Indiana Tribüne, Volume 26, Number 67, Indianapolis, Marion County, 8 November 1902 — Page 3
Jndiana Tribüne, 8 . November 1902.
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Voni Castellane '
Seines Sitzes in derDejintirteukammer verlustig erklart. Andrew White, der frühere amerik. Botschafter, zu feinem Geburtstage geehrt. Die Agrarier machen groke Zuge' ständnilse. Wegen Landesverrath bestrast. . Der tolle" Mullah im Anmarsch. Ungarisches Auswanderungs - Gesetz. Frankreich. Boni ist nicht mehr A b g e ordnete?. Pt r i s, 7. Nok. Die Deputir tenkammer erklärte heute nach einer aufregenden Debatte m!t 273 gegen 235 Stimmen die Wahl des Grafen Doni Castellane für ungiltig. . Die Wahlprüfungscommission hatte ihren Bericht, ohne Vorschläge cinge reicht, als Emile Chanorn einen heftigen Angriff' auf CasteUane machte, der sich Unregelmäßigkeiten schuldig gemacht habe. Er habe seinen Gegner beschuldigt, daß er deutscher Abstam mung und Dreyfusard sei. Castellane bezeichnete die Anschul digungen als falsch. Er habe auch weder, wie ihm vorgeworfen worden sei, Wahlstimmen gekauft noch die Wohlthätigkeit für Wahlzwecke ausge. spielt. Cr bitte seine Wahl zu besiä. tigen, die der Ausdruck der Gesinnung seiner Wähler sei. Dann erfolgte die Abstimmung. Noch eine Entscheidung ge - g e n d i e S t r e i k e r. Paris, 7. Nov. Die Schiedsrichter der Regierung kündigten heute ihre Entscheidung gegen eine Lohnerhöhung für die streikenden Grubenarbeiter im Departement Du Nord an. Die Gründe sind ähnlich wie die Entscheidung im Pas de Calais Fall. In LuenS kam es heute zu einem Zusammenstoß zwischen Streikern und Cavallerie, ebenso in dem benachbarten Anzin. Leutnannt Duval wurde durch einen Steinwurf an der Brust verletzt, auch 2 andere Ofsiziere und ein Gemeiner verwundet. Eingetroffen: Verstärkungen zerstreuten die Streiker. WeisendieVermittlung zurück. . ' Paris, 7. Nov. ' Sechstausend ausständige Grubenarbeiter von Liedon Dept. Pas de Calais, hielten eine Ver. sammlung ab und beschlossen, , sich der Entscheidung des Schieosgerichts nicht zu fügen und weiter zu streiken.' Untersuchungsbommif sion ernannt. Paris. 7. Nov. Die Deputirtcnkammer nahm den Beschlnßantrag des Sozialisten Rouanet, daß eine Untersuchungskommission zur Prüfung der Lage der Kohlenzräber ernannt werde, beinahe einstimmig an. . Deutschland. A. White's Ehrentag. Berlin, 7. Nov. Botschafter White öffnete heute den ihm vor einigen Wochen von Präsident Roosevelt mit der Ausschrift übersandten Brief .AK Ihrem Geburtstage zu öffnen." Der Präsident sag! darin, daß Herr White seinem Lande treu wie wenige Bürger gedient habe und dankte ihm im Namen deS Volkes. Aus Amerika und Eurcpa liefen während . deS Tages zahlreiche Tele gramme bei dem Botschafter ein. In der Botschaft sprachen Mitglieder der diplomatischen Corps , Universiiäts Professoren, Reichstagsabgeordnete und zahlreiche Regierungs-Beamte vor. Die amerikanischen. Bewohner Ber lins ließen Herrn White durch General Consul Mason Dr. Dickie und Bernard Goldschmith eine prächtige Glückwunsch Adresse überreichen, auf welcher die Namen von 600 amerikanischen Bür gern, W in deutschen Städten leben. stehen. Die Agrarier lenken ein. . Berlin, 7. Nov. Die Würt. tembergische Landpost-, das offizielle Organ des HuneS der Landwirthe für Württemberg, befürwortet eine Ver kl . v . . ci : . .in : rn lianoiauna oer grauer rnu oer yuiajs regierunCauf Grund der Regierungs vorläge des neuen Zolltarifes. Es ist das ein großes Zugeständniß der Agra rier, denn bisher hörte man.'von ihnen nur das non possumus, d. h. wir ge
