Indiana Tribüne, Volume 26, Number 17, Indianapolis, Marion County, 11 September 1902 — Page 1
flVff nllll nlIVfl nT? v 1U liMA l-lv
5g o fj oo H'tiuivsf lp
f5s!tfÄ4es3issg fl Tazc und g S . Sonntagsblatt fj lOe pcr Woche. tt9S95SSSS6989S9 IJSSSSS?1 $ Cr.i.tp, li S f S Sonntagsblatt 2 C) &10c$cr Woche. iyo i LSSSLSLSLSLSLSL
vsyx lKyH
- Grsctieint seden Nartzmittag. , Jahrgang 2tt Indianapolis, Ind., Donnerstag, 11. September 1902 No.17. "" , " i i
Selbstmord einer jungen Frau.
in Sturz aus dem Fenster mit tödtlichem AuZgang. Ada Shea, die 30-jährige Gattin -von Mathias Shca machte heute Vormittag ihrem Dasein in entsetzlicher Weise ein freiwilliges Ende. Sie stürzte sich nämlich aus dem Fenster ihrer im zweiten Stockwerk des Hauses No. 213 Qft Court Straße belegenen Wohnung kopfüber auf's Straßenpflafter herab und erlitt einen Schädelbruch. Dr. Foreman vom Dispensanum ord- ? ii.c..:r.t.nMA vsf Xm Crtfht I UCUIH"""' V"IVtäte an, woselbst sie l wieder ZUM CT . T 1 r f . u 1 Lim Vvt. ICotlltt. fl" 8"u' ' r" II"" ame 'aqoarn oeyaupien, juu ic . v,. nr. , , , v . . . i rrr v:. i . nf r I Frau stark getrunken und ihrer Ansicht, , r rt . i nach die That m einem Anfalle .. m f r-T. V ' , I auserwaynnnn eiinum xremens; begangen haben. Von Stimulanzen jeder Art soll sie eine Freundin gewesen sein. Ihr Gatte, mit welchem sie m Unfrieden gelebt haben lou, yane emra Stand aus dem Markte. Das Gerücht, daß sie von irgend Je. mano ylnaogeuurzi nuwe, -. rt -li . JCI.V OQ . I , . n ... ... l . 1CC1 I w ms yeue aazmiiiag noa je -ocgründung. fz: Jrtr,s,rtf,nXZ,.. ..st..... y JUrnie Die Straßenbahn. Gesellschaft hat beschlossen schcn in nächster Zeit östlich von der W. Washington Str..Bewebs. ... r..crn m L.... lianon eine groagen-eutt,e uuui zu lassen. Dieselbe wird eine Bodenflache von yu.uw uuaoraitUB yaoen v . m i. r - r " r-rv nr 3 1 I und die Bedürfnisse für 250 Cars ent halten. Aord-Amerikauischer TurnerBund. 2er erste Sprecher hat die Ausschüsse ernannt. Herr Hermann Lieber, der Präsident des Vororts des Nord-Amerikanischen Turnerbundes hat folgende ständige Ausschüsse ernannt: Technischer Ausschuß Hugo Fischer, Henry Moesch, Henry Suder (Chicago) Cuit Toll, Georg Vonnegut. Ausschuß für geistige Bestrebungen Robert Nix, Peter Scherer, Theodor Stempfel. Ausickttü für ?minar,Ann?lelien bei.en-Cha.les E. Emmerich. Nix, Philip Rappaport, Theodor ..?.s ,.. 7i:,s: m.,. "'"Vl" Mw ü" vii4vat.. Finanz . Ausschuß-Armin Bohn, Albert Metzger und Franklin Vonne gut. Ausschuß für Gesetze: Fred. Merz, Phil. Rappaport und Peter Scherer. Diese Ausschüsse sind ersucht, sich am nächsten Samstaa Abend im Deutschen Hause einzusinden, um sich zu organi- ' " pren . Liebe uud Gesetz. Vergebliche Versuche eineZ Paares auö Ein. cinnati, sich eine Heirathslicenz zu er irken. Ein Liebespaar aus Eincinnati machte am Mittwoch Vormittag verzweifelte, aber vergebliche Anstrengungen, in In diana eine Heirathslicenz zu erlangen, m t r l. c rs. eioen sanoen ncy gegen v Uyr bei dem Heiraths-Elerk Georg Fate ein, der ihnen klarlegte daß sie eine dritte Xr&m erfuhr, daß das Mädchen in Eincinnati ortsansässig sei. verweigerte er trotz al ler Bitten die Ausstellung der Licenz, er c.:.tssri: At.M mtl.. viH uwu iyt rn auf 11, bezw. 26 Jahre an, worauf der Clerk meinte, eine Frau in diesem Alter sollte man selbst in Ohio heirathen lassen. Das selt ame Paar, das keme Na men nannte, versuchte in Greenfield gleichfalls vergeblich, seinen Zweck zu erreichen. rS-Die Wahrheit ist, das die akuten neuralgischen Schmerzen im heißen Sommer. einen An all von Krankheit bedeuten. Um dieses zu verhindern, gebrauche man sofort St. Jakobs Oel, ein promptes und sicheres Heilmittel. .
