Indiana Tribüne, Volume 26, Number 21, Indianapolis, Marion County, 16 September 1902 — Page 1
X , ; gÄ9ttSfssaicst5sg 5 Tage und W KVf VO O . A AvA nA g (Lacjc- und f S öonntagsblatt 9 lOcPcr Woche. LSLSLSLSLSLSLSLS fi Sonntagsblatt JJ n y K lOc Per Woche. cZ y UO V l 0A DTSLJLSLSLSLSE
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, , , , V Erscheint seden Narixmittag. Jahrgang 26 Indianapolis, Ind., Dienstag, 16. September 19N2 ' No.2i. t ,
Die Shelbyoille Jnternrban Babn verkaust. Die Actionäre erhalten für jeden Dollar $2.50.
Die Firma TownZend, Reed & Co. hat die Indianapolis, Shelbyville & Southeast R. R. Co. ausgekauft. Die Actionäre werden für jeden Dollar, welchen sie investirt haben, $2.50 erhalten. Die Actien-Ausgabe belief sich auf 5500,000. Der Bau der Bahn kostete $21,000 per Mette, und die Käufer bezahlten heute 827,000. Die Bahnstrecke hat eine Länge von 28 Meilen. Piel Bros'. Starch Co. mcorporirt. Die Piel BroZ. Starch Co." ist mit einem Grundcapital von $500,000 incorporirt worden. Sie wird eine Fabrik östlich von dee Dover Str. nahe der Gürtelbahn errichten lassen. Die Directoren sind W. F. Piel jr., Henry Piel, Charles F. Piel, Edward Daniels und Albert Baker. Die Standard Automobile Co. hat ebenfalls ihre Jncorporations Papiere erwirkt; Capital 8100,000. Directoten: W. W. Spencer, John W. Heltsman und James H. Witty. . James Bartleh zum städtischen Aicher ernannt. Mayor Bookwalter ernannte heute James M. Bartley, den bekannten Mühlenbauer von der 9. Ward (Hoyt Ave. 1703) zum städtischen Aicher. Das Amt wurde bekanntlich erst kürzlich creiirt. Es bringt 1200 per Jahr ein. Für Einrichtung und Unterhaltung der Osfice sind $1000 bewilligt. Wo aber der neue Herr der .Maße und GeWichte" im Gerichtshause untergebracht werden soll, ist zur Zeit noch ein Räthsel. ' Wahrscheinlich beginnt er seine Thätigkeit im Glockenthurm, um dvrch Messungen auszufinden, woher eS kommt, daß der große Zeiger an der östlichen Seite der Uhr ganz andere Neigungen zum Fortbewegen hat, als sein mehr geduldiger College an der westlichen Seite. Ein Bankier ermordet. New York, 16. Septbr. Der Bankier Nicholas Fisk, dessen Office sich im National Park-Eebäude befand, ist heute Morgen um 3 Uhr den Wunden erlegen, welche ihm im Laufe der Nacht in einem Restaurant an der 34. Str.. nahe der 8. Avenue, von einem bis dahin noch unbekannten Mann beigebracht wurden. Derselbe versetzte ihm dermaßen Fausthiebe auf den Kopf, daß er einen schlieren Schädelbruch erlitt. Er wankte auf die Straße hinaus, wo der Angreifer ihn auf's Neue zu Boden ' fchlug. Fisk wurde in bewußtlosem Zustande nach dem .Roosevelt Hospital befördert, woselbst er wenige Stunden später seinen Geist aushauchte. ' Er war 53 Jahre alt und Abkömm ling einer der ältesten und.distinguir testen Familien des Landes. Sein Großvater, Col. Nickolaus Fisk focht mit Auszeichnung in dm Schlachten von Harlem Heights, Saratoga ' und Jorktown und sein Vater, Hamilton Fisk, war Staats Secretär unter Präsident Grant. Sein Sohn Hamilton Fisk . war einer von Roosevelt's Rauhen Reitern. Er wurde auf Cuba in der Schlacht von St. Juan getödtet. Womens' Labet League. Die Womens' Label League" veranstaltete gestern !n der Halle an Ala bama- und Washington Str. eine Abcndunterhaltung, die einen sehr hübschen Verlauf nahm und zu der sich zahlreiche Gäste, darunter verschiedene Beamte der Central Labor Union" und auch solche des ftaallichen Verba' des eingefunden hatten. Das Finanz - Comite des Stadtraths hält am nächsten Donnerstag Abend in . der City Clerks-Ofsice eine Sitzung ab. -...
