Indiana Tribüne, Volume 26, Number 11, Indianapolis, Marion County, 4 September 1902 — Page 7
Jndiana Tridnne, tt. September luos.
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tOO000GQ00GO0Ö Harricts Ehe.
Itcman von A. von der Elbe. O$O0OOGOCCCC4$OOU (Fortsetzung.) Ns, 13 eine qam Andere betritt Harriet daZ enge Zimmer, in dem ihr leidender Catte liegt, hüstelnd und fiebernd wie immer. Sie fühlt sich leicht und froh, nun kann sie viel ertragen, nun hofft sie wieder, wird ihm bald alles sagen und ist in der glücklichen Lage, dem armen Kranken jede Erleichterung zu verschaffen. Aber sie muß vorsichtig sein, sehr vorsichtig. Er darf jetzt noch nicht ahnen, daß Arnold hier ist und daß er ihr reiche Mittel gegeben. Die Petersen, ihre Vertraute, muß daS Geld einwechseln, ihr selbst würde man nicht glauben, daß sie auf rechtmäßige Weise in den Besitz gekommen sei. Während sie Percy zur Nacht umbettet und ihm freundlich zuspricht, weilen ihre Gedanken bei dem Ebenerlebten, der unendlichen Freude, Arnold wiederzusehen, und dem völligen Umschwung aller ihrer Verhältnisse. Der kranke, nervöse Mann hat eine feine Empfindung für das Wesen der geliebten Frau. Er fühlt, daß Harriet heiterer gestimmt, aber auch, daß sie sehr zerstreut ist. Er sieht sie forschend an und erinnert sie verdrießlich an kleine Versäumnisse. Sind Deine Erfolge auf der Bühne fo groß, daß Du
dadurch schon glelchgütig gegen mich wirklich gewesen war, die Deinen Tauswirst?" schein aus der Mappe im Schrank ge-
Sie murmelt eine Entschuldigung und nimmt sich möglichst zusammen. Er aber fragt Nicht werter nach dem Theater, er fühlt, daß die Aufregung, davon zu hören. Näheres von ihrem ihm widerwärtigen Auftreten zu erfahren, ihm schadet. Habe ich mich von diesem unangenehmen Anfall erholt, mußt Du mir von Deinen Rollen erzählen. Jetzt ich bin Dir dankbar, daß Du mich gänzlich damit verschonst." Dann vergißt er alles in einer Regung von Eifersucht. Aber Slade benutzt Dich wohl hauptsachlich im Chor, Dem hübsches Stimmchen wird ihm passen? Wie?" ,Laß uns jetzt nicht davon sprechen, Percy, es regt Dich auf, und Du hast dann wieder em: schlechte Nacht. Wenn Du gesund bist, hole ich alles nach und erzähle Dir, was Du willst." 20. Kapitel. Arnold verließ die unerwartet Wiedergesundene mit einem Herzen voll Freude, allein auch voll Sorge. Seine lebhafteste Empfindung war aber Be-
wunderung ihrer Tapferkeit, ihre? Als es Zeit für ihn wurde, aufzuCharakterstärke und Treue gegen den brechen, sagte Harriet, daß sie sich nicht Armseligen, der sich jetzt hilflos in jeden Abend sehen dürften. Sie fürchte.