Aus den Gerichtshöfen.
Keine Vergnügung s reise. Heute Nachmittag gegen 3 Uhr dampfte der Gefängniß Jnspector Job Kartz. unterstützt von dem blondgelocktesten Jüngling, welchen er in ganz Marion County auftreiben konnte, nämlich Herrn Nickolaus Bernardimit den zu 1 bis 3 Jahren Zuchthaus verurtheilten Spitzbuben Hgrry Williams und Joe Moore, nach der Strafanstalt in Michigan City ab. S e b r s ch n e 'l ! e I u st i z. v f l e a e. ,.:,, m 02 &htrmitr tnirh htr GallinmördttZ Copmhaver w ,ur Verhandlung gelangen (Stftlsnm.ift (HiirfflSfimiS MfB ' ? I ' . K w . imv m, ivivv Vktt t mmi vvtiktii v.mv .... WnrhfmT,, h,m v i vivvi etrtf ntät eirtcuM. - " . gber soll der Prozeß gegen . etoaiilhina und Euaene McGinzZ, welche derErmordung desJtalieners ph. ompitello von den Großgeschwo. tfnfn aller Wahrscheinlichkeit nach an aMaai werden, besinnen. ?ln diesem . ' fti h b Staatsanwalt durch den Anwalt Henry Spaan vertreten sein. derselbe ist von der italienischen Colo--naaairt worden. Als Mitver. klagte werden Lizzie Spaulding, Mar. . mz. ... rt Bni(fnn lftVftMVftW V WIV Die Krokaesckworenen werden diese Anklagen in ibrem Berichte am Sams ... eth h ie haben eine große Arbeit zu bewältigen, denn nicht weniger als 63 " " Anklagen haben sie zu untersuchen, m thätlichen Angriffs wurde AI. um n unb mm straft. ' D ' ' In den Fällen der unter der Anklage des thätlichen Angriffs stehenden Wm. Starks und Asher Jewell entschied der Richter, daß er am 12. d. Mts. seine Entscheidung abgeben wolle. Diamanten aber kein Geld. Die Juweliere Cribben und Gray verklagten heute NicholaS Lux, den Geschäftsführer des Oneida HotelS auf Zahlung von &50. Derselbe hatte bei ihnen einen Dia mantring auf Abzahlung gekauft, aber das Abzahlen total vergessen. Daher die Klage. Bankerott Im Bundesgericht meldeten sich heute bankerott: Jesse H. Crousevon von Anderson, . tiv $2100; Clinton H. Cunningham Ulm, v "u fe. Mv ItrtMU l Idtr HTMttoA Uinio cn.rn AfWsti V - - William i n n ' s Prozeß. Nachdem Wm. C. Linn, der Eisen bahn'Angestellte der Big Four Bahn gesellschaft, welcher angellagt ist. Diebstähle in wahrhaft großartigem Maßstabe begangen zu haben, vordem (. . im t! f- - Pviizelrlqler ein kurzes eryor zu oe stehen hatte, wurde fein frau aus nach "cn Montag Nachmittag verschoben. - In femem Besttz wurden mcht wem als 20 Tonnen Kohlen gefunden welche er angeblich von der Gesellschaf ntttnhUn hnhtn fnfl. mf v v vf Nieten in der Ehestands Lotterie. osevbine S. Atberton wünscht von ihrem Gatten Charles geschieden zu werden. Das Paar ist seit elf Jahren ' ' verhzirathet und seit zehn Jahren mußte sie selbst für ihren Unterhalt Sorge tragen. Sie ersucht, ihren Mdch n Robertson wieder sth. xtn 5" dürfen, Ulysses Turner hat nicht mehr viel übrig für feine Gattin Callie, trotz tyrC3 hub cyen Vornamens und er ver. R. rtl,c "Tt r 1 . " Grund ist, daß sie einen Andern noch lieber hatte als ihn und daß die luftiae Cbehälfte mit dem Geliebten nach h,r vninhinm tslM öbdslmhf. . . . . x Geschieden. Richter Allen bewilligte heute m nach fahtn'hm Bällen di Sckeiduna: . hnn csnhf;s a. . " " " J. z van o vo race A. omstocl; ste darf ihren Mäd l chennamen Spohr wieder führen. .
