Indiana Tribüne, Volume 26, Number 27, Indianapolis, Marion County, 23 September 1902 — Page 1

Si J 00 SS$Ä$S32S3 $ Tage und ß S Sonntagsblatt Z 8 lOc per Woche. r SLSLSLSLSLSLS, L).5LSSSEV. ü vr? fl 8 Tage und ' l I n . fi 5onntagsb!att S lOc per Woche. Iä 1,LH inxiy LSLTLSESLSLSLAL

M

r

S7

Vf

i

viSWi

IV

(ßvfdjtlnt seden NaUxmittag. Jahrgang 2. Indianapolis, Ind., Dienstag, 23. September 1902 No.27. ,1 i , 5 1 - mmmmmSm

Präsident Theodore Roosevelt In Indianapolis von der Bevölkernng in herzlicher Weise begrüßt.

Er traf beute 2Nittag hier ein und wurde mit einer militärischen Escorte nach der Tomlinson Izalle geführt. Dieselbe war bis auf den letzten platz besetzt. Seine Rede mit Begeisterung aufgenommen. Er sagte, er glaube an die 2Nonroe Voctrin. Heute Nachmittag reiste er nach ßt N)ane ab.

Indianapolis hatte heute ein Fest, gewand angelegt, um den höchsten Executiv-Beamten deZ Landes, welcher einige Stunden in seinen Mauern verweilte, zu begrüßen. Von Nah und Fern waren die Besucher zu Tausenden herbeigeeilt, um dem Präsidenten Theo dor Roosevelt einen herzlichen und festlichen Empfang zu bereiten. Nach vielen Tausenden zählte die Menschenmenge, welche sich auf den Straßen längst der Marschlinie aufge stellt hatte und unaufhörlich hallten ihm Jubelrufe entgegen. Die Parteifragen schienen vergessen zu sein, alle Klassen und Berufszwelge verliehen ihrer Freude Ausdruck, den höchsten Beamten des Landes einmal von An gesicht zu Angesicht sehen zu lönnen. Mayor Bookwalter hatte -bekanntlich eine Proclamation erlasien,in weicherer die Geschäftsleute aufforderte während der Zeit, welcher der Präsident sich hier aushielt die Geschäfte zu schließen und dieser Aufforderung schienen auch viele von den größeren Geschäften nach gekommen zu sein. Die Ankunft des Präsidenten. Erst um 11:50 traf der Extrazug, auf welchem sich Präsident Roosevelt und seine Begleiter befanden, an der Noble und Washington Str. an, wo selbst er von der Menschenmenge, welche sich dort angesammelt hatte,, mit Jubel rufen begrüßt wurde. Er hatte sich um 30 Minuten zu lange in LogansPort aufgehalten. - Der Präsident wurde von den Mitgliedern des Spe cial-Empfangs-Eomites, welches sich auZ folgenden Herren zusammensetzte. empfangen: der Gouverneur, der Mayor, General Eoryell, Senator Fairbänks, Senator Beveridge, Ex-Se nator Turpie, W. H. H. Miller, Eon greßmitglied Overstreet, A. E. Harris, General W. I. Metfee, Richter John H. Baker, Richter L. I. Monks, E. B. Martindale, General I. R. Earnahan, Hugh I. McGowan, ViceGouverneur Newton W. Gilbert, S. E. Morß. Hermann Lieber, John I. Appel, E. R. Williams, Charles E. Wilson, Fred L. Purdy, Col. R. B. Harrison, Ma jor I. E. Maylin, Geo. C. Hitt, Col. Geo. W. Powell und Capt. F. S. Clark. Die Prozession, welche sich hierauf nach der Tomlinson-Halle bewegte, setzte sich wie solgt zusammen: Eine Artheilung von acht Radler Polizisten, welche an beiden Seiten der Straße entlang radelten. Zwischen ih nen fuhr der PolizeiSuperintendent Taafse. Hierauf kam eine Schwadron berit tener Polizisten unter dem Commando von Capt. Hyland. Sodann kam das Erste Bataillon deS 2. Regiments unter Commando von Major Conde und ein Detachment der Batterie A. welche von Capt. H. A. Collon geführt wurde. Sodann kam die Equipage des Prä sidenten, in welcher sich Secretär Cor telyöu, Gouverneur Durbin und Ma yor Bookwalter befanden. . Dieser Equipage folgten sodann 16 andere mit folgenden Insassen : 2. Wagen Die Stenographisten des Präsidenten. 3. Die Hülfs-Secretäre Loeb und Barnes und die Doctoren George A Long und I I Richardson. 4. Kriegs-Secretär Root, Senator Fairbänks, Senator Beveridge und General Coryell.

