Indiana Tribüne, Volume 25, Number 303, Indianapolis, Marion County, 14 August 1902 — Page 3

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Keller

Autocratisch.

Kaiser Wilhelm's Kritik der bairischen Kammer. Prof. Schweninger erhält einen Berliner Lehrstukil. Verheercude Negengüsie im ganzen deutschen Neich. Weitere Unruhen in Frankreich ,n Sachen der Kirchenschulen. Entscheidung zu Gunsten von Gay nor und Greene in Canada. Ter Nordvolsahrer Baldwin über die Entlastung seines Kapitäns. Teutschland. .Selbstherrlich. . B e tl n, 13. Aug. Die' Weigerung des bairischen Landtags, die von der Regierung für künstlerische Zwecke verlangtenMittel zu bewilligen, hat den Kaiser Wilhelm zu einem scharfen öfsentlichen Tadel veranlaßt, indem er sich persönlich zur Hergabe der geforder ten Summe anbietet. In einem Telegramm an Prinz-Regent Luitpold von Baiern, aus Swinemi'mde vom 10.', Aug. datirt, sagt der Kaiser : Soeben nach Hause zurückgekehrt, lese ich mit tiefer Entrüstung die Weigerung des bairischen Landtags, die von Jhnm für die Kunst geforderte Summe zu bewilligen. Es drängt mich, mein Mißfallen über die niedrige Undankbarkeit auszusprechen, welche diese Handlung gegenüber dem Hause Wittelsbach und aeaenüber Ihrer erhabenen Person, der Sie stets ein glän zendes Vorbild als Schützer und Be fördere? der Künste gaben, bedeutet. Ich bitte daher mir zu gestatten, die verlangte Summe zu Ihrer Verfügung stellen zu dürfen, damit Sie Ihre Zwecke in dem Reiche, der Kunst durch führen können. Wilhelm." ' Prinz Luitpold antwortete telegra phisch mit herzlichem Danke für bei Kaisers lebhaftes Interesse und groß herziges Anerbieten. Indessen habe ihm bereits ein patriotisch gesinntes Reichsraths . Mitglied die nöthige Summe zur Verfügung gestellt und die Regierung könne damit ihren Zweck er reichen. Prof. Schweninger. . Berlin, 13. Aug. ; Dr. Schwe ninger, Fürst Bismarck's einstiger Leib arzt, ist zum Professor für Geschichte der Medizin an der Berliner Univer sität ernannt worden. Professoren der Medizin an verschie denen Universitäten bereiten einen Protest an die Regierung gegen die Ernen nung vor, da Dr. Schweninger auf dem Gebiet der medizinischen Entdeckungen niemals etwas geschrieben oder ge lehrt habe. D i e V o r a ä n a e i n Vene z ü e l a. B e r l i n , 13. Aug. Die Zeitun gen weisen den Nachrichten aus Vene zueta emen yervorragenoen Plan an und bringen Alles aus New Nork über die wahrscheinliche Landung von Ma rinetruppen durch Amerika oder Deutschland oder Beide. An den gc genwärtigen Ereignissen in Central Amerika .wird.ungewöhnliches. Interesse genommen, besonders an den Commen taren . amerikanischer Blätter bezüglich der Nothwendigkeit einer etwaigen In tervention. Der Localanzeiger weist auf das große Interesse der Ausländer an der Aufrechterhaltung der Ordnung hin und hält die Landung -von deutschen und amerikanischen Marinetruppen, im H'nblick auf den I,albcivilisirten Zu stand der Bevölkerr.ng, jür durchaus gerecytsertlgt. Nach dem Tageblatt" fordert die Anarchie in Venezuela zur Jnterven tion, insbesondere von Seiten der Ver Staaten raus. Im auswärtigen Amte wurde heute auf Anfragen hiesiger Journalisten der Bericht der' Ass. Presse bestätigt, daß über die angebliche Landung deutscher Marinetruppen nichts bekannt sei. . Schlechte Ernte Aus sichten. eriin, lö. Aug. ganz Deutschland fällt seit 2 Wochen .starke Regen, der sich im Gebirge zu Schnee wwt A.V.si ' kk! !!N k'., ' verwandelt. Die niedrigste Temvera tur betrug heute 40 Grad Fahrenheit. 'Die eben abgeschlossene Ernte ist schwer geschädigt, besonders die von Weizen und Roggen,' und die Einfüh-. runz von auswärtigem Getreide wird