Nnfalls-Chronik.
Das Pferd nard unruhig. Die 49-jährige Frau Louise Bowermith von No. 317 N. State Straße wurde gestern Nachmittag aus der Wohnung des Groceristen Berger an 13. Straße und Columbia Ave. per Kutsche in ihre Wohnung geschafft. Dort hatte sie nämlich Pflege gefunden, nachdem sie an jener Ecke infolge einer Collision ihres Buggys mit einer um die Ecke biegenden Car auf die Straße geschleudert und am Kopse und Körper ehr schmerzliche und nicht ungefährliche Verletzungen erlitten hatte. Der Un fall war ein sonderbarer, denn er wurde dadurch herbeigeführt, daß das Pferd, das ruhig vor die Grocery gestanden hatte plötzlich das Fuhrwerk zurück und gegen die um die Ecke biegende Car schob. Nach der Unthat brannte das Pferd durch und wurde erst nach langer Suche von der Polizei wiedergefunden. An Merill und East Straße collidirte gestern James Crawsord, ein 15-jähriger Knabe sammt seinem Zweirade mit einem anderen Fuhr werke und wurde niedergerannt. Er war so betäubt, daß er nicht einmal eine Beschreibung des Fuhrwerks geben konnte, doch erholte er sich im Dispen sarium wieder soweit, daß er allein den Heimweg antreten konnte. Schwer verletzt ist James nicht. Internationale Ingenieurs Union. P i t t s b u r g, 11. Sept. Die internationale Union der Ingenieure stationärer Dampfmaschinen, welche hier gegenwärtig ihre Jahres'Konvention abhält, hat sich geweigert, die von der Cincinnatier Union No. 18 abge sandten Delegaten anzuerkennen oder ihnen Sitz und Stimme zu erlauben. Diese Union wurde bekanntlich wegen des Lockouts in den dortigen Braue reien auf Befehl der amerikanischen ArbeiterFöderation vom Cincinnatier Central Labor Council suspendirt. Die Delegaten verließen gestern sofort Pittsburg. Wie man sich erinnern wird, weigerten sich die Ingenieure in den Cincinnatier Brauereien, die Ar beit niederzulegen, sie verlangten, daß ihre Union von der der Brauerei-Arbei ter anerkannt werde, und beriefen sich in Ihrer Weigerung, den Betrieb einzu stellen, auf den Umstand, daß sie einen fünfjährigen Kontrakt mit den Braue reibesitzern abgeschlossen hätten. Der Lockout damals war das Resul tat eines bitteren JuriSdictionskampfeS zwischen den Brauereiarbeitern und den Maschinisten. Präsident Gompers von der Amerikanischen Föderation wurde als Schiedsrichter in dem Streite gewählt, und seine Entscheidung ging dabin, daß die Maschinisten in den Brauereien Jurisdiction haben und nicht unter der Controlle der Brauerei ArbeiterUnion stünden. Hanna's CampazneTour. C l e v e l a n d . )., 10. Sept. Senator M. A. Ixina macht im Herbst eine Wahlreise durch denStaat. Die Einzelheiten sind noch nicht festgestellt. Redner von nationalem Rufe sollen Hanna begleiten. Wieder einer. St. Joseph, Mo., 10. Septbr. George W. Schoemaker, ein hervorra gender Anwalt und Politiker, wurde heute zu ,10 Jahren Zuchthaus wegen Unterschlagung von Schulgeldern verurtheilt. Das Organ des Afrikander Bun des, die Southafrican News", veröffentlicht das Programm desselben. Es fordert ein einiges freies Südafrika, gleiche Rechte aller Weißen vom Kap bis Sambesi, Unabhängigkeit wie Ca naoa und Australien, Regierung nicht durch das Londoner Kolonialamt, son dem durch ein freigewähltes Parla ment. Werden diese Forderungen er füllt, so könne England blindlings auf die Loyalität aller Afrikander und Buren rechnen ; errichte England aber künstliche Grenzen und gestehe nicht gleiche Rechte und Unabhängigkeit Süd afrikaS als Ganzes zu, so entfremde es sich entgiltig das Afrikanderthum.