Korper- und Seelenoualen verzehrte.Bis zum Versinken in einen Abgrund äußerste? Durnialeu hielt die verwohnte Tochter des Millionärs bei dem scanne aus, dem sie m Folge semes Betrugs angehörte. Sie schonte sein Gefühl, fügte sich seiner Laune, folgte ihm, wohm er sie führte. War's aus Liebe i vltin, sie kann nur noch aus Pflichttreue handeln, sie kann den Unglucklichen, der sie und ihren Vater so schmählich betrog, nicht mehr lieben, es ist undenkbar. Am anderen Tage ging Arnold eifrig seinen Geschäften nach, er fühlte sich kreuvig belebt und jeder Ausgabe gewachsen. Immer mehr entwirrte sich vor ihm das falsche Spiel, das Leforet gegen die Hamburger Firma gewagt. Ihren Kredit hatte er in Anspruch genommen. Von dem einen und anderen, der ihnen seit Jahren verbundenen Häuser Uuaaren ohne Zahlung gekauft, von lemer Vollmacht der Aertretuna von Rüdiger & Schönemann geschwindelt, 'urch em üppiges Leben hatte er sich den Anschein gegeben, im Besitz großer Neichthümer zu sein, allerorten aber war er suldig geblieben. Arnold hegte keine Vorliebe für die ou ine Franziska. dennoch war es ihm unbegreiflich, warum Harriet sich Nicht an sie gewandt, oder vielmehr, er war überzeugt, daß Harnet aus AbNeigung gegen sie verschmäht hatte, bei rf . B V m mm ihr Hilfe zu- suchen. Ein etwas übertriebener Stolz. Daß Leforets hier waren, wußte Harriet, wie sie ihm gesagt hatte. Arnold hatte Franziska noch nicht aufgesucht, erst in den nächsten Tagen, wenn er endgiltig mit ihrem Manne abgerechnet haben würde, wollte er die Frau wiedersehen. Am Abend, zur Theaterzeit, saß Arnold in Frau Petersens Zimmer endlich wieder Harriet gegenüber. Nach eine? freudigen Begrüßung, waren sie jetzt ruhiger und gesammelter als gestern, und ihre Unterhaltung drehte sich nicht mehr lediglich um das Allernächste. Harriet erzählte, daß sie eine andere Frau mit ihrer Stelle im Theater beglückt habe. Es ist die Wittwe eines deutschen Vankbeamten. Frau Held ernährt sich mit Schneidern, sie wohnt auch hier im Kosthause, ist immer gütig gegen mich und möchte so viel erwerben, um nach Deutschland zurückkehren zu können, wozu ihre Mittel noch nicht reichen. Nun will sie gern den Verdienst in der Garderobe dazu, nehmen, und der Direktor hat eingewilligt, sie anzustellen Arnold fragte sie jetzt auch, warum sie sich nicht an Franziska um Beistand gewandt habe. Unter Thränen de Unmuthes schilderte Harriet ihm ihre Begegnung mit der reich gewordenen Base.
mvorcnd abscheulich!- fuhr er
auf. Sie soll sich nicht zu .sicher fühIen, nicht protzen mit ihres Mannes Erwerb!" Dann erzählte er Leforcts Machenschaften eingehend, und daß er beabsichtige, wenn er inorgen alles, waö er erkundet, zujammengcstellt, zum zweiten Mal mit den unumstößlichen Beweisen der betrügerischen Handlungsweise und einer Uebersicht j einer mißlichen Lage zu dem Schwindler zu gehen. Es wird ihm, frie ich überzeugt bin, nichts übrig bleiben, als seine Insolvenz zu erklären. Jba Landhaus, in dem sie sich so prächtig eingerichtet haben, ist gemiethet, Wagen und Pferde sind nicht bezahlt; dermuthlich ist die Frau mit ihren Ansprüchen nicht ohne Schuld an seinem leichtsinnigen Verhalten. Er war sonst immer ein vorsichtig rechnender Kaufmann." Harriet bedauerte trotz all' ihren üblen Erfahrungen mit Franziska den ihr drohenden Zusaininenbruch ihres Glücks. Geh nicht zu hart mit Leforet um," bat sie. Du hast ihn nie gemocht, darfst Dich aber doch nicht freuen, ihn zu verderben. Es ist ein