Indiana Tribüne, Volume 25, Number 307, Indianapolis, Marion County, 19 August 1902 — Page 7

Jndiana Tribune, 19. August 1902.

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Harricts Ehe. o Ixoman von X A. Von der Elbe. Q04000000OQ0Ö400 j (Fortfedung suas alte Hie&r rief Arnold unmuihig. Die Verlobung habe ich fom mtn sehen. Vielleicht ist von seine? Seite sogar etwas Spekulation auf den Platz, den er hartnäckig beansprucht, im Spiele. Ich sagte Dir schon, Onkel, daß ich mir den Menschen unter keiner Bedingung gleichstellen werde. Er ist geschmeidig wie. ein Ohrwurm und ein schlauer Necker, und wenn ich mir von ihm nicht das Heft aus derHand winden lassen und unsere Unternehmungen stets auf der Höhe des tadellos Anständigen sehen will, muß ich das Recht behalten, dann und wann den Herrn herauszukehren." Du kannst den schönen Jean nun einmal nicht ausstehen. Er war Dir doch bei Harnet niemals im Wege." Da sollt ihn auch dieser und jener holen." .Ich bleibe dabei, es wäre füYs Geschäft ein Vortheil, den gewandten Menschen so fest wie möglich an unser Interesse zu ketten. Ich weißt Du, Arnold mache mir nicht mehr viel aus kaufmännischen Dingen. Und Dich würde ein so famoser Helfer sehr entlasten." Ich trage die Last mit Vergnügen. Ich will und kann allein auskommen. Und kurz und gut, ich lasse mir Jean Leforet nicht über den Kopf wachsen. l5ber könnte ick micb entscklieken. au nqmoiren uno neu anzufangen, eye lcy den Schleicher und unzuverlässigen Gesellen mir gleichstelle." Nur sachte sachte!" ' In der That!" Er hat mit Kündigung gedroht." So laß ihn gehen!" Deine Abneigung macht Dich unvorsichtig. Bedenke, wie tief er in alle unsere Angelegenheiten eingeweiht ist. Den chinesischen Handel, unsere einkläglichsten Geschäfte, hat er fast allein geleitet. Er könnte sich, wenn er 'von uns ginge, da eindrängen." Da siehst Du, daß auch Du ihn nicht für zuverlässig, nicht für anständig . hältst." Solche Leute sind nicht zu unterschätzen, und es ist mir lieber, wenn sie für mich arbeiten als gegen mich." Das Gespräch ging noch eine Weile hin und her, aber Arnold wich nicht von seinem Entschluß. Er erklärte, morgen wieder in's Komptoir gehen und Leforet felbst seine Entscheidung mittheilen zu wollen. Nachher komme er dann auch einmal zur Villa hinaus. Harriet verlebte den Tag in unfäglicher Spannung. Ein dunkles Ahnen sagte ihr.daßPercy nie mit ihremVater übereinkommen werde. Sie kannte die herrschenden Vorurtheile, und dann Arnold! Dieser Gedanke verursachte ihr immer einen dumpfen Schmerz; ohne daß es ihr recht bewußt wurde, war sie seit gestern einsichtiger und reifer geworden, hatte über Nacht die Kinderschuhe ausgezogen. Frau v. Kurzenbach gab sich als mild tröstende Freundin: Geschehe, was da wolle, ich stehe wie eine treue Mutter zu Dir, theure Harriet. Laß das Köpfchen nicht hängen. Du bist ja sonst immer meine energische Kleine. Mit ernstem Wollen erreicht man sein Ziel. Deine Liebe und seine Liebe bilden ein starkes Flügelpaar, das Euch zu hohem Glück emportragen wird." Sprach die Dame so zu ihr, so steifte sich Harriets Sinn. Sie war doch berechtigt, sie konnte doch lieben, wie ihr Herz sie zwang. War sie denn nicht frei und gewöhnt, ihren Willen vurchzusetzen? Franziska schloß das mit sich kämpfende Mädchen in ihre Arme, ganz selbstverständlich benahm sie sich als Vertraute. Auch sie pflichtete der Base bei. Die Liebe," meinte sie mit einem Seufzer, ist das Höchste, die allereigeuste Angelegenheit eines jeden Herzens, und Percy O'Danne ist ohne Frage der würdigste Gegenstand für eine schwärmerische