Indiana Tribüne, Volume 26, Number 38, Indianapolis, Marion County, 6 October 1902 — Page 6
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Europäische Nachrichten. S&efetxarmJlaZt. D ar m st a d t. Auf eine 25jährize Thätigkeit bei der Firma Sames & Vogel" blickte der Maurer Heinrich Mendel zurück. In seiner Wohnung erschoß sich der Chocoladefabrikant Wehner. Nach längerem Leiden starb der Geheime Regierungsrath L. Achenbach. ' ' fingen. Sein 25jähriges Bestehen feierte der hiesige katholische Kirchenmusikverein. Küfer Karl Bader, 39 Jahre alt, gerieth unter ein großes Lagerfaß und wurde erdrückt. Er hinterläßt eine Frau mit sechs unerzogenen Kindern. ' B ü d i ng e n. Mehrere von einem Neubau' herabfallende Steine erschlugen den' verheiratheten Zimmennann Georg Schäferhund verletzten den Zimmermeister Link nicht unerheblich. Die bürg. Der im 85 Lebensjähre stehende Pastor Jngenuin feierte
sein diamantenes . .Priesteriubilaum. Gleichzeitig blickte Pfarrer Stumpf auf eine 40jährige Thätigkeit in seinem Berufe zurück. Infolge eines Blutsturzes starb hier der Verleger der Starkenburger Nachrichten", Wilhelm Wittmann. Die tzen bach. Wegen Milchpantscherei wurden der 46jährige Milckhändler Johann Heinrich Sehnert dahier und dessen 42jährige Ehefrau Anna Marie, geb. Knecht, zu einer Geldstrafe von zusammen 400 M. verurtheilt. Ober - Roden. Das 7 Jahre alte Söhnchen des Landwirths Hitzel fiel mit dem-Hinterkops auf einen spitzen Stein und starb an den erlittenen Verletzungen.Ranstadt. Ihr diamantenes Ehejubiläum feierten die E. Schmieder'schen Eheleute. W o r m s. Der in einem hiesigen Zeitungsverlage beschäftigte 25 Jahre alte Maschinenmeister Hartmann hat sich erschossen. Als Motiv wird Verfolgungswahnsinn angegeben. Geheimer Eommercienrath W. I. D. Valckenberg und seine Gemahlin bezingen ihre silberne Hochzeit. Der Jubilar hat der Pensions- und Untersiützungskasse seines Etablissements ein Capital von 20.000 M. zugewiesen. 'ZZanern. . München. Eduard Bierdimpfel, Forstrath a. D. bei der k. Finanzkaminer der Regierung von Oberbayern, ist gestorben. Im Starnbergersee ist der Student K. Schmid von hier ertrunken. - Augsburg. Erschossen hat sich der Agent Anton Speiser hier. In voller körperlicher und geistiger Rüstigkeit feierten die Kaufmanns - Eheleute E. Veith ihre diamantene Hochzeit. B a m b e r g. Lieutenant Fürst Karl Wrede des 1. Ulanen - Regimznts'stürzte ZmHauptmoorwalde vom Pferde und verletzte sich so schwer, daß an seinem Auskommen gezweifelt wird. B a y r e u t h. In Neuhaus an der Pegnitz brannten die Freiherr v. Erailsheim'schen Oekonomiegeb'äude, sowie die Wohnungen des RentenverWalters Maar und des Försters Hyman nieder. Dach au. Der Rentamtsdiener Johann Schmidkofer stürzte im Schloßgebäude von einer Leiter auf einBetonpflaster und schlug so unglllcklich mit dem Kopfe auf, daß das GeHirn hervortrat. Er war sofort todt. Deggendorf. Der Privatier Christian. Kritzenberger in Schönberg hatte kürzlich die Ehre, zum 105. Mal als Taufpathe zu fungiren. Eltmann. In der Nähe von Lembach wurde ein 23jähriger Taglöhner Namens Dütsch erschlag? aufgefunden. Forchheim. In V!