notbwendia. um die Qualität

deö Mehls zu bessern. Bei Fortdauer der Regen wird der Zuckerertrag am Rechtesten seit Jahren ausfallen. Frankreich. Die Schließung der Kir ch e n s ch u l e n. Brest, 13. Äug. An verschiede. :en Plätzen in Finisterre ist in den letz en zwei bis drei Tagen Militär requi rirt worden, um die Polizei'Commis äre, welche mit der Schließung der Kirchenschulen beauftragt sind, gegen die drohenden Volcsmengen zu schützen. Es besinden sich in Finisterre noch 13 Schwesterschulen, die nicht geschlossen ind. Ein Bataillon Infanterie und . M sr eine narre Avtyellung oerrnener Gendarmen werden heute in St. Meen, Folgoet und Ploudaniel erwartet, um die aufgereizte Bevölkerung einzuschüchtern. Die Bewohner von Folgoet sind heute damit beschäftigt, hinter der Hauptthür der Schule eine Ringmauer aufzufuhren. In St. Meen recognosciren Kundchafter zu Pferde, per Zweirad und so gar per Automobil die Umgegend, um beim Heranrücken der Polizei sofort Alarm zu geben. Die Bauern erklären, sie werden die Soldaten mit Bienenkörben bewerfen und ebenfalls in den Barrikaden Bienenkörbe anbringen. In Concarneau wurde heute ein Versuch gemacht, die Schulen zu schließen, doch wurden das Militär und die-Poli-zei von der rechtzeitig alarmirten Be völkerung zurückgetrieben. Canada. Gaynor und Greene frei. Quebec, 13. August. Richter Caron gab heute seine Entscheidung in dem Falle von Col. John F. Gaynor und Capt. B. D. Greene ab, welche in den Ver. Staaten des Betrugs beschul digt sind und die vor längerer Zeit in Canado verhastet wurden, um hierher

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3.... a """"" " ten indeß ein HabeaS Corpus-Verfah ren anhängig, indem sie geltend machten, daß die gegen sie ausgestellten Haftbefehle ihre Auslieferung nicht rechtfertigten. Richter Caron hielt in seiner Entscheidung diesen Einwand aufrecht und ordnete die Freilassung der Gefangenen an. Norwegen. Die Baldwin-Expedition. ' T r o m s o e , 13. Rüg. Evelyn B. Baldwin und mehrere Mitglieder der Bemannung der America" haben vor einem öffentlichen Notar Aussagen über den Streit zwischen Baldwin und Capt. Johannsen gemacht. Baldwin sagt, Letzterer habe sich geweigert, den Befehlen des Eislootsen zu gehorchen, und deshalb habe ihm das Commando entzogen werden müssen. . Capt. Johannsen habe in Honnigsvaag das Schiff ohne Wissen und Zustimmung Baldwin's verlassen. Das. Consulat in Christiania, bei welchem Capt. Johannsen Beschwerde erhob, bat ihn an den Consul in Bergen verwiesen. Des Mordes verdächtig. B e r l i n. 13. Aug. Ein ruMscher Student Namens Kalaseff, der kürzlich aus einem schlesischen Gefängniß entlassen worden war, ist der russischen Polizei ausgeliefert .worden, da er in dem' Verdacht- steht, . an ' der Ermordung des russischen Ministers des Innern, Sipiaguine, am 15. April betheiligt gewesen zu sein. Schweiz. . ' , Will nicht nachWashington. Bern, 13. August. Charles D. Bourcart, der schweizerische Ge.ndte in Großbritannien, weilt hier Verbindung mit seiner beabsichtigten Versetzung nach Washington. Herr Bourcart.möchte nicht gerneLondon.wo er ein Jahrzehnt zugebracht hat. verlassen und besonders nicht, um Platz für Dr. G. Carlin zu schaffen, der lurzlichln Folge der Differenzen zwischen der Schweiz und Italien aus Rom abberufen werden mußte. Herr Burcart lehnte den Posten als Gesandter in Amerika am 1. August ab. Hayti. Zahlreiche Menschenopfer. P a r i's, 13. Aug. Eine offizielle Depesche aus Cape Haytien meldet, daß U dem Arande von Petit Eoave am letzten Sonntag viele Menschen umgeI r? V. CM M A.u.fl. k " . i , kommen sind. Die.Depesche fügt hinzu,' daß die Blockade von Cape Haytien durch da Kanonenboot der Firminiflen, Crete-a-Pierrot".- von der amerikanischen Regierung nicht anerkannt wurde.

