gefüllte Wohn- und Oekonomiegebäude brannte nieder. Heidelberg. Professor Dietrich Schäfer ist zum Geheimen Rath ernannt worden. N e u e n b u r g. In der Waschküche des Kaufmanns Richard Kappeler entstand ein Feuer, das nicht nur das Wohnhaus des Genannten, sondern auch das Gasthaus Zum Salmen" und die Oekonomiegebäude des Adlerwirths Sauer und . des.Oelmüllers Thum in Asche legte. Nuß dorf. An seinem Hochzeitstage erhängte sich hier der 25 Jahre alte Gutsbesitzer Valentin Jäger.

Land uns Leute in Marken.

Holland ist noch immer das Paradies der Maler. Zwar das alte starke Geschlecht ist nicht mehr, das sich selbst in strotzendem Selbstbewußtsein immer wi.."er portraitirte, nachdem es das spanische Joch im harten Kampf abgeschüttelt hatte; als seine Flotte nun mehr das Weltmeer beherrschte und de Ruyter mit seinen Fregatten sogar die Themse blockiren konnte. Die große und stolze Zeit in all ihrer Derbheit und ausgelassener Lebensfreude, von der die alten Meister uns erzählen, ist cndgiltig vorüber. Und doch hat das Land nichts von seinem Einfluß auf die Malerei verloren. Noch liegt über seine weiten Ebenen der silberne Schleier der feuchten Meeresatmosphäre, die die Konturen verschwinden läßt und d einzelnen Partien der Landschaft zum großen Bild harmonisch vereint, und dieses das einst die moderne Landschaftsmaler mitfchaffen half übt seinen Zauber heute stärker als je. Heute noch durchziehen stille blinkende Can'äle das grüne Land, in ihren' Wassern spiegeln sich alte, hohe Häuser, und verlassene Städte träumen von verlorener Größe. Alte Sitten und Gebräuche haben sich wunderbar erhalten, die eigenartige Bodengestaltung hat eine märchenhafte Mannigfaltigkeit der Einrichtungen gezeitigt, überall reichen sich Gegenwart Fischerfamilie. und Vergangenheit die Hände, .und während in manchen Städten das rasche Leben unserer Tage laut und lebhaft pulsirr, scheint in den Dörfern, die kaum meilenweit entfernt liegen, die Zeit stillgestanden zu sein. Seltsame Menschen treten einem entgegen, fremdeTrachten in eigenartigen Farben grüßen das Auge, und verwundert tritt man in eine fremde Welt. Ein kleines Eiland, genannt Marken, im Zuidersee. nördlich von Amsterdam, ist eine solche Welt im Kleinen und abgeschlossen für sich. Eine Dampferfahrt von anderthalb Stunden bringt den Besucher von der holländischen Hauptstadt an seinen Strand. Nur eine verhältnißmäßig schmale Wasserstraße trennt Marken von den bekannten Malerorten Monnikendam und Volendam. Aber so nahe die Orte auch liegen, eine um so tiefere Kluft trennt ihre Bewohner in Sitten und Religion. Wenn auf der schmalen Landzunge, die den Zuidersee vom Meere trennt, wo Volendam liegt, Gesang und lustige Tanzweisen erklingen, liegt über Marken ein eisiges Schweigen. Die Musik, die das Leben erheitert, ist dort fast unbekannt, ein tiefer Ernst lagert über der Insel und gräbt sich tief in die Gesichtszüge ihrer Bewohner. Hart ist der Kampf, den sie um's Dasein führen, wochenlang ist die junge Mannschaft unterwegs, der Zuidersee bietet nicht mehr Fische genug, um die Bewohner der vielen umliegenden Dörfer zu ernähren; darum müssen die jungen Männer hinaus nach der offenen Nordsee; meistens ist die deutsche Stadt Emden ihr Hafenplatz, von wo sie ihre Fischzüge beginnen. JungerFischer. Flach und baumlos erhebt sich die Insel nur wenige Fuß über derWasserfläche. Ein Wald von Masten ist das erste, das den Besucher grüßt; lange, ehe man das Land sieht, erblickt man die massigen Votier (Fischerboote), die eigentliche Heimath der Marker. Ein Netz von Canälen durchzieht die ganze Insel, auch innerhalb ist das Boot das eigentliche Verkehrsmittel. Die Häuser stehen alle auf Pfählen, da dieHochfluth des Zuidersee alle Jahre die Insel mehrmals überschwemmt. Aber eine solche Hochfluth hat keinen besonderenSchrecken für die Bewohner; alles ist bereits für diesen Fall vorgesehen, die Bewohner ziehen sich auf ihreHauS böden zurück, wo sie mit der ihnen eigenen Ruhe und Gelassenheit abwarten, bis sich die Fluth verlaufen hat. In der feuchten Atmosphäre des Jnsellandes wirkt das eintönige tiefe Schwarz, die einzige Grundfarbe aller Hauser, doppelt düster. Die ganze Insel bildet ein großes Gemeinwesen, die Häuser liegen verstreut; nur hier und' dort, wie um die Kirche (Kerkebürt) und an dem Hafen, haben sich größere Complexe gebildet. Die kleineren haben gar wunderliche - Namen, wie Deutschland, Frankreich, England u. s. w., so daß