Im Kreise froher Zucker
d ä ck t r. Eincinnati, 11. Sept. Die National Vereinigung der BäckereiBesitzer, welche zur Zeit hier ihre Iah res-Convention abhält, hat heute fol gcnde Beamte nominirt, aus deren Reihe die Herren gewählt werden sol len, welche die Geschicke des Verbandes im laufenden Jahre zu leiten haben werden : ' Präsident Frank R. Shepard von Boston. Mass. Herr Shepard ist der jetzige Schatzmeister. Vicepräsidenten William M. Re gan, Minneapolis; William Frey hofer, Philadelphia; George S. Ward, Pittsburg; Albert White, Baltimore; B. H. Howard Smith, Kansas City ; August Junge, Joplin, Mo.; Martin Simon, Eincinnati; W. H. Collins, Buffalo; W. F. Geller, Ft. Wayne ; Joseph Reuthcr, New Orleans; Louis Schmalz, Hoboken; John B. Nasmith, Toronto; Henry Hild?brand, Brook lrn. Sekretär Henry R. Clissold von Chicago, der jetzige Sekretär. Schatzmeister Charles E. Abbott von New ort und (b. li. Billings von Valparaiso, Ind. Ter Rest der Sitzung war Vorträgen gewidmet, und es standen deren Yler auf dem Programm. Herr August C. Junge von Joplin, Mo., behan delte das Thema : Welche Vortheile können einem jungen Mann geboten werden, um ibn zur Erlernung des Bäckerandwerkes zu veranlassen ? Feuer, Verhütung von Brandschaden und Feuerversicherung behandelten die Herren Frank R. Sbepard von Boston und Wm. M. Regan von Minneapo lis. Den vierten Vortrag hatte Herr Henry Wagner von Detroit geliefert. der über die Möglichkeit der Abschaf fang der Nachtarbeit in Bäckereien sprach. Die Vorträge, welche mit vie lem Fleiß und Sachkenntniß auöge arbeitet waren, gaben zu erheblichen Debatten, Anlaß, besonders die Vor träae über Feuerversicherungen und Brandschäden. Es wurde hanptsächlich betont, daß Bäckereibesitzer enorm hohe Versiche rungSraten zu bezahlen hätten, obgleich das Risiko nicht größer sei, wie in an deren Gewerben. Um diesem Uebel stände abzuhelfen, wurde die Gründung einer Feuerversicherungs-Gesellschaft aus Gegenseitigkeit angeregt, und der Vor schlag fand dermaßen Anklang, daß ein Comite eingesetzt wurde, welches sich mit der Angelegenheit näher befassen und sogleich Schritte zur Verwirklichung der Idee ergreisen soll. Am gestrigen Abend waren die De legalen und Mitglieder nebst ihren Da men die Gäste bei einem Diner, welches Mayor Fleischmann ihnen zu Ehren im Zoologischen Garten veranstaltet hatte. Ein großer Strike in Chi c a g o. Chicago, 11. Sept. Alle Union Fuhrleute von Swift & Co. etwa 150 Mann gingen um Mitternacht an den Strike. Es wird befürchtet, daß derselbe weittragende Bedeutung annehmen wird. Bauerlaubnißschein e. I. M. Shearer, 429 W. Ohio, Back fteingebäude, $1000. L. Nicolia, Beville, nahe 12., 2 Cottages, S1000. E. R. Risey, 1210 Oliver, Anbau, S400. Hannah Furnas, 1-123 Cen tral, Anbau, $200. A. C. Cyres, 1401 N. Senate, Umbau. S900. F. M. Willis, 216 Trombridge. Cottage, $400. I. S. Motherhead, St. Foe nahe Alabama, hölz. Wohnhaus, H4100. F. C. Smock, 17. und Shel don, hölz. Wohnhaus, $3600. N. F. Owing, 323-327 W. 17., Repara turen, $118. Pauline Morgan, Eng lish nahe Harlan, Cottage, $900. I. W. Wands, 1417 Pleasant, Repa raturen, $300. W. P. Meyers, 23. und 24 O. Süd, Anbau, $1500. Deutsche Kirmeb. Veranstaltet am Sonntag, 21. Sept., im Germania Park, vom Germania Park Verein. Ein echtes, deut sches Volksfest. Anfang 10 Uhr Vormittags.