hen von der Erhöhung der Minimal Zölle auf Getreide und Fleisch aller Art nicht , ab. Die empfohlene Verstand!' gung scheint auf einen Kuhhandel" mit der Regierung, hinauszulaufen, bei welchem die Agrarier sagen, bekommen wir die gebundenen, Minimclzölle auf Getreide, . so mag das Andere zum Kuckuck fahren. Ungetreuer C a s s i r e r. Breslau, 7. Nov. Wie der schlesische Bank-Verein heute mittheilt, hat der-Cassier der Bank $57,000 unterschlagen. Landeverräther verurtheilt. Berlin,.?. .Sept. In Leipzig begann vor zwei vollständig besetzten Senaten des Reichsgerichts der Landesverrathsproceß gegen den Handlungs-
reisenden Udo Becker aus Wolfenbüttel. Anwesend waren mehrere höhere Ossi ziere, theils als Sachverständige, theils als Zeugen. Da es sich um den Ver rath militärischer Geheimnisse handelte, wurde für die ganze Dauer der VerHandlung die . Oeffentlichkeit ausgeschlössen, Becker soll Pläne der Festung Metz, die er sich durch einen bayerischen, im Metzer Fortifikationsoienst beschäftigten Sergeanten zu verschaffen wußte. an Frankreich verkauft haben, und zwar für recht ansehnliche Summen, doch erzähtt man in Metz, die verra thenen Gegenstände seien in Anbetracht der dafür gezahlten Summen nicht von hervorragender Bedeutung, da dem Sergeanten in den ihm zugänglichen einzelnen Festungsplänen kein werthvoller Stoff zu Gebote stand. In Leipzig verlautet, der Angeklagte sei geständig und wolle sich durch ein reuiges Geständniß mildernde 'Bedrn gungen erwirken. Das scheint auch in der That das Gericht berücksichtigt zu baben, denn Becker wurde nur zu drei einhalb Jahren Zuchthaus verurtheilt. Die Deutsche Bank. Berlin, 7. Nov. Die Deutsche Bank hat ihr Kapital um $2,5000,000 zwecks Uebernahme der Düsburg.Ruhrort'er Bahn, erhöht. Den Todten von Malaga. Berlin, 7. Nov. ' Die Ossiziere und Mannschaften der deutschen Reichs marine werden ihren am 16. Dezember 1900 beim Untergang der Gneisenau" verunglückten Kameraden ein Denkmal auf dem Friedhof von Malaga .errichten.. Ein ZBerliner Bildhauer ist mit der Ausführung des Denksteins beauftragt. Die Einweihung wird voraussichtlich am zweiten Jahrestage des Un Glücks stattfinden. Ostasrfika. Der tolle" Mullah macht England Sorgen. Barbar a , Ostafrika, 7. Nov. Gen. Manning, der Nachfolger des erkrankten Col. Swaine, triff! alle Vorbereitungen zu einem Vormarsch gegen den Mullah, doch wird er durch vielfache Hindernisse binaebalten. Der Mullah macht sich diese Verzögerung zu Nutzen.' Er. ist. bis zu Bohotlee vorgerückt. Er hat 2000 Gewehre, eine Maschinenkanone, viel Munition, 15,000 Speermänner und einen riesigen Proviantzug von Kamelen und Scha fen. Bohotlec ist stark garnisonirt und hat ausreichende Vertheidigungsmittel. Doch lann nicht