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welche an Mangel von Geisteskraft, Verlust der Körverkräfte, täglichen oder nächtlichen Abflüssen leiden, sowie an zerütteten Nerven, Varicocele. Unn -Beschwerden, können für immer durch unser modisizirte Elektro-Chemic Behandlung kurirt werden Wir meinen genau was wir sagen, geheilt um geeilt zu bleiben. Sie brauchen nicht zu bezahlen bis Sle hergestellt find. Deponiren Sie das Geld in der Bank. Nur Vertrauen, Erfahrung und Praris seit mehr als 20 Jahren berechtigt uns eine solche Offerte zu machen. Unsere Behandlung ist die allerneueste, die gleiche als wie in den deutschen Universitäten und Kliniken. Wir haben die elektrischen Vorrichtungen und Arzeneien und heilen, wo Heilung möglich ist. Jeder Patient wird mit der größten Söfiichkeit und Zuvorkommenheit behandelt und alle Transaktionen sind strepg im Vertrauen. Wir können Ihnen die Namen unserer geheilten Patienten geben, wenn Sie in unserer Office vorsprechen. Manche davon haben wir schon vor acht Jahren geheilt. Um dieses zu beweisen wie oben angegeben, werden mir Ihnen nur die välfte unserer regulären Gebühren für einen Monat berechnen. Sie brauchen die Behandlung nicht zu nehmen, wenn Sie dieselbe nicht wünschen. Konsultation und Untersuchungen frei. Office-Ftnnden: 9 Uhr Vormittags bis 8 Uhr Abends; Sonntags von 9 bis 1 Uhr.

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Indianapolis, Ind.

fast jeder Besucher sein eigenes Vaterland hier wiederfindet. Im lebhaften Gegensatz zu der düsteren Monotonie der Häuser steht die lebhafte Farbenpracht der -Trachten. Kind im Rollstuhl. Die Grundfarbe der Tracht der Frauen ist ein kräftiges Roth. Geradezu derblüffend wirken die leuchtenden Farbenflecke in der umgebenden Natur: Mieder, Haube, Aermel, Brustlatz alles ist mit Noth versetzt; nur der Rock und die Schürze sind dunkelblau. Und so bestimmend hat die rothe Farbe auf das Gemüthsleben der Marker eingewirkt, daß das conträre Blau zur Farbe der Trauer wurde. Während in ganz Holland die weibliche Bevölkerung ihr Haar mit großer Sorgfalt unter der Haube versteckt, trägt die Markerin kein Bedenken, ihren blonden Haarschmuck zu zeigen. Vor den Ohren tragen die Frauen zu beiden Seiten lange Locken; bis zum siebzehnten Jahr dürfen die jungen Mädchen sogar ihr volles Haar, ohne jede Fessel, zur Schau tragen, von da ab müssen sie sich der starren Sitte fügen. Noch malerischer ist die Tracht der Männer, die prachtvoll zu den hünenhaften Gestalten der Marker paßt. Die Hose ist noch nach dem alten spanischen Schnitt aus schwarzem Stoff; in lebhaftem Gegensatz steht das Gelbroth des Unterhemdes, über das wiederum ein dunkelblaues Oberhemd gezogen wird. Die schweren Holzschuhe (Klompen) trägt die ganze Bevölkerung. In den Häusern geht man auf Strümpfen; die Holzschuhe, groß und klein, Paradiren alle vor der Hausthür, so daß es dem' Mar fettn m i t K i n d. Marker schwer fallen würde, sich derleugnen zu lassen. Auch für, die Kinder giebt es in Marken schon eine tyrannische Mode: bis Mm sechstenJahre gehen die beiden Geschlechter völlig gleich, so daß es schwer ist, sie zu unterscheiden, denn nur ein kleiner runder Fleck hinten an der Mütze kennzeichnet ' den werdenden Herrn der Schöpfung. Für die kleinsten Weltbürger hat man überall einen sehr originellen Stuhl, der sie vor allen Fährlichkeiten schützt. So malerisch die äußere Erscheinung dieser -Inselbewohner, so interessant sind auch ihre Sitten und Gebräuche. Schon vom zehnten Jahre an werden diel Knaben und Mädchen häufig einander versprochen. Eine Verlobung, auch unter den Erwachsenen, scheint keinen näheren Verkehr der beiden Liebenden in sich zu schließen; eher das Gegentheil: wenn Braut und Brautigam sich zufällig auf der Straße trefsen, so gehen sie stolz und gleichgiltig aneinander vorüber, ohne sich eines Blickes noch Wortes zu würdigen.