Zuneigung." Wie wohl diese Worte der Zustimmung Harriets Herzen thaten, das in unbestimmten Zweifeln zitterte! Sie rang mit sich, ob sie nicht, sobald ihr Vater nach Hause komme, zu ihm gehen und ihn auf Percys Besuch vorbereiten müsse. War es nicht ihre Pflicht. Vertrauen zu zeigen? Konnte sie nicht dem Geliebten vorarbeiten, ihm die Aufgabe erleichtern? Da telephonirte ihr Vater, daß er sein zweites Frühstück in der Stadt nehme, daß man ihn nicht erwarten solle. Harriet athmete auf. Es mochte doch auch besser fein, daß Percy voranging, seine Bewerbung ihrem Vater aussprach, ohne daß dieser vorbereitet war. Schonemann liebte es, wenn er aus der Stadt kam, eine Stunde dem Nach denken, seinen Sammlungen oder dem Garten zu widmen. Das war gewobn lich die Zeit, in der man ihn, wie seine Hausdame aus Erfahrung wußte, am zuaanallchsten fand. Heute kam er aber mißgestimmt heim. Er war überzeugt, daß die zwischen Ar nold und Leforet bevorstehende Auseinandersetzung zu einem völligen Bruch führen werde, und' die Aussicht, den Prokuristen, an dessen umsichtige Hilfe er feit vielen Jahren gewöhnt war. zu verlieren, verdroß ihn außerordentlich. Wie viele unbequeme Anforderungen würden dadurch vielleicht wieder an ihn

Verdrossen faß er an feinem gewöhnlichen Plätze am Schreibtische und

starrte aus die vorgefundene Zeitung. zx spurte nicht einmal die Neigung, eine Sammlungen hervorzunebmen. Da trat Behrens ein und meldete den Besuch O'Dannes. Was will denn der fchon wieder?" fuhr Sch'önemann unmuthig auf. Na. w?nn's nicht anders sein kann, laß ihn reinkommen. Der Künstler trat mit der sicheren Eleganz, die feiner außerordentlichen Persönlichkeit eigen war, in's Zimmer. Er erschien im Gesellschastsanzuge wie gestern, und der Hausherr sah ihn ganz verblüfft an. Kühl bot er ihm einen Sessel und fragte, womit er dienen könne. Er mußte doch markiren, daß er keinen täglchen Verkehr wollte. Mit vollkommener Freiheit des Weens und in gewandter Nede sprach O'Danne von der hohen, unbegrenzten Verehrung, dem innigenVertrauen, das er dem werthen Herrn entgegenbringe. Will der Fuchs mich anpumpen? dachte Schönen?.ÄNN. Kaum glaublich, bei seinen riesigen Gagen. Ohne den Sprecher zu unterbrechen oder ihm mit einem Worte zuHilfe zu kommen.saß er da und sah gleichgntlg und zerstreut vor sich hin. O'Danne redete sich m Wärme: Ein Mann von Ihrem Verständniß für die Kunst, die das Menschenherz enthüllt und alle Gefühle der Seele darlegt, ein Mann mit den edelsten, höchsten Interenen toi? Sie, theurer Herr, wird nachfühlen und toleriren, was sich in dem tiefsten Empfinden Ihrer Nächsten regt. Vielleicht ahnen Sie bereits, daß ein Band sich geschlungen zwischen mir und Ihrem holten tnde, ein Band, das unzerreißbar ist und für das Leben unsere Herzen verknüpft." Schonemann traute semen Obren nicht, plötzlich fuhr er los: Was fällt Ihnen ein? Sie sprechen von meinem Kinde, ich habe nur eins; ich will Hoffen, Sie deuten nicht an, daß eine Liebelei zwischen Ihnen und Harriet Athemlos, benommen von, diesem Gedanken, hielt er inne. Liebelei nem! Em hohes, ewiges Gefühl eine bindende Verlobung." Wie von einem Schlage getroffen. sprang Schönemann empor: Herr,sind Sie" Unserem Glück fehlt nur der Segen des Vaters." Die Nuthe dem albernen Dinge und Sie Sie Narr machen Sie, daß Sie aus meinem Hause kommen! Der sonst so gleichmüthige Mann hatte förmlich gekreischt. Dunkle Nöthe sluthete über das Gesicht des Beleidigten, er ' trat einen Schritt zurück, und feine vollkommene Sicherheit war für einen Augenblick erschüttert. Da öffnete sich die Portiere, welche