Indiana Tribüne, Volume 26, Number 48, Indianapolis, Marion County, 17 October 1902 — Page 3

Jndiana Tribüne, 17 Oktober 1902.

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Der Zolltariff. Nede des Reichskanzlers Gunsten der Vorlage.

Zu Die Agrarier verharren ans ihrem ablehnenden Standpunkt. Enthusiasmus der Berliner über den Burenbesuch. Stürmische Scenen im englischen Unterhaus. Te? Minister-Präsident uird körper lich bedroht. Neuer bcstiger Ausbruch des .Souffliere. Die Schlinge um Präsident Castro wird enger und enger. Deutschland. Bülow spri-cht. Berlin, 16. Okt. Der Reichstag nahm in seiner heutigen Sitzung die Berathung der Zollvorlage auf. Zunächst kamen die Bestimmungen über Weizen und Roggen an die Reihe. Reichskanzler v. Bülott trat für die Annahme der Regierungsvorlage ein, indem er hervorhob, daß der Vorschlag der Reichstagscommission hinsichtlich der Erhöhung der Minimalzölle die Abschließung neuer Handelsverträge unmöglich machen würde. Im Verlaufe seiner Rede gab der Kanzler eine Uebersicht über die finan zielle und wirthschaftliche Lage Euro pa's und der Ver. Staaten und sagte: Wir müssen unsere politisch Monomische Rüstung so stärken, daß wir unfern Widersachern ebenbürtig in der wirthschaftlichen Arena entgegenzutreten vermögen.Die verbündeten Regierungen, erklärte der Kanzler, würden niemals zugeben, daß die übrigen Classen zu Gunsten der Arbeiter vernachlässigt würden. Sie müßten vielmehr einen mittleren Curs zwischen den Interessen Aller, vornehmlich zwischen jenen der Land wirthschaft und der Industrie, verfolgen. Die vorgeschlagenen landwirthschastlichen Zölle schädigen dieZJndustrie nicht; doch an eine Ausdehnung des Minimaltariss sei nicht zu denken. Die Bemerkungen des Kanzlers erregten heftige Proteste, von Beifall unterbrochen. Er schloß mit einem Appell an den Patriotismus des Hauses. Nachdem Gothein (radikal) zu Gunsten der Verlängerung der bestehenden Verträge gesprochen, erklärte Kardorff im Namen der Reichspartei, daß dieselbe an den Vorschlagen der Commis sion festhalte. - Die B o e r e n-G e n e r ä l e. Berlin, 16. Okt. Die BoerenGeneräle trafen heute auf der Station Thiergarten von Paris ein und wurden von Herrn Lueckhoff,, dem Vorsitzenden des EmPfangs'Comites, begrüßt. Die Generäle fuhren sodann nach einem Hotel, wo der Dichter Trojan ein Gedicht verlas. Eine große Menschenmenge den ganzen Weg entlang berei tete den Besuchern lebhafte Ovationen. General Botha betonte in seiner Antwort an den Kladderadatsch".Redakteur Trojan den nichtpolitischen Charakter der Mission der Buren, deren einziger Zweck die Linderung des Elends des Volkes sei. Auf Verlangen der riesigen Menge, die sich vor dem Hotel gesammelt, er-sch-'enen die Generäle auf dem Balcon und hielten Ansprachen an das Volk. General De Wet sagte, die Beeren hät ten sich nach ihrer Niederlage ihrem Geschicke gefügt. Bis 10 Uhr Nachts standen die Mas. sen vor dem Hotel. Ein ungewöhnlich starkes Polizeiaufgebot stand in den angrenzenden Straßen zur Unterdrückung etwaiger politischer Demonstrationen bereit. Ein polnischer Schwärm e r. Berlin. 16. Okt. Der galizische Landtagsabgeordnete Stapinski, ein Führer der polnischen Volkspartei, welcher (wie schon mehrfach gemeldet) in den Ver. Staaten die Lage der polNischen Einwanderer untersuchen will, trifft an Bord d.'s Lloyddampfers Gaffel", welcher dieser Tage von Bre merhaven abgefahren ist, in New York ein. Er will in verschiedenen Städten Ansprachen halten und versuchen, die Polen zur Rückkehr in ihr Heimathland zu bereden. Viel Fiduz haben übn gens die polnischen Landsleute zu seiner selbstgewählten, Mission nicht. Sta-

