Indiana Tribüne, Volume 26, Number 14, Indianapolis, Marion County, 8 September 1902 — Page 1

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- - Erscheint jeden Nachmittag. , Jahrgang 2 Indianapolis, Ind., Montag, 8. September 1902 No.14.

Mord.

Die jugendliche Frau Ora Coppenhaver von ihrem Gatten erschossen. Der Thäter in Haft. Cra Coppenhaver feuerte heute Nachmittag, von grenzenloser Eifersucht getrieben, auf seine Gattin vier Schüsse ab. Tödtlich getroffen sank dieselbe zu Boden. Sie war 20 Jahre alt und die Tochter von Jeffe Fergason, in dessen Hause an der N. Davidson Str. No. 503 sich die Mordthat ereignete. Der Mörder, welcher erst 26 Jahre alt ist, und bald nach der That verhaftet wurde, erklärte, daß er glaubte, daß seine Frau ihm untreu war, und aus diesem Grunde habe er die That aus geführt. Am letzten Freitag kehrte er aus Montpelier, Ind., woselbst er seit den letzten sechs Wochen in seinem Beruf als Glaser thätig gewesen war nach hier zurück. Seit jenem Tage hatte er ununterbrachen das Haus seiner Schwiegerel tern bewacht und sowohl in der Samstag als auch in der letzten Nacht erschien er plötzlich in dem Hause, weckte seine Frau und theilte ihr mit. daß ihr letz tes Stündlein bald geschlagen hätte. Hierauf verschwand er ebenso plötzlich, wie er gekommen war. Den ganzen Vormittag trieb er sich heute in der Nachbarschaft des iFerga son'schen Hauses umher. Nachdem er zum dritten Male in einer Wirthschaft eingekehrt war, ging er in das Haus und verlangte seine Frau zu sehen. Als dieselbe auf der Thurfchwelle erschien, feuerte er die Schüsse auf sie ab und sie sank, blutüberströmt, zu seinen Füßen nieder. Ihre letzten Worte waren : Mein Gott, Mutter, er hat mich getodtet". Nach dem ersten Schuß, wodurch sie im Nacken verwundet wurde, bat sie ihn. nicht noch einmal zu schießen. Nur einen Augenblick besann er sich und dann feuerte er die Schüsse ab, welche den Tod der Frau herbeiführen sollten. Die That ereignete sich vor den Au gm des Töchterchens des Ehepaares. Frau Ferguson und der Schwester Frau Etta Taylor. Nachdem der Mörder eine kurze Strecke gelaufen war, gab er die Flucht auf und er ließ sich von zwei Man nern, welche ihn verfolgt hatten, festnehmen. Bald darauf wurde er vom Polizei ches und Sergeant Eoblin verhastet. Er-Mayor AmeS vnnscht in Jndiana zu practiziren. Dr. A. A. Ames, Ex-Mayor von MinneapoliS hat bei der Jndiana Staats-Behörde für ärztliche Prüfung v m. va r . r. . X. cvr..o uao neai iranon oas vseiu um ÄUsstellung eines Certisicats eingereicht. um im Staate Jndiana practiziren zu können. Es ist ihm die Stellung des Chefarztes des West Baden Hotels an geboten worden. Trotzdem'Dr. Ames, welcher seit 1833 in Minnesota eine ärztliche Praxis betreibt, als ausge zeichnete? Wundarzt bekannt ist, zögert die Behörde doch, . ihm das Certisicat auszustellen, da hinsichtlich seines mo rall en yaracters rnrnt alles rem sein soll. Er mußte bekanntlich sein Amt als Mayor aufgeben, da er der Bestechung beschuldigt wurde. Er hatte in Ge meinschaft mit seinem Bruder, welcher Polizeichef war, Spieler Zund anderes Gelichter gegen Bezahlung vor Polizei licher Verfolgung geschützt. Gegen den Faustkampf. Lou i s v i l l e, Ky., 8. Septbr. Sämmtliche Geistlichen der Stadt haben gestern von der Kanzel herab angekündigt, daß in dieser Woche eine MassenVersammlung stattsinden werde, in welcher gegen die Abhaltung des Faust, kämpfe- zwischen McGovern und Young Corbett protestirt werden soll. Gouverneur Beckham wird aufzefordert werden, den Kampf zu verhindern.