ühlhausen würden dem Oekonomen Wörlein 400 Hopfenstöcke abgeschnitten. F r e i s i n g. Nach längerem Leiden ist der k. Bezirksarzt Herr Dr. Jgnaz Auer im Alter von 61 Jahren gestarben. G a n g k o f e n. In Herbrechtingen a. Brenz starb der prakt. Arzt Dr.Otto Schmidt im Alter von 35 Jahren. Herrrrhaufen. Im Anwesen des Oekonomen Georg Pfatrisch zum Weber in Hofstätt, Gemeinde Herrnhausen, entstand ein Brand, der in kurzer Zeit das ganze, größtentheils aus Holz bestehende Gebäude mit sämmtlichen Futtervorräthen einäscherte. I n g o l st a d t. Der - Gendarm Ambros Hofbeck der Station Böhmfeld hat sich in einem Walde mit seinem Dienstgewehr erschossen K o ch e l. Bei der Bürgermeisterwähl wurde innersten Wahlgang Herr Josef Scheffmann mit großer Majorität zum Bürgermeister gewählt; er nahm jedoch die Wahl nicht an. Es ging dann der bisherige Beigeordnete Anton Schretler als Bürgermeister und Joh. Lautenbacher als Beigeordneter aus der Urne hervor. Lechhausen. Wer Pferdehändler Joh. Schnell von hier wurde in Augsburg wegen Wechselfälschung zur Gefängnißstrafe von zehn Monaten verurtheilt. L e i p h e i m. Das Fest der goldenen Hochzeit feierten die Privatiersehegatten Andreas und Anna Schweizer. Das Jubelpaar erfreut sich bester Gesundheit. ' N e u n b u r g. Hier brachte sich der Anwaltsschreiber Alois Dulder '.n
selbstmörderischer Absicht einen Schuß
in die Schläfe bei. Als er hiermit seinen Zweck nicht erreichte, stürzte er sich in ;t Schwarzach, wo er ertrank. O 0 ? r n z 1 1 1. Der. Dienstknecht Mies :el Stümpfl von Hanzing wurde von dem Fabrikarbeiter Karl Altendörfer durch sieben Messerstiche schwer verletzt. . Nürnberg. In Gegenwart non Vertretern der staatlichen und städtischen Behörden fand die Einweihung des Rettungshauses Veilhof statt. P a s s a u. Im 67. Lebensjahre ist der in weitesten Kreisen bekannte ehemalige Kaufmann Otto Obpacher, InHaber der Firma Alois Obpacher, an Herzlähmung gestorben. S t r a ß b e r g. Rechtsanwalt Rottenhofer von Augsburg stürzte hier an der' Schloßhöhe mit dem Rad und brach ein Bein. Selb. Der Vorstand des hiesigen Centralbahnhofes. Eis enbahnobererpeditor und Lokalbahnbetriebsleiter P. G. Klug feierte mit seiner Gemahlin das Fest der silbernen Hochzeit. Tegernsee. Der kgl. Forstmeister Josef Wild ist einer Herzlähmung erlegen. Wllrzburg. An der Luitpoldbrücke 'stießen zwei Radfahrer zusammen. Dabei wurde der eine. Gastwirth Heußler, so gegen die eben vorbeifahrende elektrische Bahn geschleudert, daß er schwere innere Verletzungen davontrug. WUr5temvcrg. Stuttgart. Auf einer Radtour erlitt der ' Schreiner Emil Lindenau einen Schädelbruch, der seinen Tod herbeiführte. E ß l i n g e n. Wegen Betrugs und Urkundenfälschung ist der verheirathete Schreiner Friedrich Pfeifer von hier verhaftet worden. Auf dem hiesigen Bahnhof kam es zu Ausschreitunken, wobei der Schuhmacher Ruoß den' Schutzmann Bohn durch einen Messerstich schwer verletzte. Ruoß befindet sich in Hast. G a i l d o r f. Die ledige, 54 Jahre alte taubstumme Katharine Bareiß wurde von einem Heuwagen des Gutsbesitzers Winkler überfahren und getödtet. ' Gai'sbeuren. Einem Brande fiel die Wirthschaft des Besitzers Hofmeister zum Opfer. G e i s l i n g e n. Die erledigte zweite Pfarrstelle Hierselbst ist dem Repetenten Dr. Theodor