pinski geht auf eigene Faust und die österreichische Regierung hat ausdrücklich erklären lassen, daß sie den Plänen des sonderbaren Schwärmers absolut fern stehe. Die Borsäure. Berlin, 16. Olt. Professor O. Liebreich, die bekannte Autorität auf dem Gebiete der Chemie, veröffentlicht ein neues Gutachten, welches die Unschädlichkeit der Borsäure darthun soll. Er kritisirt aufs Schärfste die Untersuchungen des Relchs-Gesundheitsamts, deren angebliche Parteilichkeit er schon früher bloszusiellen versucht hat. Daß Prof. Liebreich gerade jetzt mit einem neuen Gutachten hervortritt, hängt nach allgemeiner Ansicht mit dem Wiederzusammentritt dzs Reichstags zusammen, wo die Geister über die Borsäure-Frage heftig aufeinander platzen dürften. Erfolg einer amerikanischen Künstlerin. Berlin, 16. Okt. Die .Pianistin Fannie Bloomsield Zeister spielte heute Abend im Beethoven Saal mit dem Philharmonischen Orchester vor einer großen Zuhörerschaft.

Heinrich, der Automobilf a h r e r. Berlin, 16. Okt. Mancherlei Vorfälle, die Prinz Heinrich's ungezwungene Manieren illustriren, werden anläßlich seiner Automobilfahrt nach Darmstadt berichtet, wo er' heute eintraf. In Holzendorf schleppte der Prinz eigenhändig 45 Eimer Wasser für seine Maschine herbei und unterlzielt sich mit der Frau deS Gastwirths in hessischer Mundart. In Siegbee, als er bei einem Auto-mobil-Reparateur war, gab der Prinz sich zu erkennen. , Er sagte, der Kaiser würde herzlich über seine Abenteuer lachen und wechseltemit jedem Arbeiter einen Händedruck. Auch Dänemark rüstet. Berlin, 16. Okt. Dänemark hat auf den Essener Werken 123 Krupp'sche Feldkanonen und 192 Geschützwagen bestellt. Groköritannicn. Stürmische Sitzung. London, 16. Okt. Die heutige Parlamentssitzung war von einer aufregenden Scene begleitet. Im Ünterhause beantragte MinisterPräsident Balsour die Suspension von John O'Donnell, worauf dieser auf den Minister zuschritt, ihn beschimpfte und drohend die Faust gegen ihn schüttclte. O'Donnell wurde mit 341 gegen 51 Stimmen suspendirt. Der Ministerpräsident empfahl, den Rest der Session völlig auf die verschiedenen Vorlagen der Regierung, darunter auch die Transvaal-Vorlage, zu verwenden. James Bryor, in Abwesenheit Sir Henry Campbell Vannerman's, des Fübrers der Liberalen, erhob Cinwen düngen und kann kam der Tumult. Patrick O'Brien forderte, daß mindestens ein Tag vor Weihnachten für die Berathung der irischen Zustände rescrvirt werde. Balfour erwiderte ablehnend, da ein solches Gesuch höchstens, wenn es von den Liberalen, niemals aber, wenn von der irischen Partei ausgehend, berücksichtigt werden könne. Unter stürmischem Applaus seiner Parteigenossen hielt darauf William O'Brien eine leidenschaftliche Rede, in der er ausrief, Irland stehe am Borabend einer Revolution. Nach weiteren heftigen Scenen, in welche der Spre cher, O'Connor u. A. verwickelt waren, beantragte Balfour den Schluß der De batte. wogegen O'Donnell lebhast protestirte und es dann 'Z dem schon geschilderten Zwischenfalle kam. Die Stürme halten an. London, 16. Okt. Der Sturm, der gestern begann, wüthete die ganze Nacht an den Küsten. Die norwegisch Barke Bagad" ging in der Nähe von Hall Haven unter; die Mannschaft wurde gerettet. Im Marsey Canal wurde der britische Dampfer Herodides" an'S Ufer geworfen; man erwartet, daß er ein völliges Wrack, fein wird. Der Koch ertrank. Der aus New York in Queenstown heute angelangte Dampfer Germanic" der White Star Linie hatte während der Reise fürchterliches Wetter zu be stehen. Bei der irischen Küste fegte ein Orkan über das Schiff hin. Die Zwi schendecks-Passzgiere, die eine Panik ergriff, konnten nur mit Mühe beruhigt werden.