5. Brigadier General Jacob H Smith mit Admiral George Brown, Lieutnant Gouverneur Gilbert und Colonel Charles 2 Jewett. 6. Captain R P Hobson, W H H Miller, Addison C Harris und Colonel R B Harrison. 7. Gen W I McKee, Richter John H Baker, R H Rosenburg, Otto Car michael. 3. Richter L I Monks, General I R Carnahan, Lindsay Denison, H M Hyde. 9. E B Martindale, S E Morß,

M A Coleman, B I Mullany. 10. Colonel Charles E Wilson, C R Williams, I I Carger, PA Juley. 11. I 3 Appel, Hugh I McGo man, I v vare, WMlam W Jer mane. 12. George C Hitt, Maor I E Macklin, U S A., C V Luckey, W F Schrader. 13. Colonel George W Powell, Herman Lieber, A S Brown, I P Gooch.' 14. Captain F S Clark, R L Dunn, E P Grifsith, F L Purdy. 15. Fred Cuchanan. M Tvrec. T E Stone. H H Strohmeyer. 16. W W Stone, S C Miller, N C Wanderen, B F Guy. 17. Monte Cutter, H L Singley, Messengers. Der Zug bewegte sich die Washing ton Str. entlang bis nach der Meri dian Str., um das Denkmal herum bis zur Market Str., östlich zur Dela wäre und nördlich zum Eingang zur Tomlinson- Halle. Dk militärische Escorte begab sich nach dem Circle Platz, woselbst sie vor dem Columbia Club-Gebäude Ausstellung nahm. Die Fahrt nach der Tomlinson Halle unter der militärischen Escorte gestal tete sich in der That zn einem Triumph zuge. Die Halle war bis zu ihrer letzten Sitz-Capacitüt besetzt und sie bo mit ihren reichen verschwenderischen Dekorationen, zu welchen Flaggen und Bannern und Draperien verwendet worden einen festlichen Anblick dar. Ueber der Bühne war ein mit weißen Rosen eingerahmtes Schild angebracht, auf welchem die Worte Willkommen standen, während gegenüber der Bühne das Bild des Präsidenten gekrönt von einem mächtigen bronzenen Aoler zu erblicken war. Die Balköne und Gallerien war?n fast ausschließlich , mit Damen besetzt, während im Saale die Veteranen aus dem Bürgerkriege, die alten Knaster bärte auf der einen, und auf der ande ren die zum größten Theile noch jugendlichen Spanisch amerikanischen Kriegs-Veteranen saßen. Dieselben mußten sich in Folge der obenerwähn ten Zugverspätung in Geduld üben. Es war nahezu halb ein Uhr als die ersten Begleiter des Präsidenten auf der Bühne erschienen. Einzelne von ihnen wie die beiden Senatoren Fair dank und Beveridge wurden auf das lebhafteste begrüßt. General Caryell, Chef-Commandeur der Span. Amerik. Veteranen, hielt eine kurze Ansprache, in welcher er eine Schilderung von der ehrenvollen Laufbahn des Präsidenten lieferte. Hierauf machte derselbe sein Erscheinen. Wie ein Mann erhob sich die aus so vielen Tausenden von Personen bestehende Versammlung wäh rend eine Musikcapelle die National Hymne spielte. Die Begeisterung, mit welcher der Präsident aufgenommen