Ans den Gerichtshöfen.
Nathan Kahn'sTestam e n t. Das Testament des kürzlich verstordenen wohlhabenden SchnittwaarenHändlers Nathan Kahn wurde heute im Probat-Gericht eingereicht und be stätigt. In demselben bestimmt er, daß den Nießnutz von seinem gesammen Nadj laß seine Gattin Hannah bis zu ihrem Tode haben soll. Daß er zu einer solchen Bestimmung berechtigt ist,!sei durch eine vor einiger Zeit vom Staats-Obergericht in einem Erdschaftsfalle abgegebene Entscheidung bestätigt worden. Nach dem Tode der Wittwe fällt das Vermögen den Kindern Martha, Albert, Leo, Sadie und Bertha Kahn zu gleichen Theilen zu. Seinen Antheil an dem von ihm seit vielen Jahren geführten Geschäft an der S. East Str. vermacht der Testatorebenfalls seiner Frau. Sie kann denselben, wenn sie will, verkaufen. Der Verblichene'ist der Ansicht, daß sie in dieser Beziehung gerade so handeln wird, wie er gehandelt haben würde. Ein weiteres Vertrauen in seines Gattin erwies der Testator ferner, indem er dieselbe als Testaments-Vollstreckerin einsetzte, und bestimmte, daß sie Bürg schaft nicht zu leisten brauche. Picnic-Platz und mißvergnügter Nachbar. Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben. Wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt." Tausende und Abertausende unserer Leser und Leserinnen haben im Laufe der verflossenen Jahre wenigstens einmal im Sommer ein Picnic in einem Parke mitgemacht, welcher an der Süd Meridian Straße beleaen und mit schönen Schattenbäumen bestanden ist. Sie Alle haben jedenfalls dort Harm lose vergnügte Stunden verlebt, sie haben gemeinschaftlich Lieder gesungen, gescherzt, getanzt und die rauhe Wirklichkeit des Daseins für ein Paar Stun den in fröhlichem Kreise angenehmer Gesellschaft vergessen. Wohl jedes Mitglied des Schwäbischen Unterstützunas-Vereins hat bis dahin geglaubt, daß, indem er seine Schwäbin mit sich auf den Picnic-Platz nahm, die Lauterkeit ihres Charakters nicht in Zweifel gezogen werden konnte. Und wir möchten wohl einem Mitgliede des Metzger-Vereins begegnen, welchem nicht die Zornröthe in's Gesicht treten würde, wenn ihm gesagt würde, daß seine Gattin nicht ehrbar sei. Einem mischen Mitbürger Namens Dennis Bryan und seiner Gattin Ellen ist es vorbehalten gewesen, die Qualität der Besucher von Knarzer's Grove, jetzt Columbia Park, in das denkbar schlechteste Licht zu stellen, indem sie in einer heute im Gericht eingereichten gegen George Knarzer und die Home Brauerei gerichteten Klage Aussagen machen. demzufolge angenommen werden muß, daß der Park ausschließlich von leichtfertigenIFrauenzimmern, Trunkenbolden nnd lüderlichem Gesinde! besucht wird. Wer die in dem Park abgehaltenen Festlichkeiten von . deutschen Vereinen besucht hat, weiß ganz genau, daß die Anklagen,welche der Kläger,ein griesgrämiger Nachbar des Parks, erhebt, vollständig aus der Luft gegriffen, ja thatsächlich sür unsere deutschen Frauen grobe Beleidigungen sind. Die Details der Klageschrift lassen sich in den Ausdrücken, in welchen sie gehalten ist, nicht veröffentlichen, aber hoffentlich finden die Verklagten einen Anwalt, der dem griesgrämigen Sohne der Smaragd Insel tüchtig den Küm mel reibt. Er behauptet, daß sein Grundstück, welches ehemals $15,000 werth gewesen sein soll, jetzt kaum noch für S1000 zu verlaufen wäre. Er verlangt aus diesem Grunde $10,000 Schadenersatz. Der fromme Wunsch, daß die Brauerel.. das Anwesen des Klägers zu einem recht hübschen Preise verkaufen möchte, wird wahrscheinlich der Vater des Gedankens, eine Klage einzureichen, gewesen sein.