Necontre mit einem Einbrecher.

Ein beherztes junges Mädchen. Frl. FranceS Dissette v. Albion, Mich. welche sich zur Zeit in dem Hause ihres Oheims James L. Dissette an der Park Ave. No. 1210 aufhält, wurde um 2 Uhr Morgens durch irgend ein Geräusch aus dem Schlummer geweckt, Sie richtete sich im Bett auf, konnte aber Niemand sehen. Wieder hörte sie etwas verdächtiges, und es kam ihr vor als ob jemand sich 'in ihrem Garde-roben-Cabinet bewegte. Sie glaubte zunächst, daß ihre Mutter sich in ihrem Zimmer befand. Als sie auf ihre Frage Mama, bist Du hier?" keine Antwort erhielt, stand sie auf, ohne daß ihr noch der Gedanke gekommen war, daß ein Einbrecher sich in ihrem Zimmer befinden könnte. Sie hatte kaum wenige Schritte gethan, als plötzlich ein Mann auf sie zugesprungen kam. Sie fiel nicht etwa in Ohn macht und verlor auch nicht die Geistesgegenwart, wie es vielen anderen jungen Mädchen wohl passirt wäre, sondem ihr erster Gedanke war, den Burschen mußt du fangen" und so versuchte sie ihn festzuhalten, zugleich aber rief sie ihren Bruder herbei. Der Einbrecher lief davon, öffnete die Frontthür und verschwand. Hierauf wurde eine Durchsuchung des Hauses vorgenommen und dieselbe ergab, daß der nächtliche Besucher eine goldene Uhr als Andenken mitgenommen hatte, Frl. Dissette ist 22 Jahre alt und eine Graduirte des Albion College, Michigan. Derselbe Bursche hatte ebenfalls dem Wohnhause von Joseph Allerdice, Park Ave. 1212, einen Besuch abge stattet. Als derselbe in das Zimmer von dejjen Mutter trat, erwachte diese und sie schrie laut um Hülfe, worauf der unaebetene Gast verschwand. Er hatte in dem Hause ebenfalls nichts von besonderem Wertbe erbeutet. Großmutter mit 33 Jahren. " I R. E. Van Sickle meldete, daß seine 17-jährige Frau ihn mit einem Töch. terchen beschenkt hat. Die Mutter der jungen Wöchnerin ist 33 Jahre alt. on der Familie wird man woyl nach 17 Jahren auch singen können: Urahne, Großmutter, Mutter und . ü i INS. Arbeiter-Tag Comite. Inder am Sonntag abgehaltenen Sitzung des Arbeiter Tag - Comites wurde berichtet, daß die Total'Einnahmen sich auf 51415.60, die Ausgaben sich auf $1200 beliefen. DaS Druck. Comite wird an das Executive-Comite etwa $500 auszahlen können. Letz teres wird am nächsten Freitag seine Schlußsitzung abhalten. Personal Notizen. Herr Harry Russe. Sohn des Herrn Henry Russe, ist von seiner wackeren Gattin mit einem prächtigen v , jungen oem Kronprinzen oe- ... lajenu woroen. u gerne niepoan, oer Ir - . W abgezeichnete Künstler in Elfenbeinr x. ? i ? . t y i . r? . r iqnißercien, weiter vor eiwa neoen Fakiren in biesiaer Stadt ansässZa und Mitglied des 9rUam war. i,kt ' t"i-a-- I -1 I o aber in St. Louis ansässig ist. hat r. .j , f v seinen vielen hiesigen Freunden einmal wieder seinen stets willkommenen Be. suck abaestattet. Herr Georg Bernardi aus Elwood erfreute gestern seinen Bruder Peter NickolauS Bernardi, welchen er seit sieben Jahre nicht gesehen hatte. mit seinem hochwillkommenen Besuch. Herr Fred. W. K o e ck e r U der allezeit liebenswürdige und zuvorkommende Agent der German Fire Ins. Co.", ist von seiner zweiwöchentlichen Ferienreise, welche ihn nach den Ufern deS Erie und Michigan Sees führte, wohl und munter und gebräunt wie eine Rothhaut wieder zurückgekehrt, Herr August Schergens ist ist überglücklich, denn seine brave Frau hat ihn heute Morgen mit einem Pracht Mädel beschenkt. , .