schweres Verhängniß, in's Elend zu gerathen, wenn man gute Zeiten gekannt hat." Als sie sah, wie finster er vor sich hin starrte, begann sie nach Hamburger Bekannten zu fragen und dann auch mit gepreßter Stimme nach Vaurette v. Kurzenbach. Ich denke, sie wird nicht mehr in unserem Hause sein? Nein, sie war unmöglich geworden. nachdem sie eingestanden, daß sie es nommen." Ich bin längst überzeugt, daß sie ein ganz falsches Spiel Mit Mir getrieben hat. Aber weshalb wollte sie mich nur los sein? Weshalb mich mit meinem Vater entzweien?" Sie hegte wahrscheinlich die Absicht, Deines Vaters zweite Frau zu werden. Ein sicheres und warmes Nest für die Intrigantin." Ah! Jetzt begreife ich alles. Wie blind man ist in der Jugend, m der Leidenschaft!" Nun, Du bist noch immer jung. Sie antwortete nicht darauf, sondern fragte, was denn aus der Baronin geworden sei Sie ist nach Berlin zu ihrem Sohn, der reich gehnrathet hat. Vermuthlich Melitta Steinhäußer? Ich alaube. so stand in der Anzeiae. Später hörte ich, die Mutter habe neben der launenhaften junaen Frau einen schweren Stand. Ach, die weiß sich schon cinzuschmei cheln. ihr Mann könne es doch emmal eriahren, und fügte erröthend hinzu: Dein häufiges Kommen wurde zu Gerede hier im Hause Anlaß aeben." . Mir war's lieber, die Heimlichkeit hörte auf und Du sprächst offen mit Deinem Manne." Er ist zu krank, zu erregt, ich wage noch nicht, Demen Namen zu nennen. Das mußt Du wissen, befiehl ganz über Mich. Du hast ein klareres Urtheil über Deine Lage, als ich haben kann. Sie trafen dann für einen späteren Tag ihre Verabredung. Harriet durste an keinem der fol genden Tage bei ihrem Gatten bleiben. Er mußte glauben, sie gehe nach wie vor in's Theater. Sein Mißtrauen war ohnehin geweckt. Sie hatte ihm den vom Arzt empfohlenen theuren Wein und die nothige Wasche anaeschafft. Auch die Küche der Petersen lieferte ihm bessere Speisen als t zuvor. Er sah seine ffrau. dre unter seinem Blick erglühte, oft fragend an. sagte aber nichts. Arnold brachte den anderen Morgen mit dem Ordnen der Papiere zu, die er brauchte, um Leforet unumstößliche Beweise seiner Schuld vorzulegen. Gegen Mlttaa nahm er seme Schriftstucke zusammen und stand bereit, zu der Auseinandersetzung zu gehen. Da trat plötzlich em chinesischer Diener zu ihm in's Zimmer und reichte F J . . M m, t . . iym ein Blatt Papier, auf dem mit kaum leserlicher Schrift einige Zeilen standen. Ich beschwöre Dich. Arnold. Hände ringend und auf meinen Knieen, komm, hilf, rette! Jean hat sich erschossen. Deine trostlose Base Franziska." Arnold fuhr zurück. Der Unglück liche! Ohne eine zweite Unterredung mit ihm abzuwarten, war er selbst zu der Ueberzeugung gelangt, daß seine Lage unhaltbar sei, und'hatte nicht den Muth gefunden, die Folgen seiner Handlungsweise auf sich zu nehmen. Der tief Ergriffene schickte den Vo ten mit dem Bescheid fort, daß er sogleich folgen werde. Er brauchte einige Augenblicke der Sammlung, des Ordnens seiner Gedanken, der Ueberlegung. Nein, er selbst hatte nicht anders handein können, das stand fest. Der Verblendete wäre vermuthlich über kurz oder lang doch an dem Aufwand? zu Grunde gegangen, den er trieb. Und sollte er sich nicht wehren, wenn man ihn aus seinem Besitz verdrängte? Er richtete sich hoch auf, entschlossen, seine Handlungsweise vor dem eigenen Gewissen zu vertreten. Dann ging er. der ungeliebten Verwandten in ihrer trostlosen Lage nach Kräften beiznstehen. - - ... ' Arnold durchschritt den Vorgarten des Hauses. Der Diener, der ibn auf-