wurde, legte sich erst nach mehreren Minuten. Gouverneur Durbin sprach hierauf einige Worte, in welchen er

den Ehrengast im Namen des Staates willkommen hieß. Mayor Bookwalter faßte sich mit seinem Willkommengruß nicht so kurz. Erstellte u. A. den Präsidenten als den besten Typus des Amerikaners hin, dessen öffentliches' Leben stets die Be wunderung seinerMitbürger erregt hat. Senator Beveridge stellte sodann den spanisch-amerikanischen Veteranen den Präsidenten als ihren Kameraden vor. Die Ansprache des Prä' sidenten. Als derselbe sich anschickte, eine An spräche zu halten, wurde er wieder mil nicht endenwollendem Jubel begrüßt. Er sagte, daß er sich freue, wieder mit seinen Kriegskameraden zusammen zu sein, denn es gäbe nur eine militärische Körperschaft, welche er höher schätze und das sei die G. A. R. Dieselbe hätten einen großen Krieg unter entsetzlichen Beschwerden glücklich zu Ende geführt, sie aber hätten nur einen kleinen Krieg durchgemacht, aber die spanisch-ameri kanischen Krieger hätten gezeigt, daß auch sie von dem Geist, welcher die Kämpfer aus dem Bürgerkriege beseelte. erfüllt gewesen wären und die jungen Leute, welche sich einmustern ließen. verdienten Credit. , Ihr Krieg hätte ja nicht so lange gedauert, wie der Bür gerkrieg, denn dazu war ja auch der Raum zu klein, auf welchem sich der Kampf' abspielte. Der Präsident kam sodann darauf zu sprechen, daß die modernen Kriege ganz anderer Vorbereitungen bedürfen als die in früheren Zeiten. Seit dem spanisch amerikanischen Kriege seien die Ver. Staaten eine Großmacht geworden und sie müßten ihre Weltmachtstellung den europäischen Mächten gegenüdcr aufrechterhalten. Auf unsere Marine und die reguläre Armee sei er stolz, aber die Milizregimenter müßten besser ausgebildet und vor Allem mit besseren Waffen versehen werden. Im Falle der Noth seien sie zunächst diejenigen, welche der Flagge der Na tion folgen müßten. Ebenso müsse die Marine stets auf dem höchsten Höhepunkt gehalten werde. Er glaube von ganzem Herzen an die Monroe Doctrin, aber um dieselbe durchzuführen, müsse das Land auch die nöthigen Vertheidigungsmittel bc sitzen, um einer fremden Nation, welche sich mausig mache, zu zeigen, daß die Ver. Staaten es nicht nur bei lee ren Drohungen bewenden lasse, sondern es der betreffendenden Macht plausibel mache, daß sie auch die nöthigen Mit tel besitzt, um diese Drohungen durch zuführen. Er sagte zum Schluß, daß er für den Frieden sei, aber daß er nicht wenig darauf stolz sei, was in dem letzten Kriege geleistet worden wäre. Sie wären nicht in denselben gezogen, um ein Land zu erobern, sondern um es von der Tyranney zu befreien. Wir können gute Bürger im Privatleben, ab;? auch a.ute Kämpfer auf dem Schlachtfelde sein Die Rede wurde von den alten wie jungen Vetewnen mit riesigem Beifall aufgenommen, und nachdem noch die Versammlung ein dreifaches Hip Hip Hurrah" auf den Präsidenten ausge bracht hatte, löste sich die Versammlung auf. Im Columbia Club. Um 1 Uhr fand im Columbia Club ein Luncheon statt. An der Präsidententafel saßen die Herren: Privat Secretär Cortelyou, Kriegs-Secretär Root, Gouverneur Turbin, ViceGou verneur Gilbert, Senator Charles W. Fairbänks, Senator Albert I. Beveridge, Colonel Jewett, Departement Commandeuer der spanisch amerik. KriegsVeteranen;Gen. I. B. Coryell, Ches'Commandeur der Veteranen und Col. Russell B. Harrison. Die Tfel war neben dem Bogenfenster deS doppelten Parlors gesetzt worden. Die Fenster waren mit Dra perien verhängt und die Räume waren mit elektrischen Glühlichtern taghell er