Die paradiesischenZustände
ander Virginia Ave. Die Zustände welche auf der Virginia Ave. herrschen, sind in den Sitzungen der Behörde für öffentl. Werke von vielen Bewohnern der Straße in nachdrücklichster Weise gerügt worden, aber vor tauben Ohren. Die Behörde besteht auf Ueberpflasterung auf Kosten der Grundeigenthümer und Letztere wiederum sind der jedenfalls berechtigten Ansicht, daß die Stadt für die Reparaturen hätte aufkommen müssen. Die Folge ist, daß es schwer ist, mit. einem Fuhrwerk di? Straße, welche unzählige Löcher aufweist, zu Passiren. Das erfuhr auch Edward Mullahy, als es eines Abends im März d. I. die Avenue entlang fuhr. Der Wagen gerieth in ein solchesWasserloch, kippte um und Mullahy stürzte auf das Pflaster und erlitt derartige Verletzungen, daß er heute noch nicht im Stande ist, seinem Beruf nachzugehen. In Folge dessen verklagte er die Stadt auf $5000 Schadenersatz. Edna, die Herzlose. Walter L. Zimmermann erfuhr schon in seinem kurzen fünf Monate dauernden ehelichen Zusammenleben mit seiner Gattin Edna, an sich die Wahrheit des Dichterwortes, daß der Wahn kurz und die Reue lang ist. Der Honigmonat war ohne Süßigleiten, denn als er, am Nervensieber schwer 'erkrankt -darniederliegend, der Pflege seiner Frau bedürfte, soll sie sich, seiner Aussage gemäß, fast gar nicht um ihn bekümmert und sogar noch das sechste Gebot verletzt haben. Am 9. April d. I. schwor sie ihm am Altar Treue bis über das Grab hinaus und bereits am 4. September war das Ringlein gebrochen und die Treue brach entzwei. In Folge dessen wunscyt er von lyr geicyieden zu werden. Im gestrigen Bericht des Polizeigericht hat sich ein kleiner Irrthum einge schlichen, welchen wir hiermit gern be richtigen wollen. Herr Joseph Jocker wurde wegen Verletzung der Fahrrad-Ordinanz nicht um $10 und Kosten, sondern nur um $1 und Kosten bestraft; auch ist er noch nie zuvor wegen des Vergehens, daß er sein Licht nicht habe leuchten lassen. d. h. an seinem Zweirad, bestraft wov den. Kriminalgericht. Herr Joseph Hcas, städtischer Con traktor für Wegjchafung todter Thiere, welcher kürzlich in Polizeigericht um $25 und Kosten bestraft wurde, weil er angeklagt war, ein lahmes Pferd getrieben zu haben, wurde im Crimi nalgericht von der Anklage freige sprechen. Modern Woodmen of America. Im Denison Hotel begann gestern die jährliche, 3Tage dauernde Schule" der Feld-Deputirten deö Ordens der Modern Woodmen of America. Jas. G. Bruce von dahier hielt die Begrü ßungsrede, auf die F. E. McCalip aus Crawfordsville erwiderte. Oscar F. Avery aus Logansport, Chef-Deputir-tirter für den Staat, hielt dann eine längere Rede und Nachmittags wurden Vorträge über Ordens-Arbeit etc. gehalten. Die Woodmen beginnen, sich schon für das große Haupt-Lager zu rüsten, das im nächsten Juni hier abgehalten werden wird und für welches sie den Besuch von 150.000 Mitglieder ihres Ordens versprechen. Bauerlaudnißscheine. Herman Martens, Michigan nahe Ost, Backstein-Gebäude, $3000. Henry Klanke, Central, zwischen 12. und 13 hölz. Wohnhaus, $3000. Anna Ritter, 1448 Profpect, hölz. Wohnhaus, $3500. Ch.' Äeigs, 1113 Central, Anbau, $200. I. S. Neal, 1901 W. Washington, Backstein-Gebäude.$2500. Franklin Lewis, Arlington und Rawls, hölz. Wohnhaus, $1600. C. T. Boyer, Rader und 23., hölz. Doppelhaus, $1500. C. T. Boyer. Val ley nahe Hillside, hölz. Doppelhaus. $1500. C. T. Boyer, Howard und Harding, hölz. Doppelhaus, $1500.