Nachrichten aus Jndiana.
,Gas Belt Bottle Mfg's. Association." Anderson. Hier ist am Mitt woch die Gas Belt Bottle Msg's. Ass'n." organisirt worden. Mit Aus nähme von Edward Wilcox von Lapel war jede GlaLflaschen Fabrik in Jndiana vertreten. Gegenseitiger Schutz ist der Hauptzweck der Bereinigung. Es wurde beschlossen vom 1. October an eine Preiserhöhung von 10 Prozent eintreten zu lassen. Selbst mit diesem Preisaufschlaa sind die Preise für Glasflaschen seitens der Jndiana Fabriken noch niedriger als wie sie von den Glashütten in anderen Staaten bezogen werden können. DieMutter opferte sich für ihr Kind. Marion. Daß es nicht größeres. nicht selbstloseres giebt, als die Mutter liebe, ist hier auf's Neue bewiesen worden. In dem Ösen der Küche in der Wohnung der Frau Maude Croß entstand auf irgend eine Weise eine Explosion und dieselbe war eine solch heftige, daß die Frau aus den Hof geschleudert wurde, während zu gleicher Zeit das ganze Hintergebäude in hellen Flammen stand. Da erinnterte sich Frau Croß, daß sich ihr zweijähriges Kind in dem brennenden Hause be fand. Sofort lief sie in dasselbe hin ein, und es aus den Armen nehmend schützte sie dasselbe, mit ihren Kleidern vor den sie umzüngelnden Flammen, welche ihren Weg in's Freie hemmten. Ihrem Gatten und ihrem Bruder gelang es schließlich mit eigener Lebens gefahr sie aus ihrer entsetzlichen Lage zu befreien. Sie selbst hatte aber, in dem sie ihr Kind mit ihren Kleidern be schützt? solch schwere Brandwunden er litten, daß sie denselben wenige Stun den später erlag. Ihr Kind war unversehrt davongekommen. Col. Huffmann im Sterden. Anders n. Col. W. W. Huff mann, der bekannte Politiker und Clerk des vorjährigen Staats-Senats liegt im Sterben. Seine Aerzte sind der Ansicht, daß er den heutigen Tag nicht überleben wird. Democratische Versamm l u n g. Evansville. Die Demokraten von Gibson und Posey Counties hiel ten heute in Ft. Branch in Gibson County eine Convention ab, um einen Staats-Senator, einen 'Staatsanwalt und einen Kreisrichter zu nominiren. Als Senator für beide Counties er hielt John D. Röche, Herausgeber des Mt. Vernon Democrat die Nomina tion. Nominirt wurden ferner Wm. Espenscheld für Staatsanwalt und Richter O. M. Welbron von Princeton für Richter. Er hat dieses Amt bereits seit dreißig Jahren bekleidet. E i n e n e u e E l k s-L o g e. H un tington. Die Elks haben hier heute eine Loge mit achtzig Mit gliedern organisirt. Den Jnstalla tions-Feierlichkeiten wohnten Delegaten von Bluffton, Wabash, Marion, Warsaw und Ft. Wayne bei. Feuer in Kokomo. K o k o m o. Im Maschinenraum der Kokomo Gelbgießerei brach letzte Nacht ein Feuer aus, welches einen Schaden von $9000 anrichtete. Durch Versicherung gedeckt. Ticket der Socialisten. C o l u m b u s. Die socialistische Partei hat auf ihrer gestern Abend abgehaltenen Convention folgendes Ticket aufgestellt : Congreß-Repräsen tant für den Vierten District (Counties Brown, Jackson, Bartholomew, Jen nings, Jefferson, Ripley, Dearbom, Ohio unb Switzerland) Thomas McDonough von Dearbocn County, Senator für Bartholomew und Deca tur Counties Thomas Füller von Bartholomew County ; Staats Anwalt I. C. Stout von Decatur County. Zwei Einbrecher im Hause. Terre Haute. Die Familie des Wirthes Charles N. Murphy. in No. 532 Süd 4. Straße wohnhaft, wurde
heute früh um 4 Uhr in nicht geringe Aufregung versetzt, indem sie durch ein Geräusch auf der Treppe, welche zum zweiten Stockwerke führte, aufgeweckt