leuchtet.. Vor den Fenstern war überall reicher Blumenschmuck,bestehend aus Rosen und Netten angebracht. Ueber dem Stuhl des Präsidenten war ein Sternenbanner in geschmackvoller Weis? angebracht. Außer der Tasel des Präsidenten waren noch 17 andere vorhan den.' Im Ganzen nahmen an dem Lun cheon etwa 110 Gäste theil. Zu denselben zählten u. A. General Jacob H. Smith, welcher aus einer Insel der

Philippinen eine wüste Einöde machen wollte, ver Merrimac" - Held, Capt. Richmond P. Hobson, General W. I. Hulings, Capt. Higgins, General James B. Campell und Col. Charles Jewett, sowie Admiral George Brown und viele andere Notabilitäten. Um 2 Uhr hielt der Präsident vom Balcon des Club-Gebäudes eine längere Ansprache an die nach Tausenden zählende Menschenmenge, welche das Monument umgab, und hierauf wurde er unter militärischer Escorte nach dem Bahnhof gebracht, von welchem aus um 3 Uhr Nachmittags die Reise nach Fort Wayne angetreten wurde, woselbst er, sowie Gouverneur Durbin heute Abend anläßlich der Einweihung des neuen Gerichtshauses Reden halten werden. Selbstmord wegen einer Schauspielerin. In Anderson, Ind. hat sich Ebben L. Risk von hier im dortigen RiversidePark das Leben genommen, weil Frances Girard, eine junge Schauspielerin von Jndinapolis sich weigerte, ihn zu heirathen. Sie sagt, daß Risk sie schon seit Wochen mit seinen Anträgen verfolge, gestern aber hatte sie ihm rund heraus erklärt, daß es für sie Beide besser wäre, wenn sie sich nicht verwählten. Er verließ sie in zorniger Stimmung, begab sich nach dem ge nannten Park, woselbst er eine Dosis Carbolsäure verschluckte. Er wurde später auf einer Bank liegend in be wußtlosem Zustande aufgefunden. Das Hospital würde benachrichtigt. allein auf der Fahrt dahin starb' er in einer Ambulanz. Einbrüche. D i e P o l i z e i wurde benachrichtigt, daß in die Wohnung von R. T. Shingleton an der Cottage Ave. No. 1226 letzte Nacht eingebrochen und dessen Beinkleider, in deren Taschen sich $50 befanden, gestohlen wurden. ES wird angenommen, daß der Einbruch von einem Frauenzimmer aus geführt wurde. Aus der Collins'schen Apotbeke an der New Fort Str. und Capitol Ave. wurden $25 gestohlen. Spieler-Bürgschaft für verfallen erklart. Die Bürgschaft von sieben Spielern, welche kürzlich in Henry Beiser's Local Verhaftet wurden, ist im Poli zeigericht für verfallen erklärt worden. Der Betrag beläuft sich auf $450 und Beiser ist der Bürge. Charles Hahnes wegen Fälschung in Chicago verhastet. ' Charles Haynes, welcher Buchhalter bei dem Viehhändler John I. Coser auf den Union-Viehhöfen gewesen war, vor zwei Monaten aber verschwand, nachdem er bedeutende Fälschungen begangen hatte, ist in Chicago am Montag verbastet worden. Tetectiv Hauser ist bereits nach dort unterwegs, um ihn abzuholen. . , W i e e s h e i ß t, soll der jüngst verstorbene D. P. Erwin sein Leben für S100,000 versichert haben. Die Coquillard' Wagen Fabrik verkauft. S o u t h B e n d. Die Coquillard Wagen-Fabrik ist an eine Gesellschaft verkauft worden, welche sich in Hender son, Ky. mit einem ActienCapital von $100,000 . organisirt haben. Die Fabrik wird nach dort überführt werden. '-.