die Thür zum Eßzimmer verhüllte, und Harriet trat todtenblaß hervor. ie hatte es nicht ertragen, fern zu sein, und den letzten Theil der Unterredung angehört. Von den harten Worten des Vaters tief getroffen, jlog sie auf den Geliebten zu, umschlang ihn und rief: Wir gehören zusammen!" Harriet fuhr der Vater zorma auf. besinne Dich Deine Hand ist längst versagt." Also doch; ohne mein Wissen und ohne meinen Willen? Bin ich eine Waare? Habe ich lein Herz? Bin ich Nicht berechtigt. Mitzusprechen?" Sie zitterte vor Erregung, und plötzlich versagte ihr die Stimme. Q Danne druckte einen Kuß auf die Stirn des Mädchens, das haltlos in seinen Armen hing, und sprach mit überlegener Würde: Wir alle stehen im Bann der Leidenschaft. Trachten wir ruhiger zu werden. Sie, Herr Schönemann, sind überrascht. Ich werde mir erlauben, Ihnen schriftlich naher zu treten und Ihnen meine Verhältnisse darzulegen. Ich hoffe, Sie zufriedenzustellen und unsere Beziehungen zum erwünschten Ziele zu führen." Er geleitete Harriet zum Sofa, küßte ihr die Hand, verneigte sich tief vor dem Vater und verließ das Zimmer durch die nach dem Hausflur führende Thür mit dem Anstand eines Königs bei hoher Staatsaktion. Gebannt von der Sicherheit des BeWerbers und gefesselt durch inneren Zorn, hatte Schönemann keine Worte gefunden. Jetzt fuhr er los und schrie semer Tochter zu, sich sofort zu entsernen. Ohne Widerrede, in' Furcht vor harten Vorwürfen, und dem Vater zürnend über sein Verhalten gegen den Geliebten, gehorchte Harriet rasch und eilte m's Eßzimmer zurück. Hier empfing sie Franziska mit offenen Armen und vielen zärtlich trotten den Worten. Sie sprach von Tyrannei, von der Unnatur, das hohe, edle Gefühl der Liebe meistern zu wollen, und begleitete Harriet, die sich außer Stande fühlte, mit' ihrem Vater zu Tisch zu sitzen, als sei nichts vorgefallen, auf ihr Zimmer, wo die Erregte ihre Äase da:, sie allem au lassen. Franziska ging; sie hatte in dem häuslichen Konflikt ihren Part genommen. Sie wollte doch nicht so thöricht sein, öarrlet zu widerstreben. Warum sie sich zur Feindin machen? Hatte sie Ursache, sie zu schonen, oder die Pflicht, sie zu bevormunden? .Weshalb sollte sie Arnolds Wünsche befürworten, ihn vertreten, ihn, der so abscheulich gegen ihren 3ean war? Wollte das verliebte Ding dumme Streiche machen, so trug sie doch keine Verantwortung dafür. Es geschah Harriet aanz recht, wenn ihr nickt alles nacö dem Sinne aina und

wenn sie sich einmal in Unannehmlich-

leiten verwickelte. O'Danne schritt in so erregter und zerstreuter Stimmung über den Hausflur, daß er gar nicht an seine Gönnerin dachte. Da öffnete sich die Thür des blauen Kabinetts, in dem er gestern me Geliebte in den Armen gehalten. und die Dame trat ihm entgegen. Beide spielten die Höflichen. Ueberraschten, und dann folgte O'Danne der leise Winkenden in das Zimmer. Frau v. Kurzenbach, die das Ergebniß der Unterredung zwischen den beiden Männern vorausgesehen, redete den Abgewiesenen mit der Miene des Bedauerns an., Ich erkenne an Ihrem Ausdruck," flüsterte sie unter theilnehmendem Händedruck, daß Sie es mit einem harten, eigensinnigen Vater zu thun hatten. Aber nur Muth. Verehrtester; Harriet liebt Sie heiß und treu, und ich werde, so viel ich's vermag, alles thun, um dem theuren Kinde zu seinem Glück zu helfen." Sie irren, Baronm, wenn Sie mich für niedergeschlagen halten. Ein Mann wie ich, der sich freilich getragen von seinem Genie durch das Leben kämpfen mußte, kennt kein feiges Zuruckweichen. Ich werde schriftlich die Bewerbung erneuern." Erwarten Sie wirklich