Aus den Gerichtshöfen.

Eine Rose mitvielen Dornen. Robert W. Underhill muß den An. gaben gemäß, welche in semer heute eingereichten Scheidungsklage gegen seine Gattin Rose entHallen sind, in seinem ehelichen Zusammenleben mit dieser Rose ein dornenreiches Leben gehabt 'haben und zu gleicher Zeit ein großer Schwachmatikus sein, Zwölf volle Jahre hat er die brutale Behandlung, welche ihm seine Gattin zu Theil werden ließ ertragen und erst dann riß ihm der Geduldsfaden. Sie soll beständig zum Zanken aufgelegt ge wesen sein und ihm alle möglichen Sottisen in's Gesicht geschleudert haben. Aber wenn's nur dabei geblieben wäre. Nicht nur mit Schimpfworten belegte sie ihn, sondern sie versetzte ihm auch noch Faustschläge und spuckte ihn geradezu in's Gesicht. Mehr als einmal soll sie ihm erklärt haben, daß sie den Tag verdamme, an welchem sie ihn genommen hätte, daß sie sich seiner schäme und daß sie ihn nicht liebe. Kriminalgericht. John Diron wurde des leichten Diebstahls schuldig befunden und nach der Reformschule gesandt. Wegen Einbruchs und Diebstahls sich der schon früher mit der Poli ,,i des Oetteren in Berübruna aekom mene Gauner Harry Williams verant worten und zog es vor, sich des letzteren Verbrechens schuldia zu bekennen. Er wurde zu 13 Jahren Zuchthaus der urtheilt. Chr. Martin hatte wegen thatlichen Angriffs $10 zu zahlen. Zwei Evas, welche kein Paradies hatten. Frau Eva Miller wünscht von ihrem Gatten Frank geschieden zu werden. Das Paar vermählte sich im Juni 1880 i . . . und lebte bis zum September 1899 zu sammen. In brutalster Weise soll er c . ii .1 e .n r i 1 . ne oeyanoen yaoen. ou lyr icyiag fertige Beweise seiner Liebe gegeben und ihr sogar hin und wieder die Kleidrt vom Leibe gerissen haben. Sie verlangt $1000 Alimente und zum unterhalt der beiden der Ehe ent sprossenen Kinder S200 jährlich, ran km Trowbridae will ihm I kn? 5. rau luus wuii iiifciii vyumii vuuiuci, iiu welchem sie vor 30 Jahren verheirathe wurde, jetzt endgültig nichts mehr wis sen. Seit 16 Jahren lebt sie nich mehr mit ihm zusammen. Sie beschul digt ihn des böswilligen Verlassen und der Pflichtvernachlässigung. Geistesumnachtet. Der 37jährige Belgier Jacob Jado wurde dem ?irrcnbause überwiesen Er leidet an verschiedenen fixen - Ideen hat oft keine Idee, wo er sich befindet bildet sich ein, daß er ein Priester ist und thun und lassen kann, was er will. Er ist sehr ruhelos und schwer zu controlliren. Geschieden. I Minnie 23. Malen trtirit hie SAti 7" ifcm NZn!!- Mm f,,vss;rt I vx tt I rde ibr erlaubt, ibren Müd chennamen Minnie Miller wieder füh i ' n m dürfen I O, rn i n.p. " g e n o " ) e r ranoplsier I . George Boeldt, ein noch n: zugend lichem Alter stehender Bursche bekannte sich schuldig, die Scheune von Martin Reiffel, Russell Ave. No. 623 in Brand gesteckt zu haben. Er wurde nach de Reformschule gesandt Ein Feuerwehr-Denkmal enthüllt. New.Albany. Auf dem Fair view-Friedhof ist unter großen Feier lichkeiten das neue Feuerwehr-Denkma enthüllt worden. Richter Alex Bow ling, welcher früher selbst Mitglied der freiwilligen Feuerwehr war, hielt die Hauptrede. Die religiösen Ceremonien leiteten die Pastoren Hurleston und Locher. Der Feier ging eine Parade der alten Feuerwehrleute von Louis ville, Jeffersonville und New Albany voraus.