geucyr, siano rner bereit, ihn einzufüh
ren, und geleitete ihn über die Terrasse in's Haus. Als er das Vorzimmer betrat, hörte er lautes Schluchzen und Klagen aus dem Nebenraunl, zu dem ihm die Thür geöffnet wurde. ueoer oas uyeoen mngeworsen lag Franziska mit gelöstem Haar und teil den Geberdcn laut- jammernd. Am Feuer saß die Amah mit den beiden Kindern, deren ältestes mit scheuem Blies auf die Mutter leise weinte. Der Kommende empfing den Eindruck einer äbsslötlich anaeordneten Schaustellung, die ihm seinem ganzen Wesen nach zuwider war und in schroffem Gegensatz stand zu der überall sich aufdrängenden üppigen Einrichtung. Guten Tag. Franziska!" sagte er nähertretend. Ich bedaure Dein Unglück, wenn ich Dir aber helfen soll, mußt Du Notiz von mir nehmen und mir Rede stehen." Handenngen, wilde Ecberden und heftigeres Jammern antwortete ihm. Wenn Du noch nicht im Stande bist. Dich mit mir zu unterhalten, so bestimme, wann ich wiederkommen soll." Die junge Frau fuhr empor. O verzeih ich war völlig völlig versunken in in meinen Schmerz!" Ganz begreiflich. Aber ich glaube, falls etwas für Dich und Deine Kinder zu retten sein sollte, mußt Du Dich zetzt zusammennehmen und Mir so sachch wie möglich über das, was Du von Euren Verhältnissen weißt. Auskunft qeben. Du mußt mich auch bald mit einer Vollmacht versehen, damit ich daL Recht erhalte, für Dich einzutreten." Diese kühle Rede verfehlte mcht ihre Wirkung. Franziska strich- ihr Haar zurück, schickte die Wärterin mit den Kleinen hinaus und horchte voll gespannter Aufmerksamkeit und mit gutem Verständniß auf Arnolds gesch'äftliche Auseinandersetzungen. Sie wußte aber nichts Näheres. Ihr lieber, theurer Mann hatte sie ja mit allen lästigen Fragen der Alltäglichkeit verschont; sie dagegen kein anderes Vestreben gekannt, als ihm eine reizvolle Häuslichkeit zu tchancn. Er sei so schönheitsbcdürftig gewesen, nur deshalb all' der Schmuck. Man habe dem armen Todten die Schreibtischschlussel genommen, die wolle sie ihrem lieben Vetter geben, er finde da die Bücher; sie hege das vollste Vertrauen zu ihm. er werde schon genügend für sie und die armen Waisen sorgen. Wenn es möglich ist," erwiderte er trocken und erhob sich. Mache Dich gefaßt, daß Euch nicht viel bleibt, Ihr habt gar zu unbedacht m den Tag hineingelebt." Er ging mit dem Entschluß, dem Ordnen von Leforets Nachlassenschaft alle Sorgfalt zu widmen, doch ohne der Wittwe etwas von den ??orderunaen seiner Firma zu erlassen. Sollten ihr Wohlthaten erzeigt werden, so konnte das nur im Einvernehmen Mit dem Onkel geschehen. Geschäft war Geschäft, und hierfür handelte es sich um die Grundsätze des Rechts. Arnold wollte nicht gegen Harriets Anordnung verstoßen, er war auch in den nächsten Tagen so völlig bis zu den Abendstunden in Anspruch genommen, daß er bis spät zu thun fand. Daher theilte er Harriet schriftlich das Geschehene mit und schloß seinen Brief in einen an Frau Petersen adressirten Umschlag. Eine kurze theilnehmende Gegenäußerung von ihrer Seite folgte, und dann kam endlich der Abend, an dem er wieder zu ihr gehen durfte. Harriet empfing ihn bewegt und bat ihn, ihr vor Allem von der armen Franziska zu erzählen., -Sie ist sehr in Sorge um ihre Zukunft, was ich ihr nicht verdenken will. Ihre Angelegenheiten stehen schlecht, und sie wird, wenn sie sich nicht auf die Güte Deines Vaters verläßt, was ich ihr auszureden suche, selbst etwas ergreifen müssen, um