Indiana Tribüne, Volume 26, Number 52, Indianapolis, Marion County, 22 October 1902 — Page 4

Jnoiana Lribune 22. Oktober 1902.

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Jndiana Tribüne. Herausgeben von der Sutenberg . Indianapolis, Ind. Harry O. Thudium Präsident GeschaftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 2K.

Entered at the Post Office of Indianapolis as second class matter. Ju Ende Tie Kohlennoth ist vorbei mit all ihren Unbilden. Nichts bleibt daran, als eine fröstelnde Erinnerung und die gute Lehre für die Trustmagnaten, daß sie die Vereinigten Staaten doch noch nicht ganz gekauft haben. Sollten sie diese Lehre beherzigen, so war der Kohlenausstand trotz der großen vielseitigen Opfer ein Segen für sie, eine Wohlthat für das Volk, dem die Augen durch die Vorgänge geöffnet worden sind. Das Volk hat in den letzten T?onaten mehr über das innere Wesen des Schutzzolls erfahren, als es durch die bedeutendsten Kampagne-Redner hätte lernen können. Es hat auch gelernt, daß die ..Foreigners" die Hunnen keine Anarchisten, sondern fleißige achtbare Menschen sind. Die Delegaten-Konvention der Kohlengräber in Wilkesbarre hat gestern einstimmig die Empfehlung ihres Führers Mitchell, das vom Präsidenten Roosevelt ernannte Schiedsgericht anzuerkennen und den Ansstand für beendet zu erklären, angenommen. Als die Boischaft von der Beend!gung des Ausstandes, der draußen harrenden Menge mitgetheilt wurde, da verklärte Freude die Gesichter, welche solange kein Kohlenstaub geschwärzt hat. Wie das Einläuten eines Feiertages berührte es die Menge Tonnerstag wird der schrille Ton der Tampfpfeife, der sie zu schwerer, lebensgefährlicher Arbeit ruft, ihnen willkommene Musik sein. Sie haben sich brav gehalten, in Gni behrung auf Verbesserung ihrer Lage hoffend, haben sie dem Rathe ihrer Füh rer treu Folge geleistet. Aus den Reihen ihrer Hunderttaüsendearen es nur wenige, die in derErregung, die Achtung vor dem Gesetze, vor fremdem Eigenthum vergaßen. Im Vertrauen aus den gerechten Sinn der vom Präsiden ten ernannten schiedsrichterlichen KomMission kehren sie zur Arbeit zurück, selbst ost nothleidend verhüteten sie durch ihreEinsicht eine weitverbreitete Nothlage im Volke. Das Volk aber schuldet den Männern Dank, die im Kampfe um ihr Dasein, die Jntereffen des GemeinWohls nicht unberücksichtigt ließen. In welcher Weise dieser Dank abzutragen ist. damit wird sich das Volk vor der kommenden und der nächsten Nationalwahl eingehend beschäftigen müssen. Er wird sein Hauptaugenmerk darauf richten, daß nur wohlmeinende Männer und keine KorporationDiene? nach dem Kongreß geschickt wer den. Es wird Garantien verlangen, daß der nächste General-Anwalt den Millionen-Korporationen keine Nachsicht zeigt, sondern ihnen scharf auf die Finger guckt. Es wird von seinen Senatoren verlangen, daß das Jntereffe des allgemeinen Volkes in erster Linie Berücksichtigung erfährt und ihnen' einprägen, daß es außer Handelsintercffen, schwerer wiegende menschliche giebt. Die Organisation der Arbeiter, welche nur mit Verbesserung ihrer Lage beschäftigt ist, hat dieselbe Berechtigung wie die Organisation des Kapital zu geschäftlichen Nutzen und Handelsausdehnung. Daß die leider weitverbreitete Idee, daß Arbeitcr-Organisatio-nen Umsturzideen und Anarchie züchten ebenso absurd ist wic die Idee, daß das organisirte Kapital in entgegengesetzter Richtung aus Umsturz der Republik und Einführung monarchischer Zustände sinnt, ging aus der Haltung der Parteien in dem Kohlenstreik hervor. Unseren Gesetzgebern aber liegt es ob, der Arbeit denselben Vorschub wie dem Kapital zu leisten und durch weise Maßnahmen die Macht in der Balance halten. Wenn wie Marineminister Moody öffentlich erklärte, der Schutzzoll auf Anthracit-Kohle nur durch einen feigen Kniff durchging, dann sollte nicht nur wie Herr Moody verlangt der PaffuS widerrufen, sondern der oder die Verüber desselben ün den Pranger ge stellt werden. Der,. Verüber eines solchen Kniffs ist ein gemeingefährliches Subjekt ein Verächter von Recht und Gesetz, er treibt Wucher mit . den höchsten Jntereffen des Landes .und sollte

