Indiana Tribüne, Volume 25, Number 307, Indianapolis, Marion County, 19 August 1902 — Page 3

Jndlana Tribüne, 19. August 19VS.

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BcrZchüttet. Vulkanische Verheerungen auf einer Insel Japan's.

Sämmtliche Bewohner, 130 an der Zahl, umge kommen. Ableben des v ProsessorS Lkopold Schevck in Wien. Feier des 72. Geburtstags Kaiser Franz Joseph's. . Ealadiner zu Ehrendes Schah's von Persien iu London. Abreise der Boerengeneräle von Lon don nach Rotterdam. Nachrichten von Nordeaskjöld aus dem südlichen Eismeer. Japan. Vulkanische Verhee. runden. Yokohama, 18. August. Die kleine Insel Torishima wurde in der Zeit zwischen dem 13. und 18. August durch den Ausbruch eines Vulkan's mit Lava und Asche überschüttet und sämmtliche Einwohner, etwa 150 an der Zahl, sind ohne Zweifel umgekommen. Alle Häuser aus der Insel sind verschwunden. Der Ausbruch dauert noch sort und ist mit unterseeischen Ausbrüchen in der Nachbarschaft derbunden, wodurch es Schiffen unmöglich gemacht wird, sich der Insel zu nähern. Torishima - gehört zu der Inselkette, die sich von den Bonin-Jn-sein bis nach Hondo, der größten Insel Japan's, erstreckt. Oesterreich'Ungarn. Prof. Schenck f. Wien. 18. Aug. Professor Leopold Schenck, der Urheber der Theorie von der Vorherbestimmung des Ge schlecht, ist heute in Schwanberg, Steiermark, gestorben. K a i s e rs G e b u rt s t a g. Wien, 18. Aug. Der 72. Gedurtstag Kaiser Franz Josephs wurde hier heute durch eine Revue über 30,000 Mann Militär, eine glänzende JllumiNation der Stadt und die Begnadigung aller wegen Majestätsbeleidigung ver urtheilten Gefangenen gefeiert. Der Kaiser selbst verbrachte den Tag luhig mit seiner Familie in Jschl. Groszbritannien. Der Schah von Persie tt. London, 18. Aug. Muzzaffar Ed-Din, der Schah von Persien, und sein Gefolge trafen heute in London ein und bezogen als Gäste König Cd ward's Quartier im Marlborough House. Als der Schah am Victoria Bahnhof aus dem Zuge stieg, erschien er in voller GalaUniform, die von zahl reichen Diamanten erstrahlte. Der Prinz von Wales, Lord Lansdowne, Minister des Aeußeren, Lord Roberts und die Mitglieder der persischen Ge sandtschaft empfingen den Gast am Bahnhof, worauf et unter militärischer Escorte in einer königlichen Equipage nach dem Marlborough House gefahren wurde. TaS schauderhafte Wetter hielt die Neugierigen fern. Der Schah fuhr heute Abend nach dem Buckingham Palast, um dem ihm zu Ehren veranstalteten GalaDiner beizuwohnen. Unter den 60 Theilneh mern befanden sich der Prinz von Wales, als Vertreter des Königs, Prinz Arthur von Eonnaught, Pre mierminister Balfour, Eolonialsekretär Chamberlain .und andere Minister, Earl Roberts, Lord Wolsely und Lord Kltchener. Die Boerengeneräle. L o n d o n, 18. Aug. Die Boeren generält Dewet, ' Delarey und Botha schiffen sich heute Nachmittag auf dem Dampfer Batavia" nach Rotterdam ein. Eine zahlreiche Menschenmenge hatte sich am Werft eingefunden, um ihnen Abschiedsgrüße zuzurufen. Capt. O'Donnell von Dewet's Stab reist sofort nach Amerika ab, um die Vorbereitungen für den Besuch der Ge neräle zu treffen. . Er sagt, daß sich in der Boeren Armee im Ganzen etwa 500 Amerikaner und ebenso viele Jr länder befanden. Montague White, der frühere Gene ralconsul für Transvaal in London, hat eine, von den Boerengenerälen gut geheißene Erklärung veröffentlicht.welche Folgendes enthält: Die Generäle be geben sich nach dem Continent, um Krüger und Steyn zu besuchen und dem Leichenbegängniß von General Lu