sich und die Kinder zu ernähren." Das kann sie nicht." Die Noth ist eine strenge Lehrmeisierin." Soll ich sie besuchen? Ich wollte es nicht, ohne zuvor Deinen Rath zu hören." Er sann einen Augenblick nach. Ich alaube. Du wirst klüger thun, es zu unterlassen. Sie würde Dir ein Versprechen abdrängen, ihr von Deinem Geschäft anfangen, wozu es hier Gelegenheit genug gibt, soll ihr meine Hi'fe nicht fehlen' Daß sie sich in Hamburg niederläßt und auf die Großmuth ihrer Verwandten spekulirt, wünsche ich nicht." Sie sprachen noch hin und her über Franziska, und daß sie offenbar ihren Mann durch maßlose Ansprüche in'S Verderben getrieben habe. Frau Petersen kam herein und ließ Harriet die Suppe versuchen, die sie O'Danne als Abendkost bringen wollte. Sie hatte etwas besonders Gutes zubereitet. ,Das ist ja herrlich. saate harriet ..k..'.t fc -i mr7hXii;nii l' 4V 7. " lich unsere Thür öffnen.' Seien Sie nur ja recht leise, er darf nicht merken, daß Sie zu Hause sind." Ach, ich werde sehr vorsichtig sein." Harriet begleitete die ftnm und ge wahrte durch die Thürspalte, daß ihr Mann mit hochrothem Gesichte und siaaernoen Augen ausrecht im Bette r I . . . L r . . .. J. aß uno aus Die yur starrte. Aeorar runm, , witv
ater ein: Penston zu erwirken., und ich möchte sie auf Selbsthilfe hinweisen. Will sie sich rühren, will sie iraend ein
Ö'Danne empfina die Wirthin mit
der heiser hervorgestoßenen Frage: Weshalb ist meine Frau zu Hause?" Ach, wie Sie einen erschrecken. Wo setze ich blos mein Brett hin" .Antwort will ich! Weshalb kommt nicht sie selbst zu mir, wenn sie zu Hause ist?" Na, seien Sie doch nicht so " Heraus damit! Was sind das alles für Heimlichkeiten?" 9ta ja sie hat doch Besuch." Sie, sie Besuch? Hat sie sind die Mittel sie hat Geld ist alles von von einem Liebhaber?" Er wirft die Decke von sich, um aus dem Bette zu springen. Die Petersen sucht ihn mit aller Kraft zu halten, zu beruhigen. Es ist fast ein Ringen. (SSluZ. folgt.) Militärische Ausbildung an öffent. lichen Lehranstalten. Das Kriegsdepartement hat dieser Tage eine wichtige Ordre bezüglich der militärischen Ausbildung an Schulen und Colleges erlassen. Nach derselben sollen 100 Armeeoffiziere- den Colleges und Universitäten der Staaten und -Territorien zugewiesen werden, um m denselben nach den Vorschriften des War College-Board ein System der militärischen Instruktion zur Durchführung zu bringen. Neun solcher Offiziere sind Anstalten i New 2)crf und New Jersey und drei solchen in Connecticut und Rhode Island zugewiesen. Der betreffende Offizier behält sein Amt für einen Zeitraum von zwei Iahren und hat dem Generaladjutanten vierteljährlich Bericht zu erstatten. Nur solche Anstalten können aber einen Instrukteur erhalten, welche die Betheiligung von 100 Zöglingen garantiren. Diese sind zu Kompagnien und Bataillonen zu formiren, welche nach den Vorschriften für die' reguläre Armee auszuoildcn sind, und man erwartet, daft sich jährlich 10,000 junge Leute dieser Ausbildung unterziehen werden. Die Anstalten werden in Schulen und Colleges, Ackerbauschulen und militänsche Schulen eingetheilt, und es befmden sich solche darunter, welche schon bisher unter der Kontrolle der Armee standen. Die Lehrkurse sind doch bis auf die rein militärischen Anstalten, an welchen eine höhere Ausbildung ertheilt wird, im Wesentlichen dieselben. Für den Gebrauch der Zöglinge wer den nicht allein Handwaffen, sondern in beschränktem Maße auch Geschütze, und zwar