Erfolg?" Ich sollte denken." Herr chönemann ist starrköpfig, vielleicht auch schon durch sein Wort gebunden." Er deutete allerdings an" Der junge Mann, der mit Harriet radelte, Herr Arnold Rüdiger, ist längst für Harriet bestimmt." Aber sie gehört mir, und es ist mir Ehren und Herzenssache, sie dem Later und Frner abzutrotzen." Was werden Sie thun'i" Ich weiß es noch nicht, aber hier gilt rasches Handeln. Wir haben den 2. Mai. zum 1. Juli bin ich verpflichtet, rn New Nork aufzutreten. Verschaffen Sie mir nur einmal noch die Möglichkeit, meine Braut zu sehen, theuerste Baronin." Die Dame schwankte. Sie fordern viel." Ich muß: die Zeit drängt. Falls ich keine günstig: Antwort vom Vater erhalten sollte, darf ich dann morgen Abend kommen? Sie haben da hinten im Garten einen kleinen im Boskett gelegenen Pavillon Wie Sie bitten können! Seien Sie also bei einbrechender Dämmerung da ich will sehen; auf fünf Minuten." O Sie Engel Sie Göttin!" Leidenschaftlich preßte er feine Lippen auf ihre Hand. Fort fort ich höre kommen. . Schönemann war, erfüllt von Zorn und Mißstimmung, zurückgeblieben, da Harriet auf feinen Befehl rasch entflohen war. Er schritt, vor sich hm scheltend, im Zimmer hin und her, stand am Tische, auf den er gedankenlos trommelte, trat mit dem Fuß auf und verlor sich in peinliche Gedanken. olch' ein bezahlter Faxenmacher was der sich einbildet! Ein Mensch ohne Familie und soliden Besitz! An diese verrückte Partie war für sein Kind gar nicht zu denken. Eine Frechheit von dem Landstreicher, solche Ansprüche zu wagen. Aber das Mädchen stellte sich ja mit unsinniger Verliebtheit auf des Unberschämten Seite. Abscheulich! Die Kurzenbach hatte nicht aufqepaßt. Wozu war die Person da? Er wollte ihr ordmtlich die Hölle heiß machen. Aber mit dem aalglatten Frauenzimmer würde er nicht weit kommen. er kannte das; sie erklärte sich beim geringsten Tadel für gekränkt, versicherte. eme solche Behandlung sei sie mcht gewöhnt, weinte und sprach davon, morgen das Haus verlassen zu wollen. Nun war sie aber doch eine sehr passende Repräsentantin für ihn. Er durfte es also nicht riskiren, grob zu werden, denn ihr Fortgehen paßte ihm für best Augenblick am allerwenigsten. Nächst ihm war offenbar Arnold am schwersten von Harriets Verirrung betroffen. Ob er zu ihm fahren sollte? Wenn er nur nicht selbst seinen Lieblingswunsch dadurch vereitelte! Würde Arnold nicht zurücktreten, wenn er des Mädchens Liebelei mit dem Schauspieler erfuhr? Das setzte die leichtfertige Gans offenbar im Werth herab. Das Mittagessen, bei dem Frau v. Kurzenbach Harriet mit Unwohlsein entschuldigte, verlief unter einer fchwlllen Stimmung, wenn auch die beiden Damen eine oberflächliche Unterhaltung zu führen trachteten. Schönemann aß und sprach fast gar nicht und saß da wie in eine Gewitterwolke gehüllt. Er trank nur rasch mehrere Gläser schweren Weins. Zeitiger, als es sonst seine Art war. hob er die Tafel auf und bat die Frau Major förmlich und eisig, mit ihm in sein Zimmer zu kommen. Hier trat er vor die Dame hin und fragte schroff: Wissen Sie etwas von Harriet und dem Komödianten?" Sie, längst auf diese Frage vorbereitet, lächelte ihr mildes, entschuldigen des Lächeln: Nun ja, Herr Schöne-. mann, sie schwärmt em wenig m s Blaue, wie junge Mädchen in ihrem Alter zu thun pflegen. Ich denke aber, mehr für Mr. O'Dannes Kunst als für den Künstler." Sie irren Sie hätten gut gethan, Jhre Augen offen zu halten! Der Hanswurst hat die Unverschämtheit gehabt, bei mir um des Mädchens Hand zu bitten, und sie sie," er senkte die Stimme und sah sehr bekümmert aus.