Ex-Präsident McKinl e y's S a l a i r. Washington, D. C., 16.
Septbr. An Frau Jda S. McKinley, die Wittwe des verstorbenen Präsidenten ist ein Check fürS39.809 abgeschickt worden, Es ist dieses für Salär, welches dem verstorbenen Präsi denten bis zum 1. Juli 1902 zugekommen wäre. Die Summe wurde in der letzten Session des Congresses bewilligt. Braumeister-Convent. Milwaukee, 16. Sept Zu der . jährlichen Convention des Brau-meister'-Verbandes der Ver. Staaten sind gegen 700 Besucher, darunter 300 Delegaten erschienen. Heute Morgen fand 'eine ExekutivSitzung statt, in welcher Empfehlun gen für das nächste Jahr, gemacht wurden. Präsident Mitchell verlas heute Abend seine Jahresadresse, in der er eine Uebersicht über die Thätigkeit des Verbandes während des verflossenen Jahres gab. Er sagte, daß obwohl nicht alle Braumeister im Lande zum Verbände gehörten, er doch fest entschlössen sei, nicht eher zu ruhen und zu rasten, als bis jeder Braumeister sich dem Verbände angeschlossen habe. Ernst Hanke verlas eine Wissenschaft' liche Abhandlung über Hopfen. Vonder Legislatur inOhio. C o l u m b u s, O., 15. Septbr. Nach einer stürmischen Sitzung des Haus-Ausschusses sür die neue Städte Verordnung wurde beschlossen, den einzelnen Departements der städtischen Administrationen Einzel-Vorsteher zu geben. Der Behörden-Plan und der sogenannte Federal-Plan wurden nie beigestimmt. Die Beamten von Städ ten sollen sein : ein Bürgermeister, ein Stadtraths-Präsident und ein Anwalt, die auf je zwei Jahre zu erwählen sind ; ferner ein Auditor, der auf drei Jahre zu erwählen ist, und ein Schatz meister. Ob dieser erwählt oder er nannt werden soll, wird später ent schieden werden. Die Sitzuna kam zum Abschluß, als die Frage der Krei rung des Amtes eines Vorstehers des Departements sür städtische Arbeiten besprochen wurde. Herr Williams von Hamilton County that sein Möglichstes, zu ver hindern, daß der Ausschuß sich für die Zinzen-Vorsteher der Departements er klärte, drang aber damit nicht durch. Seine Absicht war, Cincinnati die jetzige Administrations-Form zu sichern. er hatte aber nur insofern Erfolg, als bestimmt wurde, daß der Auditor, wie jetzt, auf drei Jahre erwählt werden soll. Im Gegensatz zu dem Vorgehen des Haus-Ausschusses wurde in einem Kaukus der republikanischen Senatoren mit 12 gegen 3 Stimmen beschlossen, für den Behörde-Plan bei der Verwaltung von Munizipalitäten einzustehen. Man befürchtet jetzt, daß ein Deadlock" eintreten wird, welcher die Sitzung der Legislatur eventuell ganz bedeutend in die Länge ziehen wird. Bei der Besprechung der Gewalt von Stadträthen brachte Herr Gear ein Amendement ein, wonach der Wortlaut so viel als möglich so sein f.iflc, daß das Gerrymander-Wesen vermieden würde, doch wurde dasselbe niedergestimmt. Dagegen wurde beschlossen, daß bei Stimmengleichheit im Stadtrath der Bürgermeister die entscheidende Stimme haben soll. Die Klausel bezüglich der Sergeant-at-Arms von Stadträthcn wurde gestrichen. Die Legislatur hat am Nachmittag ein Memorial anläßlich des Jahrestages des Ablebens des Präsidenten McKinley angenommen, in welchem seinen trefflichen Charakter-Eigenschaf-ten und seinem Patriotismus der höchste Tribut gezollt wird. Bedauerlicher Unfall. Herr George Müller, ehema liger Secretär der hiesigen Brauer Union und Angestellter der Schmidt 'schen Brauerei zog sich durch einen Sturz von einer Leiter einen Bruch
des linken Handgelenkes zu.