drcizöllige Vorlader, ausgetheilt werden. Die Handwaffe ist das m West Point gebrauchliche Kadettengewehr. Auch die Munition wird geliefert werden und die Schießübungen werden fowobl auf Schießplätzen wie im Freien vorgenommen werden. Durch die Förderung der militärischen Ausbildung in Civil-Anstalten gedenkt das Kriegsdepartement die Grundlage zu der Freiwilligen-Armee der Zukunft zu legen. Eine vollständige Liste aller Zöglinge wird beim Kriegs departement geführt werden, und bei der Auswahl von Offizieren werden die Abiturienten solcher Anstalten den Vor zug haben. Von Anstalten, welche da Departement der militärischen Ausbil duna anderen wichtigen Unterrichtszweigen gleichstellen und welche den Anforderungen des Departements oezugüch der Ausstellung emes Diplomes entsprechen, sollen die Namen der drei Zöglinge, welche in dem Fach die beste Abgangsprüfung ablegen, in die Liste der Bundesarmec eingereiht werden. DieHundertjährigen in verschiedenen Ländern. Gemäß den Angaben einer unlängst in einem geographischen Blatte verossent lichten Statistik gibt es in Deutschland 778 Personen im Alter von 100 Iah ren und darüber, in Frankreich 213, in England 146, in Schottland 46, m Norwegen 23, m Schweden 10, m Bel gicn 5, in Dänemark 2, in der Schweiz keinen. In Serbien sollen dagegen 573, in Spanien 401 Hundertjährige vorhanden fern. Diese letzteren Angaben verdienen durchaus lern Vertrauen und das nämliche gilt von der Behaup tung, der älteste Mensch sei ein gewisser Bruno Colrim in Rio de Janeiro, dessen Alter 150 Jahre betrage. Diese und die meisten ahnlichen Angaben von außer gewöhnlich hohem Lebensalter gewisser Personen kommen aus Ländern, wo ordnete Civilstandsreaister von 50 oder selbst noch weniger Jahren nich vorhanden waren, über die also sichere Nachwelse aar mcht geführt werden können. In Ländern, wo die allgemeine Schulbildung erst seit wenigen Jahrzehnten eingeführt ist. kennen alte Leute vielfach ihr eigenes Alter nicht und sind ebenso wie ihre Umgebung, zu Ueber treibunaen aeneiat. Auch die Meinung daß in heißen Gegenden mehr Menschen hundert Jahre und darüber erreichten als ln höheren Breiten, lst vol lig irrig. Aus vielen Ursachen ist die Sterblichkeit in den warmen Klimaten weit größer als unter gemäßigten HimmT2ftrt4Kn tV tntrfil nfm sMrunH ftff Lrr::::; ciuuc uuö ucui ujc yiciuj iu -utAuu uu die Zahl der Hundert ährigen an der Länder, über die sichere statistische Nachrichten vorliegen. Entschuldigung. (Studios, ' Süffel trifft mit seinem Onkel in eincm Restaurant zusammen und setzt sich in seinem Dusel neben den Stuhl). Aber. Karl!" ruft der Onkel, schämst Du Dich nicht?! . . Lieber Onkel, bei so viel Lokal und so wenig Stühlen kann man sich doch leicht daneben seken!" '
Die Ferien des Herrn
Redakteurs. Ein recht aemüthiches Verhältniß zwischen Zeitung und Leserschaft scheint in Semlin, Ungarn, zu bestehen. Die Redaktion der dorigen Donau-Save Pop richtete unängst an ihre geschätzten Abonnenten. Freunde und Leser" folgende Mittheiuna: Da die Redaktion eines Tageblattes eine höchst aufreibende Thätigeit erheischt, den Geist und den Korper in ganz riesiger Weise anstrengt und es daher von Niemandem anaezweifelt werden kann, daß. fowie der Beamte, der Offizier, der Lehrer, der Bürger, auch der Redakteur einer ErhJlung bedarf, haben wir uns entschlosen, in der Zeit vom 20. Juli bis 20. August die ,Donau-Save Post' statt aglich nur dreimal wöchentlich erscheinen zu lassen. Wir sind überzeugt, unsere