aus dem Tempel ves öffentlichen Dienstes gejagt werden. Der Schiedsrichter Kommission ist große Machtvollkommenheit gegeben und eine ihrer Pflichten sollte es im Laufe der Untersuchung genau festzustellen, wie es kam daß Schutzzoll auf Kohle gelegt wurde. ii Deutscher Club und Musikderein

DaS Eroffnungs-Concert der Saison. Am heutigen Abend veranstaltet der Deutsche Club und Musik-Verein", der unter Prof. Ernestinoff's Leitung in den letzten Wochen gar fleißig geübt hat, sein erstes Concert der Saison im Deutschen Hause. -Die Glanznummer des Concertes wird der Vortrag des Gastmahl bei den Phaeaken" aus Max Bruch's Herrlicher Composition OdysseuS" durch Solo-Quartett und gemischten Chor mit Orchesterbegleitung sein. Das vllständ:ge Programm ist folgendes: Ouvertüre , Römischer Carneval", Berlioz, Orchester. Die Siebe ist überall", Weinzierl, Gemiscbter Chor und Orchester. Valse Caprice, Rubinstein, Orchester. a) O Welt, du bist so wunderschön", Geriöe, b) Still ruht der See", Pfeil, Männerchor. a) Ave Maria", Henselt, b) Gavotte", Bird, Streichorchester. Im Thal", Slunicko, Damenchor und Orchester. Hochzeitsmusik", Jensen. ) Festzug. d) Nocturno. Orchester. Das Gastmahl bei den Phaeaken", aus Odysseus", Bruch, SoloQuartett, Gemischter Chor und Orchester. I. ). N. M. 34. Jahresversammlung des Groß-Councils der Rothmänner. In der Masonic-Halle begann gestern Vormittag wie angekündigt die 34. Jahresversammlung des Groß-Coun-cils des Verbesserten Orden? der Rothmänner unter Theilnahme von 526 Delegaten und mehr als Hundert Past Sachems". Vormittags kam der Jahresbericht des Groß-Sachems L. W. Otto aus Crawfordsville zur Verlesung, aus dem hervorgeht, daß der Orden, wie allenthalben in den Ver. Staaten, so auch in Jndiana in der schönsten Blüthe steht; denn im letzten Jahre hat er in Jndiana um 2961 Mitglieder zugenommen, sodaß die In-diana-Mitgliederzahl sich jetzt auf 23-, 000 und mehr beläuft. Während des Jahres wurden in Jndiana 9257,520.43 eingenommen und $181, 624.33 verausgabt, während das ganze verfügbare Vermögen des Ordens im Staate $356,715.98 beträgt. Im Laufe des Jahres wurden in Jndiana 23 neue Stämme gegründet; sodaß es jetzt hier 259 Stämme giebt. Heute Vormittag will das GroßCouncil über den geplanten Bau eines Heimes für hülfsbedürftige Rothmänner bezw. über die Asseßment-Umlage zu dem Zweck berathen. Morgen beginnt die Jahresverfammlung der PocahontaS - Töchter, des weiblichen Zweiges des Ordens Arcade Kneipe, F. Weber, 3 Virginra Ave. Tel. 25,99. m Sochzeitsglocken. MohS Jung. In der Germania-Halle wurde gestern Abend die Hochzeit des Herrn Arthur Jung, eines wohlbekannten Musikers, mit Frl. Mabel Mohs, Tochter des Herrn Wm. Mohs, in festlicher Weise begangen, nachdem Herr . Pastor Nickisch die Trauung vollzogen hatte. Als Brautjungfer fungirte Frl. Hattie Mohs, als Brautführer Herr Richard Jung. Die HochzeitSseier nahm den fidelsten Verlauf. Das glückliche junge Paar wird an der Virginia Ave. ein kosiges Heim beziehen. $15 Texas und zurück 15 von St. Louis und Hannibal via H., K. & T, Bahn, durch das Herz des. herrlichen Indianer Territoriums, am 23. Oktober; Schluß limitirt auf 30 Tage. Ueber-liegungs-Privilegium auf der Hin- und Her-Reife ; freie Nebenreisen in Gesammtheit von über 1000 Meilen. Besragen Sie den , nächsten Agenten oder schreiben Sie an "KatyV St. Louis.