Aus den Gerichtshöfen.

Cath arine Dippel's Test am e nt. Das Testament der vor einiger Zeit verstorbenen Frau Catharine Dippel ist im Probatgericht bestätigt worden. Sie vermachte ihrem Sohne ein Grundstück an der West-Seite des Broadway zwischen Arch und Pratt Str., welches auf $3500 abgeschätzt wird ; . den Rest ihres Vermögens erhält ihr Sohn Gottlieb. Sollte derselbe ohne Erben zu hinterlassen sterben, so soll sein Nachlaß seinem Bruder Henry zu fallen. Schadenersatzklagen zweier Brüder. Der bei der Big Four Bahn beschäftigt gewesene Arbeiter Harry Hook ver klagte dieselbe aus $3000 Schadener satz, während sein Bruder Fred. $5000 verlangt. Beide waren beim Abladen von Schienen schwer verletzt worden. Ein ungemüthlicher Ehemann. Frau Wm. Stortz verklagte ihren Gatten Andreas auf Scheiduna. Sie beschuldigt ihn der Trunkenheit und der brutalen Behandlung. Eine Morgens um drei Uhr soll er sie und ihre kleine Nichte, indem er sie mit einem Revolver bedrohte, aus dem Hause getrieben haben. Keine Feindschaft mehr. Der von Hilfsstaatsanwalt Hutchin son gegen Schaff Ziegler, den Geschästsführer des Grand Opera Hauses, wegen thätlichen Angriffs angestrengte Proceß ist auf friedlichem Wege ge schlichtet worden. Ueber den Fall wurde hier schon eingehend berichtet. Am Montag Vormittag fand in Friedensrichter Stout's Gericht eine Conserenz der beiden Parteien statt, wobei nach gegenseitigenConcessionen der Streit mit dem üblichen Händeschütteln endete. Der Kläger zog darauf seine Klage zurück. Nur immer langsam voran. In Friedensrichter Smock's Gericht wurde gestern über eine Klage der American Produce Company" gegen die Pennsylvania Bahn verhandelt. Klägerin versandte imJuni etwa 100 Kisten mitEiern nach Boston und mach nun geltend, daß die Bangesellschast zur Beförderung 17 Tage brauchte. Eine Anzahl Eier waren zerbrochen oder durch dieHitze verdorben. Klägerin verlangt $100 Schadenersatz. $5000 verlangt. Margaret Cutshall verlangt von der Straßenbahngesellschast $5000 Scha denersatz für Verletzungen, die sie sich im Juli ds. Js. an Washington und Pennsylvania Str. durch einen Sturz von der Ca? zugezogen. Die Car war in Bewegung gesetzt worden, ehe sie genügend Zeit zum Aussteigen hatte. Bahngesellschaft verklagt. Der 16-jährige Sohn von Harry Hoop war im Mai ds. Js. ohne Vorwissen des Vaters von der Cleveland, Cincinnati, Chicago & St. Louis Bahn hier zu Reparaturarbeiten an den Geleisen verwandt worden. Eine schwere Eisenstange, die auf den Jungen fiel, brachte ihm nach Angabe des Klägers dauernde Verletzungen bei. Der Vater verlangt $3,000 Schadenersatz. Im goldenen Ehrenkranze. Heute Abend begehen Herr H e i n ri ch W. T ecken brock und seine getreue Lebensgefährtin Frau C a rolin a, das wohlbekannte und geachtete deutsche Ehepaar von No. 120 West McCarty Straße, ihr goldenes Hochzeitsjubiläum. Herr und Frau'J. K. Engl ish von No. 2721 College Avenue feierten gestern durch einen bis um 9 Uhr Abends dauernden Empfang in ihrer prächtig decorirten Wohnung ihre goldene Hochzeit. ' Das Pckdr wurde vor 50 Jahren von Rev. Thomas Lynch, Großvater des späteren prominenten Geistlichen Augustus Lynch Ma son, getraut.