cas Meyer beizuwohnen. Es ist ihre

Absicht, möglichst bald nach Lon don zurückzukehren, 'um Geschäfte zu eredigen. Während ihres Ausenthalts in London haben sie zahlreiche Einla düngen und Bewillkommungsdpeschen erhalten, die sie vollauf anerkennen. Der Bericht, daß der Entschluß der Generäle, die Flottenrevue nicht zu be suchen, auf den Einfluß des Herrn Fischer zurückzuführen sei, ist unwahr. Der wahre Grund für das Ablehnen der Einladung am Samstag war der, daß ihnen ihre Kleidung nicht für einen ceremoniösen Besuch geeignet erschien und sie nicht genügend Zeit hatten, die nöthigen Vorbereitungen zu treffen. Sie benutzten jedoch mit Freuden am ersten Tage, nachdem sie die erfordere lichen Einkäufe gemacht, die Gelegen heit, dem König ihre Achtung zu bezeu gen, und sie sind über den freundlichen Empfang seitens Seiner Majestät auf's Höchste erfreut." Die FlotteN'Manöver. London, 13. Aug. Die Flöt ten-Manöver auf dem Solent wurden heute durch die schlechte Witterung be einträchtigt. Ein strömender Regen und heftiger Wind trieb die Neugierigen von der Seeküste fort, und erst gegen Mittag fuhr die Yacht Victoria und Albert" von EoweS ab, um König Edward durch die Linien der Kriegs schiffe zu führen. Die letzteren formirten sich dann in zwei Eolonnen und fuhren auf beiden Seiten an der Yacht vorbei. Die Bewegungen der Flotte mußten wegen des ungünstigen Wetters bedeu tend verkürzt werden. Die Torpedo-boot-Zerstörer wurden von den Wellen wie Nußschalen hin u.id hergeworfen. Die königliche Yacht kehrte um 5 Uhr nach Cowes zurück und die Flotte löste sich auf, um ihre gewohnten Pflichten aufzunehmen. Sonderbarer Betrug. London, 18. August. In der amerikanischen Botschaft haben sich in der letzten Zeit zahlreiche, aus Südafrika zurückgekehrte britische Soldaten gemeldet, um sich für den Dienst auf den Philippinen anwerben zu lassen. Sie sind offenbar die Opfer von Schwindlern geworden, welche ihnen in Kapstadt und Durban sagten, daß die Ver. Seiten britische Soldaten für den Dienst auf den Philippinen anwerben. Südliches Eismeer. Nachricht von Nordenfkjöld. R , m , 13. Aug. Der Ecrrefpondent des Secolo" in Buenos Ayres meldet, daß dort neuere Nachrichten von der antarktischen Expedition Norden skjöld's eingelaufen sind. Das Schiff ist im Eise eingeschlossen und es sind Vorbereitungen für ein Vordringen in Hundeschlitten getroffen worden. Der Gesundheitszustand der Mitglieder der Expedition war ein ausgezeichneter. An der Spitze der Expedition steht Prof. Otto Nordenfkjöld, Neffe des Ba rons Nordenskjöld, der am 12. August 1901 starb. Sie fuhr am 1. October 1901 auf dem Dampfer Antarctic" aus Gothenburg, Schweden, ab, und die erste Kunde traf am 1?. April d. I. in Montevideo, Uruguay, ein. Die Expedition befand sich damals in Snow Kil, auf Louis Philip Land. Türkei. Der saumselige Sultan. Konstantinopel, 18. August. Die Versäumniß der türkischen Regie rung, vor längerer Zeit getroffene Vereinbarungen im Interesse amerika nischer Bürger zu erfüllen, hat zu et was gespannten Beziehungen, zwischen der amerikanischen Gesandtschaft und der Pforte geführt. Der Gesandte John G. Ä. Leischman hat der Letz teren mitgetheilt, daß er sich auf keine Erörterung anderer Fragen einlassen wird, so lange die früher vereinbarten Abkommen nicht erledigt , sind. In diplomatischen Kreisen erwartet man weitere unnöthige Verzögerungen, waö zu einer scharfen Note von Seiten der Ver. Staaten führen dürste. Italien. EhrenderRuf. R , m, 13. Aug. Die italienische Regierung hat beschlossen, Hrn. Pier Adolfo Drindelll, dem Director des Cincinnatier MusikConservatoriumS, der soeben hier eingetroffen ist, den Po sten eineS DirectorS des großen Musik Conservatoriums in Venedig anzu bieten. Cincinnati, 18. Aug. Profef sor TirindeM ist! seit einer Reihe von Jahren Musiklehrer am hiesigen Mu sik'Conservatorium gewesen und ist noch