verhindert werden, daß dem Mullah Geschütze über französisches Gebiet gesandt werden. Oesterreich-Ungarn. Ungarisches E m l g r a n t e n g e s e tz. Wien, 7. Nov. Die ungarische Regierung hat eine Vorlage dem Reichstage vorgelegt, welche speziell gegen die Nord-Atlantischen Dampf schifflinien gerichtet sind. ' Die Re gierung wird durch diese Vorlage er mächtigt.die Emigranten über den ungarischen Hafen von Fiume zu be fördern. Bis jetzt sind die ungari schen Emigranten hauptsächlich über Hamburg. Bremen und Rotterdam ge reist und ihre Zahl betrug annähernd 70,941. Die Vorlage verbietet die Auswande rung Militärpflichtiger und auch die Auswanderung von Eltern, welche Kin der unter 15 Jahren im Lande lassen. Sie giebt der Regierung das Recht, nicht nur die Auswanderung nach ge wissen Ländern za verbieten, sondern auch gewiffe Handwerkerklaffön von der Auswanderün'g auszuschließen. , Wahlradau in, Wien. Wien, 7. Stov. Bei der Wahl für den Landtag stürmten die Antisemiten das Hauptquartier der Sozialisten. Die Polizei schritt ein und 40 Verhaftungen
wurden vorgenommen. Die Antisemi ten gewannen die Wahl mit einer Ma jorität von 39 bei einer Stimmenabgabe von 13,000. .Spanien. Prozeß A r i l o. Madrid, 7. Nov. In Bilbao hat heute der Proceß gegen Sabono Arilo, den Führer der Unabhängig keits-Partei in den baskischen Provin zen, begonnen. Er ist beschuldigt, im letzten Frühjähr an den Präsidenten Roosevelt an läßlich der Gewährung der Undbhän gigkeit Cuba's eine Glückwunschdepesche gesandt zu haben. Ter Staatsanwalt beantragte 8 Jahre Gefängniß. Alfons möchte selbst regieren.
Madrid, 7. Nov. Die Span nung zvischen König Alfonso und Kriegsminister Weyler soll bei jeder Cabinetssitzung immer deutlicher her vortreten. Ter König soll, wie es heißt, eine ungünstige Meinung von Gen. Weyler haben, weil er denselben für den Verlust der spanischen Colonien verantwortlich hält. Zu wiederholten Malen soll er Bemerkungen gemacht haben, die ersehen lassen, daß ihm die Resignation Weyler's erwünscht wäre. obschon er dieselbe gerade nicht verlangt. Man wundert sich übrigens hier. daß Weyler, der in den Philippinen und Cuba ein großes Vermögen zusammengeschafft haben soll, nicht von s?inem unangenehmen Posten zurücktritt, doch soll derselbe bei Armee-Contracten betheiligt sein. Guatemala. Tod eineö früheren Prä s i d e n t e n. New York, 7. Nov.. Eine hier eingegangene Privatdepesche meldet den Tod des früheren Präsidenten von Guatemala, Generals Manuel Liz indo Marillas. Marillas ist an den vulkanischen Gasen in der Gegend des Vulkans ?anta Maria, wo er eine große KaffeePlantage b.'saß, erstickt. Venezuela. Wieder neue Siegesfeier. Victoria, Venezuela, 7. Nov. Hier wird wieder einmal Sieg ge feiert, weil die Revolutionisten aus Mangel an Munition gezwungen wurden sich aus ihren Stellungen nahe La Victoria und San Mateo zurück zuziehen. Der Mangel an Patronen veranlaßte einen Wortstreit zwischen Genl. Matos und Genl. Ro landa, einer schob dem anderen die Schuld in die Schuhe., Schließlich er klärte Genl. Rolando El Mocho" Harnandey als Leiter der Revolution. Castro erhielt dadurch frischen Muth und ordnete die Verfolgung