Grauenhafte That eineS Far-

bigen. Mord und Mordversuch. T e r r e Haute, Ind., 8. Sept. Während Thomas Burke und Frau im Schlase lagen, schlich sich der bei ihnen als Kutscher angestellte Farbige MathiaS Alexander in ihr Schlafzimmer und brachte dem Burke mit einem Rasirmesser derartigeSchnittwunden am Halse bei, daß er denselben nach wem gen Augenblicken erlag. Nachdem er hierauf nach der Frau eine tiefe Wunde m Gesicht beigebracht hatte, entfloh er. Der Ermordete war 40 Jahre alt und ein Bruder von Michael Burke, dem ehemaligen Präsident? der Stra enbahn- Gesellschaft. Der Mörder war seit Jahren in dem Haushalt des Burk thätig. In der letzten Zeit war er dem Cocain Genusse ergeben.' Die Glasproduction Judiaua's. Nach den Ergebnissen des Bundes Census für 1900 nimmt Jndiana mit Bezug auf den Umfang und Werth der Glasproduktion unter den Staaten der Union den zweiten Platz ein. Das in dieser Jndustriebranche im genannten Jahr veranlagte Capital betrug zwei Drittel des Gesammt-Capitals, das im Censusjahr 1880 im ganzen Gebiet der Vereinigten Staaten in der Glaspro duction angelegt war. Im Jahre 1900 entfiel auf Jndiana's Glas lnoustrle ein unstet des im ganzen Lande zur Herstellung von GlaS ange legten Capitals, nämlich S12,775,389 aus einer Gesammtsumme von $61, 423,903. Was den Staat Jndiana anbetrifft, so betrug in 1890 die Zahl der in Glaswerken beschäftigten Arbei ter3016, doch im Censusjahre 1900 waren hier nicht weniger als 13,015 Glasarbeiter beschäftigt, was eine Zu nähme um 333 Prozent ergab. Im Jahre 1890 betrugen im Ganzen die den Glasarbeitern in Jndiana bezahl ten Löhne $1,469,149, nach dem Cen sus von 1900 waren dieselben auf $7, 226,047 gestiegen, woraus hervorgeht. daß die Lage der Glasarbeiter sich be deutend gebessert hat. Im Jahre 1900 hat Jndiana ein Viertel des im Ganzen hergestellten plattirten Glases, ein Viertel des ge preßten Glase, sowie der Glaskrüge und Glasflaschen produzirt. Jndiana's Produkt von Waaren der letztgenannten Sorte stieg von Sl. 163, 064 in 1880 auf $9,045,935 in 1900 Die gesammten Glaswaaren, welche in 1900 in den Vereinigten Staaten her gestellt wurden, hatten einen Geldwerth von $56,539,712, wobei auf die Ela Produkte Jndiana's die beträchtlich Summe von 314.787.883 entfiel. Zehn Jahre zuvor, im Censusjahre 1890, repräsentirten die Glasprodukte des Hoosier-Staätes einen Werth von nur $2,995.409. Der erste Amerikaner, dem es ge lang, polirte Glasplatten herzustellen war W. C. DePauw, der Eigenthümer der bekannten umfangreichen Glas werke in New Albany. ' Es war dies im Jahre 1873. aber erst im Jahre 1879 wurde der Herstellungsprozeß derart vereinfacht und dervollkommnet, daß sich bei der Gewinnung derartigen Glases ein Profit für den Fabrikanten ergab. Die größte Fabrik der Welt zur Herstellung von Glastöpfen und Gefäßen zum Obsteinmachen hat Jndiana auszuweisen; der Werth dieser Produkte in 1900 betrug $2,106,250. Jndiana produzirte ein Viertel aller in den Vereinigten Staaten von Droguenhändlern gebrauchten Flaschen und Phiolen. Aus der vergleichenden Lohnstatistik ergiebt sich, daß die amerikanischen Glasarbeiter sehr gut bezahlt werden. Während in Belgien ein Vormann im SchleifDepartement per Monat nur, $34.74 erhält, steht ein Amerikaner in gleicher Stellung sich auf $121.20. tsr Während der langen Stunden wenn wir an Hüftenschmerzen leiden, sollten wir nicht vergessen, daß St. Jakobs Oel in taufenden von Fällen prompt geheilt hat.