Westindien. Neue Gefahren. Kingston, Insel St. Vincent, 16. Okt. Letzten Mittwoch Abend zwischen 3 und 9 Uhr fand ein leichter Ausbruch des Vulkans Souffliere statt, der sich heute Morgen 1 Uhr zu einem vollen Ausbruch steigerte. Er dauerte bis 45 Uhr Nachm. ' In Blidgetown auf der Insel Barbadoes hat der vom Souffliere auf die Insel fallende vulkanische Staub eine Geschäftsstockung verursacht. Es war heute Vormittag so dunkel, daß die Lampen angezündet werden mußten. Beide Crater des Souffriere waren in Thätigkeit; beiden entquollen den ganzen Tag über Dampfmassen. Kingstown und andere südliche Plätze der Insel haben keinen Schaden gelitten. Berichte vom Windward-Distrikt werden noch erwartet. B a s s e T e r r e, Insel Guadeloupe, 16. Okt. In der Richtung von Martinique wurden gegen Morgen laute Detonationen vernommen. Auf den Lcs Samts Inseln und auf der Insel Marie Calante kamen zwei Erdbeben vor. Hayti. F l u ch t F i r m i n's. Port au Prince, 16. Oktober.

Limbe ist von den Revolutionären geräumt und die Armee des Kriegsministers Nord ist auf dem Marsche nach Gonaives begriffen. General Firmin hat sich mit den vornehmsten übrigen Führern der ReVolution an Bord des amerikanischen Kreuzers Cincinnati" begeben. Die Flüchtlinge werden wahrscheinlich nach Jamaica oder St. Thomas überführt. Venezuela. Weitere Kämpfe. W i l l e m st a d , Insel Caracoa, 16. Okt. Die Schlacht bei La Victo ria, die mit dem Rückzüge des Präsi denten Castro endete, wurde am Mittwoch früh wieder aufgenommen. Der Präsident verfügt mit eingetroffenen Verstärkungen über 6100 Mann gegen 7000 Revolutionäre. Am Nachmittag schienen die Revolutionäre einen kleinen Vortheil errungen zu haden; die Regierngs-Artillerie verlor 11 Geschütze von 15. La Victoria war mit Verwundeten überfüllt und keine Vorräthe in der Stadt. Der britische Kreuzer Jndefatigable" ist von La Guayra nach Turacas mit Vorräthen für die auswärtigen Bewoh ner abgegangen, die dem Hungertode nahe sein sollen. Der deutsche Kreuzer Panther" er zwang die Einfahrt in. den Orinoco und ist zum Schutze, deutscher Jnteref sen in Cindad Bolivar eingetroffen. Oesterrcich'Ungarn. Das Budget. Wien, 16. Okt. Das österreichische Budget für 1903 wurde heute dem Ab-geordneten-Hause des Reichsraths unterbreitet. Die Einnahmen sind auf 9345,323,652, die Auslagen ' auf $345,245,087 veranschlagt Eine Vorlage beantragt die Heranbildung weiterer Reserv.'-Classen zum aktiven Dienste. Ferner wird eine Anleihe von S7,600,000 zur Errichtung der Howitzer Batterien und die Erhöhung der Civil liste um $300,000 angekündigt. Kurze Depeschen. Inland. 16. Oktober. Cleveland. Das vermißte Nettungsboot des untergangenen Dam pferZ C. B. Loockwood" wurde auf dem See mit umgekehrtem Kiel treibend gefunden. Die 10 Köpfe starke Bemaanung ist aller Wahrscheinlichkeit nach ertrunken. New York. Der New Yorker Yacht-Clud hat heute Abend die Herausforderung von Sir Thomas Lipton für den amerikanischen Becher angenommen. Princeton, N. I. Falls Prädent Roosevelt am 25. Oktober hierherkommt, wird er bei Ex-Präsident Cleveland absteigen. N e w Y o r k. William H. Brown, früherer Theilhaber der Bank-Firma Gebrüder Brown & Co. und lange Jahre einer der bekanntesten Finanzleute in Wall Straße, ist hier gestarben. B r.i d g e p o r t , Conn. Die republikanische Campagne wurde heute Abend unter Senator Platt's Vorsitz und mit einer Ansprache von Senator Beveridge aus Jndiana eröffnet.

Vom Anölande.