sie hat den Unverstand den Blödsinn

sich ihm an den Hals zu werfen." Frau v. Kurzenbach fchlug voll Erstaunen die Hände zusammen. Aber nein nicht möglich solch' ein Kind!" Gehen Sie und reden Sie ihr den Unsinn aus. Es ist Ihre Pflicht, ich erwarte es von Ihnen." Natürlich, Herr Schonemann, wenn Sie die Partie durchaus nicht wünschen." Können Sre daran zweifeln? Je nun, Sie haben dem jungen Künstler sehr artig Ihr Haus geöjfnet." Haben Sie's denn nicht alle gewünscht?" Sie wissen, ich persönlich bin sehr reservirt, sehr exklusiv geartet und schwärme gar nicht für zweifelhafte Anknüpfungen." Aber Sie befürworteten doch das Diner." Ich gebe zu, daß Mr. O'Danne enialer Mann eine Ausnabme " Sind Sie auch verliebt m den Charlatan?" Aber Herr Schonemann ich MUß doch sehr dringend bitten! Ich kann gleich zu Harriet hinaufgehen und mit ihr sprechen." Geben Sie gehen Sie, brmgen Sie die Närrin zur Raison, und dann schicken Sie mir das alberne Frauenzimmer hierher." Harnet athmet: erleichtert auf und flog der hilfreichn Freundin entgegen. als diese bei ihr eintrat. Das Mädchen hatte die selbst gewählte Einsamkeit schwer ertragen, allein sie traute sich nicht in's Haus hinunter, weil sie fürchtete, ihrem zürnenden Vater zu begegnen. Nun kam ihre mutterliche Trösterin zu ihr, die verstand sie und würde ihr helfen. Welch' eine Katastrophe!" seufzte die Dame, Harriet in ihre Arme schließend. O, ich konnte nicht anders, ich mußte mich zu ihm bekennen. Es war ja abscheulich, wie Vater ihn anließ. ihn, der so hoch dasteht. That ich nicht recht. Tante Laurette?" Armes Kind, wie leide ich mit Dir!" O, Du hast Gefühl! Ich darf doch nun nicht mehr schwanken, darf doch nicht zurück. Ich habe doch feine Küsse erwidert. Und wenn man einen Mann als Braut geküßt hat, muß man ihn doch heirathen? Sonst muß man sich ja schämen," fügte sie leise hinzu. Die Erfahrene lächelte. Gewiß, mein Engelchen. Allein es wird Schwierigkeiten geben und große Festigkeit erfordern. Indeß Mr. O'Danne rechnet auf Deine Treue, Deine Standhaftigkeit." Natürlich, das kann er auch!" Mir sind leider die Hände gebunden, Herr Schönemann beweist sehr wenig Herz, indem er droht, mich augenblicklich fortzuschicken, falls ich mich Mit einem Wort auf Deine Seite stelle, wie ich es eben' wagte. Du wirst verstehen, daß solche Drohung verletzend ist für das Zartgefühl einer Dame, wie ichs bin." Ich will nicht, daß Du für mich leidest. Du. die so himmlisch gut gegen mich ist. Rathe mir nur ganz im GeHeimen, was ich thun soll." Ja, mein armes Kind, da Dein Herz so allgewaltig für Deinen Verlobten spricht, wirst Du nicht anders können, als um- Deine Liebe, Dein Glück kämpfen." Du hast recht, ich darf nicht erlahmen, nicht feige fein." Du weißt, O'Danne will Deinem Vater schreiben. Seine Antwort muß man abwarten und dann je nach den Umständen handeln." Nachdem Frau Laurette noch manches zärtliche Trostwort, manche ermutigende Rede an das erregte Mädchen gerichtet hatte, theilte sie ihr Schönemanns Befehl mit, der sie zu ihm rief. Harriet erschrak. Sie bängte davor, ihrem Vater allein, ohne des Geliebten Beistand, entgegenzutreten. Scheu und zagend ging sie in ihres Vaters Zimmer. Er saß im Lehnstuhl und winkte ihr mit finsterem Gesichte heranzukommen. Ich bin empört über Dein Betragen," herrschte er sie an. Hast Du nicht ganz den Verstand verloren, so mußt Du Dir selbst sagen, daß die Heirath mikeinem Abenteurer sich unter keiner Bedingung für meine Tochter schickt. Das Geld liebt der Kujon, das ist's! Ich bitte mir aus, daß von diesem unpassenden Techtelmechtel nie mehr die Rede ist. Der Mensch reist bald ab, und dann schweigen wir Deine Verirrung todt. So, nun kannst Du gehen!" Er stand auf und machte eine abweisende Handbewegung. Ich will durchaus nichts mehr von der Geschichte hören, die mich ganz krank macht vor Aerger." - Er wandte ihr den Rücken, und sie mußte das Zimmer verlassen, ohne daß es ihr möglich gewesen wäre, das kindliche Flehen auszusprechen, das ihr auf dem Herzen brannte. (Fortsetzung folgt.) verschiedene G eflügelkrankheiten ist Salicylsäure ein ganz vorzügliches Heilmittel. Man wendet dieselbe an: 1. be. Diphtherie der Hühner: Pillen aus Salicylsäure, Kleie und Honig, 2. bei Nasenschleimhaut - Katarrh: öfteres Einpinseln des Schnabels und der Nasenhöhle mit alkoholischer Lösung reiner Salicylsäure, 3. bei katarrhalischer Augenerkrankung: stündliches p c m c . i r ..r mnpinem oer moeyaui mu aiiuj. saurelösung (1:400). .