auf mehrere Jahre durch Eontract ge

bunden, sodaß er den Ruf nach Italien nicht annehmen kaun, wenn er nicht kontraktbrüchig werden will. Nnkland. DerCzarbedroht. Wien, 18. Aug. Eine Zeitung in Krakau, Galizien, verössentlicht einen Bericht, daß der Czar von Rußland kürzlich auf seinem - Schreibtisch ein Schreiben von einem Revolutions ausschuß fand, in welchem er mit dem Tode bedroht wird, wenn er Rußland licht eine konstitutionelle Regierung gebe. Der Czar sei dadurch in qroße Besorgniß versetzt worden. Frankreich. Die Schulen geschlossen. Brest, 13. Aug. Unter großen Schwierigkeiten ist es heute den Polizeicommissären gelungen, die nicht au torisirten Schulen in St. Meen, Plou daniel und Folgoet zu schließen. Aus den größten Widerstand stießen sie in Ploudaniel, wo eine nach Tausenden zählende Menschenmenge durch das Läuten der Sturmglocken herbeigelockt war und das Schulgebäude umzingelt hielt. Nach einem vergeblichen Angriff auf die stark rerbarrikadirte Thür versuchten die Commissäre, durch den Garten in das Gebäude einzudringen. Unter einem Regen von Schmutz und Unrath, der von den Vertheidigern auf sie geschleudert wurden, versuchten die Soldaten eine Bresche in die Mauer zu brechen und, als dies nicht gelang, die Mauer mit Hülfe von Reisigbündeln zu erklettern, doch wurden die letzteren von den Vertheidigern mit Petroleum begossen und angezündet, worauf die Commissäre und Truppen unter den Hohnrufen der Menge abzogen, um auf Verstärkungen zu warten. In zwischen Überredeten Senator Pichon und General Rath Soubigou die Menge, dieThür zu öffnen. Tie Schwe stern zogen dann aus der Schule in die Kirche, wo ihnen die Menge eine Ovation brachte, während die Commissäre in die Schüle eindrangen und eine Inventaranfnahme machten. Alsdann wurden die Thüren versiegelt. In St. Meen wurden die Schwestern erst nach zweistündigem Kampfe, in welchem ein Commissär verwundet wurde, vertrieben. Deutschland. Professor ausgezeichnet. Berlin, 18. Aug. Prof. Alexandcr Agafsiz, der bekannte Gelehrte auf dem Gebiete der Naturwissenschaf ten,' ist zum Mitgliede der Civilabthei lung des Ordens Vour le Merite" er nannt worden. Polenversammlung. Berlin, 13. Aug. In einer, gestern Abend hier abgehaltenen Versammlung von etwa 2000 Polen wurden Hochs aus die polnische Demokratie" ausgebracht. Es , herrschte eine zügellose Begnsterung. Der Heraus geber einer polnischen Zeitung Namens Wroebel sagte im Lause einer Rede : Preußen wird von der Landkarte ver schwinden, bevor es ihm gelingt, die Polen zu germanisiren und ihre Hoff nung auf das Wiedererstehen Polen's zu zerstören. Das neue Polen wird nicht die Beute der Aristokratie und der Geistlichkeit, sondern ein freies, demo kratisches Paradies sein." Redner fügte hinzu, daß alle Deutschen die Erbfeinde der Polen seien, einschließlich sämmtlicher politischer Parteien, die Socialisten nicht auszmommen. Norwegen. Y. M. C. A. Christi an i a, 18. Aug. Etwa 1000 auswärtige Delegaten, Vertreter von 3k Nationen, befinden sich hier, um dem Weltcongreß der Young Men's Christian Association beizuwohnen. welcher morgen eröffnet wird und bis zum 24. August dauert. Die Ver. Staaten haben 33 offizielle Vertreter geschickt. Schweiz. Abgestürzt. Zern a t t, 13, Aug. Die Leiche Dr. Largin's, eines OberrichterS von Bem, wurde heute in der Tiefe eines Abgrundes auf dem Domberge gefun den, den er am letzten Samstag bestie gen hatte. London, 19. Aug. AuS Genf wird gemeldet, daß die Leiche eines Schweizer Leutnants Namens Ramund auf dem Trient-Gletfcher und die eines Schweizer Bergbewohners Namens Marcus Zimmermann in einem Berg spalt aus dem Glarnisch gefunden wurden. .