Ehinestschc Sitten. ' Ueber chinesische Sitten hat unlängst ein Chinese Namens Chan-Kuan-yai, der eine Anzahl Jahre in. Deutschland gelebt hat nni der deutschen Sprache vollständig mächtig ist, im Ostasiatifegen Lloyd" einen bemerkenswerthen Artikel veröffentlicht, dem wir. das Folgende entnehmen: China ist nun thatsächlich 'dem Auslande eröffnet und zeigt seit dem letzten Kriege kluger Weise das Bestreben, seine Grenzen immer mehr dem internationalen Handel und Verkehr zu öffuen. - Es ist unter diesen Bedingungen dringend nöthig, daß die Völker gegenseitig mehr Verständniß für einander gewinnen. Die vielen Mißverstandnisse des politischen wie sozialen Lebens kommen häufig von dem Mangel der gegenseitigen Fühlung" her; ein Jeder hält sich vornehm zurück, aus Furcht oder aus Hochmuth. So werden die 'Sonderbarkeiten der Volkssitten und Denkweisen gegenseitig nur nach den Schattenseiten ausgelegt. Man vergißt das alte gute Sprichwort Ländlich sittlich!" und kommt, wenn man sonderbare Sitten bei einem fremden Volke sieht, in die Versuchung, zu meinen, die Leute hätten den Verstand verloren, weil sie so unsinnige" Sitten pflegen. Und von den. Sitten überträgt man fein Urtheil auf die Menschen. Die Kultur der alten Welt war sozusagen auf zwei Weltenden vertheilt, nämlich auf das Mittelländische Meer und das Gelbe Meer. Auf der Westfeite sehen wir die Egypter, Griechen und Römer, auf der Ostseite die Chinesen als Vertreter der alten Kultur. Wje die alten Römer und Griechen mit ihrer weltverbreiteten Sprache, Wissenschaft und Kunst eine Weltmission zu erfüllen hatten, so haben die Chinesen als uraltes Volk fast in gleicher Weise eine große Weltmission für Ostasien gehabt. Die chinesische' Schriftsprache enthielt für Gott," Himmel" und Hölle" schon Ausdrücke, als diese bei anderen Völkern erst erfunden werden mußten. Unsere Vettern, die nun klügn gewordenen Japaner, können neben ihrer reichen Sprache auch heute noch