Fütterung der A a u a-

r i e n f i s ch e. Grundsatz muß bleiben, das Aquarium regelmäßig zu bepflanzen und nicht zu Übervölkern; die noch ziemlich verbreitete Ansicht, Goldfische bedürften wenig oder aar kein Futter, ist nicht zutreffend. Allerdings i)t das nahrunHsbeoursnlß ,m Winter erheblich geringer und genügt eine zweimalige Fütterung in der Wocke. wogegen im Sommer täglich ein bis zwei Mal gefüttert werden muß. Das Futter werde stets an derselben Stelle, zu ce timmter rAm und nur m solcker Menge gereicht, daß es sofort gefressen wird und keine Reste zu Boden sinken, wodurch nur Wasser, Pflanzen und Fische krank würden., Unvassende Futterstoffe sind Brod und Oblaten; die zusagendsten Futtermittel sind geschabtes rohes Rindfleisch, kleingeschnittene Regenwürmer. Stubenfliegen; kommen hierzu als vegetabilische 'eayrung hier und da etwas feingewiegter grüner Salat oder eingesetzte kleine Schwimmpflanzen lLemnI. Azollo), so werden Fische wie Pflanzen oes Aquariums sich wohl und gesund veslnven. , . Gewürze. Wenn man Gewürze. wie Senf, Pfeffer, Meerrettig,' Nelken, Ingwer u. s. w. in den Mund nimmt. )o verursachen sie ein brennendes Gefühl, welches denieniaen. der solche Reizmittel nicht gewohnt ist, unangenehm berührt, bei wiederholtem Gebrauche jedoch zu ertragen ist. Da diese Stoffe eine reichliche Speichelabsonderung verursachen, so denkt man, daß Ire denselben Einfluß auf den Magenfast haben. Diese reichliche Sveickelabsonderung besteht meistens aus einer Flüssigkeit, welche durch Ueberreizung von den Schleimdrüsen abgegeben wird. 2ie Flüssigkeit jedoch, welche zur Verdauung der Stärke nöthig ist, stammt nicht von diesen Drüsen; daher wird der Speichel durch diese Reizung nicht verbessert. Dasselbe gilt für den Magen. Das Hinunterschlucken dieser feurigen Substanzen verursacht eine heftige Entzündung dieses Organs, welches als Selbstvertheidigung eine Menge Schleim absondert. Diese Schleimlage verhindert das richtige Fließen des Magensaftes und die EntWickelung der Bakterien geht leichter vor sich, da sie in dem Magenschleime gut gedeihen, aber durch den Magenfast schnell getödtct werden. Daher leiden diejenigen, welche reichlich Gewürze gebrauchen, vielfach an chronischem Magenkatarrh, Magengeschwür, Darmkatarrh u. s. w. Ueberreizung verbraucht die aufgesparte Lebenskraft aller Drüsen, macht sie für Entzündung sehr empfänglich und zerstört sie allmälig, so daß der Magen schließlich, nur noch einem verbrauchten Sacke ähnlich, ein Treibhaus für Bakterien ist, welche mit ihren Gährungserzeugnissen das Blut vergiften und das Nervensystem zerrütten. Suppe von Tomaten. Kartoffelsuppe: Einen Teller voll geschälte Kartoffeln, drei bis vier Tomaten, Suppenkraut, etwas gestoßenen Pfeffer, Salz, ein Stück Butter oder etwas Liebigs Fleischextrakt kocht man zusammen und rührt die Suppe dann durch. i Große TluSwahl von f 3 n Aug. Diener, No. 449 Ost Washington Str. NeUtS Telephon 2525. The Victor, v ! ,'v!'V-'.V.'. .. f , ' ' .! . - v ' 1 -. ' - . i ' , . - I " .:s ' : - , - , -. i . " v .'M v,-V-' r. ' i: ' .- if 4 ( I Ecke Noble und St. Clair Str. Ich erlaube mir meinen Freunden uid Bekannte anzuieigen, daß ich unter dem Namen "The Victor1 aa obengenanntem Platze ein in jeder Beiielzung erste Klaffe Wirthschaft eröffnet habe. t wird mein Bestreben sein, ein in jeder Beziehung respettadle Hau z führen und aa meine Geschäft freunde, bet coulanter Bedienung, die besten Quali täten an importirten und einheimischen Weinen, Lioudrea, Cigarren, Vier, etc. zu verabreichen. tvird mir zur Ehre gereichen. E in m?inem jetzige Lokale bearübe zu können. chtuuzSvoll nev VICTOR. Laiputaiip Bros. Brass TOs. Gießet und Dreher. Gtoe und kleine Sußarbeiten in Messing, $cI?;or Bronze, SUurninurt, etc. ' t!, . OetttnrKs . ufere Exezialität. 123-142 Ost Cecrgia Ctr., JHwupoliZ. BiU n. 1S1.