Stockmeyer in Tübingen übertragen worden. . G e r m h e i m. Feuer entstand in der Scheune des Oekonomen Bauer, wodurch dieselbe vollständig niederbrannte. G m ü n d. Rentier Rupert Walter und dessen Gattin Meta. geborene Bodenmllller. feierten das Fest der goldenen Hochzeit. Göppingen. Der verheirathete Schneider Johannes,David Hochberger von Diegelsberg erhängte sich im hiesigen Amtsgerichtsgefängniß, woselbst er sich in Untersuchungshaft befand. H e i d e n h e i d. - In einer hiesigen Wirthschaft wurde ein junger Gießer Namens Kawälte von dem Schreiner Jung erstochen. Klein.ingersheim. Die Kunstmühle des volksparteilichenLandtagsabgeordneten Schmidt brannte vollständig nieder. K.lo st er reichen bach. Fuhrmann Karl Knallfaß. 59 Jahre alt, ist von seinem Wagen überfahren und getödtet worden. Kuchen. Arbeiter Sichler stürzte beim Verladen von Waaren won einem Frachtwagen ab und erlitt so schwere Verletzungen, daß er starb. Ludwigsburg. Das zwischen Groß- und Kleln - Jngersheim gelegene Bareiß'sche Anwesen ist durch Feuer zerstört worden. Mö bringen. Vierfllhrer Lange wollte einen beladenen Schlackenwagen nach einem Neubau führen, gerieth aber durch das Scheuwerden der Pferde unter die Räder und trug erhebliche Verletzungen davon, denen er erlag. Mühlberg. Das Wohn- und Oekonomie - Gebäude des Söldners Frohnert wurde infolge Blitzschlages eingeäschert.N e ö a r s u l m. Stadtpfarrer Maucher beging das Fest des goldenen Priesterjubiläums. , Oberndorf. Auf dem RathHause Hierselbst fand die feierliche Uebergabe der Ehrenbürgerrechtsurkünde an Kommerzienrath Meuser statt. Rottenburg.. Erschossen . hat sich der Kaufmann Adolf Vollmer, der in zerrütteten Geschäfts- und Familienverhältnissen lebte. Rottweil. Stadtpfarrer Professor Dr. Ruckgaber, der seit 21 Iahren hier thätig lst. beging das 50ah rige Priesterjubiläum. S t a i g. Wegen Ermordung ihres neugeborenen Kindes ist die 20 Jahre alte, lediqe Bauerntochter Marie Gründler verhaftet worden. T e i n a ch. Gemeinderath Kauf mann G.Schneider wurde zum Schult heißen gewählt. T u t t l i n g e n. Bahnbediensteter Steiger von Wurmlingen ist hier von einem Zuge überfahren und getödtet worden. x ' . U n t e r t u r k h e ! m. Der verheirathete Weing'artner Farrenhalter Lutz berieth unter seinen eigenen schwer beladenen Wagen, wobei ihm beide Beine
abgedruckt wurden. '
Der sechSundsiebzig jährig: französische GeneralCastaigne, Commandeur der Ehrenlegion, erschoß sich in seiner Wohnung in Tours. Ein qualvolles Leiden veranlßte ihn, zum Revolver zu greifen. In dem K cm pne r W ochcnatt" findet sich folgende heitere Anzeige: Die Beleidigung, die mein Papagei gegen Herrn Stengel ausgestoßen, nehme ich hiermit mit Aedaucrn zurück." Weiter kann man wirklich nicht gehen! Der frühere U n i v e r s i täts - Professor und Direktor des physikalischen Centralobservatoriums in-St. Petersburg, Staatsrath Heinrich von Wild, ein geborener Zürcher, verdient durch seine meteorologischen Forschungen, ist 69 Jahre alt in seiner Geburtsstadt gestorben. Wild war lange Zeit auch Präsident der internationalen Polarcommission. Der Rentier Martin Levy aus der Rauchstraße in Berlin, welcher sich als Kurgast mit seiner Frau und einem Kammermädchen in Pontresina aufgehalten hatte, wollte mit seiner Begleitung mit einer Zweispänner - Extrapost über den JulierPaß nach Chur fahren. Auf dem Hospiz (2240 Meter) wurde Halt gemacht. Herr Levy stieg aus, die Damen blieben im Wagen. Der Knecht brachte den Pferden Brot im Futtertrog. Plötzlich brannten die Pferde aus unbekannter Ursache durch. Der Knecht warf sich ihnen in die Zügel,