(5twas vom Sttcfciputzen. Wohl noch jeder Besucher Italiens ist zunächst überrascht und entrüstet gcwesen, wenn er friedlich vor einem italienischen Cafe sitzend, plötzlich überfallen wurde von einer Schaar von Stiefelputzern. Vorwurfsvoll weisen sie auf einen nur etwas bestaubten Stiefel und bieten ihre Dienste an. Hat man einen abgewiesen, so hindert das nicht, daß noch zwölf andere nach einander mit dem gleichen Begehr erscheinen. Und nun erst in Griechenland! Wahre Horden von zerlumpten, halbwüchsigen Burschen machen Morgcns. Mittags und Abends alle belebten Straßen, Plätze und Cafes von Athen unsicher, denn der richtige Grieche läßt sich drei- bis sechsmal täglich die Stiefel putzen, was bei den staubigen, meist ungepflastcrten Straßen Athens auch nichts schaden kann. Diese Burschen sind meist eingewandert aus Kreta, auch viele Perser sind daruntcr, und der athenische Verein Parnassos" erwirbt sich seit Jahren ein hohes Verdienst um die Hebung ihres geistigcn Niveaus durch die Einrichtung von Abendschulen" für diese Lustri". Eingewandert sind die StiefelPutzer auch in Frankreich, und dort hat ihr Gewerbe, das mitunter höchst einträglich ist. jüngst einen Geschichtschreibcr gefunden in dem Marchese Paolucci dc Calboli. Er weist nach, daß das Putzen auf der Straße aus Piemont nach Frankreich eingeführt worden ist. Bis zum 18. Jahrhundert putzte man in Frankreich wie anderwärts die Stiefel im Hause, aber zur Zeit der französischen Revolution kamcn Piemontesen nach Paris und putzten auf der Straße die Stiefel mit Ofenruß. Eine Verfeinerung 'der Wichse wurde in England erfunden durch Beimischung von Fett, wie denn die Glanzwichse noch heute in Frankreich Cirage Anglaise" heißt. Als 1860 Savoycn an Frankreich fiel, wanderten die Savoyarknaben Massenhaft als Stiefelputzer nach Paris, und heute wird die Zahl der Putzer auf den Straßen auf 2180 geschätzt. Ein gefährlicher Wettbewerb droht ihrem Gewerbe neuerdings von dem Autocireur, einer Stiefelputzmaschine. So werden auch die Stiefelputzer zumAuswandern gedrängt und sind bereits zu Tausenden in den Verciniaten Staaten. Kanada, Argentinien und Brasilien eingetroffen. Ihr Eldorado aber ist New ?)ork, wo sie mit einem ordentlichen Wichsstuhl bis zu 2 Dollars täglich verdienen. Daß der Beruf dort wirklich einträglich ist, bewies der New Vork Herald" kürzlich in einem Artisei, der Bildniß und Lebenslauf von sieben Stiefelputzern brachte, die heute bekannte Millionäre sind. Einer von ihnen ist der Italiener Antonio d'Aste. der das bekannte Nennpferd Nasturtium jüngst für $50,000 verkaufte, nachdem er 300,000 Lire damit verdient batte. Er kam 1884 ohne' einen Pfennig nach New Jork als Luflro.