HtnFamilienoramayal

sich in dem Dorfe Bötzow bei Spandau abgespielt. Vor drei Jahren verheirathete sich die Wittwe Schulz, die aus erster Ehe drei Kmder hatte, mrt dem Hofmeier Papke, der gleichfalls nhrere Kinder mit in die Ehe brachle. Das Zusammenleben beider gestaltet sich nicht sehr glücklich, und die Frau bereute die Helrath, zumal lhr seitdem eine erhebliche, laufende Geldunterstutzung, die ihr aus emer Stiftung der Sophienkirche in Berliil gewährt worden war, entzogen wurde. Jnfolge ehelicher Zwistigkeiten ertränkte sie sich mitsammt ihrem jüngsten Kinde aus zweiter Ehe im Dorfteich. Der Luftschiffer OsWald Lische aus Dresden stieg in seinem Ballon mit einem Passagier, dem Herrn Josef Leitz von Schwalbach (Bez. Wiesbaden) in Konstanz in die Höhe. In Folge der herrschenden Windstille trieb der Ballon langsam über die Stadt gegen Meersburg, dann wieder zurück gegen den Ueberlinger See. Dem Sinken des Luftschiffes suchte Lische durch wiederholtes Auswerfen von Ballast zu begegnen, doch konnte er zuletzt nicht hindern, dab der Ballon auf das Wasser sank. Beide Insassen tauchten zuerst unter, kamen jedoch wieder an die Oberfläche und hielten sich am Korb fest, bis die Yacht des Königs von Württemberg, der mit drei Damen, darunter die Königin und Herrn von Gemmingen, in der Nähe fuhr, und die Gefahr bemerkt tte. zur Hilfeleistung herbeieilte und zunächst den Leitz aufnahm. Kaum war der Ballon in dieserWeise entlastet, so schnellte er wieder in die Höhe, sank aber bald wieder. Die königliche Yacht derfolgte den Ballon, der dann mit einigen kleinen Schäden zwischen Meersbürg und Hagnau glücklich Land erreichte. Einer Räuberbande, die aus 40 Mitgliedern bestand und die in den Dörfern von Kleinasien grofes Unheil anrichtete, und ,scbon lana-. den Schreck der Einwohner bildete, wurde vom Pascha des türkischen Vilajets Smyrna unter der Bedingung für alle ihre Missethaten Pardon zugesagt, wenn sie ihre Waffen abliefern und als anständige Bürger in den einzelnen Dörfern leben wollten, und zwar von dem Ertrage einer Sammlung, die unter den reichen Bürgen veranstaltet worden war und eine ansehnliche Summe zusammengebracht hatte. An einem gewissen Tage kamen die Räuber im türkischen Konak zusammen, wurden von der türkischen Polizei auf da3 freundlichste empfangen und ließen sich sogar photographiren. Darauf theilte man den Leuten mit, sie würden vom Pascha empfangen werden, sie sollen zu diesem Zwecke ihre Massen als Zeichen der Unterwürfigkeit ablegen. Nun sahen sich die Leute gefangen, gaben aber das Spiel noch nicht verloren. Sie schössen ihre ganze militärische Bewachung nieder und stürmten in das Zimmer des Pascha, wo sie pi Beamten den Kopf abschnitten und dcn Sekretär mit zwei Revolverschüssen schwer verwundeten. Nach langem Kampfe mit einem zu Hilfe gekommenen türkischen Regiment wurden die Räuber theils erschossen, theils lebend gefangen. Tags darauf konnte man ihre Köpfe an den Spitzen der den Ko nak umgebenden Gitterstäbe aufg: spießt sehen. In nächster Nähe des Dorfes Aale, Gouvernement Wilna, liegt ein gut bewirthschaftetes Vorwerk, das der adligen Familie Mar cinkiewicz gehört. Augenblicklich besitzen es die Wittwe Marcinkiewicz und ihr erwachsener Sohn. Als letzterer vor einigen Jahren sich verheirathet?. nahm seine Mutter, die den einzigen Sohn abgöttisch nebte, ihm dies sehr übel. Die junge Schwiegertochter aber haßte sie so sehr, daß sie dies nicht einmal verbarg. Infolgedessen zog das junge Paar fort und übernahm eine Pachtung in der Nahe. So ver gingen drei Jahre, es schien, als ob dadurch der Haß der Mutter sich gelegt hätte. Als die Pachtzeit ' um war, kehrten die jungen Leute in das Elternhaus zurück. Einige Monate ver gingen ruhig, nur war die alte Frau mürrisch, nachdenklich und sprach wenig. Vor einigen Tagen, als der Schn 'sich m Geschäften rn das Nachbarstadtchen begeben hatte, hörten verschiedene Leute plötzlich durchdringende Hülferufe. Sie stürmten ins Haus und ec blickten die Mutter mit einem Beil an dem Bett der blutüberströmten Schwiegertochter. Der Haß hatte die alte Frau wahnsinnig gemacht. Als sie die fremden Menschen gewahrte, warf sie das Beil von sich, lief auf den Hof und fprang, ehe es Jemand verhindern konnte, in den Brunnen. Die junge Frau, die 15 schwere Beilhiebe davongetragen hatte, konnte nur noch sagen, daß sie von der Schwiegermutter beim Nachmittagsschlaf überfallen worden sei; . dann verschied sie. Die alte Frau zog man als Leiche aus dem Brunnen. Einwand. Ihre Gattin hat Ihnen vier Kinder geschenkt?" Na, geschenkt könnt' ich bei den hohen Hauöyaltskosten gerade mcht sagen! Ein neues Wort. .S& also drei Töchter hat der reiche Löwy söhn?" Ja! Und die älteste ist die mitgittigste!" ' jw . n f i. j . Frau ist wohl sehr rtiiilv:;. Na, ich sc-?J.:n, di: st:7,t d:n rzr. in 2cn cn r.:.7.:xd .... Ui l: T AlHtnü Ti.

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