wurde. Frl. Werner war die erste, welche den Spektakel hörte, und sie rief hrem Schwager Murphy zu, welcher aus dem Bette sprang, einen Revolver ergriff und gerade zur Zeit hinzu kam. um m seben. wie zwei Mnn?r an? einem Hinterfenster sprangen und durch den Hinterhof im Dunkeln verschwan den. Herr Murvbv feuerte einen Schuß nach den Einbrechern ab; wahrscheinlich aber vergebens, denn keine Spur von denselben konnte gefun den werden. Die nächtlichen Beiucber mußten sehr kaltblütig gewesen sein. denn eine kleine AlarmUbr. welche , , ? auf einem Wandschrank g:standen hatte, wurde, in ein Stück Teppich gewickelt, unter einem Ofen gefunden. Vermißt wird aber gar nichts. Eintritt zu dem Hause hatten die Ein breche? dadurch fertig gebracht, daß sie einen Fensterladen aufbrachen und das Fenster hoben. Die Bewohner in der stillen Nachbarschaft wurden durch den Revolverschuß in nicht geringe Aufregung versetzt. Schreckliches Ende. Anderson. Alonso Voung, ein Inspektor der Big' FourBahn, wurde gestern von einem nördlich fahrenden Passagierzug getödtet. Vom Koblenstrike Gebiet. Wilkesbarre, Pz., 11. Sept. Präsident Mitchell hat aus Harvey's Lake, woselbst er den gestrigen Tag zubrachte, telephonirt, daß er am Samstag mit Gouverneur Stone in Harrisburg eine Conferenz haben würde. Dieselbe kann unter Umstän den von weittragender Bedeutung sein. Bon der Legislatur inOhio. Columbus, O., 11. Septbr. Unter denen, welche am Mittwoch vor dem Codex-Comite erschienen, befand sich auch Mayor Tom L. Johnson von Cleveland. Derselbe sagte : Das schönste Denkmal, welches die Legislatur hinterlassen könne, würde ein Codex sein, für den jedes Mitglied beider Häuser ohne Zögern eintreten würde. Parteifragen sollten absolut keine Rolle spielen. Home Rule würde jeder Stadt das Recht geben, sich ihre eigene Regierungsform auszusuchen und zu bestimmen und später könnten die Resultate verglichen werden Er meinte, die Vereinigten Städte von Amerika" seien im Entstehen begriffen. Von den Städten kämen Wandalen und Hunnen, welche unsere Civilisa tion zerstören würden. Die Legislatur bereite Gesetze vor sür eine größere Anzahl Leute, als von der ursprüng lichen Konstitution der Ver. Staaten in Betracht zu ziehen waren. Herr Johnson trat für ein striktes Civil dienftgesetz ein. Mit Bezug auf die Freibrief-Klauscln sagte er, der Codex des Herrn Nash erschwere die Konkur renz auf dem Gebiet von Straßenbah nen. Cm Freibrief solle vor Allem nicht eher Giltigkeit haben, als bis das Volk darüber abgestimmt habe. Für die Drei Cents Fare" trat Herr John son natürlich auch ein. Ein Dorf von Flammen zerstört. M o n t i c e l l o, Ind.. 11. Sept. Das etwa acht Meilen von hier belegene, etwa 950 Personen zählende Dors Aeoman wurde durch Feuer fast total zerstört. Wie dasselbe entstanden ist, ist noch ein Räthsel. Die Monticello Feuerwehr wurde um Hülfe angeru fen, allein sie kam zu spät, denn eine Anzahl Häuser wär den Flammen be reits zum Opfer gefallen. Zum Waisenfest. Alle, welche Eßwaaren zu dem Wai senfest am nächsten Sonntag beizu steuern wünschen, sind gebeten, solche bei Frau Cath. Nottmeyer 525 Oft Ohio Straße, bei Frau Wm. Rathert, 735 S. Meridian Straße, bei Frau Wm. Weiland 1001 S. Meridian und bei Frau August Aldag 1129 Ost Washington Straße abzuliesern, von wo aus die Sachen von Wagen abge holt werden. Ein reichliches Geben wird von den Damen freundlichst ge wünscht.