mcht die chinesische Schrift entbehren. Wie das Sanskrit A A AVIttfKTflAAttSlA SBeoeutung für das Germanische hat. so hat die chinesische Schrift eine ähn- . ' I' ' i liche Bedeutung für die Dialekte Südund Nordchinas; ohne ihre Wurzel ist kein Dialekt in seinen einsilbigen Tönen verständlich. Der Mandarin-Dia-lekt ist das Hochdeutsch Chinas. Weil nun die West- und Qstländer so weit auseinander wohnen und bis zum Ende der Mingdynastie 1644 so gut wie keine Fühlung mit einander hatten, ihre Sitten und Sprachen aber so durchaus verschieden sind, so braucht man sich eigentlich nicht darüber zu wundern, daß sie ihre Lebensauffassung gegenseitig als eine verkehrte ansehen. Es kommen hierzu klimatische Verhältnisse. ' Die Bewohner der Tropen, in denen China zum Theil liegt, werden durch die Hitze leicht ermüdet, schlafen oft und viel und legen am liebsten die Hände unthätig in den Schooß. Sie wünschen demgemäß auch politisch wie sozial ihre Ruhe. Das Aufhören aller Arbeit erscheint ihnen das erstrebenswertheste Ziel alles Lebens und Wirlen. Das kommt auch in der Religion Buddhas, die im Nichtsthun und Aufhören aller Bewegung ihr sittliches Ziel sieht, offen zum Ausdruck. Bei den Bewohnern des Abendlandes ist gerade das Gegentheil der Fall. Sie, als Bewohner der kalten Zonen, haben gegen die Kälte zu kämpfen, und Bewegung und Anstrengung bilden für . sie ein Bedürfniß. ?o kommt es, daß die Männer und Frauen des Abendlandes in ihren Mußestunden laufen, reiten und Bicycle fahren, während, der Ostasiate lieber gemächlich auf dem Ruhebette sitzt oder liegt. Die chinesischen Frauen hüten lieber das Zimmer, trinken Thee und rauchen Wasserpfeifen, auch wohl Opium, sie werden aber nie auf dem Rade fahren. - Die Abendländer huldigen, und zwar Hoch und Niedrig, aus Freude an der geselligen Bewegung" der Sitte des Tanzens. Von 1000 Zopfträgern in Ostasien aber versteht noch nicht einer, wie jene ein solches Vergnügen daran finden können, sich zu Paaren Hand in Hand im Kreise um die Wette zu drehen. Man kennt auch in China seit Alters den-Tanz. Aber dieser ist stets mit Gesang verbunden und wird nur von schönen Frauen bei Gastmahlzeiten ausgeführt.' " - Nur bei dem Ostasiaten konnte das Laster des Opiumrauchens einen Platz finden. Wohl kann man den Engländern grollen, daß sie uns dies den Leib und die Seele vernichtende Gift durch Kriegszwang aufgenöthigt haben; aber um gerecht zu sein, muß ich hinzufügen: es war eine Disposition vorhanden, sich dem Genusse dieses Giftes zu ergeben, nämlich die Neigung zum Ruhebett. Ich bin fest überzeugt, bei keinem europäischen Volk würde dieses Gift so allgemein beliebt geworden sein, wie es bei der bezopften Nation bei Hoch und Niedrig,' bei Adeligen wie bei LastkuliS, bei der Kaiserin wie beim Bettler, neworden ist.- ' Vef manchen Leuten in China ist der bedanke an .Ruhe geradezu zur-ar: katur geworden. 'Sie lassen sich den Nagel des' kleinen Fingers der linken Hand einen , Fuß lang wachsen, um auch äußerlich zum Ausdruck zu bringen: Ich arbeite nie.' Demselben Gedankengange. entspricht es., daß man in China der trägen linken-Hand Ehre vor

oer aroeilösamen rccylen erweis )as unsinnige Fußbinden der vornehmen Frauen, dessen Berechtigung selbst vielen Chinesen unerklärlich - erscheint, trägt derselben Auffassung Rechnung. Ter kleine Fuß gilt fast allgemein als ein Zeichen des Vornehmseins und des Nichtsthuns, im Geaeniak ?u den grotzen Füßen der Frauen.'oie sich auf den Feldern herumtummeln müssen. Auf der anderen Seite versteht wieder der Chinese nicht, warum die Frauen des Abendlandes sich den Leib schnüren. Vornehme reiche Leute in China, die genügend Diener haben, lassen sich von diesen die ellenlange Wasserpfeife an den Mund setzen, um zu zeigen: Ich rühre keine Pfeife an! Aus demselben