ohne sie ledoch aufhalten zu können. Bei der zweiten Kehre unter dem HosPlZ, gegen Stalla bin. stürzten die Pferde sammt dem Wagen über die etwa 10 Fuß hohe Mauer, den folgenden Felskopf und die Halde hinunter, etwa 80 Fuß tief. Frau Levv erlitt einen Schädelbruch und war sofort todt. Auch das Kammermädchen wurde verwundet. Der Knecht blieb unverletzt. Ein Pferd mußte aetödt-t werden, und der Wagen qina in Trümmer. Dem griechischen 5knfanteriehauptmann Kvvrianos in Athen wurde eine große Ueberraschung zu 2U. Er erhielt dieser Tage einen Brief mit dem Poststempel 20. Mai 1867. Das Schreiben stammte von der Hand seines jetzt vor 35 Jahren verstorbenen Vaters und war nach Kreta gerichtet gewesen, wo der jetzige Hauptmann damals als Freiwilliger gegen die Türken focht. Das unter dem Commando des einstigen Majors Synuorakakis stehende Corps der Freiwilligen erhielt seine Briefe durch Vermittelung der Consuln in Cilaniu. Zuverlässigen Boten anvertraut, wurden die Postsachen dann den Freiwilliacn gebracht. Einem dieser Bohrt wurde nun von' den Türken ein Hinterhalt gelegt, so daß er sich gezwungen sah, seinen erst jetzt wiedergefundenen Briefsack zu verstecken. Der inzwischen zum General beförderte frühere Corpscommandant Synuorakakis ,,be eilt" sich nunmehr, den ihm aus Kreta zugestellten Brief an seinen ehemaligen Untergebenen, den Hauptmann Kl)' pnanos, abzuliefern. Augenzeugen eines originellen Schauspiels waren unlängst die Bewohner des Gutes Szadek im russischen Gouvernement Kalisch. Vor einen großen Wagen waren ein Bau?r und ein junges Mädchen gespannt, Beide angeschirrt mit Pferdegeschirr, mit dem Kummet um den Hals und einem Zaum im Munde. Das Fuhrwerk begleitete ein Haufe von Bauern, die mit Peitschen und Stöcken auf das junge Paar einHieben und es zum Z:ehen des Wagens anspornten. Der Grund dieser eigenartigen Bestrafung wurde bald bekannt. Der Bauer, ein verheiratheter Mann und Vater mehrerer Kinder, hatte mit einer unverheirateten Nachbarin ein Liebesverhältniß angeknüpft. Auf Beschluß der Dorfgemeinde wurden dann der schuldige Bauer und das leichtsinnige Mädchcn der geschilderten Strafe unterwarfen. Das Bemerkenswertheste-war. daß die Hintergangene Frau des Ehebrechers schluchzend dem Wagen folgte und um Aufhebung der Strafe bat, da sie ihrerseits dem Treulosen Verzeihung gewähre. Die Erdarbeiten für die neuen Stadtbahnlinien in PariZ haben wieder .zur Entdeckung vo'i zahlreichen alten Steinbrüchen geführt. Mehrere von ihnen waren bisher unbekannt und reichen noch auf die Zeiten der alten Lutetia zurück. Nur sieben Pariser Arondissements haben kein Bodenaushöhlungen aufzuweisen, die anderen dreizehn dagegen überaus zahlreiche, die meisten das 14. Arondissement. die südliche Vorstadt Montparnasse. Die Länge der unterirdi schen Steinbrüche dieses Arondissements