Indiana Tribüne, Volume 26, Number 28, Indianapolis, Marion County, 24 September 1902 — Page 4

Jnoiana Lribnne, 2't. September 1903.

Indiana Tribüne. Hnauzztgeben vu der utenderg Indianapolis, Ind. x

Harry O. Thadinm P rasident Geschaftölocal: No. 31 Süd Delaware Straße. Telephone 2G9. tntered at the Post Office of Indianpo!is as second dass matter. Jähes Ende. Die politische Agitationsreise deZ Präsidenten Noosevelt hat in unserer Stadt ein plötzliches und unerwartetes Ende erreicht. Nachdem das für den vierstündigen Besuch in Indianapolis vorbereitete Programm ohne sichtliche Störungen erledigt war und als die Stunde der Abreise nach Fort Wayne heranrückte, wurde in einer, zwischen dem Leibarzt des Präsidenten, Dr. Lung. und hiesigen Doktoren in aller Stille abgehaltenen Conferenz die Noth wendigkeit festgestellt, daß der Präsident sich hier einer leichten Operation unter ziehe, da eine bei dem Unfall in Pitts field, Mass., erlittene Knieverletzung die Bildung eines lästigen Geschwüres zur Folge gehabt hatte. Der Präsident ordnete sich dieser Nothwendigkeit unter und brach alle weiteren Engagements für seine Nedetour ab, um nach vollzoner Operation nach der Bundeshaupt ftadt zurückzukehren und dort der nöthi gen Ruhe zu pflegen. Diese unerwartete Unterbrechung der Präsidentenreise wird naturgemäß im ganzen Lande großes Aufsehen erregen und besonders in denjenigen Städten, welche für den Empfang des OberHaupts der Republik große Vorbereitunaen getroffen hatten, eine bittere Enttäuschung hervorrufen. Fast möchte man aber dieses Mißgeschick des Präsi denten als einen Wink der Vor sehung betrachten,, welche den ersten Beamten des Landes daran . erinnern möchte, daß es seinerseits in gewisser Beziehung eine Vermessenheit ist, wenn er sich durch derartige ParforceReisen unnöthig in Gefahr begiebt. Gewiß wünscht auch unter den politischen Gegnern des Präsidenten Niemand, daß ihm ein persönliches Ungemach zu stoße, und als er bei dem Unglück in Pittssield nur wie durch ein Wunder vom Tode gerettet wurde, . vereinigte sich das ganze Land in Worten des Dankes an die Vorsehung, welche das Land" vor einer' 'abermaligen Kata strophe, wie oeV gewaltsame Tod McKinley's, bewahrt hatte. Allein es läßt sich auch nicht läugnen, daß die, ganze zweiIahrevoc der, Präsidenten wähl arrangirte Stumpreise Roosevelts bei einer 'großen Anzahl von Bür gern ein Gefühl des Widerwillens und der Unzufriedenheit .hervorgerufen hat, weil man es als gegen die Würde des hohen Amtes verstoßend erachtet, in die ser Weise die Agitation für eine ebentuelle Wiederwahl zu betreiben. In diesem Sinne mag Mancher das Gefühl, der Genugthuung über den jähen Abbruch der Präsidentenreise nicht unterdrücken können und wird dem Präsidenten in seinem Mißgeschick nicht der Grad der Sympathie zu Theil werden, auf den er unier anderen Ver Hältnissen sicher würde rechnen können. Obwohl bei Anlässen, wie der Besuch des Landesoberhauptes in einer Stadt, sich immer eine gewisse Begeisterung geltend macht, so wird doch Präsident Roosevelt schon auf dem bis jetzt erledigten Theil seines 'Reiseprogramms selbst das Gefühl verspürt haben, daß die ihm , entgegengebrachte Begeisterung durch eine unterlaufende Mißstimmung gedämpft wurde, die ihren Grund in . der Mißbilligung des ganzen Reise planes seitens einer großen Klasse der Bevölkerung hatte. Durch 'den unfreiwilligen Abbruch der Reise mögen ihm somit noch manche Enttäuschungen erspart bleiben. Im Uebrigen hoffen wird aufrichtig, daß seine körperliche Unpäßlichkeit nicht von langer Dauer sein, . und seine kernige Rough Rider".Natur ihm bald über . das Leiden hinweghelfen wird. , Ethnologe I. M.Powell, f H a v c n; Me., 24. Sept. ' I. W. Powell, Director des ethnologischen Departements des Smithsonian Jnsti tuts in Washington ist hier letzte Nacht auf seinem Sommersitz gestorben. Der Verblichene war einer der hervorra gendften Geologen und Anthropologen der Gegenwart. Er war der erste Er forscher des Grand Eanyon" von Eo lorado.