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44 n gegenüber dem Monument 33 Wenn aber die Dunkelheit über Marken ihre Fittiche breitet, so lockert sich auch hier die allgewaltige Sitte, und mancher Marker findet insgeheim den Weg zu seinem Liebchen. Nur einmal in der Woche, und Zwar am Sonntag Nachmittag, zeigen sich die Pärchen dem Publikum, aber auch nur solche, deren Entschluß schon unerschütterlich ist. Ein kritischer Tag erster Ordnung ist aber für die Liebespaare auf der Insel der Sonnabend. Denn an diesem Tag kommen die Jongs so heißen alle unverheiratheteMänner, mögen sie auch Methusalems Alter erreicht haben, so daß man in Marken thatsächlich die ewige Jugend haben kann, vorausgesetzt natürlich, daß man nie heirathet von ihren Fischfängen zurück, und nun beginnt ein wahres Kesseltreiben auf alle verliebten Pärchen, die sich des Nachts zusammenfinden, namentlich auf solche, die noch nicht sicher versprochen sind. Wo die Jongs nur irgend einSchäfersiündchen argwöhnen, schleichen sie sich zu dem Haus heran, und es beginnt vor dem Fenster oder der Thür ein wahrer Höllenlärm, der in manchen Zügen lebhaft an das Haberseldtreiben in Oberbayern erinnert. Sobald aber der Morgen anbricht, liegt auch wieder die alte feierliche Ruhe über Marken. Ä e r rumänische B a nkier Israel Chaim Daniel ist dieser Taae mit Hinterlassung eines Vermöaens von weit über 20 Millionen Francs im Alter von 90 Jahren gestorbcn. Seiner ersten Ehe entstammten 18 Kinder, und als seine Gattin im Jahre 1886 starb, warb er sechs Jahre später, als achtzigjähriger Greis, welcber bereits erwachsene und verheiratbete Urenkel besaß, um die Hand eines siebzehnjährigen schönen Mädchens aus Warschau, das er auch in Szuczawa Zium Traualtar führte. Es war das erste und letzte Mal in seinem Leben, daß er die Stadt Jassy verließ, sonst hat der übrigens sehr nüchtern denkende und recht gebildete Daniel seine Vaterstadt auch nicht auf einen Tag verlassen. selbst seine zahlreichen Güter hat er nie ansehen. Ueber die Flucht zweier schwerer Verbrecher aus dem Gefängniß zu Görlitz wird berichtet: Bei einer um die Mitternachtsstude vorgenommenen Revision der Schlafsäle durch den Aufseher Markuske wurde der Beamte plötzlich hinterrücks von zwei Sträflingen überfallen, welche ihn mit einer eisernen Zange zu Boden schlugen und den Bewußtlosen der Schlüssel und des Seitengewehres beraubten. Nachdem sie Markuske mit der Waffe noch mehrere Hiebe am Kopfe beigebracht hatten, holten sie aus dem Gerätheschuppen eine Leiter, mit deren Hilfe sie vom Hofe aus die hohe Gefängnißmauer überstiegen. Obwohl die Flüchtigen, welche die blaue Gefängnißkleidung trugen, durch zahlreiche Polizeibeamte verfolgt und auch Patrouillen ausgesandt wurde, welche i die Brücken und Parkanlagen,' sowie die aus der Stadt führenden Straßenzüge mit Laternen absuchten, gelang es nicht die Ausbrecher wieder dingfest zu machen; vcrmuthlich sind sie bereits über die böhmische Grenze tntkommen. Der verwundete Aufseher mußte sofort nach dem Krankenhause gebracht werden; seine Verletzungen sind schwer, wenn auch nicht leoensgefährlich. Hohen - Kur - Ort. Wie sich' die Schmalzbauern-Zenzl einen Höhen-Kur-Ort vorstellt.

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