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Feuer- Signale.

i Pennshlv und Markt 5 English' Opern-Haut 6 Eastund New Dort 7 Noble und Michigan g N. Jerjev u. Msfs Ad 9 Pine und Nvrth 10 Market und ?ine 11 Vermont nah Gast 13 N. 8 Spritzenhaus Mafz. Ave nahe Noble 13 Deware und Walnut 14 N. Jerfcp u Central A. 15 Mass. und Sornell Ave X Slsh und 11. Straß 17 Park Ave und 12 Ctr .8 Columbia und Hillfid 19 Highland Av u. Pratt 21 Illinois und Ct. Joe 3 Ptnnsylv. und Pratt 4 Meridian und 11. Ctr 25 Z?o.5Cpritzenhaui i5. nah Illinois 2 Senate Ave u. EuTlair - 27 JllinoiS und Mchigan 28 Peesylvania und 14. .Senate Av. und is. ZI No. 1 CpritzenhauS Jnd Ave naheMichigan 32 Meridia und Walnut 34 California enont ss Blake und New Aork 36 Jnd. Av. u. Ct Slair 37 City Hospital 38 Blake und NortY 39 Michigan und Agne 41 No. 6 Spritzenhaus Washington nahe West 42 Gnsendorf u Wash. 43 Missouri New Dort 45 Meridian u Wash 4 Jllinoi und hio 47 Capitol 20. u Wash 48 Amgan'ö Porlhaui 4 Straßenbahn Stalle W. Washington Etr öl No. 10 Cpritzcnhau JllinoiS u Merrill S2 JllinoiS u Louisiana 63 West und South 54 West und McEarth 5 Senate ve. u Henry 57 Meridian und Ray 58 No. 4 Spritzenhaus MadisonLv.uNor-.-iS 59 Madison Av. u Dunlop 21 No 2 Haken Lciterhaus South nahe Delaware 52 Penn. Merrill 3 Delaware u. McCarttz 4 ast und McEarry 5 New Jersey u. Merrill 57 Lirg.Av.u Brkdshs 53 Esst und Prospekt 9 Bicking und High 71 No. 11 CpritzmhauS Bir Ave. nahe Huron 72 East und Seorgia 73 Cedar und Elm 74 Davidson u Seorgia 75 önglish Av. u Pine 75 Chel'h und Bat? 78 No. 3 Spritzenhaus Prospekt nahe Ehelby 79 Fletcher Av. u Chelby 81 Market u. Ncw Jersey 82 Delaware und Wash. 83 East u Washington 84 New Fork u.Davidsor 85 Taubstummen Anstalt 86 Vcr. Staaten Arsenal 87 Oricntal und Wash. 89 ffrauen-Reformat. l No. 13 Spritzenhaus Marhland nahe Mer., 92 Meridian u. lgeorgia. 33 Meridian und South 4 Pcnnsylv u Lovisiana 95 i'iniinir Ave u. Zllab. 96 Hauptquartier. 97 Grand Hotel. 55 Capital Ave und Ohi, 23 No. 16 Spritzenhaus 16. und Ash. 24 Alabama und 16. 25 Central, Ave und 15. 26 Kandes und 1. ,27 Brookside und Jupiter .28 Central Ave und 17. 29 Delaware und 19. .ZI Alabama und 11. '32 Dellesontaine und W. 34 College Ave und 29. 35 Delaware und 13. 36 Alabama und North 37 Newmarjt und 19. 33 College Ave und 14. .39 Oornell Av und 13. t4l AandeS und 18. .42 Highland Ave und 10. '43 Tecumseh und 10. ..45 Z!ew Jersey und 22. U6 Alvord und 17. 147 No. Spritzenhaus Hiltside Ave und 16. .43 College Ave und 22. .49 College Av und 27. .52 Park Ave und 22. i5. LEu. W Bahn u. 22. (54 Ramsey Ave und 10. i5 Ctoughton u Ncwman 57 Atlas und Pike. :S8 Blohd und Pawpaw. '.59 No. 21 CpnjenhauS Brightwood :Z Arven und Depot 163 Brightwood und 25. 