KriegS-vecrctär Noot Besichtigte allein die Arsenal-Gründe und die Armee Posten Ländereien und bildete sich sein Urtheil. Die Frist für die Techn. Jnstitut-Subscriptionen in Wo chenfrist vorbei.

KriegsSecretär Elihu.Root hat den hiesigen ZeitungS-Reportern und besonders den Grundeigenthums-Agenten ein Schnippchen geschlagen, indem er, wie er gestern Nachmittag gelegentlich des Banquets im .Columbia Cub mit sröhlich-spöttischem Lächeln zugestand, daß er bereits in der Montag Nacht hier eingetroffen war und gestern Morgen ganz allein die Arsenal-Gründe besich tigt hatte. Ueber Weiteres, wie über die Pläne betreffend das Nationale Technische Institut, ließ er sich absolut nicht aus; doch gab er noch zu, auch die für den Armee Posten angebotenen Ländereien besichtigt zu haben. Mittlerweile rückt der Tag der Ent scheidung bezüglich des Techn. Institut Planes, der 1. October, immer näher, und das Agitations-Comite, wie dessen ZehnerAuSschuß, dazu die Jndpls. Retail Grocers Association und einzelne Personen arbeiten mit Eifer und Erfolg darauf hin, vor dem Tage die ganze Summe von 5150.000 für das Jnsti tut beisammen zu haben. Das Zehner-Comite, das nicht erwartet hatte sobald schon Erfolg zu haben, erhielt gestern Subsriptionen im Gesammtbetrage von $438, wie folgt 33 iy. y .,, ..ö 1.00 I. B. W 2.00 Ehas. W. Lambert, Station F 10.00 Lynn E. Stone. . 5.00 G. G. G 50.00 Cooper & Oddy 10.00 I. H. Rouse, Station.... 5.00 William S. Tomlin 5.00 Theodore Stein 100.00 Lorenz Schmidt 100.00 Theodore Reyer 50.00 Percival Levy 25.00 M. L '. 50.00 John S. Lazarus 25.00 $433.00 Ferner gingen gestern ein: I. R. Earnahan...... $200.00 I. F. Messick 25.00 A. C. Ayres 50.00 Frau A. A. Barnes 100.00 Williams Eo... 5.00 E. T. Fowler 5.00 N. C. Williams 10.00 Ein Freund 5.00 L. H. Blanton 25.00 W. P. Herod 25.00 Jsaac Frank 50.00 W. E. Hayward 500.00 Frl. Alice Cullen vervollständigte die Arrangements für die am Abend des 30 Sept. zum Besten des Arsenal Fonds zu veranstaltende musikalische Un terhaltung, bei der soweit die folgen den Künstler und Sänger ihre Mit Wirkung zugesagt haben: Fräuleins Lillie Adam, Josephine Robinson. Louise Schellschmidt und Frau George Carlon; Herren Louis Dochez, Joseph Hoffman, Hugh Mc Gibeny, Charles Adam, Emil Stein hilber, Victor Jose, Rudolph Mueller, Rudolph Koster und William H. Mor rison Jr. Die Meridian Choral Gesellschaft, Max Leckner Dirigent, hat gleichfalls Programm-Nummern übernommen. Tickets für die Unterhaltung sind von Mittwoch ab in der Lieber'schen Kunsthandlung, bei L. S. Ayres, Chas. Mayer, Craig, Besten & Langen, Huder's Apotheke, Wulschner's Musikalienhandlung und in der Book Lovers' Bibliothet erhältlich. Civil-Dienst-Prüsungen. Am Montag und Dienstag wurde eine Anzahl von Applikanten für Re gierungSstellungen von der hiesigen CivildienstBehörde in der Germania Halle geprüft. Die Prüfungen wur den von W. L. Dynes, dem Sekretär der Behörde, geleitet; als Beisitzer fun. girten H. N. Sazton, H. A. Filer, Washington und H. K. Millhouse, Indianapolis. 94 Aspiranten wurden für Stellun gen im EisenbahnPostdienst geprüft. Sndseite-Turnderein. Heute Abend Tanzränzchen. Der Südseite-Turnverein" veran staltet heute Abend ein Tanzkränzchen, für dessen hübschen Verlauf die besten Vorbereitungen getroffen sind. CST" Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho's .Longfellov."