Nachrichten aus Jndiaua. Mord in Vutnam Countv.
G r e e n c a st l e. Am Montag Nachmittag wurde der Farmer George Boswell von seinem Nachbar dem Farmer Jack Smithson aus nichtigen Gründen erschossen. Boswell hatte demselben bei der Ernte ausgeholfen. Er hatte sich mit dessen Familie zu Tische gesetzt und die Mittagsmahlzeit war bereits vorüber, als Smithson 'erschien und sich beschwerte, daß nicht auf ihn mit dem Beginn der Mahlzeit gewartet worden war und daß auf Boswell zuviel Rücksicht genommen wurde. Der Letztere erhob sich vom Tische und begab sich in's Freie. Bald darauf stand Smithson auf, - ergriff seine Jagdflinte und schoß dieselbe auf Boswell ab. Dessen Kopf wurde von der vollen Schrotladung buchstäblich in Atome zerschmettert. Der Mörder begab sich hierauf in's Haus zurück, jagte seine Familie aus demselben, raffte an Geld- und Werthsachen zusammen, was er nur finden konnte und entfloh sodann 'in südwestliche Richtung des Countys. Ein SheriffsAufgebot mit Bluthunden verfolgt ihn. Entsetzliches Unglück in einer Sägemühle. G r e e n f i e l d. Eine am Montag Nachmittag in der Sägemühle von Tremont Grant in Maxwell stattgefundene Dampf.Kessel-Erplosion hatt: zur Folge, daß der 33jährige Vormann Wm. Bailey und der 35jährige Maschinist Thomas B. Sitton auf der Stelle getödtet wurden. Verwundet wurden Fremont Gant, Roy Sitton und Philander Cooper. Nicht nur die Mühle, sondern auch die benachbarten Framehäuser wurden durch die Explosion total zerstört. Der finanzielle Schaden ist daher ein sehr bedeutender. Die G a s-M e t e r-F r a g e in Muncie erledigt. M u n c i e. In der am Montag Abend abgehaltenen Sitzung deö Stadtraths wurde beschlossen, der Heat, Light & Power Co." und der Muncie Natural Gas Co." eine Meter-Rate von 22 Cents per 1000 Cubikfuß zu bewilligen. Diese Ordinanz soll sofort in Kraft treten und die Meter sollen kostenlos geliefert werden. Der Freibrief der Wabash Oil & Gas Co.", welche den Preis für Naturgas auf 18 Cents festsetzt, wurde ebenfalls bewilligt. Dieser Gesellschaft wurde ferner ein Freibrief für Lieferung von lunttucyem Gas erlyem unter der Bedingung, daß 5 Prozent der Einnahmen der Stadt zufließen. Diese Gesellschaft kann in diesem Jahre kein Naturgas liefern. Glashütten wieder in Betrieb gesetzt. F a i r m o u n t. Die Nachricht, daß in der Headley Fensterglas-Fabrik am Samstag der Betrieb wieder aufgenommen werden wird, hat hier nicht wenig Aufsehen erregt. Dieselbe wird dadurch bestätigt, daß seit gestern die Feuer in den mächtigen Gluthöfen geschürt werden. John A. S w e e t 'S R e s i gNation. Hartford City. John A. Sweet, bisheriger Geschäftsführer der hiesigen Fabrik No. 3 der American Window Glas Co.", der drittgrößten in den Vereinigten Staaten hat seine Resignation eingereicht.' Er wird die Geschäftssührung der FensterglasFabrik der Johnston Glas Co. übernehmen. I. R. Johnston ist kürzlich zum Präsidenten der Föderation Glas Co." wiedererwählt worden.' Winfield S. S!rattn's Verwandte. Jeffersonville. Seit Winfield S. Stratton, der Verstorbene Goldkönigvon Colorado Springs, im Jahre 1872 infolge eines Conflikts mit seinem Vater und seiner Stiefmutier Jeffersonville verließ, ist er vielleicht nur einmal wieder hier gewe sen, und hat nie viel für seine Mitbürger übrig gehabt. Vor Jahres srist gab er seinen Neffen Harry und Carl Hamley, jedem $10,000 und sagte dabei, wenn sie, das Geld gut
anwendeten, würden sie mehr bekom men. Harry bekam auch wirklich mehr. Stratton sorgte auch für die Mutter der Söhne seiner Schwester. Frau Harriet Hamley, die . voriges Jahr aber starb. Außer den Hamtehs hinterläßt er noch eine SSwester, Frau Jennie Colb, die mit ihrer Tochter bei ihm wohnte. Außerdem hat er noch zwei Nichten, Töchter der Frau Anna Chamberlain, einer dritten Schwester. Sein Vater starb 1835 und ist hier beerdigt. Dieser hinterließ Eigenthum im Werthe von $1 1,000, wovon Stratton $2500 zukamen. Er verbrauchte diese Summe als Prospector. Von seinem Streite mit seinen Angehörigen, und seinem weiteren Leben ist hier schon ausführlich berichtet worden. Er soll $15,000.. 000 hinterlassen haben. Ein Testament hat er gemacht. Im Ganzen hat er sieben Verwandte.