Grunde tragt der Chinese die langen Kleider mit langen Aermeln, die ihn an freier Bewegung und ordentlicher Arbeit hindern. Will der Chinese. Mann wie Frau, einen Besuch machen, so nimmt er, auch im Winter, einen Fächer aus Papier, Seide oder Vogelfedern, in die Hand. Das ist ebenso nothig, ' wie das Tragen von Handschuhen für die Herren oder der Schleier für die Damen im Abendlande.' Es gibt so manche chinesische Sitten, welche den abendländischen gerade entgegengefetzt sind. So behält bei einem Besuche der Hausherr in China den niedrigsten Sitz und gibt dem Gaste den höchsten. Bei einem Gastmahle im Abendlande nehmen der Hausherr und die Hausfrau die Schmalseiten der Tafel ein. In China verschwinden sie vollständig; sie erscheinen erst zu Ende der Mahlzeit vor den einzelnen Gruppen, die sich zu je acht Personen um kleine Tische gesetzt haben, und danken den Gästen, daß sie gekommen sind. Während das Abendland schwarz als die Farbe fc Trauer nimmt, wählt der Chinese weiß; auf dem Zopf muß dann ein weißer Streif sein. Nur die rothe Farbe gilt auch hier als Farbe des Lebens. Die chinesischen Bücher fangen von hinten, und wie die hebraischen, von der rechten Deckelseite an, nur mit dem Unterschiede, daß die Zcilen nicht querdurch, sondern von oben nach unten laufen. Sorbet. moroenländischen Erzählungen In und Reisebesckreibunaen spielt der Sorbet eine große Rolle. Schriftsteller, die allerdings zumeist nie im Orient waren, preisen das Labsal mit solcher 1 ..ry. "...('y.'i c r. . i - Ueberschwänalichkeit. daß Vertrauensselige Leser fast auf den Gedanken kom men könnten: schon des Sorbets wegen wäre es nicht übel, sich dem Islam zu übergeben. Der gewöhnliche Sorbet einfachster Art besteht aber, aus 'Nichts anderem, als aus Wasser, worin etliche Dattelbrocken aufgeweicht sind. Im Uebrigen nt der Name korbet mmi ganz richtig und nur eine zumal im Abendlande gebrauchliche Aussprache des Wortes Scherbe!, das dem Getränke zukommt, denn es stammt von scdirib. trinken, ab. Das Wort Scherbet aber gebraucht oer Orientale für alles, was sich trinken läßt. Der Sorbet, der das Dasein der Haremsschönen versüßt, ist denn auch anderer Art als r Arme leutescherbet aus Dattel- und Feigen brocken oder gar aus zerstampftem Jo hannisbrod und Wasser; den Wein erfetzt der Süßtrank allerdings nicht, da ihm der anregende Alkohol fehlt, aber er labt und erfrischt,- und da er in den mannigfachsten Abstufungen bereitet wird; bietet er wohlthuende Abwechselung m der Trankauswahl des Onen talen. . In Egnpten ist der gewöhnliche Scherbet des Hauses kaltes, sehr süßes Zuckerwasser. , Wird Zitronensaft hineingethan. so entsteht die auch uns be kannte Limonade. Ganz herrlich ist ein Sorbet aus Veilchenzucker und milder Säure. Auch Dattelsirup gießt man in Wasser und fügt ein wenig RosenWasser hinzu, einfaches oder mit Essig bereitetes, .das m den Bazaren verkauft wird. In der Türkei mischt man Fruchtsaste nut schneegekuhltem Wasser, vertheilt Rosinen oder Korinthen darin und stellt mit Hilfe von Kirschsäst, Quittensaft. Johannisbeersaft so viele Sorten von Sorbet dar. wie der Gaumen sie nur verlangen mag. An der Gasthaustafel in Kairo schneiden oft erfindungsreiche Europäer frische Bananen feinscheibig in das Glas, gießen kalten Sekt darüber und nehmen diese aus der Hand bereitete Bananenbowle mittelst kleiner Löffel zu sich, nennen jedoch das durchaus antimuselmanische Gebräu Scherbet. Unh warum auch nicht? Ist doch unsere Kalte Schale wie und woraus sie zusammengerührt sei nichts anderes als Scherbet. als ein Trank, der Nicht blos nach Wasser schmeckt. Unser, Hnnbeer essig mit kühlem Wasser ist ebenso gut Scheidet wie der aus säuerlichem cauioeerfaft bereitete ircnt. der in Palästina sehr beliebt ist. j a mvs.m l't (saz m uggl e r n. In der Nähe von Michalowice an der osterreichisch-russischen Grenze, stießen neulich Schmuggler, welche Seidenwaaren aus Galizien nach Rußland führten, auf berittene russische . Zoll Wächter, denen sie zuerst Geld anboten. Als die Verhandlungen zu keinem Ziele führten, begannen die Schmuqaler unter Führung eines gewissen Marcus Kifchel mit Knütteln auf die Grenzsoldaten, loszuschlagen, worauf diese Feuer gaben. Es entwickelte sich eine reqelrechte Schlacht, bei der 111 Schüsse abgegeben wurden. Drei Schmuggler, darunter der Fuhre?. Ki schel. blieben todt liegen, fünf wurden todtllch verwundet.

ifaricocele.

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