Unheils-Chronik.

R. A. Barnett, ein 18-jähriger Jüngling von No. 1623 Spann Ave., and gestern Nachmittag von einem Spaziergange heimkehrend, daß seine Eltern und sonstiaen Anaeböriaen inittlerweile auch ausgegangen waren und das Haus verschlossen hatten. Während er vor der Thüre stand, erönte Plötzlich im Hause die TelephonKlingel und Jung-Varnett ward un ruhig. Als das Geklingel und Gebimmel nicht nachließ, kletterte er an der Haushür hinauf und versuchte, durch's Oberlicht in's Haus zu gelangen, doch hatte er einen kläglichen Mißerfolg; denn er plumpste hinab und mit dem inken Unterarm durch das GlaSfenster der Thür. Hand und Arm, Pulsadern und Muskeln wurden -ihm in schrecklicher Weise zerfetzt, und blutend mußte er in die Apotheke an der Ecke der Hoyt Ave. und Laurel Str. eilen, wo der zur Stelle gerufene Dispensa-riumS-Arzt Dr. Foreman und Dr. Ward von der Kentucky Ave. die sürchterlichen Wunden mit Mühe aber kunstgerecht flickten. Tarnach. wurde der von dem Blutverluste sehr geschwächte Jüngling per Ambulanz heimgeschafft. Es war etwa 20 Minuten nach 1 Uhr Nachmittags, als der Locomotivführer des nordwärts fahrenden Monon'Expreßzuges No. 33 auf der zwischen22. und 23. Straße über den Fall Creek führenden Bahnbrücke einen Mann gewahrte, der nur noch wenige Schritte von der Locomotive entfernt war und das Nahen des Zuges gar nicht bemerit zu haben schien, obschon er demselben entgegen gegangen war. Ehe der Locomotivführer den Lauf des Eisenrosses hemmen konnte, war der Mann bereits getroffen und von der Brücke herabgeschleudert worden, da es für ihn kein Entweichen gab. Als das Zugpersonal ihn aus der Tiese geholt hatte, fand man, toß er auf der Stelle getödtet worden war. Der Schädel war ihm bei dem Sturze in fürchterlicher Weise eingeschlagen worden. Nachdem der Tode von seinen Begleitern, die wtit hinter ihm zurück geblieben gewesen, als der 36-jährige Wm. Stillard, Eisengießer und ange fl rftf & f 1 . (Wl , tf stellt ln ven Atlas ngme vezeichnet worden war, wurde die Leiche auf dem Zuge zu den Monon-Höfen an der 22. Straße gebracht und von dort per Ambulanz in's städt. Todten haus. Dort nahm der Coroner eine Leichenschau vor und überwies dann die Leiche den Angehörigen, bezw. den Bestattern Gebr. Beck. Stillard wohnte bei einer Tante in No. 1955 Columbia Avenue. . Von der State Str.Kreuzung aus wurde gestern Nachmittag von Dispensariumsarzt Dr. Foreman der im Ox-sord-Gebäude an Ohio Straße und Massachusetts Avenue wohnhafte BahnConducteur W. P. McVay in bedenklich verletztem Zustande per Ambulanz in seine Wohnung überführt. McVay, der einen Special-Expreß Frachtzug zwischen hier und Kokomo leitete, xostx nämlich in der Samstag Nacht, als der Locomotivsührer plötz lich die Nothbremse ansetzte und ebenso schnell wieder losgab, nahe Kokomo von einem Ende eines Waggons rückwärts und dam; wieder ebenso heftig vorwarts geschleudert worden, sodaß ihm Hören und Sehen verging und er außer schmerzlichen Verletzungen an der Seite auch sehr bedenkliche innerliche erlitt. Republikanischer Candidat. L a p orte. Die Republikaner von Starke und L aPorte Countics nomi nirten auf ihrer in Hama abgehaltenen Convention Charles I. Danielson von Starke County zum gemeinschaftlichen Repräsentanten. Zur großenArmee abberufen. L a f a y e t t e. Innerhalb der letzten 21 Stunden sind in der Soldatenheimath die Veteranen Joseph Shoemaker von Seymour, Nicholaus A. Hull von Miami County und Pat Butler von Whitley County gestorben.