beläuft sich i auf 1,233,349 Meter. von denen 494,082 Meter in verfchiedenen Epochen, befonders 1895 durch Aufschüttungen und Mauerwerk befestigt wurden. Im 9 Arondissement hat man kürzlich am Boulevard de Clichy einen Steinbruch von 13 Metern Tiefe aufgedeckt, der sofort ausgefüllt wurde. Nicht nur PrivatHäuser sind auf ehemaligen überdeckten, aber nicht zugeschütteten Steinbrüchen aufgeführt worden, sondern auch öffentliche Gebäude der Hauptstadt. Man hat hinter diesen nicht weniger als 2.256.585 Meter Hohlräume festgestellt, unier den Straßen und Anla?en 164.321 Meter nicht zugeschüttete und 69.322 Meter zugeschüttete Steinbrüche.
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Ausbau der Kriegsflotten. Unter dem Titel Beobachtungen über Marine-Fortschritt" ist von deir, Jnformations-Bureau des Ver. Staa-ten-Marinedepartements unter Leitung des Kapitäns Sigsbee kürzlich ein Werk erschienen, welches einen interessanten Ueberblick üuer die Entwicke lung des Marinewesens -im vergangenen Jahre gewährt. Es wird darin dargethan, daß alle Seemächte äußersi thätig in, dem Ausbau ihrer Marinen sind. Unter anderem heißt es hierüber: In den Typen der Schiffe ist eine wefentliche Aenderung nicht zu verzeichnen gewesen, doch gibt sich die Tendenz für ein größeres Deplacement der Schiffe kund, namentlich betreffs Schlachtschiffe und Panzerkreuzer, soWie für bessere Deckung. Bezüglich Entwickelung der Armirung hat sich die dringende Nothwendigkeit für Schnellfeuergefchütze von großer Kapazität ergeben, gedeckt durch Panzerung von größter Widerstandsfähigkeit. SchießÜbungen werden jetzt zu Distanzen von 5000 7000 Aards vorgenommen. Es sind dies Schießziele, wie sie früher für Gefechte nie in Betracht kamen. In der deutschen Marine sind Versuche mit einem Apparat gemacht worden, welcher eine große Erweiterung des Torpedodienstes mit sich bringen dürfte. Mittelst dieses Apparates ist es möglich, einen Torpedo so abzuschießen, daß er erst für etwa 1000 Aards in gerader Linie fährt, dann in einem rechten Winkel abbiegt und diesen Kurs in spiralförmiger Linie durchläuft. Solch' ein Torpedo kann bei dem Angriff auf ein Geschwader, das in Front anrückt, höchst wirksam sein. Wird so ein Torpedo zum Beispiel auf das Schiff an der Flanke gerichtet, fo lenkt er, wenn er jenes Schiff verfehlen sollte, im rechten Winkel ab und fährt in seinem neuen Spiralkurs an der Front der übrigen Schiffe entlang, wobei große Möglichkeit gegeben ist, daß eins dieser Schiffe tangirt. Im Auslande gibt man den Qua-druple-Ezpanstonsmaschinen, resp, den Viercylinder - Triple - ExpansionsMaschinen den Vorzug. In Frankreich und Deutschland findet das Drei-schrauberl-System immer mehr Anhänger. Die deutschen Offiziere wollen den Hauptvorwurf, welcher dem Drei-schrauben-System gemacht wird (ver, minderte Manövrirfähigkeit), nicht gelten lassen und weisen auf die Thatsache hin, daß das Linienschiff Kaiser WilHelm II. einDreischrauben-Damvfer, kürzlich d?:i Mal den Kieler Kanal bei langsamer Fahrgeschwindigkeit passirte, wobei man die Mittelschraube mit einer Schnelligkeit von 5 Knoten vorwärts arbeiten ließ, während man die beiden Seitenschrauben mit 3 Knoten I Geschwindigkeit rückwärts gehen ließ.