164 Rural und Blohd 165 St. Clair u. Keystone 167 Arsenal Ave und 23. 163 Bellesontaine und 23. 19 Park Ave und 10. 212 Capital Ave und 17. 213 Pennsyl. u. 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Washington 427 Oliver und Birch 423 Oliver und Osgood 429 Nordhke und Dork 431 Hadlcy Ave u. Morris 432 Rivcr Ave u. Äorri 4U River Ave und Ray 435 Harding u. Big 4 R R 4Z6 HardZng und Oliv 437 No. 19 Spritzenhaus MorriS und Harbin. 438 Hotoarb mrd WMaD 439 Stkyds 451 Reisn und Miller 452 Howard und L 53 MorriS und Ppes 456 Lambert und Velmont 457 Nordyke Ave u, Mar lo WorkS 512 West und Nah 513 entucky Ave .Merrill 614 Meridian und Morri 616 JllinoiS und Aanfa 17 Morr'ut und Dakota 618 MorriS und Church 519 Capital 2. u McCarty 521 Mendian und Palm 623 Pine und Lord 524 MadisonAveu Lincoln 2 Meridian und Belt RR 527 Carlos und Ray 628 Meridian und Arizrna 529 Meridian. Raymond 521 Meridian u. McCarty 532 No. 17 Spritzenhaus MorriS ncche West i Mckernanund Dough. IS East u. Lincoln Lan 614 East und Beechcr IS Wright und Sander 17 McCarty und Beaty 18 New Jersey Pir Av 712 Spruce und Prospekt 713 Engllsh Are. u. Laurel 714 State Ave u. Belt R R 715 Shclby und Bch 71 Ctate Ave und Orang 718 Orange und Laurel 719 Chelby u. Ci.iaqe Ave 721 Lexington A. Laurrl 723 Fletcher Ave u. Spru 724 Ctate Ave. Pleasant 725 Prospekt und Pleasa: 72 Orange und Harte! 728 Liberty und Mcck 72? Nolö und South 812 No. 15 Spritzenhaus Ost Washington Bts, 813 Market und Noble L14 Ohio u. Highland Av 815 Michigan u. Highland l Market u Arsenal Ave 817 Ost C. Clair und Union Bahn Geleise. 821 Pan Handle Shops 823 Lcrmont und Walcott 824 Wash. und Statt Av 25 Madden's Lounge Fab. 82 Tue? und Torfey 27 Wash. und Bevill Ave 829 No. 1 Spritzenhau Bcville nal. Michiga 831 Eoutheastern Av und Woodside. 832 Wash. und Tearbor, 334 Coutheastcrn und Arsenal Aves. L85 New Dork und Tempi 12 JllinoiS und Maryl. 13 JllinoiS und Market. 14 Penn, nd Wash. 15 Delaware nnb H, J Spezial-Siznale. Ersten 2 Schläge, zwelter Alarm, j Zweiten 2 Schläge, dritter Alarm, Dritten 2 Schläge, vierter Alarm. 1-2-1, Feuer aus und Schlauch aufgerollt. 3 Schläge, Wasserdruck ab. 12 Schläge, 12 Uhr Mittag. Die so bezeichneten Signale werden ur vom Thurm wÄchter angegeben da an den berrefsende Straß kreuzungen keine AlarmUftcn angebracht sind vtnnie Willharm. Praf. Mary'Mahoney, Skr Arbeit ersten NangeS in der Ml " CMffll :: UÜHDBT No. 232-238 Virginia Ave. 3ft 9. 0U, Telephone: eschaktSführer. fit und Neu 1X6. Joseph Haas, empsiehlt sich dem. deutschen Publikum zur Reinigung von iWtritten, (Bctoctö . Elsternen n. s. v. QiSiafektton frei. Ossice: 707 Naxvell Strabe. rele,l)one: (all) 1039. '(Neu) 257S

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