Nachrichten aus Jndiana. Vom Heuschober gefallen. Marion. Der Farmer Wm. Kurts fiel im Schlafe von einem Heuschober und trug tödtliche Verletzungen davon. Fahrunfall mit tödtlichen Folgen. H u n t i n g t o n. In Folge eines Fahrunfalls ist in Manchester, Tenn. Frau P. K. Meech, die Mutter des hier, ansässigen Rechtsanwalts John Branyman um's Leben gekommen. Sie war in Huntington County geboren und viele Jahre hier ansässig.' Mißrathene Jungen. A n de r s o n. Albert Dance, Wm.

Whitehouse und Harry Staplehm, Knaben im Alter von 13 Jahren, wurden unter der Anklaae der Verstümmelung eingelocht. Sie hatten den Big Four Bahn-Bremser Füller dermaßen mit Steinen bombardirt. daß ihm das rechte Auge auslief, und er daher auf demselben erblindete. Die leidigen Maschinen. A n d e r s o n. Die Pennsylvania Glas-Gesellschaft hat ihre Fabrik einstweilen geschlossen, da sie dieselbe mit den neuerfundene Glasblasunasmaschinen versehen will. 200 Leute kommen durch dieselben außer Arbeit. Demokratische Wahl. Nobl esville. Auf der hier abgehaltenen Convention der Democraten von Hamilton County wurde Edward Thistletethwaite von Sheridan zum Repräsentanten nominirt. Der Brandstiftung beschuldigt. A n d e r s o n. Frau Jda Cohee ist von Alexandria nach hier gebracht und unter der Anklage der Vrandftiftung eingelocht worden. Sie ist beschuldigt, ein Gebäude, welches Moses Warner von Summitville gehörte, in Brand gesteckt zu haben. H o w e l l. In der Nähe von hier waren zwei Brüder, William und Joseph Peck, damit beschäftigt. . für einen Mann Namens Turnham einen Brunnen zu graben. Bereits zu einer beträchtlichen Tiefe gelangt, verunglückte einer der Arbeiter, William, am Samstag Morgen, indem er, wie e5 scheint,' von Gas überwältigt und bewußtlos wurde. Sein zum Glück noch oben befindlicher Bruder rief, als der Verunglückte kein Lebenszeichen von sich gab, rasch einen andern Mann zu Hülfe, der sich in Folge eines -günsti-gen Umstandes in der Nähe befand. Nur mit vieler Mühe gelang es den ebenfalls in großer Gefahr besindlichen Männern, den Bewußtlosen empor zu heben. Aerztlicher Kunst gelang es, ihn wieder in's Leben zurückzurufen. Zwei Schwestern und ein Mann. Evans ville. Es lebte hier eine Familie Nie. Cox an Dritter Ave. die vor etwa Jahresfrist nach Missouri verzog. Eine Tochter des Herrn Cox, Julia mit Namen, blieb jedoch hier in der Stadt und bekleidete eine Stellung bei der Marsh'Scantlin Co. Vor ein'ger Zeit traf eine audere Schwester, Xcnia Cox zum Besuch in der Stadt ein, lernte hier einen jungen Mann, dessen Name nicht zu erfahren war, kennen, und verlobte sich mit ihm. Julia Cox reiste wenige Wochen später nach Missouri zu ihren Angehörigen ad. Vor wenigen Tagen traf dann ein Brief von Julia an ihre Schwester ein, worin sie derselben mittheilte, daß sie sich mit einem jungen Mann von Evansville verheirathet habe, dessen Name und Person, wie Xenia Cox zu ihrem Schrecken erfahren mußte, mit der ihres Bräutigams identisch waren Obgleich der betreffende junge Mann in der Familie geblieben ifo soll der enttäuschten Braut dieser Au-gang ihrer Verlobung doch nicht weniger als angenehm sein. fcir Die beste 5 Cent Cigarre der Stadt, Mucho'S Longfellow.ln