1852 - 1902.

Der -goldene Ehrentag der Eheleute Teckenbrock. Im Kreise ihrer Familienglieder be gingen gestern Heinrich W. Teckenbrock und seine getreue, leider erkrankte Le. bensgesährtin, Frau Caroline Tccken brock, geb. Lindemann, in ihrer Woh nung No. 120 W. McCarty Straße, in gemüthlicher deutscher Art ihr golde nes Hochzeitsjubiläum. Von allen Seiten, Nah und Fern, trafen im Lause des Tages herzliche Elückwön sche in Gestalt von Blumengaben und anderen passenden Geschenken in dem Wohnhause ein und bis zum Abend waren die Räumlichkeiten fast überfüllt mit solchen . Gaben der Freundschaft und Liebe. Dazu liefen per Brief und Depesche noch zahlreiche Gratulationen ein. Die Familie hatte eine größere Festlichkeit geplant, doch mußte von dieser Abstand genommen werden, da die Jubilarin leider an einem Herzübel erkrankt ist. -Deshalb wurde die JubelFeier, die einen sehr gemüthlichen und hübschen Verlauf nahm, nur im engsten Familienkreise abgehalten. Herr Heinrich W. Teckenbrock, der am 27. December 1826 geboren ward, während seine Gattin am 29. Septem ber 1833 das Licht der Welt erblickte, stammen beide aus Osnabrück und besuchten als Kinder dieselbe Schule und Kirche. Herr Lindemann heirathete die Jubilarin, seine zweite Frau, am 23. September 1852 in Cincinnati, nachdem ihm seine -erste Gattin am G. October 1851 dort durch den Tod ge raubt worden war. Im Jahre 1854 übersiedelte das Ehepaar nach Indianapolis, wo es seitdem gelebt und sich einen großen Kreis von Freunden er worden hat. Vor 32 Jahren bezog es die Wohnung in No. 120 W. Mc. Carty Str., in der es jetzt noch lebt und hoffentlich einen fröhlichen Lebensabend genießen ryird. :r' Der Jubilar, der bis vor 3 Jahren hier als Bahnwaggon-Jnspector thätig war und sich damals zur Ruhe setzte, ist ein wackerer, kerndeutscher Mann, dem sein Pfeifchen immer noch schmeckt. Seine Gattin ist eine herzige deutsche Frau, die Jeder, der sie je kennen lernte, liebgewonnen hat, und der alle Freunde baldige Genesung wünsche; Außer einem Bruder, Herrn Christ.' Teckenbrock, und einem Schwager, Herrn Chas. Schmidt, besteht die Fa milie des Jubelpaares aus 3 Kindern und 6 Enkeln. Die Kinder sind Frau Minna Kellermeier (aus erster Ehe, nebst 4 Kindern), Eduard und Lizzie Teckenbrock, und 2 anderen Enkeln, Otto und Henry Roesener, welche das Ehepaar Teckenbrock erz'.eht. Als eine Seltenheit wurde bei der gestrigen Jubiläumsseier eine Zucker Kanne aus Porzellan geehrt, die dem Jubelpaare, dem hoffentlich noch manche frohe Stunden beschicken find, vor 50 Jahren zum Hochzeitsgeschenk gemacht ward und die noch keinen Riß hat. Aepsel, Birnen und Trauben. Aus den Berichten an W. B. Flick, den Sekretär der Gartenbau Gesell schaft, geht hervor, daß der AepfelEr trag in Jndiana dieses Jahr mager aussallen wird. Am besten stehen die Aepsel im südlichen Jndiana, wo auäti ein guter Durchschnittsertrag erzielt wird. Nach Herrn Flick ist dies ein Zeichen, daß Boden und Clima Indiana's sich für Aepfelkultur auf com mercieller Basis wohl eignet. Bei Birnen darf man 60 Procent des Durchscbnittsertrags und bei Trau ben 65 Prozent erwarten. Verkauf der Frauen-Börse. Die Vereinigung angesehener Da men, welche die hiesige Frauenbörse begründete, hat ihre Geschäftsinteressen an Frl. Belle Campbell, die Geschäfts fllhrerin des Verbandes, übertragen. Der Geschäftskreis hat einen solchen Umfang angenommen, daß die Damen demselben schon zeitlich nicht mehr gewachsen waren und deshalb alle Ge schäfte, Beispielen in andern Städten folgend, auf eine einzelne Person über trugen. . Die Börse hatte von der Zeit der Gründung an einen bemerkenSwerthen Erfolg und erzielte schon im ersten Jahre einen Ueberfchuß. tS" Um das Blut zu reinigen, muß der Magen behandelt werden. Der Gebrauch von Dr. August König's Hamburger Tropfen reinigt das Blut sofort.' '