Ein verschwundener Fluß. Wo einst Herkules die schwere fünfte Arbeit verrichtete, die stymphalischm Vögel mit den ehernen Krallen und Födern von der Erde zu vertilgen, da gehen heute noch wunderbare Dinge vor. Der Abfluß des größern der Stymphalischcn Seen ist schon einmal im Jahre 1832 verschwunden. Der See verdankt sein Entstehen verschiedenen Bächen und dem Flüßchsn Phoniatiko, die ihre Wasser in die Ebene ergießen und hier, da durch die sogenannte Katawothra (unterirdischer Abfluß) nur ebenso viel Wasser abfließt als zufließt, den See bilden. Das unterirdische Wasser kommt südlich von dem Berge Gujosa wieder zu Tage und bildet das Flüßchen Ruphia, im Alterthum Ladon geheißen. Dieses Wasser ist verschwunden, und da die Regierung nichts that, um das für die Landlcute so kostbare Wasser aufzufinden. - beschlossen die Bauern, der Katawothra nachzugehen, um den verstopften Abfluß, wenn möglich, wieder zu öffnen. Sie stiegen in den von unten fast trockenen unterirdischen Lauf hinein, fanden ihn nirgends verschlossen, entdeckten aber ein Labyrinth von Abgründen und Schlünden und in ziemlicher Entfernung einen großen unterirdischen See. Dieser wird durch die abfließenden Wasser des oberirdischen Sees gebildet, die wahrscheinlich durch eine seismische Bcwegung ihren Lauf geändert haben. Da der unterirdische See kein Wachsen des Wasscrstandes zeigt, so'muß er irgend einen noch unbekannten Abfluß haben, durch den ebenso viel Wasser abfließt wie zufließt. Die Höhlen und Schlündc um den neuen See wimmeln angeblich von Schlangen. Gut orientirt. Jnstitutslehrerin: Sagen Sie mir, wo der Hummer vorkommt?" Schülerin: Im Salat." Die Unschuld vom Lande. Das Dienstmädchen (frisch vom Lande gekommen) wird von der Gnädigen, die wieder einmal an Migräne- leidet. ;rnm Hausarzte geschickt mit der Bitte, 'oerselbe möchte sich doch 1 gleich herh muhen. Dienstmädchen: Ach. Herr Doktor, kommen Sie blos schnell zur gnädigen Frau, die ist sehr krank geworden." Doktor (unwirsch): Schon wieder, na. wird nicht weit her sein, bischen Migräne, kenne das schon." Dienstmädchen: Ach nein, Herr Doktor, es muß eine ganz gefährliche Krankheit fein, denn die Zahne und Haare sind ihr schon ausgefallen; ich habe sie selbst auf dem Nachttisch lieaen hhtn."