geschätzten Abonnenten. Freunde und Leser werden unserem vielgeplagten Redakteur diese kleine Erholung gerne gönnen und der .Donau-Save Post' ihr Wohlwollen erhalten!" C i q a r r e n gehören in Italien zur täglichen Ration des Soldaten auch schon m Friedenszeiten, wahrend sie anderswo nur eine Art Kriegszulage bilden. Erklärtes Plus. Wie kommt es. Karl, daß Du immer falsch adbirst?" Ich weiß nicht. Herr Lehrr" ..9W lullt Tir hei deinen Arbeiten zu Hause?" Mein P T Was ist denn Dem Vaters Er ist ein Kellner." Ein nobler Charakter. Gast (für sich): 's Bier ist heute vorzüglich, und das Essen erst... ich genire mich ordentlich. die Zeche schuldig zu bleiben!" Spruch. Ist. stark Dein Arm. mußt Du nicht Darben Greif ernst nur in's Getriebe ein; Es steht ja Vieles noch in Garben, Du mußt nur wollen Schnitter sein! Verlockend. (Aus der Ankündigung einer Schmiere.) . . . Im dritten Akte findet ein großes Kaffeekranzchen statt; die verehrten Zuschauerinnen können mitklatschen!" So lehrte mich ein kluger Greis Doch solche Lehren sie veralten. Jetzt weiß gewöhnlich 's Maul zu halten Nur der, der nichts zu sagen lveiß. Große Auswahl von Aug. Diener, No. 449 Ost Washington Str tttnt Ttltpho 2525. Kaufen Sie Ihre Kohlen .beider., 0 H. RABE - - Präsident. Agenten für die Empire Lump und Egg Kohlen. Hauptossice : 553615 Lincoln Str. B r a n ch : 411 Süd East Str. und 407 Virginia Ave vhones: lt lMain,11L: 5lm0291. I?as. (. Sfyott, ...Plumber... und Händler in den ikleveland Faucet Co's. Bier-Pumpcn. 1V West Vkatyland Str. mr relevhon. Neu. 8231. Theodore F. Smither, zeschiSter und iuverlösflger . ...DlschöeÄer... Pech und Kiesdacher, Dächer von Asphalt nnd Gilsonit. 3 Engrzi Händler in allen Arten den Sach MtttiAU. lelepon : neu Ml ; alt green lll. 301 West Marywnd Otr. . 61t tot PL Ecke von Senate Ave. uud Mailand ft RfttnU Willharm. Präs. Mary Mah oney. 6 1 Arbeit ersten ZlanQrt in der UM :: C0-0PEMTI7E :: LAÜfflM No. 232233 Virginia Ave. 3,ftttff.W, Telephone: VeMstkluinr. . Undeu i. Deutsche Buchhandlung, Tarl Vtg7, 34irglulave..S4. Ürcadcj
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Washington Str 51 N. 10 Spritzenhaus Illinois u Merrill b2 Illinois u Louifiana 63 West und South 64 West und McEartv 56 Senate llre. u Henry 67 Meridian und Rav 58 No. 4 Spritzenhaus Madison Av. u Mor-.-iS 59 Madison Av.u Dunlop 61 No 2 Haken LeiterbauS South nahe Delaware 62 Penn, u Merrill 63 Delaware u. McTarty 4 Vaft und McEartY 65 Ne Jersey u. Merrill 7 Birg. Av. u Bradshaw 6g East und Prospekt 69 Bicking und High 71 No. 11 EpritzmhauS Lir Ave. nahe Huron 72 East und Georgia 73 Cedar und Elm 74 Davidson u Georgia 75- E-nglish Av. u Pine 76 Shclöy und BateS 169 Park Av und 10. 212 Capital ve und 17. 213 Pennsylv. u. Vichiga 214 Illinois und 20. 215 Senate 9U unb 21. 216 Penr.svZvama und 22. 17 Meridian und 16. 218 Capital Ave und 26. 219 Broadway und 10. 231 Illinois und TicLean 34 No. 14 Spritzenhaus Kenwood und 20. 5 Illinois und 33. 236 Annetta und 30. 237 No. 9. EprihknhQli Udell und Rao 238 UdeU Ladd WorS 239 Jsabel und 87. 241 Meridian und 24. 24Jllinoiu St. CIa. 243 Cldridge und 23. 812 Ocft uud Walnut 13 West und 12. 314 Howard und 16. 315 Torbct und Paca 316 Capital Sve nitb IC, 317 Northwestern Ttt u 318 Gent und 18. 319 Canal und 10. 821 Cereal'.ne WorkS 324 Vermont und Lynn 325 Bismaröu Grandvic 826 No. 2? CpnhenhauS Haughvlle. 827 Michigan u. HelmeS. 