Staats-Fair.

Einnahmen und Ausgaben nach vorläufiger Schätzung. Die Einnahmen der Staats-Fair von letzter Woche wurden auf ca. $52, 000 geschätzt; indessen erklärte gestern Sekretär Charles Downing, er könne die genaueren Zahlen erst nach Rücksprache mit Präsident M. F. Claypool aus Muncie feststellen. Mason I. Niblack ' von Vincennes, ein Mitglied des Finanz-Comite's, schätzt die Einnahmen auf annähernd $52,000. Die Ausgaben belaufen sich nach einer oberflächlichen Schätzung von Herrn Niblack auf $47,000 48,000 der Reingewinn dürfte ungefähr $5000 betragen. Die Eintritts'Einnahmen stellten sich auf $30,000; der Rest entfällt auf die Ausstellungen etc. Der Reingewinn wird zur Abtragung der Schuld verwandt, die durch den Ankauf von 134 Acker Land im letzten Jahre entstand. Gouverneur Durbin Geht mit seinem Stäbe zur Pferdeausstellung nach Louisville. Gouverneur Durbin wird mit seinem Stäbe voraussichtlich einer Einladung zur Besichtigung der Louisviller Pfer deausstellung Folge leisten. Die Herren, beabsichtigen, von hier zur Theilnahme an der Einweihung des Nancy Hanks Lincoln-DenkmalS, Spencer County, am Montag abzureisen und wollen den Wea über Louisville nehmen. Robert Sarding vermißt. Gestern verlautete, daß Robert Harding, der ehemalige ArbeitshausSuperintendent, seit Montag Morgen aus seiner Wohnung in Haughville, Tibbs Ave. und 10. Straße, vermißt werde. Der alte Herr, der 70 Jahre alt ist, erlitt vor Kurzem einen Schlaganfall. Man befürchtet, daß er fortgewandert ist und seinen Weg verloren hat. Deutsche Äirmcß. Der Vorstand des Germania Park Verein und die Vorsitzenden der verschiedenen Comites für die Arrangirung der Deutschen Kirmiß versammeln sich heute, Mittwoch Abend, im Locale des Herrn Henry Victor. Frenzel Iros., No. 1 W. Washington Str (Merchants National Bank.) Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und . Postanweisungen aus alle Städte Europas. Schiffsscheine ü$r An- und verkauf ausländischen Geldes. j)8 man an seinem Einkommen erspart, fügt man seinemCapital bei . . . Indiana Trust Co. ....bezahlt.... ' 3!2insen an Spar Bank.Depositen in Beträgen von Einem Dollar an. Capital 91,000,000.00 SnrpluS..... 125,000.00 Cf sie: Jndiana Trust Gebäude. Sanstag Nahrttttsg geschlossn.

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