Kumciac.Cticupiiic Angesichts der von Deutschland an

geregten internationalen Besprechung über die Anlagen für Funkentelegraphie wird von englischer Seite die Behauptung aufgestellt, daß die Ergebnisse dieser Besprechungen keinen praktischen Werth haben würden, da man sich nicht über das zu wählende System werde einigen können. Es wird aber zugleich sehr nachdrücklich für das System Maiconi Reklame gemacht, für das England und Italien gewonnen sein sollen und dem auch der Kaiser von Rußland Sympathieen entgegenbringen soll. Es ist. nachdem die Verwaltung des Lloyd in London sich durch einen Vertrag mit Marconi gebunden hat, nur erklärlich, daß man in England auf eine Monopolisirung der neuen drahtlosen NachrichtenUebermittelung zu Gunsten dieses Systems hinarbeitet, aber dieser Grund ist nicht entscheidend für die anderen Natxnen. Die Frage der Funkentelegraphie ist so wichtig und sie kann in ihrer weitem Entwicklung noch viel wichtiger werden, daß höhere Interessen dabei in Betracht kommen, als die einer privaten Aktiengescllschaft, die zur Zeit darauf ausgeht, sich ein Monopol für den ganzen Erdball zu sichern. Durch die Verbindung mit dem Lloyd hat die MarconiGesellschaft einen ersten ernsten Schritt in dieser Richtung gethan, und es wird nun eben Aufgabe der Konferenz sein müssen, zu untersuchen, ob eine solche Monopolisirung berechtigt ist, oder ob man im Interesse der Allgemeinheit Abmachungen treffen kann, die die Funkentelegraphie bezw. deren AusÜbung nach Grundsätzen regeln, wie sie heute schon für die Telegraphie gelten, bei der ja auch verschiedene Systeme zur Anwendung kommen. Von englischer Seite wird behauptet, daß die gleichzeitige Anwendung zweier oder mehrerer Systeme eine technische UnMöglichkeit sei. Dies wird von andcrer Seite in Abrede gestellt, und gcrade das wird ein Punkt sein, über den die Konferenz, zu der auch hervorragende technische Sachverständige bcrufen werden dürften, zu befinden haben wird. Die ziemlich rückhaltlose Zustimmung, die die deutsche Anregung gefunden hat, beweist jedenfalls, daß die Staaten der Ansicht sind, es liege hier eine Frage vor, die nicht wohl allein durch Abmachungen zweier privater Aktiengesellschaften .zu regeln ist, sondern bei der alle betheiligten Staaten ein Wort mitzusprechen haben, und das um so mehr, als eine wirklich großartige Entwicklung der Funkentelegraphie auf internationalem Gebiete nur auf dem Wege internationaler Vereinbarung möglich erscheint. Man betrachte nur die Zustände auf dem Gebiete der Post und der Telegraphie; nur dadurch, daß man auch hier den Verkehr international geregelt hat, ist es möglich geworden, diese großen Verkehrsmittel in großartigster und Allen zugänglicher Weise in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen. Technisch: Schwierigkeiten mögen ja bei der Funkentelegraphie vorhanden sein; es gibt aber Techniker, die sie nicht für unübcrwindlich halten und die ebenso als Sachverständige auf diesem Gebiete anzusehen sind, wie err Marconi und die Vertreter seiner Gesellschaft. ?ugen Nichter.' Die Kölnische Zeitung" schreibt: Es ist eine ganz eigenartige Erscheinung, daß der Parteitag der freisinnigen' Partei in Hamburg in der ganzen Presse so gut wie keine Bcachtung findet. Selbst Blätter freisinniger Richtung können sich offenbar für die Hamburger Verhandlungen nicht erwärmen und behandeln sie mit offenbarer Gleichgültigkeit. T'heilweisc mag die Schuld wohl daran liegen, daß der Parteitag in Verleugnung aller freisinnigen Grundsätze die Öffentlichkeit ausschloß und nur sorgsam dcstillirte Berichte ausgicbt. Das ist aber nicht der alleinige Grund, vielmehr glauben wir, daß die in der Partei eingetrctene Stagnation ihr das Interesse wciter Kreise geraubt und daß ihre Volksthümlichkeit unter Eugen Richters Führung schwere Einbuße erlitten hat. Alles, was auf dem Parteitage über politische Programme gesprochen wurde, war weder aufregend noch neu, und man wußte schon vorher genau, daß das so kommen. werde. Das einzige wirklich Interessante an dem Parteitage ist darin zu finden, daß eine Rede Eugen Richters nahezu wie ein Schwanengesang ausklang. Er kündigte an, daß er den diesmaligen Wahlkampf noch mitmachen, die späteren aber der neuen Juaend überlassen werde. Wir halten diese Erklärung für mehr als eine Redensarf von der Art derer, die nur gegebraucht werden, um schmeichelhaft: Widerspruch hervorzurufen. Thatsächlich soll Eugen Richter nicht mehr der staunenswerth rüstige und arbeitsstarke Mann von früher sein, der es wir kein anderer verstand, seine Partei nach seinem Geiste zu modeln und etwaiae Widcrsvrückie mit tiicffiffjtalorr Thatkraft niederzuhalten. Es scheint daher erklärlich, wenn er daran denkt, sich in absehbarer Zeit auf den Altentheil zurückzuziehen. Enttäuschung. Gast: Ich bin immer stolz, wenn ich eine von Ihren Cigarren erauckt habe." -r- Wirih (geschmeichelt): Ach. wa5 Sie sagen!" Gast: Ja. -gewiß, die Sorte derträat nicht eder!"

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