Zu den glücklichsten Spielern im Petersburger Adclsclub gehörte Graf Kozlowski. An einem Abend, als er gerade wieder 30.000 Rubel am Kartentisch gewonnen hatte, machten zwei Mitglieder des Clubausschusscs die Wahrnehmung, daß er eine Karte in den Aermel steckte. 5zierüber wurde ein Protokoll aufgenommen, was natürlich zur Folge hatte, daß die Thüren aller Clubs vor dem glücklichen Spieler hermetisch verschlossen wurden. Der Graf klagte wegen Verleumdung, wurde jedoch abgewiesen, da durch Zeugen erhärtet war. daß er eine Karte im Aermel gehabt hatte. E i n O r i g i n a l h a t e i n e n seltsamen Wettbewerb " veranstaltet, nämlich der rothen Nasen. Der Mann, der diese großartige Idee hatte, ist ein reicher Gutsbesitzer in Wales, ein mächtiger Trinker vor dem Herrn, ausgestattet mit einem feuerroth schimmernden Riechorgan. Er wollte wahrscheinlich sehen, ob es noch schöner funkelnde Nasen giebt als seine eigene und trommelte daher alle Bestker von rothen Nasen zusammen. 90 Bewerber betheiligten sich an diesem neuartigen Turnier. Fünf Rothnasige erhielten Preise, außerdem bekamen mehrere Diplome und ehrende Anerkennungen. Die neuesten N a ch r i ch -ten über die Ernteaussichten in Argentinien lauten jetzt wieder günstiger. Wie die Agence Havas aus Buenos Aires meldet, besagen amtlicheBerichte, die im Ackerbauministerium eingegangen sind, daß durch die letzten Reacnfälle die Ernten völlig gerettet worden seien. Man nimmt an, daß der Ertrag mehr als 40 Procent höher sein werde als das Ergebniß der letzten Ernte. Auch die Wollproduction werde in diesem Jahre außergewöhnlich groß sein, man schätzt ihren Werth auf 250 Millionen Francs. Die Züchter und Landwirthe sind mit diesen Ergebnissen zufrieden. Nach 15 jähriger D e s e rtion freiwillig .gestellt hat sich den Militärbehörden in Aachen ein gewisser Godan. der 1887 bei der 9. Compagnie eines oldenöurgischen Infanterie - Regimentes diente und in demselbenJahre von dort desertirte. Trotzdem er seinerzeit steckbrieflich verfolgt wurde, konnte der Aufenthalt des Fahnenflüchtigen nicht ermittelt werden, so daß seine Verurtheilung m eontn inaciain erfolgte. Nunmehr wird er vor ein Kriegsgericht gestellt werden. Der Deserteur ist bereits in Begleitung eines oldenburgischen Unterofficiers von Aachen nach Oldenburg transportirt worden. Er steht gegenwärtig im 42. Lebensjahre. ZweiwichtigePostdiebstähle, welche offenbar in Postambulanzen begangen wurden, beunruhigen und beschäftigen die Postöerwaltung. Ein Cafethier auf dem Boulevard Sebastopol fand vor einigen Tagen ein großes Packet, welches 500 an Soldaten adressirte Briefe enthielt. Dieselben waren geöffnet und ihres InHalts, welcher größtentheils in Briefmarken und Postmandaten bestand, beraubt. Der zweite Postdiebstahl betrifft eine große Anzahl von Briefen, welche sämmtlich nach Meziko bestimmt waren. Ein ganzesPacket solcherBriefe war auf einem Kehrichtwagen deponirt. Diese Briefe waren am 18. und 19. September in Bordeaux aufgegeben und sollten über Havre nach Amerika gehen. Von den Thätern, welche offenbar in beiden Fällen dieselben Personen sind, hat man bis nun keine Spur. In Tübingen besuchte unlängst die Frau eines soeben nach der dortigen Universität berufenen Professors die höhere Töchterschule. Sie ging in das Schulzimmer der 6. Klasse in Begleitung eines Reallehrers. Letzterer rief alsdann die Namen der anwesenden Töchter von Universitätsprofessoren auf, und nun stellte die Frau. Professor oie aus den Schulbänken getretenen Mädchen ihrer Tochter mit den Morsen vor: So. mit diesen Mädchen darfst du Umgang pflegen" sprach und verschwand! Das Gespenst der Standesehre ist. Wie es scheint, von Posen nach Tübingen verzogen. Die übrigen Kinder waren also minderwerthig und nicht umgangsfähig, weil sie keine Professorcntöchter waren. Wunderlich erscheint es, daß der Schulrektor oder -Direktor eine solche unpassende Demonstration duldet. Wenn der Ex-Präsi-dent Krüger in seine afrikanische Heimath zurückkehren wird, dann findet er sein bescheidenes Heim im selben Zustände wieder, wie er es verlassen hat. Man hat darin die Bureaus der Südafrikanischen Konstablerei installirt. Die Neueinziehenden respektirten das Haus des unglücklichen Greises. Die marmornen Löwen, neben denen Ohm Paul" Abends unter dem Verandadach seine Pfeife rauchte, sein Lehnstuhl und der von Tante Sannah", ihre einfachen eisernen Bettstellen Alles itt noch am alten Platze. Der Oberst Vlake. ein Jrländer, hat das Schlafzimmer von Frau Krüger, wo ein Jünglingsbild Krüger's an der Wand hängt und wo sein Schreibtisch steht, pietätvoll verschlossen. Dort unterzeichnete der Ex - Präsident alle wichtigen Regierungsakten, nachdem er sie vorher seiner greisen Lebensgefährtin mitaetheilt hatte.

The Victor,

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