der Rebellen an, und die Generäle Matox, Mendoza und Riera befinden sich in wilder Flucht. Genl. Ramon Linzi und 4000 Mann,' wurden gefangen. Mexico. . Indianische Schand thaten. T u c s o n, -Ariz., 7. Nov. Person nen, welche von San Marcial, Sl nora, nach Arizona zurückkehren, berich ten über ein daselbst bon den Vaqui Indianern begangenes Verbrechen. I. E. Hall, Minen-Superintendent !n Lamza, wurde auf dem Wege nach San Marcial mit einem halben Dutzend mexikanischer Begleiter über fallen und die ganze Gesellschaft nieder gemetzelt. Die Indianer jener Gegend sind wie der auf dem Kriegspfad. Kurze Depeschen. Ausland. Rom. Die Sängerin Lily Dun ton aus Boston, Mass., ist plötzlich in Bresire gestorben. Prag. Alois Müller wurde we gen Fäschung von Adels'Patenten zu 2 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Dublin. 'Annie O. Mahoney, die Besitzerin des Waterford Star, wurde auf.Grund der AufruhrAkte zu 2Monaten Gefängniß verurtheilt. Southampton. J)er Hambürg . American Dampfer Deutsch land", mit Ausstellungs Commissär Ewald an Bord, ist nach New York abgefahren. ' Berlin. Prinz Eitel Fritz schenkte vor seiner Abreise nach Bonn, der Leib kompagnie des ersten G nde-Regiments, bei der er ein Jahr lang Dienst gethan hat, mehrere Oelgemäld ej, . welche Schlachten darstellen, an denen die Kompagnie im Feldzuge von 1870J71 theilgen'ommen hat.
Brigincllcs Winzerfest. n gute WeinZahren im Ort ZSinntagen an der Mosel veranstaltet. Ein originelles Winzerfest wird in guten Meinjahren Ende November in Winningcn an der Mosel gefeiert. Der Ort hat etwa 1900 Einwohner, und der dort gebaute Wern ist ein gar edler Tropfen. Die ' Winninger Gemarkung," der Besitz an Weinbergen, ist eine der größten und bestbebauten an der ganzen Mosel. In guten Jahren werden an 2000 Fuder (1 Fuder enthält 960 Liter oder 1014 Quarts) geerntet. Anläßlich des Festes thun sich die Burschen und Mädchen des-Ortes in einer Versammlung zu einer sogenannten Kompagnie" zusammen. Nur ganz Unbescholtene werden zugelassen. In der Versammlung werden die Sta-
tuten vom Vorstand der Kompagnie" verlesen, wobei die Klciderordnung eine Hauptrolle spielt. Die,Äurschen haben im schwarzen Anzug mit Rock, schwarzem Schlips, Umlegekragen, weißen Handschuhen und Cylinder zu erscheinen, die Mädchen in weißen, ganz einfachen Kleidern, ohne alle Verzierung, mit bunten Schärpen, einer Ranke Traubenblätter und Trauben auf der Taille und Blumen im Haar. Jeder Bursche ist verpflichtet, je nach Bedarf für das Fest 10 Maß (20 Liter) Wein zu .liefere, sowie eine entsprechende Portion Brod und Wurst. Die Mädchen haben je zwei Maß Wein zum Trinken und ein Maß zur Weinsuppe herzugeben, die an einen der Tage als traditionelles Gericht verzehrt wird. Außerdem aber geben . die Burschen einen Ochsen, der am Freitag vor dem Fest feierlich bekränzt durch den Ort geführt wird, die Mädchen ein Kalb, ferner Kartoffeln, .Salat,' Butter, Acpfel, Milch, Kaffee, Brod. . . An den Tagen vor dem Fest versammein sich die Theilnehmer zum Kranzwinden. Am Montag nach dem Todtensonntag beginnt das Fest, das mit kurzen Unterbrechungen acht Tage dauert. In aller Frühe werden die