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wodurch die wirkliche Fahrgeschwindigkeit auf 2 ZInoten gebracht wurde. Das gegen das Steuerruder gepreßte Wasser hatte 5 Knoten Geschwindigkeit, und das Schiff konnte ebenso sicher gesteuert werden, als ob es eine große Fahrgeschwindigkeit hätte.' Des Weiteren gedenkt der Bericht des Kohlenübernehmens auf hoher See und der Frage, ob Oelfeuerung der Kohlenfeuerung nicht vorzuziehen sei. Auch der Frage von der Anwendung der Elektrizität auf Schiffen ist ein großer Platz eingeräumt, desgleichen der drahtlosen Telegraph, doch wird zugleich darauf hingewiesen, daß die letztere Errungenschaft der elektrischen Wissenschaft noch nicht genügend ausgebildet und noch zu kostbar und zu komplex sei, um für die Marine von großer praktischen Wirksamkeit zu sein. Augenblicklich sind 220 Schiffe der verschiedenen Kriegs- und Handelsmarinen mit Apparaten für drahtlose Telegraphie ausgerüstet. Die größten Fortschritte in diesem Zweige der Telegraphie haben England, Deutschland, Frankreich, Nußland, Oesterreich, Dänemark, Japan und Spanien gemacht. Ein besonderes Kapitel des Berichies ist den Flottenmanövern der ausländischen Marinen gewidmet, besonders den letztjährigen Manövern der englischen Flotte, an welchen 163 Schiffe teilnahmen und deren Hauptwerth in einem fast dem Ernstfälle gleichen Realismus beruhte. Bei den' französischen Flottenmanövern will man' die Entdeckung gemacht haben, daß einer Flotte Heil nur in einer schneidigen Attacke besteht. Bei beiden Manövern wurde die drahtlose Tele-. graphie häufig zur Anwendung ge-, bracht, aber nur mit geringem Erfolge, 5 denn die Apparate erwiesen sich allen! Depeschen gegenüber als sensitiv und' die Befehlshaber der gegeneinander operirenden Geschwader fingen sich ge- ; genseitig ihre Depeschen ab und zogen' daraus größtmöglichen Nutzen. Der Schluß des Berichtes ist den' Marine-Budgets und Flottenöauprogrammen in der Hauptsache gewidmet, ' und es wird dabei ganz besonderer Nachdruck auf das große und stetia., Wachsthum der deutschen Marine gelegt. Z . Das deutsche Flottengesetz wurde am , 10. April 1893 angenontmen, und die! darin beschlossene Flottenvergrößerung ' sollte in sechs Jahren erreicht werden.' Doch 1900 wurde dem Reichstag ein! neuer Plan vorgelegt, welcher im Juni' desselben Jahres bewilligt wurde und' ein Flottenbau-Programm vorsieht welches erst im Jahre 1916 seine Vol-' lendung finden soll. Doch ist es sehr wahrscheinlich, daß dieses Programm, wenigstens was Schiffszahl anbetrifft, bereits 1903, wenn nichr gar schon 1907, seiner Vollendung entgegensieht. i