H a l b i r t. G o s h e n. Der dreißigjährige buckelige James H. Hayden wurde bei Ligonier von einem Frachtzuge der Lake. Shore Bahn überfahren und buchstäblich in zwei .Stücke zerrissen. Die Räder von zwanzig Waggons waren über ihn hinweggegangen. Neue Wage n-F a b r i k. E v a n s v i l l e. Die Hercules Buggy Co." erwirkte in der Recorder'5 Osfice ihre Jncorvorations Papiere. Die Gesellschast wird hier eine Fabrik etabliren, in welcher 300 Arbeiter Beschäftigung finden werden. Brovn County's Weißkappen. N a s h v i l l e. Matt. Sturgeon, welcher erst vor Kurzem von Weißkappen gezüchtigt wurde, hatte die Verwegenheit nach seinem alten Wohnort in diesem County zurückzukehren. Die Weißkappen erschienen auf's Neue, holten ihn aus dem Bett, banden ihn an einen Baum, und züchtigten ihn auf seinem entblößten Rücken in barbarischer Weise. Hierauf befahlen sie ihm, unverzüglich das County zu verlassen. Er ist beschuldigt,-Diebstähle begangen zu hadm".'.." . Die Louis ville Vieh. V e . . - Ins pe ct lon.. Louis ville, 16.. Sept. ,Bon welcher Bedeutung d!e Inspektion von Vieh in Louisville ist, zeigt der Umstand, daß in der Zeit vom 4. Dezember 1901 bis zum Schlüsse des städtischen Fiskaljahres am 31. August 1902 in den Bourbon Viehhöfen 172,231 Stück Rindvieh, 1,014,210 Schweine, 396.744 Schafe und 13,627 Kälber inspizirt wurden. An jedem Morgen wird alles zum Verkauf angebotene Vieh einer genauen Untersuchung durch den städtischen Viehinspektor unterworfen, und wenn immer ein Thier Spuren, von Krank- - heit zeigt, wird ihm eine MetallPlombe angehängt, und es kommt in eine Quarantäne - Abtheilung. Dir Bundes'Viehinspektoren nehmen dann an den Verschlügen Aufstellungen, um auf einzelne Stück Vieh aufzupassen, die am Morgen vielleicht übergangen worden sein könnten. ' Auch in dem Falle, daß diese Inspektoren Vich beanstanden sollten, kommt das letztere in die Quarantänehöfe. Um halb zwölf Uhr wird alles Vieh aus den Quarantänehöfen, wenn die Eigenthümer es nicht entfernt haben, geschlachtet, und es werden dann in jedem einzelnen Falle Postmortem-Un-tersuchung angestellt. Findet sich ein Stück Vieh frei von Krankheit, so wird das Fleisch zum Verkauf herausgegeben, zeigt es sich aber, daß das Vieh krank gewesen ist, so kommt der Cada ver in eine Abdeckerei, um zu Dünger'mitteln verarbeitet zu werden. Die Inspektion Seitens der städtischen Jnspektoren Dr. C. A. Miller und Geo. W. Humbert ist eine sehr strenge und nur selten kommt bei der Nachlese" Seitens 'der Bundes-Viehinspektoren etwas heraus. Während der langen Stunden, wenn wir an Hüslenschmerzen lei. den, sollten wir nicht vergessen, daß St. JakobS Oel in taufenden von Fällen prompt geheilt hat.. . . .