828 Michigan u. Concord 341 West und McJntyre 412 Missouri u. Marylank 413 Missouri und Oh 415 Capital Aveu Seorgia 416 Missouri u Kentucky Zl. 417 Senate Ave u Wash. 421 P und G RtMdhauS 23. Washington. 423 Irren-Hospital. 424 Milcv. Ave u.J D u?2 425 Wash. und Harris 426 7!o. 13 Cpritzenhm W. Washington 427 O'.ivcr und Birch 423 Oliver und OSgood 429 Nordyke und Fort -4S1 Hadlcy Ave u. NonÄ 32 River Llve u. Komi 4 Rivcr Ave und Ray 435 Harding u. 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Pleasant 726 Prospekt und leas 726 Orange und Harlan 728 Liberty und Mk 729 Nble und South L12 No. 15 Spritzenhaus Ost Washington Str. 18 Merket und Noble 14 Ohi u. Highland Av 815 Michigan u. Highland 816 Market u Arsenal Av, 817 Olt S. Clair und Union Bahn Geleise. 821 Pan Handle ShcS 823 Vermont und Walcott 824 Wash. und State Ave 825 Madden'S kounfle Fab. LS Tucker und Dorsey 827 Wash. und Beville Ave 829 No. 12 Spritzenhaus Beville nahe Michigan 831 CoutheasteraÄveund Woodside. 832 Wash. und Teardo? 824 Soxtheastern und Arsenal AveS. 885 New Dork und Tnnple 12 JllinoiS und Marhl. 13 JllinoiS und Market. 14 Penn, und Wssh, i5TeIsware nnd kt$ 78 No. 3 Spritzenhaus Prospekt nahe Shelby 79 Fletchcr v. u Shelby 81 Market u. New Jersey 2 Delaware und Wash. 83 East u Washington 4 New Dor!u.Tavidsok 85 Taubstummen Anstalt 86 Ner. Staaten Arsenal 87 Orients! und Wash. 89 Fraucn-Rksormat. 81 No. 13 Spritzenhaus Marvland nah Mer. 92 Meridian u. Georgia. 93 Meridian und South 4 Pennsylv u. Louisiana 95 Lirgini Ave u. Alab. 96 Hauptquartier. 97 Grand Hotel. 98 Capital Av und Ohis 123 No. 16 Spritzenhaus 16. und Ash. 124 Alabama und 16. 125 Central Are und 15. 126 JandeS und 15. 127 Brookside und Jupiter 12S Central Av und 17. 129 Delaware nnd 19. 131 Alabama und 11. 132 Bellefontaine und 1A 134 College Ave und LS. 135 Delaware und 13. 136 Alabama und North 137 Rewmann und 19. 13 College Av und 14. 139 Cornell Ave und 13. 141 DandeS und lv. 142 Highland Ave und 10. 143 Tecumseh und 1. 145 New Jersey und 22. 146 Alvord und 17. 147 No. 2 Spritzenhaus Hiltside Ave und 10. 148 College Ave und 22. 149 College Av und 7. 152 Park Ave und 22. 15?. LEu. W Bahn u. 22. 154 Ramsey Ave und 10. 156 Stoughton u Newman 157 AtlaS und Pike. 155 Blohd und Paww. 1L9 No. 21 Spritzenhaus Brightwood 12 Arden und Depot 163 Brightwood und 25. 164 Rural und Bloyd 165 St. Clair u. Kehstone 167 Arsenal Ave und 23. 163 Bellcsontaine und 28. Spezial, Signale. Erst Schlag, zweiter Alarm, Aweiten 2 SchlLg, dritter Alarm, Dritten SchUge, vierter Alan. l-2-i, Feuer auö und Schlauch aufgerollt. S Schläge, Wasserdruck ab. 12 Schläge, 12 Uhr Mittags. 9 Dic o bezeichneten Signale werden urr dem Thni tvScht angegeben da at den bernffendm Etraßcz.' kreuiungen keine SlarmkSften angebracht sind. Chicago und der grosze Nordwesten Vi )) stpNGn Ln" ((2 9 mm m Matta-Lmwatt-Ptj!lldt,te Insel. Vier tägliche SHnellzüge nach Chicago. tV Bon der Mono 47. Str. Station. Elzicago. Ind'SnurS Minuten mittelst elektrischer gar noch den Union Biehböfen Fnmcli Lick Springs, In dem Orange Tonnt Hochland. ffamilien-Hotel unter neuer cschiftSleitnna. Pluto, Pros,rpne und owles Quellen. Bestes Wineralwasse? der Welt. Zwei Züge täglich via GreencaNle. Ticket-Officen : Umon Station, Massachusetts ve. und LS West Washington Etrasze. R. P. l g e 0, Distrikt Vass. gent, JndianaroliS, Jnd. .H.cDoel, K.H.Swekl. ras. und en. Mgr. etrlevnttr rank I. Reed. Sen. Pass. Agent. 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