Nachrichten aus Jndiana.

Zwei Zuchthaus Wärter entlassen. Michigan City. Es hat sich jetzt herausgestellt, daß zwei Wärter des Zuchthauses, gegen welche Dr. Brose H. Hörne von hier Anklagen erhoben hatte, nämlich Bowlin und Webster im Stillen vom Wardein ent lassen worden sind. Der Doctor hat dieselben der Verschwörung und der Brutalität beschuldigt. Seine Anklagen müssen demnach wohl berechtigt gewesen fein. American Federation of Labor".' Ev an sville. Die achte Jahres Convention der American Federation of Labor" wurde hier am Dienstag Vormittag von dem Präsidenten der Central Labor Union zur Ordnung gerufen. Präsident Perkins und Secretär W. I., Peters von South Bend sind hier eingetroffen. Die Con vention ist sehr gut besucht. Von einem Hirsch ange griffen. Washington. Während Jhn Hayes, einer der reichsten Grund eigenthümer sich im Wildpark der Frau M. L. Brett, Wittwe des Ex.Staats Schatzmeisters Brett erging, wurde er von einem Hirsch angegriffen. Er er griff denselben bei dem Geweih und während des sich nun entwickelnden Kampfes erlitt er schwere Verletzungen. Erst durch die Anknnft von zwei' Ange stellten im Park wurde er von seinem gehörnten Angreiser befreit. Des Mordanfalls beschul digt. . M u n c i e. Der 18jährige Bert Williamson, welcher erst kürzlich von Indianapolis nach hier einwanderte ist unter der Anklage verhastet worden, am Samstag Abend einen mörderischen Angriff auf den Restaurateur Charles Hughes ausgeübt zu haben. Er erlitt derartige Wunden, daß er denselben wahrscheinlich erlegen wird. D e r C o r n-P a l a st geschlos s e n. M u n c i e. Der Corn und Glas Palast in Dunlirk ist plötzlich geschlossen worden. Die meisten Eigenthümer der Attractionen in demselben haben schlechte Geschäfte gemacht. Nerve nfieber in New C a st l e. N e.w C a st l e. Seit einiger Zeit grassirt hier das Nervensieber in bedenklicher Weise und eine Anzahl Personen liegen so bedenklich an demselben erkrankt darnieder, daß das Schlimmste befürchtet wird. Gestern ist James Cummins im Alter von 22 Jahren der tückischen Krankheit erlegen. Die B o st o ckF erari Carni v a l Co. auf Schaden ersatz verklagt. Vincennes. Clarence und Minnie Duncan haben Schadenersatzklagen von je $1999 gegen die BostockFerari Carnival Co. eingereicht. Frau Duncan ist seit jener Nacht, in welcher ein Elephant der Gesellschaft in ihrem Hause erschien und das Bett, in welchem fle mit den Kindern schlief, umwarf, geistesgestört. . Durch eine Heugabel getödtet. La Porte. Beim Abladen von Heu wurde A. W. Meyers tödtlich ver letzt. Die Heugal glitt aus und die Spitze drang in den Unterleib ein. Der Wirthshauskrieg z u E n d e. V i n c e n n e s. Die W. C. T. U. und die Vereinigung der Geistlichen haben die Klage gegen 64 Wirthe, welche sie wegen Verletzung des Nicholson'GesetzeS eingereicht hatten zurückge zogen, da sie erklart haben sich den Bestimmungen des Gesetz?s zu fügen. Eine neueNational Benk. M i t ch e l l. Der Comptroller der Währung hat der hier organisirten Ersten National Bank gestattet, mit einem Capital von $25.000 die Geschäfte zu eröffnen.