Festlokale, Tanzhaus und' Kosthaus, durch die Burschen prächtig mit Guirlanden, Tannenbäumen und Flaggen verziert, ebenso die Hauser der theil nehmenden Mädchen. ' Um zwölf Uhr beginnt dann der Festzug, das Abholen der Mädchen aus ihren Häusern. Vor jedem Hause spielt die Musik ein Stück. Ein Theil der Burschen geht rn das Haus, wo sie mit Wein regalirt werden. Die letzten zehn Madchen sind gehalten, neben dem Wein noch Kaffee und Kuchen zu geben. Sind alle Mädchen abgeholt, so begibt sich der ganze Zug zur Bürgermeisterei, wo der Vorstand eine Rede halt und den Burgermeister nebst seinen Angehörigen feierlich zum Besuche des Festes einladet. Von da aus geht der Zug zum Pfarrhaus, wo dasselbe exekutirt wird. Auf der Straße wird ebenfalls Wein eingeschenkt und aus einer riesengroßen uralten Schnupftabaksdose gepriest. Der Zug bewegt sich endlich zum Tanzhause, wo sofort nach dem Emzua mit einer Polo naise der Tanz eröffnet wird. Jeder Bursche muß mit ltdem Madchen mm bestens einmal tanzen. Um sieben Uhr ordnet sich dann der Zug nach dem Kosthause. Der Tisch im Kosthaüse ist aus schließlich mit altem Zinngeschirr gedeckt, das die Mädchen stellen müssen. Knn Stück Porzellan oder neues Ge räth darf gebraucht werden. Nur der Wein wird aus neuen Metallbechern getrunken, da er aus alten nicht schmecken würde. Die traditionelle Suppe mit Klößen dampft in einer mächtigen Zinnterrine. Es folgen dann gekochtes Rindfleisch mit Beilage, riesige Kalbs braten mit Aepfeln und Salat. ..Nach aufgehobener Tafel geht es wieder rn feierlichem Zug in's Tanzlokal, wo bis zwe: Uhr getanzt wud. . . Der zweite Tag beginnt schon früh zeitig mit einem Frühstück der Burschen im Kosthaus. Dieses Frühstück be steht aus Brühfleisch," einem ragout artigen Gericht, das seit unvordenklichen Zeiten eine Rolle spielt. Um zwölf Uhr erscheinen die Mädchen, und dann wird die Wernsuppe verzehrt, sammt Weißbrod und Schinken. Um vier Uhr findet ein zweiter Festzug statt. Dieser wird nach Gefallen und Geschmack der theilnehmenden Burschen ausgestaltet. Bei einem dieser Festzüge m den letzten Jahren wurde der ganze Weinbau dargestellt: das Graben, Schneiden, Binden des Weinstocks, zul'tzt natürlich die Weinlese. Nach dem Zug holt jeder Bursche sein Mädchen im festlichen weißen Kleid wieder ab, und es geht zum Tanz nach dem TanzHaus. Der dritte und vierte Festtag sind der gemeinsamen Einnahme eines opulenten Frühstücks und. der An hörung humoristischer Vortrüge gewidmet. Freitag und' Samstag sind dann Ruhetage. Am Sonntag ist nochmal gemeinsames Kaffeetrinken. Am Montag ist hierauf Schluß in Gestalt der Abrechnung.' Die Tannen, die zum Schmuck gedient hatten, die Kannen und Becher, die gebraucht wurden, wer den versteigert, zuletzt die Burschen und Mädchen selbst.' Ein recht begehrtes Mädchen bringt es zuweilen bis aus 1500 Mark. Gut nur, daß für tbt 100 gebotene Mark nur :ine Mark als wirklicher Preis bezahlt wird. Der oder die Angesteigerte muß sich von den Ansteigern respektiv der Ansteigerin mit einem Kuß auslösen. Aus dem Erlös werden die Festkosten mitgedeckt und die Musik bezahlt.
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